Per 1. Mai 2013 tritt Tobias Fehrlin neu in die Geschäftsleitung von Goldbach Media (Switzerland) ein. Die Anzahl der Geschäftsleitungsmitglieder erhöht sich auf fünf.
Redaktion
-
30. April 2013
Der seit 1998 in der Medienbranche tätige Tobias Fehrlin verfügt über TV- und Online-Erfahrung. Seine Karriere bei der Goldbach Group startete er vor zehn Jahren als Crossmedia Consultant bei IP Productions. Nach der Mitbegründung und dem Aufbau von Active Mobile Media wechselte er zu Goldbach Media (Switzerland) in den Bereich TV, wo er zum Schluss die Funktion des stellvertretenden Head of TV Sales innehatte.
Nach einjährigem Sabbatical folgte der Aufbau der neugegründeten Abteilung Strategic Sales, die Tobias Fehrlin seit April 2009 leitet. Unter seiner Führung verantwortet das siebenköpfige Strategic Sales Team die Bereiche operatives Controlling sowie -Reporting intern und extern, strategische Sales-, Budget- und Forecast-Planung, Contract- und Controlling-Management, Optimierung und Überwachung des Cash Managements sowie Sender-Forecast im Bereich Umsatz-Planung.
Tobias Fehrlin, Betriebsökonom FH, schliesst dieses Jahr sein MBA FH in Entrepreneurship ab.
Spinas Civil Voices für Amnesty International: Das Pedalo ist voll
Wenn an diesem 9. Juni eine weitere Verschärfung des Asylgesetzes zur Abstimmung kommt, wird auch Amnesty International ein gewichtiges Wort mitreden. Es heisst klipp und klar: Nein.
Redaktion
-
30. April 2013
Damit dieses Nein auch möglichst vielen Menschen zu Augen und die Haltung von Amnesty International zum Ausdruck kommt, startet in diesen Tagen eine schweizweite Kampagne. Gestaltet wurde sie von Spinas Civil Voices. Die Kampagne macht sich laut Mitteilung für eine faire und menschenwürdige Asylpolitik stark.
Kernstück der Kampagne ist ein Viral-Spot, der auf witzige Art die ewige Panikmache rechtspopulistischer Kreise auf die Schippe nimmt. Und nebenbei auch gleich noch den verbotenen Economiesuisse-Film von Michi Steiner persifliert. Parallel dazu wird die Website Schluss-mit-panikmache.ch aufgeschaltet, auf der detailliert auf die Problematik der Schweizer Asylpolitik eingegangen wird.
Verantwortlich bei Amnesty International: Patrick Walder, Magdalena Urrejola Balçak, Bruno Riesen. Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler, Miriam Fischer (Kreation), Corinne Bucher (Beratung), Alexander Meier (Regie), Tom Malecha (Kamera). Webdesign: Fugu.
Internetadressen mit .swiss-Endung ab Herbst 2014
Interessierte für Internetadressen mit der Endung .swiss können diese voraussichtlich in eineinhalb Jahren reservieren lassen. Die internationale Verwaltungsstelle ICANN hat die Bewerbung der Schweiz für die neue Domainnamen-Endung grundsätzlich gutgeheissen.
Redaktion
-
30. April 2013
Bis die .swiss-Internetadressen verfügbar sind, muss die Schweiz mit ICANN die vertraglichen Einzelheiten regeln und die technische Infrastruktur vorbereiten, wie das Bundesamt für Kommunikation Bakom am Dienstag mitteilte. Der gesetzliche Rahmen muss ebenfalls noch geschaffen werden. Unter anderem muss geklärt werden, wer unter welchen Bedingungen eine Adresse mit der .swiss-Endung erhalten kann. Zwingend nötig ist im Gegensatz zur .ch-Endung ein Bezug zur Schweiz. Entscheiden darüber wird das Bakom. (SDA)
BAK vergibt Grands Prix Design 2013
Das Bundesamt für Kultur BAK hat auch dieses Jahr Schweizer Designer mit dem Grand Prix Design ausgezeichnet. Mit dem Preis ehrt das BAK jährlich Designerinnen und Designer oder ausgewiesene Designbüros, die auf nationaler und internationaler Ebene zum Ruf des Schweizer Designs beitragen.
Redaktion
-
30. April 2013
Die drei Preise gehen an den Textildesigner Martin Leuthold, an das Designer- und Architektenduo Trix und Robert Haussmann und an den Grafikdesigner Armin Hofmann. Videografische Portraits der Gewinnerin und der Gewinner werden im Rahmen der Design Miami an der Kunstmesse Art Basel gezeigt. Durch die Lancierung des Preises rundet das Bundesamt für Kultur laut Mitteilung ein Massnahmenpaket ab, das die Schweizer Designszene aktiv fördert, unterstützt und würdigt.
Preisträger Grands Prix Design 2013:
Martin Leuthold, 1952 (Creative Director, Jakob Schlaepfer Textiles, St. Gallen) Nach seiner Ausbildung zum Stickereientwerfer stiess Martin Leuthold 1973 als Textilgestalter zur Firma Jakob Schlaepfer, einem weltweit führenden Hersteller innovativer Textilien im Bereich Haute Couture, Prêt-à-porter und Innendekoration. Seit 1989 ist Leuthold Mitglied der Geschäftsführung und verantwortet als Creative Director die Sparte Kreation. In dieser Funktion ist er unter anderem an der Entwicklung zahlreicher neuer Produktionsverfahren beteiligt. Die Firma gilt als Drehscheibe für Generationen junger Textil- und Modedesigner, die hier ideale, laborähnliche Bedingungen vorfinden, und in Leuthold einen einzigartigen Mentor und Förderer ihrer Talente. Seine jahrelange Erfahrung und seine Offenheit für Innovationen tragen massgeblich dazu bei, dass die Firma Jakob Schlaepfer in einer sich stark wandelnden Marktsituation weiterhin konkurrenzfähig bleibt und stets neue Impulse zu setzen vermag.
Die Eidgenossenschaft ehrt mit Martin Leuthold eine Schlüsselfigur der schweizerischen Textilindustrie, die es versteht, Nachwuchsförderung, Innovationskraft und internationales Renommee erfolgreich zu verbinden, so das Bundesamt für Kultur in der Mitteilung.
Trix und Robert Haussmann, 1933 und 1931 (Architekten, Innenarchitekten und Produktgestalter, Zürich) 1967 gründeten der gelernte Innenarchitekt Robert Haussmann und die Architektin Trix Haussmann (geb. Högl) in Zürich die «Allgemeine Entwurfsanstalt» als Büro für Planung, Innenarchitektur und Produktgestaltung. Ihr Spektrum reichte von kleinen Gebrauchsgegenständen über Bauten und Umbauten bis hin zu Stadtplanung. Ihre Entwürfe für Hersteller wie Röthlisberger, de Sede, Wogg oder Knoll wurden zu Designklassikern. Ebenso sind sie bekannt für namhafte Innenarchitektur-Projekte, etwa die Kronenhalle-Bar (Robert Haussmann, 1965) oder die unterirdischen Ladenpassagen beim Zürcher Hauptbahnhof. Zu ihrer gestalterischen Praxis gehört auch eine kritische theoretische Auseinandersetzung, wofür ihre Lehrstücke, ironische Möbelobjekte der 1980er-Jahre, beispielhaft sind.
Die Schweizer Eidgenossenschaft würdigt Trix und Robert Haussmann für ihren beachtlichen Beitrag zur Schweizer Design- und Architekturgeschichte. Ihr engagiertes und reflektiertes Hinterfragen ästhetischer Konventionen war ihrer Zeit voraus und gilt es heute wiederzuentdecken, heisst es in der Mitteilung.
Armin Hofmann, 1920 (Grafikdesigner und Lehrer, Luzern) Nach seiner Ausbildung zum Zeichner und Lithografen arbeitete Armin Hofmann in verschiedenen Ateliers als Lithograf und Entwerfer. Ab 1947 unterrichtete er an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel (später Schule für Gestaltung) in der Fachklasse Grafik, wo er ein Unterrichtsverfahren für künstlerische und gestalterische Berufe entwickelte, das breite Anerkennung erlangte. Ab Mitte der 1950er-Jahre folgten Gastprofessuren in den USA, zunächst am Philadelphia College of Art und später an der Yale University, wo er bis 1991 regelmässig lehrte, und in Indien (National Institute of Design, Ahmedabad). 1967 wurde er in Basel zum Leiter der Fachklasse für Gebrauchsgrafik ernannt. Sein Buch Methodik der Form- und Buchgestaltung (1965, Niggli Verlag) hat sich als Standardwerk etabliert. Hofmanns ikonische Plakatarbeiten für Basler Kulturinstitutionen wie das Stadttheater, die Kunsthalle und das Gewerbemuseum bilden einen wesentlichen Beitrag zum weltweit anerkannten Swiss Style. Sein gestalterisches Werk umfasst zudem Signete, Bücher, Farbkonzepte, Orientierungssysteme und Kunst am Bau.
Die Schweizer Eidgenossenschaft ehrt mit Armin Hofmann eine der prägenden Figuren des Schweizer Grafikdesigns sowie einen Lehrer und Dozenten, der Generationen von Grafikdesignern und Lehrern in der Schweiz sowie im Ausland nachhaltig beeinflusst hat, so das Bundesamt für Kultur.
Teaserbild: Trix und Robert Haussmann
Advico Y&R: Vorsicht beim kleinsten Lufthauch
Advico hat für die hauchdünnen Fleischscheiben von Citterio zwei Printsujets kreiert. Diese sind so dünn, dass jeder Windstoss zur Gefahr wird.
Redaktion
-
29. April 2013
Der Sommer lockt zum Picknick nach draussen. Möglicher Inhalt für den Korb: Prosciuto di Parma und Salame di Milano von Citterio. Damit die hauchdünn vorgeschnittenen Scheiben trotz Sommerbrise brav dort bleiben, wo sie hingehören, sollte man gewisse Vorsichtsmassnahmen treffen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Verantwortlich bei G. Citterio: Pierre Anastasia (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam: Markus Gut (CCO), Martin Stulz, Dominik Oberwiler (CD), Matthias Kadlubsky (AD), Julia Brandstätter (Text), Carmela Dias (Beratung), Felix Streuli (Fotografie), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung).
15. Medienpreis Aargau/Solothurn verliehen
Der 15. Medienpreis Aargau/Solothurn mit einer Preissumme von insgesamt 12'000 Franken geht an den Zeitungsjournalisten und Autor Max Dohner, den Fotografen Hanspeter Bärtschi, die Radiojournalistin Sandra Witmer und den Fernsehjournalisten Stephan Gassner.
Redaktion
-
29. April 2013
Der Präsident des Vereins Medienpreis Aargau/Solothurn, Thomas Müller, freute sich, eine Rekordzahl von über 180 Gästen im Stadttheater Olten begrüssen zu dürfen. Urs Hofmann, Regierungsrat des Kantons Aargau, würdigte die ausgezeichneten journalistischen Tätigkeiten der regionalen und lokalen Medienunternehmen in den beiden Kantonen und freute sich über das grosse Interesse, welches der Medienpreis AG/SO mittlerweile auch über die Kantonsgrenzen hinaus geniesst.
Die Fachjury unter der Leitung von Jurypräsident Peter Schellenberg und den Fachjuryleitern Josefa Haas (Print), Nicole Aeby (Foto), Vinzenz Wyss (Radio) und Toni Zwyssig (TV) ermittelten aus über 120 eingereichten Beiträgen je eine Preisträgerin oder einen Preisträger.
In der Sparte Print heisst der Sieger Max Dohner (Foto), Journalist und Autor der Aargauer Zeitung mit dem Beitrag «Drama eines Ingenieurs an der Teufelsbrücke».
In der Kategorie Foto entschied sich die Fachjury unter der Leitung von Nicole Aeby in diesem Jahr für die Bildserie «Ein Streifzug durch die verlassene Sappi» von Hanspeter Bärtschi, Fotograf bei der AZ Solothurner Zeitung. Der Medienpreis in der Sparte Radio geht an Sandra Witmer, Journalistin bei Radio 32. Sie wurde für die Serie «Depressionen» ausgezeichnet. In der Kategorie TV entschied sich die Jury für den Beitrag des TV-Journalisten Stephan Gassner vom Sender Tele M1, für seinen Beitrag ALS Patient Thomas «Unteregger».
Der Medienpreis Aargau/Solothurn wird durch die in den beiden Kantonen ansässigen Medienunternehmen (Presse, Radio und Fernsehen) und durch die Kantonsregierungen Aargau und Solothurn ausgerichtet. Ziel des Preises ist die Anerkennung und Förderung der journalistischen Qualität in der regionalen Berichterstattung.
Am 25. April tagte die 19-köpfige Jury und krönte die diesjährigen besten Crossmedia Kampagnen. Jetzt ist die Shortlist da. Und damit die Verkündung jener Arbeiten,
Redaktion
-
29. April 2013
die mit ihrer innovativen Vernetzung bestechen konnten und damit eine Chance auf den Crossmedia Award haben, der für das Kreativranking der Werbewoche zählt.
Jetzt tippen und gewinnen.
Mit dem Crossmedia Award will die Goldbach Group jene Kampagnen auszeichnen, die mit intelligenter Vernetzung bestechen und die strategische sowie konzeptionelle Vernetzung der Kommunikation fördern. Die Jury hat getagt, jetzt sind Sie dran: Geben Sie bis zum 6. Mai Ihren Tipp ab und gewinnen Sie mit etwas Glück ein iPad mini im Wert von 479 Franken.
Wer die begehrte Trophäe gewinnt, erfährt man an der Goldbach Award Night am 15. Mai 2013 im Zürcher Kaufleuten. Gleich anschliessend an die Goldbach Mediarena, bei der Sie sich jetzt noch die letzten Plätze sichern können.
The House Agency hat für Suva Care eine digitale Kampagne lanciert, die die Schweizer Bevölkerung auf das Schicksal schwerverunfallter Menschen aufmerksam macht und darauf sensibilisiert, Betroffene in ihrem Umfeld bei der Rückkehr in den Alltag zu unterstützen.
Redaktion
-
29. April 2013
Kernbotschaft der Kampagne: Es kann jedem passieren. Jeder kann helfen. Entstanden ist die «Share if you Care»-Kampagne, die mit fünf Online-Spots auf eben diese Themen aufmerksam macht. Gleichzeitig gibt sie jedem Plattformbesucher die Möglichkeit, die Patienten durch einen einfachen «share» der Spots aktiv in ihrem Genesungsprozess zu unterstützen, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Fokus der Online-Spots liegt dabei nicht auf dem Unfall selbst, sondern auf den ganz persönlichen Momenten innerhalb des langwierigen Rehabilitationsprozesses, woraus die Betroffenen wieder Hoffnung schöpften.
Das Herz der Kampagne ist die Suva-Facebook-Page, auf der jeder User die Online-Spots ansehen kann und aufgefordert wird, mit einem Klick Gutes zu tun, die Filme weiterzuleiten und damit dem «Jeder kann helfen»-Aspekt persönlichen Ausdruck zu verleihen. Um dieses Engagement seitens der Plattformbesucher zu verstärken, erhalten alle Patienten von Bellikon bei Erreichung von 5'000 Shares eine persönliche Genesungskarte von der Stiftung Brändi und bei 10’000 Shares einen Blumenstrauss von Migros Florissimo als realen Benefit. Werden 15'000 Shares der Online-Spots erreicht, gibt der Schweizer Musiker Seven ein exklusives und ebenso persönliches Konzert in der Rehaklinik Bellikon.
Verantwortlich bei der Suva: Urs Schaad (Bereichsleiter Marketingkommunikation), Nadja KunzRütimann (Kommunikationsberaterin SuvaCare), Esther Cahn (Social Media Producer/Digital Campaigning), Rafael Azzati (Kommunikationsberater Neue Medien).
Seit Anfang Jahr arbeitet Alpha 245 für Fiat Schweiz. Als erste Arbeiten präsentiert
die Start-up-Agentur die neue TV-Kampagne und Händleranzeigen zu den verschiedenen Modellen.
Redaktion
-
29. April 2013
Pünktlich zum Agenturwechsel wird die neue TV-Kampagne für den ebenso neuen Fiat 500 S lanciert, wie es in einer Mitteilung heisst. In Italien ins Meer gesprungen – in Genf aus dem Lac Lemon gefahren: So schnell kommt der kleine Italiener in die Schweiz. Und damit zu den Schweizer Fiat-Händlern. A propos Fiat-Händler: Die ersten Händleranzeigen für die gesamte Fiat-Range wurden ebenfalls bereits von der Agentur am Letzigraben realisiert.
Verantwortlich bei Fiat Schweiz: Guy Nelson (Managing Director Fiat Group Automobiles Switzerland), Rosa Prieto (Fiat Communication Manager). Verantwortlich bei Alpha 245: Diana Rossi (Creative Direction/Text), Kathia Le Bescont, Hekuran Avdili (Art Direction); Andrea Staub, Ji-Yeun Youn (Beratung).
Group M: Andreas Germar neuer Head of Trading
Andreas Germar verstärkt seit dem 15. April Group M Switzerland als Head of Trading. Germar folgt auf Andreas Grasel, der auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen wird.
Redaktion
-
29. April 2013
In seiner neuen Position ist der 38-Jährige für die Bereiche Trading, Interaction und Creation zuständig und verantwortet das operative Geschäft sowie die strategische Portfolio-Entwicklung, wie es in einer Mitteilung heisst. Germar ist ein ausgewiesener Online- und Marketing-Experte: Er verantwortete zuletzt beim Browser-Games-Spezialisten Bigpoint den globalen Vertrieb über Medienkooperationen und das weltweite Portalgeschäft in der Funktion als Head of Business Development, Portal & Commercial Products. Zu seinen weiteren beruflichen Stationen zählten Führungsaufgaben bei ProSieben Sat 1 Media , United Internet und AOL Deutschland.
Der studierte Betriebswirt verfügt über einen Diplomabschluss der WHU – Otto Beisheim School of Management mit den Schwerpunkten Marketing, Internationales Management und International Corporate Finance.
Zu guter Letzt: Das grosse Gerichts-Lotto
Die Medienplätze beim NSU-Prozess in München wurden verlost und heute bekannt gegeben. Eigentlich wäre das Thema ja nicht zum Lachen...
Redaktion
-
29. April 2013
Für den vielbeachteten NSU-Prozess stehen der Presse fünfzig Sitzplätze zur Verfügung. Diese waren binnen weniger Stunden vergeben – an deutsche Pressevertreter. Denn alle türkischen und die meisten internationalen Medien waren mit dem scheinbar geläufigen, im Vorfeld jedoch nicht kommunizierten System «first come, first served» (auch «Windhund-Verfahren» genannt) wenig vertraut. Besonders im türkischen Umfeld war die Empörung gewaltig, schliesslich hatten alle Opfer der Rechtsterroristen einen türkischen Hintergrund. Die Politik beider Seiten mischte sich ein und die Zeitung Sabah erstritt sich auf dem Rechtsweg erfolgreich vier Plätze für die türkischen Medien. Der Prozess wurde schliesslich verschoben, um ein neues Akkreditierungsverfahren durchführen zu können. In- und ausländischen Nachrichtenagenturen wurden nun fünf Plätze und fremdsprachigen Medien zehn Plätze zugelost. Der Rest, nämlich 35 Plätze, wurde unter den deutschen Medienvertretern per Losverfahren zugeteilt.
Das Resultat, das heute kommuniziert wurde, sorgte für ungläubiges Kopfschütteln. Die gewichtigen überregionalen Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt und Die Tageszeitung bleiben draussen. Mehr Glück hatten unter anderem Qualitätsmedien wie Bild, RTL 2, Kabel 1, die Lübecker Nachrichten und… Brigitte! Die Bekanntgabe der Frauenzeitschrift als Prozessbeobachter(in) hat für Häme, Kopfschütteln und Entsetzen gesorgt. Kurze Zeit später wurde von der Facebook-Gruppe «FDP Liberté» eine fiktive Brigitte-Titelseite mit Beate Zschäpe als «Covergirl» verbreitet («Trendfarbe: Braun»).
Die Reaktionen der übergangenen Zeitungen lassen nicht auf sich warten. Taz soll eine Videoübertragung erwirken wollen (eine Lösung, welche die türkischen Medien nach der ersten Vergabe abgelehnt hatten). Die Springer-Titel Welt und Faz denken laut W&V über eine Klage nach. Diesmal können Presseplätze anderen akkreditierten Journalisten überlassen werden – zu viel Hoffnung auf das Brigitte-Ticket sollten sollten sich die Losunglücklichen allerdings nicht machen: Selbstverständlich werde Brigitte von dem Platz Gebrauch machen, kommunizert man auf der Facebook-Seite. Die Berichterstattung über den NSU-Prozess hat bereits begonnen… mit einem Arikel über Zschäpes Anwältin: Zschäpes Anwältin: «Die Wut halte ich locker aus». Ob Brigitte die Wut des losgetretenen Shitstorms auch locker aushält, bleibt abzuwarten. Übrigens: Als Schweizer Vertretung mit dabei: die NZZ.
Die Gewinner der zweiten Facebook Studio Awards stehen fest. Mit Jung von Matt/Limmat ist auch der deutschsprachige Raum unter den Gold-Gewinnern vertreten.
Redaktion
-
29. April 2013
Erfolgreich waren in diesem Jahr vor allem die Kampagnen, die den Fokus auf kreatives Storytelling und Interaktionen mit den Fans gelegt haben, wie es in einer Mitteilung von Facebook heisst. «Die Einsendungen für die Facebook Studio Awards spiegeln die geballte, weltweite Kreativität der Kampagnen auf Facebook wider. Wir sehen, dass immer mehr Werbetreibende und Agenturen verstehen, kreative Kommunikation auf Facebook für ihre Zielgruppen umzusetzen. Es freut uns besonders, dass mit Jung von Matt/Limmat wieder ein Gewinner aus der Dach-Region dabei ist», so F. Scott Woods, Commercial Director Facebook Dach.
Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich nicht nur die Qualität der Bewerbungen signifikant verbessert, sondern der Award ist auch deutlich internationaler geworden: Aus 59 Ländern wurden in diesem Jahr wieder weit über 1'000 Kampagnen eingereicht. Insgesamt wurden 19 Facebook Studio Awards verliehen und auch aus dem deutschsprachigen Raum ist wieder eine Gewinner-Kampagne dabei: «A Little Village goes Global» von Jung von Matt/Limmat aus Zürich hat Gold gewonnen. Die höchste Auszeichnung, der «Blue»-Award, geht an Draftfcb und 360i für die Kampagne «Oreo Daily Twist» des Lebensmittelherstellers Mondelez International.
Mit der Kampagne «A Little Village goes Global» wollte Jung von Matt/Limmat den Tourismus in dem kleinen Schweizer Bergdorf Obermutten ankurbeln und das Persönliche, Individuelle hervorheben (Werbewoche.ch berichtete). Auf der Facebook-Seite hat Obermutten versprochen, dass ein Bild von jedem, der auf «Gefällt mir» klickt, ausgedruckt und an das schwarze Brett des Dorfes gepinnt wird. Fotos des schwarzen Brettes wurden dann wieder bei Facebook gepostet – so ging das kleine Dorf um die ganze Welt. Dank der Kampagne und der Berichterstattung darüber haben über 60 Millionen Menschen weltweit von Obermutten gehört.
In diesem Jahr saß mit Nils Döhring, Executive Creative Director bei Jung von Matt, zum ersten Mal auch ein deutsches Mitglied in der Jury. Sämtliche Details zum Facebook Studio Award inklusive Gewinner sowie ausführliche Beschreibungen der ausgezeichneten Kampagnen finden Sie unter Facebookstudio.com/awards/winners/2013. Weitere Informationen sowie Statements von Mark D'Arcy, Head of Global Creative Solutions, finden Sie hier: Facebookstudio.com/news/item/announcing-the-winners-of-the-2013-facebook-studio-awards.