20 Minuten hat mit Abstand am meisten Leser
Die Medienmarke 20 Minuten, die in allen drei Schweizer Landesteilen präsent ist, erreicht mit ihrer Pendlerzeitung und ihren Internet-Angeboten mit Abstand am meisten Leser. Den Blick lesen bereits mehr Personen digital als auf Papier. Das zeigt die Wemf-Studie Total Audience.

20 Minuten auf Papier wird von 2 Millionen Personen in einer der drei Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch gelesen. Auf die digitalen Angebote, die über Internet-Portale und Apps auf mobilen Geräten verbreitet werden, entfallen 1,3 Millionen Leser.
Rund eine halbe Million sind Doppelnutzer, also Personen, die sowohl die Print-Ausgabe der Pendlerzeitung als auch das digitale Angebot nutzen, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung in ihrer Studie über die Total Audience im ersten Halbjahr 2016 schreibt.
Blick glänzt digital
Die Tageszeitung Blick, die ausschliesslich in deutscher Sprache erscheint, hat mittlerweile mehr Leser im Netz als im Print. Bereits 714'000 Personen nutzen den Blick online, während 617'000 Personen die Zeitung auf Papier lesen.
Der Tages-Anzeiger hat im Schnitt rund doppelt so viele Leser der Papier-Ausgabe wie der digitalen Angebote. Die Zeitung lesen 474'000 Personen, während sich 242'000 Personen über das Nachrichtenportal des Tages-Anzeigers informieren. Die NZZ lesen 263'000 Personen auf Papier und 158'000 Personen digital.
Regional wenig digital
Bei einer Analyse der Zahlen zur Reichweite der Medien-Marken zeigt sich ferner, dass die klassischen Regionalzeitungen im digitalen Markt noch hinterher hinken. So hat etwa die Print-Gesamtausgabe der Neuen Luzerner Zeitung 303'000 Leser, während es digital nur 40'000 sind. Bei der Gesamtausgabe der az Nordwestschweiz lautet das Verhältnis 373'000 zu 68'000.
Diese Diskrepanz gilt analog für die Gesamtausgabe des St. Galler Tagblatts sowie für jene der Berner Zeitung und des Bunds. Etwas grösser ist die digitale Leserschaft bei der Basler Zeitung im Verhältnis zur Print-Ausgabe.
Sonntags im Netz
Eine sehr hohe Zahl von Nutzern der digitalen Ausgabe hat der Sonntagsblickmit knapp 1,3 Millionen Lesern, wobei Blick Online hier das digitale Angebot stellt. Auf Papier lesen knapp 650'000 Personen den Sonntagsblick. Die NZZ am Sonntag lesen knapp 500'000 Personen digital gegenüber 413'000 Leser der Print-Ausgabe.
Die Sonntagszeitung fällt auf den ersten Blick ab mit nur 13'000 Lesern des digitalen Angebotes gegenüber 616'000 Print-Lesern. Hier ist jedoch zu beachten, dass beim Sonntagsblick und der NZZ die digitalen Marken Blick Online und Nzz.ch den Ausschlag geben, die bereits in der Woche vom Publikum digital genutzt werden.
Auffallend ist ferner, dass die Coop Presse und die Migros-Magazine praktisch ausschliesslich auf Papier gelesen werden. Bei je mehr als 3 Millionen Lesern der gedruckten Ausgabe haben beide Publikationen nur knapp 100'000 Leser bei der digitalen Ausgabe.
Westschweiz hat Nachholbedarf
In der Romandie ist 20 Minutes das Flaggschiff. Die Print-Ausgabe kommt auf 542'000 regelmässige Leser, während 271'000 Personen täglich die digitale Ausgabe nutzen. Mit grossem Abstand folgt die Wochenausgabe des Le Matin mit 117'000 Web-Nutzern gegenüber 275'000 Lesern der gedruckten Tageszeitung. 24 Heures hinkt mit einer Relation von 64'000 zu 175'000 noch weiter hinterher. (SDA)














