Die Digitalisierung verändert das Liebesleben in der Schweiz massiv

46 Prozent der Schweizer, deren Partnerschaft innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden ist, haben ihren Partner online kennengelernt. Dabei haben sie auch Erfahrungen mit Beziehungsphänomenen wie «Ghosting» oder «Zombie-ing» gemacht. Dabei handelt es sich aber nicht um spezifische Phänomene des Online-Datings. Das zeigt eine umfassende Studie von Parship.ch.

couple-731890_1920

Als die Online-Partnersuche vor über 15 Jahren in der Schweiz aufgekommen ist, galt sie als etwas, das man eher heimlich nutzte und kaum darüber sprach. Mittlerweile ist diese Art der Partnersuche fest im Alltag verankert und liegt auf Platz eins auf dem Weg zur Liebe: 46 Prozent jener, die mit ihrem Partner innerhalb der letzten zwei Jahre zusammengekommen sind, haben diesen online kennengelernt. Dies zeigt die neuste repräsentative Studie der Online-Partnervermittlung Parship.ch, für die 1‘000 Frauen und Männer in der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt wurden.

Betrachtet man die Resultate einschliesslich aller Partnerschaften, die bereits vor der Online-Partnersuche entstanden sind, hat sich jedes fünfte Paar in der Schweiz online kenngelernt; allen voran die 30-39-jährigen mit einem Anteil von 30%. «Hat man ein bestimmtes Alter erreicht, ist man einerseits beruflich eingespannt und verfügt andererseits über einen relativ fixen Freundes- und Kollegenkreis. Da lernt man im Alltag kaum neue Menschen kennen», erklärt Parship.ch-Psychologin Barbara Beckenbauer die Häufung. «Die Online-Partnersuche eröffnet in diesem Fall einen naheliegenden und effizienten Weg, um einen passenden Partner zu finden.»

Regionale Unterschiede bei der Veränderung der Liebe durch die Digitalisierung in der Schweiz

Wie hat der Schritt von der Offline- zur Online-Liebe die Partnersuche in den verschiedenen Landesteilen der Schweiz verändert? Ist sie mit den digitalen Medien einfacher oder schwieriger geworden?

  • Deutschschweizer – und hier vor allem Nordwestschweizer, Zürcher und Ostschweizer (80%) – finden, dass die Online-Partnersuche heute flexibler ist als früher. Dem schliessen sich die Genfer von allen Schweizern am wenigsten an (42%).
  • Zürcher (66%) und Waadtländer (75%) finden am häufigsten, dass das Äussere heute eine grössere Rolle spielt.
  • Waadtländer und Nordwestschweizer glauben am häufigsten, dass man heute mehr unter Druck steht, den perfekten Partner zu finden (60%).

 

In Bezug auf Beziehungsdauer und Art der Partnerschaft zeigen sich ebenfalls kantonale Unterschiede sowie unterschiedliche Ergebnisse für die D-CH und F-CH:

  • Deutschschweizer (72%) und unter ihnen vor allem die Berner (79%) glauben viel häufiger als Westschweizer (60%), dass Partnerschaften heutzutage leichtfertiger beendet werden, dass man gegenüber früher höhere Ansprüche an einen Partner hat (D-CH: 66%, F-CH: 52%, Berner 79%) und man insgesamt mehr Partnerschaften eingeht (D-CH: 55%, F-CH: 48%, Berner 60%).
  • Nordwestschweizer sagen am häufigsten, dass die Partnerschaften insgesamt kurzlebiger geworden sind (76%, D-CH 64%, F-CH 54%) und man weniger kompromissbereit ist (63%, D-CH 53%, F-CH 51%).
  • Vor allem Ostschweizer glauben, dass man sich heutzutage deswegen nicht so schnell festlegen will (63%, D-CH 53%, F-CH 44%)

 

Regionale Unterschiede bei den Beziehungsphänomenen:

 

Ghosting (eine sich anbahnende oder schon feste Beziehung plötzlich und ohne Erklärung beenden, indem man den Kontakt abbricht)

  • Jeder vierte Nordwestschweizer hat schon geghostet (27%), am häufig passiert ist es Mittelländern und Zürchern (24%). Berner praktizieren das Ghosting am seltensten (9%) und haben es am seltensten erlebt (19%, zusammen mit den Wallisern 16%).

Zombie-ing (sich einige Zeit nach plötzlichem Kontaktabbruch wieder melden und so tun, als sei nichts gewesen) und Benching (sich jemanden warmhalten, obwohl das Interesse mässig ist, bis man jemand «Besseren» trifft)

  • Diese Beziehungsphänomne kommen am häufigsten in der Nordwestschweiz vor. 33% haben dort erlebt, dass sich jemand wieder gemeldet hat, als ob nichts passiert wäre. Auch das «Warmhalten» wird dort am häufigsten praktiziert (21%) und auch am häufigsten erlebt (23%). Mit Ausnahme von Genf passiert einem das aber eher in der Deutschschweiz als im Welschland.

Parallel Dating (mit zwei oder mehreren Menschen gleichzeitig ausgehen)

  • Zürcher tendieren dazu, am häufigsten mit zwei oder mehreren Partnern auszugehen (33%). Waadtländer tun dies am seltensten (12%), doch geben sie am häufigsten an, dass es ihnen schon widerfahren ist (29%, Zürcher mit 16% unterdurchschnittlich). Cushioning (neben einer eigentlichen Beziehung noch romantische Verabredungen eingehen, um im Falle eines Falles eine Reserve zu haben)
  • Genfer und Nordwestschweizer haben am häufigsten neben einer Beziehung noch eine weitere Romanze am Laufen (23% bzw. 22%). Genfer und Zürcher geben auch am häufigsten an, davon betroffen gewesen zu sein (21% bzw. 19%). Am seltesten findet man dieses Verhalten in Bern, ob aktiv (10%) oder passiv (5%).

Über die Studie

Die Studie wurde vom 5. bis 10. Juli 2019 vom digitalen Markt- und Meinungsforscher Unternehmen marketagent.com durchgeführt. Befragt wurden 500 Frauen und 500 Männer von 18 bis 69 Jahren in der Schweiz (Westschweiz, Raum Zürich, Raum Bern, Ostschweiz, Mittelland, Zentralschweiz, Nordwestschweiz und Graubünden).

Mehr oder weniger Druck durch digitale Medien?

Doch wie hat der Schritt von der Offline- zur Online-Liebe die Partnersuche verändert? Ist sie mit den digitalen Medien einfacher oder schwieriger geworden? Zu dieser Frage herrscht keine Einigkeit, wie die Studienergebnisse zeigen:

• Frauen finden häufiger als Männer, dass das Äussere heute eine grössere Rolle spielt (68% vs. 55%), man heute mehr unter Druck steht, den perfekten Partner zu finden (54% vs. 44%), einer grösseren Konkurrenz gegenüber steht (49% vs. 41%) und Partnersuche heute schwieriger geworden ist (30% vs. 24%). Gleichzeitig finden 40% der Frauen, dass es mehr potenzielle Partner gibt (Männer 50%).

• Vor allem die unter 29-Jährigen finden, dass die Partnersuche heute flexibler ist (74%), das Äussere eine grosse Rolle spielt (72%), man einer grösseren Konkurrenz gegenübersteht (54%), gleichzeitig aber auch mehr Verabredungen hat als früher (44%). Zudem habe man heute mehr Druck, den perfekten Partner zu finden (58%)

Dazu Parship.ch-Psychologin Barbara Beckenbauer: «Es ist gut möglich, dass der niederschwellige Zugang zu einer Vielzahl von Singles, die sich noch dazu von ihrer besten Seite zeigen, viele verunsichert, weil es ihren Wunsch nach Exklusivität und Langfristigkeit zu untergraben droht. Zumal alle Umfragen der letzten Jahre immer wieder das gleiche Bild zeigen: Die überwiegende Mehrheit der Menschen wünscht sich eine langfristige Partnerschaft mit den Werten Exklusivität und Loyalität, die auch vom Partner gefordert werden. Und zwar unabhängig von Geschlecht und Alter.»

 

In Bezug auf Beziehungsdauer und Art der Partnerschaft zeigen sich Frauen und Junge besonders kritisch:

  • Frauen finden häufiger als Männer, dass Partnerschaften leichtfertiger beendet werden (77% vs. 61%), man(n) heute höhere Ansprüche hat (67% vs. 57%), Partnerschaften eher kurzlebig (67% vs. 56%) und oberflächlich sind (54% vs. 40%). • Auch die 18-29-Jährigen haben den ähnlichen Eindruck wie die Frauen: häufiger als die anderen Jahrgänge glauben sie, dass Partnerschaften leichtfertiger beendet werden (76%), diese deshalb auch kurzfristiger sind (72%), man heute mehr Partnerschaften hat (63%) und sich weniger festlegen will als früher (55%).

«Die gemeinhin postulierte Annahme, dass Partnersuche und Partnerschaften wegen der digitalen Medien heute oberflächlicher und schnelllebiger geworden sind, zeigt mehr die Sorge der Befragten auf, als dass sie der Realität entsprechen würde», sagt Parship.ch-Psychologin Barbara Beckenbauer.

Auch die Zahlen belegen klar, dass der allgemeine Eindruck in Bezug auf die kürzere Partnerschaftsdauer täuscht: Zwei Drittel der Paare, die sich online kennengelernt haben, sind zwischen 5 und 15 Jahre mit dem Partner zusammen. In diesen Zeiträumen übertreffen sie sogar die Zahlen der Offline-Paare. Bei denjenigen, die sich offline kennengelernt haben, sind Langzeitpartnerschaften von mehr als 20 Jahren am häufigsten (wobei ein Vergleich mit Onlinepaaren nicht möglich, da es Online-Dating vor 20 Jahren in der Schweiz nicht gab).

Beziehungsphänomene – neuer Wein in alten Schläuchen

Wer sich mit dem Thema «Partnerschaft» beschäftigt, kommt nicht um Schlagworte wie Ghosting, Benching oder Parallel Dating herum. Doch wie die Studie zeigt, handelt es sich dabei nicht um spezifische Online-Dating-Phänomene. Zumal Menschen, deren Partnerschaften schon über 15 Jahre bestehen (und somit nicht online entstanden sind), ebenfalls mit diesen Phänomenen Erfahrung gemacht haben – wenn auch seltener.

  • Ghosting (eine sich anbahnende oder schon feste Beziehung plötzlich und ohne Erklärung beenden, indem man den Kontakt abbricht)
    • Jeder und jede Fünfte ist schon mal «geghostet» worden (20 bzw. 22%), genauso hat aber auch jeder fünfte Mann (19%) aber nur jede siebte Frau (14%) diese Taktik selbst angewendet. Am häufigsten ist es den 60-69- jährigen passiert (25%), bei den anderen ist es jeder Fünfte. Selbst gemacht haben es am häufigsten die 30-39-jährigen (21%).
    • Beziehungsdauer länger als 15 Jahre: 14% selbst passiert, 13% selbst gemacht
  • Zombie-ing (sich einige Zeit nach plötzlichem Kontaktabbruch wieder melden und so tun, als sei nichts gewesen)
    •  Dies ist vor allem bei den U50 ein Thema: 25% von ihnen (bei den U29 sogar 30%) ist es schon passiert, 16% haben es schon selbst angewendet.
    • Beziehungsdauer länger als 15 Jahre: 13% selbst passiert, 9% selbst gemacht
  • Parallel Dating (mit zwei oder mehreren Menschen gleichzeitig ausgehen)
    • Ist bei den 18-49-Jährigen durchaus ein Thema (26%), selbst davon betroffen waren – mit Ausnahme der Ü60 – knapp jeder Fünfte
    • Beziehungsdauer länger als 15 Jahre: 17% selbst passiert, 18% selbst gemacht
  • Breadcrumbing (sich gerade häufig genug beim anderen melden, um Interesse vorzugaukeln)
    • Jeder fünfte Mann (21% vs. 14% Frauen) und jeder Vierte unter 29 (27%) hat es schon mal gemacht. Ebenso ist es 16% der Männer (Frauen 15%) und 22% der U29 selbst passiert.
    • Beziehungsdauer länger als 15 Jahre: 11% selbst passiert, 10% selbst gemacht
  • Cushioning (neben einer eigentlichen Beziehung noch romantische Verabredungen eingehen, um im Falle eines Falles eine Reserve zu haben)
    •  Knapp jeder fünfte Mann (19%) gibt zu, nebst einer eigentlichen Beziehung noch andere romantische Verabredungen als «Reserve für den Notfall» unterhalten zu haben (Frauen 13%). Gerade bei den 30-39-Jährigen scheint diesbezüglich ein grosses «Sicherheitsbedürfnis» zu herrschen (23%).
    • Beziehungsdauer länger als 15 Jahre: 7% selbst passiert, 10% selbst gemacht Auch wenn die Phänomene nicht neu sind, können sie verunsichernd wirken, wie Barbara Beckenbauer bestätigt: «Natürlich gibt es Menschen, die diese Möglichkeiten ausnutzen und dadurch das Vertrauen eines anderen missbrauchen. Doch die gab es schon immer, auch vor dem Internet. Und egal, wie wir es drehen und wenden – die meisten Menschen auf Partnersuche wollen einfach jemanden finden, mit dem sie die Zweisamkeit geniessen und eine gemeinsame Zukunft planen können.»
Einfluss-vom-Internet-auf-das-Liebesleben[4]-(Schreibgeschützt)-5

Dachcom realisiert umfassendes Rebranding für Wolf

Die Agentur Dachcom hat einen neuen Markenauftritt für das Rheintaler Familienunternehmen Wolf realisiert.

02_Wolf_Marke_Logo

Seit 1969 stellt Wolf Sonnen- und Wetterschutzprodukte her. Zusätzlich bietet das Unternehmen einen schweizweiten Reparaturservice für Sonnenschutzprodukte aller Marken.

Pünktlich zum 50-Jahr-Jubiläum hat Dachcom für Wolf den neuen Gesamtauftritt inklusive neuem Logo und Claim entwickelt. Das Rebranding unterstreicht die Fertigungs- und Servicekompetenz und das breite Können der schweizweit etablierten Firma auf frische und selbstbewusste Art und bleibt der prägnanten Firmenfarbe Grün treu. 

Der neue Claim «Wolf stellt alles in den Schatten» soll die Kompetenz einer schweizweit etablierten Firma sowie das breite Angebot an Beschattungslösungen von Wolf widerspiegeln. Die Wolf-Headlines, die sich durch alle Massnahmen ziehen, geben Wolf eine eigene, unverkennbare Sprache.

Der neue Wolf-Auftritt kommt ab sofort in sämtlichen kommunikativen Massnahmen der Firma zur Anwendung, von der Gebäude- und Fahrzeugbeschriftung über Mitarbeiterbekleidung, Geschäftsausstattung, Image- und Produktebroschüren bis zu Give-aways für Kunden.

07_Wolf_Mitarbeiterbekleidung

Verantwortliche Agentur: Dachcom Team Rheineck / St. Gallen.

Stämpfli Kommunikation lanciert mit der Uni Bern die Jubiläumskampagne «Bern im All»

Anlässlich des 50. Jahrestags der ersten Mondlandung hat Stämpfli Kommunikation gemeinsam mit der Universität Bern eine Jubiläumskampagne entwickelt. Verschiedene Errungenschaften der Universität Bern wurden unter dem Motto «Bern im All» auf vielschichtige Weise kommuniziert.

03_BiA_UniBe_Kommmassnahmen_Key_Visual

«Bern im All» stiess auf grossen Anklang in der Bevölkerung. Es fanden Anlässe auf dem Bundesplatz, im Kursaal, an der Universität Bern und bei rund 20 Partnerinstitutionen statt. Gemeinsam mit ganz Bern feierten auch die grossen Raumfahrtorganisationen Nasa und ESA mit.

Stämpfli Kommunikation entwickelte mit der Universität Bern eine feierliche Kampagne und rückte so Bern als Weltraumstadt und Hotspot der internationalen Weltraumforschung ins Zentrum. Dabei galt es, der Markenidentität der Universität Bern als seriöser Bildungsinstitution gerecht zu werden und ihre wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu wahren.

Schlichte aber aussagekräftige Wissenschaftskommunikation

«Gemeinsam und partnerschaftlich mit Stämpfli Kommunikation entwickelten wir eine Strategie für unser Jubiläum, die unseren Bedürfnissen und Wünschen entsprach. Die klare Formensprache der Kampagne überzeugte uns sehr. Das ist Wissenschaftskommunikation at its best!», sagt Nicola von Greyerz, Projektleiterin «Bern im All».

Die Kampagne wurde visuell bewusst schlicht gehalten. Der Mond steht auf Drucksachen und Plakaten nah, leuchtend und manchmal auch silbern im Zentrum, während die Headline darauf verweist, dass Bern nicht nur auf dem Mond, sondern im ganzen Weltraum unterwegs war und ist. Sowohl die wissenschaftlichen Anspruchsgruppen wie auch das breite Laienpublikum sollten sich mit der gewählten Bildsprache und den hochwertig produzierten Umsetzungen identifizieren können.

Grosses Interesse am Thema «Mondlandung»

In Anlehnung an die Missionpatches der Nasa kreierte das Team von Stämpfli Kommunikation ein offizielles Jubiläumssignet. Dieses zeigt das Berner Sonnenwindsegel auf dem Mond und hält so den ersten Höhepunkt Berns als international bedeutende «Space Stadt» fest. Das Signet war auf zahlreichen Umsetzungen wiederzufinden. Neben der Merchandise-Kollektion wurden auch Pins für Offizielle und Würdenträger produziert. Bierdeckel waren in verschiedenen Berner Bars zu finden. Und an den Stickern erfreuten sich nicht nur die Kleinen, sondern auch die Forschenden an der Uni Bern.

Die Universität Bern und Stämpfli Kommunikation nutzten das gesamte Potenzial und involvierten die rund 20 beteiligten Partner- und andere Berner Organisationen aktiv, darunter Bern Welcome, die Stadt Bern, das Bernische Historische Museum, die Dampfzentrale Bern, das Kornhausforum, die Buchhandlung Stauffacher, das Berner Symphonieorchester, das Kino Rex und diverse Hotellerie-, Gastronomie- und Geschäftsbetriebe wie das Hotel Schweizerhof und Globus. Alle hatten die Möglichkeit, direkt bei der Agentur Kommunikationsmaterial zu bestellen und so die Jubiläumskampagne zu unterstützen.

Zur Verfügung gestellt wurden eigens für das Jubiläum produzierte Dispenser, die bewusst diskret designt waren. Die allgemeine Identifikation mit der Universität Bern und dem Thema «Mondlandung» entwickelte bereits vor den Feierlichkeiten eine Eigendynamik. So stellte Casa Nobile nach Absprache limitierte Mondpralinen her, und die Confiserie Glatz erfreute mit einem speziellen Mandelbärli.

Auch die Medienlandschaft liess sich für die Universität Bern und ihre Rolle in der internationalen Weltraumforschung begeistern. Verschiedene Interviews mit Zeitzeugen und Berichte über vergangene und künftige Missionen mit Beteiligung der Universität Bern waren in der lokalen und nationalen Presse zu finden.

Impressionen_Thomas_Zurbuchen

«DJ Radio»: My105 erweitert sein Angebot

Pünktlich zur Street Parade hat My105 sein Angebot erweitert und 14 neue DJ-Channels lanciert. Zudem hat das Musikmedium einen neuen Claim und ein neues Sound-Layout.

Medienmitteilung-Ausbau-Sommer-2019-_-12-8-2019-(002)

Zur Unterstreichung der klaren Positionierung und der Tatsache, dass die Musik nicht etwa von Algorithmen zusammengestellt und gemixt wird, hat My105 den Claim «DJ Radio» eingeführt. «Wir üben eine Art Filterfunktion aus und stellen aus rund 35 Millionen Songs, die sonst auf den gewöhnlichen Streaming-Diensten verfügbar sind, eigene Channels mit handverlesenen Songs in verschiedenen Genres zusammen. Wir sind so quasi der persönliche DJ der Hörer», sagt My105-Chef Giuseppe Scaglione. Dabei konzentriert sich My105 mit Stilrichtungen wie Hip Hop, Deutschrap, Urban Latin oder Dance/Electro auf den Sound der jungen Generation.

Zudem hat das Musikmedium in sein akustisches Erscheinungsbild investiert und konnte für die Erneuerung des eigenen Sound-Layouts – unter anderem für die Produktion von Jingles und Verpackungselementen – internationale Produzenten verpflichten. Erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind bereits auf my105 zu hören.

Apple übernimmt Zürcher Start-up

Apple hat offenbar das Zürcher Unternehmen Fashwell übernommen. Offizielle Stellungnahmen dazu gibt es weder von Fashwell noch von Apple - einige Mitarbeitende sollen jedoch Hinweise auf Linkedin verraten haben.

fashwell

Das in Zürich ansässige Start-up Fashwell ist offenbar von Apple gekauft worden. Dies berichtet Inside-it.ch unter Berufung auf einen Artikel von Macrumors. Fashwell entwickelt eine Bildersuche, mit der sich etwa Kleider oder Möbel in Onlineshops finden liessen. «Mit einer App fotografieren Benutzer Kleidungsstücke. Die intelligente Software findet dann ähnliche Artikel in Online-Shops», verspricht das ETH-Spinoff.

Die meisten Fashwell-Mitarbeiter geben auf ihren Linkedin-Profilen an, seit Januar bei Apple zu arbeiten. Demnach sei die Übernahme wohl schon Ende 2018 erfolgt, vermutet Macrumors. Eine offizielle Bestätigung liegt aber weder von Apple noch von Fashwell vor. (René Jaun/Netzwoche/hae)

 

Partnerpost

Parteiische Medien beeinflussen unpolitische Rezipienten

Politische Ansichten von US-Rezipienten werden von parteiischer Berichterstattung beeinflusst, wenn diese wenig an Politik interessiert sind und normalerweise nur unparteiische Medien konsumieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

newspaper-1389980_1280

Dem Forschungs-Team zufolge ist der Einfluss von Medien auf politische Ansichten nur begrenzt, da Menschen sehr unterschiedlich auf sie reagieren und viele persönliche Faktoren im Spiel sind. «Politisches Überzeugen ist schwer. Wenn es leicht wäre, würde die Welt heute deutlich anders aussehen», meint Adam Berinsky, Professor am MIT und Co-Autor der Studie.

Unpolitische leichter überzeugt

Um zu ermitteln, wie sich parteiische Berichterstattung auf die politischen Ansichten von Sehern auswirken, hat das MIT-Team eine Reihe von Experimenten und Umfragen mit mehreren Teilgruppen von Probanden durchgeführt. Diese wurden anhand von Faktoren wie Ideologie und Präferenzen bei Medien aufgeteilt. Die Forscher zeigten den Studienteilnehmern politische Inhalte von parteiischen und unparteiischen Medien und testeten ihre Reaktion darauf.

Es stellte sich heraus, dass Befragte, die freiwillig parteiische Medien konsumieren, von deren Inhalten weniger beeinflusst werden als solche, die eher zu unparteiischen Medien neigen. Das bedeutet, dass unpolitische Menschen, die keine fixe Meinung haben, eher überzeugt werden können, als jene, die bereits wissen, was ihre Präferenz ist. Laut den Forschern kann nur ein Kontakt mit parteiischen Medien die politische Ausrichtung eines vorher unpolitischen Menschen um ein Drittel verschieben. Auch auf parteiische Seher könne parteiische Berichterstattung einen Einfluss haben, jedoch sei er deutlich geringer.

Grossteil hat kein Interesse an Politik

Berinsky gibt zu bedenken, dass die meisten Menschen in den USA nicht an politischen Nachrichten interessiert sind. Eine Einflussnahme durch parteiische Medien sei bei einem Grossteil der Bevölkerung wenig wahrscheinlich. «Wir haben nur herausgefunden, dass diese Leute beeinflussbar sind, weil wir sie gezwungen haben, Nachrichten zu schauen», so Berinsky. Künftig wollen die Wissenschaftler auch die Auswirkungen von Berichterstattung erforschen, die gegen die Ansichten der Seher ist. (pte)

20 Minuten wegen Politwerbung auf der Frontseite gerügt

Der schweizerische Presserat hat 20 Minuten wegen eines Inserates zur Selbstbestimmungsinitiative auf der Frontseite gerügt. Das Blatt habe damit die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten betreffend die Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt verletzt.

image

Das Inserat mit dem Text «Sollen türkische Richter unser Minarettverbot aushebeln können? Wer das nicht will, sagt Ja zur Selbstbestimmungsinitiative!» abgedruckt. Dabei war die Illustration eines Minaretts in der gleichen Farbe gehalten wie das Logo von 20 Minuten.

Zwar habe der Verlag den gängigen Kriterien für die Trennung von Inhalt und Werbung Rechnung getragen, indem für das Inserat eine andere Schrift verwendet worden sei als für die übliche Frontseite, schreibt der Presserat in seinem am Freitag veröffentlichten Entscheid. Darüber hinaus sei auch der Auftraggeber «Egerkinger Komitee» erwähnt gewesen und es habe eine Kennzeichnung als Anzeige geben.

Aber dieser Hinweis sei kaum sichtbar gewesen und das Komitee der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Vor allem aber sei alles auf einer einzigen grafischen Ebene angelegt gewesen und daher sei für die Leserschaft zu wenig Klarheit über die Frontseite entstanden, die üblicherweise immer die wichtigsten Informationen enthalte.

Anders beurteilte der Presserat aufgrund von zwei Beschwerden die Seite 2: Dort sei der Unterschied zwischen der politischen Werbung und dem redaktionellen Inhalt auf den ersten Blick klargeworden und zwar aufgrund des völlig verschiedenen Schriftbildes. Auch habe dabei kein falscher Eindruck entstehen können, obwohl in diesem Fall die erforderliche Kennzeichnung als «Anzeige» gefehlt habe. (SDA)

Unbenannt-1

Facebook führt separaten Bereich für Medieninhalte ein

Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin dem US-Sender CNBC in der Nacht zum Freitag.

facebookw-t

Kurz davor hatte das Wall Street Journal berichtet, Facebook biete Medienunternehmen bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren. Unter den angesprochenen Medien seien die Washington Post, der Finanzdienst Bloomberg und die Wall Street Journal-Mutter Dow Jones. Dieses Informationen liess Facebook unkommentiert.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte den separaten News-Bereich im April ins Gespräch gebracht. Das Online-Netzwerk wolle stärker «hochwertige und vertrauenswürdige News» hervorheben, sagte er in einem Gespräch mit dem Chef des Medienkonzerns Springer, Mathias Döpfner. Dabei schloss Zuckerberg auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus.

Kritik wegen Falschnachrichten

Facebook schwankte im Umgang mit Medieninhalten in den vergangenen Jahren hin und her. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht – und setzte neue Prioritäten. Anfang 2018 kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollen im Newsfeed der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte – diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat – lehnte Facebook damals noch ab.

Facebook und Google sind besonders stark im Geschäft mit Online-Werbung – und bei ihnen landen auch Anzeigenerlöse, die früher an Medienunternehmen gingen.

Facebook bietet Medienpartnern laut Wall Street Journal die Wahl, ob sie ihre Inhalte direkt auf der Plattform des Online-Netzwerks vorhalten – oder in den neuen Bereich nur Überschriften und Auszüge platzieren, die zu ihren eigenen Websites weiterführen. Die Zeitung konnte nicht herausfinden, ob sich schon Medienunternehmen bereiterklärt haben, Inhalte an Facebook zu lizenzieren. (SDA)

Personalisierung steigert Kauffrequenz und reduziert Preissensibilität

Für ein auf den Konsumenten zugeschnittenes Angebot muss der Händler wissen, was gerade beim Verbraucher auf der Wunschliste steht. Wie wird Personalisierung aus Sicht der Konsumenten wahrgenommen? Ingenico Marketing Solutions hat eine Verbraucher-Umfrage in Deutschland durchgeführt.

personalization
  • Knapp 32 Prozent können sich vorstellen, dass eine personalisierte Angebotswerbung bei ihnen zu mehr Kauffrequenz führt
  • 46,2 Prozent der Befragten geben an, dass Hinweise auf neue Produkte und Spezialangebote das größte Interesse erzeugen
  • 14,9 Prozent der Befragten wollen bei individuellen Angeboten weniger auf den Preis achten

Personalisierte Angebote erhöhen Kauffrequenz bis zu 55 Prozent

Knapp 32 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass eine personalisierte Angebotswerbung bei ihnen zu mehr Kauffrequenz führt. Bei den Befragten, die sich explizit auf sie zugeschnittene Werbung wünschen, liegt dieser Wert bei 46,4 Prozent. Grenzt man nun noch einmal auf die Gruppe ein, die Werbung gegenüber aufgeschlossen ist, erhöht sich die Bereitschaft zu mehr Kauffrequenz sogar auf 55 Prozent. Und nur 15,5 Prozent der Befragten schließen dieses Verhalten bei sich generell aus.

Neuigkeiten und Spezialangebote statt Angebote zu schon gekauften Artikeln

Auf die Frage, ob Verbraucher bei einer individuellen Ansprache mehr Wert darauf legen, an bereits gekaufte Produkte des täglichen Bedarfs erinnert zu werden oder auf Neuigkeiten zu speziellen Angeboten, fällt das Ergebnis eindeutig aus: Die Mehrheit gibt an, dass Hinweise auf neue Produkte und Spezialangebote (46,2 Prozent) oder ein Mix dieser mit Informationen zu bereits in der Vergangenheit gekauften Produkten (42,7 Prozent) das größte Interesse erzeugen. Nur wenige Konsumenten sind daran interessiert, ausschließlich Werbung zu bereits gekauften Artikeln zu erhalten (12 Prozent).

Für ein Viertel der Befragten ist ein passendes Angebot wichtiger als der Preis

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, dass personalisierte Angebote nachweislich die Preissensitivität der Kunden reduzieren. Im Durchschnitt gaben 14,9 Prozent der Befragten an, bei individuellen Angeboten weniger auf den Preis achten zu wollen. Bei der für Werbung aufgeschlossenen Zielgruppe stellen bereits 25,8 Prozent das Angebot vor den Preis. Und sogar knapp 31 Prozent der für Werbung aufgeschlossenen 30- bis 39-Jährigen achten weniger auf den Preis.

«Die Umfrage zeigt deutlich, dass Verbraucher bereit sind, ihr Konsumverhalten zu verändern», resümiert Jochen Freese, Geschäftsführer von Ingenico Marketing Solutions. «Zum einen würden sie Händler mit Personalisierungskompetenzen häufiger aufsuchen, was zu Mehrumsätzen führt. Zum anderen könnten Händler sogar auf Rabatte und somit Margenreduktionen verzichten, was den Ertrag steigert. Das funktioniert allerdings nicht bei Händlern, die unter Personalisierung lediglich die Ansprache mit Namen verstehen», so Freese. «Wir meinen ein auf den Konsumenten zugeschnittenes Angebot, das seine Kauf- und Suchgewohnheiten mit denen aller anderen Kunden in Beziehung setzt und das vor allem an allen Konsumenten-Touchpoints für einen relevanteren und somit erfolgreicheren Dialog eingesetzt wird.»

Ingenico Marketing Solutions ist ein europaweiter Anbieter für Kundenbindungskonzepte. Für die Umfrage «Personalisierung im Omnichannel-Handel durch Recommender Systeme» wurden vom 13. bis zum 20. Dezember 2018 insgesamt 1051 Privatpersonen ab 18 Jahren aus Deutschland online befragt. Das White Paper mit der Studie kann hier bezogen werden.

Presserat rügt Blick wegen Namensnennung des Vierfachmörders von Rupperswil

Der Presserat rügt Blick und Blick.ch, die mit der Veröffentlichung des Nachnamens des Vierfachmörders von Rupperswil AG den Journalistenkodex verletzt haben.

Thomas N Blick Presserat

Der Presserat hat zwei Beschwerden gegen die beiden Medien gutgeheissen. Sie hatten im Nachgang des Berufungsprozesses im Fall Rupperswil von Mitte Dezember 2018 den Nachnamen des Vierfachmörders genannt.

In Artikeln vom 14. Dezember argumentierten die beiden Medien, warum sie ab sofort den Vierfachmörder beim vollen Namen nennen wollten. Zum einen habe seine Verteidigung den Nachnamen nach Abschluss des Berufungsprozesses vom Vortag genannt, womit das gleiche Recht auch für die Öffentlichkeit gelte. Zum anderen sei der Name viel zu lange abgekürzt worden, der Täter habe sein Recht auf Persönlichkeitsschutz verwirkt. Ausserdem wurde auch ein verpixeltes Bild des Vierfachmörders im Polizeiauto veröffentlicht.

Auch Mörder haben Recht auf Privatsphäre

Der Presserat bestreitet nicht, dass es sich beim Vierfachmord von Rupperswil um ein aussergewöhnlich schweres Verbrechen handelt. Es habe auch ein grosses öffentliches Interesse am Fall bestanden und damit verbunden auch am Mörder.

Dies sei jedoch nicht gleichzusetzen mit einem überwiegenden öffentlichen Interesse an einer identifizierenden Beichterstattung. Nach Beurteilung des Presserats besteht ein solches nicht. Ein Mörder und seine Angehörigen, die vom Gerichtsbericht betroffen seien, hätten ein Recht auf Schutz ihrer Privatsphäre, ungeachtet der Abscheulichkeit der Tat, schreibt der Presserat. Der Betroffene dürfe grundsätzlich nicht identifiziert werden.

Begrüsst hat der Presserat den Entscheid sämtlicher Schweizer Medien, auch des Blicks, den Nachnamen bis zum Berufungsprozess konsequent abzukürzen. Sie hätten damit Rücksicht genommen auf eine allfällige, zugegebenermassen eher theoretische Resozialisierung und insbesondere auf die Familie des Vierfachmörders.

Die Berichterstattung bis zum 13. Dezember 2018 zeige, dass die Information der Öffentlichkeit über die Aufklärung eines Kapitalverbrechens oder ein entsprechendes Gerichtsurteil nicht zwingend eine identifizierende Berichterstattung implizieren müsse.

Mit der Namensnennung hätten Blick und Blick.ch den Mörder und damit auch dessen Familie unnötig an den Pranger gestellt. Keine der im Journalistenkodex aufgeführten Ausnahmen, die eine Namensnennung oder identifizierbarende Berichterstattung erlauben würden, sei erfüllt. Damit habe die Redaktion den Journalistenkodex verletzt.

Mit dem Bild des Täters im Polizeiauto habe Blick.ch dagegen dessen Privatsphäre knapp nicht verletzt. Das Gesicht sei nur klein und undeutlich erkennbar gewesen, auch weil der Rückspiegel des Autos einen Teil davon verdeckt habe. Damit sei der Vierfachmörder kaum identifizierbar gewesen. (SDA)
 

Orell Füssli im ersten Halbjahr mit tieferem Umsatz

Die Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli hat im ersten Halbjahr 2019 nach dem Verkauf von Betriebsteilen einen tieferen Umsatz verbucht. Das Betriebsergebnis konnte jedoch gesteigert werden und auch unter dem Strich wurde ein Gewinn ausgewiesen.

orell-fuessli

Der Umsatz sank um 9,6 Prozent auf 115,2 Millionen Franken, wie die Gesellschaft am Freitag mitteilte. Der operative Betriebsgewinn auf Stufe EBIT erreichte 8,1 Millionen Franken nach 3,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Darin sind Sondereffekte in Höhe von 0,3 Millionen (Vorjahr -0,6 Mio) enthalten. Das Reinergebnis war mit 5,4 Millionen Franken positiv, dies nach einem Wert von 0,0 im Vorjahr.

Die Division Zeiser konzentriert sich nach dem Verkauf von Unternehmensteilen im Vorjahr ausschliesslich auf das Kerngeschäft Serialisierung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten. Der Umsatz betrug hier 14,6 Millionen Franken. Gegenüber dem vergleichbaren Nettoerlös im Vorjahr von 8,2 Millionen entspreche dies einer deutlichen Steigerung von 78 Prozent, schrieb das Unternehmen weiter.

Im Sicherheitsdruck reduzierte sich der Umsatz um rund 4 Prozent auf 56,0 Millionen und das Betriebsergebnis um etwa 2,9 Prozent auf 6,6 Millionen. Als Gründe werden eine geringere Auslastung und die Erhöhung des Anteils internationaler Kunden am Produktmix genannt.

Buchhandel steigert Verkäufe

In der Division Buchhandel konnten die Verkäufe mit 40,9 Millionen Franken um 4,6 Prozent gesteigert werden. Hier resultierte ein positives Betriebsergebnis von 0,4 Millionen, nach einem Verlust von zuvor 0,9 Millionen.

Das sei auf eine verbesserte Marktleistung sowie die fortgesetzte Umsetzung des Transformationsprogramms zurückzuführen, hiess es weiter. Das Digital- und Onlineversand-Geschäft habe zugelegt und mit Eröffnungen in der Europaallee in Zürich sowie dem Seedammcenter in Pfäffikon SZ sei das Filialgeschäft ausgebaut worden.

«Globi» schwächelt

Der Nettoerlös der Orell-Füssli-Verlage lag um 8 Prozent tiefer als im Vorjahreszeitraum. Orell Füssli spricht von schwächeren Verkaufszahlen im Bereich Kinderbuch. Der «Globi»-Verlag habe nicht an die Zahlen des Vorjahreszeitraums anknüpfen können, während der Bereich Sachbuch eine erfreuliche Entwicklung gezeigt habe.

Für 2019 erwartet Orell Füssli weiterhin eine «rückläufige Ertragssituation». Im grössten Bereich Sicherheitsdruck würden im zweiten Halbjahr vorwiegend Aufträge für internationale Kunden produziert. Zeiser werde die positive Entwicklung fortsetzen können. Für den Buchhandel wird eine stabile Entwicklung erwartet. Einmal mehr werde das Weihnachtsgeschäft über den wirtschaftlichen Erfolg des Geschäftsjahres entscheiden. (sda)

Internet-User misstrauen Native Advertising

Nur wenige Internetnutzer vertrauen Native Advertising. Als redaktionelle Inhalte getarnte Werbung kommt oftmals gar nicht gut an, wie eine Umfrage der Marketing-Plattform Outbrain besagt.

NATIVE ADVERTISING CONCEPT

«Unternehmen definieren sich nicht selbst, sondern werden über das, was sich Konsumenten untereinander darüber erzählen, definiert. User im Internet vertrauen eher anderen Usern als Firmen. Viele Unternehmen verstehen das noch immer nicht und wollen sich das Vertrauen erkaufen. Das tun sie unter anderem, indem sie redaktionelle Inhalte kaufen», sagt Bernd Pfeiffer von LimeSoda im Interview mit Pressetext.

Outbrain hat die Umfrage online mit etwa 1.000 erwachsenen Usern durchgeführt. 28 Prozent der Befragten haben in den vergangenen sechs Monaten eine Native Ad angeklickt, doch nur 22 Prozent haben dem vertraut, was sie gelesen haben. Inhalte auf Facebook gelten als besonders verdächtig, nur 17 Prozent der Befragten vertrauen ihnen. Die Inhalte von Native Ads sind nicht immer verständlich. 57 Prozent begreifen, was ihnen solche Werbungen im Internet sagen wollen, bei Facebook verstehen allerdings nur 51 Prozent die Inhalte von Native Ads.

Misstrauen, aber auch Nutzen

Trotz des Misstrauens können Native Ads auch positive Effekte haben. Empfehlungen über Produkte durch Native Advertising können für User durchaus bereichernd sein. Rund 40 Prozent der Befragten findet durch diese Empfehlungen immer wieder interessante Inhalte. Mit 46 Prozent meint fast die Hälfte, sie hätte aus den Empfehlungen schon einmal etwas gelernt.

Den Usern besser nichts vorspielen

Pfeiffer rät davon ab, sich das Vertrauen der User mit scheinbar redaktionellen Inhalten zu erschleichen: «Bei ihrer Werbung sollten Unternehmen ehrlich sein. Sie sollten keine Mischformen verwenden und den Usern nicht etwas vorspielen. Die Leute erkennen versteckte Werbung im Internet mittlerweile sehr gut und enthüllen sie online. Da User in diesem Fall miteinander negativ über ein Unternehmen sprechen, schadet das dessen Ruf nur», so Pfeiffer. (pte)

get_footer();