Zu guter Letzt: Die suspendierte Kreditkarte

Laut EU beläuft sich der weltweite Schaden durch Internetkriminalität auf 350 Milliarden Franken pro Jahr. Ein Schreiben der GE Money Bank, das der Werbewoche.ch-Redaktion ins Haus flatterte, wird diesen Betrag wohl nicht signifikant erhöhen.

Unter dem Titel «Urgent – Ihre Karte wird suspendiert!» erreichte uns heute dieses Mail im Namen der GE Money Bank:

Ihre Kreditkarte wird aufgrund GeMoney wichtigsten Begriffe werden verändert ausgesetzt. So aktivieren Sie Ihre Karte müssen Sie das angehängte Dokument herunterladen und ausfüllen Die GeMoney Sicherheit Datei, um die legitimen Kontoinhaber zu überprüfen. Ihre Karte wird automatisch aktiviert, nach der Sicherheitskontrolle Details bestätigt. Wir würden uns überlegen Beendigung Ihres Zugriffs auf Ihre gespeicherten Fonds, wenn Sie der rechtmäßige Inhaber dieses Kontos zu überprüfen gescheitert.

Man wird beinahe wehmütig, wenn man an die originellen Abenteuergeschichten zurückdenkt, die sich die Internet-Mafia früher einfallen liess. Von verschollenen Onkeln, geflüchteten Generälen, eingefrorenen Vermögen und verlockenden Beteiligungen war die Rede. Lotto-Gewinne mussten in Spanien abgeholt und Holzöfen in der russischen Provinz finanziert werden. Das Ganze war in einer Sprache verfasst, die als solche erkennbar war. Im Beispiel oben wurde wahrscheinlich nicht einmal Google Translate um Rat gefragt. Das wäre wohl zu viel verlangt, wenn man eine vermeintlich lukrative Betrügerei an Millionen von Empfängern versendet. Trotzdem scheint es Menschen zu geben, die sich durch das dilettantische Schreiben verunsichern lassen. GE Money Bank warnt auf der Website: «Momentan erhalten einige unserer Kunden eine Phishing-E-Mail-Anfrage zur Konto-Verifizierung. Bitte ignorieren Sie diese E-Mail und löschen Sie diese ungeöffnet».

Thomas Häusermann

 

FDP-Paragraph in NZZ-Statuten soll fallen

NZZ-Aktionäre müssen entweder Mitglied der FDP sein oder sich parteilos zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung bekennen. Eine Aktionärsgruppe will das ändern.

Die rund 75-köpfige «IG der Freunde der NZZ» will laut Schweiz am Sonntag den «FDP-Paragraphen» aus den NZZ-Statuten streichen. Die Zeitung zitiert einen noch unveröffentlichten Newsletter. Neu soll es genügen, eine «liberale und unternehmerische Gesinnung» zu bestätigen – unabhängig davon, welcher Partei man angehört. Die Gruppe, der unter anderem der Banker Thomas Matter (SVP) angehört, kontrolliert rund 15 Prozent der Stimmen.

Wenig Freude an dieser Idee hat der scheidende NZZ-Präsident Franz Steinegger, der den Traktandumsantrag für die nächste Generalversammlung ablehnte. Auf Anfrage der Zeitung Schweiz am Sonntag gibt er an, erstens seien die für eine Traktandierung geforderten zehn Prozent nicht vorhanden gewesen, und zweitens sei der formulierte Alternativtext so untauglich, dass «man ja auch einen Christian Levrat akzeptieren» müsste.

Die «Freunde der NZZ» drohen mit einer ausserordentlichen Generalversammlung oder der Ungültigkeitserklärung der ordentlichen GV. Kritisiert wird zudem der NZZ-Verwaltungsrat («Lähmung und Gerangel» im Gremium»), insbesondere die neueren Ratsmitglieder, welche nicht für die erhofften Veränderungen zu sorgen vermochten. Auch seien die von ihnen vorgeschlagenen VR-Kanditaten (Ex-NZZ-Wirtschaftschef Gerhard Schwarz und Immobilien-Tycoon Urs Ledermann) von VR-Präsident Steinegger nicht einmal kontaktiert worden. (hae)

Teaserbild: Keystone (Hintergrund)

Mettler Mettler + Mettler: Magazin für Sehbehinderte

Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband SBV beauftragte die Zürcher Agentur Mettler Mettler + Mettler mit der Konzeption und dem Design des neuen Gesellschaftsmagazins für Sehbehinderte namens Klar.

Klar befasst sich mit gesellschaftlichen Themen unter dem besonderen Aspekt der Sehbehinderung. Laut Mitteilung ist es ein exklusives Magazin seiner Art. Das Design von Klar ist auf die Bedürfnisse und Lesemöglichkeiten von Menschen mit einer Sehbehinderung zugeschnitten. Mettler Mettler + Mettler akzentuiert die besonderen formalen und typografischen Vorgaben und setzt sie als bewusste Gestaltungsmittel ein. Die gross gesetzte Schrift sowie die demonstrative Bildbehandlung werden zum Markenzeichen des Magazins.

Die erste Ausgabe von Klar ist dem Thema «Mann und Frau — Archetypen und Geschlechterrollen» gewidmet und beinhaltet Bildbeiträge von Urs Lüthi, Michel Comte, Anja Schori, Maurizio Cattelan, Pete Souza und Roswitha Hecke und anderen. Das Magazin erscheint viermal jährlich in Deutsch und Französisch (unter dem Namen Clin d’œil) als Grossdruckmagazin, in Blindenschrift und als Hör-CD.

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Hinderling Volkart gewinnt Etat von Teleboy

Das Fernsehportal Teleboy.ch ist Live-TV und TV-Guide in einem. Für die Bewerbung der Dienstleistungen setzt Teleboy neu auf Hinderling Volkart.

Die Agentur konnte sich mit einem integrierten Kommunikationskonzept in einem Pitch gegen drei weitere Agenturen durchsetzen. Erste Massnahmen werden im Spätsommer zu sehen sein. Die Agentur wird ausserdem das Redesign der neuen Teleboy-Website übernehmen. «Teleboy ist ein fantastischer Kunde mit einem sehr guten Produkt. Und für uns ein Beweis, dass wir mit unseren integrierten Kommunikationslösungen im Markt mit offenen Armen empfangen werden», so Michael Hinderling in einer Mitteilung der Agentur.
 

Medien- und PR-Ereignis Badran

Wie Schweiz am Sonntag vermutet, wurde das grosse Medienecho rund um den Badran-Fauxpas von der PR-Abteilung des beteiligten Club Aura gewollt in die Wege geleitet.

Nationalrätin Jacqueline Badran wurde am Freitag vor einer Woche von der Radio 1-Jubiläumsparty verwiesen, weil sie zusammen mit Weltwoche-Journalist Alex Baur im Inneren des Aura-Clubs bei einem Fenster geraucht hatte. In einem anschliessenden Tweet beschuldigte sie den beteiligten Türsteher und warf Alex Bauer fehlende Hilfeleistung vor.

Der Fall stiess in den Medien auf ein grosses Echo und löste eine gewaltige Empörungswelle in Form von Leserkommentaren aus. Besonders der vom Türsteher geäusserte Vorwurf, Jacqueline Badran habe ihr Verhalten damit gerechtfertigt, dass sie als Nationalrätin sowas dürfe, hatte Shitstorm-ähnliche Zustände in den Talkback-Spalten zur Folge. Dies obwohl die Beschuldigte sich jederzeit in aller Deutlichkeit von diesem Vorwurf distanzierte und die anwesenden Zeugen Alex Bauer und Bastien Girod zu Protokoll gaben, Jacqueline Badran habe in ihrer Anwesenheit nie ihre politische Funktion erwähnt. Den Vorwurf, sie habe als Politikerin Sonderrechte gefordert, werde sie «nie wieder los», so Schweiz am Sonntag.

Wie das neue Sonntagsmedium berichtet, wurde das Medien- und Öffentlichkeitsecho von der Aura-PR-Beauftragten bewusst in die Wege geleitet. In einem Schreiben an die Journalisten eines Onlinemediums wies sie darauf hin, Frau Badran sei «ziemlich betrunken» gewesen und die «wüsten Beschimpfungen» gegen den Türsteher wolle sie gar nicht wiederholen – es sei denn, es werde im Rahmen von «offiziellen Statements» gewünscht. Die Skandalisierungswelle war ausgelöst, die öffentliche Meinung gemacht. Dies, obwohl selbst politische Gegner wie Mauro Tuena Badrans Aussage stützten, sie sei an diesem Abend nüchtern gewesen. Gegenüber Blick.ch verglich Badran die Kampagne mit «Hexenjagd und Inquisition».

Dass der Autor, der die Geschichte für den Tages-Anzeiger aufgriff, bis vor kurzem als Sprecher der Aura-Betreiberin Tao Group arbeitete und mit der Aura-Sprecherin in einer Beziehung steckt, könne man dem Schreiber nicht anlasten, so Ressortleiter Edgar Schuler gegenüber Schweiz am Sonntag. Man werde künftig aber allfällige Mandate des Autors bei jedem Artikel deklarieren. (hae)

Teaserbild: Screenshot 20min.ch

Premiere für Schweiz am Sonntag

Erstmals sind die bisherigen Sonntagszeitungen Der Sonntag und Die Südostschweiz am Sonntag unter dem gemeinsamen Markentitel Schweiz am Sonntag erschienen. Die Kooperation führt vor allem bei der bisherigen Südostschweiz am Sonntag zu Veränderungen.

Die Südostschweiz am Sonntag übernimmt neu die nationalen Textseiten von Der Sonntag der AZ Medien mit Redaktionssitz in Baden AG sowie das Layout. Die Seiten für die Regionalausgaben Graubünden, Glarus und Gaster-See werden weiterhin von den Redaktionen der Südostschweiz produziert. Neben der Südostschweiz ist die Schweiz am Sonntag in weiteren sechs Regionen mit einem eigenen Regionalbund präsent: Aargau, Zofingen, Olten, Solothurn/Oberaargau, Basel/Baselland und Limmattal/Zürich. Dort erschien die Schweiz am
Sonntag bisher als Der Sonntag.

Das neue Blatt ist die grösste abonnierte Sonntagszeitung der Schweiz. Die Schweiz am Sonntag wird auf Grund der Wemf-Zahlen 2012 eine Auflage von 203'156 Exemplaren und gemäss Mach Basic II-Studie eine Leserschaft von 441'000 Personen aufweisen. Auflagemässig die grösste Sonntagszeitung ist laut Wemf-Zahlen vom vergangenen Herbst derzeit der Sonntagsblick mit 224'260 Exemplaren. Die Sonntagszeitung kommt auf 175'882 und die NZZ am Sonntag auf 130'837 Exemplare.

Viel Lesestoff am Sonntag

In der deutschsprachigen Schweiz buhlen derzeit jeden Sonntag sieben Zeitungstitel um die Aufmerksamkeit der Leser der Anzeigenkunden. Seit Anfang März erscheint die Ostschweiz am Sonntag als siebte Ausgabe des St. Galler Tagblatt, das zur NZZ Medien Gruppe gehört. Anfang 2012 hatte die Basler Zeitung (Basler Zeitung Medien) eine Sonntagsausgabe lanciert. Seit mehreren Jahren sind der Sonntagsblick (Ringier), die Sonntagszeitung (Tamedia), die NZZ am Sonntag (NZZ) und die Zentralschweiz am Sonntag (Neue Luzerner Zeitung/NZZ) auf dem Markt.(SDA)

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SRF.ch zur besten Website des Jahres gekürt

Zum 13. Mal wurden in Zürich die Best of Swiss Web Awards vergeben. Vor über 700 Personen  wurden im Kongresshaus in zehn Fachkategorien die besten Internet- und Mobile-Projekte ausgezeichnet, der diesjährige Master of Swiss Web gekürt und der Ehrenpreis vergeben.

Am wohl ältesten Internet-Wettbewerb Europas wurden von Unternehmen und vor allem Web- und Werbeagenturen insgesamt rekordhohe 465 Projekte in die zehn Kategorien eingereicht. Rund 130 davon schafften es auf die Shortlist; gegen 100 Jury-Mitglieder – zehn pro Kategorie – bewerteten in einem mehrstufigen Prozess die Projekte. Letztlich wurden neben den zehn Kategoriengewinnern insgesamt auch 25 Silber- und 36 Bronze-Auszeichnungen vergeben. An der Award-Night waren über 700 Personen – darunter die gesamte Schweizer Internet- und Mobile-Prominenz und beinahe alle Macher und Macherinnen – anwesend. Der Anlass wurde von Dani Fohrler moderiert und endete mit einem fulminanten Auftritts des Berner Musikers Müslüm.

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Master of Swiss Web 2013: SRF.ch beste Website des Jahres

Zum diesjährigen Master wählten die Fachjury, die Leser der Netzwoche sowie das gestern anwesende Saalpublikum (zu je einem Drittel) die neue Website von SRF Schweizer Radio und Fernsehen zum Gewinner. Auf SRF.ch wird laut Mitteilung der Veranstalter das gesamte Angebot von Radio und Fernsehen auf eine attraktive Art und Weise multimedial präsentiert. Hier finden die Besucher Videos, Audios, Text- und Bildbeiträge zu ihren bevorzugten Themen. Zudem wird Interaktivität gross geschrieben – etwa mit attraktivem Social View. Die Navigation durch das grosse Angebot gestaltet sich einfach und intuitiv. Es ist für Besucher der Site zu jeder Zeit klar, wo sie sich befinden. Die Zusatzinformationen wirken nicht aufdringlich, sondern sind sehr nützlich. Auch technisch überzeugt SRF.ch auf der ganzen Linie. Zusätzlich zum Master-Award gewann das Webprojekt die Kategorie «Usability».

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Auf Platz zwei der Masterwahl landete «Graubünden – Webwandern», ein Projekt von Jung von Matt/Limmat. Die Agentur gewann mit der Möglichkeit des virtuellen Wanderns zudem die Kategorien «Creation» und «Digital Branding Campaigns».

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Ebenfalls zwei goldene Bojen sicherte sich Raptus mit den beiden Webprojekten für Greenpeace Schweiz: «Petition zum Schutz der Bienen» und «Solarmacher». Ersteres verantwortete zehntausende von Unterschriften zur dringenden Rettung des Bienenbestands. Die zweite Website lässt User auf Basis der Google-Karten für Solarstrom geeignete Hausdächer suchen und erfassen.

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Ehrenpreis 2013 geht an Switch – Vint Cerf hält Laudatio

Der Ehrenpreis 2013 geht an die Stiftung Switch – und damit erstmals nicht an Personen, sondern an eine Organisation (Werbewoche.ch berichtete). Die Laudatio wurde per Filmeinspielung von einem der bekanntesten Internet-Pioniere der Welt, Vint Cerf gehalten. Vint Cerf ist einer der «Väter des Internets» und Träger der renommiertesten Informatik-Auszeichnung, dem Turing-Preis. Heute ist er Vize-Präsident und «Chief Internet Evangelist» bei Google. In seiner Rede betonte der Laudator, dass Switch seit der Gründung 1987 einen überaus guten Job für die Schweizer Hochschulen, für die ganze Internet- und in der Nachwuchsförderung macht. Dank der hohen Qualität habe die Schweiz eines der sichersten Internet-Netze der Welt. Den Ehrenpreis stellvertretend für Switch entgegengenommen haben der Gründer und alle bisherigen Geschäftsführer von Switch: Bernhard Plattner (Gründer und erster Geschäftsführer), Peter Gilli (Switch-Geschäftsführer von 1988–1995), Thomas Brunner (Geschäftsführer von 2001–2012) und Andreas Dudler (Geschäftsführer seit Mai 2012).

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Die Goldgewinner in den zehn Fachkategorien

In jeder der zehn Fachkategorien bestimmten jeweils acht bis elf Jury-Mitglieder – allesamt Top-Expertinnen und Experten in ihrem Bereich – die Medaillengewinner. Insgesamt wurden zehn Gold-, 25 Silber- und 36 Bronze-Auszeichnungen vergeben. Die Gesamtliste aller Gewinner findet sich auf Bosw.ch/de/hall-of-fame/bestever. (hae)

Übersicht Gold-Gewinner Best of Swiss Web 2013

Kategorie Gewinner-Projekt Auftraggeber Auftragnehmer
Master Best of Swiss Web 2013 SRF.ch
Srf.ch
SRF Schweizer Radio und Fernsehen SRF Schweizer Radio und Fernsehen
Business Efficiency
 
Filmclub.li
Filmclub.li
Filmclub im Takino
 
Spider Engineering
Creation
 
Graubünden «Webwandern»
Webwandern.ch/etappen
Rhätische Bahn Jung von Matt/Limmat
Digital Branding Campaigns Graubünden «Webwandern»
Webwandern.ch/etappen
Rhätische Bahn Jung von Matt/Limmat
Digital Performance Campaigns AMAG Test Days
Testdays.ch/bosw
AMAG – Automobil- und Motoren Redworks
Innovation
 
Solarmacher
Solarmacher.ch
Greenpeace Schweiz Raptus
Mobile
 
Family Trips
Myswitzerland.com/mobile
Schweiz Tourismus Iosphere
Online Marketing
 
ABB Conversations
Abb-conversations.com
ABB Namics
Public Affairs
 
Petition zum Schutz der Bienen
Bienenschutz.ch
Greenpeace Schweiz Raptus
Technology
 
ESISplus – das Ereignis- und Störungsmanagementsystem für EWZ
Nca.me/esisplus
EWZ Elektrizitätswerk der Stadt Zürich Netcetera
Usability
 
SRF.ch
Srf.ch
SRF Schweizer Radio und Fernsehen SRF Schweizer Radio und Fernsehen
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«Die Zukunft der Kommunikation hat begonnen. Was heisst das für die Werbeauftraggeber?»

Am Donnerstag fand im Stage One in Oerlikon das SWA-Jahresmeeting 2013 statt. Referenten waren unter anderem Roger De Weck, Sven Reinecke und Patrick Warnking.

Rekordverdächtig nannte SWA-Präsident Roger Harlacher die Besucherzahl: Es waren gegen 260 Gäste gekommen, und acht neue Mitglieder wurden vorgestellt: Amavita, Arosa Tourismus, Barilla, Dr. Oetker, John Lay Electronics, Mazda, Mettler Toledo und Novartis Consumer Health. Der SWA unter seinem neuen Direktor Roland Ehrler ist also in voller Fahrt – und die Werbeauftraggeber stehen vor grossen Herausforderungen.

Das Thema des Anlasses macht dies deutlich: Dass sich Medienkonsum und Konsumenten rasch und grundlegend verändern, ist offensichtlich. Zeitungen mit grossem Namen verschwinden quasi über Nacht. Was beim Fernsehen läuft, weiss im Moment niemand genau. Aber was ist die Alternative? Auch der Hype um die Social Media ist bereits wieder einer kritischeren Betrachtungsweise gewichen – zumindest was ihre Eignung als Werbemittel betrifft. Bleibt also die Frage: Wo und wie können die Werbeauftraggeber in Zukunft ihre Botschaften an den Mann und an die Frau bringen? Und wie müssen diese Botschaften beschaffen sein?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, aber es zeichnen sich in der digitalen neuen Welt doch Tendenzen ab. Moderator Patrik Müller, Chefredaktor der Zeitung Schweiz am Sonntag, präsentierte dazu eine Reihe hochkarätiger Medienprofis:

Roger de Weck, Generaldirektor der SRG, ging in seinem Vortrag «Wie tickt die Schweizer Gesellschaft? Ein Blick auf unser digitales Land» auf die geradezu idealen Chancen zur Stärkung der direkten Demokratie durch die Digitalisierung ein. Sie macht aus dem seit Gutenberg bestehenden Kommunikationszeitalter das Interaktionszeitalter, in dem jedes Mitglied der Willensnation Schweiz seinen Willen mitteilen kann – und zwar allen. Der Alpenmythos der Schweiz bedeutet ja nur zum Teil Abgeschlossenheit, zur Hauptsache aber Weitblick und Kontaktsuche über die Pässe. Bei allen Unterschieden zwischen den Eidgenossen gibt es institutionelle Werte, die allen gemeinsam sind und Integrationsmöglichkeiten für alle schaffen. Dazu gehören die Medien. Roger De Weck betonte die Verantwortung von Radio und Fernsehen, glaubhafte und verständliche Information anzubieten und das in Zeiten des Umbruchs so gesuchte Vertrauen zu schaffen und zu stärken. Er dankte für das hohe Vertrauen, dass die SRG weit herum geniesst und schloss mit dem Versprechen, es jederzeit zu rechtfertigen.

Sven Reinecke, Direktor des Instituts für Marketing, Uni St. Gallen (HSG) und Patrick Warnking, Country Manager Google Schweiz, kamen vor kurzen aus Kalifornien zurück und nannten ihren Vortrag «Marketinginnovation im Silicon Valley: Ein kurzer Erfahrungsbericht.» Gold gesucht wurde dort schon seit jeher, nur besteht das Gold unserer Zeit aus Ideen, die in Kalifornien besser und schneller gedeihen als anderswo. «Die einzige Chance für viele Unternehmen ist es, schneller zu lernen als die Konkurrenz» ist das Leitmotiv zahlloser Unternehmen. Oder auch: «Done is better than perfect.» Erstaunlich ist nicht nur die Offenheit und Freundlichkeit innerhalb der Unternehmen und auch gegenüber Besuchern – sondern das jedem eingeräumte Recht, Flops zu produzieren. Erlaubt ist alles ausser Ideenlosigkeit. Eine weitere Besonderheit ist die nahtlose Zusammenarbeit von Universitäten und Unternehmen in der Forschung. Reinecke sprach hier besonders von der Stanford University, deren Denkmodell auf der Annahme beruht, dass Probleme besser zu lösen sind, wenn Leute aus unterschiedlichen Disziplinen daran arbeiten.

Patrick Warnking ging dann auf den Besuch bei Google ein, wo Zeit für Inspiration und Dialog als gut investierte Zeit gilt – er sprach aber auch vom staatlichen Umfeld: In den USA hat es ein Jahr gedauert, bis selbstfahrende Autos in drei grossen Staaten legalisiert wurden. Nicht vorstellbar in Europa.

Präsentiert von Teletext und unter dem Motto «Knackeboul rappt gegen Vorurteile» erklärte David Lukas Kohler alias Knackeboul in einem Überraschungs-Intermezzo, wie ein Rap mit einfachen und perfekt eingesetzten Mitteln entstehen kann.

Es folgte ein Roundtable-Gespräch, an dem die Referenten gemeinsam mit Matthias Dang, Geschäftsführer von IP Deutschland, Florian Fels, Leiter Publishing Ringier und Roger Kuhn, Geschäftsführer von Storck Schweiz die Erkenntnisse aus den Vorträgen diskutierten und präzisierten. Dass dabei auch die unhaltbare Situation der seit drei Monaten nicht vorhandenen Ergebnisse der TV-Forschung zur Sprache kam, erstaunte niemanden. Bemerkenswert hingegen die Bemerkung von Roger de Weck: «Das Schweizer Fernsehen stellt sich seit 30 Jahren der Konkurrenz aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich, die zusammen einen Marktanteil von 2/3 hat.» Und Matthias Dang stellte trocken fest, dass Werbeauftraggeber für keine noch so moderne Technologie bereit sind, mehr zu bezahlen, sofern sie daraus keinen grösseren Nutzen bei der Beachtung der Werbung durch ihre Kunden ziehen können.
 

20 Minuten publiziert TV-Quoten

Seit Monaten wird über die TV-Quoten spekuliert beziehungsweise ihre Richtigkeit infrage gestellt. 20 Minuten hat die Zahlen nun publiziert. Sie zeigen deutliche Verschiebungen im Markt. SRF gewinnt, die Privatsender verlieren.

. SRF wollte gegenüber 20 Minuten die Zahlen nicht kommentieren.

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Marktanteil der TV-Sender (Durchschnitt von Januar und Februar, Zeit: 18:00 bis 23:00 Uhr, Zielgruppe: 14- bis 49-jährige Deutschschweizer) in Prozent. Quelle: 20 Minuten.

Im Bericht zitiert 20 Minuten zudem einen Insider, der auf weitere Ungereimtheiten in den Daten hinweist: «Weshalb zum Beispiel ist bei den neuen Zahlen der TV-Konsum im Tessin plötzlich doppelt so lange wie noch im Jahr 2012? Oder weshalb ist laut neuesten Zahlen zeitversetztes Fernsehen besonders in der Westschweizer angesagt?», fragt sich dieser. Insbesondere angezweifelt werde die neue Mess-Art, das sogenannte Audio-Matching. Der Insider: «Das System ist ganz offensichtlich nicht fähig zu unterscheiden, ob ein Zuschauer beispielsweise ‹CSI:Miami› auf einem Privatsender, über Zattoo oder zeitversetzt auf seiner Set-Top-Box anschaut. So werden Zuschauer schlicht den falschen Sendern zugeordnet.» Darüber hinaus gebe es Zweifel an der korrekten Stadt-Land-Gewichtung: «Je stärker die ländliche Bevölkerung gewichtet ist in der Grundgesamtheit, desto besser für den Service public-Sender», sagt der Insider gegenüber 20 Minuten weiter. Das könne ein Grund sein, weshalb SRF im Vergleich zum Vorjahr besser abschneidet als die Privaten.

Derzeit prüfen Experten die Messmethode (Werbewoche.ch berichtete). Das zweite Hearing zu den Expertenberichten mit dem Bundesamt für Kommunikation Bakom, Sendern und der Werbebranche findet nächste Woche statt.

(Teaser-Bild: Keystone)
 

Metzgerlehner: Promotion für Freixenet lanciert

Bei der neuen Kampagne von Metzgerlehner für Freixenet gewinnen Freunde gemeinsam Monats-, Wochen- und Tagespreise.

Im Zentrum der Kampagne stehen die laut Mitteilung «ausgefallensten Preise aller Zeiten»: Erlebnis-Preise, die sich stets an mehrere Personen richten. In den Kategorien «Abenteuer», «Romantik» und «Total Verrückt» werden individuelle Preise verlost – vom gemeinsamen Abtauchen ins Meer der Mayas über das massgeschneiderte Feuerwerk für die Angebetete bis hin zum eigenen Online-Video für Freunde mit Star-Ambitionen.

Dreh und Angelpunkt ist dabei die Promotions-Website. TV-Spots, Anzeigen und Online führen dank Behavioral-Targeting auf diese Site, die auch für mobile Endgeräte optimiert wurde. Die Promotion startete am 18. März und dauert bis am 9. Juni 2013. Während dieser Zeit werden drei Monatspreise, zwöf Wochenpreise und 84 Tagespreise verlost.

Verantwortlich bei Freixenet Alpes: Ivo Gaube (Geschäftsführer), Vanessa Wimpfheimer (Senior Brand Manager). Verantwortlich bei Metzgerlehner: Michael Rottmann (Creative Direction), Patrick Meyer (Text/Konzept), Janine Aebischer (Art Direction), Annette Vetsch, Katja Kurzweck, Alexander Gyger (Grafik), Silvan Metzger, Mirjam Eberle, Karin Schweizer und Jacqueline Lima (Beratung), Mark Berger (Head Online & Social Media).
 

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JWT/Fabrikant entwickelt für Mazda die Red Edition

Mazda bringt den Mazda 2 und den Mazda 3 in einer roten Sonderversion mit vielen Extras auf den Markt. Doch anstatt einfach diese Vorteile mit einer Kampagne zu bewerben, hat JWT/ Fabrikant in Zusammenarbeit mit dem Kunden die Red Edition entwickelt.

Die beiden exklusiven Modelle werden also unter dem neuen Namen Red Edition angeboten und mit einem eigens dafür geschaffenen Logo gebrandet. Sein stilisierter feuerspeiender Drache steht für Kraft, Dynamik und Schönheit und schafft zugleich die Verbindung zu Japan, wo er ein sehr starkes positives Symbol darstellt.

Die Kampagne für die Red Edition konzentriert sich auf Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften und ist in der ganzen Schweiz zu sehen.

Verantwortlich bei Mazda (Suisse): Matthias Walker (Marketing Direktor), Anne Thorens (Manager Communication & Event), Nathalie Gantner (Advertising Specialist). Verantwortlich bei JWT/Fabrikant: Remy Fabrikant (Gesamtverantwortung), Monica Miraldi (Client Service Director), Dino Ceccato, Denise Paluselli (Beratung), Mihoko Homma (Strategie), Martin Bettler (Creative Director), Inken Rohweder (Art Direction), Joni Müller, Urs Zwyssig (Text), David Guntern (Bildbearbeitung/DTP).

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Freicom freut sich über Kundenzuwachs

Die St. Galler Agentur Freicom vermeldet doppelten Kundenzuwachs. Neu im Portfolio: der Baumarkt Hornbach Schweiz und das österreichische Hotel Burg.

Neu kommuniziert die Agentur für Hornbach Baumarkt Schweiz. Nebst der Medien- und Pressearbeit für die Schweiz wird Freicom auch spezifische Kommunikationsprojekte betreuen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das renommierte Hotel Burg in Oberlech betraut Freicom mit der gesamten Kommunikation. Das Mandat beinhaltet die klassische Werbung sowie die PR-Arbeit für das Hotel. Auch dieses Mandat konnte sich die St. Galler Agentur nach einem Evaluationsprozess sichern.
 

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