Aufgespiesst: Beim Barte des Propheten!

Simone Fankhauser, freie Mitarbeiterin, über haarige Modewerbung.

George Clooney ist es widerfahren. Ebenso Brad Pitt. Und auch Jake Gyllenhaal und Jude Law. Es gibt in Hollywood kaum einen Vertreter des starken Geschlechts, der noch nie seinen Rasier-Apparat verlegt hätte. Die traurige Konsequenz: Sie wurden zu Bartträgern. Ein Schicksal, das nicht nur Prominente treffen kann.

Mein Vater gehörte jahrelang zu dieser Spezies. Ich erinnere mich an haarige Gutenachtküsse, Saucenspritzer im Bart und einen Mann, der 20 Jahre älter aussah, als er war. Auch die Gesichtsbehaarung meines Gatten, die anlässlich unserer Weltreise nur selten den Weg einer Rasierklinge kreuzte, löste bei mir keine Begeisterungsstürme aus. Da dies sowieso meine letzte Werbewoche-Kolumne ist, kann ich mich getrost outen: Ich fürchte gar, ich bin ein «Misopogon». Ein Barthasser oder eben die weibliche Form davon.

Dass meine Ablehnung gegenüber Nichtrasierten so stark ist, weiss ich allerdings erst seit einer Woche. Nichts ahnend blätterte ich im aktuellen Kunden-Magazin der PKZ-Gruppe. Schon im Editorial erzählte Olivier Burger mit geheimnisvollem Lächeln von «zusätzlichen Dimensionen». Was er damit meinte, wurde mir erst 108 Seiten später klar: Da präsentierte ein haariger Neandertaler mit grimmigem Blick und angespannter Körperhaltung einen Anzug. Nach dem ersten Schock fragte ich mich, wo die Modelagentur dieses gut erhaltene Exemplar ausgegraben hatte. Das war also die «zusätzliche Dimension»: Ausgestorbene Spezies trägt aktuelle Mode. Im Ernst: Es will mir nicht in den Schädel, dass sich ein Mann, dazu noch ein Model, dergestalt vor die Linse eines Fotografen stellt.

Ein Einzelfall, sagte ich mir und legte das Hochglanzmagazin irritiert zum Altpapier. Wie falsch ich lag, bemerkte ich nur wenige Tage später. Bei der Lektüre einer «Blick am Abend»-Ausgabe erlebte ich nämlich erneut eine Begegnung der haarigen Art. Ein Taliban in Zivil warb für das Kleiderlabel H&M. Und, Zufall oder Kalkül, gleich daneben ein Beitrag über Bin Ladens verräterische Haremsdame – inklusive Bild des Terrorfürsten. Die Überschrift hätte lauten sollen: Bin Laden lebt! Für mich jedenfalls war das definitiv ein Bart zu viel. Deshalb lasse ich künftig die Finger von Modemagazinen und Gratiszeitungen. Jedenfalls so lange, bis Gillette, Wilkinson Sword und Co. dem Wildwuchs auf Inseraten den Riegel vorschieben. 

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Der Motz von Butz: Was haben erfolgreiche Unternehmen gemeinsam?

Bei führenden Firmen von Apple bis Nike hat mit Sicherheit zu 60 Prozent die optische Erscheinung zum Erfolg beigetragen.

Um was geht es hier geht: Betrachtet man nebst den Produktinnovationen, den Distributionskanälen und den finanziellen Mitteln erfolgreiche Unternehmen, dann fällt auf, dass alle einen kreativen Namen, ein unique Logodesign und eine ästhetisch originelle und überraschende Kommunikation sowie ein einzigartiges Produkt- und Packaging-Design aufweisen.

Meine Theorie: Nichterfolgreiche Firmen haben bei diesem entscheidenden Teil nicht die beste Lösung angestrebt. Sie haben sich mit einer günstigen Inhouse- Lösung zufrieden gegeben. Ein Unternehmen müsste für eine Neulancierung Spezialisten beiziehen. Dies ist nicht der bequemste und auch nicht der günstigste Weg, aber er trägt mit 60 Prozent zum Erfolg bei.

Ein paar Beispiele wie FedEx zeigen, dass der Look und der Name einen entscheidenden und positiven Imagetransfer auf eine Firma oder ein Produkt werfen können. FedEx hat in den 80er-Jahren noch unter dem Namen Federal Express die witzigsten und in Cannes mehrfach preisgekrönten TV-Commercials produziert. Im Jahr 1994 wurde das Logo einem Re-Design unterzogen (siehe Bild: Wer hat den Pfeil zwischen E und X bemerkt?) Heute macht die Firma einen Umsatz von 36 Milliarden Dollar mit 280 000 Mitarbeitern.

Das für meine Theorie interessanteste Beispiel ist Apple Computer. Das haben wir ja von Anfang an als «die neue Welt» gegen IBM und Microsoft empfunden. Der Apfel als Symbol für Isaac Newtons Gravitationsbeweis war der Ursprung. Steve Jobs dirigierte Apple zum schlichten farblosen Logo. Er liess die technisch revolutionären Geräte stromlinienförmig in Plastik- und Alugehäusen zu «Must have»-Designer-Items auf den Markt kommen. Die Design-Sprache mit den witzigen und aussagestarken Ikons ist meiner Meinung nach auch ein emotionaler Grund, Apple-Fan zu sein. Apple erwirtschaftet 40 Jahre nach der Gründung über 100 Milliarden Dollar, ein Viertel davon Gewinn. Auch Nespresso ist für mich ein gutes Beispiel für meine 60-Prozent-Theorie. Schick designtes Produkt, clevere Bildmarke und eine unterhaltende Kommunikation.

Jetzt komme ich noch zu meinem Motz: In meiner 40-jährigen Zeit als Werber habe ich oft und immer öfters erlebt, dass die Werbeleiter genau wussten, wie ein Aktionsinserat für ein Warenhaus, ein Direct Mailing für Verlagsobjekte oder das Packungs-Design für ein Bonbon aussehen muss. Es sollte sicher nicht aufgeräumt und reduziert sein, sondern geschmacklos, überladen mit Klebern, einem Wettbewerb und wenn möglich noch einen Sofortgewinn beinhalten. Dass diese Art Werbung der erfolgreiche Weg ist, hat man mir nie beweisen können. Ich kann zwar auch nicht genau belegen, dass das Gegenteil zum Erfolg führt. Aber FedEx, Apple und Nespresso haben es bewiesen.

Mein Aufsteller der Woche überschneidet leider meinen Redaktionstermin. Ich träume da vom Einzug des FCB in den Viertelfinal.

Theophil Butz, einst Starwerber (Ringier), heute Inspirator und jetzt auch noch Motzer. «Nicht eine einfache, aber eine notwendige Rolle, die ich hier alle 14 Tage wahrnehme.» Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].

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Zu guter Letzt: Schärfer als das Playboy-Bunny

Playboy hat zusammen mit W&V anlässlich des 40. Geburtstag des Männermagazins einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Aufgabe: Werber sollten Motive für Kunden entwerfen und dabei einen Bezug schaffen zu Playboy, Häschen, Mädchen, und so weiter und so fort.

Jeden Monat im Jahr 2012 wird dabei eines der Gewinnermotive auf einer ganzen Seite im Playboy abgedruckt – kostenlos natürlich. Der Gewinner des Monats März ist ein Sujet der Agentur Cassens-Copywriter für Paul Wirths Bestecke. Die Message: Die Messer von Paul Wirths Bestecke sind so extrem scharf, da kann sich sogar der Playboy eine Scheibe davon abschneiden.

Und so sieht das scharfe Meisterwerk aus – armes Häschen:

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KSB: Benny Goldstein und Sascha Borsai neu an Bord

Seit Anfang März verstärken Art Director Benny Goldstein und Texter Sascha Borsai  die Kreation von KSB Krieg Schlupp Bürge.

Benny Goldstein (links im Bild) sammelte bisher Erfahrungen und Awards bei Publicis, Ruf Lanz, Exxtra und TBWA. Sascha Borsai war bei Exxtra, Rod und zuletzt bei McCann Erickson tätig.

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Sonntagszeitung: Förderpreis für investigativen Journalismus verliehen

Um den investigativen Journalismus in der Schweiz zu verstärken, hat die Sonntagszeitung in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Journalistenschule Maz einen neuen Förderpreis für investigativen Journalismus lanciert.

Jeweils ein talentierter junger Journalist erhält pro Jahr die Chance, die Kunst der Recherche im Rahmen des neuen Recherche-Desk von Sonntagszeitung und Le Matin Dimanche in Bern zu erlernen und in der Praxis anzuwenden. Der Gewinner des Jahres 2012 heisst Julian Schmidli. Der 26-Jährige hat mit besonderen Rechercheleistungen auf sich aufmerksam gemacht, wie die Sonntagszeitung in einer Mitteilung schreibt. Das Nachwuchstalent studierte Medienwissenschaften in Basel und hat jüngst den Master of Arts in Journalism abgeschlossen, den das Maz in Kooperation mit der Hamburg Media School anbietet.
 

«In der Schweiz sind keine neuen Ausschreibungsregeln nötig»

Auf Grund einer Umfrage kam der Preisüberwacher Anfang Februar zum Schluss, dass der Wettbewerb bei der Plakatierung auf öffentlichem Grund nicht genügend spielt. Er verlangt deshalb von den Gemeinden ein anderes Vorgehen bei der Ausschreibung von Plakatkonzessionen.

Während Clear Channel Schweiz die Forderungen grundsätzlich begrüsst, enthielt sich die APG bisher einer klaren Stellungnahme. Anlässlich der Affichage-Bilanzpressekonferenz vom 29. Februar wollte es die Werbewoche nun von APG-Marketingchef Markus Ehrle genauer wissen.

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WW: Herr Ehrle, der Preisüberwacher fordert mehr Wettbewerb bei der Plakatierung auf öffentlichem Grund. Was sagen Sie dazu?
Markus Ehrle: Wir nehmen die Anregungen des Preisüberwachers interessiert zur Kenntnis, sind aber generell der Überzeugung, dass bei öffentlichen Ausschreibungen in Schweizer Städten und Gemeinden der Wettbewerb bisher bestens gespielt hat: Die Prozesse und Kriterien waren klar, und selbst Firmen aus dem Ausland konnten mitmachen. Wir haben die Konzessionen jeweils erhalten, weil wir im Rahmen dieser Ausschreibungen den Städten die überzeugendsten Angebote gemacht haben.

Der Preisüberwacher fordert unter anderem, dass Konzessionen in grösseren Städten in Lose aufgeteilt und einzeln ausgeschrieben werden. Wie steht die APG dazu?
Unklar ist, was der Preisüberwacher unter Los versteht, aus dem vorliegenden Dokument ist dies nicht ersichtlich. Grundsätzlich macht es aber weder für die Städte noch für den Werbemarkt Sinn, ein homogenes Angebot an Plakatflächen aufzuteilen. Dies führt nicht nur zu Mindererträgen für die Kommunen, sondern macht es für Werbekunden auch äusserst kompliziert, stimmige Kampagnen zu realisieren.

Der Preisüberwacher will ferner Konzessionsabgaben, die fix sind und nicht nach Umsatzprozenten bemessen werden.
Das gibt es in der Praxis bereits: Einige Städte vergeben ihre Konzession einfach dem Meistbietenden, was für sie Vor- und Nachteile hat. Einerseits können sie beim Budgetieren mit einer fixen Einnahme rechnen, andererseits können sie nicht partizipieren, wenn die Konjunktur und das Geschäft gut laufen. Wir selber finden es grundsätzlich für beide Seiten interessanter, wenn ein Abgabeteil variabel ist.

Der Preisüberwacher wünscht auch kürzere Vergabeintervalle, zum Beispiel alle drei Jahre.
Eine Ausschreibung ist in der Regel sehr komplex, und der Aufwand seitens Gemeinden und Anbieter ist erheblich. Ausserdem sind die vom Anbieter erbrachten Dienstleistungen – etwa die Kulturplakatierung – sehr aufwändig. Kürzere Vergabeintervalle hätten deshalb zur Folge, dass die Abgaben für die Kommunen tiefer und handkehrum die Preise für die Werbekunden höher liegen würden, da Investitionen innert kürzester Zeit abgeschrieben werden
müssten.

Der Preisüberwacher schlägt weiter vor, dass das Trägermaterial nach Ablauf der Konzession an die Gemeinde gehen soll.
Dagegen wehren wir uns schon seit Jahren vehement. Wir sind der Meinung, dass es in einer funktionierenden Marktwirtschaft nicht zur Aufgabe des Gemeinwesens gehört, Werbeträger zu halten oder zu entwickeln. Die Anbieter investieren heute sehr viel ins Design von urbanem Mobiliar oder in ökologisch optimierte Produkte, ebenso in den Aufbau des Trägermaterials und in dessen Unterhalt. Dieses Qualitätsstreben ist doch ganz im Sinne der Städte. Das alles würde aber wegfallen, wenn das Trägermaterial den Städten gehört.

Falls eine Gemeinde ihre Konzession doch nur an einen Anbieter vergibt, verlangt der Preisüberwacher, den tiefsten gebotenen Endkundenpreis als ein Kriterium bei der Vergabe zu berücksichtigen.
Das ist einer der heikelsten Punkte, denn was ist der Endkundenpreis? Auch hier gibt der Vorschlag des Preisüberwachers keine Antwort. Es gibt heute schon viele Formen der Preisdifferenzierung: Brutto, Netto, Mengenrabatte, Rabatte für politische Kampagnen, Verkaufsförderungsaktionen und so weiter. Zudem ist der Endkundenpreis abhängig vom inter- und intramedialen Wettbewerb: Es spielt eine wichtige Rolle, in welchen Märkten man mit welchen andern Medien um die Werbegelder kämpft. Die Festschreibung des Preismodus würde zudem einer Verzerrung im Intermediawettbewerb gleichkommen, denn keine anderen Medien (auch nicht die gebührenfinanzierten) kennen solche Einschränkungen. Aus all diesen Gründen halten wir dies für eine problematische Forderung, zumal wir der Überzeugung sind, dass der Wettbewerb sehr wohl spielt und es nicht die Aufgabe des Staates ist, die Preise in einem kompetitiven Markt zu regeln.

In Genf hat die APG 2011 aber ihre Preise erhöht, kurz nachdem sie den neuen Exklusivvertrag in der Tasche hatte. Das ist doch ein Beweis, dass der Wettbewerb nicht wirklich funktioniert.
Nein. Denn mit dem neuen Vertrag reduzierte die Stadt Genf das Flächenangebot deutlich, je nach Kategorie und Format um 10 bis 30 Prozent. Entsprechend haben wir das Werbeangebot optimiert. Dass man dann das Pricing entsprechend anpasst, ist doch völlig normal. Zudem bieten wir neu einen Early Booking Discount von 10 Prozent an. Zu berücksichtigen ist ausserdem, dass wir unsere Preise seit 2008 schweizweit nicht mehr angepasst haben – trotz Bevölkerungswachstum und ausgewiesener Mehrleistung.

So oder so – übers Ganze gesehen entsprechen die Forderungen des Preisüberwachers ziemlich genau jenem Verfahren, das die Stadt Zürich 2006 durchführte und an dem auch die APG erfolgreich teilnahm: Sie gewann damals zwölf Stadtzürcher Lose, vier gingen an Clear Channel Schweiz (CCS). Waren denn die letzten fünf Jahre in Zürich so schlimm?
Zürich hat eine eigene Geschichte, gerade punkto Lose. Zudem hat sich ja das Zürcher Modell in der Schweiz nicht durchgesetzt. Entscheidend ist aber, dass die Spielregeln sowohl wettbewerbsrechtlich funktionieren als auch dem Marktbedürfnis entsprechen. Beides trifft heute in der Schweiz zu, es sind deshalb keine neuen Regeln nötig. Dagegen muss uns die Entwicklung in Deutschland zu denken geben: Dort hat der Flughafen Berlin Brandenburg ausgeschrieben – und alle Aussenwerber verzichteten auf Grund wirtschaftlich nicht tragbarer Konditionen auf eine Teilnahme; der Betreiber hat nun gar nichts.

Wenn aber das Modell Preisüberwacher überall zur Anwendung käme, käme das auch der APG zugute: Etwa beim Flughafen Zürich, der seine Plakatkonzession seit Jahren quasi unter der Hand immer wieder an CCS vergibt – was die APG ja auch schon moniert hat.
Wenn es dort zu einer Ausschreibung käme, würden wir natürlich gerne mitmachen. Wir sind auch überzeugt, dass wir Einiges an eine positive Entwicklung beitragen könnten.

Interview: Markus Knöpfli
 

Exxtra: Audi lane Assist in Schwimmbädern beworben

Der Audi lane Assist unterstützt den Fahrer, auch bei sportlicher Fahrt die Spur zu halten. Um dies der Zielgruppe zu demonstrieren, startete Audi eine Promotion in verschiedenen Schweizer Schwimmtrainings-Camps.

Der Clou: die Botschaft wird genau dort platziert, wo sich die Schwimmer orientieren um exakt geradeaus zu schwimmen – auf der Bodenmarkierung der Schwimmbahn. Die Schlagzeile darauf lautet: Damit Sie immer die Spur halten. Audi lane Assist.

Verantwortlich bei Audi Schweiz: Erich Hunold (Marketingleiter Audi Schweiz), Barbara Wernli (Leiterin Werbung Audi Schweiz). Verantwortlich bei Exxtra: Markus Gut (CCO), Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Lukas Wietlisbach (AD), Sven Rufer (Text), Susan Baumgartner, Tom Hubli (Beratung), Markenfilm (Filmproduktion) und Ian Thorbe (Schwimmer).

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Schweizer Idee weltweit im TV

15 Minuten Schlaf können Wunder wirken. Das ist die Botschaft einer Kampagne von bfu und TCS. Die Agentur Numéro 10 startet jetzt die zweite Welle mit einem verblüffenden Spot.

Die Präventionskampagne, welche Töff- und Autofahrer auf die Gefahr der Übermüdung aufmerksam machen will, startete vor einem Jahr mit einer einführenden Information: 15 Minuten Kurzschlaf können im Notfall Leben retten. Gilles Aeby bei der Agentur Numéro 10 in Bern hat für dieses «Wundermittel» den neuen Begriff «Turboschlaf» erfunden. In einer ersten Welle hat die Kampagne das Phänomen und die Möglichkeiten zur Bekämpfung von Übermüdung bei einem allgemeinen Publikum bekannt gemacht. In einer zweiten Phase sollen jetzt die Senioren unter den Automobilisten sowie die Vielfahrer – also professionelle Chauffeure – angesprochen werden. Die Kreativen bei Numéro 10 arbeiten dafür mit einem kleinen «Fake». In einem wie echt wirkenden «Making-of»-Film zeigen die Werber, wie die in der Schweiz lancierte Idee des «Turboschlafs» weltweit Furore machte und in TV-Stationen von Amerika über den hohen Norden bis Asien in den News aufgenommen worden ist. Natürlich sind die Sensationsmeldungen gestellt und alle im gleichen Studio für die Werbefilmer inszeniert worden. Echt hingegen ist die wissenschaftlich erwiesene Botschaft, dass 15 Minuten Schlaf unseren Organismus wirklich entscheidend beeinflussen können. Der Film funktioniert beim Publikum mit dem Moment der Irritation. Ist das jetzt bereits die «Tagesschau» oder schauen wir immer noch dem Werbeblock zu? Entsprechend verstärkend sind die Spots möglichst direkt vor diesen echten Newssendungen platziert worden. Flankierende Massnahmen sind Plakate sowie ein «Ärzte-Kit», wo in den Wartezimmern weitere Tipps zum Thema präsentiert werden. pan

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Cavegnwerbung: Kampagne für Modissa fortgesetzt

Nach der Neulancierung der Marke Modissa vor zwei Jahren zeigten sich die Strategie von Cavegnwerbung und ihre Umsetzung als erfolgreich. Deshalb wird die Positionierung der Marke Modissa im Zeichen der Kontinuität fortgeführt.

Wie die Marke soll auch ihr Auftritt klassisch und kontinuierlich sein, so die Agentur in einer Mitteilung. Um sich auch weiterhin von der Welt der schnelllebigen Trends abzusetzen, baut Modissa auch diese Saison auf das Motto: «Mode statt Lifestyle». Denn Frauen ab Mitte Dreissig ändern ihren Geschmack nicht mit jedem Trend, sondern suchen den Stil grosser Mode. Bei Modissa geht es um die klssische Welt der Mode. Ihr Kundinnen schätzen Stilberatung, Haltung und Qualität. In der Kampagne wird dies weiterhin zum Ausdruck gebracht durch grossflächige, plakative Motive. Keyvisuals ohne viel Werbetext. Zusammengehalten durch den Claim: «Modissa. Ich weiss, was ich will.»

Verantwortlich bei Modissa: Samuel Baumberger (Werbeleitung). Verantwortlich bei Cavegnwerbung: Markus Cavegn (AD), Markus Rottmann (Text), Susanne Marty (Beratung), Michaela Kubern, Stefanie Wolf (Grafik), Günther Kathrein (Fotografie), Daniel Belet (Bildbearbeitung). Mediaagentur: JBW Media.

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Mit 30 noch kein bisschen erwachsen

Der Spick wird 30. Anlässlich des Jubiläums verlost die Werbewoche fünf Jahresabos für das «schlaue Schülermagazin» aus dem Künzler Bachmann Verlag.

Eine ausgestanzte 30, die den Blick auf alte Spick-Hefte freigibt, ziert die Titelseite der aktuellen Jubiläumsausgabe. «So alt sind wil schon?», fragt Flitz Flosch, der Frosch mit dem kleinen Sprachfehler, der seit der Gründung des Spicks zusammen mit Karl Kiebitz als «diplomierter Redaktionsberater » durchs Heft führt. Frech, kreativ, anders – kurz «spickig» – will die Kinderzeitschrift sein. Sie will «klug» machen und die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern, gleichzeitig aber auch unterhalten – mit Reportagen über Tiere, Technik, Sport, Natur und Umwelt , mit Witzen, Rätseln und Comics.

Mit einer Auflage von 35'000 Exemplaren ist der Spick nach wie vor die Nummer 1 unter den Schweizer Kinder- und Jugendzeitschriften. Vieles hat sich seit der Lancierung aber verändert: Das Design wurde dem Zeitgeist angepasst, neue Rubriken wie zum Beispiel «Total Digital» kamen hinzu, über die Website Spick.ch inklusive Newsletter werden die Leser heute auf dem Laufenden gehalten und auf dem Spick-Blog diskutiert die Community über Themen wie Verliebtsein, Klimaschutz, Atomkraft oder Apps. Seit der Künzler Bachmann Verlag den Spick herausgibt, wird das Schülermagazin ausserdem nicht mehr per Abheftung gesammelt, sondern in einer Box aufbewahrt.

Das Angebot rund um den Spick wird dabei stetig ausgebaut. In Zusammenarbeit mit der Sprachorganisation Lia Rumantscha und subventioniert durch die Sprachförderung des Kantons Graubünden, erscheint die Zeitschrift seit letztem September probeweise für ein Jahr auch auf Rätoromanisch. «Wir sind gut gestartet und ziemlich sicher, dass wir das Projekt weiterführen können», kommentiert Verlagsleiter Roger Hartmann die Lancierung. Seit vergangenem Jahr gibt es zudem das «Best of Spick», ein kostenloses Extraheft, das jeweils der November- Ausgabe beiliegt sowie am Kiosk erhältlich ist. Des Weiteren bringt der Spick zweimal jährlich Sommer- und Winterguides heraus. Dieses Jahr wird in Zusammenarbeit mit Sarasani, der Mitgliederzeitung der Pfadibewegung Schweiz und den SAC-Hütten, ein rund 72 Seiten starker Sommerguide produziert, ein «Überlebensbüchlein», bei dem typische Pfadfinderthemen im Zentrum stehen.

Um das Jubiläumsjahr gebührend zu feiern, sind für 2012 zusätzliche Aktionen geplant: Neben grossen Wettbewerben stehen Games und Gratis-Apps zum Download bereit. So zum Beispiel die App «Witzemixer», die den Kindern die Leserwitze in neuer Form präsentiert. Über die Facebook-Seite können Eltern, Grosseltern, Göttis und Gotten dem Magazin gratulieren, und um in den Schulen das Interesse an der Kinderzeitschrift zu wecken, wurde eine Lese-WM gestartet. 

Darüber hinaus steht für diesen Frühling eine Neulancierung an. Mit «Big Spick – das Vätermagazin » richtet sich der Künzler Bachmann Verlag nun an die Väter der Spick-Leser. «Extra für grosse Männer mit einer gewissen Sehnsucht nach dem Kind im Manne», so die Herausgeber. Gestartet wird im Mai mit einer Auflage von gut 53 000 Exemplaren, die zweite Ausgabe ist für November geplant.

Während für Big Spick Anzeigen geplant sind, sucht man in der Kinderzeitschrift vergeblich danach. Werbung gibt es beim Spick allerdings in Form von Bannerwerbung auf der Website. Und für Wettbewerbe und Jubiläumsaktionen arbeitet der Verlag mit Sponsoren zusammen. So steht unter dem Namen Jamadu, Coops Eigenmarke für Kinder, ein neues Onlinespiel bereit. «Die Kooperation mit Jamadu besteht, da wir es sinnvoll finden, wenn sich die Kids gesund ernähren», erklärt Hartmann. «Das Label ist eine gute Sache.» Seinen Kooperationspartnern gibt der Verlag eine Plattform, im Gegenzug legen diese den Spick und die Autoguides auf oder präsentieren das Spick-Logo. In finanzieller Sicht fallen Werbung und Sponsoring jedoch wenig ins Gewicht. Der Grossteil der Einnahmen, rund 90 Prozent, stammt aus dem Aboverkauf.

Werbung in eigener Sache ist demgegenüber für den Spick zentral, schliesslich wechselt, da die Leser aus der Zielgruppe herauswachsen, alle paar Jahre die komplette Leserschaft. «Der starke Brand hilft uns, neue Leser zu finden», so Hartmann. «Aber natürlich müssen wir uns im Marketingbereich stark engagieren.» Dazu arbeitet der Verlag mit verschiedenen Agenturen zusammen. Als Berater zur Seite steht ihm die auf Jugendmarketing spezialisierte Agentur Lasso Consulting. Unterstützung erhält der Spick ausserdem durch die St. Galler Agentur Live Minded. Ergebnisse der Zusammenarbeit werden bereits im April zu sehen sein. Dann macht der Spick mit einem TV-Spot auf das Jubiläum aufmerksam.

Das Interview mit Chefredaktor Hans Schödel lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.  

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Spick-Abos für Werbewoche-Leser
Anlässlich des Jubiläums verlost die Werbewoche fünf Jahresabos für den Spick. Um an der Verlosung teilzunehmen, senden Sie ein Mail an [email protected] mit folgenden Informationen: Adresse des Empfängers sowie Alter des Kindes. Einsendeschluss ist der 30. März. 

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Der Kopf der Spick-Redaktion mit Chefredaktor Hans Schödel sitzt in Nürnberg. Seit die damalige Eigentümerin Tamedia 2003 die Spick-Redaktion auslagerte, zeichnet der Sailer-Verlag, der verschiedene Kinderzeitschriften und Lehrmaterialien herausgibt, für den redaktionellen Inhalt verantwortlich. Zusammengearbeitet wird mit einem grossen Netzwerk an freien Mitarbeitern, die überwiegend in der Schweiz sind. Beim Künzler Bachmann Verlag in St. Gallen, der die Kinderzeitschrift 2005 von Tamedia übernahm, arbeiten zwei fest angestellte Redaktorinnen für den Spick. Für Werbung, Druck und Aboverwaltung ist der Künzler Bachmann Verlag ebenfalls zuständig. 

JWT/Fabrikant: Neue Kampagne für Groupe Mutuel kreiert

Nachdem die Agentur JWT/Fabrikant im letzten Jahr die Kampagne für den Krankenversicherer Groupe Mutuel mit dem Produkt Sanatel gestartet hat, folgt nun der zweite Streich.

«Mission Rundum Geschützt» sei seit letztem Jahr der Kommunikationsansatz der Groupe Mutuel, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Nachdem JWT/Fabrikant im letzten Jahr die Kampagne mit dem Produkt Sanatel gestartet habe, folge nun der zweite Streich: Die Krankenzusatzversicherung Bonus sei ein weiteres Produkt, das jedem Versicherten den individuell besten Schutz biete und dabei nicht nur überzeugende Leistungen, sondern auch noch ein ausgeklügeltes Prämiensystem beinhalte, heisst es weiter. Was auf dem Papier ziemlich kompliziert klinge, bringe JWT/Fabrikant in einem TV-Spot und einer Anzeige auf den Punkt.

Für die Umsetzung des Spots konnte der in Los Angeles lebende Regisseur Kai Sehr verpflichtet werden und die Bilder für die Inserate wurden vom Kameramann/Fotografen Kalle Dobrick geschossen. Für die 3D-Komposition der Swiss Power Women der Groupe Mutuel zeichnet Robbie Müller verantwortlich.

Der Spot ist ab 18.3 März on air und die Anzeigen in der Tages-/Sonntagspresse sowie in Magazinen zu sehen.

> Zum Spot

Verantwortlich bei Groupe Mutuel: Olivier Revaz (Leiter Marketing), Serge Grand (Werbeleiter). Verantwortlich bei JWT/Fabrikant:
 Remy Fabrikant (Gesamtverantwortung)
, Andreas Mädler (CD)
, Isabelle Bischoff (AD)
, Cagdas Cakmaktas (Grafik), David Keller (Text)
, Monica Miraldi, Katrin Heinrichs (Beratung)
, Rainer Bühler (Strategie)
, David Guntern (DTP), Lamar Hawkins (Agency Producer), Robbie Müller (3D-Animator), Pablo Kirschke (3D-Support), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung), Kai Sehr (Regie), Kalle Dobrick (DoP/Foto), Michael Kindermann/Snap Film (Production), Roger Koller/Tobias Roesli/online (Postproduction).

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Top der Woche

IAB Switzerland startet Digital-Marketing-Lehrgang

Der Branchenverband der Interaktiven Werbung IAB Switzerland lanciert zusammen mit den Partnern Blick.ch, Goldbach Audience, Google, Microsoft Advertising, NZZ, Publimedia, Swisscom, Tamedia und Trade Doubler in der Schweiz einen neuen Ausbildungskurs. «Mit der neuen Ausbildungsinitiative reagieren wir auf den grossen Bedarf an neuen Mitarbeitern im Schweizer Online- beziehungsweise Digital-Markt. Ich bin sehr froh, dass wir auf eine so grosse Unterstützung der beteiligten Partner zählen können. Sie tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass wir mit dieser Ausbildungsinitiative die Marktbedürfnisse optimal abdecken werden», ist Ueli Weber, Präsident der IAB Schweiz, überzeugt. Der «Digital-Marketing-Lehrgang für Einsteiger» soll den Teilnehmern auf einfache und verständliche Weise die aktuellen Grundkenntnisse des Digital Marketing vermitteln. Er behandelt alle relevanten Bereiche wie Displaywerbung, AdWords-Kampagnen, Mobile Marketing, Bewegtbild, Online-Media-Planung, Social Media und Performance-Marketing. Der Lehrgang besteht aus sieben Modulen, die jeweils einen ganzen Tag dauern. Der erste Kurs startet im April. 
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