Presserat rügt Aargauer Zeitung

Die AZ hat in seiner Berichterstattung über ein Strafverfahren gegen einen  Anwalt die Anhörungspflicht verletzt. Durch die wiederholte Veröffentlichung des Fotos des Anwalts sei dieser zudem an den Pranger gestellt worden, teilte der Presserat am Dienstag mit.

Von Januar bis April 2012 hatte die Aargauer Zeitung in einer Reihe von Artikeln über das gegen einen Lenzburger Rechtsanwalt laufende Strafverfahren wegen Vermögensdelikten berichtet. Die Ermittlungen der Aargauer Staatsanwaltschaft liefen seit 2010. Der Presserat – das Ethikgremium der Schweizer Medien – gab der Beschwerde des Mannes nun teilweise Recht. Mit der wiederholten Veröffentlichung des Bildes auf ihrem Online-Portal sei die Aargauer Zeitung zu weit gegangen. Dadurch werde die Person «in unverhältnismässiger Weise an den Pranger gestellt».

Ferner habe die Tageszeitung dem beschuldigten Anwalt bei einem Teil der publizierten Artikel nicht immer die Gelegenheit zur Stellungnahme bei schweren Vorwürfen gegeben. Abgewiesen hat der Presserat jener Teil der Beschwerde, wonach der Name des Mannes nicht hätte genannt werden dürfen.(SDA)
 

Media Markt: Die Unblöden sind doch nicht blöd

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft startet Media Markt Schweiz am 14. November die neue Werbekampagne. Das Motto der neuen Jahreskampagne lautet: «Den Unblöden gehört die Welt.»

Mit der Kampagne will sich Media Markt auf das rückbesinnen, was alles im Media Markt steckt, wie es in einer Mitteilung heisst. Und zwar die Idee, dass ihren Kunden nicht so blöd sind und woanders einkaufen gehen «wenn Media Markt doch immer und überall grösser und billiger ist». «Wir wollten unseren Claim wieder in den Fokus stellen und zum Mittelpunkt der Kampagne machen. Da dieser aber schon so selbstverständlich geworden ist, brauchten wir einen Störer, um den Slogan wieder in Erinnerung zu rufen», erklärt Fabian Rauber, Bereichsleiter Werbung Media Markt. «Diesen Störer haben wir im Wort «Unblöd» gefunden».

Auf den ersten Blick wirken die Helden der insgesamt fünf TV-Spots tatsächlich etwas blöd. Da sieht man zum Beispiel zwei junge Männer, die mit ihrer riesigen Motorjacht in einem kleinen Teich vor Anker liegen (TV-Spot). Oder einen Mann, der splitterfasernackt ein wichtiges Meeting besucht (TV-Spot). Reuig stellen die Protagonisten fest, dass sie bei diesen Aktionen ganz schön blöd waren. Doch gemeint ist weder die Jacht im Teich, noch die fehlende Kleidung, sondern die Überlegung, ihre Elektroartikel nicht bei Media Markt zu kaufen. Mit diversen TV-Spots, Flyern in Form einer Zeitung, Online Umsetzungen und einem auffallenden Werbeauftritt am POS präsentiert Media Markt «die neusten unblöden Angebote». Die Kampagne wurde von der österreichischen Werbeagentur Demner, Merlicek und Bergmann produziert.
 

http://www.youtube.com/watch?v=a1ImklqjAVI

Hallo ich bin Toni und ich bin frisch hier

Die Zürcher Agentur Scholz & Friends Schweiz kreierte eine Plakatkampagne zur Lancierung der neuen Emmi Toni Jogurt Editionen.

Toni, das Jogurt im Glas, will mit den drei Jogurt-Editionen «Erfrischung», «Surprise» und «Verführung» für Abwechslung im Kühlregal sorgen: So bewirbt die neue Kampagne aktuell das erste Editionen-Trio in den limitierten Sorten «Mandarine», «Orange-Kürbis-Rüebli» und «Lebkuchen» mit eigenen Plakatmotiven und leichtem Augenzwinkern, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Die Sujets in den Formaten F12 und F200 sind ab sofort in der Deutschschweiz und Westschweiz on Air.

Verantworltich bei Emmi Schweiz: Robin A. Barraclough (Head of Marketing Emmi Group), Nicole Laager (Group Brand Manager), Isabelle Erne (Senior Brand Manager). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Christian Vosshagen, David Fischer, Christian Sommer, Ivo Hlavac, Sabine Bremermann, Jan Kempter, Julia Bochanneck (Kreation); Martin Samsel, Mathias Rösch (Beratung); Heiko Baumann, Sonja Jegen (Produktion). Fotograf: Bernd Ebsen. Postproduktion: Image Refinery. Mediaagentur: Mediaedge:cia.

Toni-Jogurt-Lebkuchen
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Zu guter Letzt: Reiz ist geil

Unter dem Motto «So viel billig gab’s noch nie» zelebriert der deutsche Online-Elektronikhändler Redcoon alles, was billig ist (oder wirkt). Mit mehr oder weniger prominenten Damen - so muss billig!

Liliana Matthäus musste ihren Auftritt aufgrund von «terminlichen Schwierigkeiten» absagen. Vielleicht hatte sie auch einfach realisiert, in welchen Topf sie Bild und Redcoon werfen wollten. Es ist der Topf mit der Aufschrift «Vorsicht, sehr billig!». Ihren Abgang verkrafteten die Macher aber gut, denn Loddars-Ex wurde mit Gina-Lisa Lohfink ersetzt. Sie war zwar nie Lothars Göttergattin im Matura-Alter, dafür zumindest Teilnehmerin bei «Germany’s Next Topmodel». Danach bastelte sie mit Schönheits-OPs, Sexvideos, sowie Affären mit Fussballern und ehemaligen (männlichen und weiblichen) Popstars an ihrer Karriere.

Mithalten kann da nur Micaela Schäfer, die drei Dinge erfolgreich gemeistert hat: Oberweite und Dschungel-Show. Ihre Auftritte als Nackt-DJane wirken dagegen wie ein kulturelles Engagement. Zusätzlich mit von der Partie ist Jordan Caver, die laut Wikipedia «ein internationales Foto- und Glamour-Model mit Wohnsitz in Kalifornien» ist. Ah ja, und ergänzt wird das Ganze durch die Gewinnerin des Bild.de-Castings «Werbestar 2013»: Sandra. Was genau die Siegerin erwartet, wusste sie wohl selbst nicht genau:

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Bild: Screenshot Bild.de

Herausgekommen ist schlussendlich eine feinfühlige und respektvolle Hommage an das weibliche Geschlecht. Auf der Gewinnerseite stehen Redcoon…und Liliana Matthäus. Und die Bankkonten der Darstellerinnen. Letztere lernen sicher bereits die Sätze auswendig, die ihnen ihre Berater eingetrichtert haben (Vorschläge: «Man muss auch über sich selbst lachen können!», «Man darf das Ganze nicht zu ernst nehmen», «Die Kampagne soll der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten», «Ich stehe zu meinem Körper!»). (hae)
 

http://www.youtube.com/watch?v=lMVoIMj59pI

http://www.youtube.com/watch?v=d0Ncs1nE6rQ

http://www.youtube.com/watch?v=8-h938WyMNM

Station: Webauftritt für Tierfotografin Gilardini

Die Agentur Station hat für die renommierte Tessiner Tierfotografin Daisy Gilardini einen Webauftritt kreiert. Ihre Bilder sollen so einem breiteren, internationalen Publikum zugänglich gemacht werden.

In der Welt der Tierfotografie ist Daisy Gilardini eine feste Grösse. Die in Kanada lebende Tessinerin hat an mehr als 40 Arktis- sowie Antarktisexpeditionen teilgenommen und ihre Arbeiten wurden mit den wichtigsten, internationalen Preisen, darunter der «IPA International Photography Award» und der «BBC Photographer of the Year», ausgezeichnet.

Station hat den Auftrag übernommen, die Arbeiten der Tessinerin einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt, würden die Bilder aus den Polarwelten mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sie würden den Betrachter aus seiner alltäglichen Welt transportieren und ihm den Ursprung aller Existenz zeigen. Mit der Realisation eines Webauftritts schuf Station eine Plattform, die den Werken Gilardinis Rechnung tragen soll. Schlichtheit und kühle Eleganz präge das Erscheinungsbild und rücke die Fotografie ins Zentrum, so Station. Das Ziel war es, eine Website zu schaffen, die nicht kommentiert oder wertet, sondern die Bilder wirken lässt. Dank der Verwendung von WordPress kann Daisy Gilardini den Inhalt auf eigene Faust verwalten. Um ein internationales Publikum zu erreichen und eine hohe Viralität zu erzeugen, wurde nebst Facebook auch Pinterest integriert.

Verantwortlich auf Kundenseite: Daisy Gilardini, Vancouver, BC, Kanada (Gesamtverantwortung, Fotos, Texte). Verantwortlich bei Station: Patman (Creative Director), Patrick Stoll (Projektleitung), Michel Luarasi (Design), Lukas von Blarer (Entwicklung).

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BPRA: drei neue Mitglieder

Die Mitgliederversammlung des Bundes der Public Relations Agenturen der Schweiz (BPRA) hat mit CR Kommunikation, Edelman Schweiz und Life Science Communication drei PR-Agenturen als Neumitglieder aufgenommen.

CR Kommunikation entwickelt Lösungen in den Bereichen Kommunikation und Marketing. Die Full-Service Agentur beschäftigt ein Team von 23 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich und Bern. Das Leistungsspektrum umfasst u.a.: PR, Marketing-Kommunikation, Public Affairs, Campaigning, Employer Branding sowie Online-Kommunikation und Social Media. «Der BPRA bietet mit seinen Arbeitsgruppen zu diesen und anderen relevanten Themen und den hohen Qualitätsanforderungen, die er an die Mitglieder stellt, das ideale Umfeld für CR Kommunikation» meint Patrick Marty, Mitglied der Unternehmensleitung bei CR Kommunikation in einer Mitteilung.

Edelman ist weltweit eine der ältesten PR-Agenturen – die Agentur feierte im Sommer 2012 ihr 60-jähriges Bestehen. Im März 2012 erwarb Edelman die Schweizer Agentur K Comms und ist seitdem unter dem Namen Edelman mit Büros in Zürich und in Lausanne vertreten. «Edelman hat sich durch die Gründung eines eigenen Büros zum Markt Schweiz bekannt», erläutert Alexander Fink, CEO von Edelman Schweiz. «Die Aufnahme in den BPRA ist für uns eine Ehre. Gemäss dem Edelman-Anspruch der «Thought Leadership» verpflichten wir uns gerne, an der Weiterentwicklung des Qualitätsdenkens und der Innovationen unserer Branche aktiv mitzuarbeiten.»

Life Science Communication (LSC) wurde 2007 gegründet und ist ein Beratungsunternehmen für integrierte Kommunikation und Marketing auf dem Gebiet des Gesundheitswesens und der Life Sciences. Die Agentur hat zwölf Mitarbeitende und arbeitet für ihre Kunden erfolgreich an den Schnittstellen zwischen Ärzten und Fachpersonen im Gesundheitsbereich, Forschungsinstitutionen, Patienten- und Non-Profit-Organisationen. LSC ist zudem stark in der Wissenschaftskommunikation und führt verschiedene Geschäftsstellen. «Mit der Mitgliedschaft im Branchenverband der Schweizer PR-Agenturen bekennt sich die Agentur nun auch formell zu den Qualitätsstandards der Branche», sagt Agenturleiter Mark Bächer.

«Wir freuen uns sehr, mit CR Kommunikation, Edelman Schweiz und Life Science Communication drei weitere in der Branche anerkannte Agenturen im BPRA willkommen zu heissen», sagt Roman Geiser, Präsident des BPRA. «Das Gütesiegel BPRA sowie die Qualitätsinitiative des Verbandes im Bereich CMS-Zertifizierung differenzieren die führenden Agenturen im Markt von kleinen, weniger transparenten nicht zertifizierten Agenturen».

 

BBC-Krise: Nachrichtenchefs lassen Ämter ruhen

Die Krise beim britischen Radio- und TV-Sender BBC zieht weitere Kreise: Nach dem Rücktritt von Generaldirektor George Entwistle lassen die Nachrichtenchefin des britischen Senders sowie deren Stellvertreter ihre Ämter ruhen.

Das teilte der BBC-Medienkorrespondent Torin Douglas am Montag in London mit. Nachrichtenchefin Helen Boaden und ihr Stellvertreter Steve Mitchell hätten ihre Aufgaben bis auf Weiteres an Kollegen übertragen. Beide seien angesichts laufender Untersuchungen zur Zurückhaltung von Informationen im Fall des verstorbenen BBC-Starmoderators Jimmy Savile, der hunderte Kinder missbraucht haben soll, zum Rücktritt aufgefordert worden. Der Sendung «Newsnight» wird vorgeworfen, entsprechende Hinweise auf Savile zurückgehalten zu haben. Die BBC hatte im Oktober einräumen müssen, dass Savile Kinder missbraucht hatte. Savile ist vergangenes Jahr gestorben, war aber offensichtlich bis nach seinem Tod durch die BBC gedeckt worden.

Am Samstagabend war bereits BBC-Chef George Entwistle zurückgetreten. Auslöser dafür war ein unzutreffender Bericht über einen anderen Missbrauchsskandal. Der Sender hatte Anfang November eine Sendung ausgestrahlt, in der ein Politiker der britischen Konservativen fälschlicherweise des Kindesmissbrauchs in einem Kinderheim beschuldigt wurde. Entwistle war erst vor acht Wochen zum Generaldirektor der BBC ernannt worden. Der Chef des BBC-Weltdienstes, Tim Davie, übernimmt nun die Leitung des Senders, bis ein Nachfolger für Entwistle gefunden ist. (SDA)
 

Meta Design gibt Migipig ein Gesicht

Um das Sparen zu emotionalisieren, schaffte die Migros Bank ein Angebot, das über Social Media zusätzlichen Schwung bekommen soll: Migipig. Meta Design gab Migipig ein Gesicht und gestaltete die Website.

Mit Migipig kann man ein Sparziel definieren, in Eigenregie managen, mit anderen teilen und einlösen. Man ist laut Mitteilung fähig, Ziele langfristig zu planen und zu erreichen. Die Agentur Meta Design schuf für Migipig einen eigenen Charakter in einer eigenen Welt. Migipig lebt – und steht mitten im Leben, was verschiedene Attribute zu seiner Figur ausdrücken. «Eine kleine Kunst» sei es gewesen, Migipig einen humorvollen Charakter zu geben, ohne dass dieser kindlich wirke, so die Agentur in einer Mitteilung. Getreu der Marke Migros Bank agiert Migipig als unkomplizierter, sympathischer und transparenter Partner. Und begleitet den Sparer auf dem Weg zu seinem persönlichen Sparziel und Wunsch, was der Claim «Migipig. Das wünsch ich mir.» widerspiegelt. Matthias Hunn, Leiter Marketing Migros Bank: «Migipig bringt das gute alte Sparschwein und die Möglichkeiten des Web 2.0 zusammen. So macht Sparen mehr Spass und Ziele lassen sich schneller erreichen.» André Stauffer, Creative Director bei Meta Design: «Migipig zu entwickeln war ein strategisch und kreativ anspruchsvoller, spannender Prozess. In der Zusammenarbeit sind Freude und Humor nicht zu kurz gekommen, was im Ergebnis positiv zum Ausdruck kommt.»

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ADC: Neues Office und 100 Weisheiten

Am Freitag hat der ADC an der Zentralstrasse 18 in Zürich seine neue Geschäftsstelle eröffnet. Der erste Event war eine Vernisage mit Creative Imperatives von Frank Bodin, der sich im Werbewoche-Interview zu den Neuerungen äussert.

WW: Die neuen Geschäftsräume des ADC werden mit einer Ausstellung von Frank Bodins 100 #Creative #Imperatives eröffnet. Was ist die Idee?
Frank Bodin: Die Idee hat ihren Anfang genommen, als ich mich gezwungen sah, nebst Facebook, Myspace und Co. nun auch noch auf Twitter präsent zu sein. Unsere Amerikaner im Netzwerk sind da sehr aktiv und deshalb willigte ich ein. Die Auseinandersetzung mit den neuen digitalen Möglichkeiten sind ja für einen Kreativen wichtig. Ich möchte allerdings nichts Privates offenbaren und auch nicht in einem Tweet erzählen, dass ich jetzt gerade an unserem neuen Geschäftssitz des ADC bei einem Interview bin oder Pizza esse. So kam der Entschluss: Ich werde ein Jahr lang täglich einen möglichst nicht all zu blöden Gedanken zum Thema Kreativität verfassen. Gestartet ist das Experiment am 9. August 2011.

Wie war das Feedback?
Es hat sich unglaublich schnell verbreitet und extrem viel Feedback gegeben. Nach meinen 366 #Creative #Imperatives – 2012 war ein Schaltjahr – geht es deshalb jetzt weiter mit #Creative #Imperatives of Others, das sind neue Imperatives, die nun von den Fans unter ihrem eigenen Namen verfasst werden.

Vom Tweet zur Ausstellung im neuen Office des ADC: Wie ist es dazu gekommen?
Die Tweets sind in der Szene bekannt geworden. Der ADC-Vorstand hat mich deshalb angeregt, aus den besten oder provokantesten davon eine Ausstellung zu machen für die Eröffnung der neuen Geschäftsstelle und Galerie. Ich habe für die Show eine Auswahl von 100 zusammengestellt, im Rahmen 35 auf 50. Remy Fabrikant hat freundlicherweise mit seiner Agentur die #Imperatives abgesetzt. Ich selber habe am letzten Sonntag über acht Stunden lang 200 Nägel zum Aufhängen eingeschlagen.

Wie lange wird die Ausstellung zugänglich sein?
Geplant ist bis Ende Jahr. Die neue Geschäftsstelle und Galerie sowie unsere neue Geschäftsführerin Gioia Bozzato reflektieren natürlich auch ein neues Programm des ADC. Wir möchten in Zukunft viel mehr die Vereinigung der führenden Kreativen der Kommunikationswirtschaft sein. Wir wollen uns auch öffnen gegenüber Domänen, die jetzt noch untervertreten sind: mehr Fotografen, Filmer, Designer, Onliner. Aber es können auch Architekten sein oder Product Designer. Das Zweite ist ein alter Traum von mir. Schon immer war ich der Meinung, diese bisherige Geschäftsstelle verborgen im Oberdorf ist eigentlich ein falsches Zeichen. Wir sind eine Vereinigung von Kreativen, also sollten wir uns auch an einem kreativen Ort präsentieren. Der Filmer Michael Steiner ist ein Freund von mir, seine Frau Minerva hat hier an der Zentralstrasse die Galerie Mondejar geführt. Irgend einmal habe ich platziert: So ein Raum wäre auch was für uns. Nun hat sich die Gelegenheit geboten, weil die Familie Steiner mit ihren kleinen Kindern in nächster Zeit vermehrt unterwegs sein will. Wir haben die Chance im Vorstand diskutiert und alle die Idee begrüsst.

Was will der ADC mit diesem Raum?
Es soll ein Begegnungsort sein, ein Ort der Inspiration und Auseinandersetzung. Geplant sind acht bis zehn Veranstaltungen, Ausstellungen. Darüber hinaus gibt es die Buchvernissage oder auch mal eine Lesung oder kleine Konzerte. Ausstellen werden wir sicher die Arbeiten der Nachwuchskreativen. Geplant ist auch, dass mal ein Architekt sein Projekt vorstellen kann oder Fotografen ihre Arbeiten.

Werden Ihre Bilder verkauft?
Ja, aber es geht nicht darum, dass ich einen Nebenerwerb notwendig hätte. Das Stück kostet 200 Franken. Es gibt die #Imperatives in einer 5er-Auflage. Die Hälfte, also 100 Franken, geht direkt an den ADC für die Umbau-Investitionen beim neuen Geschäftssitz. Man kann die Sujets auch en bloc kaufen. Für nur 20 000 Franken hat man dann eine gesammelte Weisheit von 100 #Creative #Imperatives …

Interview: Andreas Panzeri

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Zu guter Letzt: Tupac Shakur (25)

Wenn es um Gölä geht, kennt Blick kein Pardon. Oder wie war das mit «Hip-Hop-Superstar Tupac Shakur (25)»?

Die Story war herzerwärmend: Blick-Stammgast Gölä holt bei seinem Hallenstadion-Konzert Sprössling Mike auf die Bühne. Der mag Rap statt Mundart-Büezerrock, ist ansonsten aber ganz in Ordnung («Statt Rock gibts jetzt Büezer-Rap»). Und der gemeinsame Auftritt war – Blick.ch hat den Videobeweis – erfrischend gut. Da hat man sich selbst als 15-Jähriger das Bier mit dem Vater «als Belohnung für den Auftritt» redlich verdient.

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Bild: Ausschnitt Sonntagsblick, 11. November 2012
 

Einen Schönheitsfehler leistet sich die Berichterstattung aber trotzdem. Tupac Shakur, Mikes grosses Vorbild, ist nicht 25, sondern tot. Und dies seit nebensächlichen 16 Jahren. Das muss man natürlich nicht wissen, aber man kann. Immerhin hat der junge Mann 75 Millionen Tonträger verkauft und gilt bis heute als Ikone der Musikgeschichte. 

Übrigens: Gölä und Tupac (2Pac) tauchten nicht das erste Mal gemeinsam in einem Blick-Artikel auf. Bereits 1999 fragte sich der inzwischen pensionierte (aber nicht minder legendäre) H. Elias Fröhlich, wieso Musiker wie «der vor zwei Jahren erschossene 2Pac» in den US-Charts «tierisch abräumen» («Die spinnen, die Amis!»). Vielleicht, weil sie damals noch «tierisch» bekannt waren. Aber das war zu jener Zeit auch Gölä, der für sein Dreifach-Platin das Fazit «Sieg! Bravo, Gölä!» erhielt. (hae)

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Bild: Smd.ch / Blick, 22. Januar 1999

 

Heilsarmee in der SF-Entscheidungsshow

180 Bands haben sich im Herbst für die Schweizer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2013 beworben, neun davon haben sich jetzt für die SF-Entscheidungsshow vom 15. Dezember qualifiziert. Mit dabei: die Heilsarmee.

Weder der Kunde noch die Agentur Spinas Civil Voices hätten sich jemals erträumt, dass sie mit dieser Einzelaktion, die zur Verjüngung des Image gedacht ist, ein so gewaltiges Echo auslösen würden, so die Agentur in einer Mitteilung.

Ob es der Band mit ihrem 93-jährigen Bassisten gelingt, sich auch noch gegen die letzten acht Konkurrenten durchzusetzen, werde sich am 15. Dezember in der Bodensee-Halle in Kreuzlingen zeigen. Weit über 60'000 Youtube-Views, eine hohe Medienpräsenz und eine täglich wachsende Fan-Community würden zumindest Gutes erhoffen, so die Agentur weiter.

Das ESC-Team: Matthias Freuler, Stephan Huwiler, Corinne Bucher, Reinhard Kronenberg (Spinas Civil Voices), Georg Schlunegger, Roman Camenzind (Hitmill), Martin Küenzi (Heilsarmee).

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Digital-TV: Swisscom zieht nach

Ab Dezember erhalten auch Swisscom DSL-Kunden Digitalfernsehen kostenlos: «Swisscom TV Light» bietet Zugriff auf über 60 Sender, davon 22 in HD-Qualität. Das Einsteigerangebot ist automatisch in den DSL-Monatsabos enthalten.

Nachdem UPC Cablecom die Aufhebung der Verschlüsselung für digitales Fernsehen angekündigt hat (Werbewoche.ch berichtete) zieht Hauptkonkurrent Swisscom nach. Wie das Unternehmen am Montag mitteilt, bietet man ab Dezember ebenfalls ein «kostenloses» TV-Angebot. DSL-Abonnenten erhalten neu 60 Sender ohne monatliche Grundgebühr. Das neue Angebot ist bei den DSL-Abos «Mini», «Standard» und «Infinity» inbegriffen. Kunden, die «Swisscom TV Light» nutzen wollen, benötigen dafür – technisch bedingt – eine Swisscom TV Box. Diese lässt sich ab 1. Dezember im Swisscom Shop oder online bestellen. Vorbestellungen sind bereits ab 12. November möglich, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit der Einführung von «Swisscom TV Light» wird «Swisscom TV Select» nicht mehr erhältlich sein.

«Swisscom TV Light» bietet zwar 22 HD-Sender, dafür müssen die Kunden auf Live Sport und Pay-per-View-Filme verzichten. Dass dies einer der zwei relevanten Unterschiede zu allen kostenpflichtigen TV-Abos ist, erstaunt nicht. Lassen sich – bis auf Replay – die Vorteile des teuersten Angebots «Swisscom TV Plus» (Live Pause, Aufnahmefunktion) mit Harddisc-Recordern umgehen, so gibt es für die kundenfreundlichen Teleclub-Sport-Angebote zum Einzelpreis keine vergleichbaren Alternativen. Den Hauptvorteil gegenüber UPC Cablecom will sich Swisscom durch das fällig gewordene Gratisangebot nicht nehmen lassen. Der andere Unterschied, der Gratiskunden schmerzen könnte: «Swisscom TV Light» bietet keine Möglichkeit, durch eine Zusatzbox einen zweiten Fernseher zu betreiben. Das Gratisangebot kommt folglich nur für Ein-TV-Haushalte in Frage und dürfte so für viele Kunden keine Option sein.

Die reduzierte Anzahl Sender wirkt da wohl auf bisherige Abo-Kunden weniger abschreckend. Schliesslich sind 60 Kanäle immer noch mehr, als man sich aus der analogen Zeit gewohnt war und decken die Ansprüche vieler TV-Konsumenten ab. Das günstigste kostenpflichtige Abo «Start» wird nicht nur durch die neu aufgeschaltete Sport- und Filmfunktion attraktiver, sondern verdoppelt die Anzahl Sender auf 110. Angepasst werden auch die Internetangebogte: Die Geschwindigkeit wird bei «DSL Start» auf 2 Mbit/s und bei «DSL Mini» auf 5 Mbit/s angehoben und damit mehr als verdoppelt. Der monatliche Abopreis bleibt unverändert. Die Umstellung erfolgt ab sofort schrittweise bis Januar 2013, wie Swisscom mitteilt. Die Kunden profitieren automatisch von der Anpassung und werden persönlich über den Zeitpunkt der Umstellung informiert. Bei den restlichen DSL-Abos gibt es keine Änderungen. (hae)
 

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