20 Minuten übernimmt Planet 105

Der Bereich Pendlermedien von Tamedia plant die Übernahme des Jugendsenders Planet 105 und will diesen in das Online-Musikradio von 20 Minuten integrieren.

Der Bereich Pendlermedien von Tamedia plant, den Jugendsender Planet 105 von Radio 1 zu übernehmen und ihn in «20 Minuten Music» einzugliedern. Das Ziel besteht darin, das 2017 lancierte Online-Musikradio von 20 Minuten mittels zusätzlicher Verbreitung über UKW und DAB+ sowie dem Ausbau des redaktionellen Angebots zu stärken und weiterzuentwickeln. 

Das heutige Moderations- und Redaktionsteam von Planet 105 wird im Auftrag von Tamedia den Betrieb des Senders betreuen und in Zusammenarbeit mit der 20-Minuten-Redaktion die publizistischen Beiträge produzieren sowie die Musik kuratieren. Statt klassischer Nachrichtenformate soll den Hörerinnen und Hörern ein abwechslungsreiches Programm an Shows, Podcasts und Instant-News-Flashes mit aktuellen oder beliebten Stories auf 20 Minuten geboten werden. 

Planet 105 konnte seine tägliche Hörerzahl in den letzten Jahren von 70’000 auf 100’000 deutlich steigern. Mit der Integration in 20 Minuten wird Planet 105 neu über sämtliche Online-Kanäle der reichweitenstärksten Schweizer Medienmarke verfügbar sein. Roger Schawinski, Geschäftsführer Radio 1: «Wir haben mit unseren Möglichkeiten das Optimum erreicht. Mit der Marketing- und Promotionspower von 20 Minuten wird der Sender ganz andere Ziele erreichen können. Es freut uns, dass wir neu im Auftrag von 20 Minuten mit unserem langjährigen Radio-Knowhow und unserem tollen Team weiterhin am Erfolg des erfolgreichsten Schweizer Jugendradios teilhaben können.»

Marcel Kohler, Leiter Werbung & Pendlermedien und Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia: «Planet 105 passt hervorragend in unsere Gesamtstrategie zur Weiterentwicklung von 20 Minuten. 20 Minuten Music ist bereits heute erfolgreich, wir hegen aber weitere Ambitionen. Gemeinsam mit dem Team von Planet 105 wollen wir unserer 20-Minuten-Community ein reichweitenstarkes Radio mit einem zielgruppengerechten Musikangebot, schnellen News und attraktiven Inhalten bieten.»

Die Übernahme von Planet 105 durch Tamedia untersteht der Zustimmung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) sowie der Eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko). Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. 

Die Antwort realisiert umfassenden Neuauftritt für Ewopharma

Zum 60-Jahre-Jubiläum hat sich die Firma Ewopharma gleich selbst beschenkt, und zwar mit einem rundum erneuerten Corporate Design. Die Antwort zeichnet für die Umsetzung verantwortlich.

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Ewopharma spezialisiert sich als Marketingorganisation auf die Vermarktung von verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Produkten in 15 osteuropäischen Ländern. Das neue Corporate Design soll Ewopharma als vertrauenswürdigen Partner für Kunden, Partner und Mitarbeitende in allen osteuropäischen Zielländern reflektieren.

Der Kreis ist schon lange Bestandteil des Logos der Pharmafirma. Auf diese Weise möchte die Firma auch ein Stück ihres Erbguts als Wiedererkennung mit in die Zukunft nehmen. Die neue Tagline will die lange Tradition und das erfolgreiche Bestehen der Firma unterstreichen, das Schweizer Kreuz die Swissness. Die Farbe Petrol soll als elegante und tiefgründige Farbe zum Nachdenken anregen. Sie wirkt aber auch freundlich, natürlich und sicher.

Nebst der Gesamtumsetzung war Die Antwort auch in der Strategieentwicklung involviert. Zudem war die Agentur für den Internetauftritt des Headquarters und die Länderseiten konzeptionell verantwortlich. Ein 124-seitiges CD-Manual umfasst das gesamte Corporate Design und dient allen Ländern als Grundlage für ihre kommunikativen Arbeiten. 

Des Weiteren wurde eine Imagekampagne entwickelt, welche die Firma als kompetenten «Brückenbauer» für die osteuropäischen Märkte positioniert.

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Online-Paare verstehen sich besser, streiten weniger häufig und wollen länger zusammenbleiben

Was amerikanische Studien auch schon feststellten, bestätigt auch eine Vergleichsstudie zwischen online und offline entstandenen Partnerschaften auch für die Schweiz: Online-Paare sind glücklicher.

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Geht es um Grundwerte wie Familie, Kinder und Ehe, stimmen Online-Paare viel besser überein als solche, die sich offline getroffen haben. Auch bei den Fragen des alltäglichen Lebens ist die Übereinstimmung grösser. Zudem streiten sich Online-Paare weniger häufig und möchten länger zusammenbleiben. Dies hat eine Vergleichsstudie der Online-Partneragentur Parship.ch unter Paaren, die sich online kennengelernt haben, und Paaren, die sich offline – also ausserhalb des Internets – kennengelernt haben, ergeben.

Wer sich einen Partner, eine Partnerin mit gleichen Grundwerten bei den Themen Kinder, Familie und Ehe wünscht, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit glücklicher mit einem im Internet gefundenen Partner. Denn wie eine Vergleichsstudie der Online-Partnervermittlung Parship.ch zeigt, sind sich Online-Paare vor allem beim Kinderwunsch einiger als Offline-Paare (85 Prozent versus 74 Prozent). Dasselbe gilt beim Stellenwert der Familie (90 Prozent vs. 77 Prozent), Ehe (79 Prozent vs. 75 Prozent) sowie Sexualität (85 Prozent vs. 62 Prozent). 

«Wer sich auf einer seriösen Online-Partnervermittlung anmeldet, bringt meist einiges an Beziehungserfahrung mit sich. Man kennt das eigene Verhalten in Beziehungen und weiss gut darüber Bescheid, was man will und was nicht. Vor allem in den «nicht-verhandelbaren» Grundwerten wie zum Beispiel der Kinderwunsch und Sexualität, ist es von grossem Vorteil, wenn man übereinstimmt», sagt Parship-Psychologin Barbara Beckenbauer.

Des Weiteren sind sich Online-Paare auch bei den Fragen des alltäglichen Lebens einiger als Paare, die sich nicht im Web kennengelernt haben. In diesem Bereich ergeben sich die grössten Unterschiede beim Reiseverhalten (87 Prozent vs. 73 Prozent) sowie beim Stellenwert des Berufes (85 Prozent vs. 71 Prozent). Grössere Übereinstimmung bei Online- als bei Offline-Paaren ergibt sich auch bei der nachhaltigen Lebensweise (83 Prozent vs. 69 Prozent), Umgang mit Geld (80 Prozent vs. 57 Prozent), Ordnung und Sauberkeit (73 Prozent vs. 59 Prozent) sowie der generellen politischen Orientierung (74 Prozent vs. 60 Prozent).
 

Stärkere Unterstützung bei Problemen und weniger häufig Streit

Tauchen einmal Probleme auf, unterstützen sich Online-Paare gegenseitig stärker mit Rat und Tat als Offline-Paare (73 Prozent vs. 49 Prozent). Dies gilt auch beim gegenseitigen Zuhören (63 Prozent vs. 41 Prozent) sowie dem Gefühl, dass man vom Partner, der Partnerin verstanden wird (59 Prozent vs. 41 Prozent). 

Kommt es trotzdem zum Streit, geschieht dies bei Online-Paaren weniger häufig. So streiten 24 Prozent zumindest gelegentlich, während es bei den Offline-Paaren 47 Prozent sind. Gar 40 Prozent der Online-Paare geben an, fast nie zu streiten. Dieser Wert beträgt bei den Offline-Paaren 20 Prozent.

Bei den Online-Paaren rechnen 81 Prozent mit einer langfristigen gemeinsamen Zukunft. Dieser Wert beträgt bei den Offline-Paaren 58 Prozent. Auch bei der Wunschdauer der Beziehung gibt es Unterschiede: 86 Prozent der Online-Paare möchten, dass ihre Beziehung noch sehr lange dauert versus 67 Prozent bei den Offline-Paaren. 

«Offline-Paare «stolpern» eher in eine Beziehung hinein und lassen sich durch äußere Anziehung und Sympathie leiten. Wie genau man jedoch neben der ersten Anziehung miteinander im Alltag harmoniert, wird eher dem Zufall überlassen. Online rücken diese äusseren Merkmale vorerst in den Hintergrund. Potentielle Partner werden nach Matching-Algorithmen vorgeschlagen, die dafür sorgen, dass man in verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen und Alltagssituationen miteinander harmoniert. Eines dieser Matching-Kriterien ist beispielsweise der Kommunikationsstil. Das heisst konkret, jemand der die Dinge gerne anspricht, wird nicht jemandem vorgeschlagen, der eher dazu neigt, Dinge für sich alleine auszutragen und vorsichtig ist Kritik anzubringen. Aus anderen Studien wissen wir, dass dies zu einer Reduktion von Streit führen kann und Paare in Stresssituationen besser miteinander kooperieren», führt Parship-Psychologin Beckenbauer aus.

Über die Studie

Für einen Vergleich zwischen online und offline entstandenen Partnerschaften wurden zwei Gruppen befragt. Die Online-Stichprobe umfasste 206 Personen, die ihren Partner über Parship.ch kennengelernt haben. Die Offline-Vergleichsgruppe umfasste 521 Personen, die ihren Partner ausserhalb des Internets kennengelernt haben. Beide Gruppen wurden mittels Online-Interviews vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com befragt. Die Studie wurde in den Monaten Mai und Juni 2018 durchgeführt.

Rod feiert den 20. Geburtstag von 20 Minuten mit einer Imagekampagne

20 Minuten feiert dieses Jahr den zwanzigsten Geburtstag in der Deutschschweiz. Den Auftakt ins Jubiläum macht die von Rod kreierte, nationale Imagekampagne, die das «Jetzt» in den Mittelpunkt stellt. Eine Eventreihe, mit Einbezug der Community, rundet im Herbst die Jubiläumsfeierlichkeiten musikalisch ab.

https://www.youtube.com/watch?v=FD67x09gi7s&feature=youtu.be

Unverkrampft, auf Augenhöhe mit den Leserinnen und Lesern und mit konsequentem Fokus auf dem «Jetzt» – dies ist das Rezept für die Erfolgsgeschichte von 20 Minuten. Was im Dezember 1999 mit einer Gratiszeitung begann, führte zur reichweitenstärksten Medienmarke des Landes, die täglich rund 2,9 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Print und Online zählt.

Die Nähe zur Leserschaft und deren Zeitgeist bilden den Kern der neuen 20-Minuten-Kampagne. Sie steht für die rasanten Veränderungen der heutigen Zeit und soll zeigen, dass das «Jetzt» – egal, wie es gerade aussehen mag – bei 20 Minuten unverfälscht stattfindet. Denn über die Transgender-Bewegung wird auf 20 Minuten ebenso neutral berichtet wie über die elfte AHV-Revision oder den Festivalsommer. Nebst den Print-Anzeigen, Online-Bannern und Plakaten dürfte vor allem der TV&Kino- / Onlinespot für Aufsehen sorgen. Die Umsetzung im Stil eines Poetry-Slams liefert eine amüsante Zusammensetzung aus aufgeladenen Themen und wurde von der Leadagentur Rod Kommunikation in Zusammenarbeit mit Regisseur Zoran Bihać realisiert, der unter anderem für seine gewagten Videoclips für die deutsche Rockband Rammstein bekannt ist.

Anschliessend an die Lancierung der neuen Imagekampagne starten in der Deutschschweiz die Jubiläumsfeierlichkeiten. Den Auftakt macht eine exklusive Konzertreihe mit namhaften Schweizer Künstlern in Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen. Statt in einer Event-Location treten die Musiker dort auf, wo Pendlerinnen und Pendler unterwegs sind: im Bus, im Tram oder auf dem Schiff. Den Höhepunkt des Jubiläums bildet dann im November eine grosse Party mit internationalen Musikstars. Für die Umsetzung wurde die Live-Kommunikationsagentur Standing Ovation betraut. 
 

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Verantwortlich bei 20 Minuten: Marco Boselli und Valérie Henzen. Verantwortlich für Strategie, Konzeption, Kreation und Realisation: Rod Kommunikation. Filmproduktion: CZAR; Regisseur: Zoran Bihać. Online-Partner: 316tn.

Erst ja, dann ahh – Spinas und Amnesty International lancieren provokante Consent-Kampagne

Spinas Civil Voices lanciert zusammen mit Amnesty International Schweiz eine provokante Sensibilisierungskampagne, die bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Bewusstsein schärfen soll, dass die gegenseitige Zustimmung bei jeder sexuellen Handlung eine Voraussetzung ist.

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Bei dieser Consent-Kampagne verzichtet Amnesty bewusst auf die sonst eher trockene, kämpferische Ansprache. Denn mit der Kampagne will man jungen Menschen nicht etwa die Freude am Sex nehmen, sondern sie an die wichtigste Spielregel erinnern: «Erst Ja, dann ahh». Dieser eingängige Claim steht darum auch im Mittelpunkt aller Werbemassnahmen.

Für die Regie der Spots zeichnet die Schweizer Regisseurin Barbara Miller verantwortlich, die mit ihrem Dokumentarfilm «Female Pleasure» 2018 einen international ausgezeichneten Kino-Hit landete. Vor der Kamera stöhnte unter anderen die Schweizer Influencerin Karen Fleischmann, die diese Aktion von Amnesty mit vollem Körpereinsatz unterstützt hat.

Jeweils vier Spots und vier Printsujets sowie diverse Massnahmen auf Social Media werden dafür sorgen, dass das Thema «gegenseitige Zustimmung» ins Bett und unters Volk kommt.

Verantwortlich bei Amnesty International: Alexandra Karle (Director Communication); Christine Heller (Leiterin Campaigning); Noëmi Grütter (Campaigner); Cyrielle Huguenot (Campaigner). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler, Stephan Huwiler (Kreation); Hannes Aeschlimann (Grafik); Manuel Schmid (Beratung); Veera Juvonen (Leiterin Digital-Unit). Verantwortlich Foto & Spots: Simon Opladen (Fotographie); Stories (Produktion Spots); Barbara Miller (Regie); Pascal Walder (DOP); Stefanie Bereiter (Producer); Robin Fessel, Julia Morf (Ausstattung); Hans Kaufmann (Editor); Billy Bains/Stefan Bucher (Postproduction Supervisor); Laura Rindlisbacher (Casting).

Der neue K-Tipp Rechtsschutz entscheidet sich für Ruf Lanz

Der Zürcher Konsumenteninfo-Verlag gibt Zeitschriften wie Ktipp, Saldo, Gesundheitsinfo oder Kgeld heraus. Nun steigt das Medienhaus in die Assekuranz ein und gründet die K-Tipp Rechtsschutzversicherung. Den Zuschlag für die Lancierungskampagne hat Ruf Lanz erhalten.

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Die Kreativagentur überzeugte die Verantwortlichen in einer mehrstufigen Konzeptpräsentation. Dazu René Schuhmacher, Mehrheitseigner des Konsumenteninfo-Verlags: «Die ausgewählte Kampagne von Ruf Lanz bringt unsere Kernbotschaften einfach und geistreich auf den Punkt.» Das Resultat wird ab September zu sehen sein.

 

Zum Thema: Herausgeber des Ktipp gründet eine Versicherungsfirma

Luzerner Journalistin wegen Hausfriedensbruchs verurteilt

Weil sie für eine Reportage in Luzern ein besetztes Haus betreten hatte, hat sich eine Journalistin des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht. Das Luzerner Bezirksgericht verurteilte sie zu einer Busse von 500 Franken.

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Sie hätte für das Portal Zentralplus eine Reportage schreiben wollen – und wurde wegen Hausfriedensbruchs verurteilt. Zentralplus berichtet nun über den Fall. Bei den Lesern des Onlinemediums wirft das Urteil Fragen auf (Screenshot Zentralplus.ch).

 

Die Beschuldigte habe nicht davon ausgehen können, dass die Eigentümerin der Liegenschaft ihren Aufenthalt duldet, hiess es in einer Kurzbegründung des Urteils, das am späten Freitagabend veröffentlicht wurde. Die Journalistin habe gewusst, dass die Gespräche zwischen den Hausbesetzern und der Eigentümerin gescheitert waren und dass die Besetzer mit einer Räumung rechneten.

Die Gruppe «Gundula» hatte im April 2016 eine seit zwei Jahren leerstehende Villa an der Obergrundstrasse in Luzern besetzt, die der Bodum Invest gehörte. Die 32-jährige Theaterwissenschafterin und Journalistin Jana Avanzini hielt sich am Abend des 20. April mehrere Stunden im besetzten Haus auf, weil sie für das Online-Portal Zentralplus eine Reportage schreiben wollte.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren gegen die Journalistin eingestellt, doch wurde dieses nach einem Entscheid des Kantonsgerichts wieder aufgenommen. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft sah eine bedingte Geldstrafe von fünf Tagessätzen vor. Der Anwalt der Bodum Invest beantragte vor dem Bezirksgericht 20 Tagessätze bedingt, die Verteidigerin einen Freispruch.

Medienfreiheit rechtfertigt Straftat nicht

Der Einzelrichter kam nun zum Schluss, dass die Beschuldigte zu Unrecht davon ausging, dass sie sich nicht rechtswidrig verhält. Bei entsprechender Sorgfalt hätte sie diesen Irrtum vermeiden können. Es liege ein vermeidbarer Verbotsirrtum vor, weshalb statt einer Geldstrafe nur eine Busse auszusprechen sei.

Bei dem Verfahren ging es um das Eigentumsrecht und die Medienfreiheit. Letztere könne unter gewissen, sehr einschränkenden Voraussetzungen einen Rechtfertigungsgrund für strafbare Handlungen darstellen, schrieb das Gericht. Dies gelte aber nur, wenn das öffentliche Interesse auf Informationen so schwer wiegt, dass sich die Begehung einer Straftat rechtfertige. Das sei vorliegend nicht der Fall.

Ferner müsste die strafbare Handlung – hier der Hausfriedensbruch – der einzige Weg sein, um an notwendige Informationen für die Berichterstattung zu kommen. «Eine Berichterstattung über die Hausbesetzung war ohne das Betreten des Hauses nicht schlichtweg unmöglich», heisst es in der Kurzbegründung.

Neben der Busse auferlegte das Gericht der Beschuldigten die Gerichtskosten von fast 1800 Franken. Daneben habe sie der Privatklägerin eine Anwaltskostenentschädigung von 3000 Franken zu bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (SDA)

Letzte Ausgaben von zwei regionalen Sonntagszeitungen ausgeliefert

Am Sonntag ist die Ära der regionalen Sonntagspresse zu Ende gegangen. Die Redaktionen der Zeitung Zentralschweiz am Sonntag und der Ostschweiz am Sonntag lieferten ihre letzten Ausgaben ab.

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Die Blätter verabschiedeten sich unter anderem jeweils mit speziellen Editorials. In der Zentralschweiz am Sonntag erklärte der Publizistische Leiter CH-Media, Pascal Hollenstein, die Einstellung habe wenig mit der Leserschaft oder den Zeitungsmachern zu tun.

«Dramatisch indes verlief die Entwicklung am Inseratemarkt.» Die Zentralschweiz am Sonntag sei ein Opfer der unerbitterlichen wirtschaftlichen Logik im Internetzeitalter geworden, wo die Zeitungsbranche im zweistelligen Prozentbereich an Google, Facebook & Co. verliere.

Der Chefredaktor des St. Galler Tagblattes Stefan Schmid verglich rückwirkend das Aus der Ostschweiz am Sonntag nach gut sechs Jahren mit einem Sterben auf Raten. Seit November 2017 erschien die Zeitung nur noch digital. Mit diesem Schritt sei die Hoffnung verbunden gewesen, möglichst viele Leser zum Umstieg auf das E-Paper zu bewegen. Die Leserschaft habe jedoch fortan auf die Lektüre der digitalen Ostschweiz am Sonntag verzichtet.

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Alternativen am Samstag

Beide Editorials verweisen jedoch darauf, dass die Leserschaft des St. Galler Tagblatts und Schweiz am Wochenende künftig über ein umfangreicheres Angebot aus allen Ressorts und aus der Region am Samstag erhalte.

Die Zentralschweiz am Sonntag würdigte zum Abschied gute Geschichten der Vergangenheit und verweist als jüngstes Beispiel etwa auf die Untersuchung der Eidgenössischen Finanzkontrolle EFK beim Rüstungskonzern Ruag, welche die Zeitung angestossen habe. Auch die Recherchen zu Aktienanlagen der Nationalbank in Rüstungskonzerne sowie das Aufdecken von Missständen bei der Armee werden hervorgehoben.

Das vierbündige Blatt Zentralschweiz am Sonntag hatte zuletzt eine Auflage von 89’089 Exemplaren und erreichte rund 178’000 Leserinnen und Leser in der Deutschschweiz. Der Verlag CH Media hatte im März angekündigt, die Zeitung aus finanziellen Gründen nicht länger drucken zu wollen.

Stellenabbau in Gang gesetzt

Von der Einstellung der Ostschweiz am Sonntag sind in den Redaktionen der Ost- und Zentralschweiz rund zehn Vollzeitstellen betroffen. Zudem gibt es weniger Arbeit bei der Zeitungszustellung. Gemäss der Gewerkschaft Syndicom drohten durch die Einstellung der Zentralschweizer Sonntagzeitung rund 400 Personen die Entlassung bei der Post-Tochter Presto Presse-Vertriebs AG.

Die Zentralschweiz am Sonntag war im September 2008 lanciert worden, weil, wie es damals hiess, der Sonntag immer mehr zum Lesetag werde. Das Blatt startete mit dem Anspruch, neben den national ausgerichteten Sonntagstiteln eine Regionalzeitung zu sein. Der damalige Verlag, die LZ Medien, war bei den Inseraten eine Zusammenarbeit eingegangen mit der ehemaligen Zeitung Sonntag der Mittellandzeitungen.

Sonntagsangebot ausgedünnt

2018 schloss die NZZ-Mediengruppe die Tagblatt Medien in St. Gallen und die LZ Medien aus Luzern unter dem Dach der Regionalmedien zusammen. In der Folge kam es 2016 bei der Zentralschweiz am Sonntag zu einem neuen Layout.

Aus der Taufe gehoben worden war der Titel von Thomas Bornhauser, ab 2012 wurde sie von Dominik Buholzer verantwortet, der letztes Jahr seinen Rücktritt bekanntgab. Seine Nachfolge wurde intern mit Sasa Rasic besetzt.

Mit der Einstellung der Zentralschweiz am Sonntag und des E-Papers Ostschweiz am Sonntag dünnt sich der Sonntagmarkt aus. Vor wenigen Jahren galt der siebte Wochentag für regionale Medienunternehmen als ein Wachstumsfeld. Künftig erscheinen in der Deutschschweiz noch die SonntagsZeitung, die NZZ am Sonntag und der SonntagsBlick. (SDA)

Keystone-SDA erhält Auszeichnung für Textroboter-Projekt

Der diesjährige EANA Award for Excellence in News Agency Quality geht an die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Europäische Allianz der Nachrichtenagenturen (EANA) zeichnet den Keystone-SDA-Journalisten Stefan Trachsel aus, der das Automatisierungsprojekt Lena verantwortete.

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Lena erstellt bei Eidgenössischen Abstimmungen automatisiert tausende Resultatmeldungen auf Gemeindeebene, welche Kunden als Rohstoff für eigene Applikationen oder zur Recherche verwenden können. Erstmals setzte die multimediale Nachrichtenagentur den Schreibroboter bei der Volksabstimmung vom 29. November 2018 ein.

Mittlerweile hat Lena über 9000 Texte in Deutsch und Französisch erstellt. Stefan Trachsel leitete das kleine Team, das Lena programmierte und betrieb. Für die französische Version von Lena war Keystone-SDA-Journalist Yoan Veya zuständig.

Der Preis gehe an Projekte, die ein wichtiges Problem auf innovative Art und Weise lösten, adaptierbar seien für andere Nachrichtenagenturen, Umsatz-Kosten-Überlegungen in Betracht zögen und die Abdeckung erweiterten, sagte Peter Kropsch, EANA-Präsident und CEO der Deutschen Presse-Agentur DPA, bei der Preisankündigung.

«Die Auszeichnung für Stefan Trachsel freut uns sehr. Das Projekt Lena zeigt das Innovationspotenzial der Nachrichtenagentur auf, das wir zielstrebig für unsere Kunden ausschöpfen», sagt Keystone-SDA-CEO Markus Schwab.

Keystone-SDA wird Lena bei den Eidgenössischen Wahlen im Herbst erneut einsetzen. Wiederum sollen Texte produziert werden, welche die Wahlresultate sämtlicher Gemeinden beschreiben sowie Auffälligkeiten herausarbeiten und einordnen. (SDA)

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Stefan Trachsel erhielt den Preis.

Euroairport Basel verlängert Zusammenarbeit mit Clear Channel

Clear Channel setzt sich in einem Ausschreibeverfahren durch und ist für weitere fünf Jahre für die Vermarktung der Werbeflächen am Europairport Basel zuständig.

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Nachdem am Donnerstag bekannt gemacht wurde, dass der Vertrag mit dem Flughafen Zürich nicht verlängert wird (Werbewoche berichtete), konnte sich Clear Channel in einem Ausschreibeverfahren durchsetzen. Die Zusammenarbeit mit Euroairport Basel wird somit um weitere fünf Jahre verlängert. Somit wird das Unternehmen weiterhin die Werbeflächen im Flughafen vermarkten. Ausserdem ist der Ausbau von Digital-Out-Of-Home-Angeboten geplant.

Clear Channel ist nebst dem Euroairport Basel seit 2018 auch für die Vermarktung der digitalen Werbeflächen in den Swiss Lounges in Zürich zuständig.

Shining Pictures, Seed und Videoblink feiern heisses Sommerfest mit über 500 Gästen

Bereits zum sechsten Mal haben die Partner des Film-Netzwerks von Shining Pictures, Seed und Videoblink zum Sommerfest eingeladen. So heiss war es noch nie.

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2007 haben Caroline Braun, Reiner Roduner, Stefan Bircher und Felix Courvoisier gemeinsam ihr Film-Netzwerk ins Leben gerufen. 2009 fand das erste Sommerfest statt, und seither ist die Party, die alle zwei Jahre stattfindet, ein fester Fixpunkt im Kalender.

Gestern durften die Partnerfirmen Videoblink, Shining Pictures und Seed über 500 Gäste bei sich in Zürich-Wollishofen bewirten. Mit dabei waren Kunden, Agenturen, freie Filmschaffende, Mitarbeitende und Familienangehörige.

So heiss war es noch nie. Abkühlung versprach nicht nur das Bier, sondern genauso der Zürichsee, der keine zwei Minuten vom Areal der Partner entfernt liegt.

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KSP entwickelt Auftritt der Marke BioRe

KSP Krieg Schlupp Partner hat im Auftrag von Remei und der BioRe Stiftung die Marke BioRe entwickelt.

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Die BioRe-Mission ist die Förderung der biologischen Landwirtschaft, des fairen Handels und einer giftfreien Textilproduktion. Dabei geht die Marke keine Kompromisse ein.

Nach der Erarbeitung von Markendesign, Botschaftenhierarchie und Bildwelt wurde nun als erste Massnahme die digitale Markenplattform Biore.ch lanciert.

Das Versprechen steht für eine verantwortungsvolle Einkaufsentscheidung, welche die ökologischen und sozialen Werte im Produkt berücksichtigt. Jedes einzelne der nachhaltig produzierten BioRe-Produkte ist rückverfolgbar und die Kundinnen und Kunden erfahren, wer es in welcher Region hergestellt hat.

Neben ihrer Mission macht BioRe auf der neuen Website auf die Problematik im Anbau und in der industriellen Produktion von Textilien aufmerksam und zeigt ihre jeweiligen Lösungen. Dazu werden authentische Geschichten aus dem Herstellungsprozess und News rund um die Marke erzählt.

Um das Thema nachhaltige Mode trotz aller Ernsthaftigkeit möglichst ansprechend zu gestalten, hat KSP die Bildwelt «Showing Style» entwickelt und mit Nonophotography.ch in Visuals und Videos umgesetzt. Hier werden die Produkte der BioRe-Kunden in einem einheitlichen Look und mit einem Augenzwinkern gezeigt.

Verantwortlich bei Remei und BioRe-Stiftung: Marion Röttges (Co-CEO Remei); Claudia Keller (Head Communication Remei); Xenia Ritter (Kommunikation & Fundraising BioRe-Stiftung); Jürg Peritz (Präsident Stiftungsrat BioRe-Stiftung). Verantwortlich bei KSP: Uwe Schlupp (Creative Direction); Michelle Mancina (Art Direction); Tobias Brunner, Lukas Vigniti, Jelena Germann, Melodi Eken (Webdesign & Grafik); Simon Kaserer (Projektleitung Digital); Nico Kesper (Text); Tiffany Gaggia, Mara Bonnorand, Nina Stebler (Beratung); Daniel Krieg (Gesamtverantwortung); nonophotography.ch (Fotos & Videos).

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