Tanja La Croix mit neuer Agentur

Tanja La Croix und Blofeld Communication beenden nach zweieinhalb Jahren die Zusammenarbeit. Ab 1. März 2012 wird die Künstlerin von Ferris Bühler Communications mit Sitz in Baden betreut.

Der Agenturwechsel hat in erster Linie strategische Gründe, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. «Die Zusammenarbeit mit Blofeld hat mich enorm weitergebracht. Ziel war es meine Popularität durch gezielte Medienarbeit zu steigern. Das ist uns mehr als gelungen», so die DJ. Blofeld Communication übernahm während zweieinhalb Jahren die strategische Positionierung und sämtliche Kommunikationsaufgaben von Tanja La Croix. Mit dem Agenturwechsel will sich die Ostschweizerin vermehrt auch auf die Vermarktung ihrer Person konzentrieren.
 

Top der Woche

NZZ: Vertriebskooperation mit Globus am Bellevue

Die NZZ und der Globus am Bellevue lancieren eine neue Vertriebskooperation. Seit dem 11. Februar 2012 können die Kunden der Food Hall im Globus am Bellevue die Neue Zürcher Zeitung und NZZ am Sonntag auch digital lesen. Gegen Abgabe eines Ausweises können sich die Globus- Kunden ein iPad kostenlos ausleihen und die NZZ-E-Paper lesen. Gemäss Globus-Geschäftsführer Peter Koller ist dieser Service sehr beliebt: «Ein Grossteil unserer Kunden gehört seit Jahren zur NZZ-Leserschaft und viele von Ihnen lesen sie tagtäglich in unserer Food Hall. Dass ihnen nun auch die Möglichkeit geboten wird, sie als E-Paper auf dem iPad kennenzulernen, schätzen sie sehr. Das Angebot ist in der Testphase auf reges Interesse gestossen und daher führen wir es gerne weiter.» Laut Markus Will, Leiter Lesermarkt NZZ, bestätigt der erste Testeindruck die bereits gemachten Erfahrungen mit dem E-Paper: «Der Wunsch nach digitaler, zeit- und ortsunabhängiger Nutzung unserer Inhalte nimmt zu und unser E-Paper trifft da genau auf dieses Bedürfnis. Die Kooperation mit Globus ermöglicht uns, die neuen digitalen Angebote noch besser bekannt und live erlebbar zu machen.» 

Like: Ein Börsengang für die Innovation

Von Manuel P. Nappo, Leiter Fachstelle Social Media Management HWZ.

Anfang Februar wurde publik, was bereits seit längerem vermutet wurde: Facebook hat den Antrag für den Börsengang eingereicht. Der Erlös wird offiziell auf 5 Milliarden USD geschätzt. Die effektive Summe dürfte gemäss Experten sogar noch höher ausfallen. Am Gang an die Börse verdienen nicht nur Mark Zuckerberg, die Führungsetage und die Investoren, auch rund 1000 Angestellte des Unternehmens werden auf einen Schlag zu Millionären. Vom Börsengang werden jedoch nicht nur einzelne Personen profitieren. Es ist davon auszugehen, dass, wie bei früheren IPOs, die Auswirkungen in der gesamten Branche zu spüren sein werden.

Facebook macht einen Drittel seiner Mitarbeitenden zu Millionären. Was folgt danach? Das Beispiel von Google, wo der Gang an die Börse 2004 gemacht wurde, zeigt, dass die Angestellten sehr unterschiedlich reagieren. Die einen bleiben trotz plötzlichem Reichtum dem Unternehmen treu, andere kündigen und geniessen den Luxus vom Nichtstun, und einige verlassen das Unternehmen, bleiben aber der Branche treu. Im Silicon Valley spricht man schon fast von einer Tradition, welche aus den Zeiten, als Netscape und PayPal seine Mitarbeiter zu Millionären machte, stammt. Wer im Silicon Valley reich wird, der investiert das Geld auch wieder dort. Sei es mit eigenen Start-ups oder als «angel investor ». So gründeten ehemalige Google-Mitarbeitende zahlreiche Start-ups wie zum Beispiel Howcast oder FriendFeed. Letzterer wurde mittlerweile von Google aufgekauft. Dasselbe gilt auch für einige andere Entwicklungen, die von ehemaligen Ingenieuren stammen und mittlerweile wieder eingekauft wurden. Wer den Millionengewinn richtig gut anlegte, war Evan Williams. Er kündigte bei Google und gründete Twitter.

Es ist zu vermuten, dass nach dem Börsengang von Facebook eine ähnliche Entwicklung zu beobachten sein wird. Bei den grossen Gewinnern kann man auf jeden Fall sicher sein, dass sie das Geld wieder in andere Unternehmen und Start-ups investieren werden. Beispielsweise Jim Breyer. Er ist unter anderem Investor bei Etsy und Brightcove. Dustin Moskovitz hat bereits 2008 Asana gegründet und war einer der grössten Investoren von Path, dem 150-Freunde-Netzwerk. Peter Thiel, PayPal-Gründer, investiert seit Jahren im Silicon Valley in vielversprechende Unternehmen und unterstützt mit seinem Fellowship junge Studierende bei der Entwicklung von neuen Business-Ideen. Auch der Russe Yuri Milner investiert in verschiedene Tech-Unternehmen. Twitter, Spotify und Groupon sind nur einige davon. Mike Schroepfer hatte vor der Zeit bei Facebook bereits ein Start-up, das von Sun Microsystems aufgekauft wurde, sowie den Lead bei der Entwicklung von Firefox. Das kreative Potenzial und die finanziellen Mittel, welche bei den rund 1000 Mitarbeitenden frei werden, sind eine grosse Chance, um die Innovationskraft in der Branche weiter anzukurbeln.

Nicht nur Facebook-Mitarbeitende werden profitieren können. Durch die voraussichtliche Abwanderung von Fachkräften bei Facebook erhalten kleine Start-ups wie auch talentierte Einzelpersonen die Chance auf eine Anstellung. Bei vielen Kündigungen – was zu erwarten ist – benötigt Facebook schnell qualifizierten Ersatz. Dies kann ebenso für Facebook eine grosse Chance sein, innovative Technologien und Entwicklungen zu entdecken und neue Ingenieure an Bord zu holen. Gerade nach dem Börsengang muss sich Facebook bemühen, weiterhin der Konkurrenz voraus zu sein, um Marktleader zu bleiben.

Der Börsengang wird möglicherweise der grösste der Web-Geschichte sein. Trotzdem dürften wir auf die Zeit danach noch gespannter sein. Viele neue Produkte und Ideen werden unser digitales Leben bereichern und die Daseinsberechtigung des Web 2.0 weiter stärken.
 

Top der Woche: Good News von der «Operation am offenen Herzen»

Diese Baustelle kennt wohl fast jeder: Die Berner Stadttangente wird seit 2008 komplett saniert. Die Arbeiten dauern noch bis 2013. Tipps und Tricks, wie man während dieser langen Zeit dem Stau entgehen kann, wurden vom Bundesamt für Strassen Astra umfassend und offensiv über die verschiedensten Kanäle kommuniziert. Viel zum Erfolg beigetragen haben unter anderen auch die Werber von Erdmannpeisker.

Da gibt es kein Entkommen. Tag für Tag müssen rund 100 000 Autos durch das Nadelöhr geschleust werden. Die Stadttangente Bern kanalisiert den Verkehr der Autobahnen A1, A6, A12. Sie ist damit eine Hauptschlagader nicht nur im schweizerischen Verkehrsnetz, sondern auch für die vielen Pendler im Einzugsgebiet zwischen Bern und Fribourg. Als eine «Operation am offenen Herzen» hat die Berner Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer die Sanierung treffend umschrieben. Nach 30 Jahren waren die Sanierungsarbeiten dringend nötig.

Mit dem Start der Hauptarbeiten, welche von Februar 2010 – November 2011 dauerten, standen zwischen Neufeld und Wankdorf jeweils von März bis November in Richtung Zürich nur zwei der drei Fahrspuren zur Verfügung. «Das war eine der Hauptherausforderungen », erklärt David Wetter. Der zuständige Filialchef von Thun beim Bundesamt für Strassen Astra hat mit seinem Team nicht nur die Bauarbeiten mit einem Budget von 485 Millionen koordiniert. Eine wichtige Aufgabe war auch die Kommunikation. Zusammen mit einer Bürogemeinschaft für Mobilitätsmanagement, der hauseigenen Fachstelle für Kommunikation sowie Erdmannpeisker wurde ein umfangreiches Massnahmenpaket geschnürt. Ziel der Kampagne war es, die Staulänge kurz zu halten und Ausweichverkehr aufs regionale Strassennetz möglichst zu vermeiden. Um dies zu erreichen, wurden die Strassenbenutzer jeweils über die aktuelle Verkehrssituation informiert, und die Kampagne versuchte sie davon zu überzeugen, «dass auf der Autobahn zu bleiben die beste und schnellste Lösung ist».

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Ein Erfolgsfaktor für die Kommunikation rund um die Grossbaustelle war die enge und branchenübergreifende Zusammenarbeit, erklären Filialleiter David Wetter vom Bundesamt für Strassen Astra und CD Gabriel Peisker von der Werbeagentur Erdmannpeisker.

WW: Was war die Aufgabe?
David Wetter: Die Berner Grossbaustelle wurde vom Bundesamt für Strassen Astra umfassend und offensiv über unterschiedlichste Kanäle kommuniziert. Zusammen mit einer Bürogemeinschaft für Mobilitätsmanagement und der Werbeagentur Erdmannpeisker hat unser hauseigener Bereich Information & Kommunikation einen Blumenstrauss mit einer Vielzahl von Massnahmen geschnürt. Eines unserer Hauptziele war es zum Beispiel, die täglich über 100 000 Autofahrenden jeweils über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren und sie davon zu überzeugen, dass «auf der Autobahn zu bleiben, die beste und schnellste Lösung ist». 

Was war die grösste Knacknuss?
Wetter: Unser Hauptproblem war, dass wir auf der A1 im Bereich des Felsenauviaduktes Richtung Zürich eine Spur schliessen mussten und so die Kapazität zu Stosszeiten massiv eingeschränkt wurde. Hier war die Verlockung gross, dass sich die Leute einen Schleichweg suchen wollten. Das musste die Kommunikation vermeiden. Wir konnten das erreichen, indem wir überzeugend, offensiv und ehrlich kommunizierten: «Achtung, wir haben das hier im Griff. Weicht bitte nicht in die Stadt aus. Sucht auch nicht Schleichwege in der Region, sondern bleibt auf der Autobahn.» Ein Ausweichen auf Schleichwege hätte nicht nur für die Durchfahrenden, sondern auch für die Stadt Bern und die Region viel Chaos bedeutet. 

Wie war der Erfolg?
Wetter: Wir haben es geschafft. Wir konnten unseren «Kunden» zeigen, was wir für ihre Sicherheit tun. Die Leute haben sich an unsere Tipps gehalten. Wir hatten nie einen grösseren Stau zu verzeichnen. Ausser gelegentlich bei Unfällen. Aber da steckt eine höhere Gewalt dahinter. Eine schöne Nebenerscheinung der ganzen Kampagne ist auch, dass wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern und der Stadt einen Beitrag an die Verlagerung vom privaten Verkehr zum ÖV leisten konnten. Wir konnten den betroffenen Anwohnern und Unternehmungen im Umfeld der Baustelle bewusst machen, was es sonst noch an Mobilitätsformen gibt. 

Wie haben Sie das kommuniziert?
Wetter: Unsere Kommunikationsmittel waren Plakate sowie regelmässige Inserate in der Berner Zeitung und im Bund sowie auch in Quartierblättern. Dazu schalteten wir sehr viele Radiospots in beiden Berner Lokalradios. Glück hatten wir, dass ein Grossteil der 100 000 Fahrzeuge, die pro Tag diesen Abschnitt befahren, aus der Region Bern stammen. 

Was haben Sie sich vom Beiziehen einer Werbeagentur versprochen?
Wetter: Ausschlaggebend war der Gedanke: Wie bringen wir diese riesige Menge an Information am effektvollsten zu unseren Kunden? Uns wurde bald bewusst: Wir brauchen ein anderes Gefäss als nur die herkömmliche Kommunikation. Wir müssen die Kommunikation auf mehreren Säulen aufbauen, damit wir die Informationen auch genügend nah an das Zielpublikum bringen. Wir machten einen zweistufigen Wettbewerb. Das führte vor drei Jahren zu einem Pitch, welchen Erdmannpeisker gewonnen hat. 

Wie ist Erdmannpeisker an diese Aufgabe heran gegangen?
Gabriel Peisker: Für uns war es ein Novum. Nicht nur, dass wir ein Budget nach SIA-Norm ausfüllen mussten. Architekten und Ingenieure haben ganz andere Berechnungsgrundlagen. Wir brauchten kein Beton für diese Kampagne, und das Gewicht einer Idee ist schwierig zu messen. Neu war aber auch die ganze Zielrichtung der Kommunikation. Alle sind schon einmal in einem Stau stecken geblieben und wissen: Es ist ein Ärgernis, das wir hier kommunizieren müssen. Also das Gegenteil zu den meisten Werbungen, die meistens für etwas Positives werben. Natürlich kann man sagen, dass die Baustelle notwendig ist und für alle zum Besseren führt, aber irgendwo merkten wir schnell, dass das zu dünn ist und auch ein bisschen banal. In diesem Moment waren wir froh um das Mobilitätsmanagement. Diese Spezialisten haben uns viel Futter gegeben, was man alles positiv kommunizieren könnte. Aufbauend auf diesem Positiven, haben wir nach einem kommunikativen Dach gesucht. 

Ihr Botschafter heisst «Chrigu the hammer».
Peisker: «Chrigu the hammer» in der Printwerbung ist ein echter Bauarbeiter. Das Foto-Shooting war für ihn eindeutig die schwierigere Arbeit als sein Job auf dem Bau, und auch für uns war das Shooting nicht ganz so einfach wie mit einem professionellen Modell. Aber wir sind der Meinung, dass sich das gelohnt hat, denn «Chrigu» kommt als Symbolfigur sehr authentisch daher und wirkt absolut glaubwürdig für die Probleme, die wir kommunizieren müssen. Zudem wollten wir eine Kommunikation, die eine grosse Nähe zum Astra aufweist. Wir wussten: Auch wenn wir zum Schluss eine ziemlich witzige Umsetzung haben, muss diese von der Tonalität zum Astra passen. So kam die Idee, dass wir aus dem Herzen der Baustelle kommunizieren wollen – auch wenn jedem klar ist, dass das eine Fiktion ist.

Man muss die verschiedensten Leute ansprechen: Wie findet man die gemeinsame Sprache?
Peisker: Unser Ansatz war: Wenn wir einen solchen Bauarbeiter haben, dann hat er seine eigene, charakteristische Sprache, in der er klipp und klar sagt, was Sache ist. Reime wie «Sei bloss schlau, vermeid den Stau» sind bewusst nicht hoch eloquent, sondern dem Volk vom Mund abgeschaut. Und spätestens seit Adolf Ogi wissen wir ja, dass man damit sehr sympathisch rüberkommen und eine grosse Allgemeinheit erreichen kann. 

Poetry Slam ist die Sprache der Jungen.
Peisker: Slammen ist eine junge Kunst, die zum Teil recht abgefahrene Wortakrobatik betreibt. Wir haben aber mit Patrick Savolainen einen Berner Slammer gefunden, der sich fantastisch in diesen Chrigu eingefühlt hat. Sein Chrigu schafft die Kunst, in sehr einfachen Worten und Sprach-Rhythmen zum Teil fast philosophische Baugeschichten zu erzählen. Diese Wortakrobatik fällt am Radio auf, und das haben wir für die Radiospots ausgenützt. Wetter: Wir mussten das Beste aus dem Budget machen, und da war Radio eine gute Lösung. Mit dem Medium Radio haben wir unser Zielpublikum sehr gut erreichen können. Erdmannpeisker realisierte Spots, die es auch vor grossen Konzerten geschaltet wurden, zum Beispiel bei AC/DC, wo wir ein grosses Verkehrsaufkommen erwartet haben. 

Die Spots sind auf die einzelnen Situationen eingegangen?
Peisker: Eines der wichtigsten Elemente war der Wochenrückblick. Unser Slammer hat während zwei Jahren jeweils am Freitag um 17 Uhr einen Wochenrückblick präsentiert. Der ist auf beiden Berner Lokalradios gesendet und mehrmals wiederholt worden. Als «Chrigu the hammer» slammte er, was auf der Baustelle passiert ist, und philosophierte über die aktuelle Situation. Das Astra hat ihm Inputs und Themen geliefert, für die Form der Texte war er dann völlig frei. Wetter: Wir versuchten, in den Spots auch immer gezielte Botschaften zu verpacken. Zum Beispiel die Temporeduktion von 80 kmh auf 60. Dazu gibt es auch Studien, die beweisen konnten, dass man mit 60 tatsächlich schneller und vor allem sicherer durch die Baustelle kommt. Solche Botschaften wurden in einen Slam verpackt und zu attraktiven Sendezeiten über den Äther gelassen. 

Das hat man gar nicht mehr als Werbung aufgenommen, sondern wie ein Programm?
Peisker: Das ist immer die Idee, dass eine Kooperation entsteht. Man bezahlt etwas, bekommt aber ein Vielfaches der Werbezeit – wenn man gut ist. 

Mit welchen Medien haben Sie sonst gearbeitet?
Wetter: Eines der Hauptmedien war das Plakat. Diese durfte man allerdings nicht entlang der Autobahn hängen. Da gibt es strenge Sicherheitsvorschriften. Links und rechts der Autobahn muss man sehr zurückhaltend bleiben auf Grund der Ablenkungsgefahr. Peisker: Ist auch logisch. So haben wir die Plakate am Heck von Autobussen aufgehängt. Dazu schalteten wir Inserate in allen sinnvollen Publikationen. Wir haben einen Flyer gestreut, auf welchem die besten Zeiten zum Fahren abseits der für einen Stau kritischen Phasen kommuniziert wurden. 

Welche Rolle spielte der Werkverkehr?
Wetter: Hier ist es uns gelungen, die Unternehmungen darauf aufmerksam zu machen, dass sie ihre Transporte, ihre ganze Logistik auf die Baustellenzeiten abstellen. Also nicht zwischen halb sieben und neun Uhr Waren transportieren, wenn der grösste Druck auf den Baustellen ist, sondern dann, wenn wir keinen Stau erwarten. 

Wie konnten Sie das wissen?
Wetter: Dazu haben wir im Vorfeld eine Analyse mit Verkehrssimulationen machen lassen.

Welche Rolle spielten redaktionelle Botschaften in den Medien?
Wetter: Es war ein gutes Zusammenarbeiten mit den Medien. Wir haben sie effektiv gebraucht und sie uns auch, eine klassische Win-Win-Situation. Unmittelbar vor Baubeginn haben wir sämtliche Medien zu einem «Point de presse» eingeladen: Gewisse Medien haben dann einen Helikopter bestellt, um zu filmen, wie dramatisch der Stau wird. Die Medien suchten die Attraktivität der Baustelle und hofften andererseits auf eine Story mit Schlagzeile. Einen «Stau bis Zürich» gab es dann aber nie. Genau unsere Prognosen sind eingetroffen. 

Wie hat man das Problem für die Medien attraktiv gemacht?
Wetter: Unsere Frage war: Welche Medien können wir einsetzen, und wie müssen wir diese bedienen? Auch die Radios haben das Projekt mit grossem Interesse und Einsatz verfolgt. Die Redaktionen haben von uns die neusten Verkehrsmeldungen bekommen. Dazu ist die Berner Stadttangente eine sehr attraktive Baustelle, die wir auch so verkauft haben. Es war eine Sanierung in Verbindung mit dem Neubau einiger Brücken. Diese wurden ausserhalb der Nationalstrasse gebaut und anschliessend eingeschoben. Auf der A1 wird eine Brücke eingeschoben, während der Verkehr läuft. Das war ein Spektakel, mit welchen die Medien natürlich bestens bedient werden konnten. Aber nicht nur medial war das interessant, sondern auch für die Anwohner. 

Sie haben Events veranstaltet?
Wetter: Wir haben verschiedene PR-Aktionen organisiert. Zum Beispiel ein gemeinsames Grillieren mit den betroffenen Quartierbewohnern, denn die Baustelle hat grossen Lärm verursacht. Im Dialog mit den Betroffenen konnten wir die Notwendigkeit der Bauarbeiten sehr gut erklären. 

Welche Rolle spielten Public Relations?
Wetter: Hier gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen – also Stadt Bern, Kanton Bern und Astra. Diese Kommunikation haben wir auch gemeinsam koordiniert. Wir haben gemeinsame Pressekonferenzen abgehalten. Immer mit der Regierungsrätin, der Baudirektorin der Stadt und uns. Hier haben wir auch die ÖV-Lösungen kommuniziert. Der Kanton Bern hat Mehrfahrtenkarten gesponsert für den öffentlichen Verkehr. 

Andere flankierende Aktionen?
Peisker: Wir haben Tausende von Kaugummis – sgenannte «Staugummis» – verteilt. Hier lautete die Botschaft: «Der Geschmack hält länger als der Stau.» Und das Schöne ist: Das Astra konnte dieses Versprechen halten und hat uns so vor einer plumpen Werbelüge gerettet. 

Interview: Andreas Panzeri

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Das Bundesamt für Strassen Astra ist seit 2008 für den
Ausbau und Unterhalt der Nationalstrassen zuständig. Es
gibt fünf Filialen. Für die Niederlassung Thun war die
Berner Stadttangente die erste grosse Bausstelle. Filialchef
David Wetter ist Bauingenieur und Betriebswirtschafter.
Gabriel Peisker (r.) ist CD bei der Bieler Werbeagentur
Erdmannpeisker.

 

Ron Orp: Cedrick Wolf ist neuer Head of Sales

Cedrick Wolf ist seit 1. März 2012 neuer Head of Sales bei Ron Orp. Zuvor war er bei 20 Minuten Online tätig als Key Account Manager Online & Crossmedia.

Cedrick Wolf bringt gemäss Mitteilung mehrjährige Erfahrung in Strategischer Medienplanung und Online Vermarktung mit. Zusammen mit Katja Schuler, die seit 2010 im Sales-Team von Ron Orp ist, werden die Kompetenzen in Konzept, Planung und Realisation von ganzheitlichen Online-Kampagnen erweitert.

In der Deutschschweiz sind zwischenzeitlich 18 Personen für Ron Orp tätig. Ron Orp’s Mail erscheint in 15 Städten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, USA und Brasilien und verschickt täglich über 150‘000 Newsletter.
 

WVC: Crossmediale B2B-Kampagne für Axel Springer Schweiz

WVC arbeitet neu für die Abteilungen Beobachter, Tele & TV-Star von Axel Springer Schweiz, welche die Zeitschriften Beobachter, Beobachter Extra, Beobachter Natur sowie die TV-Zeitschriften Tele, TV-Star, TV2 und TV vier publiziert.

Die Kampagne «Ausblick 2012» bewirbt Mediaagenturen sowie Marketing- und Kommunikationsabteilungen zur Schaltung von Anzeigen in den TV-Zeitschriften Tele und TV-Star in den Print- und Onlineausgaben. WVC realisierte die Kampagne crossmedial. Einerseits wurde über ein klassisches Mailing auf die verschiedenen TV-Highlights des Jahres aufmerksam gemacht anderseits wurde eine Microsite mit iPad-Gewinnspiel realisiert. Zudem werden Webbanner auf verschiedenen Fachportalen geschaltet.

Verantwortlich bei Axel Springer: Sandra Peiti (Leitung Werbemarkt Beobachter, Tele & TV-Star), Katrin Rüesch (Product Manager Werbemarkt Beobachter, Tele & TV Star).Verantwortlich bei WVC: Kurt Wettstein (Gesamtverantwortung), Stefan Fleischlin (Grafik), Michael Jud (Beratung, Online Kommunikation.

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Flop der Woche

Ameisen-Spot vorübergehend vom Netz genommen

Schweiz Tourismus hat den Ameisen-Spot mit Martin Horat auf Anraten des Bundesamts für Umwelt (BAFU) vorübergehend von seiner Plattform entfernt. Eine Tierschützerin hatte Beschwerde wegen Störung der Ameisen eingereicht. Martin Horat findet das «einen Seich». Er verstehe die Massnahme nicht, sagte der Muotathaler Wetterprophet am Mittwoch auf Anfrage der SDA. Die Tierschützer gingen damit zu weit. «Dann dürfte man ja auch keine Ameisen mehr aus dem Haus vertreiben», sagte Horat. Er mache nun schon seit ein paar Jahren Prognosen auf Ameisenhaufen. Bereits 2004 sass Horat für die Dreharbeiten von «Wetterschmöcker» auf einem Ameisenhaufen. «Die Tiere haben Freude, wenn ich komme.» Sie seien sehr anhänglich und kletterten an ihm hoch. Der Clip war zwischenzeitlich nicht mehr abrufbar. Wie die Aargauer Zeitung und die Südostschweiz am Mittwoch berichteten, hatte Schweiz Tourismus auf Wunsch des BAFU den Spot vom Netz genommen, den Horat sitzend auf einem Ameisenhaufen zeigt. Grund dafür sei die Beschwerde einer besorgten Tierschützerin gewesen. 

Tanner: Mit Max auf Adventures-Tour

Die Basler Agentur Tanner Communications begleitet Max, den Löwen von Lusso, bereits zum zweiten Mal auf seiner Tour quer durch die Schweiz.

Die Adventure Tour geht auch dieses Jahr wieder an über 30 Orten auf Entdeckungsreise und soll Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit Attraktionen und Spielen Freude bereiten. Die Tour wird begleitet beziehungsweise angekündigt durch crossmediale Instrumente wie eine eigens eingerichtete Online-Plattform Max-adventures.ch, TV Serie sowie TV-Spot’s, klassischer PR und Inseraten, Comic-Sampling und Beilagen in Comic-Zeitschriften.

Verantwortlich bei Unilever Schweiz: Andreas Messerli (Brand Manager Trade Ice Cream), Nicola Pingel (Brand Management Trade Assistant Lusso). Verantwortlich bei Tanner Communications: Erich Rava (Branch Manager/Account Director), Mike Neuhaus (Managing Director).
 

Aufgespiesst: Die sechste Macht

Chefredaktor-Stv. Andreas Panzeri über Satire, Realsatire und Medien.

Die Pointe sitzt: «Nach Absprung des Sponsors – nur billige Gags». Mit dieser Headline versuchte Blick online diese Woche die Sendung «Giacobbo/ Müller» in die Pfanne zu hauen. Aufhänger für die Kritik war der Umstand, dass der Publikumserfolg «Late Service public» im November seinen Sponsor verloren hat. Die Mobiliar, die seit 2008 mit ihren «Schadenskizzen» für einen bereits witzigen Vorspann bei Fröilein Da Capo sorgt, will in Zukunft ihre geschätzten 200'000 Franken neu in einem Abenteuer-Format «Homerun» investieren. Ausgestrahlt wird dieses auf Sat 1 Schweiz. Und damit bei einem Medienprodukt von Ringier. Bei einer jüngeren Zielgruppe soll dort «MobiJeunes» promoted werden. Das macht mediastrategisch durchwegs Sinn. Trotzdem wollte offenbar Nutzniesser Ringier aus dem Deal noch ein bisschen mehr herausholen und gleich die ganze Sendung der Konkurrenz zum Opfer einer Schadenskizze machen.

«Giacobbo/ Müller haben wegen diesem Wegfall des Sponsors kein Geld mehr für gute Pointen.» Tatsächlich hat Blick mit dieser Berechnung selbst einen lustigen Scherz on air gebracht. Stimmen tut der Onliner allerdings wenig. Nicht nur, weil die Pointen-Schreiber bei SRF sehr wenig verdienen. Die Redaktion Satire wird trotzdem in der Konstanz eines Sperrfeuers von Werbetextern bombardiert, die unbedingt für die Show «Giacobbo/Müller» kreativ sein wollen. Das weiss natürlich auch der Schreiberling von Blick. Und vielleicht hat er sich mit seiner Pointe «nur (noch) billige Gags» selber für den Job bewerben wollen.

Böser könnte man allerdings auch interpretieren: Hier wird eine neue Kampagne gestartet. Denn zum Artikel hat Blick.ch gleich auch dazu aufgerufen, dass ihre Leserschaft Ideen für eine bessere Satire einreichen soll. Ein paar Twitter sind bereits als Diskussionsanreger in die Kritik eingebaut worden. «Langatmig und dröge», findet ein erster User. Andererseits findet Frank Baumann die Sendung nach wie vor gut, obwohl er «schon länger nicht mehr eingeschaltet hat». Spielt ja auch keine Rolle für die Meinungsbildung, Hauptsache, man hat etwas zu sagen. Und das ist vielleicht der entscheidende Punkt auch dieser Kolumne. Man will etwas zu sagen haben! Früher galt die Legislative als die erste Macht im Staat. Die zweite war die Exekutive. Als dritte Kraft hat man über Jahre die Zeitungen gezählt.

Diese Wertung hat sich inzwischen mit der fortschreitenden Fragmentierung der Medien immer mehr verwässert. Facebook und Twitter ist dazugekommen und Social Media muss inzwischen als eine immer stärker auftretende vierte Macht bezeichnet werden. Die Satire wäre dann die fünfte. Aber die Grenzen sind verschwommen. Günther Jauch talkt mit seinen Gästen in der ARD aus einer Kuppel, die in der Wirkung um einiges grösser als ihr architektonisches Vorbild im Bundestag ist. Die Politik wird noch nicht bei Jauch gemacht. Sie bekommt in dieser Sendung aber die Weihen einer breiten Akzeptanz. Da musste die Bildzeitung natürlich auch wieder einmal zeigen, wer der Herr im Staate ist. Wulff ist wohl zu Recht gegangen worden. Aber es waren nicht die Politiker, die dafür gesorgt haben. Und wer in der Schweiz das grosse Sagen hat, wird ja ebenfalls in einem Medium – der Nummer 1 – mit der Sendung «Roger gegen Roger» entschieden. Und dieses Format zeigt: Als eine nicht zu unterschätzende sechste Macht im Staat wird bei der heutigen Entwicklung der Medien immer mehr auch die Realsatire zum Spielen kommen. 

Ideenwerkstatt holt Vermarkter an Bord

Die Produktionsfirma b&b endemol baut sich ein neues Standbein auf, indem sie neben den Broadcasting-Formaten vermehrt Formate für den Online- und Mobilebereich entwickelt. Zur Verstärkung spannt das Unternehmen mit dem Onlinespezialisten mediaBROS zusammen.

Sind schon bald Personen zu beobachten, die mitten in der Stadt Golf spielen – in der Hand kein Schläger, sondern ein iPhone –, zeichnen vermutlich die Digitalprofis von b&b endemol dafür verantwortlich. Bekannt ist das Unternehmen für TVUnterhaltungsformate wie die Gameshows «1 gegen 100», «Die Millionen-Falle» oder die Quizsendung «Wer wird Millionär». Im Zuge des Medienwandels setzt man bei der in Zürich ansässigen Produktionsfirma aber immer mehr auf neue Formate – die strategische Ausrichtung verschiebt sich Richtung Internet und Applikationen. «Ich bin überzeugt, wir werden auch in zehn Jahren TV-Formate herstellen », so Christoph Bürge, Managing Director von b&b endemol. «Wir wollen uns aber auch auf anderen Plattformen positionieren, um den Kunden dort elektronische Inhalte anzubieten.»

Ihre Kompetenz im Digitalbereich stellte die Firma bereits 2008 unter Beweis, als sie für die Migros die Kochplattform «M-Cooking» produzierte, die bis zur Reorganisation des Marketings 2009 online war. In Videoclips erklärten Köche wöchentlich in den drei Landessprachen, wie man ein Dreigangmenü zubereitet. Das Ganze war interaktiv angelegt: Unerfahrene Köche konnten sich mit einem Klick ins Video Zusatzinformationen holen – zum Beispiel eine Anleitung, wie eine Tomate blanchiert wird. Ausserdem war es den Nutzern möglich, ein eigenes Menü zusammenzustellen, als Podcast herunterzuladen und die entsprechende Einkaufsliste auszudrucken.

Um diesen Unternehmenszweig weiter zu stärken, gründete b&b endemol Anfang 2011 schliesslich eine eigene Abteilung für Digital Media. Seither entwickelt das Team von b&b endemol digital unter der Leitung von Yves Jordi Kommunikation- und Marketingformate für die Kanäle Mobile, Social Media und Web.

Damit sich für ihre Ideen und Projekte auch die richtigen Kunden finden, ist die Digital Unit nun eine strategische Zusammenarbeit mit mediaBROS eingegangen, einer Online-Marketing-Agentur, die Die Produktionsfirma b&b endemol baut sich ein neues Standbein auf, indem sie neben den Broadcasting-Formaten vermehrt Formate für den Online- und Mobilebereich entwickelt. Zur Verstärkung spannt das Unternehmen mit dem Onlinespezialisten mediaBROS zusammen. Top 2 9 sich auf das Thema Online-Remarketing spezialisiert hat. Während b&b endemol digital sich auf die Kreativ- und Umsetzungsleistung konzentriert, kümmern sich die Onlinespezialisten von mediaBROS um die Vermarktung. «b&b endemol ist eine Kreativwerkstatt, die laufend neue Ideen produziert. Die schauen wir in Zukunft gemeinsam an und analysieren, welche Ideen vermarktbar beziehungsweise aus Sicht von Werbesponsoren oder -auftraggebern interessant sein könnten», kommentiert Ivano Celia, Geschäftsleiter von mediaBROS, die Zusammenarbeit.

Apps, die informieren und unterhalten
Und es liegen diverse Projekte für mediaBROS bereit. Eines davon ist die zu Beginn genannte Applikation «City Golf», die im Laufe dieses Jahres für einen Kunden realisiert werden soll. «City Golf» ist eine App, mit der man Städte und Regionen auf spielerische Art und Weise kennenlernen kann. Wie beim herkömmlichen Golf ist auch hier das Ziel, einen Ball mit möglichst wenigen Schlägen von einem Abschlagpunkt ins Loch zu schlagen. Der Spieler begibt sich dazu mit dem iPhone an einen bestimmten Punkt für den ersten Abschlag, von wo aus er den Golfball virtuell Richtung erstes Loch schlägt, um danach zum darauffolgenden Punk zu gelangen. Auch wenn das Golfspielen im Vordergrund steht, will die App mehr: «Es handelt sich um eine sehr spielerische Art, wie man Informationen vermittelt bekommt», kommentiert Jordi die Anwendung. Die Löcher sind bei Sehenswürdigkeiten verteilt, wodurch der Spieler die Gegend kennenlernt und Informationen und Wissenswertes zur Region erfährt.

Wie im TV-Bereich wollen b&b endemol auch mit ihren neuen Entwicklungen den Leuten Geschichten erzählen, ein emotionales Erlebnis bieten. «Die Leute wollen unterhalten werden», so Bürge, der vor seiner Zeit bei b&b endemol als Unterhaltungschef bei ProSiebenSat.1 tätig war. «Nicht nur bei Games, sondern auch bei Service-Apps.» Dem stimmt auch Celia zu: «Unterhaltung ist die Königsdisziplin.» Eine App solle einen Mehrwert schaffen und auch noch einen Monat später genutzt werden. Ausserdem gebe es eine Menge Applikationen, die zwar sehr kreativ seien, jedoch nur von wenigen Personen genutzt würden. Genau hier sieht Celia, der mit Bürge gemeinsam bei TV3 arbeitete, die Stärke von b&b endemol. Durch ihre nationale und internationale Erfahrung im Broadcasting-Bereich verfüge die Produktionsfirma über die Kompetenz, massenfähige Inhalte zu produzieren.

Daran knüpft auch die «Bieridee» an, eine interaktive Aktion, die sich die Digitalspezialisten einfallen liessen, um Getränkemarken einen auffallenden und witzigen Auftritt zu bieten. Dem Benutzer wird eine grosse Anzahl von Video-Clips zum Thema Bier zur Verfügung gestellt, die er nach persönlichen Vorlieben zu einem Spot aneinanderreihen und mit einem einfachen Audio-Mischer vertonen kann. «Wir wollen die Leute auf die Marke aufmerksam machen», erklärt Bürge. «Aber nicht in einem 30-Sekünder, einer Scharnierwerbung, sondern auf anderen Plattformen.» Bei der «Bieridee» erstellen die Nutzer skurrile, lustige und einzigartige Video- Spots, die sie dann online stellen. Auf Facebook, Youtube und anderen Social-Media-Plattformen kann sich die Internet-Community über die Aktion unterhalten und die Videos gegenseitig bewerten.

Mit solchen Inhalten stösst b&b endemol in den Bereich digitales Branding vor: Marken werden erlebbar gemacht. «Auf Google bilde ich kaum Image», so Celia. «In der Regel suchen Leute auf Google nur, was sie schon kennen.» Mit unterhaltenden digitalen Inhalten hingegen lasse sich sehr wohl Image kreieren. Und dies werde in Zukunft immer stärker der Fall sein, ist er überzeugt.

Isabel Imper

Mehr Infos auf dieser Website: Mediabros.ch/branding.
 

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b&b endemol wurde 1990 vom damaligen Unterhaltungschef des Schweizer Fernsehens Hannes Bichsel und dem Zürcher Gastroprofi und Eventmanager Freddy Burger unter dem Namen B&B Medien gegründet. Im Jahre 2000 ging B&B Medien mit dem weltweit tätigen holländischen TV-Konzern Endemol ein 50:50-Joint-Venture ein. So entstand b&b endemol. Kerngeschäft ist die Entwicklung und Produktion von TV-Inhalten in den Bereichen Unterhaltung und Infotainment. Produziert werden Inhalte und Formate sowohl aus dem Endemol- Katalog (z. B. «Wer Wird Millionär», «1 gegen 100») als auch solche, die spezifisch für den Schweizer Markt zugeschnitten sind («Üsi Badi»).

Die 2009 gegründete, in Dübendorf beheimatete Onlinemarketingagentur mediaBROS bietet integrierte Lösungen in der Online-Kommunkation, Medienplanungen, Digital Branding, Online Performance Marketing, SEM (Suchmaschinen-Marketing) sowie online spezifische Workshops und Seminare an. Unter dem Namen «yoondo» stellt die Agentur ein Netzwerk für Kampagnen- Retargeting und Website-Retargeting zur Verfügung. Wer über dieses Programm Werbeanzeigen schaltet (z.B. auf NZZ, Blick, 20min, Tagesanzeiger etc.) kann User gezielt ansprechen, die zuvor bestimmte Websites besucht haben.
 

Euro RSCG Zürich: Fischer`s Archiv berichtet über One Young World

Auf 16 Seiten berichtet die aktuelle Ausgabe von Fischer`s Archiv über One Young World und alle Kommunikationsmassnahmen, die Euro RSCG Zürich im letzten Jahr rund um den Event lancierte.

Neben der klassischen Kommunikation, der Eventgestaltung, der PR und den Direct-Marketing-Massnahmen hebt Fischer`s Archiv dabei besonders die Social-Media-Aktion «Time Change Mind Change» hervor. In einem Interview teilt Frank Bodin zudem mit, wie man überhaupt dazukommt, einen solchen Event für die ganze Welt zu organisieren, und was dies für ihn bedeutet.

> Euro RSCG Zürich präsentiert One Young World 2011

Stadt Luzern: Mitarbeiter dürfen wieder auf Facebook surfen

Per sofort können die Mitarbeiter der Luzerner Stadtverwaltung wieder auf Twitter, Facebook und Youtube surfen. Die Stadt hat die interne Sperre von Social-Media-Diensten aufgehoben. Die Kommunikation über Social Media werde immer wichtiger, begründete sie ihren Entscheid.

Die Stadt Luzern ist seit April 2011 auf Social Media präsent. Über Twitter, Facebook, Youtube und in geringerem Umfang auch auf Google+ sammelte sie im Rahmen eines Pilotversuches Erfahrungen mit den neuen Kommunikationskanälen.

Weil das Pilotprojekt so erfolgreich war, beschloss der Stadtrat nun, den Versuch abzuschliessen und Social Media zu einem festen Bestandteil seiner Kommunikationsstrategie zu machen. Gleichzeitig entschied er, Social Media per sofort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den anderen Internetangeboten gleichzustellen. Dabei wollen die Führungskräfte der Stadt Luzern analog dem Telefon unter anderem mit Hilfe eines Controllings sicherstellen, dass der private Gebrauch von Social Media während der Arbeitszeit auf ein Minimum beschränkt bleibt.

Der Aufwand für die Betreuung der neuen Kommunikationskanäle beläuft sich auf rund 20 Stellenprozent. Er könne ohne Stellenaufstockung realisiert werden, da der Aufwand auf mehrere Personen verteilt werden könne, heisst es. (SDA)

 

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