Jürg Marquard interessiert sich für Annabelle

Jürg Marquard interessierte sich für Tele Züri. Ausserdem hat er die Zeitschrift Annabelle im Auge. Christoph Blochers Engagement in Basel hat er nie so richtig verstanden. Dies hat der 66-Jährige im Gespräch mit der Handelszeitung verraten.

Auf seinem Tisch habe letztes Jahr nicht nur das Tele Züri-Dossier gelegen, sagt er gegenüber der Handelszeitung. Er interessiere sich auch für die Tamedia-Frauenzeitschrift Annabelle. Er finde, Annabelle sei ein toller Titel mit einer tollen Chefredaktorin und einer tollen Marktposition. Kritischer äussert sich Marquard, was den Verkauf der Basler Zeitung betrifft. Er habe Christoph Blochers Engagement im eher roten Basel nie ganz verstanden, sagt er. «Was will er mit der Basler Zeitung?» Auch das Schweizer Fernsehen vermag ihn nicht zu begeistern. «Ich glaube, dass in der neuen SRG-Führung, angefangen vom Generaldirektor SRG über den neuen Fernsehdirektor und seinen Unterhaltungschef, niemand wirklich Erfahrung, Gespür und Leidenschaft für die Fernsehunterhaltung aufweist.»

> Zum Artikel auf Handelszeitung.ch

(Bild: Keystone)

Goldbach Interactive: Für Swisscom Geschäftsbericht online in Szene gesetzt

Wie bereits im vergangenen Jahr hat Goldbach Interactive für Swisscon den Geschäftsbericht vom Papier ins Web geholt.

Der neue Online-Geschäftsbericht biete mehr als die für börsenkotierte Unternehmen notwendige Publikation von Zahlen und Fakten, so die Agentur in einer Mitteilung. Die Servicedienstleistungen, die «Swissness» und das soziale Engagement der Swisscom würden ebenso ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Beim Aufrufen des Geschäftsberichts werde der User als Einstieg in einer Animation auf eine Reise durch die Welt der Swisscom entführt. Goldbach Interactive habe in der Umsetzung die grafischen Elemente der aktuellen Image-Kampagne aufgenommen, diese in eine lebendige Landschaft eingebettet und hebe damit die emotionale Dimension des Unternehmens hervor.

> Zum Geschäftsbericht

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Zu guter Letzt: Die heile Welt von Papa Nerz

Die Pelzindustrie ist eine grausame Industrie. Damit wir dies nicht vergessen, werden wir regelmässig von Tierschutzorganisationen mit brutalen Bildern wachgerüttelt. Der neueste Spot von Peta geht ganz andere Wege.

Im Mittelpunkt des Filmchens im Stil der 50er-Jahre – als Sprecher amtet übrigens Thomas D. – steht Familie Nerz: Papa Nerz, Mama Nerz und Sohn Nerz. Für Letzteren ist klar: Wenn er einmal gross ist, will er wie sein Vater in der Pelzfabrik von Herrn Nett arbeiten. Dort ist alles so schön … Am Ende des Spots wird der Zuschauer dann aber doch noch in die harte Realität zurückgeholt.

 

http://www.youtube.com/watch?v=a0lOSBAmvgU

Milestone 2012: Der Wettbewerb ist eröffnet

Ab sofort und bis zum 31. August 2012 können Touristiker ihre Projekte für den «Milestone. Tourismuspreis Schweiz» eingeben. Der Preis würdigt seit über zwölf Jahren herausragende Leistungen, Projekte und Persönlichkeiten im Schweizer Tourismus.

Die Auszeichnung wird in den vier Kategorien «Herausragendes Projekt», «Nachwuchspreis», «Umweltpreis» und «Lebenswerk einer Persönlichkeit» vergeben. Die vier Preiskategorien des Milestone sind mit insgesamt 33‘000 Franken dotiert. Alle im Schweizer Tourismus tätigen Personen, Unternehmen und Organisationen können ihre Projekte anmelden. Die Ausschreibung des Wettbewerbs ist öffentlich und läuft bis zum 31. August 2012.

Die Fachjury setzt sich neu aus fünf Juroren aus allen Sprachregionen und den Bereichen Tourismus, Sport, Wirtschaft und Forschung zusammen. Es sind dies Mario Lütolf (Vorsitz), Direktor Schweizer Tourismus-Verband STV, Fiorenzo Fässler, Managing Director Smarket, Harry John, CEO Swiss Ice Hockey Federation, Barbara Rigassi, Managing Partner Brugger und Partner AG und Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW, Hochschule Luzern.

> Teilnahmebedingungen, Bewerbungsformular und weitere Informationen

 

Charles Vögele: Zukunft von Til Schweiger als Werbe-Ikone offen

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit den Hollywood-Stars Penelope und Monica Cruz ist das weitere Engagement des deutschen Schauspielers Til Schweiger als Werbe-Ikone bei Charles Vögele noch offen.

Schweigers Vertrag laufe noch bis Ende Jahr, sagte Konzernchef Frank Beeck am Dienstag. «Wir werden uns das im Sommer nochmals anschauen», sagte Beeck vor den Medien in Pfäffikon SZ: «Schweiger ist aber viel näher an unseren Zielkunden als Penelope es war.» Die Zusammenarbeit mit den beiden Cruz-Schwestern hatte Charles Vögele Ende Februar auslaufen lassen.

Die Schauspielerinnen hätten den Konzern zwar in ein helleres Licht gerückt. «Aber die Kampagne hat das Stammpublikum verunsichert», sagte Beeck. Die Kundinnen hätten gemeint, Charles Vögele bewege sich auf jüngere Kundinnen zu und wolle die Älteren nicht mehr bedienen. (SDA)

(Bild: Keystone)

Marketing-Trophy: Die Gewinner

Neun Projekte waren nominiert für die Marketing-Trophy 2012, die seit 1977 vom Berufs- und Branchenverband Swiss Marketing verliehen wird. Gewonnen haben Projekte der Agenturen Euro RSCG, Valencia und Erdmannpeisker.

Die Marketing-Trophy-Gewinner 2012 in der Übersicht:

Kategorie Grossunternehmen

Sieger: Coop
Projekt: Hello Family Club
Ziel: Stärkung der Marktposition bei jungen Familien mit Kindern
Werbemittel: Flyer, Infostände, Fahnen, Kassenkleber, Instore Radiospots, TV-Spots, POS-Kampagne, Medienmitteilung mit Vorabbericht im Sonntagsblick, Reportage in der Coopzeitung
Agentur: Valencia Kommunikation

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Kategorie Mittelunternehmen

Sieger: Mammut Sports Group, Seon
Projekt: Mammut 2.0
Ziel: Das Markenimage authentisch repositionieren und die Markenbekanntheit national und international steigern
Werbemittel: Dialog Marketing, Web 2.0, Kundenevents, Plakate, Anzeigen, Messen und Produktliteratur.
Agentur: Erdmannpeisker

Kategorie Kleinunternehmen

Sieger: Zürcher Kammerorchester (ZKO)
Projekt: Grosse Gefühle
Ziel: Mehr junges Publikum und lange Schlangen vor den Billettkassen
Werbemittel: Crossoverprojekte, Social Media, Fachpresse, Plakat, Kinospots, Newsletter, Flyer
Agentur: Euro RSCG Zürich

Kategorie Non Profit Organisationen

Sieger: Swisscable – Verband für Kommunikationsnetze (Sitz: Bern)
Projekt: Ihr Kabelnetz – Das Netz der unbegrenzten Möglichkeiten.
Ziel: Potenz der Kabelnetzbetreiber kommunizieren; gemeinsamer, öffentlicher Auftritt unter nationalem Gütesiegel
Werbemittel: Crossmediale Image-Kampagne, Online-Auftritt auf zentraler Informationsplattform, Werbe- und Marketing-Toolbox für die einzelnen Kabelnetzanbieter
Agentur: Euro RSCG Zürich
> Mehr Informationen zur Kampagne

Sonderpreis
Der Sonderpreis zeichnet ein Marketing-Konzept aus, das durch
hervorragende Ideen oder innovative Teilaspekte auffällt, den
strengen Regeln der Marketing-Trophy aber nicht vollumfänglich
entspricht.

Sieger: Georg Fischer Rohrleitungssysteme (Schweiz), Schaffhausen
Projekt: Maximiser – Eine neue Generation Membranventile. Maximaler Komfort mit 100% mehr Durchfluss.
Ziel: Zurückgewinnung der Marktführerschaft im Bereich Membranventile bis 2013
Werbemittel: Rolldisplays, Plakate, Muster, Starter Kits, Messen, Kundenseminare, Internet, Inserate

Publikumspreis

Sieger: Mammut Sports Group, Seon AG
 

Konsumentenzeitschriften lancieren Eidg. Volksinitiative «Pro Service public»

Die Bundesbetriebe sollen nicht Gewinn erwirtschaften, sondern den Bürgern einen guten und bezahlbaren Service bieten. Das finden die Konsumentenzeitschriften K-Tipp, Saldo, Bon à Savoir und Spendere Meglio. Deshalb lancieren sie eine Volksinitiative.

Bahn, Post, Swisscom & Co. würden immer höhere Gewinne machen, heisst es in einer Mitteilung. Trotzdem stiegen laufend die Preise, und der Service werde abgebaut. «Diese Entwicklung soll gestoppt werden. Für diese Betriebe soll neu gelten: Service statt Profit!“, so der publizistische Leiter von K-Tipp und Saldo, René Schuhmacher am Dienstag bei der Vorstellung der Initiative vor den Medien.

Die Post habe in den letzten Jahren Milliardengewinne gemacht, heisst es weiter. Daraus seien von 2007 bis 2010 900 Millionen Franken in die Bundeskasse geflossen. Noch stärker habe Swisscom die Kasse klingeln lassen: Dem Bund seien 2,36 Milliarden zugeflossen. Das seien nichts anderes als versteckte Steuern, kritisieren die Initianten. 
Die Zeche zahlten die Bürger, denen diese Betriebe gehören. Trotz Gewinnen stiegen die Preise von SBB, Post & Co. stetig – und der Service würde abgebaut: Schalter schlössen, Züge würde weniger geputzt und Briefkästen weniger geleert.

 Das wolle diese Initiative ändern. Guter Service soll bei den Bundesbetrieben wichtiger sein als der Profit. Dem Bund soll es untersagt sein, mit zu hohen Post-, SBB- und Swisscom-Tarifen indirekt Steuern zu erheben.

Syndicom ist skeptisch

Syndicom verstehe und teile die Hauptmotivation der Initianten, heisst es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Medien und Kommunikation. Syndicom fragt sich aber auch, wie sich die strikte Anwendung dieser Initiative auswirken würde. Welche finanziellen Einbussen ergäben sich für den Bund? Welche Folgen hätte dies auf die Qualität des Service public? Könnte die Annahme der Initiative nicht Druck auf die Löhne und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Unternehmen auslösen? Und würde diese Initiative nicht einen idealen Vorwand für eine schrittweise Privatisierung der gewinnbringendsten Einheiten dieser ehemaligen Regiebetriebe des Bundes bieten? Damit würde dem Staat – und den Steuerzahlern – die Finanzierung jener Einheiten überlassen, welche die Service-public-Aufgaben wahrnehmen.

Aus diesen Gründen stehe Syndicom dieser Initiative skeptisch gegenüber, heisst es im Communiqué. Die Gewerkschaft sei überzeugt, dass es wirksamere Wege zum Schutz der Interessen der Nutzerinnen und Nutzer des Service public, aber auch jener gebe, die ihn ermöglichen.
 

Euro RSCG Zürich: Neuer Image-Spot für Riposa

Die Agentur Euro RSCG hat für das Glarner Unternehmen Riposa einen neuen Image-Spot realisiert, in dem sich ein Paar in die Tiefen des Schlafs fallen lässt.

Riposa setzt bei der Produktion seiner Schlafsysteme auf Technologien, die auf jede Bewegung des Menschen reagieren, so die Agentur in einer Mitteilung. Das sorgt nicht nur für erholsamen Schlaf, sondern auch «Für einen starken Rücken», wie der Claim des Unternehmens besagt.

Diese Positionierung interpretierte jetzt die betreuende Agentur Euro RSCG Zürich in einem neuen Image-Spot– und zwar in einer überdimensionalen Produktdemonstration. In dem 30-Sekünder lässt sich ein junges Paar in die Tiefen des Schlafs fallen. Wo immer sie sich dann hinbewegen, werden sie von ihren Matratzen aufgefangen. Und das die ganze Nacht hindurch. Für die  Inszenierung konnte Euro RSCG den Regisseur Marco Lutz gewinnen. Shining Pictures zeichnet als Produktionsfirma verantwortlich.

Der TV-Spot ist ab dem 5. März 2012 auf allen SRG-Sendern in der Prime Time zu sehen.

Verantwortlich bei Riposa: Iva Schnellmann (Head of Marketing), Sara Jakober (Marketing Assistentin). Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Axel Eckstein (CD), Wolfgang Bark (Text/Konzept), Cara-Anne Specker (Art Buying), Walter Tagliaferri, Janina Iseli (Beratung). Verantwortlich bei Shining Pictures: Jens Derler, Stefan Bircher (Produktionsleitung). Marco Lutz (Regie), Michael Ricar (Musik). Gesamtverantwortung: Frank Bodin.
 

BSSM kreiert neue Welt für Puppenhausmuseum Basel

Das Puppenhausmuseum in Basel hat auf den 1. März 2012 einen neuen Namen bekommen: Spielzeug Welten Museum Basel. BSSM konzipierte mit dem neuen Namen sämtliche Kommunikationsmittel, von der Website bis zur internationalen Anzeigenkampagne. 

Die Ausstellung mit über 6'000 Teddybären, Puppen, Kaufmannsläden, Puppenhäusern und Miniaturen ist einzigartig in Europa. Das Museum im Herzen der Basler Innenstadt beherbergt mit über 2'500 Teddys die weltgrösste Sammlung alter Teddybären.
 
Verantwortlich bei Spielzeug Welten Museum Basel: Laura Sinanovitch (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei BSSM Werbeagentur, Basel: Urs Schneider (CD), Hannes Müller, Hans Peter Brugger (Text), Cosimo Wunderlin (Grafik), Philipp Buser (Beratung), Christoph Markwalder (Fotos).
 

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Exxtra: Die Sage vom Abwandermannli

Exxtra hat für die Schweizer Berghilfe einen Radiospot realisiert, der verdeutlichen soll, dass die Bergbevölkerung auf Spenden angewiesen ist.

Sagen berichten seit jeher über das Leben in den Bergen, das etliche Gefahren birgt, so die Agentur in einer Mitteilung. Auch heute ist das Leben in den Bergen nicht immer leicht. Die Probleme sind einfach etwas andere: Abwanderung oder veraltete Infrastruktur erschweren den Alltag der Bergbevölkerung immens. Um darauf aufmerksam zu machen, schrieb Exxtra die moderne Sage des Abwandermannlis, das die Leute in den Bergregionen verführt und ins Unterland lockt. Der Radiospot verdeutlicht, dass die Bergbevölkerung auf Spenden für die Realisation wichtiger Projekte angewiesen ist, damit eine Zukunftsperspektive möglich ist.

> Zum Spot (MP3)

Verantwortlich bei Schweizer Berghilfe: Ivo Torelli (Kommunikation). Verantwortlich bei Exxtra: Martin Stulz, Dominik Oberwiler (CD), Patrick Bucher (Konzept/Text), Michael Gallmann (AD), Susan Baumgartner, Dorothea Beck (Beratung). Verantwortlich bei SRF: Michael Brunner (Produktion), Walter Sigi Arnold (Sprecher).

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Profeta: Mehrstufige Kampagne für Q Events

Im Rahmen der ersten Direct-Marketing-Kampagne für Q Events hat Profeta Kommunikation ein mehrstufiges Dialog-Konzept entwickelt.

Die erste Stufe wurde mit einem Post-Mailing an eine heterogene Zielgruppe von 500 mittelgrossen und grossen Unternehmungen versandt. Eine Woche nach dem Versand wurde die zweite Stufe eingeleitet, indem man die angeschriebenen Firmen mit Hilfe eines Call-Centers nachzufassen versuchte. Callpoint Baden war hier der Partner der verantwortlich war, bei den Adressaten einen Besuchstermin zu vereinbaren. Das gesteckte Ziel einer 3-prozentigen Ausschöpfungsquote wurde gemäss Mitteilung um das Dreifache übertroffen.

Der Q Events-Claim «we create emotions» war auch Anlass für die dritte Stufe. Hier geht es darum, potentielle Kunden mit einer interessanten und emotionalen Präsentation von den eigenen Dienstleistungen und Services zu überzeugen. Diese Phase wird von den Q Events eigenen Mitarbeitern durchgeführt und dauert noch ungefähr vier bis acht Wochen. Danach folgt die «4th dimension»-Stufe. Hier geht es darum, nach einer gewissen Zeit sich bei den kontaktierten Zielgruppen wieder in Erinnerung zu rufen. Diese Phase wird in etwa vier bis sechs Monaten in Angriff genommen.

Verantwortlich bei Profeta: Eugen Profeta (Konzept und Beratung), Oskar Gasser (Texte), Othmar Gübeli (Layout/Gestaltung/Litho). Lektorat/Korrektorat: Studiotextart, Conrad Müller. Datenbank-Management: Sysret Kastrati. Call-Center: Thomas Fluri und Derek Bollag. Verantwortlich bei Q Events: Miroslav Bauer (Gesamtverantwortung).

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SRG: Deutlich mehr Ombudsfälle als im Vorjahr

Im Jahr 2011 wurden bei der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz 171 Beanstandungen von Sendungen des Schweizer Radio und Fernsehens eingereicht, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Ombudsmann Achille Casanova und seine Stellvertreterin Sylvia Egli von Matt erachteten knapp ein Viertel davon als «mehr oder weniger berechtigt».

Bei 50 der 171 im Geschäftsjahr 2011 eingereichten Reklamationen war es rechtlich nicht möglich, formell auf die Beanstandung einzutreten, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Diese Beanstandungen wurden meistens zur direkten Beantwortung weitergeleitet. Von den 116 materiell behandelten Ombudsfällen betrafen 14 (Vorjahr 17) das Radio, 101 (Vorjahr 84) das Fernsehen und 1 das übrige publizistische Angebot, welches neu ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich der Ombudsstelle fällt. Wie in früheren Jahren wurden vor allem Informationssendungen beanstandet. Auffällig jedoch: Im Zusammenhang mit den eidgenössischen Wahlen wurden nur sechs Beanstandungen eingereicht. Davon wurde lediglich eine als berechtigt beurteilt, was auf die strikte Beachtung der besonderen Sorgfaltspflichten im Vorfeld von Wahlen hinweist.

«Tagesschau» hatte am meisten Reklamationen

Spitzenreiter bei den beanstandeten Fernsehsendungen war die «Tagesschau» mit 18 Eingaben, gefolgt vom «Wort zum Sonntag» und von «Einstein» mit je neun Beanstandungen. Beim Radio hatten die Nachrichtensendungen die meisten monierten Beiträge (3 Beanstandungen), gefolgt von «Rendez-vous» und «Echo der Zeit» mit je zwei Eingaben. Im Vergleich zu den letzten drei Jahren haben die als «mehr oder weniger berechtigt» beurteilten Fälle etwas zugenommen (23 Prozent). Diese Prozentzahl liegt aber unter dem Durchschnitt der letzten 16 Jahre.

Sachgerechtigkeit am häufigsten angezweifelt

Wie schon im Vorjahr bemängelten die meisten Beanstandungen, eine Sendung sei nicht sachgerecht oder politisch tendenziös (51 Prozent, Vorjahr 42 Prozent). Ein Fünftel machte geltend, eine Sendung diffamiere eine Person, Vereinigung oder Firma (20 Prozent, Vorjahr 37 Prozent). Knapp ein Fünftel betraf allgemeine Einwände und technische Probleme (18 Prozent, Vorjahr 7 Prozent) und gegen ein Zehntel reklamierte, weil eine Sendung für sexuell anstössig oder unethisch gehalten wurde (9 Prozent, Vorjahr 8 Prozent). Kaum reklamiert wurde wegen der Verletzung religiöser Gefühle (1 Prozent, Vorjahr 4 Prozent) oder wegen Gewaltdarstellungen (1 Prozent, wie Vorjahr). Von den erledigten Beanstandungen wurden lediglich 13 (Vorjahr 9) an die Unabhängige Beschwerdeinstanz UBI weitergeleitet, was die Rolle der Ombudsstelle für die Entlastung der UBI bestätigt.

Der vollständigen Jahresbericht 2011 der Ombudsstelle SRG.D sowie sämtliche Schlussberichte können hier eingesehen werden.

 

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