Komet gewinnt Mandat von Bundesamt für Umwelt

Im Zuge einer Konkurrenzpräsentation beim Bundesamt für Umwelt Bafu, konnte sich Komet für das Mandat «Kommunikation der Renaturierung von Gewässern» erfolgreich gegen seine Mitstreiter durchsetzen. Die Agentur wird sämtliche kommunikativen Massnahmen realisieren.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um die kommunikative Unterstützung der Umsetzung des geänderten Gewässerschutzgesetzes, das seit dem 1. Januar 2011 in Kraft ist. Dieses sieht vor, dass Fliessgewässer und Seen in der Schweiz naturnaher gestaltet werden müssen und legt definierte Massnahmen fest. Komet unterstützt das Bafu im Dialog mit allen beteiligten Organen wie Kantone, Gemeinden, Umweltschutzorganisationen und Verbänden. Dabei sollen die ausführenden Stellen mit Material zur Schaffung von Transparenz und Verständnis für die geplanten Schritte ausgestattet werden.
 

Best of Swiss Web: Ehrenpreis für Internet-Pionier

Im Rahmen der zwölften Best of Swiss Web Award Night werden zahlreiche Trophäen für Schweizer Web-Projekte überreicht. Darüber hinaus erhält jährlich eine Person den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.

In diesem Jahr wird Beat Schmid, ehemaliger Professor für Informationsmanagement an der Universität St. Gallen HSG, mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. «Er hat die Schweizerische Internetbranche geprägt wie kaum ein zweiter. Schon früh hat er die künftige Bedeutung der neuen Infrastruktur erkannt und die Bereiche Wissensmanagement, elektronische Märkte, E-Business und neue Medien ins Zentrum seiner Forschungstätigkeiten gestellt» heisst es in der Begründung der Jury.

Beat Schmid wurde 1987 zum Professor für Informationsmanagement an der HSG berufen. 20 Jahre lang hat er die renommierte Hochschule St. Gallen für 20 Jahre lang vor allem als Internet-Pionier geprägt. Bereits als der CERN-Mitarbeiter Tim Berners-Lee durch das Konzept des «Hyperlinks» die theoretische Grundlage des heutigen Internets legte, erkannte Schmid die revolutionäre Bedeutung dieser Idee und gründete 1989 das Institut für Wirtschaftsinformatik. Früher als die meisten war Schmid von der Bedeutung des Internets als tragende Infrastruktur der Zukunft überzeugt. Er betrieb intensive Forschung im Bereich der Wissensrepräsentation und des Wissens- und Kommunikationsmanagements. Aktuell schreibt der Wissenschaftler an einem Buch über den Einfluss des Internets als Informationsträger: «Die Frage ist, was passiert, wenn diese neue Art der Information zum bestimmenden Rohstoff in der Gesellschaft wird. Sie können das mit der Situation vergleichen, als Metalle zum neuen Rohstoff wurden. Das wirkte sich auf der technologischen, der kulturellen und auf vielen anderen Ebenen des Gesellschaftssystems aus» so Schmid.
Im letzten Jahr wurden die Swissquote-Gründer Marc Bürki und Paolo Buzzi mit dem Ehrenpreis gewürdigt. 2010 erhielt Cern-Mitarbeiter und Internet-Miterfinder Robert Cailliau diese Auszeichnung. Ein weiteres Jahr zuvor durfte Christian Wanner den Ehrenpreis entgegennehmen. Als Mitbegründer und Geschäftsführer von LeShop gehört er zu den grossen Pionieren des Schweizer E-Commerce.

Die Best of Swiss Web Award Night 2012 findet am 29. März 2012 im Kongresshaus Zürich statt.
 

Werbewoche verlost drei Jahrbücher der Werbung 2012

Tausend Ideen zwischen zwei Deckeln - Der 49. Band des Jahrbuchs der Werbung ist erschienen. Neben gut 450 Arbeiten werden die Megaphonsieger mit ihren prämierten Einreichungen ausführlich vorgestellt.

Wer uns eine Mail an [email protected] schreibt, nimmt an der Verlosung teil und kann ein Jahrbuch der Werbung gewinnen. Einsendeschluss ist der 13. April.

Im 49. Band des Jahrbuchs der Werbung wird der Verlauf des Werbejahres 2011 in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe genommen genauso wie die Kampagnen, von denen man 2012 einiges erwarten darf. In zahlreichen Infografiken werden die Werbeinvestitionen und -umsätze der vergangenen fünf Jahre zum Vergleich dargestellt, ebenso die wichtigsten Kreativrankings 2011. Ein weiterer Themenschwerpunkt sind die Porträts der Newcomer-Agentur (Brawand Rieken) und der Agentur des Jahres (Kolle Rebbe) sowie ein Interview mit Euro RSCG-Chef Andreas Geyr.
 

Habegger expandiert nach Österreich

Der Eventdienstleister Habegger hat einen neuen Standort in Wien. Dieser wurde in Kooperation mit Media Production Partner MPP gegründet.

Habegger ist spezialisiert auf mediale Events, mediale Architektur, Film/TV sowie Venue Service. Der neue Standort bei Wien kann jederzeit auf das Know-how der über 40 verschiedenen Berufsarten aus Habegger Regensdorf zurückgreifen. «So kann ich meinen bestehenden Kunden eine zusätzliche Bandbreite von Leistungen anbieten», meldet Tibor Fehle, Geschäftsführer der Habegger mit Sitz in Mödling.
 

Aufgespiesst: Des Professors zierliche Handschrift

Karl Lüönd erinnert sich an Prof. Dr. Werner Weber, den vormaligen Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung.

Manchmal tauchte seine hohe Gestalt vor unse¬rem Fenster auf, dann wussten wir: Unser Nachbar, der Professor, war wieder am Auftanken. Einige Male nahm er die Einladung zum Tee an. Prof. Dr. Werner Weber, Ordinarius für Literaturkri-tik an der Universität Zürich und vormaliger Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung, besass in unserer entfernten Nachbarschaft einen bescheidenen Landsitz. Es war sein Elternhaus, wie er mit Stolz zu betonen pflegte, denn Werner Weber stammte aus einfachen Verhältnissen. Wenn wir im Herbst Rehe jagten, stellten wir immer einen Schüt¬zen «bi de Frau Wäber obe» an, dort ist heute noch der Hauptwechsel; so abgelegen ist das Häuschen. Dank Werner Weber erfuhren auch Hermann Hesse und Paul Celan, wo Schottikon liegt.

Wenn ich an ihn denke, fällt mir ein, welch riesige Distanz das Journalistengewerbe zurückgelegt hat, nicht nur technisch, von der Bleisatzkultur zum digitalisierten Textmanagement, sondern auch intellektuell. Die beiden Wege müssen gegenläufig verlaufen sein. Die Technik wurde immer komplexer, indem sie sich in die Redaktionen vorschob: Die Nachfolger des Werner Weber müssen sich nicht nur mit den Inhalten auseinandersetzen, sondern auch mit der Form. Die journalistischen Berufsbilder dagegen haben sich so weit ausdifferenziert, dass eine publizistische Instanz wie Weber heute schon gar nicht mehr denkbar wäre.

Sinnfällig wird dieser Unterschied in den Briefen, die Weber schrieb und empfing. Thomas Feitknecht hat sie in einer unendlichen Geduldsarbeit zusam-mengetragen, geordnet und kommentiert (Werner Weber. Briefwechsel des Literaturkritikers aus sechs Jahrzehnten, Verlag NZZ). Das Buch ist ein einziges, unnostalgisch nüchternes Besinnungsstück auf den Zeiten- und Wertewandel und eine Erinnerung an die Jahre zwischen 1939 und 2000. Weber – immer mit der Füllfeder, in seiner zierlichen Handschrift und manchmal auf kleinen Kärtchen, was so gut zu seiner sorgsamen Wortwahl passte – führte Korrespondenz mit Hermann Hesse, Thomas Mann, Nelly Sachs, Paul Celan und immer wieder mit Max Frisch; die beiden rieben sich aneinander. Damals verschickte der Feuilletonredaktor an die Autoren noch Separat¬drucke von den Buchbesprechungen; bei Weber verliess keiner das Redaktionsbüro ohne einen respekt¬vollen, individuellen Gruss. Als Hermann Hesse einmal 250 Separata eines ihm gewidmeten Artikels bestellte, war Werner Weber so verlegen, dass er zu¬rück fragte, ob es denn damit wirklich seine Richtigkeit habe.

Webers Brieffreunde waren aber auch Autoren wie Otto F. Walter, Ludwig Hohl, Walter Matthias Diggelmann, Hans Boesch, Hermann Burger, Gertrud Leutenegger, Adolf Muschg… damals alles junge Leute, die Dialog und Ermutigung brauchten. Dass er die einen mochte und den anderen nicht über den Weg traute, war das eine. Das andere aber war die fürsorg¬liche Neugier, mit der er sich immer wieder nach dem Fortgang des Schaffens erkundigte. Auf Fragen gab er Rat, und fast immer war er der erste Leser. Sein Echo hatte eine unnachahmlich elegante Form: eine Mi¬schung aus redlicher Offenheit und höflicher Zuwen¬dung. Die Autoren, auch die linken, die die NZZ eigentlich nicht mochten, erlebten in ihrem einsamen Geschäft des Schreibens dieses liebevolle forschende Interesse als Wohltat.

Umbruchtechnisch war man damals rührend un¬beholfen. Einer der Autoren, der sein grosses Werk für den Abdruck in Fortsetzungen einrichten sollte, schrieb: «Was ich gerne erfahren würde: Ob Sie diese Kapitel en block (!) für geeignet halten, ferner wieviel Fortsetzungen das etwa bedeuten würde, oder wie viele MS-Seiten etwa eine Fortsetzung ergeben.» Weber war das egal, dafür hatte er seinen Metteur. Dafür antwortete er dem Autor: «Beim Wiederlesen ist meine Bewunderung nicht nur gefestigt, sondern gesteigert worden. Wissenschaft – Intuition – Gestaltung bei Ihnen in Einem, als sei’s Natur – und ist doch höchste Gewissensleistung….» Der Brief ging an Golo Mann, der Vorabdruck betraf den «Wallenstein».

Feitknechts überaus sorgfältig edierter Briefband ist Teil einer imaginären Bibliothek über den Wandel der publizistischen Kultur in diesem Land: eine starke Erinnerung an wunderbar altmodische Persönlichkeiten und Arbeitsstile, als es noch keine A- und B-Post gab und die Redaktorenbriefe nicht auf dem Mailserver gelöscht, sondern archiviert wurden, weil sie so zauberhaft waren, dass sich das Aufbewahren und Wiederlesen heute noch lohnt.

 

Gruner + Jahr: Nach Medienkrise wieder auf Kurs – Ausbau in Indien

Der europäische Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr hat im letzten Jahr höhere Papierpreise sowie die Konjunkturkrise in Spanien zu spüren bekommen. Zwar legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht von 2.26 Milliarden. auf 2.29 Milliarden Euro zu, der Gewinn hielt aber nicht Schritt.

So sank das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT auf 233 Millionen Euro. Im Vorjahr lag das EBIT noch bei 260 Millionen. Dies teilte der Verlag gemäss SDA am Donnerstag in Hamburg mit. Das Ergebnis sei auch von Investitionen in die digitale Strategie sowie der Einführung neuer Titel im In- und Ausland belastet worden. Es blieb ein Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau von 160 Mio. Euro.

Im Ausland hat der Verlag neben China auch Indien in seinen Fokus gerückt. Mehrheitlich beteiligt er sich dortan einem der führenden Digitalvermarkter, Networkplay Media. Der Einstieg in den nach Verlagsangaben «strategischen Wachstumsmarkt» war mit der Mehrheitsübernahme des Verlagshauses Maxposure im August 2011 gelungen. In Spanien wurde ein rückläufiges Ergebnis verzeichnet. Mit dem Deutschland-Geschäft zeigte sich Konzernchef Bernd Buchholz nach der Medienkrise sehr zufrieden. Die Anzeigen- und Vertriebserlöse hätten leicht um 1.7 Prozent zugelegt.
 

Like: Mobile Recruitment

Smartphones und Tablets bieten immer mehr Möglichkeiten, um alltägliche Dinge unterwegs erledigen zu können: Lebensmitteleinkäufe tätigen, e-Banking, Flüge buchen und Zugbilletts lösen sind nur einige davon. Von Manuel P. Nappo, Leiter Fachstelle Social Media Management HWZ.

Es erstaunt daher, dass sich die Rekrutierung im mobilen Bereich noch nicht durchgesetzt hat, obwohl der elektronische Bewerbungsprozess mittlerweile in fast allen Unternehmen gang und gäbe ist. Arbeitgeber nutzen zwar Social-Media-Plattformen, um ihre Ausschreibungen zu platzieren und aktiv Employer Branding zu betreiben, aber eine mobile Revolution lässt noch auf sich warten. In der Schweiz surfen rund 2,5 Millionen Personen auf mobilen Geräten im Internet. Dass diese Nutzerzahlen zukünftig noch weiter ansteigen werden, ist unbestritten.

Erste Ansätze sind meist in Form von QR Codes zu sehen, welche auf eine Webseite mit der Stellenausschreibung weiterleiten. Auch einige Apps existieren, diese bieten aber kaum Mehrwert, lediglich eine Verlinkung auf die Webseite des Unternehmens. Mehr als diese doch eher unbefriedigenden Lösungen bieten Arbeitgeber wie beispielsweise Pepsico, Sodexo, Autodesk und die Deutsche Telekom. Sie alle haben eine eigene App für die potenziellen Arbeitnehmer lanciert und bieten neben Jobausschreibungen teils auch interaktive Möglichkeiten. Dass man sich auch direkt über die App für eine Stelle bewerben kann, ist leider noch nicht bei allen möglich, das Bestreben, dies zu integrieren, ist jedoch gross.

Bei der Deutschen Telekom verlinkt man auf das persönliche Xing-Profil und kann so in relativ kurzer Zeit von einem mobilen Gerät eine Bewerbung abschicken. Für die Unternehmen ist eine eigene Rekrutierungs-App ganz klar auch ein Zeichen von Innovation und beeinflusst das Employer Branding entsprechend. Besonders im Kampf um «Top Talents » kann eine App besonders technisch affine und junge Studienabgänger erreichen. Intel setzt für den Rekrutierungsprozess intern eine mobile Lösung ein. Um das ganze Prozedere effizienter zu gestalten, sind die HR-Mitarbeitenden an Messen und Konferenzen mit einem iPad unterwegs und tragen zusammen mit den Bewerbern sämtliche Daten direkt in das mobile Gerät ein. So kann einerseits der sonst übliche Papierkrieg umgangen werden, die Kandidaten erhalten 25 Mal schneller eine Antwort, und andererseits spart Intel damit jährlich über 500 Arbeitsstunden ein. Eine Mobile-App, über welche die Bewerber ihre Angaben gleich selber eintragen können, sei in Entwicklung.

In der Schweiz haben die Verkehrsbetriebe Zürich zusammen mit Prospective als eines der ersten Unternehmen der Schweiz den Schritt ins Mobile Recruiting gewagt. Über eine mobil-optimierte Seite kann man sich direkt für eine ausgeschriebene Stelle bewerben. Nebst den Personalien und drei Gründen für die Bewerbungen kann man noch das LinkedIn- und Xing-Profil angeben und sich so relativ unkompliziert für einen Job bewerben.

Die niederländische Werbeagentur Muse geht aber noch weiter. Sie lassen die Bewerber nämlich gleich ein Assessment machen, um zu sehen, ob sich diese wirklich für den Job eignen. Als App wird auf die weit verbreitete und bekannte «Drawsome» zurückgegriffen. Der Aufbau ist sehr spielerisch, Ziel ist es, zum jeweiligen Wort, das auf dem Bildschirm erscheint, ein Bild zu zeichnen. Die Agentur schaut sich dann die Zeichnungen an und wird das Internship der kreativsten Person anbieten.

Mobile Recruiting wird sicherlich in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Um für Arbeitnehmer und -geber in gleichem Masse nützlich zu sein, benötigt es jedoch noch einige Optimierungen. Dass eine Bewerbung direkt vom mobilen Gerät möglich ist, wird für den Erfolg unabdingbar sein. Der ganze Prozess muss von einem Gerät aus möglich und benutzerfreundlich aufgebaut sein. Für Unternehmen ist es elementar, dass der Rekrutierungsprozess mit allen Systemen und Geräten nahtlos funktioniert, denn nur so kann die Effizienz gesteigert werden. Muse geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, was im Bereich der Interaktion noch alles möglich ist. Assessments, die in den Bewerbungsprozess integriert sind und direkt vom mobilen Gerät aus gemacht werden können, haben durchaus Potenzial, sich als Bestandteil der Rekrutierung durchzusetzen.

Zurzeit scheint die Vorstellung, eine Bewerbung über ein Smartphone abzusenden, noch etwas seltsam. Aber erst vor wenigen Jahren war es auch noch undenkbar, eine formelle Bewerbung via E-Mail an den Arbeitgeber zu senden. Heute bevorzugen die meisten HR-Abteilungen elektronische Bewerbungen. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich Mobile Recruitment weiterentwickelt.
 

Rod: Sergio, Benoît und Beat nicht mehr allein im Zug

Die Agentur Rod hat das Image der SBB verjüngt. Neu sind auch Frauen und Kinder Teil der SBB-Kampagne.

Mit dem weiterentwickelten Corporate Design und der Kommunikationsplattform «unterwegs zuhause» will die SBB den Anspruch spürbar machen, dass die Kundinnen und Kunden gut aufgehoben sind und gut ankommen. Die Kampagne «unterwegs zuhause» soll sowohl den Trend nach erhöhter Mobilität auf wie auch das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit aufnehmen, so die Agentur in einer Mitteilung. Die SBB hat sich in einem mehrstufigen Pitch für dieses Konzept entschieden. «Unterwegs zuhause» begleitet nun die Kommunikation der SBB in allen Divisionen.

Das Corporate Design wurde von der Basler Agentur New ID weiterentwickelt. Die
Konzernfarbe Rot wird stärker gewichtet. Ein Zugfenster als neues grafisches Element sorgt zusammen mit der neuen SBB Bildwelt, welche Menschen im Bahnumfeld zeigt, für mehr Dynamik. Dieses Corporate Design wird nun mit der von Rod Kommunikation entwickelten «unterwegs zuhause»- Kampagne sichtbar gemacht. Diese wird in den kommenden Tagen lanciert und kommt mittelfristig in allen Bereichen der SBB zum Tragen.

Die Printsujets (Foto: Jonathan Heyer) sollen zeigen, worum es bei der SBB wirklich geht: Nämlich nicht nur, Kunden von A nach B zu bewegen, sondern Platz für eine Auszeit zu haben oder Raum für wertvolle Begegnungen zu haben. Der TV-Spot (Regie: Marco Lutz, Kamera: Markus Hürsch, Produktion: Shining Pictures) begleitet eine Protagonistin mit optisch spektakulären Match-Cuts auf einer Reise durch Orte und Begegnungen, welche die SBB ausmachen. «Mit der Kampagne wollen wir ein authentisches Bild der SBB und keine polierte Werbewelt vermitteln» erklärt Stefan Nünlist, Leiter Kommunikation & Public Affairs bei der SBB. So wurde bei der Entwicklung Wert darauf gelegt, die SBB so zu zeigen wie sie wirklich ist – etwa, dass es zu Stosszeiten auch vorkommen kann, dass nicht alle Fahrgäste einen Sitzplatz finden, aber auch dass sie ein Ort ist, wo Begegnungen und alltägliche Rituale stattfinden.

Auf jedem Printsujet und im TV-Spot sind fast ausnahmslos Mitarbeitende als Statisten zu sehen. Und für den Kampagnensong «Welcome Home» (Komposition: Roman Camenzind) liehen die 22-jährige Sachbearbeiterin Selina Beyeler und der 53-jährige Lokführer Hanspeter Zweifel nach einen internen Casting ihre Stimme. Der Song wird nun auch als Single veröffentlicht – am Freitag, 30. März wird dieser unter dem Interpretentitel «Selina & Hanspeter» bei den gängigen Downloadportalen erhältlich sein.

Der Kampagne ist eine grosse interne Lancierung vorausgegangen, um die Mitarbeitenden auf den Fokus der Kunden- und Serviceorientierung zu sensibilisieren. Ein eigens produzierter Kurzfilm (Regie: Humbi Entress) sollte etwa vor Augen führen, welchen Beitrag die Mitarbeitenden des Unternehmens für das «unterwegs zuhause»-Gefühl der Kundinnen und Kunden leisten. Sequenzen aus dem TV-Spot werden darin mit Szenen aus dem Arbeitsalltag aus zahlreichen Bereichen der SBB unterschnitten – von der Disposition über die Rangierarbeit bis hin zur Bahnhofspolizei.

Verantwortlich bei der SBB: Stefan Nünlist (Leiter Kommunikation & Public Affairs), Jan-Hendrik Völker-Albert (Leiter Strategie & Steuerung, Kommunikation), Reto Meissner (Leiter Marketing-Kommunikation, Personenverkehr), Eliane Tschudi (Projektleiterin Marketing-Kommunikation, Personenverkehr), Andreas Niederhauser (Leitung Marketing, Immobilien), Franziska Pasqua (Medienplanung), Ruedi Blankschön (Leiter Markenführung & Markenerlebnis), Lukas Staudenmann (Leiter Corporate Identity), Peter Zürcher (Projektleiter CD). Verantwortlich bei Rod: Sandro Breu, Regula Fecker, Oliver Fennel, Michael Kathe, Pablo Koerfer, Andrea Lacher, David Schärer, Jasmin Schmid, Vanesssa Zwinselman, Tom Zürcher. Regie: Marco Lutz. Regie Mitarbeiterfilm: Humbi Entress. Filmproduktion: Shining Pictures. Fotografie: Jonathan Heyer. Musik: Roman Camenzind (HitMill). Webagentur: Maxomedia. Verantwortlich bei New ID: Heiko Klemme (Managing Director), Christian Bannholzer (Creative Director), Michael Diebold, Kai Pitschmann, Robert Wesseler (Senior Designer).
 

Ex-UBS-Mediensprecher gründet PR-Agentur

Der ehemalige UBS Mediensprecher, Axel Langer, macht sich als PR- und Kommunikationsberater selbstständig. Er war von 2000 bis 2008 Mediensprecher für die UBS in Zürich und Basel tätig.

Langer Public Relations, mit Sitz in Freiburg/Deutschland, wird sich auf Unternehmen und Finanzinstitute in der Deutschschweiz und in Baden-Württemberg konzentrieren. Daneben bildet Human Resources-Kommunikation – das heisst die externe Kommunikation von Personalthemen, die interne Kommunikation zu den Mitarbeitenden und das Personalmarketing – das dritte Tätigkeitsgebiet von Langer Public Relations.

Vor seiner Zeit bei der Großbank war Langer Pressesprecher beim Verband der Metall- und Elektroindustrie für Baden-Württemberg. Langer verlies die UBS während der Finanzkrise 2008, um ein Sabbatical zu nehmen.
 

Zur Sache: Medienvielfalt

Mein Editorial der letzten Ausgabe hiess «Zwängerei ». Für diejenigen, die es nicht gelesen haben: Es ging wieder einmal um das Dauerbrenner-Thema Presseförderung. Ein Thema, das vor allem von den Links- und Mitteparteien immer wieder gebracht wird.

Das Argument ist immer das gleiche: das Zeitungssterben und damit die gefährdete Medienvielfalt. Für die Herren und Frauen Nationalräte scheint die Sache klar zu sein. Die Motion der Staatspolitischen Kommission, die vom Bundesrat rasch neue Modelle zur staatlichen Presseförderung fordert, wurde mit 51 Prozent Ja-Stimmen verabschiedet, 44 Prozent waren dagegen und 5 Prozent enthielten sich der Stimme.

Dass sich diese Haltung nicht mit der unserer Leserinnen und Leser deckt, war zu erwarten. Deren Verdikt war so eindeutig wie noch nie. 93 Prozent meinten, dass Direktzahlungen an die Medien immer auch einen Eingriff in die publizistische Freiheit zur Folge hätten und deshalb abzulehnen seien. Nur gerade 7 Prozent waren der Ansicht, dass Direktzahlungen eine gute Massnahme seien, da die Branche ihre Probleme selbst nicht lösen könne.

Warum diese Diskrepanz? Es wäre billig, zu sagen, dass unsere Politiker abgehoben am Volke vorbei entscheiden. Es ist viel schlimmer. Einige wissen einfach nicht, um was es geht. Andere wissen es sehr wohl, aber sie lassen sich ihre Intentionen dadurch nicht kaputt machen. Der Staat soll bitte schön die Medien an die Kandare nehmen, sie kontrollieren und damit den Bürger vor sich selbst schützen. Gewissermassen Meinungsprävention. Und das alles unter dem Deckmantel der Qualitätssicherung.

Etwas geht immer wieder vergessen: Gewisse Politiker und Medienkritiker sprechen immer von einer Gefährdung der Medienvielfalt. So einfach ist die Sache aber nicht. Es gab zwar in den letzten Jahren einen Rückgang von sogenannt unabhängigen Zeitungen, aber gleichzeitig gab es eine Vielzahl von neuen Medien. Und auch die Vielfalt war noch nie so gross. Medien wie Radio, Lokalfernsehen, Internet- Newsportale, Blogs, Twitter etc. tragen heute ebenfalls zur politischen Meinungsbildung bei. Dass nur die klassische Tageszeitung diese Aufgabe erfüllen kann, ist eine rückwärts gerichtete Betrachtungsweise von Leuten, die nicht begriffen haben, dass das Informationsverhalten der Bürgerinnen und Bürger sich halt geändert hat, ob es ihnen nun passt oder nicht. Der heutige Mediennutzer entscheidet selbst, welche Medien er für seine Meinungsbildung nutzen will. Die Tagespresse ist eines davon. Förderung braucht diese nur durch bessere Rahmenbedingungen, nicht durch eine direkte Presseförderung.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

«Award für Marketing + Architektur»: Nominierungen sind bekannt

Die Jury des «Award für Marketing + Architektur» hat entschieden und 24 Objekte zur Preisverleihung nominiert. In acht Kategorien werden am Freitag, 20. April 2012 im KKL Luzern die Sieger präsentiert.

An der Awardverleihung werden Kategorien- und Hauptsieger vorgestellt. Alle nominierten Beiträge werden mit kurzen Animationsclips dem Publikum präsentiert. Zum Wettbewerb wurden insgesamt 64 Projekte eingereicht.

Am Jurytag vom 13. März 2012 wurde entschieden, die Kategorie «Büro- und Geschäftshäuser» getrennt von der Kategorie «Industrie- und Gebäudebauten» auszuzeichnen. Zudem hat die Jury die Kategorie «Öffentliche Bauten, Spitäler, Bahnhöfe, Schulhäuser, Parkanlagen, Hafenanlagen» mit der Kategorie «Kulturbauten, Museen, Kinos, Theater, Opern, Kunsthäuser» zusammengeführt.

Die 8 Wettbewerbs-Kategorien
1. Büro- und Geschäftshäuser
2. Industrie-und Gewerberäumlichkeiten
3. Warenhäuser, Läden, Kundencenters, Flagship-Stores
4. Hotels, Restaurants, Bars, Residenzen
5. Messebau, Prototypen, Showrooms, temporäre Bauten, Pavillons usw.
6. Öffentliche Bauten, Spitäler, Bahnhöfe, Schulhäuser, Parkanlagen, Hafenanlagen, Kulturbauten, Museen, Kinos, Theater, Opern, Kunsthäuser
7. Sport- und Wellnessanlagen, Bergbahnen
8. Spezialpreis «Beste Team-Leistung»

Alle Nominierten hier

Master of Swiss Web 2012: «Bahnhof im Internet» Sbb.ch

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB sind die klaren Sieger der diesjährigen Best of Swiss Web-Awards. Ihr «Bahnhof im Internet» Sbb.ch gewann die meisten Awards des Abends und sicherte sich den Titel «Master of Swiss Web 2012».

Auch das Schweizer Radio und Fernsehen SRF hatte Grund zur Freude: Zwei Gold-Awards und einmal Bronze gewann ihre Webdok «360° Langstrasse». Als Master of Swiss Web feiern die SBB gemeinsam mit den beauftragten Agenturen Unic, Namics und Maxomedia ihren Erfolg bei den zwölften Best of Swiss Web Awards. Ihre Website Sbb.ch setzte sich gegen 11 weitere Kandidaten um den Master-Titel durch und gewann zusätzlich noch 6 Kategorien-Awards (4x Silber, 2x Bronze). Die Übersichtlichkeit und Nutzerorientiertheit der Website hoben die Jury und die abstimmenden Nutzer dabei ganz besonders hervor.

Insgesamt acht Projekte gewinnen Gold

Neben SRF, die sich über zweimal Gold für die «360° Langstrasse» (umgesetzt von Hinderling Volkart) freuen darf, wurden sechs weitere Projekte ebenfalls mit einmal Gold in den jeweiligen Kategorien ausgezeichnet.

In der Kategorie Technology, bei der die technische Qualität und Performance der Projekte im Vordergrund steht, gewann Joiz für Joiz.ch Gold. Umgesetzt hat diese Website die Agentur Liip. Die Migros-Tochter Ex Libris siegte zusammen mit den Agenturen Acommit und Neolution in der Kategorie Business Efficiency für den besonderen Beitrag zur unternehmerischen Wertschöpfung.

Als beste Digital Performance Campaign wurde «Date Nina» ausgezeichnet. Das Projekt wurde von der Stiftung Road Cross in Zusammenarbeit mit Ogilvy Interactive realisiert. In der Kategorie Digital Branding Campaigns ging Graubünden Ferien zusammen mit Jung von Matt / Limmat für ihre Kampagne «Graubünden: Einbündnerung» als Sieger vom Platz. Gold in der Kategorie Public Affairs gewann Myswitzerland.com von Schweiz Tourismus und umgesetzt von Eyekon und Pixeltex. Das Projekt Laax & Flims Mobile der Mountain Vision wurde mit Gold in der Kategorie Usability mit Gold ausgezeichnet. Realisiert wurde die Mobile Applikation von der Firma Unic.

Spezialkategorie «Silver Surfer: Ctrl, Alt, Delete?»

Den Sonderpreis in der Spezialkategorie «Silver Surfer: Ctrl, Alt, Delete?» gewann die Sonova Holding für «Sonova: Life Sounds Good». Betreut wurde diese Projekt von der Notch Interactive.

Die Laudationes der Jurys zu den einzelnen Goldgewinnern sowie die Namen der Silber- und Bronzegewinner sind auf der Website Bestofswissweb.ch zu finden.

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