Nichts geht ohne Fridolin

Mit einem Leserschaftsanteil von 86 Prozent (2010) im Kanton Glarus ist die kostenlose Wochenzeitung «Fridolin» der unangefochtene Liebling der Glarner. Das aus dem Anzeiger vom Gross- und Kleintal hervorgegangene Blatt wird seit 1965 von der Schwander Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG herausgegeben – und ist die erste Gratiszeitung der Schweiz.

Den Begriff «Gratiszeitung» hört Fridolin-Geschäftsleiterin Maya Ziegler allerdings nicht so gerne. Denn leider, so bedauert sie, hat er einen negativen, fast billigen Touch: Was gratis ist, kann ja nicht gut sein. Dabei steckt im Fridolin viel Herzblut. Die Glarner wissen und spüren das und nennen ihre Zeitung zärtlich «Fridli». Woche für Woche jeden Donnerstag landen 29 707 Exemplare des Fridolin in jedem Briefkasten im Kanton Glarus, ausserdem in Postboxen im oberen Teil des Kantons Schwyz und im Linthgebiet. Glarner Rekruten können sich den Fridolin gratis in die RS schicken lassen, und einige Heimwehglarner haben ihren Fridli sogar nach Phuket und in den Vatikan geordert. Dafür aller¬dings muss man ein Abonnement abschliessen.

Die gefühlte Haushaltsabdeckung des Fridolin liegt weit über der realen, die bereits 100 Prozent beträgt. Diese erreicht das Blatt im Kanton Glarus, weil der Fridolin das Glarner Amtsblatt beinhaltet, was von der Landsgemeinde genehmigt wurde. Damit darf der Fridolin auch in die Briefkästen gesteckt wer¬den, die sonstige Streuwerbung mit Stopp-Aufklebern abwehren. Und selbst dort scheint er willkommen zu sein.

Die hohe Reichweite des Blattes ist für Werbe-kunden aus der Region ein gutes Argument, seit fast 50 Jahren auf die Publikation zu setzen. Auch durch die Krise 2009 haben sie das Blatt mitgetragen. So ist der Fridolin in der Lage, in schwierigen Zeiten den Betrieb der angeschlossenen Offset- und Digitaldruckerei zu sichern. Und nicht nur das: Das Krisenjahr 2009, das viele mittlere Unternehmen ordentlich durchgeschüttelt hat, war für Fridolin Druck und Medien sogar das beste der vergangenen acht Jahre, und das ohne Entlassungen oder Frühpensionierun¬gen. «Wir haben einfach alle an einem Strick gezo¬gen», sagt Maya Ziegler nicht ohne Stolz.

Alle für einen

Seit Oktober des vergangenen Jahres hat der Fridolin einen Redaktionsleiter, der die inhaltlichen Geschicke des Blattes lenkt. Auch er heisst Fridolin, weiter Jakober. Der Vorname, so versichert Ziegler augenzwinkernd, sei aber kein Auswahlkriterium gewesen, sondern reiner Zufall. Neben dem Redaktionsleiter wirken an der Zeitung Woche für Woche zwei feste freie Journalisten und eine Kolumnistin mit, die inzwischen 80-jährige Lebenspartnerin von Fridolin-Gründer Walter Feldmann. Ausserdem schreiben für den Fridolin etliche der knapp 40'000 Einwohner von Glarus, Glarus Nord und Glarus Süd sowie Bürger aus den angrenzenden Kantonen. Etwa 60 Prozent der Artikel werden von den Leserinnen und Lesern selbst verfasst. «Jeder Verein, jeder Club, jeder Bürger des Kantons Glarus und der angrenzenden Kantone hat das Recht, im Fridolin einen Text mit Foto zu platzie¬ren», betont Ziegler. Jede Woche müssen Redaktion und Verlagsleitung aus 90 bis 120 eingereichten Texten diejenigen aussuchen, die veröffentlicht werden. Eine schwierige Aufgabe, denn jeder Beitrag ist dem Redaktionsteam gleich wichtig. Ziegler: «Wir werten und gewichten die eingeschickten Artikel nicht, wir lektorieren sie nur. Unser Ziel ist, den Kanton mit allen dort anzutreffenden Meinungen abzubilden und zum Nachdenken und Mitmachen anzuregen. Aber natürlich müssen wir den Umfang jeder Ausgabe an den verkauften Anzeigen orientieren. Darum können wir nicht alle eingereichten Beiträge bringen. Der Umfang des Fridolin variiert zwischen 32 und 64 Seiten.»

Besonderes Strickmuster

Die intensive Einbindung der Glarner Bevölkerung ist nicht die einzige Spezialität des Fridolin. Wer die Titelseite umblättert, stolpert auf Seite 2 und 3 erst einmal über die Todesanzeigen. Maya Ziegler erklärt: «Die Verstorbenen haben bei uns einen Ehrenplatz und landen nicht irgendwo auf den hinteren Seiten. Das ist ein Zeichen unserer Wertschätzung an sie und ihre Angehörigen. Wir wissen, dass wir damit auffal¬len und ernten mit diesem Vorgehen oft auch Kopfschütteln. Wir werden das aber so beibehalten.» Auch ein Sommerloch oder eine Sommerpause kennt man beim Fridolin nicht: «Es gibt immer einen Grund für Werbung und immer Themen, über die berichtet werden muss», sagt Ziegler, «auch und gerade im Sommer. Natürlich müssen wir unsere Werbekunden ab und zu auf neue Ideen bringen. Aber da wir in engem und direktem Kontakt mit ihnen stehen und ihr Geschäft gut kennen, ist das kein Problem. Das läuft hier eben noch.»

Geschichte und Geschichten

Am 29. Oktober hat Fridolin Geburtstag. An diesem Tag im Jahre 1965 betrat der Nachfolger des 1928 gegründeten Anzeigers vom Gross- und Kleintal erstmals die Bildfläche – und das mit 15 003 «postamtlich beglaubigten Exemplaren» gleich als auflagenstärkste Zeitung im Wirtschaftsraum Glarus, anzeigenfinanziert und gratis für alle Glarner. Die Idee, den Fridolin herauszugeben, hatte der 1930 geborene Walter Feldmann der Jüngere, der bis 2009 das operative Geschäft von Fridolin Druck und Medien leitete. Feldmanns Vater, der 1888 geborene Walter Feldmann Senior, Buchdrucker und Schriftsetzer, hatte 1924 die Buchdruckerei Schwanden gegründet und vier Jahre später den Anzeiger lanciert. 1959, mit 29 Jahren, übernahm dann Walter Feldmann Junior auf Wunsch seines Vaters die Buchdruckerei, bereicherte den Anzeiger um redaktionelle Seiten und taufte ihn Fridolin.

Genau genommen ist der Fridolin ein Abfallprodukt. Denn Feld¬mann Junior bezweckte mit dem Druck des Blattes eigentlich, überschüssiges Papier zu verwerten. Es einfach fortzuwerfen, ging dem gelernten Schriftsetzer und diplomierten Kaufmann gegen den Strich – also suchte er Inhalte, mit dem er das Papier füllen konnte. Der Fridolin war geboren. Lange Jahre wurde er zwar in Schwanden geschrieben und gesetzt, aber in St. Gallen bei der Druckerei des St. Galler Anzeigers, Nuber, gedruckt. Die Satzseiten mussten um 16 Uhr in der Druckerei sein, denn direkt nach dem Fridolin lief dort der Anzeiger über die Maschine. «Bei grösserem Umfang kam es vor, dass nicht alle Fridolin-Seiten um 15 Uhr fertig waren», erinnert sich der heute 81-jährige Walter Feldmann. «Deshalb fuhr ein Lieferwagenchauffeur die ersten acht bis zehn Seiten vorab nach St. Gallen, die verspäteten zwei bis sechs Seiten brachte ich dann mit meinem Opel Rekord selbst hinterher.» Das Beladen des Opels mit den restlichen Druckplatten geschah in grosser Hektik. Die von den Schriftsetzern herbeigetragenen Bleiseiten wogen jede etwa 25 Kilogramm und mussten auf dem Rücksitz und im Kofferraum des Opels verstaut werden. «Einmal deponierte ich eine der Platten auf dem Dach des Wagens», erzählt Feldmann. «Ich wollte sie in den Kofferraum legen, vergass sie aber dort und brauste los. Kurz vor Glarus fiel mir die Seite wieder ein. Mich durchfuhr ein grosser Schreck – doch die schwere Bleiplatte lag noch dort, wo ich sie depo¬niert hatte.» Der Fridolin konnte rechtzeitig gedruckt werden, für Feldmann «ein kleines Wunder». Sonst wäre das wohl das erste und einzige Mal gewesen, dass der Fridolin nicht pünktlich bei seinen Lesern gewesen wäre.

Auch heute wird der Fridolin nicht in Schwanden gedruckt, denn die Druckerei besitzt keine Rollenoffset-Maschine. 23 Jahre lang wurde die Zeitung bei DZO Druck Oetwil am See gedruckt, seit deren Schliessung druckt NZZ Print in Schlieren den Fridolin. Her¬gestellt wird die Zeitung aber immer noch komplett in Schwanden, auch wenn die Druckdaten nicht mehr per Opel Rekord, sondern inzwischen digital in die Druckerei übermittelt werden.

Fridolin, der Frauenliebling

Eine Zeitung zu produzieren ist das Eine. Aber wer verteilt sie? Feld¬mann der Jüngere fragte bei der Schwander Post an. Die aber verlangte 1965 für die Disposition des Fridolin einen Preis, der höher war als die Kosten für die Produktion, das Personal und das Papier zusammen. Also gründete Feldmann kurzerhand einen eigenen Vertrieb, die Drucksachen-Verteilorganisation Glarnerland. Das Herz der Organisation waren etwa zehn im Kanton Glarus verteilte Hausfrauen, die sich einmal in der Woche mit der Briefkastenzustellung ein paar Franken dazuverdienten. Sie starteten Mittwochs um 16 Uhr mit dem Verteilen, der letzte Fridolin war am Donnerstag um 11 Uhr im Briefkasten. Bezahlt wurden die Austrägerinnen nicht im Stundenlohn, sondern pro Gewicht der jeweiligen Fridolin-Ausgabe: je grösser der Umfang, desto höher der Lohn. Denn sonst hätte die Bergauf-bergab-Austrägerin von Braunwald einen deutlich höheren Lohn erhalten als ihre Schwander Kollegin. Dieser Unge¬rechtigkeit wollte Feldmann Junior vorbeugen.
Mit dem Fridolin ist in den vergangenen knapp 50 Jahren auch die Verteilorganisation gewachsen. Heute heisst die Distributions¬firma Swiss-Mail und beschäftigt mehr als 60 Austräger, die die Briefkästen nicht nur mit dem Fridolin, sondern auch mit Wahl-propaganda, Flugblättern und Werbeprospekten füttern. Am Ent¬lohnungssystem nach Gewicht hat sich bis heute nichts geändert.

Fokus auf Werbetreibende und Leser

Um den Fridolin zu verstehen und um zu begreifen, warum er seit fast fünf Jahrzehnten blendend und gegen den Widerstand etablierter Tagesmedien – allen voran der Glarner Nachrichten – funktioniert, muss man ein wenig in die Welt des Kantons Glarus eintauchen. Die Glarner sehen sich als eine grosse Familie, hier sagt man einander auf der Strasse noch Grüezi. Jeder kennt jeden, und wer keinen kennt, gehört nicht recht hierher. Das Vereinswe¬sen ist etabliert, jeder Glarner engagiert sich gleich in mehreren Organisationen, und es ist nicht egal, ob der Nachbar dort auch Mitglied ist. In einem solchen Umfeld ist eine Zeitung, die jedem die Chance gibt, sich über alles zu äussern, gleichbedeutend mit einem Stück Heimat, einem Stück Familie. Für die Glarner ist der Fridolin ihre Zeitung. Nicht zufällig heisst das Blatt nicht mehr Anzeiger vom Gross- und Kleintal» wie sein Vorläufer, sondern Fridolin – nach dem Kantonsheiligen Fridolin von Säckingen, der auch das Wappenbild des Kantons ziert. Die Personifizierung ist Programm. Auch die 2000 erfolgte Umbenennung der Buch-druckerei Schwanden in Fridolin Druck und Medien betont die Verwurzelung des Unternehmens in der Region.

Der Fridolin ist seit seinem ersten Erscheinen die meistgelesene Zeitung im Kanton Glarus. Als eine der wenigen Gratiszeitungen ist er immer noch WEMF-beglaubigt. «Auch wenn die Beglaubigung Geld kostet, wir werden daran festhalten», sagt Maya Ziegler. «Denn so können wir unseren Werbekunden garantieren, dass sie mit ihrer Botschaft auch dort ankommen, wo sie hinwollen.» In Zukunft will Ziegler den Fridolin inhaltlich noch interessanter und abwechslungsreicher gestalten und den von der Redaktion produzierten Bei¬trägen mehr Gewicht geben: «Es gibt bei unserer Leserschaft einen Bedarf an kantonsübergreifenden Themen und an Artikeln, die von ausgebildeten Journalisten geschrieben sind, sei es in der Politik oder auch im Sport. In dieser Richtung wollen wir den Fridolin auf¬werten. Das liegt mir persönlich sehr am Herzen, und bis zu unserem Jubiläum 2015 wollen wir dieses Ziel erreicht haben.»

Online gibt es den Fridolin auch, allerdings nur in Form von PDF der Printversion zum Herunterladen. Sie wisse, gesteht Verlagsleiterin Ziegler ein, dass das ein schwacher Punkt im Gesamtauftritt der Gratiszeitung sei. Aber Online und Multimedia gehören trotz der ausgeprägten Innovationsfreude von Fridolin Druck und Medien nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Klar, dass eine Druckerei zunächst einmal auf Papier setzt. Dazu kommt, dass der Fridolin überwiegend von einem älteren Publikum ab 45 Jahren gelesen wird. Ein eigenständiger Online-Auftritt wurde deshalb bisher nicht sonderlich vermisst. Dennoch: Die Zukunft kommt bestimmt. Und für die sucht Ziegler gerade einen kompetenten Partner, der Fridolin bald auch in die Welt der Nullen und Einsen bringt.

Anne-Friederike Heinrich

IN KÜRZE

Die Fridolin Druck und Medien, Walter Feldmann AG wird 1924 als Buchdruckerei Schwanden gegründet. Die erste Druckerei befindet sich in einem kleinen Reihenhaus im Ortskern Schwandens. 1928 kauft der 1888 geborene Gründer Walter Feldmann Senior eine Schnellpresse und druckt den ersten Anzeiger vom Gross- und Kleintal in einer Auflage von 5000 Exemplaren. 1958 übergibt Feldmann Senior die Druckerei an seinen Sohn, der ab 1965 den Fridolin herausgibt. 1971 zieht die Druckerei in das heutige Gebäude an der Hauptstrasse 2 am Ortseingang von Schwanden, 1973 wandelt Feldmann das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um. Seit 1982 arbeitet die Setzerei mit Lichtsatz, zwischen 2002 und 2008 entsteht ein Multimediabereich, der heute allerdings nicht mehr existiert, 2009 stellt die Druckvorstufe auf CTP um. Von 1994 bis 2002 ist der dritte Walter Feldmann als Geschäftsleiter an Bord, dann übernimmt sein Bruder Jürg Martin Feldmann bis Ende 2008 das Ruder. 2009 zieht sich Walter Feldmann der Ältere vom Geschäft zurück, und Maya Ziegler steigt als Verlagsleiterin ein. Ab Juli 2011 übernimmt sie die Verantwortung für Druckerei und Verlag, der jüngste Walter Feldmann ist Mitinhaber des Unternehmens und Delegierter des Verwaltungsrats. Das Unternehmen beschäftigt 45 Voll- und Teilzeitmitarbeiter.
www.fridolin.ch

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Like: Moto GP und Formel 1 bei Social Media

Von Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ.

Wie viele andere Sportarten hat auch der Motorsport die Sozialen Netzwerke entdeckt. Vor allem über die beiden beliebtesten Kategorien Formel 1 und Moto GP kann man auf Twitter täglich etliche News nachlesen. Ich selbst bin ein grosser Moto-GP-Liebhaber, deshalb followe ich einige Rennfahrer und Teams auf ihren Twitter-Accounts. Wie überall im Leben werden auch hier die Möglichkeiten nicht von allen gleichermassen ausgeschöpft. Dass Fernando Alonso mit seinen 30 Jahren zu alt ist für Twitter, kann man ja noch verstehen, aber von einem Generation-Y-Mitglied wie Sebastian Vettel würde man bieberische Follower-Zahlen erwarten. Weit gefehlt. Sein digitales Verhalten ist das eines DDR-Beamten.

Von den Top-Fahrern sind gerade mal Hamilton @LewisHamilton und Button @JensonButton (erster Preis für das beste Profilbild) im Rennauto mit dem blauen Vogel unterwegs. Angeführt wird die Rangliste der «most influential» Drivers von – man würde es nie erraten – Rubens Barrichello @rubarrichello. Mit 1,1 Millionen Followers und 11 000 Tweets schon fast ein Superstar. Immerhin auf Twitter. Böse Zungen würden jetzt sagen, dass er (bei seinen häufigen Ausfällen) schliesslich auch die nötige Zeit dafür hat.

Bei den Teams ist es dafür so wie im richtigen Leben. Mit 129 000 Followers ist Ferrari @InsideFerrari eine Klasse für sich. Dass Legenden kaum Zeit für Twitter haben, beweist auch die komplette Abwesenheit der Herren Schumacher (dafür gibt es eine Fanpage @F1_Schumacher, die ihn «Ex-Formula 1 driver» nennt – Social Media hinkt offenbar noch immer der Realität nach) und Rossi. Kumulierte 16 Weltmeistertitel und keinen einzigen Tweet. Vielleicht gerade deswegen… Dafür ist in der Moto GP Alex Briggs @Alex_ Briggs, einer von Rossis Mechaniker, auf Platz 5 der «most influential». Er teilt auch viele der Insider- News mit. Eine Art digitaler Biograf. Und natürlich, das neue grosse Talent, Jorge Lorenzo (87er-Jahrgang). Mit 230 000 Followers ist er die Zukunft, auf und neben der Rennstrecke. Er ist übrigens einer der wenigen (gilt auch für Firmen), der es verstanden hat, dass Social Media vernetzt sind. Auf seiner Twitter Seite steht «follow me!». Mit den Links zu Facebook, YouTube und Flickr. Bravo! Sicher, man könnte argumentieren, dass die Herren besser ihrem Job nachgehen sollten als online über verspätete Flüge oder Sommerbeschäftigungen zu informieren. Dann würden sie aber ein ganz wichtiges Element ihres Markenwerts vernachlässigen: die Nähe zu den Fans. Wenn man die Sozialen Medien als Motorsport- Fan zu nutzen weiss, hat man das Gefühl, den Piloten viel näher zu sein, da man an ihrem Tagesablauf teilhaben und sie persönlich kontaktieren kann, ihnen sagen kann, was man von ihnen hält. Manchmal kann man sogar mitdiskutieren. Dass dem so ist, sieht man gut an den ReTweets und Antworten der Piloten. Immer mehr entsteht somit der hoch gelobte Dialog. Dank Social Media gehen einem Fan die Infos zu ihren Leidenschaften nie aus, auch nicht während der Winterpause. Es wird nie langweilig. Ich glaube, dass dies bloss der Anfang ist. Sowohl Fahrer als auch Teams und andere Players werden in Zukunft nicht mehr um eine professionelle Nutzung dieser Tools kommen. Die Fahrer werden noch direkter ihre Meinungen Preis geben können und somit den Filter der Medien umgehen. Die Teams werden ihre Side-Aktivitäten verlagern und Social Media sowohl für Branding als auch für Merchandising nutzen. Last but not least werden die Rennstrecken mit Foursquare Check-ins und weitere Integrationen vor Ort und online dafür sorgen, dass der Besucher die 360 Grad Experience 365 Tage im Jahr haben kann. Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ.
 

Apple: iPhone 4 im Massenmarkt

Offenbar will der US-Konzern Apple eine günstigere Version des iPhone 4 herausbringen. Die abgespeckte Version des Smartphones soll Medienberichten zufolge nur über einer Speicherkapazität von 8 Gigabyte verfügen und in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

Das iPhone 4 gibt es derzeit mit 16 oder 32 Gigabyte. Zudem soll die nächste Generation des Apple-Handys im Oktober zu haben sein. Dies gilt gemäss Businessinsider.com als sehr wahrscheinlich. Genauer gesagt plane Apple, den Verkauf des iPhone 5 am 7. Oktober zu starten und die Vorbestellung am 30. September zu beginnen.
 

Int/Ext Communications verstärkt Team

Das Basler Beratungsunternehmen Int/Ext Communications verstärkt sich mit zwei Neuzugängen auf Beraterebene. Seit Mai gehört Michael Felber zum Team, Anfang August ist nun Jacqueline Perregaux dazugestossen.

Jacqueline Perregaux ist eidgenössisch diplomierte PR-Beraterin und studierte an der Universität Basel Geschichte und Englisch. Sie arbeitete als Journalistin bei diversen Lokal- und Regionalzeitungen. Nach Abschluss des Studiums leitete sie den Textbereich einer Kommunikationsagentur und war danach bei einer Schweizer Grossbank unter anderem für das internationale Mitarbeitermagazin und die Medienarbeit für Projekte im Bereich Kultursponsoring verantwortlich. Vor ihrem Einstieg bei Int/Ext Communications war Jacqueline Perregaux mehrere Jahre als Senior Beraterin in einer Zürcher PR-Agentur tätig. Sie ist zudem Prüfungsexpertin für Integrierte Kommunikation bei den eidgenössischen Fachdiplomprüfungen für Marketingfachleute. Bei Int/Ext Communications wird sie nun in den Branchen Finanz/Versicherungen, Telekom und Gesundheit tätig sein.

Bevor Michael Felber seine Tätigkeit bei Int/Ext Communications im Mai aufgenommen hat, leitete er während mehrerer Jahre die Unternehmens- und Marketingkommunikation bei den mittelständischen Software- Unternehmen Whitestein Technologies und Expersoft Systems in Zürich. Bei Int/Ext Communications wird er nun in der strategischen Beratung sowie in der Konzeption, Planung und Umsetzung komplexer Kommunikationsmassnahmen, insbesondere auch im Bereich der Neuen Medien, tätig sein. Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen war Michael Felber bereits als Juniorberater bei Int/Ext Communications tätig. Danach folgte ein mehrjähriger Aufenthalt in Kalifornien, wo er im Produktmanagement und Verkauf für die Red Herring Event- und Verlagsgruppe arbeitete.

Jasmin Fürstenberger, die seit 2006 als Beraterin bei int/ext Communications tätig war, hat das Unternehmen Ende Juni 2011 verlassen, um sich einer neuen Herausforderung beim Kanton Basel-Stadt zu stellen.
 

Publicitas Publiconnect macht Stellen- und Immobilieninserate interaktiv

Smart Ads geht in die zweite Runde. Ab sofort bietet Publicitas Publiconnect Kunden aus dem Stellen- und Immobilienbereich interaktive Print-Inserate an.

Nach einem erfolgreichen Start des Smart Ads Angebot im Bereich der kommerziellen Werbung durch Publimedia weitet Publicitas Publiconnect gemeinsam mit dem Technologiepartner Kooaba – dem Anbieter von Bilderkennungstechnologien – das Angebot der interaktiven Inserate unter dem Namen «Smart Ads Classified» für Kunden aus der Stellen- und Immobilienbranche aus. Mit diesem Angebot sollen Print-Inserate aus dem Stellen- und Immobilienbereich eine neue, zusätzliche Dimension erhalten, wie Publicitas in einer Pressemitteilung vom Mittwoch schreibt. Die Benutzer haben die Möglichkeit, Orts- und Zeitunabhängig auf direktem Weg über ihr Smartphone auf das Angebot zu reagieren und Zusatzinformationen zu erhalten. Das klassische Print-Inserat wird zum Beispiel um ein Job- oder Firmenvideo ergänzt oder es wird ein virtueller Rundgang durch die Immobilie ermöglicht.
 

Werbekanzlei DWK realisiert Webauftritt für Viseca

Die Zürcher Werbekanzlei DWK hat im Rahmen der «Kontaktlos bezahlen»-Kampagne für Viseca Card Services nun auch den Web Auftritt auf Kontaktlos.ch realisiert. Die Website baut auf der Geschichte der beiden Protagonisten auf, die bereits im Werbespot für kontaktloses Bezahlen zu sehen sind.

Auf Kontaktlos.ch erfährt der Nutzer durch die Beispiele der beiden Charaktere mehr über die Funktion des Produkts. Nebst ansprechendem Design sei auf der Website vor allem auf Userfreundlichkeit geachtet worden, so die Agentur in einer Mitteilung. Damit lehne die Werbekanzlei an das eigentliche Produkt – die «MasterCard Pay Pass» Kreditkarte – an, die ebenso durch einfaches Handling überzeuge.

Veranwortlich bei Viseca Card Services / Aduno: Tanja Adis (Communication Manager Online-Medien), Roger Zuberbühler (Campaign Manager), Stefano Gentilini (Head Web Development), Emanuele Firmani (Web Developer), Mauro Tangari (Web Developer). Verantwortlich bei Werbekanzlei DWK, Zürich: Patrick Varga (Consulting & Strategy), Turan Oeznalci (Creative Director), Nadine Hendriks (Art Director).
 

Alea Iacta-Gruppe baut weiter aus

Die St.Galler Kommunikationsagentur Alea Iacta verstärkt ihr Team. Neu mit im Team sind Christian Woelk und Sandra Vogler.

Christian Woelk, aktuell Art Director Kommunikations-Design & neue Medien bei Akris Prêt-à-Porter in St.Gallen, wechselt als Teilhaber und Geschäftsführer zu Schalter & Walter. Der diplomierte Kommunikations-, Grafik- und Screen-Designer übernimmt bei Schalter & Walter wie die Geschäftsleitungsmitglieder Caroline Noser, Myriam Brunner und Nicolás Durán Projektleitungsaufgaben. Woelk, der auch als Dozent und Modulverantwortlicher «Visuelle Kommunikation» im Ausbildungsgang «Web Project Manager» (WPM) am SAWI in Dübendorf wirkt und früher bereits in Agenturen tätig war, ergänze das Team vor allem in den Bereichen Web und visuelle Kommunikation optimal, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Gleichzeitig mit diesem Neuzugang verabschiedet sich Myriam Brunner in den Mutterschaftsurlaub. Sie wird anfangs 2012 ans Gestalterpult zurückkehren.

Sandra Vogler, zuvor Leiterin Marketing bei der ASGA Pensionskasse St.Gallen, verstärkt seit Anfang August als Projektleiterin die beiden Agentur-Einheiten PR & Consulting und Branding & Communications. Auch sie wechselt von der Unternehmens- auf die Agenturseite. Die diplomierte Marketingplanerin, die ursprünglich aus der Reisebranche kommt, bringt Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeiten und Branchen mit. Während der letzten Jahre verantwortete sie als Marketingleiterin die Kommunikation und Positionierung der Pensionskasse ASGA in St.Gallen. Sie wird in den Einheiten Alea Iacta PR& Consulting und Alea Iacta Branding & Communications als Projektleiterin Verantwortung für Projekte übernehmen und die Partner Iwan Köppel und Christoph Ottiger unterstützen.
 

Sunrise: André Krause wird neuer CFO

Sunrise erweitert ihre oberste Führungsebene um einen Manager. André Krause wird ab Ende Oktober als neuer Chief Financial Officer CFO in der Geschäftsleitung Einsitz nehmen.

Zuletzt war André Krause CFO und Vorstandsmitglied bei Telefonica Germany. Er verfüge über langjährige Erfahrung in der Telekommunikationsbranche. Dies schreibt Sunrise in einer Mitteilung auf Presseportal.ch. Krause folgt auf Daniel Pindur. Pindur hatte den den Posten des Finanzchefs interimistisch bekleidet, nachdem Christian Hütwohl das Unternehmen im vergangenen April auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Krause zeichnet als Leiter Finance von Sunrise für die Bereiche Accounting & Tax, Billing, Collection & Investigations, Controlling, Facility Management, Treasury & Investor Relations sowie für das Value Creation Program Office verantwortlich. Er wird direkt an CEO Oliver Steil berichten. Er soll die finanziellen Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie schaffen, die in den kommenden Jahren unter anderem Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 1 Milliarde FRanken beinhaltet.

André Krause war massgeblich an der LTE-Auktion in Deutschland beteiligt und bringe somit grosse Erfahrung im Bereich der Akquisition und Integration von Unternehmen mit, so Sunrise weiter. Krause habe seine strategische Erfahrung in der Telekommunikationsbranche von 2004 bis 2006 als Vice President Strategy & Consulting bei Telefonica O2 Germany gesammelt. Zuvor war der 41-jährige Betriebsökonom bei der internationalen Unternehmensberatung McKinsey tätig, wo er im Mandatsauftrag diverse Telekommunikations-, IT- und Internet-Projekte betreute.
 

SFLB: Auch Hünen sind zerbrechlich

Mit einer neuen Kampagne hat sich die Suva an Finanz- und HR-Verantwortliche gerichtet und zeigt, wie sie mit Prävention ihre Versicherungsprämien tiefhalten können. Die Sujets wurden von der Agentur SFLB unter dem Motto «Niemand ist unverletzlich» gestaltet.

Verschiedene Sujets zeigen kunstvoll gefertigte Porzellanfiguren von kräftig gebauten Förstern, Strassenbauern und Metallarbeitern, die zuerst unversehrt und dann verletzt sind. Beide Figuren sind mit einem Preis-Etikett versehen. Überraschenderweise ist der Preis der kaputten Figur sehr viel höher. So wird die Tatsache dramatisiert, dass Unfälle enorme Kosten verursachen – Kosten, die man mit wirkungsvoller Prävention vermeiden könne.

Die Sujets sind ab sofort zu sehen. Dazu wird die Microsite Gerechtepraemien.ch lanciert und verschiedene Onlinebanner geschaltet.

Verantwortlich bei Suva: Daniela Bassi (Leiterin Abteilung Kommunikation und Marketing), Urs Schaad (Leiter Marketing-Kommunikation), Jasmin Bucheli (Kommunikation SuvaRisk), Kurt Heussi (Fachverantwortung SuvaRisk). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Sebastian Krayer (AD), Reto Vogler (Text), Dan Strasser, Patrick Suter (CD), Martin Spillmann (ECD), Pam Hügli, Charlotte Gut, Simone Ammann (Beratung), Anna Colby (Art Buying). Porzellan-Figuren: Illusion Ltd.
 

Hostpoint lanciert E-Commerce aus der Cloud

Der schweizer Webhosting-Provider Hostpoint lanciert heute seine E- Commerce Cloud-Service-Plattform. Neben den Standardfunktionen verfügt der Webshop auch über zahlreiche Features, darunter die Integration von Online Portalen und Marktplätzen, die Kompatibilität mit gebräuchlichen Zahlungsmethoden und Logistikanbietern sowie diverse Marketing- und Gestaltungs-Tools.

Mit dem in drei Varianten zur Verfügung stehenden Webshop von Hostpoint finden sowohl Onlinehandel-Neulinge als auch E-Commerce-Profis wie professionelle Versandhändler und Agenturen die geeignete Variante für Ihre Bedürfnisse. So stehen beispielsweise über 100 Designvorlagen zur Verfügung, die der Profi auf Wunsch aber komplett durch ein eigenes Design ersetzen kann. Je nach Variante kann der Webshop ausserdem in vier Sprachen geführt und in bis zu 100 Währungen abgerechnet werden. Für die Zahlungsabwicklung ist der Webshop bereits mit der Anbindung an Dienstleister wie PayPal, SaferPay und andere mehr vorbereitet.

 

Rau Communication lanciert «Kompakt-Kontakt»

Call my name ist ein Kommunikationsservice, der unter einem Namen, dem sogenannten Call Name, alle Kontaktdaten bündelt: Telefonnummer, SMS, E-Mail-Adresse, Skype-Zugang, Facebook-Profil, Web-Seiten. Zur Lancierung hat Rau Communication den Messe-Autritt an der Suisse Emex‘11 konzipiert.

Zum Auftritt gehören Logo, Broschüren, Website, Spot-Adaption, Give-Aways, Verkaufs-Stand und T-Shirts. Einen cross-medialen Auftritt wird als Fortsetzung in den nächsten Wochen und Monaten zu sehen sein.

Verantwortlich bei CMN Fonesolutions: Jonny Kremer (Chairman), Michael Kremer (CEO). Verantwortlich bei Rau Communication: Oliver Rau (Gesamtverantwortung), Richard Rau (Creative Direction), Andreas Konrad (Art Direction) Oliver Hänsli (Grafik).
 

Zu guter Letzt: «Lisa goes gaga»

Lady Gaga stattet den Simpsons einen Besuch ab. Die Entertainerin wird in einer Folge der erfolgreichen US-Zeichentrickserie als Gastfigur auftreten. Am Montag beendete die exzentrische Sängerin die ersten Sprachaufnahmen für die Folge.

Es sei «das Coolste, was ich jemals gemacht habe», der gelben Familie einen Besuch abstatten zu dürfen, sagte die 25-Jährige gemäss SDA dem US-Branchenblattes Entertainment Weekly. Die Sängerin macht in der Folge «Lisa goes Gaga» in der Simpsons-Stadt Springfield Halt und verhilft den Einwohnern und der niedergeschmetterten Lisa zu einem stärkeren Selbstwertgefühl. «Lisa Goes Gaga» wird im Frühling 2012 als Teil der 23. Staffel im US-Fernsehen ausgestrahlt. Die Zuschauer können sich zudem auf einen Kuss zwischen Gaga und der Simpson-Mutter Marge gefasst machen.
Hatten wir das nicht schon einmal? – Madonna küsst Britney Spears und Christina Aguliera. Lady Gaga meinte zu ihrem Auftritt und dem Kuss: «Ich spiele eine kleine Schlampe. Der Apfel fällt also nicht weit von meinem künstlerischen Stamm».

 

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