Tamedia will Publigroupe kaufen

Die Zürcher Mediengruppe Tamedia will ihre Position im Onlinegeschäft ausbauen: Sie will die Werbevermarktungsfirma Publigroupe kaufen, um so an deren Filetstück local.ch heranzukommen. Die Avancen kommen für Publigroupe überraschend.

Der Publigroupe-Verwaltungsrat rät den Aktionären darum vorerst zur Gelassenheit: Publigroupe werde das Angebot von 150 Franken je Publigroupe-Aktie zum gegebenen Zeitpunkt prüfen und dann eine Stellungnahme abgeben. Es bestehe aufgrund des vorangemeldeten öffentlichen Kaufangebots, das Tamedia am Donnerstagabend bekannt machte, kein Handlungsbedarf. Tamedia hat es bei den Übernahmeplänen vor allem auf die Plattform Local.ch abgesehen. Die anderen Beteiligungen der Publigroupe interessieren sie weniger. Man werde eine Weiterführung oder einen Verkauf prüfen. Dank Local.ch könnte Tamedia die Position im Schweizer Verzeichnismarkt ausbauen. Sie selbst besitzt bereits 75 Prozent am Konkurrent search.ch, gemäss eigenen Angaben die führende Verzeichnis- und Informationsplattform im Nutzermarkt. Beide Plattformen zusammen könnten 4,8 Millionen Nutzer erreichen, schreibt Tamedia.

Schon heute Aktionärin

Den Ausbau im Onlinemarkt will sich Tamedia etwas kosten lassen: Der Wert der Transaktion beläuft sich insgesamt auf rund 350 Mio. Franken. Allerdings hält Tamedia selber bereits einen Anteil von 7,22 Prozent an der Publigroupe. Der Angebotspreis entspricht gemäss Tamedia einer Prämie von 22 Prozent gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Publigroupe-Aktie in den letzten 60 Börsentagen vor dem Datum der Voranmeldung. Die anvisierte Plattform Local.ch betreibt Publigroupe zusammen mit der Swisscom. Tamedia wäre an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Swisscom interessiert, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Search.ch und Local.ch würden als eigenständige Marken weitergeführt.

Tamedia habe das geplante Angebot für die Publigroupe aber weder in Absprache mit der Publigroupe-Führung noch mit der Swisscom gemacht, sagte Zimmer weiter. Auch der Verwaltungsrat der Publigroupe spricht vom unverlangten öffentlichen Kaufangebot. Mit Auflagen der Wettbewerbskommission (Weko) rechnet Tamedia nicht. Diese würde auch erst aktiv, nachdem die Übernahme zustande gekommen ist. Für Antizipationen sei es darum noch zu früh, sagte Weko-Sprecher Patrik Ducrey der SDA.

Erfreuliche Nachricht

Das Unternehmen Publigroupe ist derzeit stark im Wandel: Anfang April hatte Publigroupe bekanntgegeben, sich auf den elektronischen Markt zu konzentrieren und sich darum vom kriselnden Kerngeschäft, den Zeitungsanzeigen, zu trennen. Die Tochter Publicitas wird darum an die deutsche Beteiligungsgesellschaft Aurelius verkauft (Werbewoche.ch berichtete). Der Verleger-Präsident Hanspeter Lebrument kritisierte Anfang April die Publigroupe-Führung dafür, dass sie es so weit hatte kommen lassen. 2013 hatte Publigroupe einen Nettoverlust von 5,9 Millionen Franken verzeichnet. Dass Tamedia nun Publigroupe respektive das, was davon übrig bleibt, kaufen will, bezeichnete Lebrument am Donnerstagabend gegenüber der SDA vorerst als «erfreulich».

Tamedia gesprächsbereit

Angesprochen auf die Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent, welche die Publigroupe an der Südostschweiz Presse und Print AG hält, sagte Lebrument als Südostschweiz-Verleger: «Wenn Tamedia die neue Eigentümerin wird, werden wir intern einige Überlegungen machen.» Tamedia erachtet die Minderheitsbeteiligungen nicht als strategische Beteiligungen und strebt keinen Einfluss auf die Gesellschaften an. Sie sei zu Gesprächen mit den Mehrheitseigentümern bereit, bei einer angemessenen Bewertung auch zum Verkauf.

Publigroupe hält nebst der Minderheitsbeteiligung an Südostschweiz Presse und Print auch Anteile an Zanox.de (47,5 Prozent), der SNP Société Neuchâteloise de Presse (29 Prozent) sowie FPH Freie Presse Holding (25 Prozent). Die FPH, Herausgeberin der Neuen Luzerner Zeitung und des St.Galler Tagblatts, gehört zu 75 Prozent der NZZ-Gruppe. Auch für die NZZ-Gruppe ist es zu früh für eine Stellungnahme, wie Sprecherin Bettina Schibli zur SDA sagte.

Das Web- und Mobileagentur-Ranking 2014

Namics führt nicht nur die «Ewige Bestenliste» von Best of Swiss Web an, sondern ist neu auch das umsatzstärkste Web-Unternehmen der Schweiz.

Die jährlich von Best of Swiss Web veröffentlichte ausführliche Darstellung der Schweizer Webagentur-Branche basiert zum einen auf dem Medaillenspiegel von mittlerweile vierzehn Jahren Best of Swiss Web Award, zum andern auf einer umfassenden Umfrage zu wirtschaftlichen und thematischen Rück- und Ausblicken bei den wichtigsten Web-Unternehmen der Schweiz. Das «Internetagentur-Ranking» wird jährlich durch Best of Swiss Web mit den Kooperationspartnern Simsa und der Zeitschrift Netzwoche erhoben.

Namics vor Jung von Matt und Hinderling Volkart

In den letzten vierzehn Jahren an den Best of Swiss Web Awards am meisten Preise respektive Rangpunkte gewonnen hat die Full Service Webagentur Namics, die die Rangliste bereits im letzten Jahr anführte. Auf den weiteren Plätzen folgen die ehemals klassische Werbeagentur Jung von Matt/Limmat, die mit Jung von Matt/Next eine starke Digital-Unit aufgebaut hat. Neu auf dem Podium ist die erst im Jahr 2007 gegründete Agentur Hinderling Volkart, die die Full Service-Webagentur Unic vom Podium verdrängte. Daneben machten die grössten Schritte nach vorn Station und Notch Interactive. Die meisten Spitzenplätze in den einzelnen Disziplinen (Kategorien) hat Liip inne – nämlich drei (von zehn).

Top 15 der «Ewigen Bestenliste»

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Zur Methode: Punktesystem: Shortlist: 1 Punkt | Bronze: 2 Pte. | Silber: 4 Pte. | Gold: 7 Pte. | Master: 3 Pte.
Mehrere Auftragnehmer: Punkte wurden entsprechend der Anzahl Unternehmen aufgeteilt.
Fusionen: Zusammenführung aller Punkte von fusionierten Unternehmen.

 

Die Kategoriensieger (2001 – 2014)

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Die grössten Web- und Internet-Unternehmen der Schweiz

Das Webagentur-Ranking von Best of Swiss Web ist eine wertneutrale Rangliste der Internetagenturen der Schweiz. Über 70 Agenturen haben den Fragebogen ausgefüllt und retourniert; hier aufgelistet sind die zwanzig umsatzstärksten Agenturen. Das Ranking basiert auf dem Umsatz, den die jeweiligen Unternehmen mit Web- oder webnahen Projekten in der Schweiz im Jahr 2013 erzielten. Ebenfalls aufgelistet ist die Zahl der festangestellten Mitarbeiter und das Gründungsjahr. Die Rangliste angeführt wird in diesem Jahr neu durch die Agentur Namics, die 1999 aus der Fusion von Delta Consulting und der Publigroupe-Firma MMD hervorgegangen ist. Namics beschäftigt heute in der Schweiz 298 Personen (gesamthaft in Europa: 430 Personen) und realisierte 2013 in der Schweiz einen Umsatz von über 41 Millionen Franken. Auf Rang zwei folgt neu die 1996 gegründete Agentur Netcetera vor dem börsenkotierten Unternehmen Crealogix.

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Zur Umfrage: Von jenen Agenturen, die ihre Umsätze in diesem Jahr nicht melden wollten oder – zum Beispiel aus börsenrechtlichen Gründen – nicht melden konnten, hat ‚Best of Swiss Web’ Plausibilisierungen vorgenommen; z.B. durch Beizug verfügbarer Daten (z.B. Geschäftsberichte), telefonisches Nachfragen oder die Zuordnung von Durchschnittswerten oder Schätzungen.

360 Millionen Franken Umsatz der 70 grössten Web-Agenturen

Für das aktuelle «Webagentur-Ranking 2014» retournierten über 70 Agenturen den standardisierten Fragebogen. Der Umsatz der an der Umfrage beteiligten Web- und Mobile- Unternehmen belief sich im vergangenen Jahr auf rund 360 Millionen Franken. Das gesamte Volumen der Projektaufträge für Dienstleister in der Schweiz dürfte bei rund einer halben Milliarde liegt. Dies ist volkswirtschaftlich relevant und unterstreicht die Bedeutung der Web- und Mobile-Branche für den Standort Schweiz. Zählt man weitere Umsätze, etwa der Apps-, der Online-Game- oder der digitalen Nebenbranchen wie Hosting, Online-Mediaagenturen, Software-Applikationen für's Internet usw. mit dazu, werden heute weit über eine Milliarde Schweizer Franken Umsatz pro Jahr erwirtschaftet. Neben den direkten wirtschaftliche Projekt-Umsätzen umfasst die Web- und Mobilebranche zudem grosse Potenziale für Kreativität, Innovationen und indirekte wirtschaftliche Verbesserungen. Neue, effizientere Geschäftsprozesse, die Zunahme von E-Commerce mit der damit verbundenen Ausweitung von Kundenstämmen oder interaktive Dienstleistungen etwa im Gesundheits- oder im Ausbildungswesen zeigen die nach wie vor grossen Wachstumspotenziale der Web- und Mobile-Branche. Für 2014 erwarten die befragten Agenturen gegenüber dem letzten Jahr eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich 13 Prozent.

Was die Agenturen 2014 beschäftigt

Die Webagenturen wurden im Fragebogen auch nach ihren wichtigsten Themen befragt. Im Vordergrund stehen technische Entwicklungen rund um «mobile» (etwa HTML 5 oder native Apps), aber vor allem auch personelle und wirtschaftliche Aspekte.

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KSP für Helsana: Tor de Suisse

Helsana ist neu Partner des Würth Schweizer Cups. Um dies zu kommunizieren, lanciert KSP ein Fotoprojekt.

Die Krankenversicherung der Schweiz ist jetzt also auch die Krankenversicherung des Schweizer Fussballs, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Kommunikationspaket, das KSP Krieg Schlupp Partner entwickelt hat, ist vielfältig und langfristig angelegt. Um zu beweisen, dass Helsana überall da ist, wo der Schweizer Fussball ist, haben Helsana und KSP ein Fotoprojekt gestartet, während dem alle Schweizer Tore fotografiert werden. Also die Tore auf allen 1400 Fussballplätzen der Schweiz. Der Kickoff zur Kampagne erfolgt zum Cupfinal am Ostermontag mit einer ersten Printanzeige und einem Spot auf Cupplay.ch.

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Verantwortlich bei Helsana: Christian Moser (Leiter Marketingkoordination); Michael Waldmeyer (Projektleiter Marketing); Yves Ekmann (Leiter Sponsoring/Events). Verantwortlich bei KSP Krieg Schlupp Partner: Uwe Schlupp (Creative Direction); Beat Egger (Konzept, Text); Sebastian Krayer (Art Direction); Lea Balinger (Grafik); Raphael Koller (Online-Grafik); Audrey Isaak, Angela van der Sman (Beratung); Christian Breitler (Fotografie).
 

Draftfcb/Lowe: Kampagne für MTV Mobile Abos

Nach dem Launch der neuen «MTV Home»-Produkte startet MTV Mobile nun die nächste Phase der Kommunikationsoffensive. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die neuen Handyabos, deren Features von Draftfcb/Lowe Zürich in Szene gesetzt werden.

Motto: «Zeit für was Neues». Als Protagonisten treten in den drei TV-Spots abermals die fünf Freunde auf, die bereits in der ersten Phase der Kampagne zu sehen waren. Sie nutzen ihre neuen Abos unter anderem, um WhatsApp-Nachrichten aus dem Ausland zu verschicken oder Ausflüge in entlegene Teile der Schweiz zu machen. Die TV-Spots laufen auf allen reichweitenstarken Sendern und werden durch zusätzliche Online- und Offlinewerbemassnahmen ergänzt. Weitere Informationen zum neuen Angebot hält die aktualisierte Microsite bereit, auf der auch ein thematisch passender Wettbewerb stattfindet.

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//www.youtube.com/watch?v=Punj9MaVVZk

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Verantwortlich bei Sunrise Communications: Timm Degenhardt (CMO), Cristian Vaccariello (Senior Marcom Manager Segment Young & Youth), Martin Hufschmid (Senior Proposition Manager Segment Young & Youth), Sanja Ruggiero (Marketing Manager Viacom). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Zürich: Dennis Lück (Executive Creative Director), Sören Schröder (Senior Copywriter), Marcin Baba (Senior Art Director), Cornelia Harder (CEO), Mark Becher (Client Service Director). Weitere Beteiligte: Per Kasch (Fotografie), Rolf Hellat (Regie), WirzFraefelPaal (Produktion TV/Internet), Jingle Jungle (Tonstudio), Goldbach Interactive (Onlinewerbemittel).
 

SRF: Zwei neue Redaktionsleiter

Die beiden vakanten Redaktionsleiterstellen im Bereich Wissenschaft und Gesellschaft der Abteilung Kultur sind neu besetzt. Thorsten Stecher übernimmt ab 1. August 2014 die Leitung der Redaktion «Einstein» und Peter Kreiliger verantwortet per 1. September 2014 die Redaktion «SRFmyschool».

Mit den 47-jährigen Thorsten Stecher und Peter Kreiliger sind zwei neue Redaktionsleiter im Bereich Wissenschaft und Gesellschaft vertreten, wie es in einer Mitteilung heisst. Thorsten Stecher wurde zum Nachfolger von Silvia Zwygart bestimmt, die seit April 2014 als Produzentin bei «10vor10» arbeitet, und leitet neu die Redaktion Einstein. Thorsten Stecher war seit 2013 als Teamleiter der 3sat-Redaktion «Schweizweit» tätig und davor als Redaktor, Kulturkorrespondent und Moderator für unter anderem «Kulturplatz», «10vor10» und «Box Office» im Einsatz. Er zeichnete verantwortlich für die Konzeptionierung und Umsetzung des Relaunchs der Sendung «Schweizweit».

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Peter Kreiliger ersetzt Barbara Krieger, die SRF Ende Mai auf eigenen Wunsch verlässt, und übernimmt die Leitung der Redaktion SRFmyschool. Peter Kreiliger begann seine Fernsehkarriere 1997 als Stagiaire und Redaktor von «Telesguard» bei RTR und durchlief verschiedene Bereiche zum Beispiel als Produzent von «Cuntrasts» oder als Videojournalist und Dokumentarfilmer für unterschiedliche Sendegefässe von RTR und SRF sowie 3sat. Seit 2011 war er Redaktionsleiter der Kindernachrichtensendung «Minisguard» in Chur.

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Rod: Neuer Spot für die Basler Versicherungen

Die Agentur Rod Kommunikation hat für die Basler Versicherungen einen neuen TV-Spot kreiert und erinnert daran: Ein Unglück kommt selten allein.

«Wir machen Sie sicherer» versprechen die Basler Versicherungen. Und da ein Unglück selten allein kommt, versichern die Basler Ihre KMU-Kunden mit dem Sicherheitsbaustein «Zweifachgarantie» gegen zwei Grossschäden pro Jahr. Diese Zweifachgarantie spielt nun die Hauptrolle in dem von Rod Kommunikation konzipierten TV-Spot, natürlich visualisiert durch den bewährten und charakteristischen gelb/schwarzen Sicherheitsbaustein. Der TV-Spot ist ab sofort und bis auf weiteres im Einsatz.

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Filmproduktion: Uli Scheper, Markenfilm. Regie: Marc Schöllermann. Fotografie: Elias Gmünder.

DDP: DACH-Shortlist in Schweizer Hand

Alle sechs Shortlistplätze in der DACH-Kategorie des Deutschen Dialogmarketingpreises gehen dieses Jahr an Schweizer Agenturen: Wirz Wietlisbach Dialog, Agentur am Flughafen und Serviceplan.

Mit Wirz Wietlisbach Dialog (3x) und der Agentur am Flughafen (2x) zwei Schweizer Agenturen die Jury sogar gleich mehrfach überzeugen. Den sechsten Shortlist-Platz sicherte sich Serviceplan Schweiz. «Nach acht Shortlistplätzen beim SDV-Award waren wir schon frohes Mutes, auch in Deutschland aussichtsreich ins Rennen um die Medaillen zu gehen. Aber wenn es dann wirklich klappt, ist die Freude trotzdem extrem hoch», äussert sich Wirz Wietlisbach Creative Director Stefan Dätwyler zum guten Abschneiden. Ob aus den Shortlistplätzen dann wirklich Awards werden, entscheidet sich am 24. Mai, wenn in Berlin die begehrten Preise übergeben werden.

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AZ Medien: Nur noch 1,8 Millionen Franken Gewinn

Die AZ Medien haben 2013 ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 28,6 Millionen Franken erzielt. Das im Vergleich zum Vorjahr deutlich tiefere Unternehmensergebnis von 1,8 Millionen Franken resultiert aus Abschreibungen, Investitionen sowie Portfolioveränderungen.

Der Gruppenumsatz liegt mit 242,2 Millionen Franken um 9,5 Millionen Franken (portfoliobereinigt –6,2 Millionen Franken) unter dem Vorjahr, laut Mitteilung hauptsächlich resultierend aus rückläufiger Umsatzentwicklung im Kerngeschäft. Operativ schlägt dabei der Umsatzrückgang im Rubrikenmarkt mit mehr als 4 Millionen Franken am stärksten negativ zu Buche. Positive Effekte verzeichnen das Abonnementsgeschäft, die Geschäftsbereiche Druck und TV, ebenso der Buchverlag. Die starke regionale Verankerung und die diversifizierte Unternehmenstätigkeit konnten die anhaltend schwierige Marktentwicklung nicht vollkommen kompensieren. Dank Kostendisziplin in allen Bereichen erzielten AZ Medien einen EBITDA von 28,6 Millionen Franken. Dies entspricht einem Rückgang von 13,3 Prozent. Im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnet das Geschäftsjahr 2013 keine Sondereffekte und Akquisitionen.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnten Darlehen und Hypotheken im Umfang von sechs Millionen Franken abgelöst werden. Mit einem Eigenfinanzierungsgrad von 48,7 Prozent verfügen AZ Medien trotz hoher Investitionstätigkeit über eine solide Kapitalbasis. Der Verwaltungsrat der AZ Medien hat 2013 Investitionen von gesamthaft über 45 Millionen Franken genehmigt, insbesondere für die neue Druckmaschine, den neuen Sender TV24 und die Beteiligung am Mobile-Newsportal Watson. AZ Medien investieren damit in drei zentrale Säulen des Mediengeschäftes – ins traditionelle Zeitungsgeschäft, ins TV-Geschäft und in die digitale Zukunft.

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Der Geschäftsbericht der AZ Medien wird Anfang Mai auf Azmedien.ch publiziert. Die Generalversammlung findet am 23. Mai 2014 statt.

Kreienbühl und Vogler: Launchevent für Samsung

Zum Verkaufsstart des neuen Smartphones Galaxy S5 beauftrage Samsung Schweiz die Agentur Kreienbühl und Vogler mit der Entwicklung eines Eventkonzepts.

Am Freitag, 11. April 2014 stürzten in Bern und Zürich gleich reihenweise bekleidete Menschen in ein Wasserbecken – und sie freuten sich sogar darüber. Denn in der Hand hielten sie ein neues Samsung Galaxy S5, das sie nach Hause nehmen durften. Das Galaxy S5 bietet viele neue Features. Unter anderem ist es bis in eine Tiefe von 1 Meter während 30 Minuten wasserresistent.

Hier setzt das von Kreienbühl und Vogler kreierte Konzept an: Personen konnten den Wasserresistenz-Test machen und sich selber auf ein Fallbrett über ein Pool setzen. Am Stand waren 50 Telefonnummern abgebildet. Eine funktionierte. Passanten und Besucher konnten auf die Nummern anrufen: Sobald das Galaxy S5 klingelte und die Person abnahm, fiel sie samt Smartphone ins Wasser.

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Die Events zogen vor Ort in Bern und Zürich tausende Menschen an.

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Verantwortlich bei Samsung Electronics Switzerland: Alexander Tschobokdji (Head of Marketing Switzerland), Anja Olsson (Head of Marcom), Jennifer Rimann (Marcom Specialist). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Marco Donada, Fabian Schiltknecht; Filmgerberei (Filmproduktion); Spool (Event und Promotion); Serranetga (GALAXY S5 Kampagnen-Lead).
 

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Verschiedene Agentur freuen sich über Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne. Diesmal mit dabei: Wirz Werbung, Weber Harbeke Partners und Zur Marke.


Zur Marke mit Kundenzuwachs

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Die auf Branding und B2B-Marketing spezialisierte Ostschweizer Werbeagentur darf sich über weiteres Neugeschäft freuen. So konnte jüngst das in Basel domizilierte internationale Transportunternehmen Lamprecht Transport für eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Markenentwicklung und B2B-Marketing gewonnen werden. Ebenfalls auf die Kernkompetenz der Agentur vertraut neu der Spezialfenster-Hersteller Graf Fenster aus Altstätten, St. Gallen. B2B-Marketing im weiteren Sinn auch Thema beim Lebensmittelriesen Nestlé. Hier wurde Zur Marke mit einem verkaufsorientierten Periodikum für den Detailhandel beauftragt.

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Similasan gehört neu zum Wirz-Portfolio

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Schon wieder darf sich Wirz Werbung über einen Neukunden freuen: Der homöopathische Arzneimittelhersteller Similasan legt seine Werbezügel ab sofort in die Hände der Zürcher Agentur. Similasan fokussiert sich auf natürliche Produkte, die zur spürbaren Verbesserung der persönlichen Lebensqualität beitragen. Ihre über 150 Präparate werden ausschliesslich in der Schweiz hergestellt, geprüft und in zahlreiche Länder exportiert. Nach gemeinsamer Erarbeitung der neuen Strategie kreiert Wirz Werbung den kommunikativen Auftritt von Similasan, der im Herbst 2014 lanciert wird.

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Subway neu auf der Kundenliste von Weber Harbeke Partners

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Nach einer Agentur-Evaluation hat sich Subway für Weber Harbeke Partners als Schweizer Kommunikationspartner entschieden. Neben der strategischen und kreativen Kompetenz hat laut Subway Marketing Leiter Gordon Faehnrich auch «das tiefe Verständnis für das Tagesgeschäft eines Franchise-Unternehmens» zur Vergabe des Budgets geführt. Dieses Verständnis kommt nicht von ungefähr, sondern aus der jahrelangen Arbeit der beiden WHP-Partner Sven Oeschger und Guido Zehnder für McDonalds. Laut Faehnrich ist Subway «die frische Alternative im Fastfood-Markt». Denn das Besondere an den «Subs» genannten Sandwiches ist, dass sie individuell vor den Augen der Kundschaft frisch zubereitet werden. «Der Kern des Subway-Konzepts entspricht dem wachsenden Ernährungsbewusstsein von heute» so Sven Oeschger «und wir freuen uns sehr, die Marke auf ihrem Expansionskurs in der Schweiz begleiten zu dürfen.» Weltweit ist Subway die Schnellimbisskette mit den meisten Restaurants. In der Schweiz ist das Franchise-Unternehmen bisher mit 17 Filialen vertreten. Tendenz steigend. Das Mandat umfasst sämtliche Kommunikationsmassnahmen in der Schweiz. Erste Resultate der Zusammenarbeit werden ab Mitte 2014 zu sehen sein.

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Zu guter Letzt: Schöne neue Welt

Ob die Google Brille wirklich einmal unseren Alltag bereichern wird? Ein amüsanter TV-Spot bezweifelt es – und steht mit der Meinung nicht alleine da.

Der mehrfach verschobene Marktstart von Google Glass, der mit Mini-Computer versehenen Brille des Suchmaschinen-Giganten, scheint Realität zu werden. Ist die Lancierung in Amerika für April 2014 angesetzt, sollen die intelligenten Augengläser noch in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres auch in Europa zu erstehen sein. Drei Fragen drängen sich dabei auf.

Erstens: Wie ist das Ding mit dem Datenschutz zu vereinen? Aus Übersee wurden wir in letzer Zeit ohnehin nicht gerade verwöhnt, was den Schutz unserer Privatspähre betrifft. Die Kombination der Möglichkeiten von Google Glass und der Marktmacht des Unternehmens weckt Unbehagen. Oder wie es der Journalist Andrew Keen formulierte: «Weder Orwell noch Hitchcock hätten sich in ihren fürchterlichsten Dystopien Google Glass ausdenken können.» Ein Gerät, das die Umgebung des Users erfasst, analysiert und die Daten Google sendet – nicht nur Datenschützern stehen die Nackenhaare zu Berge.

Zweitens: Wird Google das Design auf Markteinführung noch anpassen oder müssen potentielle Käufer über den Schatten der Ästhetik springen? Es wurde viel darüber geschrieben und disktutiert, wer das Unding überhaupt tragen soll. Oder wie der Designer Marc Newson die Problematik jüngst zusammenfasste: «It looks stupid». Um das langersehnte Gegenteil zu beweisen, wurde kürzlich der Tumblr-Blog «People who look cool wearing Google Glass» lanciert. Wobei… egal.

Drittens: Brauchen wir Google Glass wirklich? Ähnlich wie bei den Smartwatches scheint das für den Durchbruch benötigte Bedürfnis erst noch erschaffen werden zu müssen. Werbung und Marketing werden ihr Möglichstes tun. Bis es soweit ist, lacht die Konkurrenz höhnisch über die vermeintliche Bereicherung unserer Gesellschaft. So beispielsweise die amerikanische First Bank. «Get back to the real world» heisst es am Schluss. Gemeint ist damit übrigens die E-Banking-App des Unternehmens. Schöne neue Welt. (hae)

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Zur Sache: Lüchi kanns

Bei Zeitschriften hatte Ringier schon immer ein gutes Händchen. Im Zeitungsbereich tat man sich in letzter Zeit eher schwer. Der Blick mit seiner Titel-Familie hat in den letzten Jahren einiges an Strategieänderungen mitmachen müssen.

Man erinnere sich an den emanzipierten Boulevard, mit Kulturteil, dann wurde es magazinig auch im Format, dann zurück ins grosse Format und hin zum teutonischen Titelstil. Seit letztem Herbst will man politisch relevanter werden. Deshalb auch die Wahl von René Lüchinger zum Chefredaktor. Doch, was hiess es in der geschwätzigen Branche: «Der hat ja keine Ahnung von Boulevard.» Weit gefehlt.

Spätestens seit heute ist klar: Lüchi hat es allen gezeigt. Lüchi kann Boulevard. Es geht um die Causa Dillier. Vera Dillier seit Urzeiten Jetset-Exponentin und demzufolge ein sicherer Wert, hat einen herben Schicksalsschlag erlitten und teilt diesen mit dem Blick. Hier die History mit den entsprechenden Titeln und Anrissen: 10.4.: «Vera Dillier bangt um ihren Lebenspartner

Felix Guyer – und erfährt am Krankenbett, dass er eine Affäre hat: Erst geschockt, dann betrogen.» Gleichentags ergänzt mit einer Umfrage: «Soll sich Vera Dillier von Felix Guyer trennen?» Am 11.4. kommt Felix Guyer zu Wort: «Nach 19 Jahren mit seiner Vera. Ich war neugierig auf etwas Neues!» Ebenfalls am 11.4. das Ergebnis der Umfrage und die Leserbriefe zum Thema: Grundtenor: «Sie sollte das SMS vergessen.» Gleichentags auf Blick online: Hunde-Ratgeberin und Playboy-Model Andrea Vetsch erklärt, wie die Tiere der Jet-Set-Lady nun Trost spenden: «Die Tiere helfen Dillier über die Sex- SMS hinweg.»

Am 12.4. dann ein weiterer Experte: Paartherapeut Klaus Heer erklärt «Der Hormonrausch ist hinreissend». 14.4.: «Er ist immer nackt! Vera Dillier hat einen Neuen» (Es geht um einen mexikanischen Nackthund). Am 16.4 dann die Klimax: «Ich weine lieber in meiner goldenen Badewanne in St. Moritz als in einem Hinterhofzimmer in Oerlikon.» Und «Meine geile Welt», die neue Kolumne von Dillier. Die Formulierungen in der ersten Kolumne sind dann ganz grosses Kino: «Die Sonne strahlt über den verschneiten Bergen, doch in meinem Herzen ist noch alles recht bewölkt», «Die Gucci-Socken von Felix, die noch neben dem Bett lagen, fliegen in hohem Bogen in den Abfallsack. Da hafteten noch zu viel Geruch und Erinnerungen von ihm dran!», «Ich liege in meiner goldenen Badewanne und lecke im wohlriechenden Wasser meine Wunden».

Das Schöne bei Ringier ist, dass echter Boulevard Platz hat neben Ernsthaftem wie Cicero oder in Zukunft auch Le Temps.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]
 

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