Marco Beccarelli verlässt CH Media per Ende 2019

Marco Beccarelli, aktuell Head of Digital Sales, hat sich entschieden, CH Media zum 31. Dezember 2019 zu verlassen. Er will sich nach einer privaten Auszeit neuen Aufgaben zuwenden.

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Marco Beccarelli hat 2015 in der Digital-Unit von AZ Medien angefangen und diese wesentlich mit aufgebaut. Auf ihn geht ein Grossteil der Online-Vermarktung von CH Media zurück, die heute einen wachsenden und wichtigen Umsatzanteil für das Digitalgeschäft von CH Media liefert. Die Vermarktungsstrategie und -organisation der Portale von CH Media ist wesentlich auf sein Know-how und seine Expertise aufgebaut. Mit der Gründung des Joint Ventures CH Media wurden die nationale Vermarktung als auch grosse Teile des Back Office sowie die technische Infrastruktur an die NZZ Audienzz ausgelagert.

«Ich danke Marco von ganzem Herzen für die Zusammenarbeit in den letzten fast 5 Jahren und die tolle Auf- und Ausbauarbeit, die er bei AZ Medien und CH Media geleistet hat. Wir werden zusammen mit ihm bis zu seinem Ausscheiden eine neue Struktur für den zukünftigen Digital Sales erarbeiten, damit wir an dieser Stelle auch in Zukunft erfolgreich aufgestellt sind.», sagt Peter Neumann, Chief Digital Officer von CH Media.

Berner Grossratskommission für indirekte Medienförderung

Die Kommission für Staatspolitik und Aussenbeziehungen (SAK) des bernischen Grossen Rats geht mit dem Regierungsrat einig, dass der Kanton Bern die Medien nicht direkt fördern soll. Eine indirekte Medienförderung unterstützt hingegen eine knappe Kommissionsmehrheit.

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Laut dieser knappen Mehrheit soll die Berner Regierung Massnahmen zur Förderung der beiden Regionalbüros Bern und Biel der Nachrichtenagentur Keystone-SDA «begutachten», wie es in einer Mitteilung des bernischen Grossen Rats heisst. Dasselbe gilt für die Förderung der Medienkompetenz in Schule und Ausbildung.

Weiter soll der Regierungsrat Möglichkeiten zur Stärkung eines unabhängigen Qualitätsjournalismus näher untersuchen. Und er soll bei Bedarf Fördermassnahmen zugunsten der geschriebenen Presse im französischsprachigen Kantonsteil ins Auge fassen.

Zusätzlich verlangt die Kommission, dass der Regierungsrat seinerseits seine aktive Informationspolitik insbesondere via Online-Kanäle in hoher Qualität fortsetzt und intensiviert. Die Kommission hat entsprechende Planungserklärungen formuliert.

 

Via Keystone-SDA Redaktionen stärken

Die SAK traf diese Beschlüsse bei der Vorberatung des Berichts über die Möglichkeiten der Medienförderung durch den Kanton Bern, welchen die Kantonsregierung im August vorgestellt hatte. Der Bericht analysiert die Veränderungen der Medienlandschaft und ihre Auswirkungen auf den Kanton Bern.

Die Kantonsregierung schreibt darin, mit einer Unterstützung der Nachrichtenagentur könne die Regionalberichterstattung jener Zeitungs-, Radio-, TV- und Online-Redaktionen im Kanton Bern gestärkt werden, die sich bei ihrer Berichterstattung auf das Angebot von Keystone-SDA abstützten.

Eine direkte Medienförderung – etwa in Form von finanziellen Beiträgen an Online-Medien – lehnt die Kantonsregierung ab. Der Grosse Rat beugt sich in der Wintersession von Ende November/Anfang Dezember über das Papier. Die SAK wird dem Grossen Rat beantragen, diesen Bericht zur Kenntnis zu nehmen.

 

Auch einverstanden mit Digital-Strategie

Auch den Bericht «Strategie Digitale Verwaltung» wird die SAK dem Grossen Rat zur Kenntnisnahme empfehlen. Mit der Digital-Strategie will der Regierungsrat laut Mitteilung die E-Government-Aktivitäten der gesamten Kantonsverwaltung koordiniert und gezielt vorantreiben.

Die SAK ist mit der Stossrichtung der Strategie einverstanden. Sie verlangt jedoch, dass der Kanton abklärt, ob allenfalls bereits bestehende Lösungen anderer Kantone übernommen werden könnten. Zudem fordert sie, dass die Umsetzung der Strategie nicht zu einem Stellenwachstum in der Verwaltung führen darf. (SDA)

Zalando will Beauty-Sortiment in der Schweiz zeitgleich online und offline starten

Das deutsche Online-Modeunternehmen Zalando arbeitet mit Hochdruck daran, in der Schweiz ein Kosmetiksortiment zu lancieren.

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Das sagt Zalando-Schweiz-Chefin Lisa Miczaika im Gespräch mit der «Handelszeitung»: «Ziel ist es, mit dem Thema online und offline zu starten. Idealerweise beginnen wir in der Schweiz mit verschiedenen Pop-up-Läden, die dann in mehreren Städten jeweils mehrere Wochen lang offen sind.» Zudem will Zalando auch an Schweizer Weihnachtsmärkten Präsenz markieren.

Miczaika, die neben der Schweiz die Märkte Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien führt, spricht im Interview auch über den Test der Lieferung am gleichen Tag in Zürich, über die Möglichkeiten der neuen Zalando-App Wardrobe, und über die Schwierigkeit, Schweizer Personal für den Hauptsitz in Berlin zu gewinnen: «Österreicher können wir relativ leicht rekrutieren, doch bei den Schweizern hakt es. Es dauerte beispielsweise fast ein Jahr, bis wir eine Schweiz-spezifische Marketing-Stelle besetzen konnten. Dabei ist es so: Wir wünschen uns mehr Schweizer hier am Zalando-Hauptsitz.» 

Die typische Schweizer Kundschaft, die sich laut Miczaika «beträchtlich» von den anderen DACH-Kunden unterscheidet, beschreibt sie: Etwas jünger (20 bis 29 Jahre alt), eher weiblich und modeorientierter als in anderen Ländern. So würde hierzulande oft nach Marken gesucht, welche der klassische deutsche Kunde gar noch nicht auf dem Radar habe. 

Zalando will zudem nachhaltiger werden: Im Rahmen einer Nachhaltigkeits-Initiative. So können kunden klimaneutral bestellen, Produkte nach Nachhaltigkeitskritierin selektieren und mit einem neuen, präzisen Tool zur Ermittlung der passenden Grösse mögliche Retouren reduzieren. Diese bleiben aber auch weiterhin kostenlos. 
 

Zum Mauerfall-Jubiläum um die Ecke gedacht

Mit der Kampagne «Zusammen eins» feiern Ogilvy Berlin und Coca-Cola das Mauerfall-Jubiläum.

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Coca-Cola hat blickt in Deutschland auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1929 wurde die erste Flasche abgefüllt. Durch die Teilung des Landes in Ost und West hatte plötzlich nur eine Hälfte des Landes Zugriff auf die flüssige Zuckerbombe. Als 1989 die Mauer fiel, wurde die Marke über Nacht zum Symbol der Freiheit. Coca-Cola feiert deshalb das anstehende 30-Jahre-Jubiläum mit einer Out-of-Home-Kampagne in Berlin. Die Sujets von «Zusammen eins» bestehen jeweils aus zwei Textzeilen, die auf unterschiedliche Plakate gesetzt sind und zusammen aussagekräftige Botschaften ergeben. 

«Die Welt braucht keine Mauern» wird zu «Die Welt braucht mehr Menschen, die keine Mauern wollen». «Freude kann man teilen» verwandelt sich in «Freude kann man länger teilen als Länder» und «Ost und West, Berlin» ergibt «Früher war hier Ost und West, jetzt ist hier Berlin».

Die fünf Motive sind seit dem 4. November in Berlin zu sehen – unter anderem als Riesenposter an der Warschauer Strasse und am Hauptbahnhof. Weiter kommen die Plakate in der Stadt auch auf Projektionsflächen zum Einsatz.

ProSiebenSat.1 sorgt sich um Rezession und TV-Werbeflaute

Die Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 bekommt die Konjunkturflaute zu spüren und blickt wegen sinkender TV-Werbeumsätze skeptisch auf das wichtige Weihnachtsgeschäft. «Zwei tolle Wochen im Dezember oder zwei schlechte Wochen im Dezember ändern substanziell das Ergebnis für das ganze Jahr», sagte Konzernchef Max Conze am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

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Das Unternehmen bekräftigte zwar seine Prognose für das Geschäftsjahr 2019, musste aber bereits im dritten Quartal ein deutlich schwächeres Fernseh-Werbegeschäft wegstecken. «Wir wollen kein Doomsday-Szenario malen», betonte Conze. Aber die Planbarkeit für das TV-Werbegeschäft sei äusserst gering, mitunter nur ein bis zwei Wochen.

Die Warnung für das Jahresende kam am Finanzmarkt nicht gut an. Die Aktien fielen in der Spitze um rund neun Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 12,82 Euro und lagen gegen Mittag noch rund fünf Prozent im Minus. Die Papiere von Konkurrent RTL verloren knapp zwei Prozent.

ProSieben-Finanzchef Rainer Beaujean sprach von steigenden makroökonomischen Unsicherheiten. «Deshalb gehört es zu unserer Verantwortung, auf die finanziellen Auswirkungen eines möglichen negativen Szenarios hinzuweisen.» Demnach würde sich der bereinigte Gewinn (Ebitda) im laufenden vierten Quartal um bis zu 60 Millionen Euro verringern, sollten die gesamten TV-Werbeerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich sinken. In diesem Falle würde das Ergebnis im Gesamtjahr stärker als geplant auf bis zu 850 Millionen Euro fallen. Im dritten Quartal sanken die Fernsehwerbeumsätze bereits um sechs Prozent und der bereinigte Gewinn brach um ein Viertel auf 131 Millionen Euro ein – auch wegen Investitionen in die E-Commerce-Sparte.

Das vierte Quartal ist für ProSiebenSat.1 traditionell das wichtigste, weil die Zuschauer rund um die Feiertage mehr vorm Fernseher sitzen. Dann macht der Konzern nach Conzes Worten etwa ein Drittel des Jahresumsatzes und fast 40 Prozent des Gewinns.

Bisher plant die Sendergruppe aus Unterföhring für 2019 mit einem Anstieg der Erlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem bereinigten Gewinn, der um einen mittleren zweistelligen Millionen-Betrag unter dem Vorjahr von gut einer Milliarde Euro liegt. Zwischen Juli und September steigerte ProSiebenSat.1 den Umsatz um vier Prozent auf 926 Millionen Euro und profitierte von seinem Digital- und Produktionsgeschäft. «Inzwischen kommen 56 Prozent unseres Umsatzes aus dem Nicht-TV-Werbegeschäft – und dieser Bereich hat im dritten Quartal um 13 Prozent zugelegt», sagte Conze. (SDA)

Valencia inszeniert «Disney Winterzauber»-Sammelpromotion für Coop

Pünktlich zum Beginn der Vorweihnachtszeit startet im Detailhandel bei Coop eine Kinderpromotion rund um den Disneyfilm «Die Eiskönigin 2». Für die Umsetzung zeichnet Valencia Kommunikation verantwortlich.

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Mit «Die Eiskönigin 2» kommt im November die Fortsetzung des Disney-Films von 2013 in die Kinos. Passend dazu startet bei Coop am 8. November 2019 die Promotion «Disney Winterzauber», mit winterlichen Sammelprämien für Gross und Klein. Für Kinder gedacht sind die Plüschversionen der Filmfiguren Elsa, Anna, Olaf und Sven in Tassen. Dazu gibt es eine Kuscheldecke, die von Schneemann Olaf zusammengehalten wird. Eher an die Erwachsenen richten sich eine grössere Kuscheldecke sowie eine Thermosflasche im neutralen Design.

Valencia Kommunikation durfte für die Promotion das Visual sowie verschiedene Werbemassnahmen vom Megaposter bis zur Sammelmarke gestalten und war für das Naming verantwortlich. Das Bewegtbild entstand in Zusammenarbeit mit WirzFraefelPaal Productions und der Schweizer Animationsfirma Cloudscapes. Es wurde auf eine Kombination von Clips des Kinofilms und einer Prämien-Inszenierung gesetzt, die das Beste aus beiden Welten vereinen soll.

Die Prämien wurden digital als 3D-Modelle nachgebaut und konnten so ganz nach Wunsch platziert und animiert werden. «Bei dieser Promotion stehen die Disney-Figuren im Zentrum. Darum wollten wir den Prämien die maximale Aufmerksamkeit sichern», meint Valencia-CD Tommy Schilling. Es wurden diverse Varianten des Spots für TV und Online-Einsatz produziert.

Die Promotion läuft vom 8. November bis 24. Dezember 2019 im Coop Detailhandel sowie bei Coop City, Coop Bau+Hobby, coop@home und im Coop Restaurant.

Verantwortlich bei Coop: Vanessa Finzer (Leiterin Werbung); Simon Bohnenblust (Leiter Werbung Promotion/Verkaufsförderung); Evelyn Howell (Projektleiterin Werbung Promotion/Verkaufsförderung); Sabine Gnand (Projektleiterin Werbung Promotion/Verkaufsförderung); Noemi Urwyler (Projektleiterin Marktbearbeitung); Saara Jeisy (Projektleiterin Marktbearbeitung); Joachim von Allmen (Leiter POS Retail); Simon Flatt (Leiter Media); Karin Rieth (Leiterin Media Klassisch); Holger von Ellerts (Senior Projektleiter Digital Media); Rahel Kühne (Leiterin Social Media & Online Campaigning); Anja Matt (Projektleiterin Online Campaigning); Sabrina Witzig (Social Media Managerin). Verantwortlich bei Valencia Kommunikation: Tommy Schilling (Creative Director); Iraklis Hungerberg (Senior Account Director); Meret Renggli (Junior Beraterin); Sebastian Refardt (Senior Texter): Michael Wenk (Art Director); Marc Groth (Motion Designer); Emanuel Plüss (Leiter Polygrafie); Marina Onofri, Patrick Hublard (Polygrafie). Verantwortlich bei WirzFraefelPaal Productions: Stefan Fraefel (Executive Producer); Rahel Schneebeli (Production Assistant). Verantwortlich bei Cloudscape: Patrick Baumann (3D und Beratung); Daniel Müri (3D und VFX). Verantwortlich bei HitMill: Fred Herrmann (Composer, Producer); Roman Camenzind (Executive Producer); Noemi Mathis (Projektleitung). Verantwortlich bei TW Media: Stephan Küng (Gesamtverantwortung); Manuela Renner (Mediaplanung); Simon Heiniger (Head of TV); Sven Däschner (Head of Online).

Bundesverwaltungsgericht: Verrechnung der Billag-Mehrwertsteuer ist nicht zulässig

Die Verrechnung der zu Unrecht bezahlten Mehrwertsteuer auf die Radio- und Fernsehempfangsgebühr mit einer der letzten Rechnungen der Billag kommt zwei Privatpersonen teuer zu stehen. Das Bundesverwaltungsgericht hat ihre Begehren abgewiesen. Nun müssen sie nebst den Rechnungen, Betreibungsgebühren und Gerichtskosten tragen.

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Warum warten, bis die Politik endlich darüber entschieden hat, wie und in welchem Umfang die Mehrwertsteuer zurückbezahlt wird, wenn es doch mit einer simplen Verrechnung der gegenseitigen Forderungen mutmasslich viel einfacher geht?

Getan haben dies mindestens zwei treue Gebührenzahler, wie sich in zwei am Donnerstag veröffentlichten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts zeigt. Sie zogen die von ihnen ab 2010 bezahlten Mehrwertsteuern auf die Empfangsgebühren von dem Betrag ab, den ihnen die Billag in Rechnung stellte.

Die Billag beharrte auf ihren Forderungen und leitete Betreibungen ein. Der Gang bis ans Bundesverwaltungsgericht beschied den beiden Beschwerdeführern auch keinen Erfolg. Wie die Richter in St. Gallen ausführen, ist die vorgenommene Verrechnung gemäss Obligationenrecht nicht zulässig.

Das Bundesverwaltungsgericht hat deshalb beide Beschwerden abgewiesen und für jeden Fall Verfahrenskosten von 500 Franken festgelegt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig und können ans Bundesgericht weitergezogen werden. (SDA)

Marketing-Gespräche: Krise und Neuanfang – das erwartet Sie

Ob aus dem Business oder aus dem Privatleben: Krisen kennt jeder. Beim Marketing-Gespräch von MK und Werbewoche berichten Ende November ein ehemaliger Mega-CEO, ein Missbrauchsaufklärer und ein Brandingprofi über ihren Umgang mit Grenzsituationen - und darüber, wie man nach einem Tiefpunkt neu anfangen kann.

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Hochkarätige Gäste im Zürcher Kosmos: Thomas Middelhoff, P. Klaus Mertes SJ und Alexander Haldemann.

 

Auf die wirklich grossen Krisen bereitet einen niemand vor – das wissen Menschen, die privat in solche geraten ebenso wie Marketeers, deren Unternehmen von negativen Entwicklungen erfasst werden. Wenn sich der erste Schock gelegt hat, heisst es in beiden Fällen meist: Wie weiter? Das vierte Marketing-Gespräch von MK und Werbewoche widmet sich genau dieser Frage und hat dafür hochkarätige Gäste ins Kosmos an der Zürcher Europaallee geladen. 

 

MetaDesign-CEO: Wie Marken Vertrauen aufbauen und zurückgewinnen

Den fachlichen Input liefert der CEO von MetaDesign, Alexander Haldemann. Die Markenagentur hilft seit 1979 Kunden wie Apple, VW und Swiss Life, sich nach aussen zu präsentieren. Klar, dass dies auch den Umgang mit Krisen einschliesst: «Kunden sind heute nicht mehr nur Empfänger von Markenbotschaften, sondern auch Sender und Multiplikatoren – auf allen Kanälen», so Haldemann.

Mündige Kunden bedeuten für Marken eine Menge Arbeit – denn deren Feedback kann, öffentlich geäussert, viel Schaden anrichten. Wie Brands Vertrauen aufbauen, verlorenes Vertrauen zurückgewinnen, was ihnen dabei als «Anker» dient und wie sie Krisen gar nicht erst entstehen lassen, wird Alexander Haldemann in seinem Input-Referat skizzieren.

 

Mega-CEO und Missbrauchsaufklärer: Offenheit, Demut und Kommunikation

Zum Kamingespräch treffen sich dann zwei Männer, die in den vergangenen Jahren selbst gravierendste Krisen zu durchleben hatten: Der ehemalige Mega-CEO Thomas Middelhoff und P. Klaus Mertes SJ, der Rektor des Jesuitenkollegs St. Blasien und profilierteste Missbrauchsaufklärer Deutschlands. 

Thomas Middelhoff hatte ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen: Als CEO von Bertelsmann und KarstadtQuelle (später Arcandor) verdiente er Millionen, dinierte mit Staatsoberhäuptern und flog im Privatjet um den Globus. Doch dann fiel «Big T», wie Medien und Kollegen ihn nannten, tief: Auf die Pleite von Arcandor folgten Gerichtsprozesse und schliesslich eine dreijährige Haftstrafe wegen Untreue und Steuerhinterziehung. 2017 aus dem Gefängnis entlassen, krempelte er sein Leben radikal um. In seinen Bestsellern «A115 – Der Sturz» und «Schuldig: Vom Scheitern und Wiederaufstehen» geht Middelhoff mit sich selbst hart ins Gericht, macht sein Scheitern auch an der Arroganz und Gier fest, die ihn lange Jahre im Griff hatten. 

P. Klaus Mertes SJ ist der Rektor des renommierten Jesuitenkollegs und Internats in St. Blasien im Schwarzwald. Bekanntheit erlangte er aber durch die Stelle, die er zuvor innehatte: als Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin, wo er 2010 die erste grosse Welle von Aufdeckungen sexuellen und physischen Missbrauchs junger Menschen an kirchlichen (und später auch an nichtkirchlichen) Bildungseinrichtungen in Deutschland auslöste. Während die Zivilgesellschaft und die deutsche Politik Mertes in höchsten Ehren halten, wird er – noch heute, zehn Jahre später – von konservativen Kreisen innerhalb der katholischen Kirche als «Nestbeschmutzer» diskreditiert und gemieden.

Zusammen werden Middelhoff und Mertes erörtern, wie sie durch Offenheit, Demut und viel kommunikativer Arbeit mit den persönlichen respektive institutionellen Krisen umgegangen sind, in deren Zentrum sie sich wiederfanden.

 

Live-Musik und Networking-Apéro

Wie immer bieten die Marketing-Gespräche neben inspirierendem Content auch ein attraktives Rahmenprogramm: Live-Musik bietet Gelegenheit, zwischen den Bühnenpräsentationen innezuhalten; der gemütliche Networking-Apéro sorgt für einen gemütlichen und entspannten Ausklang des Events.

Anmeldungen für das Marketing-Gespräch am 26.11. sind per sofort via Xing möglich.

Polyconsult spürt für «Schweizer Fleisch» den feinen Unterschied auf

Polyconsult hat für Schweizer Fleisch eine Image-Kampagne realisiert, die auf die artgerechte Haltung von Tieren in der Schweiz aufmerksam machen soll.

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Noch nie wurde der Konsum von Fleisch so kritisch hinterfragt wie heute. Die Menschen in der Schweiz ernähren sich bewusster und machen sich mehr Gedanken darüber, was sie essen, woher es kommt und wie es produziert wurde – das gilt besonders für Fleisch und Fleischprodukte. Sowohl Tierwohl und -fütterung als auch die Lebensmittelsicherheit gehören zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Die Image-Kampagne zeigt auf, dass sich in der Wertschöpfungskette der feine Unterschied von Schweizer Fleisch gegenüber importiertem zeigt. In insgesamt zwölf Spots und Webisodes zeigen Bauern, Bäuerinnen und Metzger ihre Betriebe. In eigenen Worten sprechen sie über ihre Arbeit, über ihre Philosophie und über ihr Engagement für Tierwohl und Qualität – oder anders gesagt über ihren feinen Unterschied. 

 

Erst der Dreh, dann das Drehbuch

Die Filme sollen die Echtheit und der Ehrlichkeit der Protagonisten widerspiegeln. Um den Doku-Charakter der Spots zu erhalten und die Menschen möglichst authentisch zu portraitieren, wurde im Vorfeld weder eine Zeile gescriptet, noch eine Einstellung vordefiniert.

Nach einem Casting hat ein kleines Filmteam die einzelnen Betriebe einen Tag lang besucht und die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Aus diesem Material wurden dann die TV- und Kino-Spots zusammengeschnitten; dazu kommen noch etwas längere Online-Videos und ausführliche Webisodes. 

 

Engagement fördert Vertrauen

Das Resultat ist ein ungeschminkter aber emotionaler Blick hinter die Kulissen der Schweizer Fleischproduktion. Die Filme sollen zeigen, dass hier Menschen am Werk sind, die ihre Arbeit mit Herzblut, Verantwortung und mit grossem Respekt für Tier und Umwelt ausüben. Das soll nicht nur das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in Schweizer Fleisch fördern, sondern letztendlich auch deren Bereitschaft, für Fleisch aus Schweizer Produktion etwas mehr zu bezahlen. 

Die Filme laufen im TV, online und in den verschiedenen Schweizer Kinos. Begleitet werden sie von OOH-Massnahmen, Inseraten und Social-Media-Aktivitäten. Die gesammelten «feinen Unterschiede» finden sich auch auf Schweizerfleisch.ch.

Verantwortlich bei Proviande: Marcel Portmann (Leiter GB Marketing & Kommunikation). Verantwortliche Agentur: Polyconsult. Verantwortlich bei Shining Pictures: Caroline Braun (Producer); Simon Steuri (Regie).

Drei Berner Agenturen spannen für eine neue Berner Airline zusammen

Die drei Berner Agenturen Republica, Maxomedia und Kargo haben sich zusammengeschlossen, um der neuen Berner Airline flyBAIR kommunikative Starthilfe zu geben.

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Anstatt gegeneinander zu pitchen, haben sich die drei Agenturen zusammengeschlossen und sich jeweils auf ihre Kernkompetenzen konzentriert: Republica kümmert sich um die Kommunikation, Medienarbeit und Social Media, Maxomedia um den digitalen Auftritt und das Crowdfunding und Kargo entwarf das Branding und das Naming der neuen Airline. 

Angefangen hat alles, als Bern Airport die drei Agenturen zum Pitch der neuen Airline eingeladen hat. Nachdem Budget und Auftrag bekannt waren, hatte Republica-CEO Bala Trachsel die Idee, etwas Neues zu wagen. Nach dem Telefonat mit Simon Muster, CEO Maxomedia, und Christoph Balsiger, Inhaber von Kargo, war klar, dass sie den Auftrag zusammen machen.

 

Flug ab Bern

Ab Mai 2020 sollen ab Bern-Belp wieder täglich Sommerferienflüge abheben – mit einem attraktiven und vielfältigen Angebot nach Menorca, Jerez, Olbia, Palma, Preveza, Rhodos, Kos und Kreta. Ziel ist auch eine Anbindung an einen Hub – München, Amsterdam oder London stehen im Vordergrund. Geflogen werden sollen die Strecken durch flyBAIR – die neue Airline, für die Republica, Maxomedia und Kargo nun ordentlich die Werbetrommel rühren möchten.

 

Miteinander anstatt gegeneinander 

Die Kooperation war aus Sicht der Agenturen eine Bereicherung: «Die Zusammenarbeit unter Profis war inspirierend und das gemeinsame Brainstorming in jeder Hinsicht ein Gewinn für das Projekt», sagt Republica-CEO Bala Trachsel. Auch Christoph Balsiger, Creative Director und Inhaber von Kargo, ist begeistert von der neuen Erfahrung: «Ein Designertraum ging in Erfüllung – ein Flugzeug wollte ich schon immer mal branden. Die Herausforderung war riesig, aber im Teamwork mit meinen Kollegen ging dies alles einfacher von der Hand». Simon Muster, CEO von Maxomedia, meint: «Bern-Belp ist mit Abstand der coolste Flughafen der Welt. Damit dieser weiterhin existiert und mich in die Welt hinaus spickt, haben wir alle unsere Kernkompetenzen gebündelt und uns ins Zeug gelegt. Die Geschichte wird aber nur ein Erfolg, wenn auch die Bernerinnen und Berner aktiv beim Crowdfunding der Airline mitmachen.» 

 

Finanzierung über Crowdfunding

Nachdem am 1. November bei einer Medienkonferenz in der Abflughalle des Bern Airports der kommunikative Start der neuen Airline bekannt gemacht wurde, geht es nun darum, genug Kapital von der Bevölkerung und verschiedenen Investoren zu sammeln.

Die Finanzierung soll über Crowdfunding erfolgen. Der Flughafen Bern hat die flyBAIR AG bei der Gründung mit CHF 250‘000 dotiert. Der Kapitalbedarf beträgt rund 2,5 Millionen Franken. Ist die Nachfrage genügend gross, soll nach zwei Jahren mit einer schwarzen Null abgeschlossen und anschliessend ein positiver Cash Flow erzielt werden.

Erste Arbeiten, welche auf flyBAIR aufmerksam machen, sind die aktive Presse- und Social-Media-Arbeit von Republica, eine neue Landingpage für das Crowdfunding von Maxomedia, ein gebrandetes Flugzeug von Kargo und ab einem späteren Zeitpunkt Plakate.

So viel verdienen Marketing-Angestellte in der Schweiz

Ein Leiter Marktforschung kann auf Senior-Stufe im Durchschnitt 207’000 Franken erreichen, so die Lohndaten der Compensation-Beratungsfirma Kienbaum für das Jahr 2019.

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Im Berufsbild des Leiters Produktmanagement schaffen es nur Senior-Manager mit Arbeitsplatz in einem Konzern mit mehr als 1000 Mitarbeitenden über 200’000 Franken.

Besser sieht es für den Marketingchef einer Firma aus. Hat er erst einmal das Senior-Level erreicht, springt er locker über 200’000 Franken, und das auch bei relativ überschaubaren Firmen mit 100 oder 500 Mitarbeitenden. 

Ein Marketingspezialist ohne Kaderposition, aber mit Spezialwissen kann bis zu 139’000 Franken erreichen. Der gewöhnliche Produktmanager ohne Kaderfunktion bekommt als Junior knapp weniger als 100’000 Franken. 

«78 Prozent der befragten Marketing- und Vertriebskandidaten erwarten im nächsten Jahr eine Gehaltserhöhung», sagt Christian Atkinson, Director von Robert Walters Schweiz, einer Personalvermittlungsfirma, gegenüber der Handelszeitung. Noch höher ist die Erwartung an einen Bonus: «81 Prozent erwarten eine Bonuszahlung», so Atkinson.

Diese Erwartungen dürften aber grossteils nicht erfüllt werden. Atkinson prognostiziert, dass die Löhne im Jahr 2020 stabil bleiben werden. Nur eine Sparte könnte sich auf signifikant mehr Lohn freuen: Es handelt sich um spezialisierte und digitale Marketingpositionen wie etwa den E-Commerce-Manager und den Digital-Marketing-Manager.  
 

Serien und Digitalgeschäft verhelfen RTL zu Umsatzplus

Weniger Einnahmen aus klassischer TV-Werbung, aber deutlich mehr Online-Abos im hauseigenen Streamingdienst: Der Medienkonzern RTL hat seine Geschäfte trotz des anhaltenden Strukturwandels im Fernsehmarkt ausbauen können.

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Der Umsatz sei in den ersten drei Quartalen 2019 um 2,8 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Medienkonzern mit. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht. Wachstumstreiber waren Digitalgeschäfte, zu denen der deutsche Streamingdienst «TV Now» und das niederländische «Videoland» gehören – die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg um 50 Prozent auf 1,4 Millionen.

Mit «TV Now» will RTL ein Standbein separat zum klassischen TV etablieren: Die Menschen wollen immer mehr Sendungen auf Abruf online sehen, statt sich nach dem Fernsehprogramm zu richten.

Im Vergleich zu den US-Riesen Netflix und Amazon Prime ist die deutsche Streamingplattform zwar noch klein, die Tendenz geht aber nach oben. An Eigenproduktionen kommen nicht nur Reality-Formate wie die Dating-Show «Prince Charming», der Sender versucht sich auch an Dramen, etwa «M – Eine Stadt sucht einen Mörder» auf Basis des Fritz-Lang-Filmklassikers von 1931.

Inklusive des niederländischen Pendants «Videoland» sowie weiterer Dienste in anderen Staaten stieg der Video-on-Demand-Umsatz in den ersten neun Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 183 Millionen Euro – mit einem Anteil von 4 Prozent am Konzernumsatz ist es also noch eine Nische.

 

Serien florieren – TV schrumpft

Ein weiteres Standbein ist die Produktionsgesellschaft Fremantle, deren Geschäft ebenfalls kräftig anzog – und zwar um 16 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Die Firma produziert Serien, die auch an Wettbewerber verkauft werden – so ist beispielsweise «American Gods» bei „Amazon Prime“ zu sehen.

Mit diesem Geschäft will RTL ebenfalls unabhängiger werden vom klassischen Fernsehgeschäft. Dessen Umsatz – also die Sendergeschäfte der RTL-Gruppe – sank den Angaben zufolge um 2 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro.

Das Minus lag an Portfolioveränderungen – zum Beispiel wurde der Rechteinhaber Universum Film verkauft – und an sinkenden Werbeeinnahmen. Wie stark die Werbeerlöse schrumpften, wurde nicht kommuniziert. Nach Darstellung von RTL entwickelten sich diese Einnahmen immerhin weniger schlecht als der Markt, der nach RTL-Schätzung ein Minus von 3 bis 4 Prozent hinnehmen musste.

Die RTL-Gruppe sitzt in Luxemburg. Die Tochterfirma RTL Deutschland mit insgesamt etwa 4200 Mitarbeitern hat ihre Zentrale in Köln. (SDA)

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