Für zwei Drittel der Schweizer Unternehmen, Organisationen und Behörden gehört Social Media zum Online-Alltag. Auch wenn 55 Prozent von ihnen erst seit einem Jahr oder kürzer dabei sind und erst die Hälfte eine Strategie formuliert haben: Ziele und Zielgruppen sind klar, drei Viertel führen eine Erfolgskontrolle.
Grossunternehmen sind mit 94 Prozent am stärksten engagiert, wogegen KMU wohl aufgrund beschränkterer Ressourcen zu 56 Prozent dabei sind. Ebenfalls überdurchschnittlich aktiv sind Nonprofit-Organisationen, hier nutzen 73 Prozent soziale Plattformen. Behörden, Verbände und Politik sind zu 56 Prozent aktiv.
Die drei wichtigsten Social-Media-Ziele sind der externe Dialog (86 Prozent der Nennungen), die Pflege von Image oder Reputation (68 Prozent) und das Verbreiten von Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen (62 Prozent). Klar am meisten Aktivität erreicht in der Schweiz Facebook (84 Prozent der Nennungen). Darauf folgen mit ähnlichen Anteilen Video-Plattformen wie YouTube (65 Prozent), Microblogging-Dienste wie Twitter (61 Prozent) und das Geschäfts-Netzwerk Xing (60 Prozent). Bereits an fünfter Stelle wird Google+ genannt (44 Prozent) – obwohl sich das neue Netzwerk erst Ende 2011 für Unternehmensseiten öffnete.
Social Media für Image und Absatz
Über die Hälfte der Befragten schätzt den Aufwand für Social Media höher ein als den Nutzen. Ein Viertel sieht ausgeglichene Anteile, 9 Prozent sehen mehr Nutzen als Aufwand. Die drei wichtigsten Messgrössen für die Erfolgskontrolle sind Besucher auf der eigenen Website (77 Prozent der Nennungen), Likes oder Followers (63 Prozent), Dialog und Teilnahme (51 Prozent). Dass man trotz des hohen Aufwands dabei ist, hat mit der Zukunftseinschätzung zu tun: In den Augen der Befragten wächst die Bedeutung von Social Media für Image und Absatz (56 Prozent der Nennungen «nimmt zu»). Ebenfalls wichtiger werden die Entwicklung von Strategien über alle Bereiche (55 Prozent) und die Integration des neuen Dialogs in bestehende Funktionen (55 Prozent).
Die Studie mit allen Grafiken und internationalen Vergleichen ist frei verfügbar unter Bernet.ch/socialmediastudie.