Publigroupe startet Partnerschaft mit Media Math

Die Werbevermarkterin Publigroupe hat einen Joint-Venture-Vertrag mit dem deutschen Plattform-Anbieter Media Math unterzeichnet. Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen trägt den Namen Spree 7 und soll so genanntes Real-Time-Bidding anbieten können.

Kunden, die im Internet Werbung betreiben wollen, können mit dem von Media Math eingebrachten Verfahren in Echtzeit um Werbeplätze auf Online-Plattformen bieten. Der Werbeplatz geht dann, wie bei einer gewöhnlichen Auktion, an den Kunden mit dem höchsten Angebot. Damit werde die aufwendige Verhandlung eines Festpreises für eine Platzierung mit einzelnen Webseiten-Betreibern, Vermarktern oder Ad Networks überflüssig, wie die Publigroupe am Freitag mitteilte.
 
Das Unternehmen soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig sein. Die Publigroupe hält 80 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft, Media Math die restlichen 20 Prozent.
 

Renzen Communications gestaltet AKB Geschäftsbericht 2011

«Der Aargau und seine Künstler». So lautet das Motto des Geschäftsberichts 2011 der Aargauischen Kantonalbank, den die Aargauer Werbeagentur Renzen Communications gestaltet hat.

Dafür stehen Kunstschaffende aus dem Kanton Aargau und dem nahegelegenen Olten der Agentur Red und Antwort. In sieben Interviews geben Persönlichkeiten wie der Komiker Peach Weber, der aus Olten stammende Schriftsteller Alex Capus oder die Opernsängerin und Politikerin Barbara Buhofer Einblick in ihr Berufsleben und verraten, was sie in kultureller und persönlicher Hinsicht mit ihrem Kanton verbindet.

Die Leidenschaft, mit der die Künstler sich ihrem Beruf widmen, soll zugleich Ausdruck für das Engagement und die ausgeprägte Kundenorientierung der AKB sein. Auch die Bank gibt sich niemals mit dem Zweitbesten zufrieden und setzt alles daran, ihren Kunden zu jeder Zeit die bestmögliche Leistung zu bieten.

Verantwortlich bei Aargauische Kantonalbank, Aarau: Ursula Diebold (Leiterin Kommunikation), Arthur Schildknecht (Leiter Marketing), Daniel Künzli (Projektleitung). Verantwortlich bei Renzen Communications, Aarau: Marc Tabeling (Leiter Beratung), Hanno Lietz (CD), Achim Kaufmann (AD), Florence Kuhlemeier (Text), Marc Prell (Bildbearbeitung). Fotografie: Jean-Jacques Ruchti.
 

«Quartz» ab 2013 in Genf und Zürich

Ab 2013 findet der Schweizer Filmpreis «Quartz» alternierend in Genf und Zürich statt. Die Kandidatur des Tandems überzeugte das Bundesamt für Kultur mit seinen Standortvorteilen und einem Konzept des kulturellen Austauschs zwischen der West- und Deutschschweiz.

Die nächste Preisverleihung findet am 23. März 2013 im Bâtiment des Forces Motrices BFM in Genf statt. Das Bundesamt für Kultur hat sich im Wettbewerb um den künftigen Austragungsort des Schweizer Filmpreises «Quartz» für ein Städte-Tandem entschieden: Aus drei überzeugenden Dossiers wurde das Projekt Genf-Zürich ausgewählt. Ab 2013 findet somit der Schweizer Filmpreis alternierend in Genf und Zürich statt.

Der Kanton Genf, die Stadt Genf und die Stadt Zürich gründen zu diesem Zweck einen Verein und verpflichten sich zu einem vierjährigen Engagement mit Option zur weiteren Fortsetzung. Das Bundesamt für Kultur tritt als Veranstalter der Preisverleihung auf, in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG und Swiss Films. Partner sind die Schweizer Filmakademie und die Solothurner Filmtage.

Mit den alternierenden Austragungsorten soll der kulturelle Austausch zwischen der West- und Deutschschweiz gefördert und die Synergien im Bereich der Filmproduktion und -kultur verstärkt werden.
 

Blue Spirit Ping Pong – Neuer Kreativdirektor

Die Kreativ-Agentur Ping Pong wird per 1. April vollumfänglich in die Blue Spirit integriert. Der ehemalige Partner Daniel Comte wird ebenfalls per 1. April zu Blue Spirit wechseln und wird als Executive Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung den zukünftigen Kurs der Blue Spirit aktiv mitgestalten.

Mit Daniel Comte an der Spitze der Kreation wird Blue Spirit einen weiteren grossen Schritt zur angestrebten Positionierung machen. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Man wolle die erfolgreich geschaffenen Disziplinen Trademarketing, Advertising und Online Marketing festhalten und sich als Full Service Kommunikationsagentur am Schweizer Markt behaupten und weiter wachsen.
 

APG|SGA Mountain: Ford Kuga setzt zum Höhenflug an

Die APG|SGA Mountain konnte in Zusammenarbeit mit der Ford Motor Company Switzerland eine Werbekampagne im Zentralschweizerischen Engelberg-Titlis realisieren. So begleitet Ford Kuga nun die Skifahrer auf der ganzen Strecke.

Direkt an der Talstation, mittels Einstieg in die Gondelbahn, holt Ford Kuga die Skifahrer ab und begleitet diese auf dem gesamten Weg bis zur Station Trübsee. Durch die Präsenz mit insgesamt 150 Werbestickern, verteilt auf 75 Gondeln kommt der Skifahrer bereits beim Start in einen Skitag mit Ford Kuga in Berührung. Angekommen auf dem Jochpass trifft man auf das Bärghuis, welches ein zentraler Dreh- und Angelpunkt im Skigebiet Engelberg-Titlis ist. Das Zeltdach der Bar wurde mit 6 Sticker, welche das Ford Logo enthalten, gebrandet.

Macht man es sich draussen auf der Terrasse gemütlich, hat man einen atemberaubenden Blick auf die wunderschöne Bergkulisse der Zentralschweiz. Dort fällt der Blick auf das eigens für Ford eingerichtete Big Poster an der Aussenfassade der Bergstation Jochpass.

Das Highlight dieser Kampagne wurde direkt mit dem Helikopter eingeflogen. Ein original Ford Kuga Fahrzeug, welches für einen Monat auf einem Podest aus Schnee zwischen der Bergstation Jochpass und dem Bärghuis platziert wurde. Das für diese Aktion zusammengestellt Promotionsteam überraschte die Skifahrer mit give aways, alkoholfreiem Punsch und einem Wettbewerb.

Die Umsetzung dieser Kampagne wurde durch die Zusammenarbeit zwischen dem Kunden Ford Motor Company Switzerland, der Werbeagentur Ogilvy & Mather, kinetic worldwide Switzerland, den Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis, dem Bärghuis Jochpass sowie der APG Mountain realisiert.

DAPD übernimmt französischsprachigen Dienst von Associated Press

Die deutsche Nachrichtenagentur DAPD wird den französischsprachigen Dienst von Associated Press AP mit Sitz in Paris übernehmen. Auch die französischsprachige Redaktion von AP in der Schweiz ist von der Übernahme betroffen.

Zusammen mit AP Frankreich erwirbt die DAPD auch die weltweiten Rechte der französischsprachigen AP-Dienste. Dies gab die DAPD-Gruppe am Donnerstag gemäss SDA in Berlin bekannt. Nach eigenen Angabe ist die DAPD, nach dem Kauf von AP Deutschland im Dezember 2009, nun der grösste AP-Partner weltweit. Den Preis, den die DAPD der US-amerikanischen Associated Press für deren Ableger in Frankreich zahlt, wurde nicht bekanntgegeben.
 
Nun wollen die neuen Eigentümer von AP Frankreich den Inlanddienst zu einer flächendeckende Berichterstattung ausbauen. Der DAPD-Verwaltungsratspräsident Martin Vorderwülbecke liess sich im Communiqué dahingehend zitieren, dass der erfolgreiche Zusammenschluss von DDP und AP Deutschland das Unternehmen darin bestärkt habe, in Frankreich ähnliche Schritte zu machen.
 
Zu AP Frankreich gehört auch die Westschweizer Redaktion von AP. Für sie arbeiten in Lausanne und Bern gegenwärtig insgesamt sechs Journalisten.
 

Wechsel an der Führungsspitze der Jungfrau Zeitung

Die Jungfrau Zeitung soll dank einer neuen Redaktionsorganisation noch besser werden. Zudem verlegt die Gossweiler Media ihre lokale und multimediale Newsplattform künftig von Interlaken und nicht mehr von Brienz aus.

Das Unternehmen hat seine Expansionspläne in Zürich zurückgestellt und wird sich nun mit ganzer Kraft auf den Mikrokosmos Jungfrau fokussieren. Cornelia Nussbaum heisst die neue Frau der Jungfrau Zeitung. Sie wird ab dem 1. April 2012 Chefredaktorin und gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung bei der Gossweiler Media. Das Verlagshaus sei überzeugt, dass Cornelia Nussbaum die richtige Führungspersönlichkeit ist, um die lokale und multimediale Newsplattform noch einmal zu verbessern, heisst es in einer Mitteilung der Jungfrau Zeitung.

Die gebürtige Oltnerin war zuletzt als Redaktorin bei der ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung tätig und stand als angehende Co-Chefredaktorin in der Führungsverantwortung. Die mittlerweile aus wirtschaftlichen Gründen eingestellte ONZ basierte auf der gleichen Technologie und erschien nach dem selben Konzept wie die Jungfrau Zeitung. Vor ihrer Zeit bei der ONZ leitete Cornelia Nussbaum die Stadtressorts bei der Wilerzeitung im Kanton St. Gallen und beim Oltner Tagblatt. Darüber hinaus sammelte sie bei der Aargauer Zeitung und dem Blick redaktionelle Erfahrung.

Mit der Wahl von Cornelia Nussbaum zur Chefredaktorin verabschiedet sich die Zeitung vom bisherigen Co-Chefredaktoren-Modell und vollzieht eine Umstrukturierung. Neu eingeführt wird eine fixe, zweiköpfige Dienstredaktion am Newsdesk. Dies ermögliche es den Redaktoren, vermehrt als Reporter tätig zu sein und mehr Zeit in die Recherche eigener Geschichten zu investieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die beiden bisherigen Chefredaktoren Samuel Günter und Beat Kohler verlassen die Jungfrau Zeitung. Beide haben in den letzten Jahren das Konzept der multimedialen Newsplattform vor allem im Online-Bereich vorangetrieben.
 

Advico Y&R: Immer mit Rückenwind unterwegs

Sportplausch Wider in Wallisellen hat Ende März die grösste Ausstellung für Elektro-Bikes eröffnet. Für die begleitenden Werbemassnahmen hat Advico Young & Rubicam ein Sujet entwickelt, das den Vorteil eines Elektrobikes schnell und schön auf den Punkt bringen soll.

Die Schlagzeile: «Immer Rückenwind. Mit den E-Bikes von Sportplausch Wider.» Das Visual mit den nach vorne wehenden Haaren ist ab sofort auf diversen Flyern, Ladenpostern und sogar als Schaufensterpuppe zu sehen.

Verantwortlich bei Sportplausch Wider: Peter Wider (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bie Advico Young & Rubicam: Markus Gut (CCO), Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Matthias Kadlubsky (AD), Markus Rottmann (Text), Paolo Emmanuele (Fotograf), Stephan Riederer, Pixelpolish (Bildbearbeitung).
 

Cédric Wermuth als Kolumnist bei Dieperspektive

Der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth ist ab sofort neuer Polit-Kolumnist bei der Zürcher Monatszeitung Dieperspektive. Er wird in der monatlichen Kolumne seine persönliche Meinung zu politischen Themen äussern.

Dieperspektive ist die lesergenerierte Monatszeitung für Kultur, Kunst und Politik. Da die Leser zugleich die Journalisten sind, ergibt sich monatlich ein Mix an verschiedenen Themen.
 

Suchmaschinenmarketing-Aktivitäten besser kontrollieren und führen

Um Suchmaschinenmarketing effizient zu betreiben, ist man auf Daten zum Ranking, zur Keyword-Nachfrage sowie zum Mitbewerberverhalten angewiesen. Doch das Aufbereiten dieser Daten ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

Da greift man lieber auf Tools zurück. Ein solches Tool ist Sistrix (www.sistrix.ch), das seit anfangs Jahr solche Daten für die Schweiz aufbereitet. Sistrix ermöglicht es, auf Knopfdruck das Ranking einer Website einzusehen, neue Keywords zu entdecken oder das Mitbewerberverhalten zu verfolgen. Um diese Daten zur Verfügung zu stellen, prüft Sistrix wöchentlich über eine Million Top Keywords bei Google.ch. Dem Benutzer stehen fünf verschiedene Module (SEO-, Universal Search-, SEM-, Link- & Monitoring-Modul) zur Verfügung – die Nutzung jedes Moduls kostet 100 Euro pro Monat.

Lassen Sie uns auf das SEO- und SEM-Modul etwas näher eingehen. Das SEO-Modul liefert alle wichtigen Performance-Daten der Website in den organischen Suchresultaten. Es präsentiert das Ranking der eigenen Website unter populären Keywords, auch im Mitbewerbervergleich, und deckt Nischen auf, die noch nicht besetzt sind. Für die tägliche Arbeit ist das Tool von Nutzen, da Veränderungen im Ranking oder des Konkurrenzumfeldes zeitnahe erkannt werden. Zu beachten ist, dass keine eigenen Keywords eingegeben werden können, man muss sich mit dem Sistrix-Keyword- Universum zufrieden geben. Darum ist das SEOModul kein Ersatz für den Ranking Report.

Das SEM-Modul ist das Pendant zum SEO-Modul für AdWords-Kampagnen. Der Nutzen für Ad- Words-Kampagnenbetreiber liegt sicher bei den Mitbewerberdaten. Bisher war es fast nicht möglich zu erkennen, welche Keywords die Mitbewerber für ihre AdWords-Kampagne einbuchen und mit welchen Argumenten sie werben. Die Reaktionszeiten auf Strategieveränderungen der Konkurrenz waren entsprechend lange. Der Wert des SEM-Moduls liegt ganz klar bei der zeitnahen Mitbewerberbeobachtung und dem Aufdecken von attraktiven Keywords für die eigenen AdWords. Das SEM-Modul ist aber auch beim Aufsetzen einer neuen AdWords-Kampagne von Vorteil: Es vereinfacht die Keyword-Evaluation sowie das Entwickeln von kompetitiven Textanzeigen. Mit den beiden Modulen ist man schon sehr gut bedient, zumal sich die Analysemöglichkeiten nicht nur auf die eigene Website beschränken. Jede URL, auch die der Mitbewerber, kann analysiert werden. Das vereinfacht das Entwickeln von neuen Strategien und Möglichkeiten im Suchmaschinenmarketing. Sistrix ist ein ideales Instrument für nicht allzu spezialisierte Unternehmen, da die Million Keywords, die das Tool abdeckt, eine gewisse Popularität und Nachfrage voraussetzen. Das Tool entlastet den Suchmaschinenmarketing-Verantwortlichen von aufwändigen, zeitraubenden Recherche-Arbeiten und hilft ihm, sich auf das Optimieren der Conversion, das Aufdecken von Nischen und die Kontrolle der Mitbewerber zu fokussieren, was die Sistrix- Monatsgebühren mehr als kapitalisiert. Imre Sinka
 

Frontwork realisiert Messestände für Helsana

Das Werbetechnikunternehmen Frontwork hat einen Pitch gewonnen für die Konzeption und den Bau von drei Messeständen für Helsana. Gefordert war ein skalierbarer Stand, der auf Flächen von 10m² bis 30m² eingesetzt werden kann.

Frontwork überzeugte Helsana durch eine kreative und modular konzipierte Lösung, die zugleich praktikabel und im vorgegebenen Budgetrahmen realisierbar war. Die Werbetechniker der Frontwork planten und bauten die drei Messestände der Helsana von A bis Z – von der Konzeption über das Design und die 3D-Visualisierung bis zur Produktion der Standelemente.
 

Gmx.ch lanciert Zürcher Verkaufsbüro

United Internet Media will als führender Anbieter digitaler Medien in Europa in die Eigenvermarktung von GMX.ch in der Schweiz einsteigen. Matthias Ehrlich verantwortet diese Vermarktung der konzerneigenen Portale.

WW: Welche Strategie steckt hinter der neuen Eigenvermarktung von GMX.ch?
Matthias Ehrlich: Hier folgen wir dem Erfolgsbeispiel von GMX.at, das wir zu Beginn des Jahres 2011 ebenfalls in die Eigenvermarktung genommen haben. Wenn wir als Publisher in Zukunft in der Lage sein wollen, unsere Leistung, die in Redaktion und Services besteht, weiterhin erbringen zu können, müssen wir unsere Portale auch gut monetarisieren können. Wir müssen dafür sorgen, dass die Vermarktung mit einem möglichst grossen Anteil der Wertschöpfung weiterhin zu uns läuft. Sonst können wir uns in den eigenen Ländern nicht mehr als lokale europäische Internetindustrie gegen die Vorteile behaupten, welche die globalen Player haben. Somit ist die Eigenvermarktung oder die Publisher- nahe Vermarktung unser Kerngedanke.

Wo sehen Sie eine konkrete Bedrohung?
Wer seine Vermarktung zum Beispiel an Google gibt, der füttert ein weltweites System von Leuten, die zwischenhandeln, nachhandeln und unterhandeln, wo viele Leute Geld verdienen. Aber meine Redakteure, Serviceleute, Programmierer und Produktmanager, die all das gebaut haben, bekommen nichts. So werde ich irgendwann mal nicht mehr in der Lage sein, meine Services zu leisten. Das ist eine Grundüberzeugung von uns. Deshalb haben wir extrem viel in die Eigenvermarktung investiert. Wir haben in Deutschland die grösste Online-Eigenvermarktung, die es in Europa gibt, für digitale Medien. Für GMX.at haben wir innerhalb von drei Jahren den unter den Top-Playern zweimal zum besten gewählten Vermarkter aufgebaut. In der Schweiz wollen wir jetzt dasselbe machen.

Was ist konkret geplant?
Wir wollen unser Portal «helvetisieren» und dafür vor allem eine eigene Schweizer Redaktion auf- und ausbauen. Wir sind mit GMX.ch schon seit langen Jahren hier. Aber offen gesagt haben wir redaktionell noch nie ein wirklich schweizerisches Angebot aufgezogen. Wir haben die Schweiz informiert, wenn Bayern München gegen Leverkusen gespielt hat oder Frau Merkel etwas Neues sagte. Ich weiss nicht, wie viele Schweizer das interessiert hat. Aber sie haben unseren E-Mail-Service toll gefunden und sind damit bei GMX.ch geblieben.

Was fanden sie toll?
Ich denke, dass wir eines der besten E-Mail-Services haben auf dem europäischen Kontinent. Wir sind ja in vielen Ländern der Erde. Wir schlagen in den grossen Märkten USA, England und Frankreich regelmässig die E-Mail-Services von Mitbewerbern wie Hotmail oder Google von der Qualität her.

Wieso?
Wir haben zum Beispiel den schnellsten E-Mail- Client, der auf dem Weltmarkt ist. Von den grossen muss man sagen. Denn eine grosse Menge digitaler Postfächer heisst ja auch: Der Aufwand ist gross. Dazu sind wir auch sehr innovativ, wie wir Features ausbauen.

Wie wird das in der Schweiz aussehen?
Wir haben eine spezifische Schweizer Redaktion aufgebaut. Wir haben eine Chefredakteurin angestellt und bauen nun die Inhaltsangebote rund um den E-Mail-Dienst von GMX.ch systematisch aus. Die Nachrichten sind in Zukunft Schweizer Nachrichten. Ebenso das Wetter. Der ganze Lokalisierungsservice wird stückweise mit Schweizer Unternehmen vereinbart. Wir wechseln zu Dienstleistern vor Ort und bauen die Integration so aus, dass man in einem Jahr beim Surfen auf unser Portal das Gefühl hat: Ich bin auf einem Schweizer Portal.

Wo befindet sich diese Redaktion?
Die gesamte Redaktion ist vorderhand noch in Deutschland. Bestimmte Themen liefern wir von dort auch auf unsere Portale in Indien, Russland, USA. Das ist das Schöne am Internet. Für die Vermarktung schieben wir aber kontinuierlich Kollegen in die Schweiz und wollen in drei Monaten in Zürich mit einem eigenen Verkaufsbüro starten.

Wie wichtig ist der Schweizer Markt?
Der Schweizer Markt ist sehr interessant. Wir haben hier eine Reichweite von 13 Prozent auf Monatsbasis sowie 700'000 Nutzer. Dazu passiert in der Schweiz gerade etwas, was für die Vermarktungsstruktur e x t r e m wichtig ist. Verschiedene Mitbewerber schliessen sich zusammen. Das ist ein wichtiger Schritt. Die einzelnen Verlage können nicht Gegner sein, wenn globale Player die nationale Wer t schöpfung ausser Landes ziehen und uns dann das Geld fehlt, um eine eigene Redaktion aufzubauen.

Interview: Andreas Panzeri
 

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