RSS Medienschule: Neuer Ausbildungs- und Redaktionsleiter für Bereich Video

Stefan Pulfer übernimmt die neugeschaffene Stelle des Ausbildungs- und Redaktionsleiters «Video» bei der RSS Medienschule. Er wird die Kursteilnehmer im redaktionellen Tagesgeschäft betreuen und an der Entwicklung des Ausbildungsangebots mitwirken.

Pulfer war im Personalwesen tätig und Ausbildungsverantwortlicher bei DHL Switzerland. Seit drei Jahren ist er bei Tele Top als VJ und Moderator tätig.

Die RSS Medienschule bietet beim Ausbildungssender Toxic.fm seit über zehn Jahren Radiolehrgänge an. Ab Februar 2013 erweitert sie nun ihr Angebot und bietet erstmals auch einen Videolehrgang an (Werbewoche.ch berichtete).
 

Die doppelte Werbebuchhaltung

Beat Hürlimann ist Werber und Creative Strategist für Social-Media-Kampagnen. Er berichtet in der Werbewoche exklusiv über Erkenntnisse aus Werbung und Social Media. Heute geht es um die Klärung der 50-Prozent-Frage Henry Fords.

Die meisten Unternehmen praktizieren eine Art doppelte Werbebuchhaltung. Sie trennen ihre Massnahmen in solche zur Imagepflege mit klassischer Werbung und in solche zur Erzielung von Verkaufsabschlüssen mit Online-Werbung. Dazu werden Kampagnen, Budgets und ganze Abteilungen doppelt geführt. Weshalb eigentlich? Schliesslich leben wir in einer Wirtschaftskrise. Bereits Henry Ford, Mitbegründer des modernen Marketings, war der Meinung, man könne sich 50 Prozent der Marketing-Ausgaben sparen. Ganze Generationen beschäftigen sich seither mit der 50-Prozent-Frage. Jetzt sind wir an der Reihe. Und die Vorzeichen, es endlich herausfinden zu können, stehen besser als auch schon. Denn die Verlagerung des Meinungsbildungsprozesses in die digitalen, mobilen und sozialen Kommunikationskanäle ermöglicht die Offenlegung der Entscheidungsfindung beim Kauf. Und zwar lückenlos vom ersten Kontakt bis zum finalen Kaufentscheid. Lassen Sie mich die 50-Pozent-Sparfrage anhand der aktuellen Krankenkassenwerbung erläutern. Herbstzeit ist Vertragszeit. In den Fachabteilungen der Kassen herrscht aktuell grosses Akquisitionsfieber. Die Kassen haben realisiert, dass sich die Kunden neue Informationsquellen zugelegt haben. Online-Portale beispielsweise. Der Online-Chef einer grossen Kasse präsentierte anlässlich einer Online-Werbeveranstaltung Performance-Zahlen der aktuell landesweit laufenden Kampagne. Er zeigte die Anzahl Vertragsabschlüsse auf und aus welchen Medienkanälen die Impulse kamen. Generell waren trotz breit gefächertem Medieneinsatz nur wenige Abschlüsse zu verzeichnen. Gemessen wurde auch die Performance des 30-Sekunden- Spots. Der Spot enthielt keine Hinweise, die dem interessierten Zuseher den Weg zu weiterführenden Informationen angeboten hätten. Eine Webadresse beispielsweise. Man trenne eben Image- und Abschlussziele konsequent, meinte der Online-Chef achselzuckend. Die Werbeabteilung, die getrennt von der Online-Abteilung operiere, habe so entschieden. Bei SF1 brachte es der 30-Sekunden-Spot nach einer Woche Primetime auf vier Abschlüsse. Die Performance-Messung fand erstmals statt, und man darf gespannt sein, für welche Werbemassnahmen sich die Versicherung 2013 entscheidet. Zurück zur Wirtschaftskrise. Die Ansage lautet, mit weniger Mitteln mehr Wirkung erzielen. Dabei gibt es ein paar halbwegs erprobte Anwendungen, aus denen sich fünf Regeln ableiten lassen.

Regel 1 – Integrierte Wirkung setzt integrierte Organisation voraus.

Doppelte Kampagnen- und Abteilungsführung treiben die Kosten in die Höhe und bremsen die Wirkung in den Keller. TV-dominierte Imagewerbung und Online-dominierte Handlungs- und Abverkaufswerbung sollten deshalb nicht weiter als getrennte Organisationseinheiten geführt werden. Wenn eine Fusion nicht sofort auf Ebene Abteilung möglich ist – Menschen hängen an ihren Gärtchen – so doch, indem Sie ab sofort voll integrierte Performance- Kampagnen fahren und sich dafür behelfsmässig in Projetgruppen bereichsübergreifend zusammenschliessen.

Regel 2 – Nach fünf Kontakten ist Schluss.

Nach drei bis maximal fünf Kontakten sollten Sie die Empfänger Ihrer Werbebotschaft erreicht haben. Alles drüber ist vergebene Kontaktmühe und viel zu teuer. Dies ergibt eine Studie des amerikanischen Marktforschungsinstituts Edelman. Haben Ihre Stakeholder nach fünf Kontakten Ihre Message noch immer nicht gesehen oder verstanden, so liegt das am Inhalt, der nicht interessant genug ist, an der Verbreitung, die nicht präzise genug erfolgt, oder an der Kreation, die über zu wenig Impact verfügt. In den Worten von Rivella-CEO Erland Brüngger tönt die Sorge um fehlende Kontakteffizienz folgendermassen: «Werbemässig ist die grosse Herausforderung, die Konsumenten von morgen in einem immer heterogener und medial komplexer werdenden Umfeld überhaupt noch zu erreichen.» Wenn Sie also Menschen zum Krankenkassenwechsel oder Rivella- Trinken bewegen wollen, so müssen Sie sie nicht zehnmal mit derselben Werbung ansprechen. Sie müssen sie möglichst wenige Male zur richtigen Zeit mit dem richtigen Anreiz konfrontieren.

Regel 3 – Das persönliche Erlebnis steht im Vordergrund.

Die jährlich durchgeführte Studie des renommierten Reputation Institute liefert den Beweis, dass die direkte persönliche Erfahrung eines Stakeholders mit einer Marke stärkster Beziehungstreiber ist. Deshalb muss das oberste Ziel jeder Massnahme darin bestehen, den Menschen ein persönliches Marken- oder Produkterlebnis zu ermöglichen. Der Gegenentwurf zum authentischen Erlebnis ist die konstruierte Werbebotschaft. Der Wert von Werbeversprechen ist heute für jeden in Echtzeit mit Erfahrungsberichten von Käufern verifizierbar. Persönliche Erlebnisse hingegen bedürfen keiner weiteren Überprüfung seitens des Empfängers. Der Wert positiver Erfahrungsberichte ist mit keiner noch so teuren und aufwändig inszenierten Marketingbotschaft aufzuwiegen.

Regel 4 – Botschaften müssen erzählbar sein.

Haben Sie schon erste Retweets gelandet? Es ist ein tolles Gefühl, wenn sich Ihre Twitterbotschaft mittels Retweet unter den Followern einer Drittperson verbreitet. Es gibt aktuell kaum eine effizientere Form der Kommunikation. Vorausgesetzt, Ihr Retweeter verfügt über einige Follower, die für Sie als potenzielle Käufer, Mitarbeitende oder Kapitalgeber in Frage kommen. «Kein einziger Werbefranken, aber viele überraschende Storys», wird in der MK-Ausgabe 10/12 am Beispiel der Marke Freitag gezeigt. Die Taschen aus Recycling-Material versprühen «Poesien der Fernstrassen», und sie haben «ein Vorleben, das sie einzigartig macht». Wie lautet Ihre «Freitag-Story »? Wer jetzt denkt, erzählerische Werbesubstitute wären trendigen Marken mit urbanem Publikum vorbehalten, unterschätzt den eigenen Markenfundus gewaltig. Am besten, man hört sich bei der eigenen Kundschaft um. Diese liefert in der Regel die schönsten Erfolgsgeschichten zum Weitererzählen.

Regel 5 – Der Mehrwert ist die Schoggi auf dem Guetzli.

Mögen Sie Guetzli von Kambly? «In einem Umfeld zunehmender Austauschbarkeit, Regulierungsflut und Anonymität sehnen sich die Konsumenten nach klar differenzierten, glaubwürdigen und authentischen Angeboten mit erkennbarem Mehrnutzen », lässt sich Oscar Kambly in Promarca zitieren. Sie können alle Register des modernen Marketings ziehen, alle hier aufgeführten Regeln befolgen und dennoch kläglich scheitern. Dann nämlich, wenn Sie Ihren Stakeholdern keinen Mehrnutzen im Sinne von Oscar Kambly in Aussicht stellen. Die Arbeit am Mehrnutzen ist ein Teamwork über alle Abteilungsgrenzen hinweg. Er entsteht in Zusammenarbeit von Produkteentwicklern, Produktmanagern, Verkäufern, Marketern und anderen. Mit einem überzeugenden Mehrwert haben Sie die 50-Prozent- Frage Henry Fords zur Hälfte gelöst. Sind Sie noch bei 50 Prozent oder nähern Sie sich bereits der Optimalausgabe? Ihre Strategien, Taktiken und Massnahmen zur Effizienzsteigerung interessieren mich. Bringen Sie sich mit Ihren Ansichten auf www.huerlimanncc.com ins Gespräch.

Beat Hürlimann

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Neue Partnermitglieder bei Perikom

Axxaris, ein schweizweites Netzwerk von Kommunikationsspezialisten und Organisationsentwicklern sowie Standing Svation, spezialisiert in der Konzeption, Realisation und Ausführung von Events, Kongressen, Incentives und Visual Communication mit Sitz in Zürich sind neu Partnermitglieder des Fachvereins Perikom.

Damit zählt der Verein gemäss Mitteilung elf Partnermitglieder. Diese führen regelmässig Abendveranstaltungen zum Erfahrungsaustausch von Personal- und Kommunikationsverantwortlichen durch.
 

Ringier Print im INCQC

125 Zeitungstitel aus 28 Ländern erhalten die Mitgliedschaft im International Newspaper Color Quality Club (INCQC). Ringier Print hat sich diese Auszeichnung mit der Druckqualität von Blick nun bereits zum siebten Mal geholt.

Mit dieser Club-Mitgliedschaft gehört Ringier Print für die Jahre 2012 bis 2014 zu den ausgewählten Zeitungsdruckern, die im internationalen Vergleich die höchsten, qualitativen Ansprüche hinsichtlich Druck-Ergebnissen erfüllen. Der Qualitätsdruck-Wettbewerb International Newspaper Color Quality Club wird seit 1994 in zweijährigem Rhythmus von Wan-Ifra ausgerichtet.Im Rahmen der World Publishing Expo in Frankfurt hat Kurt Hegele, Leiter der Zeitungsproduktion, das Zertifikat entgegengenommen.

Seit 2010 ist Ringier Print ebenfalls Mitglied des «Star-Club». Alle Zeitungsdruckereien, die mindestens fünf Mal erfolgreich am INCQC-Wettbewerb teilgenommen haben, werden in diesen Club aufgenommen.
 

Models nach Mass

Jung, alt, dick, dünn, klein, gross, mit Locken oder Glatze. In Werbung und Kommunikation sind die unterschiedlichsten Charaktere gefragt. Gefunden werden sie von Agenturen wie Streetcasting.ch.

Begonnen hat alles damit, dass Andrea Sponring für befreundete Fotografen nach passenden Models gesucht hat. Auf der Strasse, im Tram oder Zug hielt sie nach jenen Menschen Ausschau, die nicht in den herkömmlichen Agenturkarteien zu finden waren. Ein Weitspringer zum Beispiel oder eine chinesische Geschäftsfrau. Immer häufiger engagierten Fotografen – und alsbald auch Agenturen – die Mikrobiologin als Streetcasterin, sodass sie sich schliesslich dafür entschied, ihr Angebot auszubauen. 2005 gründete die gebürtige Österreicherin in Basel ihre Modelagentur Streetcasting.ch. Es war ein Start im Kleinformat. «Die erste Website habe ich selber programmiert», erzählt Sponring, die nebenbei als Stylistin arbeitet. Mittlerweile verfügt Streetcasting.ch, heute in Zürich beheimatet, über einen Pool von etwa 1000 Laienmodels: Kinder, Teenager, Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, Aussehens und Herkunft. Sogar ganze Familien – inklusive Haustiere – können über die Modelagentur gebucht werden.

Begehrt: Business-Typ zwischen 35 und 50

In bestimmten Bereichen ist die Kartei so gross, dass Sponring und ihre beiden Back-Office-Assistentinnen bei einer Anfrage die passenden Personen gleich herausziehen können. Ein grosses Angebot besteht bei jungen Frauen und Männern, die häufig gar nicht erst gesucht werden müssen, sondern sich in Eigeninitiative bei Streetcasting.ch bewerben. Insbesondere Studentinnen wollen sich mit Modelaufträgen einen Zusatzverdienst sichern.

In anderen Segmenten muss Sponring selber aktiv werden und die einem Profil entsprechenden Modeltypen über Streecasting, via Onlineportale oder über ihr Beziehungsnetzwerk ausfindig machen. Senioren zum Beispiel sind schwierig für Modelaufträge zu begeistern. Nicht Senioren per se, sondern solche, die dem Bild entsprechen, das die Werbung von ihnen vermitteln möchte. «Rüstig» sollen sie sein, «trotzdem wie Senioren aussehen.» Immer auf der Suche ist Sponring auch nach Business- Männern mittleren Alters. Ein Typ, der gerade momentan stark nachgefragt wird. Überhaupt gebe es Trends. Manchmal erhält Sponring viele Anfra- gen für Teenies, dann sind wiederum eher ältere gefragt. Im Moment seien es vor allem die 35- bis 50-Jährigen.

Auf der Suche nach diesen gefragten Typen erlebt die Stylistin immer wieder Überraschungen. «Fragen Sie doch Jüngere», bekommt Sponring oftmals zu hören, wenn sie einen Senior als Model rekrutieren will. «Viele Leute haben Mühe, sich im Alter noch als attraktiv zu sehen.» Bei jüngeren Männern passiert es ihr dagegen nicht selten, dass ihre Anfrage missverstanden wird. «Einige meinen, das sei eine Flirt-Masche.»

Manchmal erhält Sponring besonders knifflige oder exotische Aufträge. So war vor einiger Zeit zum Beispiel ein südindischer Ruderer gefragt. Den sollte die Stylistin in der Schweiz finden. Gar nicht leicht. Der Pool passender Anwärter (südindische Abstammung und dann auch noch rudertauglich!) ist erstens überschaubar und zweitens müssen die Kandidaten, so sie denn gefunden sind, den Modelauftrag auch noch annehmen. Die Stylistin kapitulierte. «Ich sagte, es sei wohl einfacher, das Fotoshooting direkt in Südindien aufzunehmen.» Während Streetcasting.ch früher vor allem von Fotografen oder deren Repräsentanten angefragt wurde, wollen heute Agenturen die Models vermehrt selber buchen. Einige suchen die Kandidaten direkt über einen Filter auf der Website. Männlich oder weiblich? Haare: blond, dunkel, rot, grau oder Glatze? Statur: schlaksig, normal, muskulös oder gross? Andere Kunden überlassen es der Agentur, Vorschläge zu unterbreiten.

Der Alleskönner versus der Spezielle

Für einige Projekte vermittelt Sponring nur die Models, bei anderen wird sie darüber hinaus als Stylistin dazu gebucht. Ein Vorteil, denn sie kennt die Models persönlich und kann abschätzen, welche Kleidung passen könnte, für welche Szenerie sich ein Typ eignet. Da gibt es die Allrounder, die verschiedene Rollen besetzen können, «vom Grillmeister über den Businesstyp zum Snowboarder zum Vater». Andere wiederum scheinen für eine besondere Rolle bestimmt. Einem Mann aus der Kartei gelingt es zum Beispiel perfekt, den Papst zu verkörpern, wie die Stylistin erzählt. Dafür wird er immer wieder gebucht.

Ihre Funktion bei Streetcasting.ch beschreibt Sponring als Dolmetscherin, die zwischen Fotografen beziehungsweise Agenturen und den Models vermittelt. Die meisten der Laienmodels wissen nicht, was auf sie zukommt, wenn sie zu einem Auftrag gehen. Die Stylistin bereitet sie auf ihren Einsatz vor, erklärt ihnen, worauf sie achten müssen, aber auch, wofür ihre Fotos verwendet werden, wann und wo sie erscheinen. «Die Models wissen immer, was mit ihren Fotos passiert», betont sie. Nicht zuletzt muss die Stylistin das Vertrauen der Laien gewinnen und Unsicherheiten beseitigen. Zwar wüssten viele dank TV-Casting-Shows heute etwas besser Bescheid. «Was ein Casting ist, weiss mittlerweile jeder. Und niemand bezahlt wohl mehr 5000 Franken für ein Casting in der Annahme, danach als Model durchzustarten», scherzt sie. Dass einige Menschen allerdings nach wie vor bereit sind, für zweifelhafte Angebote Geld zu bezahlen, zeigen Zertifikate bedeutungsloser Modelkurse, die Sponring hin und wieder von Bewerbern zugeschickt bekommt. Bei Streetcasting.ch müssen die Kandidaten für die Aufnahme in die Kartei und die Castings nichts bezahlen. Geld erhalten sie, wenn sie für ein Projekt gebucht werden.

Die Begegnung mit den Laienmodels ist denn auch das, was für Sponring die Faszination des Berufs ausmacht. In einer Agentur mit professionellen Models zu arbeiten, reizte sie nicht. «Ich arbeite mit den unterschiedlichsten Leuten zusammen. Mal vermittle ich einen Lokführer aus Biel, dann wiederum einen Szenen-DJ aus Basel. Das ist das Spezielle am Beruf.»

Isabel Imper

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Stadt Zürich vergibt Konzessionen für Plakatflächen

Vier Firmen werden sich in den nächsten sechs Jahren die öffentlichen Plakatflächen in der Stadt Zürich teilen. Gemäss den Ausschreibungskriterien geht die Nutzung der rund 1400 kommerziellen Plakatflächen an die Meistbietenden.

Insgesamt haben sich sechs Unternehmen um die Bewirtschaftung der kommerziellen, kulturellen und politischen Plakatstellen beworben. Der Stadtrat hat die Plakatpacht im öffentlichen Grund vergeben, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Vier Lose gehen dabei an die Allgemeine Plakatgesellschaft APG. Zwei Loste erhält Clear Channel Schweiz. Die Einzelstandorte wurden der APG, der Clear Channel Schweiz, der Glattal Media und der Publicitas vergeben.

Bei den insgesamt 417 städtischen Kulturplakat-Stellen wurde das wirtschaftlich günstigste Angebot berücksichtigt. Dieses geht an die Clear Channel Schweiz. Mit den neuen Verträgen kann die Stadt Zürich die jährlichen Einnahmen in den Jahren 2013 bis 2018 im Vergleich zu 2011 um rund 33 Prozent auf rund 2,6 Millionen Franken steigern. Die kostenlose politische und behördliche Plakatierung und auch die vergünstigten Plakatierungsmöglichkeiten im Weltformat F4 werden weitergeführt.

Im Rahmen der Ausschreibung wurden rund 200 Plakat-Stellen im öffentlichen Grund abgebaut. Dies entspricht 10 Prozent des gesamten Volumens. Diese Plakatstellen seien werbetechnisch wenig interessant und würden auch den ästhetischen Anforderungen nicht mehr genügen.

In den vergangenen sechs Jahren hatten sich zwei Firmen die Plakatflächen in der Stadt Zürich geteilt. (SDA)
 

Zu guter Letzt: Hangout mit Gölä und Google+

Gölä Fans, welche kein Ticket für das Konzert «Ängu u Dämone» im Hallenstadion ergattert haben, können das Konzert heute Donnerstag live und gratis auf Google+ mitverfolgen. Der Gig wird als Hangout on Air auf dem Google+ Account von Gölä ab 20 Uhr gezeigt.   

Fans loggen sich mit einem Google+ Account auf Plus.google.com/+Gölä ein und sind ab 20 Uhr live mit dabei. Ein Hangout ist eine Videokonferenz, an der bis zu zehn Personen zeitgleich kommunizieren können, egal ob von zu Hause aus, am Computer oder unterwegs mit der mobilen Google+ App. Ein Hangout kann «On Air» geführt werden. Damit  wird der Hangout live auf YouTube übertragen und kann so von jedermann weltweit mitverfolgt werden.

Bastian Baker, die Klitschko Brüder sowie diverse international bekannte Persönlichkeiten wie US-Präsident Obama oder der Dalai Lama sind bereits auf diesem Wege mit ihren Fans in Kontakt getreten. Nun schwebt auch Göläs Göläs «Schwan so wiss wie Schnee» über die Bühne. Hier kann man live dabei sein.

Wirz: Neue Spots für Pretuval im Kasten

Der Pharmakonzern Bayer Schweiz hat die Zürcher Agentur Wirz beauftragt, eine Kampagne für Pretuval Filmtabletten zu kreieren. Die Kampagne soll betonen, dass diese sich besonders zur Einnahme im Büro eignen.

Wer sich mit einer Grippe zur Arbeit schleppt, denkt sich: «Schlimmer kann es nicht kommen.» Doch falsch gedacht. Es geht schlimmer, viel schlimmer – denn Grippesymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen oder Niesen können einem viel mehr Ärger einhandeln, als man sich vorstellen kann. Dies zeigen die drei neuen TV-Spots in jeweils nur sieben Sekunden. Darin sieht der Zuschauer, was die genannten Symptome alles anrichten können.

Verantwortlich bei Bayer Schweiz: Luca A. De Vito (Head of Marketing), Simone Kurmann (Brand Manager), Susanne von Rohr (Medical Manager Cough&Cold). Verantwortlich bei Wirz Werbung: Philipp Skrabal (ECD), Hanspeter Schweizer (CD), Rob Hartmann (Art Direction), Marietta Mügge (Text), Karin Krummenacher, Flurin Hardt (Beratung), Fabienne Huwyler, Sebahat Derdiyok (Agency Producing). Verantwortlich bei Pumpkin Film: Jon Barber (Regie), Alex Kirschner (Sounddesign). Media: Mediacom.

Emotional Branding zahlt sich aus

Emotional Branding – die Schaffung von positiven Markenemotionen – ist eine anspruchsvolle, aber zugleich auch sehr vielversprechende Werbestrategie.

Eine neue australische Studie, für die die Murdoch University, die University of Wollongong und das Interactive Television Research Institute 1025 Konsumenten befragt haben, zeigt, dass es nur relativ wenigen Marken gelingt, starke Emotionen beim Käufer zu wecken. Marken, die das schaffen, werden aber klar präferiert – sie erzielen einen überdurchschnittlichen Markterfolg.

Im ersten Teil ging die Studie der Frage nach, inwiefern Marken überhaupt positive Gefühle bei den Käufern hervorrufen. Erfasst wurden dabei Marken in vier unterschiedlichen Produktkategorien: Männer wurden zu Bier- und Benzinmarken befragt, Frauen zu Kaffee- und Waschmittelmarken. Analysiert wurde, ob die Kunden den von ihnen gekauften Marken Vertrauen entgegenbringen, ob sie Verbundenheit zu den Marken spüren, sich mit ihnen identifizieren, die Marken als Freund sehen oder sie sogar lieben.

Es zeigt sich, dass es nur wenige Marken schaffen, die stärkeren Emotionen – Verbundenheit, Identifikation, Freundschaft oder Liebe – zu wecken. Nur rund 20 Prozent der Studienteilnehmer fühlen sich den Marken, die sie kaufen, auch verbunden, das heisst, sie bezeichnen die von ihnen gekauften Marken als die «ihren». Identifikation, Freundschaft und Liebe sind noch deutlich seltener, jeweils nur etwa 4 Prozent der Kunden empfinden dies für die Marken, die sie kaufen. Anders verhält es sich mit dem Vertrauen in eine Marke. Vier von fünf befragten Frauen vertrauen beispielsweise ihrer Waschmittelmarke. Ebenso haben 69 Prozent der Männer Vertrauen zu den Biermarken, die sie kaufen. Kurzum: Vergleichsweise viele Konsumenten schenken den Marken, die sie kaufen, Vertrauen. Stärkere Emotionen vermögen jedoch nur wenige Marken zu wecken.

Emotional Branding stellt somit ganz offensichtlich eine anspruchsvolle Werbestrategie dar. Das wirft die Frage auf, ob es sich überhaupt lohnt, einen solchen Ansatz zu verfolgen? Hinweise darauf gibt der zweite Teil der australischen Studie, der untersucht, wie sich Emotionen auf das Kaufverhalten der Konsumenten auswirken. Die Studienteilnehmer wurden gebeten, in den untersuchten Produktkategorien ihr gesamtes Einkaufsvolumen prozentual auf verschiedene Marken zu verteilen. Sie mussten also beispielsweise angeben, wie sich ihre Ausgaben für Bier auf verschiedene Biermarken verteilen (=Bedarfsdeckungsanteil, BDA).

Die Antworten zeigen, dass Marken, mit denen sich die Konsumenten verbunden fühlen, die sie als Freund betrachten oder zu denen sie so etwas wie Liebe empfinden, klar präferiert werden. Diese Marken erzielen eindeutig überdurchschnittliche Bedarfsdeckungsanteile. Marken, denen «nur» Vertrauen entgegengebracht wird oder mit denen sich die Konsumenten identifizieren, erzielen dagegen keine überdurchschnittlichen BDA. Ein Beispiel: Männer verteilen der Studie nach ihre Ausgaben für Benzin im Schnitt auf drei Marken, das heisst, der BDA einer durchschnittlichen Benzinmarke liegt bei 30 Prozent. Im Vergleich dazu erzielen Benzinmarken, die starke Emotionen wecken, wesentlich höhere Bedarfsdeckungsanteile: Brands, mit denen sich Männer verbunden fühlen, erreichen einen BDA von 67 Prozent, Gefühle wie Freundschaft oder Liebe münden ebenso in überdurchschnittliche BDA (65% bzw. 54%). Ähnlich wirken sich starke Emotionen auch in den anderen Produktkategorien aus. Insgesamt zeigt sich, dass der Grad an positiven Emotionen, den eine Marke weckt, in hohem Masse mit dem Bedarfsdeckungsanteil einer Marke korreliert (Korrelationskoeffizient 0.67).

Clemens Koob

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Publisher unter Zugzwang

Im Gespräch mit der Werbewoche erklären zwei Pioniere des Real-Time-Advertising, weshalb sich Publisher dieser Entwicklung auf kurz oder lang nicht werden entziehen können.

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WW: Geht es um den Handel von Online- Werbeplätzen in Echtzeit, dem sog. Real-Time- Advertising (oft als Real-Time-Bidding bezeichnet), so ist ein Tradingdesk ein zentraler Begriff. Welches war in euren Unternehmen die auslösende Motivation, um mit einem Tradingdesk aktiv zu werden?
Prinz: Die Erkenntnis, dass diese Technologien in den USA und in Grossbritannien bereits angewandt werden. Und so haben wir vor etwa zwei Jahren begonnen, uns nach Technologien umzusehen, die in der Schweiz eingesetzt werden können. Das war ein längerer Prozess, bis wir einen Partner wie App Nexus gefunden haben und wirklich anfangen konnten. Der Durchbruch gelang dann, als es möglich wurde, aus der Schweiz heraus Crossborder-Traffic automatisiert einzukaufen. Das haben wir nun seit einem Jahr im Einsatz und jetzt geht es extrem schnell.
 
Sind Sie bei Mediaschneider auch schon vor zwei Jahren gestartet?
Semmler: Etwas später, wenngleich die grundlegenden Überlegungen schon ähnlich waren. Ein weiterer Punkt waren all die ausländischen Netzwerke, die in die Schweiz gedrängt haben und die sich gegenseitig den gleichen Traffic abgekauft und am Schluss dem Werbekunden zum zehnfachen des anfänglichen Preises verkauft haben. Diese wollten wir mit einem intelligenteren Einkaufssystem und einer besseren Aussteuerung mindestens ein Stück weit aushebeln.

Lesen sie das ganze Interview in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Exact! verzeichnet Neukunden

Die Berner Werbeagentur Exact hat einen neuen Kunden gewonnen. Neukunde ist das Schweizer Versandhaus Wullehuus.

Hauptaufgabe der Agentur wird es sein, den Bekanntheitsgrad des Wullehus zu erhöhen und neue Kundensegmente zu erschliessen. Durch eine enge strategische Zusammenarbeit werden verschiedenen Massnahmen analysiert und umgesetzt – klassische Kommunikation, Online-Aktivitäten, PR und Direct-Marketing.
 

TBWA\Zürich läutet für McDonalds den Herbst ein

Herbstzeit ist Schweizer Wochen Zeit bei McDonald’s. Die diesjährige nationale Kampagne bringt während dem Promotionszeitraum vom 22. Oktober 2011 bis 23. Dezember die letztjährigen Gästelieblinge ins Angebot.

Während der McZüri und der McRaclette in den TV-Spots die ganze Schweiz über alle Kantonsgrenzen hinaus erfreuen, freut sich der Protagonist im TV-Spot für den Simmental Prime im intimen Rahmen über sein vorweihnachtliches Festessen im McDonad’s. Gedreht wurden die Spots in der Schweiz.

Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Thomas Truttmann (Marketing & Communications Director Switzerland & Head Sports Europe), Thomas Frésard (Marketing Manager), Sébastien Dubey (Senior Marketing Consultant), Séverine Caspard (Marketing Consultant). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Thomas Ammann, Marcus Josty (Creative Direction), Natasa Maricic (Text), Marek Zdarsky (Art Direction), Sven Oeschger (Client Unit Director), Remo Christen (Account Director), Sharon Nehrenheim (Account Executive), Christina Bürgin-Hengstmann (Art Buying), Pumpkin Film (Produktion), Frieder Wittich (Regie), Online (Postproduktion), Hastings (Sound).
 

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