Facebook verschärft Regeln für politische Werbung vor US-Wahl 2020

Facebook verschärft gut ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl die Regeln für Werbung mit politischen Inhalten in den USA. Werbekunden, die solche Anzeigen schalten wollen, müssen sich ab Mitte Oktober mit zusätzlichen Informationen ausweisen.

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Das kann zum Beispiel die Steuernummer oder die Registrierung bei der US-Wahlbehörde sein. Facebook schreibt bereits vor, dass bei Werbung mit politischen Inhalten angegeben werden muss, wer dafür bezahlt hat.

In einigen Fällen hätten Werbekunden aber versucht, irreführende Angaben dazu zu machen, erklärte Facebook nun. Sie mussten auch schon bisher Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website-Namen angeben.

Facebook war nach den Einflusskampagnen aus Russland im Umfeld der US-Präsidentenwahl 2016 unter massiven Druck geraten, für mehr Transparenz bei politischer Werbung zu sorgen. Die Aktionen zielten damals unter anderem darauf, die Spaltung in der US-Gesellschaft bei Themen wie Waffenbesitz oder Rassen-Spannungen zu verstärken.

 

Kampagnen aus Russland

Dazu wurden kontroverse Beiträge als bezahlte Anzeigen in die Newsfeeds der Nutzer gebracht. Facebook und US-Behörden sehen es als erwiesen an, dass die Kampagnen von Russland aus geführt wurden, die russische Regierung bestreitet eine Beteiligung daran.

«Die Menschen sollten wissen, wer versucht, ihre Wahl zu beeinflussen, und Werbekunden sollten nicht in der Lage sein zu verschleiern, wer für die Anzeigen zahlt», betonte Facebook am Mittwoch.

Der Druck auf das soziale Netzwerk, seine Transparenz verbessern zu müssen, betrifft auch legale Wahlwerbung durch sogenannte PACs (Political Action Committees), bei der die Anwender häufig kaum erkennen können, welche Lobbygruppe sich dahinter versteckt. (SDA)

Plan.Net Suisse verantwortet neu die digitale Kommunikation von Flyer

Flyer ist ein E-Bike-Unternehmen mit Sitz in Huttwil. Die Agentur Plan.Net Suisse zeichnet neu für die digitale Kommunikation des Unternehmens verantwortlich.

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Seit 1995 entwickelt, produziert und vertreibt Flyer E-Bikes in der Schweiz, sowie auch in Deutschland, der Niederlande, Frankreich und Italien.

Im Bereich digitale Kommunikation arbeitet Flyer neu mit Plan.Net Suisse zusammen. Als Basis für die digitale Kommunikation wird in einem ersten Schritt die Webplattform neu entwickelt und lanciert.

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Zermatt Tourismus neu mit virtueller Assistentin

Seit Mittwoch sitzt in der Schalterhalle von Zermatt Tourismus neben den Gästeberaterinnen eine virtuelle Assistentin, die Fragen von Gästen beantwortet. Das Projekt wurde von Speed U Up umgesetzt.

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«Etwas Vergleichbares gibt es bislang noch nicht im Tourismus», sagt Christian Ziörjen, Leiter Destinationsservice bei Zermatt Tourismus. Gemeint ist damit die neue «Gästeberaterin» Alexa, eine virtuelle Assistentin, die seit Mittwoch in der Schalterhalle von Zermatt Tourismus stationiert ist. Mit dem Projekt möchte Zermatt Tourismus neue digitale Möglichkeiten nutzen, mit Veränderungen mitgehen und sich innovativ zeigen.

 

Ergänzt die Gästeberatung

«Die Assistentin löst dabei keinesfalls das Personal in der Gästeberatung ab, sondern sie ergänzt es», hält Christian Ziörjen fest. So kann Alexa beispielsweise nicht beraten, sondern lediglich Informationen abrufen. Fragen wie «Wo gibt es den besten Ort für Matterhornfotos?», «Wie viel kostet eine Fahrt auf den Gornergrat?», «Was kann ich in Zermatt tun?» oder «Welches Restaurant empfehlen Sie mir?» beantwortet sie problemlos. Sie stellt dem Gast dabei auch Gegenfragen, um die Resultate einzugrenzen.

Neben dem informativen Charakter bringt Alexa auch einen Spiel-Faktor mit sich. Gäste können sich spielerisch mit der Destination auseinandersetzen, sodass bereits die Gästeinformation zum Erlebnis wird.

 

Fremdsprachen folgen

Momentan versteht Alexa nur Deutsch. Weitere Sprachen kommen jedoch bald hinzu. Für die Entwicklung und Installation zeichnet die Agentur Speed U Up verantwortlich, die bereits in der Vergangenheit verschiedene digitale Projekte für diverse Tourismusdestinationen realisiert gemacht hat.

Webmedienmonitor 2019: Radio- und Fernsehnutzung verlagert sich immer mehr ins Internet

Der «Webmedienmonitor 2019» zeigt, dass mehr als die Hälfte des Schweizer Radio-/Audio- sowie TV-/Video-Konsums heute bereits im Internet stattfindet. Auch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer sowie das Interesse für Webmedien im Werbemarkt sind gewachsen.

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Viel Positives im Schweizer Medienmarkt: Das Angebotsspektrum ist mit insgesamt 593 Onlineaudio- und Onlinevideo-Angeboten von 261 Anbietern inhaltlich und sprachlich äusserst vielfältig. Besonders stark vertreten sind klassische Medienmarken: Rund zwei Drittel der 440 Onlineaudio-Angebote stammen von UKW/DAB+-Radiomarken. Im Onlinevideo-Bereich kommt mehr als die Hälfte (56 Prozent) aus dem Fernseh-, Radio- oder Printmarkt.

Gegenüber der Vorgängerstudie 2017 hat sich der Webmedienmarkt weiter professionalisiert: Kleinere «Hobby-Anbieter» sind auf reichweitenstarke Social-Media-Plattformen gewechselt. Die Attraktivität für die Werbebranche ist gestiegen und entsprechend positiv sind die Prognosen der Anbieter: Sie rechnen für den Onlineaudio-Bereich bis 2021 mit einem jährlichen Werbewachstum von 18 Prozent, bei Onlinevideo sogar um 49 Prozent.

 

Nutzung und Zahlungsbereitschaft gestiegen

Bereits 56 Prozent der TV-/Video-Nutzung sowie 54 Prozent der Radio-/Audio-Nutzung finden in der Schweiz heute im Internet statt. Die beliebtesten Angebote der Online-Audio-Nutzer sind Simulcast-Streams der UKW-Sender sowie Musikstreaming-Dienste. Im Video-Segment sind vor allem Live-TV-Programme der TV-Sender sowie kostenlose Videoportale populär.

Parallel wächst aber auch die Zahlungsbereitschaft für Medieninhalte im Internet. Schon mehr als ein Drittel der Schweizer Onliner nutzt (zumindest gelegentlich) kostenpflichtige Online-Audio-Angebote, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es bereits knapp die Hälfte (48 Prozent). Noch stärker ist dieser Trend im Online-Video-Segment. Hier nutzen mehr als die Hälfte und bei den 16- bis 29-Jährigen sogar bereits zwei Drittel der Befragten kostenpflichtige Online-Video-Plattformen.

 

Viel Potenzial für Wachstum

Die Wachstumsprognosen der Webmedien-Branche sind überwiegend positiv. Befragt nach den künftigen Markttreibern, nennen die Audio-Anbieter vor allem Audio-Streaming im Auto und In-Car-Entertainment-Systeme. Auch bei Smart-Speakern, der Personalisierung der Angebote und Podcasts sehen sie viel Entwicklungspotenzial für die Branche.

Als wichtigste Zukunftsthemen im Schweizer Onlinevideo-Markt gelten innovative Formate, Interaktivität der Inhalte, aber auch 5G und Influencer-Marketing.

Der «Webmedienmonitor 2019» wurde im Auftrag des Bakom durch Goldmedia erstellt. Die Studie zum Schweizer Onlineaudio- und Onlinevideo-Markt basiert auf einer umfangreichen Befragung von Webmedien-Anbietern und -Nutzern im Juni/Juli 2019 und kann hier kostenlos abgerufen werden.

Privatradios: UKW-Sender sollen bis Ende 2024 abgeschaltet werden

Die Digitalisierung der Schweizer Radios schreitet voran. Bis Ende 2019 sind alle UKW-Sender auch über DAB+ empfangbar. Das Ziel des Bundesamtes für Kommunikation Bakom ist es, die UKW-Sender bis spätestens 2024 abzuschalten.

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Die Branche der Privatradios feiert einen runden Geburtstag. Vor 20 Jahren starteten die Radiosender mit den ersten Programmen über DAB, wie Bakom-Vizedirektor Bernard Maissen am Donnerstag am Swiss Radio Day 2019 in Zürich zurückblickte.

Wie es der Zufall will, feiert auch der Swiss Radio Day, die jährliche Zusammenkunft von privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk, ein 20-Jahr-Jubiläum. In einem bewegten Medienumfeld verzeichneten die Privatradios stabile Hörerzahlen, sagte Jürg Bachmann, Präsident des Verbandes Schweizer Privatradios.

 

Unterstützung bei der Umstellung

Um der Branche den Umstieg von der analogen zur digitalen Technik zu erleichtern, hat der Staat die Privatradios in den Jahren 2014 bis 2018 laut Maissen mit insgesamt 24 Millionen Franken unterstützt. In den nächsten Jahren sind es insgesamt 44 Millionen Franken. Ende 2022 soll diese Unterstützung sukzessive auslaufen.

Für das Kommunikationskonzept stehen insgesamt 10,3 Millionen Franken zur Verfügung. Davon sind 4,7 Millionen ausgegeben. Es folgen 5,6 Millionen bis 2024. Die wichtigsten Tunnel der Nationalstrassen in der Schweiz sollen bis Ende 2019 so ausgerüstet sein, dass auch dort DAB+ empfangen werden kann.

Die Umstellung auf DAB+ erfolgt, um die Programmvielfalt auch in Zukunft sicherstellen zu können, sagte Maissen weiter. Für die Randregionen lässt das Bakom einen Türspalt offen. Die Aufsichtsbehörde prüft, ob einzelne UKW-Sender punktuell und zeitlich begrenzt über Ende 2024 weiter betrieben werden könnten.

 

Audio via Internet im Aufwind

In der digitalen Welt setzen die Hörerinnen und Hörer, namentlich die Jugendlichen, immer stärker auf Audio- und Video-Inhalte im Internet. Das zeigt der Webmedienmonitor 2019 der Firma Goldmedia (Werbewoche.ch berichtete). Die Zahl der Angebote von Webradio und -TV wird laut dem CEO von Goldmedia, Klaus Goldhammer, weiter stark wachsen. (SDA)

In Flagranti lanciert Saisonkampagne für den EHC Biel Bienne

In Flagranti hat erneut für den EHC Biel Bienne die Saisonkampagne umgesetzt – und das mit viel Punch.

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Der Eigensinn des Eishockey-Clubs und seiner Charaktere spiegelt sich in der Saisonkampagne 2019/20 wider: Erneut inszeniert in flagranti communication die Charakterköpfe des EHCB in den Vereinsfarben und unterstreicht den Kampfgeist der Schlüsselspieler mit saftigen Punchlines. 

Die Kampagne des EHCB wird ab September über Plakate, Flyer, Passenger-TV, Inserate und in sämtlichen Online-Kanälen gestreut und alle Infos rund ums Team transportieren 

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Verantwortliche Agentur: In Flagranti Communication. Fotografie: Stephan Bögli.

Stämpfli realisiert Imagekampagne für Energie Wasser Bern

Vor einem Jahr hat Stämpfli Kommunikation für Energie Wasser Bern EWB eine Imagekampagne unter dem Motto «vou im flow» konzipiert. Daraus sind im ersten Jahr drei Imagespots und ein Gesamtspot rund um die Engagements von EWB entstanden.

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Nach der letztjährigen Lancierung liegt 2019 der Fokus auf der Etablierung der Imagekampagne. Dabei entwickelte Stämpfli Kommunikation zusammen mit EWB basierend auf dem Konzept von «vou im flow» drei Aktionen. Das Ziel der Aktionen ist, das positive Berner Lebensgefühl spür- und erlebbar zu transportieren und gleichzeitig die Berner Bevölkerung daran zu beteiligen, damit sie durch Energie Wasser Bern «vou im flow» bleibt.

 

Aktion 1: Schlag den Genoni

Zu Jahresbeginn konnten Kids bei der Kunsteisbahn beim Bundesplatz Bern beim damaligen SCB-Torhüter Leonardo Genoni ihr Glück versuchen. Beim Penaltyschiessen gegen den renommierten Eishockeytorhüter durften 60 Kids ihren «flow» unter Beweis stellen.

Der 12-jährige Nico war schliesslich der glückliche Gewinner eines signierten SCB-Trikots, eines exklusiven Pokals und eines Hockeystocks. Die weiteren Teilnehmer bekamen eine handsignierte Autogrammkarte und einen Puck.

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Aktion 2: Grill & Chill

Anfang Juli fand im Marzili beim Dalmazimätteli das «Grill & Chill» statt. Die Berner Musiker der Band «The Cavers» sowie der Berner Sänger und Songwriter Josua Romano spielten die anwesenden Bernerinnen und Berner «vou» in den «flow». Mit seinen hausgemachten Burgern sorgte der «Tätschmeister» für ein kulinarisches Highlight vor Ort. Die Gäste konnten auch ihre eigenen Esswaren mitbringen und auf dem von EWB fix installierten Gasgrill «Ernie» grillieren. Dieser exklusive Gasgrill ist ein Geschenk von EWB an die Berner Bevölkerung. «Ernie» der Gasgrill steht täglich bis 22.00 Uhr kostenfrei zur Verfügung. 

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Aktion 3: Die Individualkreativen

Für den Auftritt von EWB am Gurtenfestival wurden zwei junge Berner Künstler, die «Individualkreativen», engagiert. Gina Graeser alias «Ginadraws» und Manuel Rohrer alias «Tens» performten während der vier Festivaltage live in der EWB-Lounge bei der Waldbühne. Im Vorfeld kreierten die beiden Künstler in Zusammenarbeit mit der Agentur drei eigenständige Sujets. Die drei Sujets symbolisierten drei Festival-Besuchertypen. 

So entstanden die «Wiudsou», der «Trapfuchs» und der «Dance Häsu». Diese drei Sujets gab es während des Festivals auch als Tattoo-Aufkleber. Zugleich bekamen die Gäste beim Posten ihres Bildes mit dem Hashtag #vouimflow einen Bag mit dem Aufdruck des gewünschten Sujets. Je nach Wunsch konnten die Gäste den Bag noch durch die «Individualkreativen» vor Ort individualisieren lassen – so entstand eine Vielzahl an persönlichen Motiven, zugeschnitten auf die Wünsche der Gäste. 

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Minestrone PR & Kommunikation ist servierbereit

Nach zehnjähriger Erfahrung in der Kommunikationsbranche gründet Nathalie Stöckli die Firma Minestrone. Die 31-Jährige bietet den Kunden Texte, Konzepte und Publikationen.

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Minestrone versteht sich als Partnerin für Kommunikation mit Substanz. «Mit einfachen, aber wirkungsvollen Zutaten etwas Reichhaltiges kreieren – das bedeutet für mich Minestrone», so die Seeländerin in einer Mitteilung. Auf dem Menü stehen Dienstleistungen in den Bereichen Medienarbeit, Corporate Publishing und Textproduktion. Minestrone unterstützt Firmen und Verbände bei der Konzeption, Planung und Umsetzung. Sei es beim Anrichten mit der grossen Kelle oder Auslöffeln einer eingebrockten Buchstabensuppe. «Ich lasse mich gerne begeistern – von Menschen, Unternehmen, Ideen und Geschichten», so die Inhaberin. 

Minestrone ist zwar keine Agentur, kann aufgrund des breiten Netzwerks gezielt Partner hinzunehmen und somit die gesamte Projektabwicklung übernehmen. Eine feste Partnerschaft besteht mit dem Texterinnenduo Inyourface, das in derselben Bürogemeinschaft in Bern einquartiert ist.  

Nathalie Stöckli war unter anderem als PR-Managerin des Hotel Schweizerhof Bern, als Verantwortliche PR und Events der Schweizer Wanderwege, Juniorberaterin bei Agenturen und Videojournalistin tätig.
 

Radio Rumantsch und Rhône FM sind die sympathischsten Radios der Schweiz

Der SRG-Sender Radio Rumantsch ist die sympathischste Radiomarke der Schweiz, gefolgt vom Walliser Privatradio Rhône FM. Dies ergeben erste Analysen der diesjährigen MediaBrands-Studie von Publicom.

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In der diesjährigen MediaBrands-Studie untersuchte Publicom 172 Medienmarken auf ihre qualitative Ausstrahlung im Publikum. Darunter befinden sich 49 Radiomarken, für die eine erste Analyse vorliegt. Neben Qualitätsdimensionen wie Glaubwürdigkeit, Informationsrelevanz oder Unterhaltungswert beurteilen die Hörerinnen und Hörer der verschiedenen Sender auch deren Sympathiewert. Das zum ersten Mal in der Studie berücksichtigte rätoromanische SRG-Radio schaffte es im Sympathieranking direkt an die Spitze. Auf dem zweiten Platz landete das Westschweizer Privatradio Rhône FM, das den letztjährigen Sympathiesieger, das zweisprachige Freiburger Radiofr, überholen konnte. 

Rhône FM erzielt auch auf anderen Qualitätsdimensionen hohe Werte. Zum Beispiel erreichen die Unterwalliser auch in Sachen Glaubwürdigkeit den höchsten Wert aller Privatradios. Bei den SRG-Sendern schwingt auf dieser für Medien besonders wichtigen Dimension ebenfalls ein Westschweizer Radio obenaus. La Première von RTS erzielt den Schweizer Topwert in Sachen Glaubwürdigkeit.

 

SRF Musikwelle und GRRIF unterhalten ihr Publikum am besten

Eine zentrale Qualitätsdimension ist beim Radio auch der Unterhaltungswert, da Radioprogramme meistens wegen ihres Musikangebots gewählt werden. Hier belegen zwei völlig unterschiedlich positionierte Radiomarken die Spitzenplätze. Der Volksmusiksender SRF Musikwelle und das jurassische alternative Musikradio GRRIF führen das Unterhaltungsranking der SRG-Marken beziehungsweise der Privatradios an. Diese beiden Radiomarken vermögen offenbar die musikalischen Bedürfnisse ihrer Publika besonders gut zu erfüllen. 

 

Stabile Radionutzung

83 Prozent der erwachsenen Schweizerinnen und Schweizer schalteten im Frühjahr 2019 in einem Zeitraum von drei Monaten mindestens einmal ein Radioprogramm ein. Im Vergleich zum Vorjahr hat dieser Wert geringfügig abgenommen (-1 Prozent). Das Medium Radio erreicht somit in der Schweiz mehr Menschen als gedruckte Zeitungen (78 Prozent), Social Media (57 Prozent), Zeitschriften und Magazine (56 Prozent) oder Kino (30 Prozent). 

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Mit der MediaBrands-Studie ermittelt Publicom jährlich die Brand Performance von Medien¬marken in der Schweizer Bevölke¬rung. Die Daten werden unter anderem für die qualitative Mediaplanung eingesetzt. Die Erhebung 2019 wurde im Mai und Juni durchgeführt und basiert auf einer für die Bevölkerung von 15-79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4’839 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1,4 Prozent.

Verleger Jürg Marquard lanciert Gaming-App

Der Gründer und Verleger der Marquard Media Group, Jürg Marquard, lanciert in Deutschland eine App für Videospiele namens Scill.

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«Scill befindet sich in der Betaphase», sagt Marquard zur Handelszeitung. Es handelt sich dabei um ein Gewinnspiel innerhalb eines klassischen Geschicklichkeits- und Unterhaltungsspiels. Die App aus Marquards Firma 4Players ist bereits im Android- und Apple-Store erhältlich, um damit zu spielen und zu gewinnen. 

Marquards Entwicklungsleiter und 4Players-Chef Phillip Schuster befindet sich derzeit in Gesprächen mit namhaften Spieleentwicklern, um die App-Leistung zu verkaufen und zu implementieren. Auf der Gamescom in Köln, der grössten Gaming-Messe der Welt, konnte Schuster dieser Tage für die Marquard Media Group die App bereits erfolgreich platzieren: «Bei allen Publishern, bei denen wir unser Produkt vorstellen, rennen wir offene Türen ein.» Schuster rechnet mit siebenstelligen Umsätzen bis Ende 2021.

Bundesrat will Zeitungen und Online-Medien unterstützen

Der Bundesrat will Zeitungen stärker unterstützen - und neu auch Online-Medien. Insgesamt will er fast 100 Millionen Franken pro Jahr zusätzlich einsetzen. Auf das geplante neue Mediengesetz verzichtet er aber.

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«Die Medien sind das Fundament unserer Demokratie», sagte Medienministerin Simonetta Sommaruga (Bild) am Mittwoch in Bern. Daran habe sich nichts geändert. Doch die Einnahmen der Zeitungen gingen stetig zurück. Der Bundesrat wolle diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen. Er erachte rasch umsetzbare Massnahmen zur Unterstützung der Medien als sinnvoll und notwendig.

Künftig sollen über das Radio- und Fernsehgesetz auch Online-Medien unterstützt werden. Deren Bedeutung wachse, sagte Sommaruga. Die Bevölkerung informiere sich zunehmend im Internet. Allerdings sei die Bereitschaft, für digitale Medienangebote zu bezahlen, weiterhin gering.

 

Geld nur für Bezahlangebote

Der Bundesrat will die Gratismentalität nicht noch zusätzlich fördern. Unterstützen will er deshalb nur kostenpflichtige Digitalangebote. Profitieren sollen Anbieter, die digitale Medieninhalte verkaufen und so eine längerfristige Finanzierbarkeit anvisieren. Der Bundesrat geht davon aus, dass dies 50 Millionen Franken im Jahr kostet. Die Online-Förderung soll vorerst aber zeitlich befristet werden.

Voraussetzung für eine Unterstützung sind unter anderem ein bestimmter Anteil an redaktionellen Inhalten, ein kontinuierliches Angebot und die Einhaltung journalistischer Standards. Die redaktionelle Unabhängigkeit der Medien werde gewahrt, betonte Sommaruga auf entsprechende Fragen. Die Kriterien würden ungefähr jenen entsprechen, die für die indirekte Presseförderung gälten.

 

Mehr indirekte Presseförderung

Die indirekte Presseförderung besteht in den Ermässigungen für die Postzustellung, von welchen heute Zeitungen profitieren. Der Bundesrat will diese ausbauen. Er schlägt vor, den Kreis der anspruchsberechtigten abonnierten Tages- und Wochenzeitungen zu erweitern.

Konkret will der Bundesrat die bestehende Auflagenobergrenze von 40’000 Exemplaren aufheben. Zudem sollen auch Titel von einer Ermässigung bei der Zustellung profitieren, die einem Kopfblattverbund angehören. Neu wären zusätzlich 13 Titel förderungsberechtigt, sagte Sommaruga.

 

Mehr Ermässigung pro Exemplar

Ausserdem soll die Ermässigung pro Exemplar angehoben werden, so dass auch Zeitungen mit einer kleinen Auflage mehr Unterstützung als heute erhalten. Damit werde auch die Lokal- und Regionalpresse verstärkt unterstützt, schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Um die zusätzliche Förderung zu ermöglichen, soll der Bundesbeitrag von heute 30 auf 50 Millionen Franken erhöht werden. Nötig ist zudem eine Anpassung des Postgesetzes. Die Verleger hatten eine noch stärkere Erhöhung des Betrags gefordert.

 

Ausbildung und Nachrichtenagenturen

Weiter sind Unterstützungsmassnahmen vorgesehen, die den ganzen Mediensektor stärken sollen. Davon profitieren sollen Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, Nachrichtenagenturen, Selbstregulierungsorganisationen sowie IT-Projekte zugunsten elektronischer Medien.

Insgesamt sind dafür 27 Millionen Franken vorgesehen. Wie sie genau verteilt werden, ist noch offen. Nichts ändern will der Bundesrat an den Rahmenbedingungen für die SRG und die lokalen und regionalen Radio- und TV-Anbieter.

 

Kein neues Gesetz

Medienministerin Sommaruga schlägt mit diesem Massnahmenpaket einen anderen Weg ein als ihre Vorgängerin Doris Leuthard. Diese hatte ein neues Gesetz in die Vernehmlassung geschickt. Auch das Gesetz sah eine Förderung von Online-Angeboten vor – allerdings nur für Online-Medien, die im Wesentlichen auf Audio- und Videoinhalte setzen.

Damit wolle der Bundesrat die Presse vor subventionierter Konkurrenz schützen, sagte Leuthard bei der Präsentation der Vorschläge. Für eine direkte Förderung von Zeitungen – ob gedruckt oder online – fehle ohnehin die Verfassungsgrundlage.

 

In der Vernehmlassung durchgefallen

In der Vernehmlassung vermochten das neue Gesetz aber nicht zu überzeugen. Viele hätten auf die schwierige Situation der Presse hingewiesen und dringenden Handlungsbedarf geltend gemacht, schreibt das Uvek. Der Bundesrat hat nun auf die Kritik reagiert und entschieden, die Medien auf Basis geltender Gesetze stärker zu fördern.

Sein Massnahmenpaket will er dem Parlament bis im Sommer 2020 unterbreiten. Zur Debatte steht auch die Schaffung eines neuen Verfassungsartikels, der eine direkte Förderung der Printmedien erlauben würde. Im Parlament sind entsprechende Vorstösse hängig. Darüber hat der Bundesrat nicht befunden. Er will die Entscheide im Parlament abwarten. (SDA)

Latin-Fieber an der Swiss Radio Night

Am heutigen Abend ging die jährliche Swiss Radio Night im Haus am See in Wollishofen in die neunte Runde. 350 Gäste aus der Radiobranche folgten der Einladung von Swiss Radioworld und trafen sich zum feierlichen Networking-Anlass. MK Werbewoche war dabei.

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Bei sommerlichen Temperaturen, kühlen Drinks und karibischen Rhythmen feierten zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Musik- und Radiogeschäft sowie der Werbebranche das Medium Radio.

Der Branchenevent lockte rund 350 Gäste aus der ganzen Schweiz und den Nachbarländern in das Haus am See in Wollishofen.

Ganz unter dem Motto des nie endenden Sommers wurde der Abend von einem Unplugged-Konzert des Schweizer Latin-Stars Loco Escrito begleitet. Mit seinen international erfolgreichen Hits, wie «Punto», brachte er den Süden etwas näher an den Zürichsee. In lockerem Ambiente tauschten sich die Gäste ausgelassen über die Entwicklungen in der Radiobranche aus.
 

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Die Radio Night 2019 konnte auch in diesem Jahr mit einer einmaligen Atmosphäre sowie kulinarischen und musikalischen Leckerbissen bei den Anwesenden punkten.

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Der Abend zeigte einmal mehr, dass Radio auch in einer fragmentierten Medienlandschaft ein sehr wichtiger Bestandteil des Medienmixes ist. Dieser Meinung ist auch Ralf Brachat, Managing Director von Swiss Radioworld (Bild unten): «Passend zu diesem tollen Wetter stossen wir heute auf das Radio an, das neben TV beliebteste und reichweitenstärkste Medium.»

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