Herzblut fürs Handwerk

Zum 20. Geschäftsjahr hat By Heart Kommunikation die Geschäftsleitung und das Team erweitert. Neu verstärken Othmar Küng und die Produktionsspezialisten von Pixeldisko die Kreativwerkstatt.

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Markus Bircher, Othmar Küng, Hans Siegwart. Foto: Gian Marco Castelberg.

Als Markus Bircher und Hans Siegwart mit Othmar Küng zum ersten Mal an einem Tisch sassen, hatten die Inhaber von By Heart ein gutes Gefühl. Die Agentur spannte für ein Kundenprojekt mit den Produktionsspezialisten von Pixeldisko zusammen. «Mein Eindruck war: Das ist für einmal keine abgehobene Agentur, die sich selbst realisieren will, sondern aufs Gegenüber eingeht», erzählt Hans Siegwart. Er lag damit nicht falsch, wie sich zeigen sollte.

Fünf Jahre lang kooperierte die Markenführungs- und Designagentur regelmässig mit der Multimedia-Factory. Für Emmi Caffè Latte hat By Heart beispielsweise den gesamten Markenauftritt erneuert, Pixeldisko die Markenvorstellungen anschliessend in die digitale Welt transportiert.

Seit einigen Wochen gehen By Heart und das Team von Pixeldisko nun gemeinsame Wege. Othmar Küng, Gründer von Pixeldisko, kam als Geschäftsleiter und Mitglied des Verwaltungsrats an Bord. «Othmar ist wie wir ein Macher», erklärt Siegwart, was die drei Geschäftsführer verbindet. «Einer, der Marken mit einer Ernsthaftigkeit und Sorgfalt gegenübertritt.»

Ab sofort stehen rund 16 Mitarbeiter für By Heart im Einsatz. Othmar Küng hat als Supervising Head die Schnittstellenfunktion übernommen und wird den gesamten Weg von Strategie und Konzeption bis hin zur Umsetzung begleiten. Hans Siegwart führt als CD die Kreation, Markus Bircher ist als Managing Head & Copy für den Serviceteil verantwortlich – für Strategie, Markenberatung und Text.

Markenspezialisten und Produzenten

By Hearts Stärke lag ursprünglich klar im Bereich Markenführung und Markenkreation. Um Kunden dennoch alles aus einer Hand zu bieten, wurden häufig externe Spezialisten beigezogen. Das klappte dank enger Partnerschaften ganz gut. Doch das Bestreben, einen grösseren Bereich der Wertschöpfung abzudecken, wuchs bei der Agentur stetig. «Wenn man den Kern einer Marke kreiert, sollte man die Realisation nicht aus den Händen geben», so Siegwart.

Die Faszination einer Marke lässt sich nicht theoretisieren, ist By Heart überzeugt. Sie entsteht in der Umsetzung. «Ob eine Marke funktioniert, entscheidet sich nicht auf dem Strategiepapier, sondern am einzelnen Wort, an einem Bild, an der Art und Weise, wie ich mit der Zielgruppe in der Social Community rede», sagt Stratege Bircher.

Jeden einzelnen Schritt verfolgen und bestimmen, ist deshalb der Anspruch von By Heart. Sie sind die Handwerker, die noch selbst in der Werkstatt stehen und an der Umsetzung mitfeilen. So schaut Kreativdirektor Siegwart beim Shooting der Crew gerne über die Schultern, Stratege Bircher schreibt die Texte noch heute eigenhändig. «Wir wollen verhindern, dass sich unser Denken an einem Punkt plötzlich verliert.»

Diese Detailtreue wird etwa in den Plakatsujets für das Modeunternehmen Burger mit sexy posierenden Paaren sichtbar, in der Image-Kampagne «Das Bild der Frau» für die Frauenzeitschrift Annabelle, in der sich prominente Schweizerinnen ungeschminkt ablichten liessen. Oder bei Paul Kehl. Die Eigenmarke der PKZ-Gruppe hat By Heart komplett entwickelt, gemeinsam mit dem PKZ-Design-Team aufgebaut und als «Mode für den aktiven, sportlichen Mann» positioniert.

«Als Marke ist es essenziell, über alle Plattformen dieselbe Sprache zu sprechen», erklärt Bircher. Sobald man einzelne Bereiche abtritt, gibt man die Kontrolle bis zu einem gewissen Grad aus der Hand. Nichts anderes als die «logische Konsequenz» war es für die Inhaber deshalb, den Produktionsbereich früher oder später in die eigene Agentur zu integrieren.

Kontinuität in der Kreativwerkstatt

Möglichkeiten für Fusionen und Kooperationen bestanden schon mehrmals. Richtig gepasst hat es bis anhin jedoch nicht.

Als Partner kam nur jemand infrage, der ihre Faszination fürs Handwerk und ihre Ansprüche teilt. Beides war beim Pixeldisko-Gründer der Fall. Mit Othmar Küng kommt ein weiterer Handwerker zu By Heart. Einer, der die «Büezer-Mentalität» verinnerlicht hat und genauso aufs Detail bedacht ist wie Bircher und Siegwart. «Wenn man daran glaubt, dass am Schluss Nuancen eine Marke zum Leuchten bringen , wäre es fahrlässig, die verschiedenen Disziplinen und Prozessschritte nicht selbst zu kontrollieren», so Küng, der das Gestalter-Handwerk in einer Druckerei von der Pike auf gelernt hat.

Faktisch ist aus der Agentur By Heart und Pixeldisko das Unternehmen By Heart geworden. Pixeldisko wird als Marke aber weitergeführt. Kunden, die spezifisch Know-how im Bereich kreative Produktionen und Umsetzung in Print und Digital nachfragen – womit sich Pixeldisko in den letzten acht Jahren einen Namen gemacht hat –, werden auf Wunsch direkt bedient. «Genauso wie es Armani und Emporio Armani gibt», sagt Siegwart, «haben wir By Heart und Pixeldisko». So steht es denn auch auf der Visitenkarte: «By Heart & Pixeldisko.»
 

Die Marke By Heart aufzugeben, stand nicht zur Diskussion. Siegwart und Bircher, die By Heart 1994 mit Partnern ins Leben gerufen haben, wollten die Agentur im gleichen Sinne weiterführen. «Die Agentur war erfolgreich und es gab keinen Grund, alles anders zu machen», so Bircher. «Wir wollten vielmehr sicherstellen, dass wir unsere Stärke in der Markenführung und Markenkreation weiterhin einbringen können und für die heutigen Anforderungen bestens gerüstet sind», so Siegwart. Dies bedeutete ein Stück weit auch, die Agentur zu verjüngen – mit einer Generation, die mit den digitalen Medien aufgewachsen ist.

 

Bis ins letzte Detail
 

An der überschaubaren Grösse will By Heart festhalten. «Klein, aber fein», wie die Agentur von Kunden beschrieben wird. Nur so gross sein, wie man Prozesse weiterhin von A bis Z begleiten kann. «Der Kunde hat uns nicht nur am Anfang, sondern auch bei der zweiten und dritten Sitzung», sagt Bircher. «Und er weiss: Wir machen es.» Von der ersten Frage (Was macht die Marke aus? Wofür steht sie? Wie kann sie sich im Markt behaupten und entwickeln?) – bis dass das Plakat an der Wand, der Werbespot «on Air», die Website online ist.
 

«Man kann unsere Arbeit mit der Haute Couture vergleichen», so Siegwart. «Dort ändert der Modeschöpfer kurz vor Modeschau mit eigener Hand die Nähte ab, bis das Kleid perfekt sitzt.» Genauso bräuchten Marken Begleitung und Faszination bis zum Schluss.
 

«Wir werden in den Bereichen Branding, Konzeption und Strategie sowie in den ganzen kreativen Umsetzungen bestens betreut», erklärt Simone Schäfer, Leiterin Kommunikation bei PKZ BurgerKehl & Co. «Ich kann die Agentur jedem Kunden weiterempfehlen, der Wert auf eine persönliche Beratung legt und sich viel Herzblut bei der täglichen Arbeit wünscht.»
 

Das Kompliment gibt By Heart zurück: «Unsere Arbeit ist nur möglich, da unsere Kunden ernsthaft an ihrer Marke arbeiten und nicht nur auf eine lustige Eintagsfliege setzen wollen», so Siegwart. «PKZ, Navyboot, Beldona … Unsere Kunden haben selbst ein ausgeprägtes Markenverständnis», so Bircher. Gleichermassen tönt es bei der Agentur Pixeldisko, die mit Kunden wie Canon, Warner Bros. und Twentieth Century Fox künftig das Markenportfolio von By Heart ergänzt.
 

Momentan wird in der Kreativwerkstatt gerade an einem Schokoladen-Brand geschliffen. Für Camille Bloch haucht By Heart der Traditionsmarke Ragusa neues Leben ein und macht sie einem jungen Publikum zugänglich (hier geht es zum Artikel). «Ein Traumkunde», meint Bircher. «Camille Bloch schaut auf jede Haselnuss im Ragusa», so Siegwart. «Und wir auf jeden Strich, jedes Wort und jede Farbnuance», ergänzt Küng.

Isabel Imper

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Für die Zeitschrift Annabelle liess By Heart die international bekannte Fotografin Paola Kudacki Frauen porträtieren – ungeschminkt

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Der stilvolle Klassiker: Sujets für das Modeunternehmen Burger

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Die Eigenmarke Paul Kehl der PKZ-Gruppe wurde durch By Heart komplett aufgebaut

 

Exxtra: Audi-Plakat leuchtet nur, wenn es Sinn macht

Das Audi Start-Stop-System hilft Benzinverbrauch und CO2-Ausstoss durch Abschalten des Motors in Standphasen zu reduzieren. Diese Technologie macht Exxtra nun in einer interaktiven Plakatkampagne für Audi erlebbar.

Das Start-Stop-System wurde von Exxtra in Leuchtplakate integriert – platziert an Orten, wo man halten muss. Mit Hilfe eines Sensors leuchtet das Plakat nur, wenn ein Auto stoppt. Fährt es danach weiter, schaltet sich das Leuchtplakat wieder aus und demonstriert so den Effekt des energiesparenden Start-Stop-System von Audi.

Verantwortlich bei Audi: Erich Hunold (Marketingleiter Audi), Barbara Wernli (Werbeleiterin Audi). Verantwortlich bei Exxtra: Dominik Oberwiler, Martin Stulz (CD), Sandro Tissi (AD), Patrick Bucher (Text), Nora Bertoli (Grafik), Susan Baumgartner (Beratung); mit der technischen Unterstützung der APG/SGA.

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Blick sucht den achten Bundesrat

Blick sucht nach dem achten Bundesrat – einer Person, die sich von August bis September 2014 während 45 Tagen für die Schweizer Bevölkerung einsetzt. Dabei steht ihm oder ihr ein Team von Beratern und Blick-Journalisten zur Seite.

Der Schweiz stehen turbulente Zeiten bevor – insbesondere nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungs-Initiative. Mit der Suche nach dem achten Bundesrat geht der Blick nun neue Wege, um die Diskussion über die Zukunft der Schweiz zu lancieren, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

«Wir bieten jemandem die einmalige Chance, mit Unterstützung des Blick die Schweiz während 45 Tagen zu bewegen, Denkanstösse zu geben, Fragen zu stellen und Lösungen zu finden für eine bessere Schweiz – und sich damit direkt für das Volk einzusetzen», erklärt Blick-Chefredaktor René Lüchinger. Seine Aufträge soll der achte Bundesrat direkt aus dem Volk erhalten, heisst es in der Mitteilung.

Ab kommendem Samstag, 1. März 2014, kann sich jede in der Schweiz wohnhafte Person, die das 18. Altersjahr erreicht hat, auf der Website Derachtebundesrat.ch bewerben. Die besten Bewerberinnen und Bewerber, maximal 200 Personen, werden am 5. und 6. April 2014 zu einem persönlichen Casting in Zürich eingeladen. In einem 15-minütigen Gespräch gilt es, die Blick-Jury von seiner Persönlichkeit, seinen Ideen und Macherqualitäten zu überzeugen. Das Publikum wählt vom 11. bis 24. Mai aus den neun besten Kandidaten aus dem Casting den achten Bundesrat. Auf den achten Bundesrat warten nebst einem eigenen Büro, einem Berater-Team und einem Dienstfahrzeug auch der Lohn eines echten Bundesrates: 50‘000 Franken.

Die Schweiz kann die Suche nach dem achten Bundesrat auf den verschiedenen Kanälen der Blick-Gruppe mitverfolgen. «Wir werden das Auswahl-Prozedere sowie die Amtszeit mit unseren Produkten eng begleiten und das Publikum mitbestimmen lassen», so Florian Fels, CEO Publishing von Ringier.

//www.youtube.com/watch?v=qdTszjoQago

Wie der Sprung über die Grenze gelingt

Die Hochschule Luzern schreibt dieses Jahr zum dritten Mal den CAS «International Marketing and Communication» aus. Wir zeigen, worum es darin geht – und wie Teilnehmer des letztjährigen CAS den Kurs erlebt haben.

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Ein Schweizer Lebensmittelhersteller will seine Produkte den US-Konsumenten schmackhaft machen, ein Pharmaunternehmen den chinesischen Markt mit Medikamenten beliefern, ein Industrieunternehmen ein Bauprojekt in Indien realisieren. Die einen bringt der kleine Binnenmarkt dazu, neue Absatzmöglichkeiten zu finden. Andere erhoffen sich, vom Wirtschaftswachstum in den aufstrebenden Staaten zu profitieren.

Die Szenarien und Beweggründe, weshalb hiesige Unternehmen über die Schweiz hinaus aktiv werden, sind unterschiedlich. Eine Herausforderung ist der Sprung über die Grenze aber in jedem Fall: die Wahl des geeigneten Marktes, die Form des Markteintritts (gehe ich über einen Handelspartner, gründe ich ein Joint Venture oder ein eigenes Tochterunternehmen?), die richtigen Strategien zur Marktbearbeitung, die Wahl der Vertriebspartner, rechtliche Faktoren (z.B. ökologische Vorschriften, steuerliche Belastung) und die Kommunikation.

Wer sich unvorbereitet ins Auslandabenteuer stürzt, schmälert seine Chancen auf Erfolg. Manche Unternehmen seien sich der Konsequenzen einer Expansion zu wenig bewusst, sagt Anja Janoschka, Professorin am Institut für Kommunikation und Marketing (IKM) der Hochschule Luzern (HSLU). Seit 2012 führt die Fachhochschule jährlich den CAS «International Marketing and Communication» durch und wappnet Marketing- und Kommunikationsverantwortliche sowie Verkäufer und Führungspersonen für ihr internationales Engagement.

Der Rahmen: An 16 Kurstagen in der Schweiz und in einer Studienwoche im Ausland erwerben die Teilnehmer Wissen, um internationale Marketingund Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Sie lernen Markteintrittsstrategien für wichtige Schweizer Exportmärkte kennen, betrachten verschiedene Distributionswege und kulturelle Unterschiede und setzen sich mit den Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten des Marketing-Mix im internationalen Bereich auseinander.

Hat man genügend personelle und finanzielle Ressourcen? Sind die eigenen Mitarbeiter motiviert, ins Ausland zu gehen? Kann man einen Fehlschlag auffangen, ohne dass das Unternehmen im Heimmarkt gefährdet wird? Solchen Fragen wird oft zu wenig Beachtung geschenkt, sagt Janoschka, die den CAS leitet. Häufig unterschätzt werden auch die kulturellen Unterschiede. Nicht nur bei Themen wie Arbeitsweise, Ressourcen oder Staff komme es teilweise zu unangenehmen Überraschungen. In China kann es gut vorkommen, dass ganze Teams zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, wie Janoschka ausführt.

Auf kommunikativer Ebene warten weitere Stolpersteine. Einerseits Übersetzungsfehler oder 1:1-Übersetzungen, die in einem anderen kulturellen Kontext anders verstanden werden. Andererseits muss je nach Markt auch die Bildwelt angepasst werden. Dies gilt insbesondere für arabische Länder, in denen es strenge Vorschriften gibt, wie Frauen in der Werbung dargestellt werden dürfen.

Global, lokal oder glokal?

Was viele Unternehmen bei der Expansion beschäftigt: Die richtige Balance zwischen globalem und lokalem Denken zu finden. «Eine globale Strategie macht v.a. für Konsumgüter Sinn, die homogene Zielgruppen ansprechen und nicht oder wenig kulturdifferenziert sind», erklärt Janoschka. Parfums zum Beispiel oder Hightech-Produkte wie Computer und Chips. Produkte, die weltweit identisch sind oder sich nur marginal unterscheiden.

Möglich ist auch eine Mischform, genannt glokal. Z.B. ein globales Markenversprechen, in der Kommunikation jedoch kulturell adaptiert. Rasierklingen oder Glaces eigneten sich dafür, global oder glokal beworben zu werden, so Janoschka. Beispielsweise global bei der Gruppierung von ähnlichen Märkten, adaptiert bei anderem Konsumentenverhalten und Bedürfnissen.

Die Kostenersparnis durch eine globale Strategie ist oftmals beträchtlich, dafür nimmt man in Kauf, dass man nicht die komplette Zielgruppe anspricht. «Parfumhersteller werben nicht selten weltweit mit einem französischen Claim – ohne Anspruch, dass er verstanden wird», so Janoschka. Vielmehr gehe es darum, durch die Sprache bestimmte Assoziationen zu wecken an Frankreich, das Ursprungsland des Parfums. Anglizismen auf der anderen Seite würden häufig verwendet, um Grösse und Modernität zu suggerieren. Vorsicht sei allerdings bei spezifischen Zielgruppen geboten. «Gerade ältere Verbraucher reagieren zum Teil negativ auf Anglizismen.»

Wichtig sei eine lokale Strategie dagegen für regional verwurzelte oder soziokulturell geprägte Produkte wie Nahrungs- und Genussmittel. Als Beispiel nennt Janoschka den Schokoladenhersteller Lindt, der für den Nordamerikanischen Markt sein Sortiment dem Geschmack der amerikanischen Konsumenten angepasst hat.

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Theorie und Praxis

«Wir haben zwei Ansprüche», erklärt Janoschka. «Einerseits Wissen zu vermitteln, das die Teilnehmer direkt umsetzen können. Andererseits sollen sie sich mit den wichtigen Theorien und Ansätzen einmal befasst haben.»

Der CAS wird denn auch nicht nur in den Hörsälen geführt. Neben einer Exkursion zum Aufzugund Fahrtreppenhersteller Schindler besuchten die CAS-Teilnehmer während der Studienwoche in Seattle den Hauptsitz der Kaffeekette Starbucks und die Werke des Flugzeugherstellers Boeing, in denen der neue Dreamliner hergestellt wird.

An der Partneruniversität in Seattle war dann wiederum Theorie und Praxis angesagt. Neben Vorlesungen wurde an einem Podium mit Praktikern über den Einsatz von Social Media in der Marketingkommunikation diskutiert. Und bei der Erarbeitung von Marktstrategien für Schweizer Unternehmen im amerikanischen Markt: Eine Gruppe entwarf beispielsweise für die Beauty-Fachschule Swiss Nail Academy ein Szenario, wie sie in den USA Fuss fassen könnte. Eine andere hatte sich für den in den USA bereits bekannten Therapiegerätehersteller Hocoma überlegt, wie sich die Marketingmassnahmen ausbauen liessen.

Den Mix zwischen Praxis und Theorie bringen auch die Dozenten des CAS mit. Sie sind Praktiker mit wissenschaftlichem Hintergrund – oder Akademiker, die durch Berufserfahrung oder Beratungsmandate über praktisches Know-how verfügen. Im diesjährigen Kurs haben u.a. ein Marketingleiter eines international tätigen Konsumgüterkonzerns unterrichtet, ein B2B-Experte eines Technologieunternehmens, ein Kommunikationsverantwortlicher einer Aussenhandelsorganisation sowie ein Stratege einer international tätigen Werbeagentur.

«Um die Trial-and-Error-Methode kommen Unternehmen beim Schritt ins Ausland nicht herum», so Janoschka. «Entscheide sollten im internationalen Marketing jedoch nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen werden.»

Isabel Imper

IN KÜRZE

Der CAS «International Marketing and Communication» richtet sich an Personen, die im internationalen Marketing/Kommunikation oder im Verkauf tätig sind und widmet sich sowohl dem B2B-Bereich als auch dem B2C-Bereich. Das Augenmerk wird auf die vier operativen Marketinginstrumente, die 4 Ps, gelegt: Product (Gestaltung des Produkts), Price (Preispolitik), Place (Distribution), Promotion (Kommunikation). Eine Klasse umfasst in der Regel um die 15 Teilnehmer (maximal 24 Studierende). Der CAS kann einzeln gebucht werden oder im Rahmen des MAS Communication Management. Kosten: 11'500 Franken (plus Kosten für Reise und Unterkunft der Studienwoche).

Informationen und Anmeldungen für das Herbstsemester 2014 unter: bit.ly/1mqtrZR. Die Blogeinträge der Teilnehmer finden Sie auf: Blog.hslu.ch/internationalmarketing.

 

Ice Tea-Launch von Tee Gschwendner

Partner & Partner begleitet die internationale Lancierung der neuen Ice Tea-Linie von Tee Gschwender vom Packaging Design bis zur kommunikativen Unterstützung am POS.

Die acht neuen Ice Tea-Sorten von Tee Gschwendner heben sich durch ihre Natürlichkeit ab, heisst es in einer Mitteilung vom Montag: als echter Tee-Aufguss, ohne künstliche Süssstoffe und in Bio-Qualität sei das Aroma zu 100 Prozent natürlich. Kommunikativ wird genauso auf diesen USP gesetzt wie auch der wissenschaftliche Illustrationsstil die Inhaltsstoffe natürlich-frisch wiedergeben soll.

Der deutsche Teefachhändler Tee Gschwendner sei unter anderem ein starker Anbieter im arabischen Markt. Als besondere Herausforderung beim Packungsdesign stellten sich laut Agentur die kulturell unterschiedlichen Anforderungen und die sechssprachigen Texte in deutsch, englisch, französisch, spanisch, arabisch und russisch heraus.

Die neuen Ice Tea-Geschmacksrichtungen Mango-Passionsfrucht, Mate, Ingwer-Orange, Minze, Grapefruit-Apfel, Schwarzkirsche, Waldbeere und Holunderblüte sind ab Mitte Februar im Webshop oder direkt in den Filialen von Tee Gschwendner in Deutschland, Österreich und Middle East erhältlich.

Verantwortlich bei Tee Gschwendner: Birgit Rohn (Gesamtverantwortung/ Leiterin Marketing), Christiane Mandt (Marketing). Verantwortlich bei Partner & Partner: Peter Elser (CD), Bettina Baumann (AD/Grafik). Illustration: Alain Blank, Blankvisual.

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Volksmusikstationen Tell und Heimatklang fusionieren

Die beiden Volksmusik-Radiosender Tell und Heimatklang schliessen sich zusammen. Sie teilen ab dem 1. März 2014 die neue Bezeichnung Radio Tell - Heimatklang der Schweiz.

Der Sender ist auf der bisherigen Satellitenfrequenz und den bestehenden Kabelplätzen von Radio Heimatklang empfangbar, wie es in einer Mitteilung der beiden Stationen vom Montag heisst. Zudem kann das Volksmusikradio weiterhin auch via Internet empfangen werden.

Das neue Radio stehe auf einer gesunden finanziellen Basis, teilten die Initianten mit. Dafür sorgen der Trägerverein Heimatklang, die Landeskirchen und die Migros als Gönner oder Sponsoren. Radio Tell – Heimatklang der Schweiz will nicht nur Mainstream-Volksmusik senden, sondern auch weniger bekannte Titel.

Radio Tell hiess früher Buureradio und war erstmals 2005 auf Sendung gegangen. Erster Chefredaktor war SVP-Nationalrat Toni Brunner. Anfang 2012 musste die Migros dem Sender finanziell unter die Arme greifen. Seither heisst der Sender Radio Tell. Das in Langnau im Emmental domizilierte Radio Heimatklang ging vor zwei Jahren aus dem Lokalradio neo 2 hervor, das eingestellt worden war. Der Förderverein neo 2 und der Gründungsverein für ein schweizerisches volkstümliches Radio führten den Sender daraufhin als Volksmusikstation weiter.
 

Zu guter Letzt: Überbringer der frohen Botschaft

Fies, aber clever: Jung von Matt/Neckar missbrauchte die Konkurrenz von DHL als wandelnde Werbeträger.

Der Agentur ist ein Meisterstück in Sachen Guerilla-Marketing gelungen und sorgt damit weltweit für Aufsehen. Ob der Paketdienst wirklich schneller und besser als die gesamte Konkurrenz ist, steht in den Sternen. Sicher ist aber: Punkto Werbung ist der gelb-rote Riese den Mitstreitern nach dieser Aktion mindestens eine Nasenlänge voraus. Pakete wurden mit Thermofolie so präpariert, dass die prominent aufgedruckte Botschaft «DHL is faster.» zunächst nicht sichtbar war. Die heruntergekühlten, schwarzen Sendungen wurden von UPS und anderen Logistikunternehmen abgeholt und verladen. Mit steigenden Temperaturen nahmen die sperrigen Frachtgüter Farbe und Schrift an – spediert durch die ahnungslosen Kurriere der Konkurrenz. Natürlich stellt sich die Frage, ob den «Opfern» der riesige Schriftzug nicht spätestens beim Ausladen hätte auffallen müssen. Aber wie immer gilt: Die Idee zählt – und die überzeugt zweifelsohne. (hae)

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Regionalfernsehsender verlangen mehr Geld

Der Verband Telesuisse der Regionalfernsehsender hat anlässlich einer Versammlung zu seinem 20-jährigen Bestehen einen grösseren Anteil an den Gebührengeldern für seine Mitglieder gefordert. Der heutige Anteil von vier Prozent halten die Sender für zu niedrig.

Der heutige Gebührenanteil für die Regionalsender reiche klar nicht aus, damit sich die Sender an den raschen technologischen Wandel anpassen sowie ihren Inhalt und ihre Technik weiterentwickeln könnten, teilte Telesuisse am Samstagabend mit. In der anstehenden Gesetzesrevision verlangt Telesuisse einen Anteil an den Geldern in der Bandbreite von vier bis sechs Prozent. Damit bleibe die SRG SSR, an die fast der ganze Rest geht, weiterhin bevorzugt, hiess es weiter im Communiqué. Der Bundesrat schlägt latu Telesuisse eine Bandbreite von drei bis fünf Prozent vor. Bei der ausserordentlichen Generalversammlung zum Jubiläum trafen sich die Verbandsmitglieder in Gstaad BE. Wiedergewählt wurde Vorstandspräsident André Moesch. Zurückgetreten aus dem Vorstand ist Filippo Lombardi, der neue Chef der CVP-Bundeshausfraktion. (SDA)

Apple: Bedenkliche Sicherheitslücke

Apple hat vor einer schweren Sicherheitslücke bei seinen mobilen Geräten wie dem iPhone oder dem iPad sowie seinen Mac-Computern gewarnt. Hacker könnten Zugriff auf E-Mail und andere verschlüsselte Kommunikationsvorgänge erhalten.

Er hat daher Sicherheitsupdates bereitgestellt für das Betriebssystems iOS, das auf iPhones, iPod touch und iPads läuft. Die meisten Geräte werden automatisch aktualisiert. Der Konzern räumte ein, dass die Sicherheitslücke auch bei der aktuellen Version des Betriebssystems Mac OSX bestehe, das auf Apple Laptop- und Desktop-Computern zum Einsatz kommt. Der Konzern kündigte an, «sehr bald» ein Update für diese Geräte bereitzustellen. Falls Angreifer Zugriff auf das gleiche Netzwerk wie der Nutzer haben – beispielsweise durch die Nutzung einer ungeschützten WLAN-Verbindung in einem Restaurant – könnten sie die Kommunikation zwischen dem Nutzer und geschützten Webseiten abfangen oder sogar modifizieren. Ein Hacker könnte so zum Beispiel E-Mails oder Bankdaten abgreifen, warnte der Kryptographie-Professor Matthew Green von der Johns Hopkins University. «Es ist genauso schlimm wie man sich das vorstellt». Wann und wie Apple von dem Problem erfuhr, teilte der Konzern nicht mit. (SDA)

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Begehrtes Update: Wer sich schützen will, braucht Geduld.

Google: Erstes Big Tent in der Schweiz

Am Mittwoch, 19. Februar, fand das erste Big Tent von Google in der Schweiz statt. Im Folium Sihlcity trafen sich Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, um über den Stellenwert und die Rolle des Internets für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft zu diskutieren.

Big Tent ist eine Veranstaltungsreihe von Google, bei der Vertreter aus den verschiedensten Bereichen sich treffen und über den Einfluss des Internets auf Wirtschaft und Gesellschaft debattieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Eric Scheidegger, Direktor für Wirtschaftspolitik beim SECO, eröffnete die Konferenz mit einem Keynote Referat. Er hob die Bedeutung des Internets für die Schweiz hervor: «Das Internet durchdringt alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche und hat eine enorme Wichtigkeit für die Schweizer Volkswirtschaft.» Daniel Küng, CEO von Switzerland Global Enterprise, sprach im zweiten Keynote Referat von der Bedeutung einer digitalen Geschäftsstrategie für den Erfolg jedes Unternehmens. KMUs, die weltweit die Vorteile des Internets nutzten, würden doppelt so viel verdienen und doppelt so viele Stellen schaffen, so der Exportexperte.

Auf eine Videoschaltung von Nationalrat Ruedi Noser, Unternehmer und Präsident von ICTswitzerland, welcher das Internet als unseren Lebensnerv bezeichnete, folgte eine Podiumsdiskussion mit Moderator Reto Lipp. Er konnte als Teilnehmer Robin Barraclough (Executive VP Global Categories & Marketing und GL-Mitglied bei Emmi), Julia Graf (selbständige Internet-Unternehmerin), Helmar Hipp (CEO ifolor) und Monika Walser (ehem. CEO Freitag lab AG und Partner Waega Group) begrüssen. Sie diskutierten über die Vorzüge einer erfolgreichen, auf dem Internet basierenden Exportwirtschaft, welche in allen Branchen essentiell sei.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete ein Gespräch zwischen Reto Lipp und Vint Cerf, Chief Internet Evangelist bei Google und einer der Gründerväter des Internets. Danach konnten die Besucher im gut gefüllten Folium Sihlcity beim Apéro-riche über ihre eigene Ansicht zum Potential des Internets als Handelsstrasse des 21. Jahrhunderts und die Auswirkungen auf die Schweizer Export-Wirtschaft diskutieren. 

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Bilder: Google

Verkäufe: Romane vor Kinderbüchern

Bücher werden teurer, trotzdem werden mehr verkauft. Fast 40 Prozent der abgesetzten Werke in der Schweiz sind Romane.

Nach fünf Jahren in Folge mit zum Teil stark sinkenden Umsätzen kam es im Buchhandel 2013 zu einer Wende: Gegenüber dem Vorjahr legten die Umsätze mit gedruckten Büchern um 1,7 Prozent zu (Werbewoche.ch berichtete). Zwar ist der durchschnittliche Preis für ein Buch von 20.- auf 21,15 Franken gestiegen, wie die Zeitungen Zentralschweiz am Sonntag und Ostschweiz am Sonntag berichten. Dennoch geht Dani Landolf, Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes, davon aus, «dass tatsächlich auch mehr Bücher verkauft worden sind». Erhoben haben die Zahlen im Auftrag des Verbandes die Marktforscher von Media Control/GfK.

Total deckten sich die Konsumenten in der Deutschschweiz mit über 20 Millionen Werken ein. Die Hitparade der am häufigsten gekauften Bücher führen Romane an (Rückgang von 39,3 auf 37,2 Prozent). Schon an zweiter Stelle folgen Kinder- und Jugendbücher (von 18,7 auf 19,1 Prozent). Mit 15,5 Prozent sind Ratgeber auf Rang drei. Ein belletristisches Buch kostet im Schnitt 18 Franken (Hardcover und Taschen) und ein Kinderbuch 15,20 Franken. (OaS)

PKZ: Neue Kampagne für Frühjahr/Sommer ’14

Stil- und Qualitätsbewusstsein in Verbindung mit dem besonderen Gespür für Trends: Darauf baut die aktuelle Frühlings- und Sommerkampagne 2014 des Schweizer Unternehmen PKZ auf. Das Konzept dazu wurde von der Österreichischen Agentur UCM Corporate Communication erarbeitet.

Die PKZ-Gruppe, mit PKZ Men, PKZ Women, Blue Dog und Paul Kehl eines der führenden und kompetentesten Fashion-Unternehmen der Schweiz, legte dabei den Fokus auf Wertigkeit, Finesse und Chic, wie es in einer Mitteilung heisst. Toni Garrn und Jon Kortajarena, zwei internationale Top-Ikonen der Fashion-Modelszene präsentierten im radikal reduzierten Studioambiente die neuen F/S-Kollektionshighlights.

Starbesetzung

Das spanische Topmodel Jon Kortajarena verkörpert den maskulinen Part der Kampagne. Als charismatischer, eleganter und sympathischer Typ ist er die perfekte Besetzung und bildet das ideale Pendant zu Toni Garrn. Das deutsche Supermodel veredelt nicht nur die Laufstege weltweit, sondern auch die Covers der internationalen High-Fashion-Magazine wie Elle, Numéro und Vogue. Sie punktet mit ihrer natürlichen Ausstrahlung und ihrem unverkennbaren Charme. Als Fotograf sorgte der spanisch-holländische Fashion-Spezialist Marcel Gonzalez-Ortiz für die perfekte Umsetzung.

Das Konzept umfasst 28 Key Visuals, die auf Kampagnenplakaten, Anzeigen, Zeitschriften- und Zeitungsbeilagen und am POS zu sehen sind. Parallel dazu wurden unterschiedliche Videos für TV-Spots, den Einsatz am POS und für den Internetauftritt produziert.

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Verantwortlich bei PKZ Burger Kehl & Co.: Olivier Burger (Inhaber), Simone Schäfer (Kommunikationsleitung). Verantwortlich bei UCM Corporate Communication: Nicolaus Zott (CEO/CD), Lisa Werger (AD), Jana Kürbiss (Key Account/Text). Fotos: Marcel Gonzalez-Ortiz. Video Production: Miquel Gonzalez. Litho: UCM/Hiltl. Media: Thomas Rüttimann, Zip Media.
 

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