Der Motz von Butz: Die unnötige Notwendigkeit

Wie der Marketingchef der Swiss verlauten liess, ist es aus Aktualitätsgründen notwendig gewesen, der Swiss ein neues Konzept und somit auch ein neues Logo zu verpassen. «Motz, motz,» kann ich da nur hinzufügen. Von Theophil Butz, einst Starwerber (Ringier), heute Inspirator und ab jetzt auch noch Motzer. «Nicht eine einfache, aber eine notwendige Rolle, die ich hier alle 14 Tage wahrnehme.» Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].

Worum es geht: Eigentlich weiss ich es nicht, worum es hier eigentlich geht. Vielleicht will uns die Swiss klar machen, dass es sich bei ihr um eine Airline handelt und nicht um ein Sackmesser.

Meine These: Neuer CEO, neues CI. Dass man damals den ältlichen, aerodynamischen, ursprünglichen Schriftzug der Swissair von Karl Gerstner modernisieren liess, war eine notwendige Veränderung und auch eine grafisch perfekte Lösung – die mit den zwei vergrösserten i-Punkten parallel zum W gestaltete Heckflosse mit dem Kreuz. Dass man dann nach der Bauchlandung einen neuen Namen und ein neues Logo benötigte, war auch eine Notwendigkeit. Unnötig zwar schon damals, dass dies der Ausländer Tyler Brule gestalten sollte, wie wenn die Schweizer Grafiker dazu unfähig gewesen wären. Trotzdem, die Lösung war perfekt.

Aber jetzt diese Nouveauté. Eine Unnötigkeit par excellence. Welche aktuellen Gründe es notwendig haben, ein neues Logo zu erfinden, hat der CEO Harry Hohmeister nicht mitgeteilt. Ich könnte mir auch gar keinen aktuellen Grund vorstellen, ausser das Geschäft läuft gut, man ist unterbeschäftigt, und irgendwas muss geschehen. Lieber Walter Bosch, Du sitzt doch da als VR-Vizepräsident. Hättest Du mich um meine Meinung gefragt, hätte ich für einen Bruchteil dieses Budgets Euch dazu geraten, nichts zu verändern. Ob 9 Millionen überhaupt reichen, bezweifle ich. Es sind ja nicht nur die zwei Quadrate auf den Triebwerken, sondern auch der Schriftzug am Bug, den es zu ändern gilt. Daneben müssen Tickets, Reisebüros, Kofferkleber, Internet und noch viele andere Details mehr geändert und Altes muss vernichtet werden. Eine totale Unnötigkeit. Schauen wir uns das neue Unding mal genauer an.

Aus Gerstners parallel gestalteter Heckflosse ist nun eine mehr oder weniger realistische Flosse geworden, eine geköpfte, schiefe Pyramide. Wollte man dadurch klar machen, dass es sich hier um eine Airline handelt? Der Schriftzug «Swiss» hat seinen i-Punkt verloren, um daraus Versalien zu machen. Auch dadurch hat man das Tüpfelchen auf dem «i» abgeschafft. Das ganze Design ist nicht mit viel Nose gestaltet oder aber von einem 10-köpfigen Gremium zu einer miserablen Lösung herunter diskutiert worden. Eine verpasste Chance, die man erst gar nicht in Auftrag hätte geben sollen. In einem früheren Motz habe ich dargelegt, dass der Marketing-Direktor von Coca Cola wegen einer Logoänderung später gefeuert wurde. Es würde mich nicht wundern, wenn man in drei Jahren das Ganze wieder zurückkorrigiert, und zwar zu Gerstners Swissair-Logo. Mit zwei i-Punkten. Es tut mir leid, wenn ich – nachdem sich schon so viele über diesen Mist aufgeregt haben – auch noch meinen Motz dazu beitrage. Aber der Redaktionsschluss für meinen Motz ist eine Woche vor Erscheinen, und das Thema als gefundenes Fressen konnte ich aus diesem Grund trotzdem nicht lassen. Der Aufsteller ist, dass das First- und Business- Class-Magazin «Universe» der Swiss (altes CI) einen 5-seitigen Artikel über Inges und mein kleines Weingut in der Toskana abgedruckt hat.

«Ich weiss, was ich will»

Cavegnwerbung führt den erfolgreichen Markenauftritt von Modissa bildstark in die dritte Saison und baut weiter auf «Mode statt Lifestyle».

Never change a winning campaign. Nach der Neulancierung der Marke Modissa vor einem Jahr zeigten sich die Strategie von Cavegnwerbung und ihre Umsetzung als äusserst erfolgreich. Deshalb wird die Positionierung der Marke Modissa im Zeichen der Kontinuität fortgeführt. Um sich auch weiterhin von der Welt der schnelllebigen Trends abzusetzen, baut Modissa auch diese Saison auf das Motto «Mode statt Lifestyle». Das Zielpublikum der Frauen ab Mitte dreissig ändert seinen Geschmack nicht mit jedem Trend, sondern sucht den Stil grosser Mode. In der Kampagne wird dies weiterhin zum Ausdruck gebracht durch grossflächige, plakative Motive Die Bildumsetzungen inszenieren den Weg klassischer Mode von der Entwurfskizze bis zum Kleid, das die Saison überdauert. Markus Cavegn arbeitet dabei mit «Keyvisuals ohne viel Werbetext». Nur ein Claim: «Ich weiss, was ich will.» pan

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Sage mir, wie du wohnst …

Weber Harbeke Partners hat für Pfister bereits zum zweiten Mal den neuen Hauptkatalog gestaltet. Das Studio Achermann hat ein spezielles Kapitel zum Thema Schweizer Design beigetragen.

Auf 264 Seiten voller Inspiration und Information zeigt der Pfister-Katalog 2012, «wie man in seinen vier Wänden für mehr Lebensqualität sorgt», wie CD Max Weber und Berater Thomas Harbeke erklären. Bereits zum zweiten Mal ist dieser Hauptkatalog in der Kreativstube Weber Harbeke Partners in Zürich entstanden. Davon sind 17 Seiten vom Studio Achermann gestaltet worden. In diesem Teil wird das Neueste gezeigt aus der Schweizer Design- Kollektion Atelier Pfister.

Das Thema Lebensqualität ist unübersehbar durch den ganzen Katalog präsent. Auch auf den stimmungsvollen People-Bildern von Fotografin Andrea Disglas und Stylistin Marianne Kohler. Hier sind Menschen zu sehen, die sich mit Möbeln und Accessoires von Pfister ihren ganz besonderen Lieblingsplatz geschaffen haben. Ergänzt wird der Katalog mit Informationen zu den vielen Dienstleistungen von Pfister. Das geht von der Heimberatung über Lieferung und Montage bis zum zentimetergenauen Mass-Service. Pfister betreibt auch ein eigenes «Schlafkompetenzcentrum». Der Hauptkatalog wird gezielt an über eine Million Haushaltungen in allen drei Landessprachen der Schweiz verteilt.

Grösster Web-Shop Pfister ist in der Schweiz mit 21 Filialen präsent. Dazu betreibt das Traditionsunternehmen inzwischen auch den grössten Schweizer Web-Shop der Branche mit Tausenden von Möbeln, Teppichen, Vorhängen und Accessoires. Neuer Leiter Marketing Kommunikation bei Pfister in Suhr ist seit Januar 2010 Carlos Friedrich, der vorher in der gleichen Position bei Ikea Schweiz für viele Ideen verantwortlich zeichnete. Andreas Panzeri

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Zur Sache: Wer kriegts?

Nach dem geglückten Verkauf von TeleZüri und TeleBärn an die AZ Medien stellt sich die Frage, wer denn nun die Lokalradiosender Radio 24 und Radio FM übernehmen soll. Die AZ Medien konnten die beiden Sender ja nicht übernehmen.

Grund dafür ist unser tolles Radio- und Fernsehgesetz RTVG, wonach ein Veranstalter beziehungsweise das Unternehmen, dem er gehört, maximal zwei Fernsehkonzessionen und zwei Radio-Konzessionen erwerben kann. Das mit den mehr als zwei Fernsehkonzessionen war bei der Übernahme durch die AZ Medien kein Problem, weil TeleZüri ja gar keine Konzession hat. Im Nachhinein kann Tamedia also nur froh sein, dass TeleZüri keine Konzession erhielt, das hat den Verkauf an einen etablierten Verleger sicher erleichtert. Beim Verkauf der Radios wird es nun schwieriger. Beide Radios im Package an eine Person oder an ein Unternehmen zu verkaufen, geht nur dann, wenn diese noch kein konzessioniertes Radio besitzt. Und ob das dann wirklich eine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Weiterbestehen der beiden Sender ist, darf bezweifelt werden. Auch wenn wahrscheinlich einige branchenfremde es noch spannend finden würden, zwei Radiostationen zu besitzen.

Radio 24 allein dürfte problemlos einen Käufer finden. Interessiert könnten all diejenigen sein, die heute nur eine Radiokonzession haben und an einem erfolgreichen Radio in einer wirtschaftsstarken Region interessiert sind. Das geht von Hagemann, Heeb, Gut bis hin zu Schawinski. Der Neo- SF-Talkmaster würde sicher seinen alten Sender nur zu gerne zurückkaufen. Dann hätte er neben seinem Radio für Erwachsene auch noch ein zweites Standbein. Die Frage ist nur, welchen Preis er dafür zahlen will. Schawinski hat damals sehr viel Geld für Radio und Tele 24 gelöst. Kenner meinen allzu viel Geld, also dürfte die Bereitschaft von Tamedia für einen günstigen Verkaufspreis für Schawinski eher gering sein.

Einen Käufer für Radio FM zu finden wird nicht so einfach sein. Zum einem sind im Medienhaus der Espace in Bern Radio und Fernsehen baulich und technisch eng miteinander verbunden (Notabene auch mit der Zeitung!). Und dann ist Radio FM die Nummer 2 in Bern und somit nicht unbedingt so attraktiv für einen Käufer ausserhalb des Grossraums Bern. Interessant könnte es hingegen für die Radios Berner Oberland, Emme oder Canal3 sein. Die Frage ist nur, wer bereit und in der Lage ist, einen anständigen Preis zu zahlen. RadioBeo mit seinem umtriebigen und aktiven Chef Mürner ist dies am ehesten zuzutrauen.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

Bewegung im Sonntagsmarkt

Zwei neue Chefredaktoren, zwei neue Beilagen, diverse Apps und ein Ausbau in Basel: Nach drei Jahren Stagnation kommt wieder Bewegung in den Sonntagsmarkt. Ein Verlag startet zudem eine rein digitale Sonntagsausgabe.

Lange gab es in der Deutschschweiz nur zwei Sonntagstitel, Tamedias SonntagsZeitung und Ringiers SonntagsBlick – bis 2002, als die NZZ-Gruppe ihre NZZ am Sonntag lancierte. Vier Jahre später witterten auch einige Regionalverlage eine sonntägliche Goldgrube: 2006 startete die Südostschweiz am Sonntag, 2007 der Sonntag der AZ Medien und 2008 die Zentralschweiz am Sonntag, die siebte Ausgabe der Neuen Luzerner Zeitung. Danach kamen die Krisenjahre, womit sonntags wieder Ruhe einkehrte. Kein Wunder, denn auch die meisten Sonntagstitel verloren Inseratevolumen: Generierte die Sonntagspresse (ganze Schweiz) 2008 noch Werbeeinnahmen von 210,5 Millionen Franken, waren es 2010 nur noch 154 Millionen Franken (-26%). Einige Titel, so die SonntagsZeitung (SoZ) und die NZZ am Sonntag (NZZaS), büssten gar um 30 Prozent Werbevolumen (nur kommerzielle Inserate, ohne Rubriken) ein. Folglich wurden überall Personal und Qualität abgebaut. Jedenfalls begannen spätestens mit der Krise auch die Leserzahlen zu sinken. Einzig die Südostschweiz am Sonntag (SOSo), die ihr Frühzustellgebiet stetig ausbaute, sowie die Zentralschweiz am Sonntag (ZaS), das jüngste Sonntagsblatt, legten noch marginal zu.

> Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.
 

Kollektiver Realitätsverlust, medial verursachte Flurschäden

Er dürfte weitaus grösser sein als das, was die Medien selbst haben sichtbar werden lassen, wenn sie ab und zu auch Medienmogule skandalisieren. Von Stephan Russ-Mohl, Leiter des Europäischen Journalismus-Observatoriums an der Universität Lugano.

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Ehec- Virus, dem dritten Börsencrash innerhalb weniger Jahre, den immer weiter aufgeblähten Rettungsschirmen für Griechenland, Italien und andere Staaten, die eigentlich pleite sind, der Kehrtwende in der Nuklearpolitik und vermutlich auch dem Amoklauf eines Irren, der Norwegen terrorisiert hat? Auf den ersten Blick recht wenig, ausser dass es sich um Ereignisse handelt, die in den letzten Wochen und Monaten unser aller Aufmerksamkeit absorbiert haben. Auf den zweiten Blick eine ganze Menge. Denn man kann mit guten Gründen die kühne These vertreten, dass diese Ereignisse gar nicht oder ganz anders stattgefunden hätten, würden Medien und Journalismus ihre Rolle so spielen, wie sie sie im vielbeschworenen öffentlichen Interesse spielen sollten.

Dieses «öffentliche Interesse» wird freilich im Alltagsgeschäft sträflich vernachlässigt. Würden Journalisten recherchieren, bevor sie Alarmmeldungen hinaus posaunen, hätte es den Ehec-Zirkus so nicht gegeben. Hätten die Watchdogs wirklich aufgepasst, dann hätte es weder der Rettungsschirme noch des letzten Börsencrashs bedurft. Es wäre einfach nie so weit gekommen, dass ringsum in Europa die politischen Eliten glauben, Gesetze machen zu können, an die sich gefälligst die anderen halten sollen, nur sie selbst nicht. Vielleicht hätte es dann den Euro nie gegeben, aber jedenfalls hätten Journalisten uns rechtzeitig davor gewarnt, dass der Pleitegeier über mehreren Staaten kreist. Würden die Medien nicht immer wieder, mitunter jahrelang, weggucken, wäre auch die Energiewende in der Schweiz und in Deutschland weniger abrupt und mit weniger absurden Resultaten eingeleitet worden – dafür aber schon viel früher. Denn dann wäre nicht Fukushima zu ihrem Auslöser geworden, sondern die seit eh und je ungeklärte Frage, wie sich Atommüll entsorgen und endlagern lässt. Betrieben umgekehrt die Medien in Frankreich und Tschechien weniger Hofberichterstattung, könnten dort kaum Atommeiler auch nach Fukushima fleissig weiter Strom produzieren, den sie seither vermehrt in die Netze der Nachbarländer einspeisen. Und auch der Terroranschlag von Norwegen ist schwer vorstellbar, hätten nicht andere Attentäter bereits zuvor nach weltweiter Medienaufmerksamkeit gegiert und diese auch – ziemlich berechenbar – bekommen. Ist es übertrieben, zu vermuten, dass die Medien vielfach, statt uns zu informieren, zum individuellen und kollektiven Realitätsverlust beisteuern?

Wir alle sind von der medial konstruierten Realität überfordert. Bei einem wachsenden Teil des Volks dürfen wir getrost annehmen, dass es sich einfache Lösungen erträumt – und wahrscheinlich klammheimlich auch den starken Mann. Eine hochexplosive, die Demokratie gefährdende Gemengelage ist das. Der Weltuntergang scheint nahe – wieder einmal und eigentlich täglich neu. Da ist einmal das Stakkato, mit dem Medien und Journalismus uns den Atem rauben. Aber das Fernsehen lenkt mit seinen Soaps auch von der Realität ab und ermöglicht es uns, in virtuelle Welten zu entfliehen. Es «infantilisiert» uns, so hat das schon vor Jahren der Semiotiker Umberto Eco festgehalten. Ähnliches liesse sich wohl auch von Gratiszeitungen oder von YouTube sagen. Auch wenn Medienwirkungsforscher zu recht vor allzu einfachen

Erklärungsmodellen warnen: Verblödungs- und Verwahrlosungs-Effekte lassen sich kaum leugnen, wenn das Fernsehen mit seinen Gewaltorgien und Selbstentblössungs-Talkrunden eben nicht nur als Baby-, sondern auch als Kleinkinder-, Heranwachsenden-, Arbeitslosen- und Alten-Sitter im Dauereinsatz ist.

Gewiss, wir sollten nicht in den Fehler der alten Griechen verfallen, die Überbringer schlechter Nachrichten zu bestrafen. Angesichts der desolaten Zustände und sich häufender Hiobsbotschaften ist es aber an der Zeit, öffentlich zu thematisieren, welche Kollateralschäden die Medien tagtäglich verursachen – eben gerade weil sie nicht nur neutrale Nachrichten-Transportarbeit verrichten, sondern oftmals News sensationalisieren, und weil uns die medialen Windmaschinen immer wieder in Angst und Schrecken versetzen. Hieb- und stichfest nachweisen lässt sich auch der folgende Zusammenhang nicht – aber es spricht vieles dafür, dass der politische Populismus, der in den westlichen Demokratien den Marsch durch die Institutionen angetreten hat und entweder bereits regiert oder mehrheitsfähig zu werden droht, ohne die populistische Begleitmusik vieler Medien weit weniger Erfolgsaussichten hätte. Der Flurschaden ist jedenfalls gross, den Tycoons wie Berlusconi und Murdoch – aber auch viele Medienunternehmer, die das Rampenlicht meiden wie der Teufel das Weihwasser – in unseren Gesellschaften angerichtet haben. Er dürfte weitaus grösser sein als das, was die Medien selbst haben sichtbar werden lassen, wenn sie ab und zu auch Medienmogule skandalisieren.

Und: Der Realitätsverlust beginnt bereits zur Schulzeit – wenn Lehrer es versäumen, über solche Zusammenhänge aufzuklären, weil weder Wirtschafts- noch Medienkunde in den Stundenplänen hinreichend verankert ist.
 

Schwer kranker Apple-Chef Steve Jobs zurückgetreten – Neuer CEO Tim Cook

Apples Aufsichtsrat hat heute bekannt gegeben, dass Steve Jobs als Chief Executive Officer zurückgetreten ist und der Aufsichtsrat Tim Cook, bisher Chief Operating Officer von Apple, zum neuen CEO des Unternehmens ernannt hat. Mit sofortiger Wirkung wurde Jobs zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und Cook Mitglied im Aufsichtsrat.

Steve Jobs hat heute seinen Rücktritt beim Aufsichtsrat eingereicht und dem Aufsichtsrat mit Nachdruck empfohlen seinen Nachfolgeplan umzusetzen und Tim Cook als CEO zu ernennen. Wie Jobs in einem kurzen Brief an den Verwaltungsrat schrieb, könne er die Aufgaben und Erwartungen an der Unternehmensspitze nicht mehr erfüllen. Dies schreibt Apple in einem Mediencommuniqué vom Donnerstag.

Als COO war Cook verantwortlich für die weltweiten Verkaufs- und operativen Prozesse des Unternehmens, inklusive des Managements der kompletten Zulieferkette von Apple, den Verkaufsaktivitäten sowie Service und Support in allen Märkten und Ländern. Er hat darüber hinaus auch die Mac-Abteilung von Apple angeführt und eine wichtige Rolle bei der weitergehenden Entwicklung von Beziehungen mit strategischen Wiederverkäufern und Zulieferern eingenommen, um die Flexibilität auf immer anspruchsvoller werdenden Märkten sicher stellen zu können.

Der Apple-Gründer Steve Jobs musste, auf Drängen der damaligen Aktionäre, in den 80er-Jahren den Konzern verlassen. Als er 1997 zurückkehrte, war Apple ein «nahezu bankrotter Laden ohne Ideen», so die Bezeichnung von Handelsblatt.com. Jobs sanierte Apple. Er erfand den iPod und brachte Apple zurück in die Rangliste der wertvollsten Konzerne der Welt.Steves aussergewöhnlicher Weitblick und Führungsstärke hätten Apple gerettet und es zum innovativsten und wertvollsten Technologie-Unternehmen auf der Welt gemacht, sagt Art Levinson, Aufsichtsratsvorsitzender von Genentech, stellvertretend für den Aufsichtsrat von Apple. Jobs habe unzählige Beiträge zum Erfolg von Apple geleistet und seine Art habe die Mitarbeiter und das Team an Führungskräften gefesselt und inspiriert. In seiner neuen Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender wird Steve Apple auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Der Aufsichtsrat habe vollstes Vertrauen, dass Tim der Richtige sei, als nächster CEO zu agieren, ergänzt Levinson. Er ist bereits seit 13 Jahre bei Apple.

Brief von Steve Jobs

An den Apple-Aufsichtsrat und die Apple-Gemeinschaft:

Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als CEO von Apple erfüllen kann, ich der erste wäre, der Euch das wissen lässt. Leider ist dieser Tag gekommen.

Ich trete hiermit als CEO von Apple zurück. Ich möchte, so der Aufsichtsrat dies für möglich hält, als Vorsitzender des Aufsichtsrats, als Aufsichtsratsmitglied und Mitarbeiter von Apple behilflich sein.

Was meinen Nachfolger angeht, empfehle ich mit Nachdruck, dass wir unseren Nachfolgeplan erfüllen und Tim Cook zum CEO von Apple ernennen.

Ich glaube, dass die besten und innovativsten Tage noch vor Apple liegen. Und ich freue mich darauf, den Erfolg von Apple in einer neuen Rolle zu sehen und dazu beizutragen.

Ich habe bei Apple einige der besten Freunde in meinem Leben gefunden und ich danke Euch allen für die vielen Jahre, die ich neben Euch arbeiten konnte.

Steve
 

Klingler Consultants verstärkt das Team

Klingler Consultants baut das Beraterteam aus. Neu im Unternehmen sind Jasmin Ouertani als Junior Consultant und Clemens Schweizer als Junior Analyst.

Jasmin Ouertani bringt einen Master in Organisations- und Wirtschaftspsychologie mit. Ebenfalls hat sie Berufserfahrung in einer international tätigen Schweizer Bank gesammelt und verfügt über ein breites Fachwissen im Banking. Sie wird in ihrer neuen Funktion als Junior Consultant bei Projekten in den Kernthemen Compensation und Performance Management sowie in langfristig angelegten Vergütungsstudien unterstützend mitwirken.

Clemens Schweizer hat als Applikationsentwickler ein sehr breites Fachwissen erworben und wertvolle Erfahrungen im Datenbankumfeld gesammelt. Zuletzt war er als IT-Trainer in einem innovativen, internationalen Technologiekonzern tätig. Er unterstützt das Team im technischen Bereich, insbesondere beim Analysieren, Organisieren und Visualisieren geschäftsbezogener Daten.
 

Kopfsprung von der Theorie in die Praxis

Wie eine erfolgreiche ehemalige Studentin zur erfolgreichen Marketingfachfrau wurde: Die Luzernerin Silvana E.S. Leasi erzählt, weshalb sie als Akademikerin auch noch den Weg der berufsbegleitenden Weiterbildung beschritten hat. Und es dabei aufs allerhöchste Treppchen schaffte.

Eigentlich wollte sie gar nicht hin. Immerhin war Silvana E.S. Leasi in der Nacht vor der Marketingfachleute- Diplomfeier erst gerade aus Rom zurückgekehrt, wo sie ihren 30. Geburtstag gefeiert hatte. Und das Gefühl, dass es ihr in der Prüfung ausserordentlich gut gelaufen, hatte sich bei ihr auch nicht eingestellt. Doch dann kam der Anruf von Lex Ambühl. Der Schulleiter der Luzerner Simakom, wo sich Leasi auf die Prüfung vorbereitet hatte, wusste, dass eine oder einer seiner 34 Schüler an der Marketingfachleute-Prüfung ziemlich imposant abgeräumt hatte. Also rief Ambühl Leasi an: «Du kommst doch auch an die Diplomfeier nach Interlaken, oder?» Da konnte Leasi nicht Nein sagen. Sie sollte es nicht bereuen.

Ungewöhnlicher Weg

An jenem 25. Juni dieses Jahres war Leasi die grosse Abräumerin. Sie gewann den Swiss Marketing Award als beste aller 683 erfolgreichen Absolventen. Und das mit einer Durchschnittsnote von 5,5, was es so vorher noch nie gegeben hat. Ganz nebenbei heimste Leasi auch noch den Award im Fach Marketing mündlich ein. Diese Ballung an Leistung ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher hingegen ist Leasis Werdegang: Vor ihrem Siegeszug als angehende Marketingfachfrau hatte die Luzernerin schon als Akademikerin reüssiert, sie absolvierte an der Uni Bern ein fünfjähriges Psychologie- Studium. Der Weg vom Lizentiat zum eidgenössischen Fachausweis – das ist auch für Schulleiter Ambühl komplett neu: «In der Geschichte unserer Schule, die bis 1999 zurückdatiert, sah ich so etwas noch nie.» Für einen geschickten Schachzug hält er es allemal: «Wie Silvana Leasi dem hochtheoretischen Studium eine Weiterbildung im praktischen Umfeld hat folgen lassen, fasziniert mich. Ein hochintelligenter Move!» Was hat Leasi bewogen, dem lic. phil. noch einen eidg. FA draufzusetzen? Eine neue Arbeitssituation, eine Empfehlung, eine Erfahrung – und ihr angeborener Drang, sich neuen Situationen auszusetzen und von ihnen zu profitieren: so könnte man es wohl im Telegrammstil zusammenfassen.

Auf Augenhöhe kommunizieren

Was ein eidgenössischer Fachausweis wert ist, das weiss Leasi aus nächster Nähe: «Mein Bruder hat einen eidg. FA als Buchhalter, daher wusste ich um die Aussage dieses Papiers.» Und auch wenn für die Akademikerin selber zunächst nicht geplant war, einen solchen Ausweis zu erlangen, so wurde es nach dem Studium bei ihrer Anstellung als Beraterin beim Hergiswiler Marktforschungsunternehmen GfK doch zum Thema: «Mein Wechsel dort von der quantitativen zur qualitativen Marktforschung brachte vermehrten Kontakt mit Marketingleitern und CEO aller möglichen Branchen – von der Baubis hin zur Pharmabranche – mit sich. «Dabei merkte ich vermehrt, dass mir ein Marketing-Background fehlt.» Leasi begann sich umzusehen nach einer Weiterbildung, die ihr hier weiterhelfen könnte. Standesgemäss wäre wohl ein Nachdiplomstudium gewesen, das dann zu einem Master geführt hätte. Firmenintern allerdings riet man ihr zum Marketingfachleute-Fachausweis. Ein Rat, den sie – auch im Hinblick auf die guten Erfahrungen ihres Bruders – annahm.

Ihr Eindruck heute: «Es war die richtige Wahl. Das Nachdiplomstudium wäre wieder Theorie pur gewesen, der Fachausweis hingegen ist viel mehr ‹down to earth›. Es ist Praxis pur.» Natürlich gab es da und dort auch kritische Stimmen zu ihrem unkonventionellen Weiterbildungsentscheid: «Setzt du dich jetzt wirklich mit den Assistenten in einen Klassenraum?», hat Leasi beispielsweise zu hören bekommen. Geschwätz, das sie nicht schert. Denn jetzt, mit diesem Fachausweis im Rucksack, «kann ich mit unseren Ansprechpartnern wirklich auf Augenhöhe kommunizieren – das ist sehr viel wert in der täglichen Arbeit.» Ein alltägliches Tool wie ein Customer Relationsship Management oder kurz CRM – darüber kann Leasi nun aus dem Stand mitreden. Produktelebenszyklus? Eine bekannte Sache, let’s talk about it.

Doktorhut oder Marketingleiter?

Dass jemand nach der akademischen Ausbildung einen praxisnahen Lehrgang wählt, ist selten. Umso interessanter ist es, von einer solchen Person firsthand zu erfahren, was denn nun die Unterschiede sind zwischen Uni und Vorbereitung auf den Marketingfachleute- Fachausweis. Eine Differenz, sagt Leasi, liegt im Thema der Belastung: «Ich habe neben der Vorbereitungszeit an der Simakom hundertprozentig weiter gearbeitet – das war schon eine Belastung neben der Schule.» Zwar habe sie auch während der Uni gearbeitet, dabei sei aber die Studierarbeit klar der «Hauptjob» gewesen. Zwar weiss Leasi, wie man verschiedene Tasks unter einen Hut bringen kann. Immerhin hat sie sich selber auf die Markom- Zulassungsprüfung vorbereitet. Doch die Doppelbelastung – Job bei GfK in der Welt der Praxis, daneben die Marketingfachleute-Schulzeit im praxisnahen Raum – war ein Brocken: «Ich hatte quasi zwei Hauptjobs.» Und doch würde Leasi diesen Weg auch anderen empfehlen, die von der Uni kommen und sich danach das praktische Rüstzeug aneignen wollen: «Es ist vom Zeit- und Finanzaufwand her eine gute Sache, es schaut ein anerkannter und wertvoller Abschluss raus, und es verleiht neue Blickwinkel.» Würde sie einmal selber ein Team führen, sagt Leasi, «und hätte ich in diesem Team Leute von der Uni, dann würde ich diesen zur Marketingfachleute- Weiterbildung raten. Man versteht den Kunden danach noch besser und spricht seine Sprache.» Oder noch kürzer: «Vorher versteht man, wovon die Leute sprechen. Aber mit dem Fachausweis checkt man es dann auch richtig.» Da fragt sich eigentlich nur noch, ob Leasi bei einer zusätzlichen Weiterbildung eher aufs akademische oder aufs praxisnahe Pferd setzen würde. Hier wird Schnelldenkerin Leasi, ansonsten immer rapidissimo zur Stelle mit einer wohl ausformulierten Antwort, erstmals etwas nachdenklich: «Es sind noch keine Wege vorgespurt», sagt sie, «aber wenn Marketing meine Hauptrichtung bleiben sollte, dann dürfte der Fall klar sein. Dann liegt mir der Marketingleiter sicher näher als der Doktorhut.»

Take it leasi

Was kann man lernen von einer frischgebackenen Marketingfachfrau, die die Prüfung derart furios bestanden hat? Silvana Leasi kann mit ein paar Tipps helfen. Wundermittel hat sie aber keine auf Lager: «Nichts machen funktioniert definitiv nicht.»

Als Neuropsychologin geht Silvana Leasi natürlich mit einem profunden Hintergrundwissen ans Thema Wissensvermittlung und Wissens-Verinnerlichung heran: «Lernen ist trainierbar», sagt die Luzernerin, «gut lernen kann wirklich jede und jeder. Es geht einfach immer darum, mit einem guten Quantum an Wiederholung den Stoff zu verankern.» Das, sagt Leasi, stärke die Synapsen, bringt die Gehirnwindungen quasi so zum Glühen, dass gelesene oder gehörte Informationen zueinander passen und sich vernetzen. Dazu gehört natürlich die Disziplin, sich auch dann zum Lernen und Wiederholen hinzusetzen, wenn einem einmal nicht gerade danach zu Mute ist. Natürlich wohnt der Wiederholung ein etwas fades Element inne. Das muss man ertragen und dem Vorgang mit all seinen Redundanzen am besten die positiven Seiten – die stetige qualitative Vertiefung des Stoffes – abgewinnen. Was zum zweiten generellen Tipp führt: «Nie den Spass verlieren. Den Spass an der Weiterbildung, auch aber den Spass am Leben neben der Weiterbildung. Wer das Ganze in einen Claim packen möchte, könnte zum Beispiel darauf kommen: Gutes Lernen ist wie ein Cocktail. Gemixt aus gleichen Teilen Wiederholung, Disziplin und Spass. Weil es ohne Arbeit leider noch keine und keiner zum Meister gebracht hat, hier noch drei Hinweise, wie man es zu Spitzenleistungen à la Leasi bringen kann:
– Fallstudien lösen. Aber nicht nur eine. Sondern noch eine. Und noch eine. Und noch einmal eine. Fallstudien sind das A + O der Prüfungen. Wer insbesondere die Methodik erkennt, hat schon einen grossen Schritt vorwärts gemacht.

– Präsenz zeigen. Theoretische Kenntnisse eignet man sich nicht nur mit Büffeln zu Hause, sondern vor allem auch in der Schule an. Clevere Schülerinnen und Schülern können sich mit konzentrierter Arbeitsweise an der Schule sogar einiges an Lernaufwand zu Hause einsparen.

– Diszipliniert sein. Auch wenn der Schädel mal brummen sollte nach einer nächtlichen Ausschweifung: Wenn man sich vorgenommen hat, sich am Sonntag Nachmittag drei Stunden hinzusetzen, dann sollte man das auch wirklich machen.

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Power in der Praxis: Schulleiter Lex Ambühl und Silvana Leasi.

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Abgeräumt an der Marketingfachleute-Diplom-
feier: Swiss-Marketing-Präsident Uwe Tännler
mit Award-Gewinnerin Silvana Leasi.

PR-Bild Award 2011: News aktuell lädt zur Abstimmung

News aktuell, die SDA-Tochter, lädt zur Abstimmung über das beste PR-Bild des Jahres ein. Die öffentliche Abstimmung läuft bis zum 09. Oktober.

Ab sofort entscheiden unter Pr-bild-award.ch/kategorien PR-Fachleute, Mediensprecher und Journalisten, welches Unternehmen den Branchenpreis gewinnt. Die öffentliche Abstimmung läuft bis zum 09. Oktober. Im November wird dann der Gewinner bekannt gegeben.

Beim Award stehen sechs Kategorien zur Auswahl: Unternehmenskommunikation, Produktfoto, Events und Kampagnen, Porträt und NGO-Foto. Die Firmen konnten sich zusätzlich für die Sonderkategorie Tourismus bewerben. In diesem Jahr hat der PR-Bild Award mehr als 1‘500 Einreichungen verzeichnet. Der Branchenpreis wird bereits zum sechsten Mal vergeben. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeschrieben.

Schweizer Motive in der Shortlist:

Kategorie: Events und Kampagnen
By the way

Kategorie: Produktfoto
KWT Kälte- Wärmetechnik

Kategorie: Produktfoto
Atlas Copco (Schweiz)

Kategorie: Portrait
Sebanex.com

Kategorie: Portrait
Migros-Genossenschafts-Bund

Kategorie: Portrait
Mocoffee

Kategorie: Portrait
Schweizer Radio und Fernsehen SRF

Kategorie: Tourismus
Touristische Unternehmung Grächen

Kategorie: Tourismus
Sebanex.com

Kategorie: Tourismus
Schweiz Tourismus

Kategorie: Tourismus
Syn für Gestaltung

 

Werber als Gastgeber

Andy Hostettler, CEO von TBWA Zürich, hat mit seiner Partnerin Marie-Anne das Hotel Ermattingerhof übernommen.

WW: Was führte dazu, dass Andy Hostettler jetzt ein Hotel führt?
Andy Hostettler: Vorweg und ganz wichtig, ich führe kein Hotel, es ist meine Frau Marie-Anne, die das Hotel führt als Directrice. Ich helfe ihr einfach bei den Dingen, für die sie keine Zeit hat, oder keine Kraft. Der 110-Liter-Müllsack in der Frühstücksküche kann ganz schön schwer werden. Ernsthaft: Wir tauschen uns natürlich über den ganz alltäglichen Wahnsinn in ihrem neuen Job aus. Man meint ja landläufig, dass das wohl eher ein Easy Job ist, so ein kleines Hotel zu managen. Aber selbst bei 16 Zimmern kommt einiges auf sie zu. Vor allem, weil sie hohe Ansprüche an Gastlichkeit und Qualität hat.

Was hat den CEO von TBWA zu diesem «Nebenjob» verleitet?
Es mag vielleicht etwas kitschig klingen, aber meine Frau und ich haben uns schon beim zweiten Date darüber unterhalten, dass wir irgendwann, wenn wir alt sind, eine Pension machen wollen. Ich glaube, die Grundmotivation ist die, dass wir beide sehr gerne Menschen um uns rum haben. Am liebsten natürlich unsere Freunde, aber auch immer wieder neue Bekannte. Vor gut zwei Jahren haben wir mit dem Projekt angefangen, begleitet von dem Lied von Peter Fox «Das Haus am See». In einer Passage heisst es: «Die Leute kommen vorbei, ich brauch nicht rauszugehen.» Wer sich dieses Lied mal ganz reinzieht, weiss, wieso wir es tun. Es ist ein Gefühl.

Und wie wird ein Gefühl konkret?
Vor gut zwei Jahren, nachdem wir feststellten, dass es uns in unserer Wohnung etwas zu eng wird. Wir haben – zwar gewünscht, aber in Quadratmetern nicht berechnet – eine kleine Tochter gekriegt. Dadurch kamen wir auf die Idee, den Traum etwas früher anzugehen. Allerdings so, dass ich weiterhin in Zürich arbeiten kann.

Was ist das Konzept des Ermatingerhofs und welche Zielgruppe wird angesprochen?
Heimkommen, Wärme und Freude. Wir haben dem Ermatingerhof eine Zusatzbezeichnung mit auf den Weg gegeben. La Belle Epoque am Bodensee. Sowohl die Innenarchitektur mit Böden und Tapeten sowie die Inneneinrichtung besinnen sich auf die Zeit zwischen 1895 und 1914 – in einer Mischung allerdings, die der Ostküste Amerikas entlehnt ist. Ein Journalist benutzte den Begriff Atlantic Style, da wären wir nicht draufgekommen, aber «es töppft’s gnau»! Die Vorbesitzerin hatte das Hotel als reines Buiness- Hotel geführt. Es liegt nahe an den Ausbildungszentren Wolfsberg und Lilienberg und kriegt einige Gäste von diesen Institutionen. Auch die lokale Industrie – von Kreuzlingen über Frauenfeld bis Winterthur – lässt regelmässig Ihre Besucher bei uns übernachten. Unser Ziel ist es, und es scheint zu klappen, dass wir einerseits aus diesen Geschäftsleuten Kurferien-Gäste machen und andererseits eine neue Kundschaft aufbauen, die auch an Weekends und in den Ferien zu uns kommt.

Auf eurer Website finden sich verschiedene Rahmenprogramme. Was für neue Wege sollen hier eingeschlagen werden?
Es sind nicht grundsätzlich neue Wege, aber Marie-Anne führt das Hotel wie ein Reisebüro. Es ist erstaunlich, wie viele Leute ganz wenig wissen, was man denn am Bodensee so machen kann. Marie-Anne hilft ihnen dabei und meist sind alle happy. Besonders für Seminargäste organisiert sie Gruppenprogramme und kennt die besten Plätze und Restaurants, auch schöne Besenbeizen oder Möglichkeiten für Shopping-Erlebnisse.

Wer macht die Werbung für das Hotel?
Der Auftraggeber ist meine Frau. Kreativ tätig ist meine Tochter Reana. Sie hat einen Superjob gemacht, vom Corporate Design über die Website, alle Broschüren, Event- Prospekte, Anzeigen, aber auch die Tapete hat sie selber gestaltet. Sie ist Grafikerin und arbeitet in der Kreation bei Megura in Baden /Wettingen.

Und Andy Hostettler? Wird weiterhin ein bisschen Zeit als CEO von TBWA bleiben?
Etwas, etwas viel sogar. Zurzeit ist es sehr spannend in der Agentur, wir sind einerseits in vielen Pitches und andererseits bauen wir unsere Stärken im digitalen und im Media- Bereich laufend aus. Interview: Andreas Panzeri Nutzen Sie die Kompetenz des Beobachters für Ihr Unternehmen –

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Die Drachenfängerin

PR-Expertin Melanie Schneider war bei Bluewin verantwortlich für Corporate Communications, bei Swisscom für PR und Kommunikation im Privatkundensegment, und bei Jung von Matt/Limmat leitete sie drei Jahre lang die PR-Unit. Im Juli stiess sie als Partnerin zur Zürcher Kommunikations- und PR-Agentur Open up – und will dort neue kommunikative Horizonte erschliessen. Vor allem in den digitalen Medien.

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«Probleme löst man, wenn sie da sind. Nicht vorher.» Dieses Motto hat Melanie Schneider bisher vor Denkschranken bewahrt. In ihrer Freizeit geht die PR-Expertin gerne auf Reisen, denn auch das erweitert den Horizont. Ihre Ziele müssen dabei nicht unbedingt in weiter Ferne liegen: Seit einigen Jahren entdeckt Schneider die Schweiz auf immer neuen Touren durch alle Kantone. Besondere Anziehungskraft hat für sie Wasser: «Wenn es irgendwo einen Bach, einen Fluss oder einen See gibt, kann ich dort Stunden verbringen und einfach geniessen.»

Eigentlich wollte Melanie Schneider (39) Drachenfängerin werden. Inspiriert wurde sie bei diesem Berufswunsch von ihrem Vater, einem Geologen, der Saurierspuren entdeckt hatte. Doch wie das Leben so spielt: In der Drachenfängerbranche ist gerade kein Job frei. Darum entscheidet Schneider sich, zunächst einmal die Handelsschule zu absolvieren – der Beginn einer beeindruckend geradlinigen und vielfältigen Kommunikationskarriere. «Ich wollte gerne eine praxisorientierte Ausbildung machen, sofort in den Job eintauchen», sagt Schneider. «Darum habe ich mich gegen ein Studium entschieden.» Ihre erste Anstellung findet sie 1990 bei der AWI Aussenwerbung Intensiv in Zürich. Dort erhält sie Einblick in Marketing, Werbung und die Personalabteilung und wird schliesslich Assistentin des geschäftsführenden Direktors. Besonders praxisorientiert widmet sich Schneider in dieser Zeit der Werbung: «Ich begleitete eine Zeit lang die Plakatierer und versuchte, selbst Plakate zu kleben», erzählt sie. «Doch leider habe ich komplett versagt. Die Plakate klebten überall, nur nicht an der Plakatwand. Trotzdem war es spannend, nicht nur hinter die kaufmännischen Kulissen des Unternehmens zu schauen, sondern auch ‹draussen› zu arbeiten. Ich packe einfach gern an und zu.»

1992, nach zweieinhalb Jahren bei der AWI, erwacht in Schneider der Wunsch, ins Ausland zu gehen. Ein Jahr lang lernt sie in Paris «die schönste Sprache der Welt», wie sie findet. Nach ihrer Rück¬kehr steigt sie bei der Zürcher Telekurs, der heutigen Six-Group, im Bereich «Dienste und Personal» ein. Das Unternehmen kümmerte sich um Finanzinfor¬mationen und Zahlungsverkehr für die Banken- und Finanzbranche in der Schweiz. Dort sammelt Schneider Erfahrungen im Human Resources. Sie ist fasziniert vom Kontakt mit Menschen und von de¬ren Geschichten. «Am Anfang dachte ich: Hmmm, Finanzen und IT, keine Ahnung», erinnert sie sich. «Dann habe ich aber ganz unterschiedliche Persönlichkeiten kennengelernt, die dem klassischen Bild vom Banker oder Programmierer gar nicht entsprachen und sich nicht schubladisieren liessen. Es war sehr spannend, von jedem Einzelnen zu erfahren, was er für eine Vision von seinem Leben hat, und diesen Weg ein Stück weit zu begleiten.»

1994 lockt wieder das Ausland: Gemeinsam mit einer Freundin geht Schneider auf Weltreise. Zwei Jahre touren die beiden durch Indien, Asien, Australien, Neuseeland, den Südpazifik und die USA. Schneider bekommt Einblick in verschiedene Kulturen und Lebensweisen, stösst immer wieder an ihre Grenzen und übt, in jeder Situation Entscheidungen zu treffen. Diese Weltreise gehört zu Schneiders wertvollsten Erfahrungen – und sie träumt davon, die Tour noch einmal zu wiederholen, bevor sie 70 Jahre alt wird: «Ich habe den Wunsch, 40, 50 Jahre später zu schauen, wie die Orte aussehen, an denen ich mal gewesen bin. Das ist mein Traum, vielleicht sogar ein Plan, das weiss ich noch nicht so genau.»

Mach mal 'ne Kampagne

Nach ihrer Weltreise wird Schneider bei Telekurs wie¬der mit offenen Armen empfangen. Kurze Zeit arbeitet sie in einem internationalen IT-Projekt, bis der HR-Chef auf sie zukommt und ihr nahelegt, sich komplett auf Kommunikation zu verlegen. «Ich kenne dich nun schon einige Zeit: Kommunikation ist dein Ding», sagt er. «PR war für mich zu dieser Zeit noch ein Fremd¬wort», erzählt Schneider. «Nur mit Werbung hatte ich ein wenig Berührung gehabt. Aber zu erfahren, was genau hinter dem Begriff stand, interessierte mich, also stieg ich in die PR-Abteilung von Telekurs ein.» Schneider produziert Give-aways und Geschäftsberichte, organisiert Mitarbeiteranlässe, Bilanzpressekonferenzen und Pressetermine und lernt PR in allen Facetten kennen. Berufsbegleitend macht sie den PR-Assistent und den PR-Berater und sattelt noch eine Coaching-Ausbildung oben drauf. «Bei der Coaching-Ausbildung hatte ich nicht im Kopf, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen», erklärt Schneider. «Sondern ich wollte Instrumente erlernen, mit denen mir noch gezielteres Zuhören gelingt und der Fokus auf die Lösung gerichtet ist. Denn Zuhören ist in unserem Beruf und als Inspiration für die Entwicklung einer Kommunikationslösung sehr wichtig.»

Nach gut zwei Jahren in der Telekurs-PR-Abteilung sucht Schneider eine neue Herausforderung. Ein Freund erzählt ihr vom Internet-Start-up The Blue Window, aus dem 2002 Bluewin werden wird. Es ist die Zeit, in der das Internet ganz allmählich von sich reden macht, und Schneider will wissen, was dahinter steckt. Ist das Internet wirklich das Fenster zur Welt? Sie steigt in die Werbeabteilung des kleinen Unternehmens ein und kümmert sich zunächst um die PR. Doch schon nach kurzer Zeit zählen zusätzlich Werbung und Marketing zu ihrem Aufgabenbereich. «Plötzlich sagte der CEO zu mir: ‹Mach mal 'ne Kampagne, Melanie›», erzählt Schneider. «Der CEO wollte vor allem wissen, was die Kampagne kostet. Und sie sollte möglichst gestern fertig sein. Ich fand, das sei nicht die richtige Herangehensweise, und wollte wissen, was das Ziel der Kampagne ist. Schliesslich habe ich zusammen mit der damaligen Werbeagentur binnen drei Wochen eine Kampagne erarbeitet, die die Einfachheit des Internets darstellt. Unser Symbol dafür war Wasser, das einfach fliesst. Aber bis wir dort waren – das war harte Arbeit.» Schneider hat Erfolg mit ihrer ersten Werbemassnahme und kann das schöne Gefühl auskosten, dass die Botschaft ihrer Kampagne verstanden wurde. Dennoch fühlt sie sich in der PR mehr daheim als in der Werbung: «Der Ausflug in die Werbung war für mich sehr spannend und lehrreich, aber PR liegt mir mehr. Denn verglichen mit Massenkommunikation ist man bei PR näher am Inhalt und, auch wenn es inzwischen abgegriffen klingt, Content is King. Ausserdem ist bei PR der Dialog mit der Zielgruppe und mit den Medien, die über ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung berichten, enger als in der Werbung. Das macht zielgenaues Arbeiten einfacher.»

2002 kommt der Internethype: The Blue Window» wird zu Bluewin, und Schneider begleitet den geplan¬ten Börsengang des Unternehmens – als Head of Corporate Communications und Mediensprecherin. Auch 2004, beim Zusammenschluss des Internet¬dienstleisters mit der Festnetzsparte von Swisscom, Swisscom Fixnet, ist sie hautnah dabei. Sie positio¬niert die Marke und kümmert sich um die Markenführung. Zusätzlich übernimmt Schneider Verantwortung für Sponsoring und Events. «Ein besonders schöner Moment war für mich, als Tom Lüthi 2005 Weltmeister wurde, gesponsert von Bluewin», schwärmt sie.

2008, nach knapp zehn Jahren in immer wechselnden Funktionen bei Bluewin und Swisscom, spürt Schneider: Es ist wieder Zeit für etwas Neues. Stellt sich nur die Frage, was – denn schliesslich hat sie es bei Swisscom Fixnet/Bluewin bereits zur Leiterin Kommu¬nikation gebracht. Und in eine Agentur wechseln? Üblicherweise wechselt man von der Agentur- auf die Unternehmensseite, nicht umgekehrt. «Was interessiert mich, was man üblicherweise macht?», denkt Schneider sich und übernimmt die Leitung der PR-Unit von Jung von Matt/Limmat. Sie und Dominique von Matt kennen sich schon länger durch Mandate, die Jung von Matt für Swisscom betreut. «Ich hatte das Tempo des Internets überlebt und traute mir zu, auch die Schnellligkeit, die in einer Agentur gefragt ist, gut zu stemmen», sagt Schneider. «Das fünfköpfige Team, das ich übernahm, hatte schon viele tolle Sachen auf die Beine gestellt. Ich konnte ergänzend zwei meiner grössten Stärken einbringen: strukturiertes Denken und Arbeiten sowie den Fokus auf die langfristige Wirkung von PR-Massnahmen.» Kombiniert mit dem Tempo und Ideenreichtum der Jung-von-Matt-Leute die perfekte Mischung: Das Team verzeichnet Erfolge mit strategischer Unternehmenskommunikation, crossmedialen Kampagnen und Media-Relations für die Dienstleistungs-, Konsumgüter-, Gesundheits-, Tourismus- und Non-Profit-Branche. Das Geschäft läuft. Deshalb reagiert Schneider auch nicht sofort, als sie Ende 2010 gefragt wird, ob sie als Partnerin zu Open up stossen wolle.

«Die Agentur kannte ich, schliesslich laufe ich seit zehn Jahren jeden Tag an der Agentur vorbei», sagt Schneider. «Ich fand das Kundenportfolio spannend, sah aber keinen Anlass, meinen Job zu wechseln.» Doch die Agentur bleibt hartnäckig. Kurze Zeit später lernt Schneider an einem Anlass die beiden Inhaber von Open up, Kilian Borter und Urs Thaler, kennen. Die Chemie stimmt, die Ziele der drei decken sich, und ihre Qualifikationen ergänzen sich hervorragend. «Ich fühlte mich sehr wohl bei Jung von Matt», sagt Schneider. «Aber die beeindruckenden Mandate von Open up, die Spezialisierung auf PR und die Option, die Agentur als Partnerin mit zu prägen, reizten mich sehr. Zudem existiert die Agentur seit zehn Jahren. Ein gutes Zeichen.» Kurz: Schneider informiert ihren Arbeitgeber über ihre Ambitionen und führt Gespräche mit Borter und Thaler. Im Juli wird sie Partnerin von Open up.

Offen für Neues

Open up hat sich strategische Kommunikationsberatung, Medienarbeit, Corporate Publishing und interne Kommunikation auf die Fahne geschrieben, und das für die Branchen IT/Telekommunikation, Gesundheit, Bildung, Finanzen, Verkehr/Tourismus und Lifestyle. Die elfköpfige Agentur betreut beispielsweise seit acht Jahren Orange, ausserdem die Gesundheitsförderung Schweiz, die Fernfachhochschule Schweiz, Votobel, die Gotthard-Bahn und den Glacier-Express sowie 20 Century Fox. Bei den bestehenden Mandaten wird Schneider ihre Erfahrung aus der Finanz-, Lifestyle- und Telekommunikationsbranche einbringen, ausserdem plant sie, neue Kunden zu gewinnen und das Portfolio zu erweitern. Schwerpunkte will sie in den Bereichen Markenpositionierung, Medienarbeit im digitalen Zeitalter und in der internen Kommunikation setzen. «Das Besondere an meiner Arbeit bei Open up ist, dass ich als ebenbürti¬ge Partnerin von Borter und Thaler meine eigene Handschrift mit einbringen kann», sagt Schneider. «Darauf freue ich mich sehr.» Ihre Pläne decken sich mit denen von Borter, der sich von Schneiders Mitwirken in der Agentur «viele neue Impulse» verspricht.

Wer Schneider ein wenig kennt, weiss allerdings, dass das nicht bedeutet, dass sie gleich alles umkrempelt, dass sie alles neu und anders macht. Denn so ideenreich sie ist, so überlegt geht sie auch vor, wenn es gilt, sich in bestehende Strukturen einzufügen: «Bei Open up gibt es genug Raum, um Neues zu wagen», sagt sie. «Ich beobachte aber zuerst einmal, be¬vor ich eine Strategie entwickle und etwas verändere. Das mache ich auch bei Mandaten so. Denn jeder Kunde ist anders, und ich muss erst einmal ein Gespür für ihn entwickeln, bevor ich loslege. Danach ist es für eine gute Beratung entscheidend, die richtigen Fragen zu stellen. Denn nur so kann ich die Themen herausfinden, die meinen Kunden und seine Zielgruppe wirklich beschäftigen.»

Kommunikation im Blut

Im Gespräch mit Schneider fällt auf, dass sie nicht nur bis zu ihrem Auftraggeber denkt, sondern bereits den entscheidenden Schritt weiter: Geht es um ein Maga¬zin für eine Bauunternehmung, hat sie bei Inhalten und Gestaltung nicht in erster Linie den Unterneh¬mer im Fokus, sondern dessen Zielgruppe, die Häusle-bauer. Ein Produkt für ein Bildungsunternehmen ist auf Bildungshungrige zugeschnitten und hofiert nicht die Institution. Denn schliesslich richtet sich die Kommunikationsmassnahme nicht an den Auftraggeber der Agentur, sondern an dessen Zielgruppe – eine einfache Wahrheit, die in der Praxis allzu oft vergessen wird. Für Schneider dagegen ist sie ein Credo: «Wenn ich einen neuen Kommunikationsinhalt bearbeite, begebe ich mich auf eine gedankliche Reise», schildert sie ihre Arbeitsweise. «Ich gehe in Gedanken um den Inhalt herum, um den es geht, und betrachte ihn von allen Seiten. Dann laufe ich um mei¬nen Kunden herum und schliesslich um dessen Zielgruppe. Das mache ich dreimal, und jedes Mal eröffnet sich mir eine neue Dimension.» So gelingt es der PR-Expertin, keine für die Kommunikation wichtige Facette aus den Augen zu verlieren. Erst dann entwickelt sie ihre Kommunikationsstrategie.

Auch in ihrer Freizeit versteht die PR-Spezialistin, geschickt und zielgerichtet zu kommunizieren: Schneider ist gebürtige Zürcherin mit Bürgerrecht in Zürich und Basel. Sie wuchs am rechten Zürichseeufer auf, zog später nach Wollishofen «Nähe Stadt» und identifiziert sich voll mit ihrem Geburtsort. Manchmal versucht sie aber dennoch, ihr klares Züritüütsch zu unterdrücken: Wenn sie ein Fussballmatch in Basel besucht. «Ich habe gemerkt, dass die Reaktionen nicht unbedingt angenehm sind, wenn ich in Basel Züritüütsch rede. Darum versuche ich, in diesem Kontext möglichst akzentfrei zu sprechen.» Ein wahrer Kommunikationsprofi hat seine Zielgruppe eben immer im Blick.
Anne-Friederike Heinrich

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