Börsenaufsicht: Vorwürfe gegen Publigroupe

Publigroupe soll Vorschriften rund um die Rechnungslegung der Jahres- und Halbjahresabschlüsse verletzt haben. Dies wirft die Börsenaufsicht SIX Exchange Regulation dem Unternehmen vor und hat deshalb einen Sanktionsantrag gestellt.

Die SIX Exchange Regulation sei nach Abschluss der Untersuchung der Auffassung, dass Publigroupe im Jahresabschluss 2011 sowie im Halbjahresabschluss 2012 gegen die angewandten Rechnungslegungsstandards verstossen habe, teilte das Aufsichtsorgan der Schweizer Börse am Mittwoch mit.

Konkret beschuldigen die Börsenaufseher Publigroupe, gewisse Anforderungen zu den Umsatzerlösen sowie zur Zwischenberichterstattung mangelhaft ausgewiesen und damit die Bestimmungen verletzt zu haben. Die Dauer des Verfahrens ist gemäss Angaben vom Mittwoch nicht bestimmt.

Per Geschäftsjahr 2012 wechselte Publigroupe ihren Rechnungslegungsstandard von IFRS (International Financial Reporting Standards) zum Schweizer Standard Swiss GAAP FER. Publigroupe bestreite die Vorwürfe der Börsenaufsicht, hiess es im Communiqué. (SDA)
 

Zu guter Letzt: Dicke A-Post

Aufgefallen: Die Post kann gute Gründe nennen, wieso man Briefe per A-Post versenden sollte. Dabei geht es nicht um Lieferfristen oder Geld, sondern um Wertschätzung.

Der Post liegt das Wohl des Kunden bekanntlich sehr am Herzen. Zum Beispiel werden die (nicht wegrationalisierten) Poststellen stetig zu kleinen Supermärkten und Papeterien ausgebaut. Eine Freude, denn bis man alle Schokoriegel, Romane und Handys begutachtet hat, ist die Wartezeit meist bereits um.

Dass es der Post ernst ist mit der uneigennützigen Nächstenliebe, zeigt sich auch auf den Briefkästen. Dort gibt das Unternehmen tiefgründige Ratschläge: «Tipp: Verschicken Sie Ihre Sendungen als A-Post! Sie zeigen so, dass Ihnen der Empfänger wichtig ist, und sichern sich grössere Aufmerksamkeit». Das sind wirklich gute A-Post-Argumente: Eindrücklich demonstrierte Wertschätzung für nur 15 Rappen Aufpreis – ein fairer Deal für alle Beteiligten.

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Früher versuchte man den Kunden die lukrative A-Post aufzuzwingen, indem man an den Schaltern betonte, wie unkalkulierbar die Zustellungsdauer der lahmen B-Post sei. Kommt sie morgen nicht an, kommt sie vielleicht übermorgen – sofern nicht gerade Samstag ist. Ohne Hast und Gewähr. Und bloss danach nicht beschweren kommen, falls es Probleme gibt. Message: B-Post landet in einer Kiste mit der Aufschrift «Keine Eile – geiziger Kunde – bei Gelegenheit drum kümmern». Die Nachfolgerin der früheren Einheitsbriefmarke ist die A-Post. 15 Rappen reichen für einen echten Klassenunterschied schlichtweg nicht mehr aus und lässt die B-Post zur Alibiübung verkommen.

Zum Glück sind solche Zeiten vorbei. Neuerdings steht der Mensch im Zentrum. Schokoriegel, Elektronik und Ratschläge fürs Leben. Die neue Nächstenliebe kann aber noch süssere Früchte tragen. Beispielsweise bietet die Post den verblüffenden und innovativen Service «Swiss Post Box» an. Der digitale Briefkasten erlaubt, via Mobile Device die Briefpost anzuschauen. Bei Bedarf öffnet die Post wichtige Briefe und scannt sie ein. Oder leitet sie an eine bestimmte Adresse weiter. Unnötiger Balast kann vor Ort dem Papierkorb übergeben werden (zum Beispiel Umschläge, die mit 85 Rappen frankiert sind und somit die pure Verachtung signalisieren).

Thomas Häusermann

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Screenshot Post.ch

Gemi Februar: Zunahme der elektronischen Medien

Der Gesamtmarkt zeigt sich weiterhin stabil, die elektronischen Medien insgesamt weisen einen leichten Anstieg aus. Radio und Internet setzen ihren Aufwärtstrend fort – einzig Adscreen und Teletext müssen einen leichten Rückgang verzeichnen, wie der Goldbach Index zeigt.

TV schliesst im Februar erneut mit einem Index von 621 und kann somit die sehr guten Vormonatswerte konstant halten. Radio verbessert sich leicht 419 (417), auch Internet steigert sich um weitere 6 Indexpunkte auf insgesamt 754. AdScreen verliert im Vergleich zur werbestarken Vorweihnachtszeit 5 Punkte. Allerdings bestätigen die digitalen Werbeflächen mit 648 (653) Indexpunkten weiterhin ihre grosse Beliebtheit, was vor allem im Vergleich zum Vorjahreswert (474) deutlich wird. Auch Teletext muss einen minimen Rückgang von 2 Indexpunkten ausweisen.

Der Gesamtmarkt und die elektronischen Medien beweisen Konstanz. So bestätigt der Gesamtmarkt erneut seinen Wert von 236 Indexpunkten, die elektronischen Medien steigern sich weiter um einen Zähler 627 (626).

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EHC Biel: Pascale Berclaz neue Marketingdirektorin

Pascale Berclaz wird neue Marketingdirektorin beim EHC Biel. Sie übernimmt die Aufgabe, den EHCB zu vermarkten und den Umzug in die neuen Stades de Bienne vorzubereiten.

Pascale Berclaz war zuletzt als Leiterin Marketing und Vertrieb bei Fors in Studen tätig. Seit 2008 war sie zudem Vizepräsidentin des Verwaltungsrates beim FC Biel und kennt somit die Anforderungen an einen Sportclub bestens, wie es in einer Mitteilung heisst. Dieses Amt beim FC Biel hat sie vor kurzem niedergelegt. In früheren Tätigkeiten war sie bei der Eröffnung des Stade de Suisse in Bern involviert und kennt somit auch die Anforderungen an eine Eröffnung einer grossen multifunktionalen Sportarena. Pascale Berclaz wird ihr Amt beim EHCB am 1. Mai 2013 antreten und nimmt auch Einsitz in die Geschäftsleitung.

Tamedia: Neuer Bereich Digital Advertising & Services

Tamedia schafft per 1. April 2013 den Bereich Digital Advertising & Services. Die Leitung übernimmt der bisherige Search.ch-Geschäftsführer Stephan Obwegeser. Seine Nachfolge tritt Urs Hügli an.

Digital Advertising & Services stellt eine gemeinsame Online-Advertising-Strategie sicher, koordiniert gruppenübergreifende Aktivitäten im digitalen Werbegeschäft und erbringt Services wie die Weiterentwicklung der Advertising-Technologie, das Traffic Management oder die Vermarktung übergreifender Produkte, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Der neue Bereich ist im Geschäftsbereich Digital unter der Leitung von Christoph Brand angesiedelt.

Der 38-jährige Stephan Obwegeser hat in den letzten Jahren wesentlich zur erfolgreichen Weiterentwicklung von Search.ch beigetragen. Er ist Online-Spezialist und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im digitalen Werbegeschäft, unter anderem als Verlagsleiter von 20 Minuten Online und Leiter Online-Entwicklung bei Tamedia. Er ist Co-Präsident des IAB Switzerland, dem Schweizer Branchenverband der Digitalwerbewirtschaft.

Die Geschäftsführung von Search.ch übernimmt ab 1. April 2013 Urs Hügli, derzeit Leiter Classified Online bei Tamedia. Der 53-Jährige war von 2001 bis 2009 als CEO von Homegate massgeblich an der erfolgreichen Entwicklung von Homegate.ch beteiligt. Danach war er als Leiter Classified Online unter anderem für die Weiterentwicklung der Stellenaktivitäten zuständig und begleitete die Akquisition von Jobs.ch. Die Plattformen Homegate.ch, Car4you.ch und Piazza.ch werden in Zukunft wie angekündigt direkt Christoph Brand, Leiter Digital von Tamedia, unterstellt. Urs Hügli bleibt weiterhin Mitglied des Verwaltungsrates von Homegate.
 

Joiz-Castings stossen in Deutschland auf Interesse

Mehr als 500 Kandidaten kamen zu den deutschlandweiten Joiz-Castings, bei denen Moderatoren für den deutschen Sendestart gesucht wurden. Das Publikum kann nun per Voting bestimmen, wer die Jobs erhält.

Am 4. März war Joiz mit einer bundesweiten Castingtour in München gestartet, um Moderatoren für den Sendestart im Sommer in Deutschland zu suchen. Am Donnerstag, den 21. März beginnt nun das Online-Voting. «Das Casting war ein voller Erfolg. Mehr als 500 Kandidaten kamen zu unseren insgesamt acht Terminen. Und das obwohl der Sender noch gar nicht gestartet ist», so Alexander Mazzara, CEO von Joiz. «Wir sind uns ganz sicher, dass wir das eine oder andere Talent beim Casting entdeckt haben. Ab 21. März läuft jetzt das Online-Voting auf unserer Website und wir sind sehr gespannt, wer als Publikumsfavorit dann direkt den ersten Moderatorenvertrag erhält.»

Eine Joiz-Expertenjury hat die besten Kandidaten der einzelnen Städte ausgewählt. Diese stehen vom 21. März bis 1. April 2013 auf Joiz.de/votings zur Abstimmung bereit. Der Kandidat mit den absolut meisten Stimmen bekommt direkt einen Moderatorenvertrag von Joiz. Weitere Talente werden danach von der Joiz-Jury zu einer finalen Runde nach Berlin eingeladen. Dort entscheidet sich dann, wer das deutsche Moderatorenteam vervollständigen wird.

Gesucht wurden laut Mitteilung «junge, unverwechselbare, erfrischende Persönlichkeiten zwischen 18 und 29 Jahren mit Ecken und Kanten, die sich mit den künftigen Joiz-Zuschauern, den Digital Natives, auf Augenhöhe befinden». Unter den Kandidaten, die zu den Castings in den Starbucks Coffee Houses in München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Dortmund, Hamburg, Leipzig und Berlin kamen, waren auch einige, welche die deutschen Fernsehzuschauer bereits kennen. Wer letztlich die neuen Gesichter von Joiz sein werden, entscheidet sich nach Ostern.
 

Leo Burnett verteilt Muster nicht besser – aber länger

Die von Leo Burnett Schweiz konzipierte Ovo-Verteilaktion stoppt erst, wenn eine Million Muster weg sind. Rund ein Drittel ist nach zwei Tagen geschafft.

Seit Montag ist die bisher grösste Sampling-Aktion der Schweiz im Gange: Eine Million kleine Ovomaltine-Probierportionen sollen verteilt werden. Der Clou bei der Sache: Das Promotion-Team beweist den populären Slogan «Nicht besser, aber länger» gleich selbst und wird beinahe rund um die Uhr im Einsatz sein, bis das allerletzte Muster verteilt ist.

Aufgeteilt ist das Promotion-Team auf drei Standorte – Hauptbahnhöfe Zürich, Bern und Lausanne. Zum Probieren abgegeben werden Samples querbeet durchs Ovomaltine-Sortiment. Nicht zur Million zählen natürlich all die Ovomaltine-Produkte, die das Sampling-Team selbst braucht, um die von Leo Burnett Schweiz ausgeheckte Aktion überhaupt energiemässig durchzustehen.

Wie es der hartnäckigen Truppe beim Verteilen der Million Muster ergeht, erfährt man nebst einem Besuch vor Ort auch via Facebook und Twitter. Die Ovomaltine-Repräsentanten posten laufend Beiträge von der Sampling-Front, zum Beispiel über die momentane Stimmungslage im Team, interessante Standbesucher, lustige Vorkommnisse und vieles mehr.

Nach zwei Tagen sind laut Mitteilung 336‘936 Portionen verteilt worden. Und die Leute am Stand sind noch bei guter Laune. Am Mittwoch erhalten die Promotoren Unterstützung von Didier Cuche – ab 11 Uhr am HB Bern, ab 15 Uhr am HB Zürich.

Verantwortlich bei Wander: Beatrice Frei (Head of Marketing), Bettina Marthaler (Marketing Manager Snack & Beverage), Robert Lippuner, (Junior Brand Manager Ovomaltine). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Pablo Schencke, Johannes Raggio, Matthias Fürst, Inken Rohweder (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Fiona Gottwald, Michael Gassler (Beratung). PR: By the way Communications. Web: Webguerillas Michel Bognar (Social Media), Michelle Danilschenko, Richard Wegele (Art Direction), Ennio Cadau (Text), Daniel Gremli (Konzept), Michael Kohlbach (Entwicklung), Ramona Leis (Beratung). Promotion: Sun Productions. Standbau: Frey & Frey.

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Valencia: Ostermagazin für Coop kreiert

Valencia Kommunikation präsentiert das neue Ostermagazin von Coop. Es ist bereits die zweite Osterausgabe im neuen Magazin-Look von Valencia.

Rechtzeitig zu den Ostervorbereitungen erschien am 19. März 2013 die neue Ausgabe des Ostermagazins von Coop. «Entschleunigung» und «Familie» sind auch diesmal die Themen des Heftes, das mit Rezepten und Coop-Osterangeboten auf die kommenden Festtage einstimmen soll.

«Coop ist es wichtig, die ganzen Vorbereitungen rund um Ostern authentisch zu vermitteln», sagt Creative Director Tommy Schilling. Diese habe er zusammen mit dem Team in einfachen Szenen und Rezeptarrangements versucht einzufangen. Es sind Momentaufnahmen eines entspannten Osterwochenendes mit der Familie. «Wir wollten nichts Künstliches oder inszenierte Szenen im Bild», so Schilling weiter, «sondern allein durch die festgehaltene Stimmung ein Lächeln bei den Leserinnen und Lesern hervorrufen. Die Bilder sollen die Coop-Kundinnen und -Kunden inspirieren und animieren, bei Coop einzukaufen».

Das Magazin liegt in allen Coop-Filialen auf und war der Coop Zeitung beigelegt.

Verantwortlich Coop: Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services) Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Stefanie Gloor (Projektleiterin Werbung), Karin Heliopoulos (Leiterin Media). Verantwortlich bei Valencia Kommunikation: Claudia Ferrari, Iraklis Hungerberg (Beratung), Tommy Schilling (Creative Director), Anett Oldenburg (Art Director), Nicole Bollinger (Grafik), Guillermo Garcia (Text), Marco Fritz, Stefan Stohler (Desktop), Foto: Daniel Infanger (People) & Martin Graf (Food), Styling: Claudia Schilling (Set & Requisiten), Feride Dogum (Food), Ruth Bugmann (People) & Franziska Fitze (Hair/Make up).

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Catrin Rubenson neu CEO von Admazing

Führungswechsel bei Admazing: Simon Morton, Mitgründer und bisheriger CEO von Admazing, zieht sich in den Verwaltungsrat zurück und übergibt die Geschäftsleitung per Mitte April an Catrin Rubenson.

Die designierte Geschäftsführerin des Online-Werbevermittlers Admazing, Catrin Rubenson, zeichnete zuvor für den Aufbau und die Etablierung von Tradedoubler verantwortlich. Durch den Führungswechsel erhält Admazing somit zusätzliches Know-how in den Bereichen Ad Networks und Performance-Marketing, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Ich freue mich auf meine Aufgabe. Es erwarten mich spannende, neue Herausforderungen. Gleichzeitig kann ich mein Know-how ideal in die stark wachsenden Bereiche Performance Marketing und Real Time Adverting einbringen», erklärt Catrin Rubenson. Der Mitgründer und bisherige CEO von Admazing, Simon Morton, wird die Übergangsphase bis Mitte Jahr intensiv begleiten. Darüber hinaus bleibt er dem Unternehmen als Verwaltungsrat erhalten. «Nach über zehn Jahren Aufbauarbeit und Wachstum darf ich ein hochprofitables, renommiertes und international vernetztes Unternehmen in neue Hände übergeben», so Simon Morton.

Zuletzt konnte Admazing verschiedene gewichtige Mandate gewinnen; erwartet wird daher laut Mitteilung ein starkes Wachstum für 2013. Der Entscheid sich zurückzuziehen sei Morton daher durchaus schwer gefallen, er sei jedoch überzeugt, «dass Catrin Rubenson die perfekte Wahl ist und das Unternehmen mit ihrem Know-how und dem erfolgreichen Admazing-Team weiter voranbringen wird.»

Ideart: Perosa Sommerkatalog 2013 realisiert

Die Luzerner Agentur Ideart hat für Perosa den neuen Bademode- und Lingerie-Sommerkatalog kreiert. Die Bilder des deutschen Fotografen René Schwerdtel entstanden in Phuket.

In der Hotelanlage von «The Surin» fand das Perosa-Team laut Mitteilung eine geeignete Location und ideale Bedingungen für das Photoshooting. Der von Ludek Martschini gestaltete 54-seitige Prospekt wird ab Ende März 2013 schweizweit in allen Filialen von Perosa erhältlich sein. Als Werbemittel werden Prospekte, Flyer und Inserate eingesetzt.

Verantwortlich bei Perosa: Roger Schärer (Inhaber), Cornelia Schärer (Hair & Make-up), Ida Krebs (Styling), René Schwerdtel (Fotograf), Deutschland, Ana & Kat (Models). Verantwortlich bei Ideart Design & Werbung: Ludek Martschini (Kreation / Beratung), Peter Martschini (Produktion / Organisation).

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Ringier verkauft Ringier Studios nach Liechtenstein

Ringier Studios Zürich/Vietnam hat mit Fritz Kaiser einen neuen Besitzer. Der Liechtensteiner Unternehmer und Investor hat Ringier Studios von Ringier gekauft.

Per 1. April 2013 ist Ringier Studios liechtensteinisch. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich und einem Produktions- und Programmierzentrum in Saigon, Vietnam, wechselt laut Mitteilung zu hundert Prozent zu Fritz Kaiser, dem Wealth-Management-Unternehmer, Investor und Philanthrop. Kaiser ist Mitbegründer und Executive Chairman der Kaiser Partner Gruppe, welche für vermögende Privatkunden und Family Offices Dienstleistungen im Wealth Management und in der Vermögensverwaltung erbringt. Kaiser Partner beschäftigt an den Standorten Vaduz und Zollikon 220 Mitarbeiter und betreut rund 25 Milliarden Schweizer Franken Vermögen.
 
Fritz Kaiser befasst sich seit langem mit der strukturellen Veränderung, die das Internet bewirkt. Er sieht, wie es rasant ganze Industrien verändert und ist überzeugt, dass digitale Produkt-Visionen und digitales Design eine wachsende Rolle spielen: «E-Commerce und E-Wissen sind die neuen Gewinner. Wir kaufen Bücher, Tickets und Kleider übers Internet und holen Information immer und überall bequem auf unsere mobilen Geräte.» Bei Ringier Studios sieht er das grosse kreative Potential im digitalen Design-Bereich.

Ringier als bisheriger Eigner des Start-up Ringier Studios freut sich, dass für das junge Unternehmen nun ein neuer Besitzer gefunden worden ist, der dieses Marktpotential für Drittkunden ausschöpfen will. Ringier-CEO Marc Walder: «Fritz Kaiser ist ein Unternehmer mit eindrücklichem Leistungsausweis. Seine Vision ist, digitale Anwendungen auf mobilen Endgeräten auch im Bereich der Finanzdienstleistungen zu nutzen. Ringier Studios wird von Kaisers unternehmerischem Know-How profitieren können.» Marc Walder wird Einsitz nehmen im Verwaltungsrat von Ringier Studios. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Kein Runder Tisch zur Rettung der Paulusdruckerei

Das Schicksal der Paulusdruckerei in Freiburg scheint besiegelt: Nach einer Absage von Seiten der Freiburger Nachrichten verzichtet die Freiburger Regierung darauf, einen Runden Tisch zur Rettung der Zeitungsdruckerei Saint-Paul zu organisieren.

Die Bedingungen für einen erfolgreichen Ausgang der Diskussion am Runden Tisch seien nicht gegeben, schrieb die Regierung am Dienstag an die Adresse der Gewerkschaft Syndicom. Diese und die Personalkommission der Druckerei hatten einen solchen Runden Tisch im Februar von der Kantonsregierung gefordert. Alle betroffenen Parteien sollten daran gemeinsam nach Lösungen für den Erhalt der 50 gefährdeten Arbeitsplätze suchen. Hintergrund ist der Entscheid der Saint-Paul-Gruppe, die Zeitungsdruckerei auf Ende 2014 zu schliessen, weil der wichtigste Kunde, die Freiburger Nachrichten, die Zeitung künftig von Tamedia in Bern drucken lässt (Werbewoche.ch berichtete).

Unterstützt wurden die Betroffenen von 11'500 Freiburgerinnen und Freiburgern, die in einer Petition eine Freiburger Lösung für die Freiburger Zeitungen gefordert hatten. Wie am Dienstag nun bekannt wurde, hält der Verwaltungsrat der Freiburger Nachrichten an seinem Entscheid fest. Die Freiburger Regierung begründet ihre Absage an einen Runden Tisch deshalb mit fehlenden Perspektiven und fehlendem Verhandlungsspielraum.

Die Gewerkschaft Syndicom hält trotz negativem Bescheid an ihrer Forderung fest, wie sie am Dienstag mitteilte. Es könne nach wie vor ein Weg gefunden werden, «der sowohl den Freiburger Nachrichten die geplanten Einsparungen bringt und dem Zeitungsdruck bei St-Paul in den nächsten Jahren das Überleben garantiert». Beides seien Voraussetzungen für eine gesicherte Unabhängigkeit der Freiburger Lokalpresse, «die wir durch die Abhängigkeit vom Mediengrosskonzern Tamedia gefährdet sehen». (SDA)
 

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