Syndicom: Alternativprojekte verdienen eine Chance

Syndicom fordert in einer Stellungnahme von Dienstag einen Aufschub der Schliessung der Baz-Druckerei, um den Alternativprojekten des Personals für eine Weiterführung der Druckerei unter eigener Regie eine echte Chance zu geben.

Die Gewerkschaft Medien und Kommunikation Syndicom schreibt, in der Mitteilung der Basler Zeitung Medien (Werbewoche.ch berichtete) werde ignoriert, dass die sinkenden Auflagenzahlen und die schwindende Akzeptanz des Flaggschiffs Basler Zeitung zu einem grossen Teil durch das Trimmen der Zeitung auf einen harten Rechtskurs verschuldet sei. Ebenso, dass im Hintergrund Christoph Blocher mit seinem Projekt «Baz nackt» die Weichen längst gestellt gehabt habe, um die Zeitungsdruckerei fallen zu lassen.

Die Beschäftigten der Zeitungsdruckerei seien in den letzten Wochen nicht untätig geblieben, sie sähen realistische Chancen für eine Zeitungsdruckerei in Basel. Bis heute seien mehrere Varianten für ein Management Buyout oder eine Weiterführung der Druckerei an einem neuen Standort in Basel ausgearbeitet worden. Syndicom verlange, dass diesen Projekten des Personals für eine Basler Druckerei mit Zukunft von den Besitzern der Baz Medien eine seriöse Chance gegeben werde. Eine Schliessung bereits Ende März sei zu kurzfristig für einen erfolgreichen Neustart.

Das Personal habe diese Chance verdient und die Besitzer der Baz Medien hätten das Geld, um auch für einige Monate Verluste tragen zu können, so Syndicom weiter. Am nächsten Freitag werde das Personal zusammen mit der Gewerkschaft das weitere Vorgehen diskutieren.
 

74 Entlassungen: Basler Zeitung schliesst Druckerei

Die Basler Zeitung Medien-Gruppe (BZM) schliesst ihre Druckerei per Ende März. 74 Angestellte verlieren ihren Job, elf werden frühpensioniert und zehn weitere bekommen zusammen mit drei Lehrlingen einen Job bei Tamedia, wo künftig auch die Basler Zeitung gedruckt wird.

Die 2003 montierte Druckanlage der BZM leidet unter schwacher Auslastung: Wurden bis 2007 noch 300 Millionen Zeitungen im Jahr gedruckt, so waren es 2012 noch 160 Millionen Zeitungen. Der Umsatz schrumpfte gleichzeitig von 75 Millionen Franken auf 23 Millionen Franken. So resultierte zuletzt jedes Jahr ein hoher einstelliger Millionenverlust.

Die BZM nennt als Gründe den Verlust grosser Druckaufträge – darunter war insbesondere eine Teilauflage der Coop-Zeitung – sowie sinkende Zeitungsauflagen und schwindende -umfänge. Der Negativtrend werde sich in den nächsten Jahren wohl «noch verstärken». Die Überkapazitäten der ganzen Branche drückten die Preise.

Definitiver Entscheid am 22. Januar

Geschlossen wird die BZM-Tochter Die Zeitungsdrucker Schweiz und das Personalrestaurant an der Basler Hochbergerstrasse. Die Zukunft des grossen Druckereigebäudes neben dem BZM-Sitz am Fluss Wiese ist laut einem BZM-Sprecher offen. Den Buchwert dieser Immobilie, die heute Christoph Blocher gehört, wollte er nicht beziffern. Für die Entlassenen werde ein Sozialplan angekündigt, hiess es weiter. Dieser solle sich an jenem orientieren, der 2010 mit den Sozialpartnern ausgehandelt worden war. Zudem werde den betroffenen eine Vermittlung in Zusammenarbeit mit einem Stellenvermittlungsunternehmen angeboten.

Partnerschaft mit Tamedia immer enger

Der Auflageschwund der Baz ist indes teils auch hausgemacht: Unter dem neuen Chefredaktor, dem Blocher-Biographen Markus Somm mit seinem Rechtskurs, und nach dem heimlichen Einstieg von alt Bundesrat und SVP-Nationalrat Christoph Blocher als faktischer Eigentümer hagelt es seit 2010 Abo-Kündigungen. Gleichzeitig erstarkt die lokale Konkurrenz.

Die Druckereischliessung angekündigt hatte bereits Blocher persönlich: Ende Oktober sagte er in einem Interview mit der Sonntagszeitung, er strebe eine Baz pur an, eine unabhängige Zeitung ohne unnötige andere Konzernteile. Sei die Druckerei nicht ausgelastet, müsse sie dicht machen.

Alternativen der Gewerkschaften

der Basler Zeitung, der Akzeptanz und Auflage der Zeitung schwinden lasse.

Zur Diskussion stehe etwa ein Management-Buyout oder die Weiterführung der Druckerei an einem neuen Standort in Basel. Eine Alternativlösung habe aber nur dann eine Chance, wenn die Baz auch in Zukunft in Basel gedruckt werde, sagte Graf.

Sollte die Schliessung der Druckerei unvermeidlich sein, erwartet Brutschin von den Besitzern einen grosszügigen Sozialplan und für die Betroffenen aktive Unterstützung bei der Stellensuche. CEO Rolf Bollmann sieht indes angesichts der Millionenverluste keine Alternativen zur Schliessung, wie er im Regionaljournal von Radio SRF sagte. (SDA)
 

 

Zu guter Letzt: Das lustige U-Bahn-Quiz

In Wien wurde eine Frau rassistisch motiviert vor die U-Bahn gestossen. 20 Minuten Online illustrierte den Artikel mit einem U-Bahn-Quiz - was irgendwie komisch wirkte.

Eine dunkelhäutige Frau wurde von einem «rabiaten Rassisten» beschimpft und anschliessend auf ein U-Bahn-Gleis gestossen. «Haarscharf» sei das Opfer «dem Tod von der Schippe gesprungen», weiss 20min.ch. Wirklich gesprungen ist sie nicht, denn infolge eines Fersenbruchs konnte sie sich nicht selbst in Sicherheit bringen. Ein Bahnarbeiter rettete sie vor dem wenig später einfahrenden Zug.

Wer verspürt da nicht spontan Lust, das U-Bahn-Quiz zu spielen? «Tauchen wir ab, unter die Stadt, und fahren wir öV». Die Platzierung scheint kein Versehen zu sein, denn ein Leserkommentar weist bereits auf den etwas gewöhnungsbedürftigen Zusammenhang zwischen Spiel, Spass und der Tat hin. (hae)

ubahn20min
 

Hostpoint kritisiert Switch scharf

Die halbstaatliche Stiftung Switch stellt per 14. Februar 2013 das Direktkundengeschäft für die Registrierung von .li-Domains ein. Webhosting Provider Hostpoint wirft Switch vor, dabei die eigene Tochterfirma Switchplus zu bevorteilen.

Wählen bisherige .li-Domaininhaber bis zum 13. Februar 2013 keinen neuen Domainpartner, will Switch die Kunden automatisch zu Switchplus transferieren. Switch bevorzugt damit erneut ihre Tochter switchplus in fragwürdiger Art und Weise und macht mit einer äusserst kurzen Frist Druck auf Domaininhaber und Registrierungspartner.

Wie die vom Bakom und dem Amt für Kommunikation Liechtenstein mit dem Betrieb der Registry von .ch- und .li-Domains beauftrage Stiftung Switch in einem Schreiben an seine Registrierungspartner von vergangener Woche mitteilt, wolle man sich «voll und ganz» auf die Registry-Tätigkeit konzentrieren und das Direktkundengeschäft an die Partner übergeben. Switch werde deshalb das Direktkundengeschäft mit .li-Domain per 14. Februar 2013 einstellen. Bestehende .li-Kunden will die Stiftung in den nächsten Tagen informieren. Diese sollen bis zum 13. Februar ihre .li-Domains zu einem Partner ihrer Wahl transferieren. .li-Domains, die bis dahin nicht zu einem Partner transferiert wurden, will Switch nach dem 13. Februar 2013 automatisch an die kommerzielle Tochter Switchplus übergeben.

Fragwürdige Bevorzugung der Tochter Switchplus

Für Hostpoint, den grössten Webhosting-Provider der Schweiz, ist dies ein neuerlicher Versuch der halbstaatlichen Stiftung Switch, die kommerzielle Tochter Switchplus gegenüber den anderen am Schweizer Markt tätigen Provider einseitig zu bevorteilen und damit ihre marktmächtige Stellung Auszunutzen, wie es in einer Stellungnahme von Montag heisst. Es sei zu befürchten, dass ein Grossteil der .-li-Domains aufgrund der technischen Komplexität für die Kunden sowie der kurzen Übergangsfrist automatisch Switchplus zufällt. Damit würde Switch der Tochter Switchplus zu einem ungerechtfertigt hohen Marktanteil verhelfen.

Zwar begrüsse Hostpoint den Schritt von Switch, die lange Zeit als Monopolistin erlangten Domainkunden an seine Partner abzugeben und sich künftig auf das Registry-Geschäft zu konzentrieren. Allerdings müsse die Aufteilung der .li-Domainkunden marktgerecht sein. Hostpoint erachte es deshalb als angebracht, dass die Domainkunden aufgrund eines Schlüssels, der sich am Marktanteil der Registrierungspartner am .li-Markt orientiert, auf die Registrierungspartner verteilt werden.

Bevorzugung von switchplus auch bei .ch-Domains?

Switch weist im Schreiben darauf hin, dass man das heutige Modell, bei dem Switch gleichzeitig Registry und Registrar ist, nicht mehr für marktgerecht halte und man dies dem Bakom im Rahmen einer Befragung zur Zukunft des Schweizer Domainmarktes auch so mitgeteilt habe. Das, so Hostpoint, zeige klar, dass Switch später auch bei der zahlenmässig stärker verbreiteten Schweizer Domainendung .ch nach gleichem Muster verfahren wolle. Würde auch mit den .ch-Domains tatsächlich nach demselben Muster verfahren, würde die noch junge Unternehmung Switchplus praktisch ohne eigenes Zutun auf einen Schlag zu einem der grössten Domainregistrare der Schweiz.
 

Neuer PR-Leiter für Chevrolet Schweiz

Der 39-jährige Daniel Schneller übernimmt ab sofort die PR-Verantwortung für Chevrolet Schweiz. Er folgt auf René Kreis.

2008 begann Daniel Schneller seine Laufbahn als Sales District Manager im GM-Konzern, wie es in einer Mitteilung heisst. Seit Juni 2011 war er als Marketing Director Opel Schweiz tätig. Neben einem Master im Marketing Management verfügt Daniel Schneller über ein Marketing- und Verkaufsleiter Diplom und Erfahrungen mit den Schweizer Medien.

«Spannende Produkte stehen kurz vor der Einführung auf dem Schweizer Markt und werden dazu beitragen, die Marktposition von Chevrolet in der Schweiz auszubauen. Mein Hauptaugenmerk wird während der kommenden Wochen auf der Lancierung des neuen kompakten SUV Chevrolet Trax liegen. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen und den Kontakt mit den Schweizer Medien» sagt Daniel Schneller.

In seiner neuen Funktion berichtet Daniel Schneller an Steffen Raschig, Managing Director Chevrolet Germany & Central Cluster, zu dem auch die Schweiz gehört. Schneller übernimmt die Verantwortung für die Pressearbeit von René Kreis, der nun  vollumfänglich als Manager Public Relations für die GM-Marke Cadillac verantwortlich zeichnet.

Facelift: Aus Marti. Seiler. wird Marti Communications

Nachdem sich Ende 2009 Marti & Partner und Seiler Communications zu einer Agentur im Besitz und unter der Leitung von Peter Marti zusammengeschlossen haben, erfolgt nun das Facelifting: Aus Marti. Seiler. Communications wird Marti Communications.

Herbert Seiler ist im Alter von 71 Jahren per 31. Dezember 2011 planmässig in den Ruhestand getreten, wie es in einer Mitteilung von Montag heisst. Marti. Seiler. agiert seit Januar 2010 am Markt. Seit dem Zusammenschluss hätte sich die Firma weiterentwickelt und biete heute mit einem Team von rund 20 Spezialisten crossmediale Kommunikationsdienstleistungen an, so die Mitteilung weiter. Dazu gehören auch festangestellte Internet- und Social-Media-Spezialisten.

Im Zuge der Agenturentwicklung habe sich die Geschäftsleitung entschlossen, den Firmennamen einem leichten Facelift zu unterziehen. So werde aus Marti. Seiler. Communications per 1. Januar 2013 Marti Communications «smart ideas». Hiermit trage man der Tatsache Rechnung, dass das Unternehmen auch weiterhin von Peter Marti als Eigentümer geführt werde.

Neben dem weiteren Ausbau im Bereich der digitalen Medien plant Marti Communications ebenfalls die Verstärkung im Bereich der Corporate Responsibility und Public Relations. Dies, um den vielfältigen Ansprüchen der bestehenden Kunden, aber auch der künftigen Märkte gerecht zu werden.
 

Mark Stahel verstärkt Lesch+Frei

Mark Stahel verstärkt als Texter/Konzepter die Zürcher Agentur Lesch+Frei. Nach sechs Jahren Selbständigkeit reizt es ihn, wieder fest in einem Team und in einer Fullservice-Agentur zu arbeiten.

Stahel kehrt dabei an den Ort zurück, an dem er in den Achtzigerjahren in die Werbung einstieg und von Peter Lesch und Aldo Frei das Texterhandwerk erlernte, wie es in einer Mitteilung von Montag heisst. Danach arbeitete Stahel als Texter/Konzepter bei Cash/RSCG, in der Globus Werbeabteilung, bei Aebi + Partner und als CD und Mitinhaber bei GGK Basel (später Lowe) bevor er sich 2006 mit seiner Agentur Stahelpartner selbständig machte.

Das mehrfach ausgezeichnete ADC-Mitglied Stahel bringe neben viel Erfahrung als Schreiber auch Know-how aus allen New Media-Bereichen mit, so die Mitteilung weiter.

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Gemi November: TV und Radio legen kontinuierlich zu

Der Werbedruck steigt bei TV, Radio und den elektronische Medien kontinuierlich an, während Teletext und Internet sowie für einmal auch Adscreen verlieren. Das zeigt die November Ausgabe des Goldbach Index (Gemi) für den Werbedruck im Gesamtmarkt und den elektronischen Medien.

Nach einem langen ungebrochenen Anstieg verzeichnet Adscreen mit 623 erstmals einen Rückgang von vier Indexpunkten, wie Goldbach in einer Mitteilung schreibt. Ebenfalls rückläufig die Medien Internet und Teletext. Internet verliert mit 635 vier Indexpunkten, bei Teletext sind es mit 83 drei Indexpunkte.

Eine kontinuierliche Steigerung zeigen TV und Radio. TV legt mit 616 sechs Indexpunkte zu, Radio verzeichnet mit 418 eine Steigerung von drei Indexpunkten. Der Gesamtmarkt und die elektronischen Medien insgesamt präsentieren sich stabil: Im Gegensatz zum Gesamtmarkt, der mit 234 Indexpunkten einen Punkt verliert, gewinnen die elektronischen Medien mit 615 ganze fünf Punkte dazu.
 

«Beobachter TV» startet am 20.2.2013 auf SRF zwei

«Beobachter TV» ist das neue crossmediale Beratungsformat der Zeitschrift Beobachter und von SRF. Die erste Staffel mit acht Folgen widmet sich dem Thema «Start-up». Die Sendung moderiert Roland Luder.

Die Sendung «Beobachter TV» bietet dem Publikum wöchentlich Beratung zu Problemstellungen aus den verschiedensten Bereichen des Lebens, wie es in einer Mitteilung von Montag heisst. Pro Folge trifft sich Moderator Roland Luder mit einer Person aus der Schweizer Bevölkerung, die aktuell vor einer grösseren Herausforderung steht. Ein Team von Beobachter-Experten analysiert anschliessend die Fragen und erarbeitet gemeinsam mit den Protagonisten eine Lösung. Roland Luder: «Es ist unglaublich spannend, den unterschiedlichsten Menschen zu begegnen und gemeinsam mit ihnen an der Bewältigung einer grossen Herausforderung zu arbeiten. Die Experten schaffen in jeder Ausgabe ein kleines Wunder.»

Jede Staffel der Sendung «Beobachter TV» widmet sich einem Oberthema; die acht in sich geschlossenen Folgen behandeln wichtige Teilaspekte des Hauptmotivs. Die erste Staffel trägt den Titel «Start-up» und begleitet Menschen, die sich mit einer Geschäftsidee selbständig machen wollen. Andres Büchi, Chefredaktor Beobachter: «Es werden interessante und unterhaltende Sendungen mit einem hohen Nutzwert für die Zuschauer.»

«Beobachter TV» wird begleitet von der neuen Internetplattform Beobachtertv.ch. Das Publikum findet dort weiterführende Links und Informationen zu den Folgen sowie Servicepakete zum Download. Nach jeder Folge sind die Beobachter-Experten im Live-Chat für Fragen erreichbar. Ausserdem können die Fallgeschichten laufend kommentiert werden. Alle Folgen der Sendung «Beobachter TV» werden zudem auf Srf.ch und Beobachtertv.ch archiviert. Produziert wird die Sendung «Beobachter TV» durch Faro TV im Auftrag von SRF. Sponsor der Sendung ist Swisscanto. Das Format startet auf SRF zwei am 20. Februar 2013, die Erstausstrahlung auf SRF 1 folgt am 24. Februar.

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Zu guter Letzt: Print ist einzigartig

Viel wird diskutiert über das Sterben der Printpresse. Die belgische Agentur Duval Guillaume Modem zeigt: Die gedruckte Zeitung zieht die Leser in den Bann.

Für Newspaperwork, der Marketing-Plattform aller belgischen Zeitungsverlage, hat Duval Guillaume Modem eindrücklich demonstriert: Nichts wird konzentrierter studiert als die gute alte Zeitung. Den Vertretern dreier Werbekunden (Coca Cola, Telenet und BNP Paribas) stellte die Agentur einen Tag lang eine Limousine samt Chauffeur zur Verfügung – damit diese in Ruhe die Zeitung lesen konnten. Dies taten sie so vertieft, dass ihnen komplett entging, was die auf exakt getimte Guerilla- und Stunt-Aktionen spezialisierte Agentur (zum Beispiel «Push to add Drama») auf dem Arbeitsweg inszenierte:

Lukas Reinhardt neu Redaktor bei Radio 1

Neuzugang in der Redaktion von Radio 1: Ab 1. April 2013 wird Lukas Reinhardt neu in der Redaktion des Zürcher Senders tätig sein.

Reinhardt hat einen Master of Science der Universität Zürich, wie es in einer Mitteilung von Montag heisst. der 28-Jährige ist seit zwei Jahren Redaktor bei Radio Top in Winterthur und ersetzt bei Radio 1 Tobias Schneider, der zu Radio SRF1 wechselt.

 

Facebook: Alte kommen, Junge gehen

Während immer mehr ältere Menschen Facebook für sich entdecken, verliert das soziale Netzwerk für die sehr jungen Nutzer seinen Reiz. Seit dem vergangenen Jahr ist mehr als die Hälfe der Schweizer mit einem Facebook-Profil über 30 Jahre alt.

Die Zahl der über 50-Jährigen, die sich aktiv auf Facebook tummeln, stieg  zwischen 2010 und 2012 von 228'000 auf fast 394'000, wie Experte Michael  Walther von der Kommunikationsfirma Bernet in einem am Montag veröffentlichten Blogeintrag festhält. Insgesamt stieg die Zahl der über 30-jährigen Nutzer von knapp 1,1 Millionen auf gut 1,55 Millionen. Die Altersklasse mit den meisten Facebook-Profilen ist aber nach wie vor die 20- bis 29-Jährigen. Die Zahl der Nutzer unter 30 Jahren ist in der gleichen Zeit von knapp 1,39 Millionen auf gut 1,50 Millionen gestiegen. Bei den unter 15-Jährigen hat Facebook allerdings massiv an Beliebtheit  verloren: Die Zahl der aktiven Profile sank um mehr als 15 Prozent von knapp  122'000 auf gut 78'000.

Über 3 Millionen Nutzer

Im vergangenen Dezember zählte Facebook in der Schweiz 3,06 Millionen Profile, die  von ihren Besitzern regelmässig genutzt werden. Das soziale Netzwerk ist im  vergangenen Jahr um 12 Prozent gewachsen, nach einer Zunahme von 10 Prozent im Jahr davor. Die grösste Zunahme an Profilen gab es vor drei und vor vier Jahren. So  versorgen aktuell etwa 38 Prozent der Bevölkerung auf einem Profil auf der Facebook-Seite ihre Freunde mit Neuigkeiten, Bildern und Themen. 2011 waren es 35 Prozent gewesen, 2010 33 Prozent, 2009 23 Prozent und im Jahr davor 13  Prozent.

Wachstum geht weiter

Die Verbreitung des sozialen Netzwerks in der Schweiz ist weit weniger stark  als in angelsächsischen Ländern, aber etwa so gros wie bei den deutschsprachigen Nachbarn. Betrachtet man die Bevölkerung mit einem alltäglichen Zugang zum Internet,  beträgt der Anteil der Facebook-Nutzer 45 Prozent. In den USA beträgt der  Anteil 73, in Grossbritannien 63 Prozent. Österreich erreicht 48 Prozent,  Deutschland 37 Prozent. Ob das soziale Netzwerk weltweit über eine Milliarde Nutzer hat, wie dies  Facebook-Gründer Mark Zuckerberg behauptete, ist umstritten. Es komme darauf  an, wen man als aktiven Nutzer ansehe, schreibt Michael Walter.

Zuviel Werbung ist verpönt

Der Experte geht davon aus, dass im Lauf des neuen Jahres mehr als die Hälfte  der Schweizer Bevölkerung mit Internetzugang ein Facebook-Profil haben wird. Er begründet seine Prognose unter anderem mit dem Siegeszug der Smartphones und Tablet-Computer. Voraussetzung für eine steigende Verbreitung ist nach Ansicht Walters aber auch, dass Facebook die Kunden nicht mit zu viel Werbung oder Bezahl-Inhalten
nervt. (SDA)
 

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