World Press Photo 13 mit neuem Besucherrekord

Am Sonntag ging die Ausstellung World Press Photo 13 in Zürich zu Ende. Die von Keystone präsentierten besten Pressebilder der Welt zogen dieses Jahr so viele Besucher ins Folium in Sihlcity wie noch nie.

Während der rund dreiwöchigen Ausstellung im Folium haben sich laut Mitteilung 6'368 Besucherinnen und Besucher die rund 160 prämierten Bilder angesehen und so die weltweiten Ereignisse des letzten Jahres nochmals Revue passieren lassen. World Press Photo 13 ist für Keystone somit die erfolgreichste der sechs präsentierten Ausgaben in Zürich. Die Aufnahmen – speziell das Siegerbild des schwedischen Fotografen Paul Hansen – gaben Anlass zu angeregten Diskussionen und hinterliessen bei manchem Besucher nachhaltigen Eindruck. Die Führungen durch die Ausstellung mit Nicole Aeby, Freelance Photography Consultant, und Lea Truffer, Picture Editor, gaben den Teilnehmenden noch einmal einen vertieften Einblick in die Arbeit der Pressefotografen und erfreuten sich enormer Beliebtheit.

Gut besucht waren auch die beiden Rahmenveranstaltungen mit renommierten Fotografen: Der Amerikaner Eugene Richards stellte seine Arbeit «War is Personal» vor, die an den Irak-Krieg geknüpfte Schicksale dokumentiert. Der Schweizer Christian Lutz sprach über seine fotografische Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. Keystone zeigt sich dieses Jahr somit äusserst zufrieden mit dem Erfolg der gesamten Veranstaltung und dankt den Leading Partnern Canon und Baumann & Cie, Banquiers sowie den Medienpartnern NZZ am Sonntag und Persönlich für ihre Unterstützung. Die Veranstalterin freut sich bereits heute, World Press Photo auch im nächsten Jahr wieder zu präsentieren.

World Press Photo 13 in der Werbewoche 8/2013
 

Zu guter Letzt: Lipgloss am Steuer, das wird teuer

In Mexiko werden viele Autounfälle durch sich schminkende Frauen verursacht. Uneigennützig hat es sich Mini mit Hilfe von Publicis zur Aufgabe gemacht, dem schönen Geschlecht eine Lektion zu erteilen...

…die es so schnell wohl nicht mehr vergisst. Den Autohersteller vermutlich auch nicht. Ob Mini jedoch in einem positiven Zusammenhang den Weg ins Unterbewusstsein findet, steht in den Sternen – oder irgendwo in einem Lehrbuch der Werbewirkungsforschung. Die Message dürfte sich aber nachhaltig in den Köpfen abgespeichert haben. Oder zumindest in den stillgestandenen Herzen. (hae)
 

http://www.youtube.com/watch?v=uTWM6PqSdcs

Unikat und Manifesto lassen für Lidl rocken

Lidl Schweiz ist Hauptsponsor des diesjährigen Greenfield-Festivals in Interlaken. Unikat und Manifesto haben dazu einen Spot realisiert.

Auch dieses Jahr wird Interlaken wieder Schauplatz des Greenfield-Festivals sein. Die 2005 ins Leben gerufene Veranstaltung ist das grösste konzeptionelle Rock-Festival der Schweiz. In der diesjährigen Ausgabe werden als Headliner Rammstein mit einer Feuerchoreographie auftreten. Ebenfalls einen Auftritt wird Lidl Schweiz als Hauptsponsor wahrnehmen. Der Detailhändler wird auf dem Festivalgelände mit einer Zeltfiliale präsent sein – ausgestattet unter anderem mit einem reichhaltigen Angebot an Grillgut. Zu diesem Thema hat die Küsnachter Agentur Unikat einen Film entwickelt, der im zeitlichen Umfeld und am Openair selbst geschaltet werden wird. Für den Film zeichnen auf Kundenseite Raphael Werner und auf Agenturseite Daniel Meier verantwortlich; produziert wurde er von Manifesto.
 

Studio Marcus Kraft: Bildband für Gc Watches

Studio Marcus Kraft realisierte für die Zuger Uhrenmarke Gc einen grossformatigen Bildband mit Fotos von Pino Gomes. Das Werk wurde an der Basel World präsentiert.

Der in New York lebende Fotograf Pino Gomes portraitierte für die Uhrenmarke Gc über 100 Menschen in mehr als 25 Ländern. Die dabei entstandenen Aufnahmen zeigen aufstrebende Persönlichkeiten, welche in ihren Berufsfeldern bereits beachtliche Erfolge verbuchen konnten. Das zweijährige Fotoprojekt wird nun in dem Bildband «Smart Luxury Moments» dokumentiert, welcher an der Basel World 2013 offiziell vorgestellt wurde.

Studio Marcus Kraft konzipierte, editierte und gestaltete das grossformatige Werk. «Die Gestaltung des Buches ist sehr geradlinig: zwei Bildgrössen, querformatige schwarz-weiss Bilder und nur ein Schriftschnitt. Auch das eigens für das Buch hergestellte Papier, die schwarzen Seitenflächen sowie das Geschenkpapier geben dem Buch einen sehr eigenständigen Charakter», so Art Director und Designer Marcus Kraft.

Der 240-seitige Bildband hat eine Auflage von 4'700 Exemplaren, wurde in der Schweiz hergestellt und wird weltweit exklusiv von Gc vertrieben.

Verantwortlich bei Gc Watches / Sequel, Zug: Cindy Livingston, CEO & President, Sequel. Verantwortlich für Konzept, Design & Typografie: Studio Marcus Kraft, Zürich. Fotografie: Pino Gomes, New York. Editing: Pino Gomes, Cindy Livingston, Marcus Kraft. Druck: Druckerei Odermatt, Dallenwil. Buchbindung: Buchbinderei Burkhardt, Mönchaltorf.

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IAB Switzerland: Erfolgreiches Jahr 2012

IAB Switzerland, der Branchenverband der Onlinewerbung, zog an der GV ein positives Fazit für 2012: Lancierung der «IAB Academy», Ausbau der Geschäftsstelle, Events und neue Partnerschaften. Zudem begrüsste man zwei neue Vorstandsmitglieder.

An der Generalversammlung am 23. Mai 2013 im Au Premier im Hauptbahnhof Zürich wurde dem Präsidenten und dem gesamten Vorstand Décharge erteilt, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Verband blickt indessen auf zahlreiche erfolgreiche Events, Publikationen und gesunde Finanzen zurück. So bleibt beispielsweise der «Digital Marketing Award» nach wie vor der zentrale Branchenevent. Die Fachgruppe «Public Affairs» wird neu lanciert als Fachgruppe «Datenschutz». Sie will durch Aufklärung und Information die Selbstregulierung der Branche fördern.
Neu in den Vorstand gewählt wurden einstimmig Catrin Rubenson, CEO Admazing, und Rolf auf der Maur, Rechtsanwalt und Partner von Vischer Rechtsanwälte. Gleichzeitig scheiden Simon Morton und Roger Baltensweiler aus dem Vorstand aus. Ihr tatkräftiger Einsatz bei Gründung und Aufbau der IAB Switzerland wurde von IAB Präsident Ueli Weber herzlich verdankt.

Gründung der IAB Academy

Im Frühjahr 2012 wurde der Diplomlehrgang «Digital Marketing für Einsteiger» im Rahmen der IAB Academy erfolgreich lanciert und mittlerweile von über 140 Personen absolviert. Das Programm wird daher in diesem Frühjahr ausgeweitet und um jeweils zweitägige Seminare und Vertiefungskurse ergänzt. Die aktuellen Themen sind Digital Campaign Management, Mobile Marketing und Social Media. Damit greift die IAB die in der Branche kommunizierten Bedürfnisse auf und schliesst eine weitere Lücke im Weiterbildungsmarkt.

Ausbau der Geschäftsstelle

Um dem erweiterten Programm Rechnung zu tragen, hat die IAB die Geschäftsstelle mit Kristina Kaiser und Raphaela Höhn verstärkt, welche sich seit Januar 2013 fokussiert um das Weiterbildungsangebot der IAB Academy kümmern und die Kooperationen mit anderen Schulen fördern. Zudem wirkt seit dem 1. März 2013 Marina Domazet als Projektleiterin mit und unterstützt in ihrer Funktion alle weiteren IAB Projekte und die Arbeit der diversen Fachgruppen.

IAB Switzerland mit nationalen und internationalen Auftritten

Die IAB Switzerland war auch dieses Jahr mit einem stark frequentierten Stand an der Swiss Online Marketing Messe (SOM) in Zürich vertreten. Am 11. und 12. Juli 2013 findet ausserdem zum fünften Mal der «Werbeplanung.at Summit» in der Wiener Hofburg statt, bei dem die IAB Switzerland als Partner mit neun Referenten prominent vertreten sein wird. Im September schliesslich erwartet die Besucher der «Digital Marketing Exposition & Conference» (Dmexco) in Köln ein Schweizer Pavillon, an dem sich die IAB Switzerland massgeblich beteiligt.

Enge Kooperation mit Verbänden

Neu ist auch die engere Zusammenarbeit mit den Verbänden SWA, BSW, IGEM, smama und BVDW. Die Kooperation mit dem BSW, dem Verband der führenden Werbe-, Media- und Kommunikationsagenturen der Schweiz, zeigt sich ich der gemeinsamen Fachgruppe Agenturen, welche im April 2013 den Leitfaden für die Evaluation einer Digitalagentur herausgegeben hat. Eine Bereicherung für die IAB Switzerland stellt auch die IGEM, die Interessengemeinschaft Elektronische Medien, dar. Die beiden Verbände setzen sich für die Entwicklung und Förderung der digitalen Medien, im Speziellen des digitalen Fernsehens, und für die werbliche Kommunikation ein. Mit dem SWA, dem Schweizer Werbe-Auftraggeberverband, steht die IAB in stetigem Austausch und hat Einsitz in der Fachgruppe «Online» des SWA. In Zusammenarbeit mit der Smama, der «Swiss Mobile Association», gibt die IAB das Mobile Kompendium 2013 heraus und lanciert den neuen IAB Academy Kurs «Mobile Advertising & Marketing». Als weiteres Zeichen der Kooperation wird der diesjährige «Digital Marketing Award» am 21. November im Kaufleuten Zürich in enger Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden durchgeführt.

Notch Interactive: Kampagne für Search.ch

Search.ch kann dem User das Leben erleichtern. Dieser Aspekt steht im Zentrum der neuen Kampagne von Notch Interactive. Was man mit dem Portal alles erleben kann, zeigt Diego.

Für das Verzeichnis- und Serviceportal hat Notch Interactive die neue interdisziplinäre Kampagne konzipiert und umgesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Mittelpunkt der Kampagne steht Diego, ein junger Mann, der sich mit Hilfe von Search.ch durchs Leben schlägt. So helfen ihm die Anwendungen und Services der Website, um sich aus der einen oder anderen Alltagssituation zu retten. Search.ch sorgt also für Erfolgsmomente im Leben. Und deshalb hat Notch Interactive für die Kampagne eigens einen Claim entwickelt: «Für mehr Yesss! im Alltag».

Die Erlebnisse von Diego sind als Infomercials, als kleine Anekdoten aus dem Leben, in kurzen Filmen umgesetzt. Die User sollen dadurch auf unterhaltsame Weise erfahren, welche Services der Website den Alltag erleichtern. Zudem erscheint Diego auch in TV-Kurzspots, in denen er auf überraschende Weise mit der Website agiert. Die Kampagne wird überdies mit Web-Bannern und Anzeigen in allen Landesteilen beworben.

Verantwortlich bei Search.ch: Stephan Obwegeser (CEO), Jasna Smojvir (Head of Marketing), Michael Bachmann (Junior Art Director), Sandra Sidler (Senior Project Manager), Chantal Berger (Project Manager), Thierry Achermann (Project Manager), Christian Weber (CTO). Mediaplanung: mediatonic, Genf; Claudia Schroeter (Director), Aurélie Lecomte (Mediaplanner), Laura Amstutz (TV Planner). Verantwortlich bei Notch Interactive: Peter A. van der Touw (Gesamtverantwortung), Roger Oberholzer (Strategie), Martin Pfeiffer (Producing), Jeff Gerber (Creative Direction), Marco Klein (Art Direction), David Elmiger (Konzeption, Text), Angela Erni und Jürg Schaeppi (Design), Vera Weber (Beratung). Filmproduktion: Zeitsprung Commercial, Köln; Fredy Messmer (Produzent), Vladimir Jedlicka (Regie und Foto), Christoph Griep (Kamera), Steffen Krems (CGI), Daniel Ortleb (Schnitt).

http://www.youtube.com/watch?v=SQzXQ-r1dfw

http://www.youtube.com/watch?v=UHCHtprQYZk

http://www.youtube.com/watch?v=qc68UFYFFJk

http://www.youtube.com/watch?v=BnZKs2byJGA

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Lesch+Frei macht schon wieder Theater

Die Welttheater Gesellschaft Einsiedeln hat, wie schon 2007, Lesch+Frei mit der Erarbeitung sämtlicher Kommunikationsmassnahmen für das Einsiedler Welttheater 2013 betraut.

Grundlage für die Freilichtaufführung bildet seit 1924, dem Datum des ersten Einsiedler Welttheaters «Das grosse Welttheater», ein Mythenspiel des spanischen Dichters Pedro Calderon de la Barca. Der Autor Tim Krohn und der Regisseur Beat Fäh zeichnen für die Inszenierung verantwortlich, in der es um die Frage geht: «Wie weit darf der Mensch in die Schöpfung eingreifen?»

Diese Frage war auch das Briefing an die Agentur. Dabei war schnell klar, dass ein solches Thema die verschiedensten Interpretationen zulässt, wie es in einer Mitteilung heisst. Es zeigte sich aber auch, dass es sehr anspruchsvoll ist, für ein Theaterstück Werbung zu machen, dessen Inhalt das Publikum nicht kennt. Bei Schiller genügt ein Apfel, bei Goethe ein Totenkopf, und das Publikum weiss, dass hier von Wilhelm Tell und von Faust die Rede ist. Das ist beim Einsiedler Welttheater nicht so – es wird für jede Aufführung neu geschrieben.

Das geschriebene Wort ist denn auch das Hauptelement der Kampagne. Die Schlagzeilen auf und in den einzelnen Werbemitteln sind alle dem Manuskript von Tim Krohn entnommen und sagen selbst in ihrer Kürze viel über Inhalt und Stil der Aufführung aus. Der visuelle Auftritt soll Theateratmosphäre versprühen und wird konsequent durch alle Werbemittel durchgezogen.

Verantwortlich beim Einsiedler Welttheater:
 Peter Kälin (Präsident der Welttheater Gesellschaft), Gerhard Kälin (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Lesch+Frei Zürich: Natasha La Marca (AD/Konzept), 
Peter Lesch (Text/Konzept), Irene Stutz (Beratung),
 Barbara Meier und Désirée Guzzo (DTP und Bildbearbeitung).

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SRG lanciert neue Plattform

Die SRG Deutschschweiz hat «SRG Insider» lanciert. Die Plattform soll jungen, medieninteressierten Personen Wissenswertes zu Trägerschaft, Unternehmen und Programm liefern sowie Dialogmöglichkeiten bieten.

Zudem können die registrierten Nutzer an Aktionen und Verlosungen teilnehmen, wie die SRG am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Die Registration ist kostenlos und für Menschen bis zum Alter von 34 Jahren möglich. Speziell gefragt sind laut SRG die Meinungen der jungen Userinnen und User: Regelmässig werden medien-, unternehmens- und programmpolitische Fragen zur Diskussion gestellt und im Namen des Publikumsrats, welcher jeden Monat Sendungen von Schweizer Radio und Fernsehen beobachtet, Umfragen lanciert. Ergänzt wird das Online-Angebot mit einer wöchentlichen Auswahl an «jungen» Programmtipps.

Junge Personen für Thema «Service public» sensibilisieren

Die Plattform «SRG Insider» sei aus dem Bedürfnis heraus entstanden, vermehrt eine jüngere, medieninteressierte Zielgruppe auf die Tätigkeiten und Angebote der SRG SSR und der SRG Deutschschweiz aufmerksam zu machen und für das Thema «Service public» zu sensibilisieren, so die Mitteilung. Das neue Online-Angebot ist Teil des mehrjährigen Aktionsprogramms «Blickwechsel», das die SRG.D 2011 lanciert hat, um ihre zivilgesellschaftliche Rolle wirksamer wahrzunehmen. Über die Plattform sollen auch neue Mitglieder für die SRG gewonnen werden.

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Presserat rügt Blick und Telebasel

Blick beschuldigte einen Zürcher Restaurator des Betrugs. Der Presserat hält fest, man hätte den Handwerker anhören müssen - und dürfe ihn nicht ohne Einwilligung fotografieren. Telebasel verletzte zudem die Privatsphäre einer Quartieraktivstin.

In mehreren Artikeln hat die Zeitung Blick schwere Vorwürfe gegen einen Zürcher Restaurator erhoben. Dieser soll Anzahlungen erhalten, die bestellten Möbel aber nie geliefert haben. Der Presserat hält nun fest, dass der Handwerker vor der Publikation hätte angehört werden müssen. Ausserdem muss sich der Handwerker nicht gefallen lassen, dass er von der Strasse aus in seinem Geschäft fotografiert wird. Ohne Einwilligung des Betroffenen wäre dies nur zulässig, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt. Dies ist aber nicht der Fall, weil das Foto nicht dazu dient, die umstrittenen Geschäftspraktiken des Handwerkers zu dokumentieren, wie der Presserat in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme schreibt. Das gilt auch dann, wenn das Bild für die Veröffentlichung mit einem schwarzen Balken anonymisiert wird.

Schutz vor Aufnahme, Recht auf Stellungnahme

Gemäss Presserat schützt das Recht am eigenen Bild nämlich nicht nur vor der nicht bewilligten Veröffentlichung, sondern unter Umständen schon vor der Aufnahme. So gehe es auch nicht an, jemandem beispielsweise vor der Haustüre aufzulauern, gegen dessen Willen ein Bild zu machen und dieses zur Wahrung des Persönlichkeitsschutzes dann mit einem Balken zu versehen, schreibt der Presserat. Ausserdem hätte der Blick den Handwerker mit den schweren Vorwürfen konfrontieren müssen, bevor er den Artikel veröffentlichte. Zwar hat die Zeitung die meisten Vorwürfe schon in früheren Artikeln veröffentlicht, zusammen mit der Stellungnahme des Betroffenen. Gemäss Presserat wäre sie aber verpflichtet gewesen, dessen Sicht auch in den neuen Beiträgen einfliessen zu lassen. Zu neuen Anschuldigungen hätte der Restaurator ohnehin angehört werden müssen.

Der Presserat kommt in seiner Stellungnahme zum Schluss, dass der Blick das Recht des Betroffenen am eigenen Bild verletzt hat. Ausserdem hätte dieser vor der Publikation des Artikels angehört werden müssen. Dagegen hat die Zeitung weder die Wahrheitspflicht verletzt noch Informationen entstellt oder die «Erklärungen der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» auf andere Weise verletzt.

Telebasel verletzt Privatsphäre

Telebasel hat mit laufender Kamera eine Quartieraktivistin bedrängt und so ihre Privatsphäre verletzt. Der Presserat hat eine Beschwerde teilweise gutgeheissen, wie er am Dienstag mitteilte. Die Frau wehrt sich gegen ein Bauprojekt; ein Interview hatte sie abgelehnt. Zwar dürfe ein Lokalfernsehsender eine politisch aktive Person im Bild aufnehmen, wenn diese in einer öffentlichen Funktion an einen öffentlichen Anlass geht. Jedoch sei unzulässig, jener Person «vor der Haustüre aufzulauern» und sie weiter zu bedrängen, wenn sie klar mache, dass sie weder Auskunft geben noch gefilmt werden wolle.

Die Betroffene exponiert sich gegen das als «Rheinhattan» apostrophierte Grossprojekt im Basler Rheinhafen Kleinhüningen. Sie ist auch Mitglied einer staatlichen Begleitgruppe dazu. Telebasel filmte einmal vor einem Gebäude, wo diese Gruppe eine Sitzung abhielt, sowie einmal vor der Haustüre der Frau. Weil die Frau zuvor eine per E-Mail gestellte Interviewanfrage abgelehnt hatte, sei es «unverhältnismässig», ihr danach mit der Kamera weiter zu folgen, hält der Presserat im Communiqué fest. (SDA)
 

Zu guter Letzt: Happy Birthday, Blick am Abend

Blick am Abend, der papiergewordene Schreck der Qualitätspresse, feiert den fünften Geburtstag – und nicht nur die Young Community wird je länger, je erwachsener.

Am 2. Juni feiert eine der grössten Gratiszeitungen der Schweiz Geburtstag (nur 20 Minuten, die Coop Zeitung und das Migros-Magazin haben laut Mach Basic 2012-2 mehr Leser). Während der ganzen Jubiläumswoche wird die Zeitung die 633'000 Leserinnen und Leser mit Aktionen überraschen. Die Montagsausgabe beispielsweise zeigte auf dem Umschlag alle beteiligten Personen – von der Praktikantin Elena Z. bis hin zum Kolumnen-Godfather Helmut G. (trägt mittlerweile scheinbar Bart). Ohne Ironie eine sympathische Truppe! Im Heftinnern gratulieren Prominente zum Jubiläum – Ex-Miss Amanda Ammann ist wohl die einzige Person, die je sowohl real als auch als «Schnügel des Tages» (vertreten durch ihren Hund) im Blatt erschienen ist. Das soll ihr erst mal jemand nachmachen.

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Am Dienstag folgt eine «Schwiizerdüütsch»-Ausgabe! Die erste Tageszeitung in dieser Sprache überhaupt, wie Ringier am Montag mitteilte. Endlich mal wieder etwas in Mundart, schliesslich liegt der Swatch-Geschäftsbericht schon fast drei Monate zurück. Und auf die angekündigten «besten Titelblätter der letzten Jahre» freuen wir uns auch schon. Ob «Der hässliche Deutsche» (2009) auch dabei sein wird?

Wer pendelt, möchte diese Zeitung nicht (ex-)missen. Schliesslich wird sie – objektiv gesehen – je länger, je besser. Das sieht man auch an den Verkaufszahlen (unter Gratiszeitungen praktischerweise «Leserzahlen» genannt). Noch keine fünf Jahre ist’s her, als man von freundlichen Animateuren angefleht wurde, sich doch eines Exemplars zu erbarmen. Nicht selten wähnte sich der von 20 Minuten, Heute, .ch, News und Metropol verwöhnte Geizkragen-Pendler danach inhaltlich im falschen Film. Stapelweise liegengebliebene Zeitungen am nächsten Morgen – trostloser geht’s nicht (Mach Basic 2008-1: 259'000 Leser). Heute muss man früh (vom Bürostuhl) aufstehen, um am HB Zürich ein Stück des brombeerfarbenen Goldes zu ergattern. Nach 17 Uhr läuft an manchen Tagen nichts mehr – Nomen ist nicht mehr wirklich Omen.

Und so ist man mit den Inhalten über die Jahre beinahe eins geworden. Zusammen mit der Single-Frau, die einen grossgewachsenen Südländer mit gepflegten Händen sucht – und dem Single-Mann, der Ausschau nach einer sportlichen Blondine mit schlanker Figur und schönen Augen hält. Mit Herrn Glogger, der per Mail nebenbei die Welt in Ordnung bringt. Mit den Bildern des Tages, die heute origineller untertitelt sind als früher. Mit dem Witz des Abends, der zumindest konsequent unlustig ist. Mit den herzerwärmenden Schatzchäschtli-Liebesschwüren, die von der Redaktion aus Respekt vor der faszinierenden SMS-Sprache der Jugend nicht mal dann korrigiert werden, wenn offensichtlich Tippfehler passierten («Askim han dich so krass gern will dich nkme verlkre hsch mer so guet dur die ziet ghulfe und Bisch mer Au jetz no e Mega stktz Love you so Blond & Brknette»).

Es scheint, als sei das einstige Sorgenkind des übersättigten Pendlermarktes erwachsen geworden. Und mit ihm seine stetig wachsende Leserschaft. Selbst die Young Community ist reifer und weiser geworden, wie Vreni (43) aus Emmen jüngst bewies:

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Hoffen wir also auf weitere fünf Jahre. Mindestens. In Zeiten von Paywall und Abopreis-Erhöhung wird man der Gratispresse eines Tages noch dankbar sein, wenigstens das Wetter und den Schnügel des Tages kostenlos abrufen zu dürfen.

Thomas Häusermann

PS:

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Neue SRF-Comedyshow «Twist» startet im Juni

Im Juni 2013 startet auf SRF 1 «Twist». Die Sendung ist eine klassische Sketchshow, deren Kurzgeschichten an realen Schauplätzen in der Schweiz spielen.

Die Sketche nehmen laut Mitteilung keinen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen, sondern setzen Situationen, die jedermann kennt, in den Mittelpunkt der Handlung. Das Hauptensemble von «Twist» besteht aus sechs Schauspielerinnen und Schauspielern, welche in verschiedenen Sketchen von einer bis fünf Minuten zu sehen sind. Zum Cast gehören Urs Jucker, Pablo Aguilar, Nicole Knuth, Anja Schärer, Philippe Graber und Aaron Hitz. Die Sketche geschrieben haben Patrick Karpiczenko und Peter Luisi. Das Duo hat auch Regie geführt. Patrick Karpiczenko, geboren 1986 in Bern, ist Absolvent der Zürcher Hochschule der Künste und arbeitet als freischaffender Drehbuchautor und Regisseur für Film, Fernsehen, Werbung und Theater. Peter Luisi wurde 1975 in Zürich geboren. Nach dem Filmstudium an der University of California, Santa Cruz, arbeitete er als Werbecutter. Seit 2000 realisiert er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Werbungen und Spielfilme.

Schweizer Radio und Fernsehen zeigt die acht Folgen der neuen Comedy-Sendung ab Sonntag, 9. Juni 2013, jeweils um 22.10 Uhr auf SRF 1.

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Urs Jucker (hinten), Pablo Aguilar, Nicole Knuth, Anja Schärer, Philippe Graber, Aaron Hitz (Bild: SRF)

Evoq: Geschäftsbericht für die Uni Zürich realisiert

Evoq realisiert zum vierten Mal den Geschäftsbericht der Universität Zürich. Auf Basis des 2010 neu eingeführten Corporate Designs zeichnet Evoq verantwortlich für Design und Layout des Berichts.

Im Bildteil des aktuellen Berichts werden dieses Jahr die universitären Forschungsschwerpunkte im Bereich der interdisziplinären Spitzenforschung ins Zentrum gerückt, wie es in einer Mitteilung heisst. Unter dem Titel «Leuchttürme des Wissens» realisierte die Fotografin Ursula Meisser ganzseitige Porträts von Forschenden und deren Forschungsbereichen – dargestellt durch Wandprojektionen. Zudem präsentiert sich die gesamte Unileitung neu auf einer Doppelseite. Der ergänzende Flyer mit den Zahlen und Fakten wurde überarbeitet und dieses Jahr noch übersichtlicher gestaltet. Den komplexen geografischen Verhältnissen tragen die neuen Übersichts- und Anfahrtspläne Rechnung.

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