Zufriedene Schweizer Journalisten trotz Medienkrise

Trotz ständiger Hiobsbotschaften zur Medienkrise und kaum verbesserter Arbeitsbedingungen: Schweizer Journalisten sind gemäss einer vom SNF geförderten ZHAW-Studie mit ihrer Arbeit weitgehend zufrieden.

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Oft ist der Journalismus bei Ranglisten zu den angesehensten Berufen auf den hinteren Plätzen anzutreffen. Dennoch sind Schweizer Journalistinnen und Journalisten mehrheitlich zufrieden mit ihrer Arbeit: 74 Prozent der Befragten würden den Journalistenberuf jemandem aus ihrem Bekanntenkreis nach wie vor weiterempfehlen, obwohl wegen der Medienkrise vermehrt prekäre Arbeitsbedingungen herrschen. Dies zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds SNF geförderte schweizweite Journalistenbefragung, welche das Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW in Zusammenarbeit mit der Universität Neuenburg durchgeführt hat. Insgesamt beantworteten über 900 Medienschaffende aus mehr als 200 Redaktionen aller Sprachregionen, Medientypen und Hierarchiestufen online Fragen zu ihrem Beruf.

Neutrale Berichterstatter statt politische Akteure

Journalisten erfüllen eine wichtige Funktion für die Gesellschaft. «Gerade in einer direkten Demokratie tragen sie mit ihrer Arbeit wesentlich zur Orientierung und Meinungsbildung der Bürger bei», sagt ZHAW-Medienwissenschaftler und Studienleiter Vinzenz Wyss. Dabei habe sich ihr Rollenselbstbild trotz starkem Medienwandel in den letzten Jahren kaum verändert. Der typische Schweizer Journalist versteht sich weniger als politischer Akteur, sondern vielmehr als neutraler Berichterstatter, der versucht die Dinge möglichst objektiv darzustellen. Nur wenige verstehen ihre Rolle als Beeinflusser der politischen Agenda beziehungsweise als Kritiker der Wirtschaft oder Regierung. Solche aktiveren Rollen sehen Journalisten aus der lateinischen Schweiz als wichtiger an als diejenigen in der Deutschschweiz.

Insgesamt decken Schweizer Journalistinnen und Journalisten das gesamte politische Spektrum ab, wobei sich der durchschnittliche Medienschaffende leicht links von der Mitte positioniert. Dies gilt beispielsweise auch für SRG-Journalisten. Hingegen stufen sich Frauen noch stärker als Männer eher links ein. Wyss erklärt diesen Befund auch mit der Kritik- und Kontrollfunktion des Journalismus, herrschende Machtverhältnisse infrage zu stellen.

Wenig Vertrauen in Politiker und Parteien

Während Justizsystem (60 Prozent), Polizei (48 Prozent) und Bundesrat (47 Prozent) viel Vertrauen bei den Medienschaffenden geniessen, kommen Politiker (7 Prozent) und Parteien (6 Prozent) nicht gut weg. Obwohl viele der Befragten den Medien (46 Prozent) selbst vertrauen, machen sie sich grosse Sorgen um den Ruf ihrer Branche.

Zudem haben sich auch die Arbeitsbedingungen merklich verschlechtert: Sie müssen immer mehr arbeiten und haben gleichzeitig weniger Zeit, um Geschichten vertieft zu recherchieren. Hingegen geben vier von fünf der Befragten an, dass sie ziemlich frei sind, ihre Themen selbst auszuwählen. Dabei sind den Medienschaffenden die professionellen ethischen Standards wichtig. So lehnt es eine grosse Mehrheit ab, Druck auf Informanten auszuüben oder persönliche Dokumente ohne Erlaubnis einzusetzen. Genauso viele halten es hingegen für legitim, versteckte Kameras einzusetzen oder vertrauliche Unterlagen von Regierungen oder Unternehmen zu verwenden.

Knapp die Hälfte ist thematisch – etwa in Ressorts wie Politik, Sport oder Wirtschaft – organisiert. Weit öfters als bei anderen Medientypen sind Journalisten bei den Nachrichtenagenturen sowie bei der SRG auf ein Thema spezialisiert. Zudem beschäftigen sich Männer stärker mit Politik-, Wirtschafts- und Sportthemen, während Frauen eher über Kultur, Gesellschaft und Lifestyle berichten. Ein knappes Drittel der Befragten bespielt zudem als Multimedia-Journalisten im Newsroom-Zeitalter mehr als einen Medienkanal.

Männlich, 42 Jahre alt mit akademischem Abschluss

Der statistisch typische Schweizer Medienschaffende ist männlich, etwa 42 Jahre alt und hat einen akademischen Abschluss. Zudem arbeitet er seit durchschnittlich 15 Jahren vollzeitlich im Journalismus und ist dementsprechend erfahren. Dies hat sich trotz gewaltiger Umwälzungen im Medienbereich in der letzten Zeit nicht gross verändert. Aber der Schweizer Journalismus ist seit der letzten Umfrage vor acht Jahren leicht weiblicher geworden (2015: 39 Prozent Frauen; 2008: 35 Prozent), etwas gebildeter (2015: 70 Prozent mit akademischem Abschluss; 2008: 59 Prozent) sowie internationaler (2015: 17 Prozent mit ausländischem Pass; 2008: 9 Prozent).

Unterschiede lassen sich vor allem zwischen Medienschaffenden in verschiedenen Medientypen ausmachen. Beispielsweise unterscheiden sich SRG-Journalisten besonders von ihren Kollegen bei privaten Radio- und Fernsehstationen. So sind die Mitarbeitenden beim öffentlichen Radio und Fernsehen etwas älter, haben die grössere Berufserfahrung, verdienen mehr und wenden öfters qualitätssichernde Massnahmen an.

Einkommen der Journalisten stagniert

Die Einkommenssituation der Schweizer Journalistinnen und Journalisten ist mit durchschnittlich 6000 Franken nahezu gleichgeblieben. Frauen bleiben in den unteren Lohnklassen noch immer überrepräsentiert. Zudem verdienen Medienschaffende in der Deutschschweiz besser als ihre Kollegen in den anderen Sprachregionen.

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Die «Lieblingsbank» entdecken

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums 2015 hat die Urner Kantonalbank allen Gemeinden im Kanton Uri eine Sitzbank geschenkt. Auf jeder Sitzbank sind Liebeserklärungen an Uri eingraviert. Diese Holzbänke sind nun montiert und laden zum Verweilen und Entdecken ein.

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Unter dem Motto «Unser Uri. Unsere Bank.» rief die Urner Kantonalbank im Jubiläumsjahr die Bevölkerung auf, ihre Liebeserklärungen an Uri einzureichen. Diese konnten elektronisch auf der Microsite Unseruri.ch platziert werden und wurden auf der virtuellen Holzbank «eingraviert». Die Urnerinnen und Urner packten die Gelegenheit ihre Liebe zum Bergkanton in Worte zu fassen und haben dies in grosser Anzahl und mit viel Kreativität getan. Die schönsten Liebeserklärungen wurden nun auf Holzbänken verewigt.

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Von Andermatt bis Sisikon

Durch die hohe Anzahl der schönen Liebeserklärungen konnten fünf verschiedene Versionen der Sitzbänke realisiert werden. Jede Gemeinde durfte eine «Lieblingsbank» in Empfang nehmen und platzieren. Nebst den Gemeinden haben auch die Organisationen; Uri Tourismus, Ferienregion Andermatt, Urner Wanderwege, Korporation Uri und die Stiftung Behindertenheime Uri eine mit den Liebeserklärungen verschönerte Sitzbank erhalten. Somit stehen insgesammt 28 Stück im ganzen Kanton verteilt und sorgen für gemütliche Momente. Die Standorte sind vielseitig wie der Kanton Uri selbst. Ob am Seeufer in Flüelen, hoch oben auf der Sittlisalp in Unterschächen oder beim Spielplatz St. Karl in Altdorf, überall sind die Sitzgelegenheiten anzutreffen und bringen die Schönheit des Kantons zum Ausdruck.

Um die einzelnen Standorte der Sitzbänke zu entdecken, liegen bei den Geschäftsstellen der Urner Kantonalbank sogenannte «Bänkliführer» auf. Der «Bänkliführer» kann in jeder Geschäftsstelle gratis abgeholt werden oder auf Ukb.ch heruntergeladen werden.

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Die Idee und die Kampagne dazu stammen von der Urner Kantonalbank. Die Umsetzung der realen Holzbänke, die Gravur und der Bänkliführer wurden mit dem lokalen Gewerbe und der Agentur Blatthirsch produziert.

 

TV-Streaming während der EM auf Rekordniveau

Mit dem Titel endete die Europameisterschaft für Portugal und mit einem Nutzerrekord endete sie für Zattoo. Insgesamt verfolgten rund 1,8 Millionen Zuschauer Spiele der EM in den Applikationen des TV-Anbieters, davon über 1 Millionen in der Schweiz.

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Einer der Gründe für die neuen Höchstwerte ist die massiv gestiegene Nutzungsdauer auf den grossen TV-Bildschirmen. Gegenüber der WM 2014 hat sie sich verzehnfacht.

Im Laufe der EM hatten die vier Spiele der Schweizer Nati Zattoo neue Spitzenwerte beschert. Nie zuvor schauten in der Schweiz so viele Menschen zeitgleich über das Angebot des TV-Streaming-Anbieters Fernsehen. Favorit in der Gunst der Zattoo-Nutzer war die letzte Partie der Nati: das Achtelfinale gegen Polen.

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Allen Klischees zum Trotz fesselten die Begegnungen auch zahlreiche weibliche Zuschauer an den Bildschirm, wobei das Finale Portugal gegen Frankreich den höchsten Frauenanteil unter den Zuschauern bei Zattoo aufwies. Für das Spiel England gegen Wales interessierten sich die Schweizerinnen am wenigsten.

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Zattoo Nutzungsdauer auf dem TV-Gerät steigt rasant

Verglichen mit der WM 2014 wurden während der EM 2016 fast doppelt so viele Stunden über Zattoo ferngesehen. Immer beliebter wird das Fussballvergnügen mit Zattoo auf dem grossen TV-Bildschirm. Die monatliche Nutzung der Zattoo Apps für connected TVs hat sich seit der WM 2014 verzehnfacht. Damit entfiel während der EM 2016 ein Viertel der Sehdauer von Zattoo auf internetverbundene TV-Geräte. Der Anteil der Zattoo-Nutzung auf TV-Bildschirmen liegt in diesem Fussball-Sommer nur noch knapp hinter der Nutzung auf Smartphone und Tablets (35 Prozent) bzw. der Webnutzung (40 Prozent). Zum Vergleich: Während der EM 2012 dominierte das Streamen via Web noch klar gegenüber den mobilen Endgeräten, zur EM 2008 war selbst Streamen auf Smartphones und Tablets noch gar kein Thema.

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«Mit der Europameisterschaft konnte Zattoo die Nutzung auf den grossen Bildschirmen weiter deutlich steigern», freut sich Jörg Meyer, Chief Officer Content und Consumer bei Zattoo. «Die Zahlen spiegeln ganz unbestritten ein grosses Fussballinteresse der Zattoo-Nutzer wider. Uns zeigen sie aber vor allem, dass sich TV-Streaming als Alternative neben den traditionellen Empfangswegen auch für das TV-Gerät im Wohnzimmer etabliert.»

Zattoo war 2006 zur Fussballweltmeisterschaft gestartet. Zehn Jahre später ist TV-Streaming in vielen Schweizer Haushalten angekommen. Einer aktuellen GfK-Studie im Auftrag von Zattoo zufolge, spielen bereits mehr als die Hälfte der Schweizer mit dem Gedanken, ihr TV-Programm zukünftig ausschliesslich online zu streamen.

Michelle Hunziker ist das neue Gesicht von UPC

Michelle Hunziker ist neue Markenbotschafterin des Telekommunikationsanbieters UPC. Sie wird in den kommenden Monaten erstmals für das Unternehmen auftreten.

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Die Schauspieler Carlos Leal und Stéphanie Berger werben seit mehreren Jahren für die Telekommunikationsanbieterin UPC in der Schweiz und seit 2015 auch in Österreich. Neu gesellt sich nun auch Michelle Hunziker zu ihnen. Dass die gebürtige Schweizerin in Werbekampagnen zu sehen ist, passiert laut Mitteilng jedoch nicht oft: «Ich bin sehr selektiv und mache wenig Werbung, weil man in der Öffentlichkeit glaubwürdig bleiben muss», meint die 39-Jährige.

Internet, TV und Mobiltelefonie spielen für sie und ihre Familie eine wichtige Rolle. «Ich schaue fast täglich TV, während ich gleichzeitig im Internet surfe, so wie das viele Leute heute tun. Zudem nutze ich regelmässig soziale Medien, um Fotos mit meinen Fans zu teilen – so bin ich viel näher bei ihnen und das finde ich schön», so Hunziker.

Neben dem gemeinsamen Interesse an den Unternehmensprodukten, ist auch die Persönlichkeit eines Markenbotschafters entscheidend für UPC. Mit ihrer frischen und offenen Art passe Hunziker perfekt zur Anbieterin für Kommunikation und Entertainment, heisst es in einer Mitteilung. Und wie das aussieht, zeigt die Schweizerin in einem Kurz-Video. Darin tanzt sie, als würde ihr niemand dabei zuschauen. «Ich liebe Musik und ich liebe es zu tanzen – das muss ich öfters machen», so Hunziker. Wie frisch und offen sie ist und wie sehr sie sich mit den Produkten von UPC identifiziert, wird in der nächsten Werbekampagne von UPC in Österreich und in der Schweiz enthüllt.

So googelte die Schweiz die EM 2016

Google bietet mit dem Google Trends Suchanfrage-Tool Einblicke in das Schweizer Suchinteresse rund um die EM 2016 in Frankreich.

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Bei den meistgesuchten Spielern des Turniers auf Google.ch setzt sich der frischgebackene Europameister Cristiano Ronaldo ebenfalls gegen den Franzosen Antoine Griezmann durch. Xherdan Shaqiri verweilt bereits etwas länger in den Ferien, schnappt sich aber gerade noch einen Platz auf dem Podest. Während der gesamten EM zeigt sich folgende Top-11-Rangliste:

1. Cristiano Ronaldo (Portugal)
2. Antoine Griezmann (Frankreich)
3. Xherdan Shaqiri (Schweiz)
4. Gianluigi Buffon (Italien)
5. Granit Xhaka (Schweiz)
6. Breel Embolo (Schweiz)
7. Manuel Neuer (Deutschland)
8. Zlatan Ibrahimovic (Schweden)
9. Dimitri Payet (Frankreich)
10. Yann Sommer (Schweiz)
11. Gareth Bale (Wales)

Bei den meistgesuchten Schweizer Spielern auf Google.ch gehört der Platz an der Sonne definitiv Xherdan Shaqiri. Mit seinem Traumtor hat er wahrscheinlich die Spitzenposition verdient und setzt sich vor dem Neo-Schalker Breel Embolo und dem Neo-Gunner Granit Xhaka durch.

Während der gesamten EM zeigt sich folgende Top-5-Rangliste:

1. Xherdan Shaqiri
2. Breel Embolo
3. Granit Xhaka
4. Yann Sommer
5. Blerim Džemaili

Die meistgestellten Fragen im Zusammenhang mit der EM auf Google.ch nach dem Finale lauten wie folgt:

1. Wer gewann die EM 2016?
2. Wo findet die nächste EM statt?
3. Wer war der beste Spieler der EM 2016?
4. Wann hat Portugal das letzte Mal eine EM gewonnen?
5. Wer gewann die EM 2012?

Die Suchanfragen zur Europameisterschaft haben auf Google.ch nach dem 25. Juni, also nach dem Ausscheiden der Schweiz, nachgelassen. Der Peak der Suchanfragen war am Mittwoch, 22. Juni. Also an dem Tag als die Iren die Italiener besiegten und die Isländer Österreich.

Apropos Island. Schaut man sich die Suchanfragen der letzten zehn Jahre an, gibt es zwei Peaks – einen ersten im Frühling 2010 als der Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach und nun während der EM. Noch nie wurde in der Schweiz so fleissig nach dem kleinen Inselstaat gesucht wie in diesem Sommer.

Das Suchinteresse an der Europameisterschaft war in den letzten 30 Tagen in der Westschweiz verhältnismässig höher als in der Deutschschweiz.

Methodik und Quelle:
Die Suchbegriffe wurden mit Google Trends erhoben. Google Trends ist ein öffentliches Tool, mit dessen Hilfe sich die Popularität einzelner Suchbegriffe als Momentaufnahme – in Echtzeit minutengenau – darstellen sowie in einem gewählten Zeitablauf verfolgen lässt. Über «Trends bei Suchanfragen» kann rasch erhoben werden, wonach die Schweiz aktuell sucht oder in den vergangenen Tagen gesucht hat. Grundlage für die Auswertungen sind die schweizweiten Google-Suchanfragen.

Zu guter Letzt: Wer nicht hören will, muss Fischfutter

Damit dänische Segler und Fischer endlich Schwimmwesten anziehen, hat eine Agentur bereits ertrunkene Seefahrer zu Fischfutter verarbeitet.

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Dänemark ist eine Wassernation. Die meisten Segler und Fischer halten ihr Lieblings-Hobby jedoch für komplett ungefährlich und verzichten auf Sicherheitsmassnahmen wie das Tragen einer Schwimmweste. Der unbequeme Lebensretter ist aus der Mode gekommen. Das hat zur Folge, dass die Anzahl der Ertrunkenen dramatisch angestiegen ist. Mit Schwimmwesten hätten sich 75 Prozent der Unfälle verhindern lassen. Um diesbezüglich das Bewusstsein der Risikogruppe zu schärfen, hat die Agentur Hjaltelin Stahl für den dänischen Segel-Sicherheitsrat Sosportens Sikkerhedsrad und die NPO TrygFonden, die sich für ein sichereres Dänemark einsetzt, eine einleuchtende Kampagne kreiert: Wer ertrinkt, wird bekanntlich zu Fischfutter. Also wurde ein Fischfutter entwickelt – auf Ertrunkenen-Basis. Natürlich – man ahnt es – nicht richtige Ertrunkene. Aber um in Segel- und Fischerläden für Aufsehen zu sorgen, reichte es allemal. (hae)
 

https://vimeo.com/174202829

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Werden programmatische Lösungen Jobs im Online-Marketing schlucken?

Automatisierungsprozesse werden oftmals zu Job-Killern: Auch programmatischen Lösungen im Online-Marketing haftet dieses negative Image an. Hagai Sadot, COO von Evania Video, erklärt warum diese Angst unbegründet ist und derartige Lösungen enorme Potenziale bieten.

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Im Laufe des letzten Jahres kam die Diskussion auf, ob Online-Marketer um ihre Jobs fürchten müssen, wenn diese von Automatisierungsprozessen übernommen werden. Marketing Automation und Programmatic Marketing erleben derzeit einen derartigen Aufschwung, dass diese Angst nicht unbegründet ist. Mit Voranschreiten der technischen Prozesse werden viele Jobs überflüssig, aber gilt das auch für Marketing-Karrieren? Wird die Arbeit von Publishern und Advertisern gänzlich von Robotern und Algorithmen übernommen? Fakt ist, dass viele Online-Marketer sich nach mehr Effizienz sehnen und Automatisierungsprozesse genau dies realisieren. Aufgeführt ist hier, worin genau die Vorteile von programmatischen Lösungen für Publisher und Advertiser liegen.

Mehr Effizienz und niedrige Kosten für Publisher

Was ist der strategische Vorteil, den programmatische Lösungen bieten und der über die einfache Prozessautomatisierung hinausgeht? Indem Werbeflächen für Programmatic Advertising konfiguriert werden, haben Publisher die Möglichkeit, Ad Impressions auf einem entsprechenden Marktplatz zur Versteigerung anzubieten. Der Ad Marktplatz führt dann die Auktion unter Advertisern durch, die Interesse daran haben, eine Anzeige zu schalten. Publishern wird somit viel Zeit erspart, die sie sonst mit Reportings verschwenden müssten und können mehr Zeit in die Erstellung interessanter Inhalte, zum Beispiel qualitativ hochwertiger Texte und Infografiken stecken, die die Webseitenbesucher ansprechen.

Fokus von Advertisern auf qualitativ hochwertige Kampagnen

Programmatic Marketing eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten, die so nicht realisierbar wären, wenn Anzeigenplatzierungen manuell durchgeführt würden. Advertiser können mithilfe von automatisierten Prozessen digitales Mediavolumen erwerben, ohne einen Preis im Voraus verhandeln zu müssen. Sie zahlen nur für die Impressions, die für sie relevant sind und die sie auch tatsächlich erhalten. Das Potenzial für Advertiser liegt im kreativen Einsatz. Wenn ein Advertiser beispielsweise eine Kampagne hat und damit eine 75-prozentige VTR erreichen will, wird ihm ein guter programmatischer Marktplatz erlauben, dieses Ziel anzuvisieren, und das System wird automatisch für diesen Score optimiert. Auch Änderungen an einem Ad können einfacher umgesetzt werden. Auf diese Weise werden bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand erzielt und somit wird mehr Spielraum für andere Tätigkeiten wie schöpferische Optimierung der Kreative mithilfe eines A/B Tests oder effektivere Wahl des Targetings frei.

Fazit

Die Angst davor, dass Automatisierungsprozesse gleichbedeutend sind mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen, ist völlig unbegründet. Programmatic Advertising und automatisierte Prozesse ermöglichen das Erreichen besserer Ergebnisse mit weniger Aufwand. Online-Marketer können mit der neuen Technologie ihre Möglichkeiten der Werbeplatzierung verbessern, da ihnen nun ein entscheidender Faktor zur Verfügung steht: mehr Zeit. Analysen, Optimierungen und repetitive Aufgaben laufen automatisiert, so dass sich Marketer auf ihre Stärken konzentrieren können: Innovationen denken und erschaffen und Neuerungen einführen. Allen Beteiligten sollte klar sein, dass keine Maschinen den Media-Einkauf übernehmen und das Kampagnen-Management auf Autopilot läuft. Das Gegenteil ist der Fall: Eine gute Programmatic-Kampagne besteht aus zwei wichtigen Komponenten – einer exzellenten Technologie und wichtigen Media-Käufern. Die Chance liegt in erster Linie darin, Millionen von Ad Impressions zu analysieren und daraufhin verschiedene Gebote abgeben zu können. Aber nach wie vor liegt es noch in Menschenhand, eine Strategie für eine Kampagne zu entwickeln, vor allem in einem Business, das sich so schnell verändert wie der Bereich Ad Tech.

Über den Autor:

Dank seiner Erfahrungen als Verantwortlicher für die strategische Planung und Business Analyst bringt der gebürtige Israeli Evania Video vielschichtiges Know-how des Online-Marktes mit nach Berlin und damit zu Evania Video. Mit seiner internationalen Expertise leitet er bei Evania Video das Video Operations Team und wird zudem den Kundenstamm für Bewegtbild-Kampagnen weiter ausbauen und die Nachfrage steuern.

Schweizer Fotohandel muss sich einmal mehr neu erfinden

Der Fotohandel muss sich im Zeitalter von Handy-Selfies und Internethandel einmal mehr neu erfinden. Die Branche, die nach eigenen Angaben kein Umsatz-, wohl aber ein grosses Margenproblem hat, musste in den letzten Jahren arg Federn lassen.

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Technologische und gesellschaftliche Veränderungen fordern im Schweizer Fotohandel seit Jahren einen hohen Tribut. Reihenweise mussten in den letzten 15 Jahren eigenständige Fotogeschäfte schliessen. Nach Angaben eines Brancheninsiders existieren heute nur noch etwa ein Drittel der Geschäfte, die zu Beginn des Millenniums noch bestanden haben. Von einem eigentlichen «Fachladen-Sterben» in den letzten Jahren spricht Gian Giordano, Leiter von FotoPro Ganz in Zürich. Die Mitgliederzahlen des Branchenverbandes ImagingSwiss bestätigen den grossen Aderlass bei den selbstständigen Unternehmen. Laut ImagingSwiss-Präsident Alex Mächler halbierte sich in den vergangenen zehn Jahren die Mitgliederzahl. Der Mitgliederschwund hat sich aber in den letzten fünf Jahren noch akzentuiert. Derzeit gehören noch 140 Firmen dem Verband an. Der Verband kommuniziert keine Umsatzzahlen.

Duell der Grossen

Existenzbedrohend für den gesamten Fachhandel ist inzwischen die Konkurrenz aus dem Internet. Mit einem Online-Anteil von gegen 50 Prozent zählt der Fotomarkt nämlich zu den online-affinsten Warengruppen der Heimelektronik. Nicht unproblematisch ist daher, dass die Fotobranche immer noch stark hardwareabhängig ist. Entgegen den Erwartungen verdrängt aber die Konkurrenz, die den Fotoapparaten durch eine immer bessere Bildqualität von Smartphones erwächst, bei den Hobbyfötelern nicht in grossem Stil traditionelle Fotoapparate. Die Umsätze mit Fotoapparaten, Objektiven, Stativen und weiterem Zubehör seien zwar gut, aber die Kostendeckung schlecht, heisst es übereinstimmend bei mehreren Fachgeschäften.

Als das «grösste Problem des Schweizer Fotohandels» bezeichnet denn auch ein Zürcher Fotohändler, der nicht genannt werden will, die beiden Grossverteiler Migros und Coop. Diese «duellierten» sich mit ihren Töchtern Digitec (Migros) und Microspot (Coop) im Internet, indem sie «Geräte unter dem Einkaufspreis» verkauften. Angesichts dieser Preise könne der Fotohandel nicht überleben. In den letzten fünf Jahren habe sich dadurch sein Gewinn mehr als halbiert, beklagt der Händler.

Markus Säuberli, Geschäftsführer der Berner Firma Foto Video Zumstein, bestätigt die «Zürcher Diagnose», wenn er feststellt: «Wir befinden uns im Moment in einer sehr schwierigen Lage, da extrem viel Ware aus Parallelimporten ins Land fliesst. Migros und Coop sind gierig und verkaufen oft unter Einstandspreis.» Säuberli beklagt zudem, dass Konsumentenorganisationen und Wettbewerbskommission vom Fachhandel Preise wie in der EU und Löhne wie in der Schweiz fordern. Auch bei FotoPro Ganz heisst es: «Microspot und Digitec drücken auf den Preis, bieten aber keine Dienstleistungen». Ein Fachhändler könne es sich aber einfach nicht leisten, wie die Grossverteiler, zu jedem Preis zu verkaufen. Der Fachhandel versuche den Aufpreis mit mehr Beratung und zusätzlichen Garantieleistungen wett zu machen, und die Preisunterschiede zu den Internethändlern bei rund 10 Prozent zu halten.

Konfrontiert mit den Vorwürfen der Fotohändler gibt man sich bei Digitec Galaxus und Microspot wortkarg. Es werden keine Gewinn- und Umsatzzahlen zum Fotogeschäft bekannt gegeben. Auch der Marktanteil ist ein streng gehütetes Geheimnis. Digitec Galaxus hat nach eigenen Angaben in dem stark rückläufigen Gesamtmarkt Foto den Marktanteil in den letzten Jahren weiter steigern können. Microspot bezeichnet sich als einen der wichtigsten Anbieter. Digitec Galaxus arbeitet nach eigenen Angaben «wann immer möglich direkt mit den offiziellen Importeuren zusammen». Parallelimporte würden nur dann geprüft, wenn die Ware ansonsten nicht verfügbar sei oder «keine kompetitive Preisgestaltung» mehr möglich sei.

Suche nach Auswegen

Die Fachgeschäfte reagieren unterschiedlich auf die schwindenden Gewinne und setzen seit Jahren immer weniger ausschliesslich auf das klassische Fotogeschäft. Einige Händler haben ihr Laborgeschäft ganz aufgegeben und diversifizieren mehr oder weniger erfolgreich mit Mieten, Occasionen, Reparaturen, Zubehör, aber auch Kursen und Fotoreisen. Mit mehr Marktmacht auftrumpfen will der Verbund FotoPro. Um bessere Einkaufspreise und einen stärkeren Marktauftritt zu erzielen, haben sich hier seit 1996 elf Fachgeschäfte zusammengeschlossen. Die Geschäfte treten dabei weiterhin unter ihrem eigenen Namen auf. (Alexa Clemenz / SDA)

Adesso: Wegweiser für den Einstieg in die Digitale Transformation

Die Digitale Transformation konfrontiert Unternehmen mit einem Wildwuchs an Begriffen, Ansätzen und Theorien. Adesso hat Leitlinien entwickelt, die Unternehmen eine Orientierungshilfe bieten, um ihre digitale Zukunft zu gestalten.

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Das Digitale ist dabei, das Reale von Grund auf neu zu gestalten – mit weitreichenden Konsequenzen für Unternehmen. Um diese Konsequenzen zu verstehen und zum eigenen Vorteil zu nutzen, müssen sie die grundlegenden Mechanismen der Digitalen Transformation kennen. Dazu leisten die Thesen des IT-Dienstleisters Adesso einen Beitrag. Sie erleichtern den Einstieg in das Thema und helfen Unternehmen dabei, den Schritt in Richtung der eigenen Digitalen Transformation zu gehen:

Die Digitale Transformation ist unvermeidlich.
Auf lange Sicht gilt: Was sich digitalisieren lässt, wird auch digitalisiert. Zum einen, weil die Kunden das so möchten, zum anderen, weil es Unternehmen neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Sie ist allgegenwärtig.
Aus diesen Gründen durchdringt die Digitale Transformation sämtliche Lebensbereiche. Sie ist überall spürbar und vollzieht sich im Berufsleben ebenso wie im Privaten.

Sie treibt die Mobilisierung und umgekehrt.
Durch die umfassende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten stehen digitale Daten inzwischen überall zur Verfügung. Dadurch erwarten die Kunden aber auch immer mehr mobile Interaktionsmöglichkeiten.

Sie betrifft mehr als nur die Fertigung.
Industrie-4.0-Potenziale schlummern nicht nur in Produktions- sondern auch in Dienstleistungsunternehmen. Das gilt vor allem dann, wenn sich die Dienstleistungen auf physische Objekte beziehen.

Sie ist mehr als nur Automation.
Unternehmen, die in der Digitalen Transformation nur einen Weg sehen, Medienbrüche zu vermeiden, verpassen ihre wahren Chancen: neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle.

Sie führt zu cyber-physischen Systemen.
Diese Chancen entstehen vor allem durch cyber-physische Systemlandschaften. In ihnen erzeugen Objekte aus der realen Welt Daten und kommunizieren diese. Die cyber-physischen Systeme weisen hybride Architekturen auf, da sie auch Informationssysteme umfassen und Geschäftsprozesse unterstützen.

Sie verlangt Monetarisierung.
Die immer umfassender zur Verfügung stehenden Daten ermöglichen zahlreiche digitale Innovationen. Ohne die passende Monetarisierung kann aber auch aus der schönsten digitalen Idee kein tragfähiges Geschäftsmodell werden.

Sie erfordert elastische Infrastrukturen.
Mehr Digitales erfordert mehr Infrastruktur. Die IT muss wechselnde Performance-Anforderungen aus dem Stand erfüllen und fremde Daten flexibel einbinden können. Das ist nur mit skalierbaren Infrastrukturen zu bewältigen.

Sie ist interdisziplinär.
Aus neuen Daten werden nicht zwangsläufig bessere Dienstleistungen und Produkte. Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, müssen Informatik, Statistik, Business Engineering und Fachabteilungen eng zusammenarbeiten.

Sie erfordert System.
Unternehmen werden ihre digitalen Chancen weder durch Brainstormings noch aus purem Glück finden, sondern nur durch eine systematische Herangehensweise. Ein geeignetes Projektwerkzeug dafür ist der «Interaction Room for Digitalization Strategy Development (IR:digital)».

«Die Digitalisierung von Prozessen, Dienstleistungen und Produkten ist nicht aufzuhalten», sagt Prof. Dr. Volker Gruhn, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Adesso und Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen. «Eines darf dabei aber nicht vergessen werden. Das Wichtigste lässt sich gar nicht digitalisieren: das Vertrauen der Kunden. Je virtueller ein Angebot ist, desto grösser sollte das Zutrauen in seinen Anbieter sein. Deshalb muss es den Unternehmen unbedingt gelingen, das bestehende Vertrauen ihrer Kunden in die digitalisierte Welt zu übertragen.

Ein Whitepaper mit dem Titel «Digitale Transformation – wir machen das jetzt!» steht für weitere Informationen auf der Microsite von Adesso unter WirMachenDasJetzt.ch zum Download bereit.
 

Xess lanciert ZSC Lions Saisonkarten-Promo

Für die ZSC Lions realisiert Xess Marketing zum Start des Saisonkartenverkaufs eine mehrteilige Kampagne für sportliche Fans und Hockeyinteressierte. Dabei geht es um die Jagd auf überdimensionale Saisonkartenkleber an Plakatwänden.

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In der letzten Juni-Woche endeckten die ZSC Lions Fans vermehrt Teaser «Schon heiss» auf der ZSC Lions-Website sowie auf den Social Media-Plattformen Facebook, Twitter und Instagramm. Zusätzlich erschienen Teaser-Inserate im Zürich-Splitt von 20 Minuten. «Schon heiss?» lautete die Frage. Aber heiss auf was?: Heiss auf den Saisonstart? Heiss auf die Neuen im Team. Heiss auf das erste Derby? Für die Fans blieb (bewusst) einiges im Dunkeln.

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Eine Woche später folgt die Auflösung. Mittels Anzeigen und Bannern folgt der «Klartext» und es wird gleichzeitig motiviert. Saisonkarten können jetzt bestellt werden oder noch einfacher: Krallt euch eure Gratis-Saisonkarte!

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Achtung fertig los – sucht die Plakatstellen mit den ZSC Lions-Saisonkarten. Insgesamt werden nämlich 75 APG-Leuchtplakatstellen mit überdimensionalen Saisonkarten beklebt. Mit Glück und sportlichem Elan kann man sich in der ersten Ferienwoche seine Gratis-Saisonkarte krallen.

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Verantwortlich bei ZLE Betriebs AG: Peter Zahner (CEO), Roger Gemperle (Leiter Kommunikation / Marketing Services). Verantwortlich bei Xess Marketing: Corina Conzett (Gesamtverantwortung), Jasmin Offergeld (Grafik), Erich Ogi (Text).
 

Zu guter Letzt: Ziel knapp verfehlt

Jung von Matt/Elbe hat in Cannes eine Nivea-Kampagne eingereicht. «Vermutlich das Dümmste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe», findet Werbelegende Sir John Hegarty.

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Wenn Kinder sich am Strand weigern, sich mit Sonnenschutz eincremen zu lassen, nimmt sich gerne die Werbung dem Problem an. FCB Brasilien hat zum Beispiel im vergangenen Jahr mit der sonnenempfindlichen Nivea-Puppe nicht nur verzweifelten Eltern geholfen, sondern anschliessend auch in Cannes abgeräumt.

Das wollte wohl auch Jung von Matt/Elbe. Für den selben Kunden hat die Agentur – laut Casemovie – eine ferngesteuerte Möve entwickelt, die Sonnencreme auf Kinder sch… abwirft. Diese brechen in Begeisterung aus und reiben sich mit dem vermeintlichen Vogel-Exkrement ein. Ach ja: Bevor die Möwe zuschlägt, scannen die versteckten, wie Spanner wirkenden Möwen-Piloten den Strand mit einer UV-Kamera, um zu sehen, wo sich Sonnenbrand-gefährdete Kinder befinden.

Was wirkt wie eine Werbe-Satire (und dann ziemlich lustig wäre), ist offenbar ernst gemeint. Adweek.com hat den in Cannes eingereichten Beitrag publiziert. Denn Sir John Hegarty, Gründer der Londoner Kreativagentur Bartle Bogle Hegarty (BBH) und diesjähriger Jury-Präsident der Titanium und Integrated Lions, machte die anwesenden Journalisten neugierig, als er von der Kampagne erzählte. «Sie hätten es sehen sollen. Es ist vermutlich das Dümmste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe». Er habe im ersten Augenblick Monty Python hinter «Care from the Air» vermutet.

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Spanner? Nein, Strandbeobachter in luftiger Mission.

Im Gegensatz zur Roboter-Möwe hat die Kampagne die freie Wildbahn aber nie gesehen. Es verwundert deshalb auch nicht, dass Nivea – erst Recht unter diesen Umständen – mit dem Fall doch nichts mehr zu tun haben will. Der Kunde wünsche keine grössere Promotion der Kampagne, deshalb verzichte man darauf, antwortete die deutsche Agentur dem US-Werbeportal auf Anfrage.

Fairerweise muss man der Idee aber zugestehen, dass die meisten Kinder an der Möwe und ihrer Hinterlassenschaften wohl wirklich den Plausch hätten. Wie diese ihre Ladung aus der Luft so zielgenau abwerfen soll, dass weder Haare, Augen, noch Sand getroffen werden, bleibt jedoch Geheimnis der Agentur. Hohn und Spott statt Löwen und Rosé – beim nächsten Versuch klappt's bestimmt wieder. (hae)

Spinas: Was, wenn Ruth Dreifuss in Mali geboren wäre?

Mit einer Kampagne für das Kinderhilfswerk Plan International will Spinas Civil Voices zusammen mit berühmten Schweizer Frauen neue Unterstützung mobilisieren.

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Alt-Bundesrätin Dreifuss wäre wohl kaum Regierungsmitglied geworden, wenn sie in Mali geboren wäre, denn in vielen Entwicklungsländern werden junge Mädchen stark an ihrer Entfaltung gehindert. Sie werden oft unterdrückt, früh verheiratet und können nicht oder nur wenige Jahre zur Schule gehen.  Dabei sind es die gebildeten und geförderten Mädchen, die später entscheidend zur Beseitigung von Armut in ihren Familien und Dörfern beitragen. Studien belegen: Mit der Bildung von Mädchen steigt das Pro-Kopf-Einkommen und die Zahl der Kinderheiraten nimmt ab.

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Deshalb legt Plan International als einziges der fünf grossen Kinderhilfswerke weltweit den Arbeitsschwerpunkt auf die Mädchenförderung. Gemeinsam mit erfolgreichen Schweizer Frauen wie Ruth Dreifuss, Heidi Happy oder Federica de Cesco ruft Plan International Schweiz nun Frauen aus der Schweiz dazu auf, Teil der Bewegung Schweizer Frauen für Mädchen weltweit zu werden. Eine Anzeigenkampagne, ein dazu gehöriges Mailing sowie Online- und Social Media-Massnahmen sollen Unterstützerinnen aus der Schweiz mobilisieren und so bessere Perspektiven für Mädchen schaffen.

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Verantwortlich bei Plan International Schweiz: Roman Bolliger (Verantwortlicher Kommunikation/Mittelbeschaffung), Natalina Töndury, (Kampagnenleiterin der Plan-Mädchenkampagne «Because I am a Girl»). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Lorenz Spinas (Kreativdirektor), Susi Kammergruber (Text/Konzept), Wanda Michel / Miriam Fischer (Art Director), Sandra Wittwer (Beratung). Fotos/Making of: Simon+Kim Werbefotografie.ch, Kriens.

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