Zu guter Letzt: Verhängnisvolle Erleichterung

Im eigenen Garten darf man eigentlich tun und lassen, was man will. Schliesslich ist man ja dort ganz für sich. Dies hatte sich wohl auch der Franzose gedacht, der im Garten einem dringenden Bedürfnis nachgegangen ist. Falsch gedacht.

Denn dummerweise fuhr genau in dem Moment, als er in seinen Garten pinkelte, ein Google Street View-Fahrzeug vorbei – die auf dem Dach montierte, rotierende Kamera selbstverständlich eingeschaltet. Google veröffentlichte die Bilder, der arme Mann wurde dadurch zum «Gespött des Dorfs». Und genau deswegen verlangte er eine Entschädigung von 10‘000 Euro. Doch ein Gericht in Westfrankreich hat die Klage abgewiesen – die Beschwerde sei nicht zulässig, weil sie gegen die französische Filiale von Google gerichtet gewesen sei und nicht gegen das US-Mutterhaus… Und als wäre der Gute nicht schon genug damit bestraft, dass ihm das ganze Dorf beim pinkeln zuschauen konnte, muss er nun auch noch die Anwaltskosten von Google France in Höhe von 1‘2000 Euro zahlen.

Wenigstens war das Foto nach der Anhörung aus dem Internet entfernt worden – nur ein kleiner Trost, aber immerhin. Doch auch wenn das Bild weg vom Netz ist – aus den Köpfen der Dorfbewohner wird es wohl so schnell nicht mehr verschwinden.

(Quelle: Welt.de, Bild: Keystone)
 

Maxomedia: Kampagne für Immoscout24 kreiert

Kreisvier: Kampagne für Clubfestival B Scene kreiert

Ideart macht aktuelle Bademode und Lingerie von Perosa bekannt

SRF: Moderationswechsel bei «Box Office»

Monika Schärer wendet sich neuen Projekten zu und übergibt am Mittwoch, 28. März 2012, die Moderation des Filmmagazins «Box Office» an ihren Kollegen Lory Roebuck.

Monika Schärer wechselte 1994 von DRS 3 zum Schweizer Fernsehen und machte sich als Moderatorin der Kultursendung «Next» bei einem breiten Publikum einen Namen, wie SRF in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Ab 1999 präsentierte sie als Komoderatorin zusammen mit Kurt Schaad «SF Spezial»-Sendungen. 2000 übernahm sie die stellvertretende Redaktionsleitung beim Kulturmagazin «Babylon / Hotel B» und wechselte danach als Moderatorin zur Reisesendung «Einfachluxuriös». Bei «Glanz & Gloria» war sie als Produzentin und Redaktorin tätig. Im April 2007 lancierte das Schweizer Fernsehen das neue Wissensmagazin «Einstein» mit Monika Schärer als Moderatorin. Mit dem Start von «Box Office» am 29. April 2009 kehrte Monika Schärer zur Abteilung Kultur zurück. Für das Filmmagazin berichtete sie von zahlreichen nationalen und internationalen Filmfestivals und moderierte auch «Die lange Nacht des Schweizer Films».

Zukünftig will sich die Moderatorin stärker auf die Arbeit in ihrer Produktionsfirma Topicfilm konzentrieren. Zu ihren neuen Zielen sagt sie: «Nach 22 Jahren im Rampenlicht ist es an der Zeit, nach meiner Ausbildung zum Fiction Producer in meiner eigenen Firma Projekte zu realisieren.»

Ab dem 28. März 2012 wird Lory Roebuck die Nachfolge von Monika Schärer vorerst bis zum Beginn des Sommerprogramms übernehmen. Er ist seit dem Sendeplatzwechsel vom 29. Februar 2012 bereits als Internetexperte Teil der Sendung. In dieser Zeit wird SRF beobachten, wie das Publikum auf die Weiterentwicklung reagiert und «Box Office» gegebenenfalls weiter anpassen.
 

One Show: Alexander Jaggy in die Jury berufen

Grosse Ehre für Alexander Jaggy: Der Kreativchef von Jung von Matt/Limmat ist einer von 56 Kreativen, die in die internationale Jury der 37. One Show berufen wurden.

Es sei das erste Mal, dass einem Schweizer diese Ehre zufalle, so die Agentur in einer Mitteilung. Die One Show gehöre neben dem englischen D&AD zu den härtesten Kreativ-Wettbewerben der Welt und honoriere die besten Arbeiten aus den Bereichen Advertising, Design und Interactive. Jaggy selbst sei 3-facher Pencil-Gewinner bei der One Show.
Letztes Jahr hatte der One-Show-Wettbewerb 12'000 Einsendungen aus über 60 Ländern. Die Gewinner werden an der Creative Week vom 7. bis 13. Mai in New York City ausgezeichnet.

> Alle Jury-Mitglieder im Überblick

 

Wirz: Kampagne «Love Velo – Immer mit Helm» mit Fabian Cancellara

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Allgemein

SFLB: Spannende Fussballberichte im Tages-Anzeiger

Der Tages-Anzeiger ist bei allen Spielen der Axpo Super League hautnah dabei: Per Liveticker auf dem Internet und ausführlichen Spielanalysen in der gedruckten Ausgabe. Dies dramatisiert ein Spot von SFLB.

Diese sind so spannend geschrieben, dass man das Gefühl hat, live dabei zu sein, so die Agentur in einer Mitteilung. Genau diesen Umstand dramatisiert ein neuer Spot, in dem ein Tagileser seine Emotionen nicht mehr verbergen kann. Der Spot wird insbesondere in Fussballstadien und im Internet zu sehen sein.

Verantwortlich bei Tages-Anzeiger: Marcel Tappeiner (Verlagsleiter), Patrick Blajh (Marketing & Kommunikation). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Reto Clement (AD), Simon Smit (Text), Peter Brönnimann (CD), Suzana Kovacevic (Artbuying), Sylvia Kohler (Beratung). Filmproduktion: Who’s McQueen Picture. Regie: Patrick Karpiczenko. Vertonung: Hastings Audio Network.
 

http://vimeo.com/37164615

Stapo Zürich: Facebook- und Twitteraktion ausgewertet

Die Stadtpolizei Zürich nutzt seit November 2011 aktiv Facebook und Twitter im Dialog mit der Bevölkerung. In diesem Zusammenhang führte sie, begleitet von der Fachstelle Social Media Management der HWZ Zürich, Ende 2011 «#stapo24» durch.

Während 24-Stunden berichtete die Stadtpolizei in Echtzeit über 250 Polizeieinsätze und kennzeichnete jede Nachricht mit dem Hashtag «#stapo24». Auf diese Weise konnte die grosse Vielfalt der Polizeieinsätze von jedermann in Echtzeit mitverfolgt werden. Inzwischen wurde die Aktion ausgewertet. Die wichtigsten Kennzahlen sind in der folgenden Infografik zusammengefasst.

> Zur Infografik (PDF)

(Quelle Grafik: Stadtpolizei Zürich/HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich)

> Zu guter Letzt: Zürcher Stadtpolizei setzt auf Social Media
 

Zu guter Letzt: Wikileaks hat einen Nachfolger: Vatileaks

Aus dem Vatikan sind in den vergangenen Monaten immer wieder vertrauliche Dokumente an die Medien durchgesickert. So hat der Vatikan die ganze Veröffentlichungen bereits als «Vatileaks» kritisiert.

Die Bezeichnung «Vatileaks» soll eine Anspielung sein auf die Veröffentlichung geheimer US-Botschaftsdepeschen auf der Enthüllungsplattform Wikileaks. So wurden etwa interne Informationen über ein angebliches Mordkomplott gegen den Papst und das Finanzgebaren der Vatikanbank IOR bekannt. Nun hat der Vatikan umfangreiche Ermittlungen auf allen Ebenen des Heiligen Stuhls eingeleitet. Dies berichtete das Kirchenblatt L'Osservatore Romano am Samstag gemäss SDA auf seiner Internetseite. In einem Interview äusserte sich der Substitut des Päpstlichen Staatssekretariats, Erzbischof Angelo Becciu: «Das Image der Römischen Kurie, das gar zu oft in der öffentlichen Meinung kursiert, entspricht nicht der Realität, die mit Sicherheit deutlich besser ist, auch wenn sie durch die schlimme Unredlichkeit einiger weniger getrübt wird».

Für das «Fiat Lux» ist eine zusätzliche Kommission zuständig: Papst Benedikt XVI. habe eine übergeordnete Kommission ernannt, «um Licht auf die ganze Angelegenheit zu werfen». Warum der Vatikan lieber sein eigenes «Licht» auf die Angelegenheit werfen will, anstatt das der Öffentlichkeit und der Medien, sei dahingestellt.

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Trend-Zeichen: Enzyklopädie verschwindet aus dem Bücherregal

Nach 244 Jahren hat die renommierte Encyclopædia Britannica ihre Printausgabe eingestellt und setzt künftig auf den Online-Vertrieb. Merke: Es gibt ein Leben nach dem Print.

Im Jahr 1990 hatten die Verkäufe des 32-bändigen Nachschlagewerks in den USA mit 120'000 Sets ihren Höhepunkt erreicht. Von der Ausgabe 2010 – es wird die letzte sein – waren nur noch 8000 nachgefragt, vor allem von Bibliotheken, Botschaften, Forschungsinstituten und wohlhabenden Konsumenten mit einem Flair für gebundene Bücher. 4000 Sets blieben bisher unverkauft und warten weiterhin auf Käufer. Auf Amazon.com können die 32640 Seiten für 2019.76 Dollar erworben werden. Allerdings behindern zahlreiche Angebote gebrauchter Ausgaben auf Online-Börsen wie Ebay.com den Absatz.

So wundert es denn nicht, wenn der Buchverkauf nur noch ein Prozent zum Gesamterlös beiträgt. Längst ist neue Konkurrenz im Netz aufgetaucht: 1993 lancierte Microsoft das Multimedia-Lexikon Encarta und vor elf Jahren begann der Siegeszug von Wikipedia. Nun fokussiert das Unternehmen mit Hauptsitz in Chicago voll auf das Online-Geschäft. Hier können Informationen ständig aktualisiert und mit Multimedia-Elementen ergänzt werden. Rund eine halbe Million Kunden bezahlen jährlich eine Zugangsgebühr von 70 Dollar, um von überall her einfach auf zuverlässige Informationen zugreifen zu können. Doch auch dieses Online-Geschäft trägt nur weitere 15 Gewinn-Prozente bei.

Jorge Cauz, Chef der Encyclopædia Britannica, Inc, räumte ein, das Nachschlagewerk sei selbst im eigenen Unternehmen eigentlich längst ein Überrest alter Zeiten. Denn heute verdient das Unternehmen, das nach mehreren Eigentümerwechseln dem diskreten Schweizer Bankier, Investor und Schauspieler Jacqui (Jacob) Eli Safra gehört, das meiste Geld mit innovativen Bildungsprodukten, die zum Teil auf den Lexikon-Inhalten basieren. Seines Wissens sei sein Unternehmen das bisher einzige Medienunternehmen, dem der Wandel vom traditionellen Mediengeschäft in die digitale Welt nicht nur gelungen sei, sondern dabei habe profitabel bleiben und sogar wachsen können, sagte Cauz. Dieser Übergang sei auch nicht schwierig gewesen, denn alle Mitarbeitenden verstünden, dass man sich neu orientieren müsse. Anders als Zeitungen habe man den Einfluss der digitalen Medien schon sehr viel früher zu spüren bekommen und Zeit zum Nachdenken gehabt und gehe nun gestärkt in die Zukunft. (cjw)
 

Keine günstigen Posttarife für drei religiös geprägte Wochenzeitschriften

Die drei Wochenzeitschriften Sonntag, Leben und Glauben sowie das Echo magazine können zumindest vorerst nicht mehr von ermässigten Posttarifen profitieren. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden der Herausgeber abgewiesen.

Die Schweizerische Post hatte vor einem Jahr verfügt, dass den drei Titeln ab Juni 2011 keine ermässigten Beförderungstarife mehr gewährt werden. Als Begründung gab sie an, dass die drei wöchentlich erscheinenden Zeitschriften religiös geprägt seien und damit als Spezialpresse von der Vergünstigung ausgeschlossen seien. Zudem fehle es an der weiteren Voraussetzung der regionalen oder lokalen Ausrichtung. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden der Herausgeber nun abgewiesen. Die Urteile können noch ans Bundesgericht weitergezogen werden. Laut Gericht hat die Post die drei Blätter zwar zu Unrecht der Spezialpresse zugeordnet. Tatsächlich würden die Zeitschriften trotz ihrer religiösen Ausrichtung eine reiche Themenvielfalt aufweisen und zur politischen Meinungsbildung und zum Erhalt einer vielfältigen Presselandschaft im Sinne des Gesetzgebers beitragen.

Bestätigt haben die Richter in Bern allerdings die Einschätzung der Post, dass die drei Titel nicht der Regional- und Lokalpresse zugeordnet werden können und deshalb von der Presseförderung ausgeschlossen sind. Was dieses Kriterium betrifft, könnte sich allerdings schon bald etwas ändern.

Neue Postverordnung in Vernehmlassung

Gegenwärtig läuft nämlich das Vernehmlassungsverfahren zur neuen Postverordnung. Laut Gericht misst diese dem Element «Regional- und Lokalpresse» keine eigenständige Bedeutung mehr zu. Die geplante Änderung könne in den aktuellen Fällen noch nicht berücksichtigt werden, da dies einer unzulässigen Vorwirkung gleichkäme.

In den Genuss der indirekten Presseförderung des Bundes in Form vergünstigter Posttarife kommen Regional- und Lokalzeitungen sowie Publikationen von nicht gewinnorientierten Organisationen. Derzeit stehen dafür rund 30 Millionen Franken zur Verfügung. (SDA)

(Bild: Keystone)

 

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