Mit einem «Flashback in die Steinzeit des Online Marketings», die Zeit in welcher es nur Display Advertising gab, Suchmaschinen unzuverlässige Resultate lieferten und Social Search noch ein vollkommen fremdes Thema war. Während es damals hauptsächlich um den günstigen Einkauf möglichst vieler Einblendungen ging, führte die Einführung des Suchmaschinenmarketings und die damit verbundene Performance-Orientierung zu einem stärkeren Fokus auf Conversions, Leads und konkrete Interaktionen. Soll heissen, dass sich die Beurteilung sämtlicher Online-Marketing-Aktivitäten nicht mehr nur auf die schiere Präsenz der Werbemittel konzentriert, sondern vor allem auf die Aktivitäten, die nach den Klicks auf die Anzeigen folgten.
Mehr zur Session Beyond PPC.
Conversion Optimierung
Bereits im letzten Jahr war Bryan Eisenberg mit seiner Session zur Landingpage-Optimierung ein Highlight und auch 2012 übertraf er alle Erwartungen: Mit neuen Best und Worst Practice Beispielen zeigte er auf, wie sich eine ideale Landingpage zusammenstellt. Dies ist insofern wichtig, als dass die meisten Seiten zwar kein Traffic Problem haben, jedoch ein umso stärkere Schwierigkeiten mit Conversions. Dies kann oft bereits mit einigen wenigen Verbesserungen behoben werden und die Effizienz ihrer Werbeausgaben massiv steigern.
Neben wichtigen Inputs zum operativen Setup und der richtigen Koordination der Optimierungen sprach Eisenberg vor allem über das ideale Zusammenspiel von Relevanz, Value und Call to Action. Relevancy, Value und Call to Action. Nur das ideale Zusammenspiel dieser drei Faktoren mache aus Website-Besuchern neue Kunden.
Mehr zu dieser Session über Landingpage Optimierung und den Conversion-Faktoren.
Vom TKP zum ZKP?
Die Session zur Sichtbarkeit von Display-Anzeigen dürfte vor allem denjenigen, welche nach CPM-Modell Werbung einbuchen, Kopfschmerzen bereitet haben. Gemäss den vorgetragenen Studien finden 30-75% der berichteten Anzeigen-Einblendungen niemals statt. Mit «below-the-fold Impressions» (die Anzeige ist aufgrund der Bildschirmgrösse nicht ohne scrollen sichtbar) oder langsamen Ladezeiten (der User schliesst das Fenster oder klickt auf einen Link, bevor die Anzeige geladen wurde), sind an dieser Stelle gerade mal die zwei häufigsten Gründe dafür genannt worden.
Insbesondere für Endkunden scheint diese Tatsache äusserst relevant und man sollte jeweils sehr genau nachfragen, wie viele der im Tausenderkontaktpreis (TKP) enthaltenen Impressions sogenannte «viewable impressions» waren und wie viele einfach unter dem digitalen Teppich gelandet sind. Um wirklich sicher zu gehen, dass die in der Statistik aufgelisteten Impressions auch tatsächlich beim User angekommen sind, lohnt sich der Einsatz von Software wie beispielsweise Realvu, die gewährleistet, dass eine Impression beim User auch tatsächlich einen bleiben Eindruck hinterlässt.
Social Media Best Practise
Die Automatisierung der Social-Media-Aktivitäten war das zentrale Thema dieser Session am Nachmittag. Neben Tipps zu passenden Tools und Strategien, die eine effiziente Bewirtschaftung der Social Media Profile erlauben, standen vor allem erfolgreiche Strategien zur Interaktion mit bestehenden und potentiellen Neu-Kunden im Zentrum. Grundsätzlich empfiehlt es sich, mit relevantem Content seine eigene Fachkompetenz zu beweisen und mit den Kunden in einen Dialog zu treten.
Die wichtigsten fünf Social Media Strategien hier zusammengefasst.
Offline to Online: Clash of Cultures
Ein wunderbar unterhaltsames Panel boten zum Abschluss des Tages die Vertreter der miteinander verbandelten Agenturen Dentsu und STEAK, Scott Daly und Mark Schwartz. Anstelle einer durchgängigen Präsentation zeigten sie in je einem eingängigen Slide auf, was von einer (Online) Marketing-Agentur und was von deren Kunden zu erwarten ist. Der grosse Rest der Session bestand danach aus einzelnen Fragen («Did search kill all other media?», «Creative types should really just get over themselves already!»), zu welchen sich die beiden Teilnehmer auf ebenso unterhaltsame wie kompetente Art stritten. Unterhaltung und Learnings vom feinsten, wie die Kooperation und Koordination von Offline- und Online-Agenturen funktionieren kann.
Unconferenced: Publikum auf der Bühne
Den Abschluss des zweiten Tages bildete die Black Hat / White Hat Unconferenced Session. Bei Bier und Musik konnten sich die Teilnehmer das Mikrofon schnappen und auf der Bühne ihre Black Hat und White Hat Tipps teilen. Die Suchmaschinenoptimierungsbranche unterteilt sich traditionell in diese beiden Lager: Während die White Hats die Weisungen der Suchmaschinen befolgen und positiv optimieren, verfolgen die Black Hats Strategien im dunklen Graubereich, um ihre Websites ganz nach vorne zu bringen. Entsprechend abwechslungsreich waren die Tipps: Von kreativ-boshaften Wettbewerbsanalysen bis hin zu smarten Videomarketing-Strategien war alles vertreten, was das SEO-Herz begehrt.
Auf dem Programm für den Freitag steht ein Panel zu integriertem Marketing sowie Sessions zu Content Marketing, Ad Optimization und das Zusammenspiel von Social und Search.
Als Extra die fünf wichtigsten Tipps zur AdWords Optimierung.
Webrepublic ist eine Agentur für effizientes Online Marketing und Digitale Strategie. Vom 20. bis 23. März berichtet Webrepublic exklusiv für die Werbewoche live von der SES New York 2012 über die wichtigsten Trends und Entwicklungen im Online- und Suchmaschinen-Marketing.
SES New York: Die Highlights des ersten Tages