Neue Mitarbeiterinnen für Inhalt&Form

Per Mai 2014 haben Sylvia Pistrich als Senior Beraterin und Michèle Leibacher als Beratungsgruppenleiterin das Team der Zürcher BSW Agentur Inhalt&Form verstärkt.

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Bevor Sylvia Pistrich in die Werbung bei der Wiener Bárci & Partner Young & Rubicam einstieg, verbrachte sie drei Jahre für eine österreichische Brillenfirma als Product Manager in New York, wo sie ihre ersten Retail-Erfahrungen sammelte. Die gebürtige Österreicherin war in den vergangenen Jahren in diversen Agenturen tätig. Von JWT über Rock & Partner zu Demner, Merlicek & Bergmann führte sie ihr Weg schliesslich zu Büro X Design. Ihre Erfahrung als Beratungsgruppenleiterin setzte sie ein für Dienstleister, diverse Handelsmarken aus allen möglichen Bereichen, für nationale und internationale Kunden.

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Michèle Leibacher ist seit 1997 mit dem Werbeagenturen-Virus infiziert. Die ersten Schritte tätigte sie bei GGK Basel, von dort entwickelte sie sich über diverse Stationen in verschiedenen Agenturen von der Assistentin zielstrebig zur Senior Beraterin weiter. Nach drei Jahren bei Ruf Lanz und einer siebenmonatigen Reise quer durch Afrika und Asien blieb sie vier Jahre bei Wirz, wo sie vor allem für den MGB wirkte. Und weil Stillstand ein Fremdwort für sie ist, wird sie ihr künftiges Masterstudium an der HSLU bestimmt auch mit Bravour abschliessen.
 

Y&R Trends 2014 – Game Changer

Die Y&R Trends 2014 befassen sich mit Game Changern. Game Changer sind innovative Unruhestifter – egal ob Start-up oder Grossunternehmen, egal in welchem Bereich. Sie forcieren die Zerstörung der alten Ordnung zur Schaffung einer neuen.

Kurz: Sie sind Querdenker mit grossen Ideen, Herausforderer des Etablierten. Sie spielen das Spiel nicht mit, sondern erfinden es neu. Sie sehen Märkte voller unbegrenzter Möglichkeiten, die sie zu ihrem Vorteil neu kombinieren und definieren.

Die Stellhebel können dabei völlig verschieden ausfallen: als Produktinnovation, wie bei Dyson, in einem neuen System-Konzept wie bei Nespresso, im Distributionsansatz wie bei Direktpionier Dell, einem verbesserten Service wie bei Zalando mit dem Gratisversand, einer optimierten User Experience wie bei Apple oder bei einem neuen Preisund Geschäftsmodell wie bei easyjet.

Game Changer teilen folgende sechs Eigenschaften und Werthaltungen:

• Andersdenkend: Sie brechen mit Bestehendem, ändern die Regeln.
• Rebellisch: Sie sind mutig, wagen sich mit den Grossen anzulegen, haben einen langen Atem, glauben leidenschaftlich an ihre Idee.
• Handeln sinnvoll: Sie haben eine wertstiftende Vision, die das gesamte Geschäftsmodell und das Konkurrenzumfeld verändert, wollen etwas Besseres ermöglichen.
• Machen es besser: Ihre Ideen sind relevant für die Menschen, sie verbessern ein bestehendes Produkt, einen Service oder ein Modell grundsätzlich oder gehen es komplett anders an.
• Experimentierfreudig: Sie probieren gerne an Produkt- und Service-Modellen herum, arbeiten nach dem Trial and Error-Prinzip.
• Kooperativ: Sie sind gut vernetzt, arbeiten gerne mit Partnern zusammen und pflegen einen regen internen Austausch.

Durch die Digitale Evolution – und insbesondere die Mobile Revolution verändern sich etablierte Branchen derzeit nachhaltig. Von Finance über Retail bis Gaming – in allen Branchen werden durch Game Changer die Karten neu gemischt.

1) Finance – Banking ist wichtig, Banken nicht

Bankkunden sind heutzutage deutlich besser informiert, mündiger und dadurch anspruchsvoller. Gefragt sind deshalb Flexibilität, Transparenz, Geschwindigkeit und Kundennähe – alles Attribute, die tendenziell nicht den Banken zugeschrieben werden. Dies öffnet Tür und Tor für Game Changer, welche den Kunden in den Bereichen Zahlen, Sparen, Anlegen und Finanzieren attraktive Alternativen bieten, die einfacher, transparenter und günstiger sind. Viele dieser Dienstleistungen kommen von Start-ups, die losgelöst von starren Organisationsstrukturen dynamischer am Markt agieren. Mobile und social bilden dabei oft einen integralen Bestandteil.

Moven ist ein rein mobil-basiertes Debit-Kundenkonto. Jede Transaktion, die ein Kunde mit Moven tätigt, wird getrackt, einer Kategorie zugeordnet und ist per Mobile in Echtzeit abrufbar. Moven ist aber keine Bank, sondern ein Service, der am Bedürfnis der Kunden anknüpft, ihre Ein- und Ausgaben besser kontrollieren zu können. Für die Abwicklung der Transaktionen greift Moven auf die Infrastruktur einer klassischen Bank zurück. Dadurch wird die potenzielle Gefahr für traditionelle Banken deutlich: Durch Services wie Moven verlieren sie den direkten Zugang zu den Kunden und werden auf die Funktion des Zulieferers von Banking-Dienstleistungen reduziert.

Weitere Beispiele: Fidor Bank – überträgt die grundlegenden Werte von Freundschaft auf die Finanzwelt. Zopa – der weltweit erste «Peer-to-Peer» Kredit-Service. M-Pesa – Safaricom aus Kenia ermöglicht das Bezahlen per SMS. Bitcoin – virtuelle Kryptowährung umgeht Banken und Finanzbehörden.

2) Retail – den Zwischenhandel ausschalten

Auch der Handel schläft nicht! Viele Game Changer begegnen uns in den Läden – sowohl online als auch offline. Die spannendsten Innovationen fallen in die folgenden Kategorien: neues Geschäftsmodell, neue Technologie, neuer Verkaufstyp (e-Commerce, m-Commerce oder omnichannel), neue Philosophie oder neuer Service.

Eine häufig zu beobachtende Entwicklung ist das Ausschalten des Zwischenhandels: Händler produzieren und verkaufen mittels Online-Vertrieb direkt an den Konsumenten. So werden unschlagbare Preise garantiert. Warby Parker ist ein Pionier in diesem Feld und feiert damit grosse Erfolge: ein Konzept, das mittlerweile zum Vorbild für unzählige Start-ups geworden ist.
Alibaba ist in China – und nach mancher Definition sogar weltweit – das grösste e-commerce Unternehmen. Hunderte Millionen Kunden nutzen die drei Hauptseiten Taobao, Tmall und Alibaba.com, auf denen 7 Mio. Anbieter 800 Mio. Artikel – von Küchenutensilien bis zu Ersatzteilen für Betonmischer – anpreisen. Eindrückliche 248 Milliarden Dollar hat Alibaba letztes Jahr umgesetzt, das ist mehr als eBay und Amazon zusammen. Aktuell steht der Börsengang der Alibaba Gruppe an. Im besten Fall erreicht das Unternehmen eine Börsenkapitalisierung von 250 Milliarden Dollar, was jene von Facebook, Samsung oder IBM deutlich übertreffen würde. Das Beispiel Alibaba zeigt, dass die Chinesen längst nicht mehr nur für die westliche Welt produzieren: aus «copied in China» wird «invented in China».

Weitere Beispiele: Hointer – physischer Einkauf digital aufmöbeln. Rent the Runway – Vermietung von Cinderella Momenten.

3) Media – die Erwartung von Gratisinhalten im Internet

Der uneingeschränkte und globale Fluss von vermeintlich kostenlosen Inhalten im Internet ist heute Standard. Folglich entscheiden die Konsumenten selber, welche Inhalte sie wann konsumieren wollen. Zudem hat jeder die Möglichkeit, eigene Inhalte über Plattformen wie Youtube, WordPress oder Twitter zu veröffentlichen. Klassische TV-Stationen, Radiosender und Zeitungen sind längst nicht mehr die einzigen Sprachrohre zur Bevölkerung. Vielmehr finden unabhängige Player mit neuen Geschäfts- und Distributionsmodellen ihren Platz in der Medienwelt und zeigen den Platzhirschen, wie digitale Medien funktionieren.

Netflix hat die Verbreitung von Film und TV-Inhalten Schritt für Schritt revolutioniert. 1997 bedrängte Netflix den offline DVD-Verleih Blockbuster mit ihrem online Geschäftsmodell, das den Bestellprozess für die Kunden vereinfachte und die Mietkosten für Ladenlokale einsparte. 2007 wechselte der Netflix vom DVD-Versand zum Online-Video-Streaming und wurde damals für diesen Schritt gar belächelt. Heute konsumieren mehr als 48 Mio. Nutzer monatlich über eine Milliarde Stunden Filme, Serien oder TV-Shows. Seit 2011 produziert Netflix eigene Serien, um dem Trend zum non-linearen Fernsehen gerecht zu werden, wobei alle Folgen gleichzeitig im Netz verfügbar sind.

Weitere Beispiele: Vice – vom schmutzigen Szenemagazin zum Medienunternehmen. Amazon Studios – User Generated Hollywood Movies.

4) Advertising – Kunden ansprechen, statt Plätze buchen

Moderne Werbung muss effizient sein und mit minimalem Mitteleinsatz eine maximale Wirkung entfalten. Dafür ist die kreative Idee aber nach wie vor die notwendige Basis. Nur droht sie oft in der schieren Menge an Werbeimpressionen unterzugehen. Um dies zu verhindern und mit der zündenden Idee die gewünschte Wirkung zu erzielen, muss die Werbung die richtige Zielgruppe am richtigen Ort zur richtigen Zeit erreichen. Im Bereich der online Werbung hat sich dafür in den letzten Jahren ein wachsendes Ökosystem gebildet, mit dem Ziel, Impressionen in Echtzeit gezielt an relevante User auszuspielen, statt fixe Platzierungen im Voraus in relevanten Umfeldern zu buchen.

Dieser Paradigmenwechsel nennt sich Real Time Bidding. Angereichert mit Big Data können Kommunikationstreibende über virtuelle Börsen auf einzelne Werbeimpressionen bieten. Sobald ein Nutzer eine angeschlossene Webseite aufruft, wird die Impression zur Auktion angeboten. Zusammen mit Daten zur Website werden auch individuelle Informationen wie Aufenthaltsort und bisherige Cookies des Nutzers potenziellen Bietern zur Verfügung gestellt. Um die Relevanz der Impression noch besser einschätzen zu können, werden Daten aus zusätzlichen Quellen miteinbezogen. Der gesamte Prozess vom Aufrufen einer Seite über die Evaluation und Gebotsabgabe bis hin zum Ausspielen der Werbung dauert jeweils maximal 120 Millisekunden. In diesem Business gewinnt jene Firma mit dem überlegenen Algorithmus.

Rocket Fuel ist eine 2008 gegründete Firma, die sich auf programmatisches Targeting für Display, Video und mobile Werbung spezialisiert hat. Beim kürzlich erfolgten IPO wurde das Unternehmen mit rund einer Milliarde US-Dollar bewertet. Rocket Fuel verbindet Big Data mit künstlicher Intelligenz, um den Streuverlust von online Kampagnen zu minimieren. Die Kampagnen lernen automatisch, welche Datenpunkte für die gewünschte Wirkung – von Branding bis Sales Promotion – relevant sind und den Return on Investment zu erhöhen.

Weitere Beispiele: BlueKai – grösster Anbieter von Targeting mit 700 Millionen Profilen. Google – neben AdWords auch Betreiber eines der grössten RTB Exchanges.

5) Gaming – der Ursprung vieler Innovationen

Die Gaming Industrie ist extrem dynamisch, experimentierfreudig und wandlungsfähig. Oft greift sie neue Technologien in frühen Entwicklungsstadien auf und entwickelt sie entscheidend weiter. Gleiches gilt für Geschäftsmodelle. Freemium und Gamification sind Modelle bzw. Ansätze, welche insbesondere durch die Gaming Industrie populär gemacht und von anderen Industrien übernommen wurden (z.B. Spotify, Dropbox, LinkedIn). Gaming ist der Game Changer innerhalb des Entertainment. Dies verdeutlichen auch die Zahlen: Gemäss PWC wächst der Video-Gaming Markt weltweit momentan um 6,5 Prozent pro Jahr und somit fast doppelt so schnell wie die Filmindustrie, während die Musikindustrie stagniert. Das Game «Grand Theft Auto V» wiederum, brach alle Rekorde. In den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung generierte das Spiel einen Umsatz von 800 Millionen Dollar; das ist mehr als jedes andere Piece of Entertainment – Musik, Film oder Game – in so kurzer Zeit davor.

Oculus Rift ist ein Head Mounted Display, welches den Markt für immersive Gaming neu definiert. Der Spieler kann virtuelle Welten erkunden, indem seine Kopfbewegungen in Echtzeit umgesetzt werden. Kürzlich wurde das Start-up von Facebook für 2,3 Milliarden Dollar aufgekauft. Mark Zuckerberg erwartet, dass Vision und Virtual Reality nach Mobile «The next big thing» werden wird. Für ihn stellt der Kauf von Oculus Rift eine langfristige Wette auf die Zukunft der Informationstechnologie dar. Experten teilen diese Ansicht und erwarten, dass Oculus Rift nicht nur das Erlebnis des Gamings, sondern auch des Arbeitens, des Bücherlesens, des Filmeschauens oder der Face-to-Face Kommunikation nachhaltig verändern wird.

Weitere Beispiele: Microsoft IllumiRoom – Erweiterung des Gaming-Erlebnisses mit peripheren Illusionen im Wohnzimmer. PrioVR – Übertragung von Bewegungen am ganzen Körper in eine virtuelle Welt.

6) Technology – home, smart home

Vollautomatisierte Systeme halten Einzug in den Haushalt und gestalten so unseren Alltag einfacher, sicherer und vor allem energieeffizienter. Die Systeme werden dabei immer ausgereifter, sie lernen selbstständig dazu und entwickeln sich permanent weiter. Aktuell regeln sie vor allem noch Heizung, Elektrizität und Infrastruktur, wie Fenster und Türen oder Mediengeräte.
Nest Labs Inc. ist ein Unternehmen, das intelligente, selbst lernende Raumthermostate und Rauchmelder produziert. Die Lösungen bestehen jeweils aus einer schlicht designten Hardware und einer benutzerfreundlichen Smartphone-App als Fernbedienung. Nest wurde kürzlich von Google für 3,2 Milliarden Dollar erworben. Gemäss IDC dürfte das Internet of Things bis 2020 aus 212 Milliarden vernetzten Komponenten bestehen und einen Umsatz von 8,8 Milliarden Dollar generieren. Neben den Endgeräten und Applikationen werden dabei vor allem die Bereiche Software, Sicherheit, Systeme und Infrastruktur von einem riesigen Wachstumsschub profitieren.

Weitere Beispiele: Philips Hue – individuell adaptierbares Licht-System, per Smartphone bedien- und programmierbar. 3D Robotics – Drohnen als intelligentes Überwachungssystem für Zuhause, ab 750 Dollar. Honda Walking Assistance Devices – ermöglicht älteren und behinderten Menschen das Gehen.
Weitere Infos über die Y&R Trends: Media-use-index.ch/trends.aspx
 

KSP für Carl Zeiss: Mehr entdecken

Die Agentur KSP hat für Carl Zeiss eine Kampagne kreiert und zeigt: Die spannendsten Geschichten bleiben aus der Ferne oft unbemerkt.

Es sei denn, man ist im Besitz eines Zeiss Feldstechers. Denn bereits der Markenclaim «we make it visible» unterstreicht, dass man mit dem Zeiss Terra ED mehr entdeckt – auf Safari, Städtereisen, Wanderungen oder bei anderen Outdoor-Aktivitäten. Was das im Detail bedeuten kann, zeigt die von KSP kreierte Kampagne auf überraschende Weise auf. Die vier Motive sind ab sofort in der Deutschschweiz an grösseren Bahnhöfen zu sehen. Genau dort also, wo sich die Zielgruppe bewegt, um ein neues Abenteuer in Angriff zu nehmen.

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Verantwortlich bei Carl Zeiss: Heinz J. Widmer (Geschäftsführer); Miriam Ladner (Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei KSP: Uwe Schlupp (Creative Direction); Christian Stüdi (Text); Sebastian Krayer (AD); Lea Baldinger (Grafik); Dany Kielholz (Beratungsleitung); Christoph Ilg (Beratung); Michel Jaussi (Foto); Salonen Postproduktion (Bildbearbeitung).
 

DDP: Gold für Wirz Wietlisbach Dialog

Beim Deutschen Dialogmarketing-Preis holte Wirz Wietlisbach Dialog Gold und Silber. Serviceplan und die Agentur am Flughafen sicherten sich jeweils einen Award in Bronze.

Der DDP ist der grösste Dialogmarketing-Preis im deutschsprachigen Raum. Umso verständlicher ist die Freude an der Uetlibergstrasse bei Wirz Wietlisbach Dialog, gleich zweifach mit Edelmetall sowie einer weiteren Auszeichnung aus Berlin zurückzukehren. Gold geht an die «Advertiser Anonymous»-Kampagne für die Schweizerische Post, die auch beim SDV-Award in der nächsten Woche zu den Favoriten zählt. Über Silber darf sich der CEO der Wirz Gruppe, Geri Aebi, freuen, der «seine» DM-Agentur mit der Einladung für den Wirz Cocktail beauftragt hat. Eine Auszeichnung erhielt zudem eine Arbeit für Betty Bossi.

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CD und Partner Stefan Dätwyler zum guten Abschneiden der Agentur: «Je mehr Arbeiten bei einem Award eingereicht werden, desto schwieriger ist es natürlich, etwas zu gewinnen. Auch würde ich die DDP-Jury und ihr Auswahlverfahren als extrem streng bezeichnen. Von daher sind wir super stolz darauf, dieses Jahr die beste Schweizer Agentur zu sein.»

Ebenfalls Grund zum Feiern haben Serviceplan und die Agentur am Flughafen, die jeweils einen Award in Bronze gewonnen haben. Die Agentur am Flughafen sicherte sich Bronze mit der Kampagne «Goldene Zeiten», einer Rubel-Einladung im Stile der goldenen 20er Jahre für Lux Goldschmiede. Zusätzlich gabs für die Agentur eine Auszeichnung für die VBZ-Kampagne «Ein Mailing beweist wahre Grösse». Serviceplan holte Bronze mit dem «BMW Soundtree». Die Awards in der DACH-Kategorie wurden dieses Jahr unter den Schweizer Agenturen verteilt, da diese die Shortlist vollständig dominierten (Werbewoche.ch berichtete). (pd/hae)

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Neue Ära für Eclat

Für Eclat beginnt eine neue Ära mit einem motivierten Team, in dem der Geist von Pionieren lebt. Im 27. Jahr der Firmengeschichte von Eclat zieht sich der letzte der Gründungspartner aus dem Unternehmen zurück.

Per Mai 2014 hat sich der letzte Gründungspartner von Eclat, Daniel Zehntner, aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Werner Rudolf übernimmt das Ruder als Geschäftsleiter. Das zwölfköpfige Team steht den Veränderungen positiv gegenüber. «Wir freuen uns, unsere Kreativität in der bewährten Qualität in die Projekte einzubringen und herausragende Kommunikationsmittel zu realisieren», sagt Werner Rudolf, der seit 1996 bei Eclat als Berater arbeitet. «Ein hoher Anspruch an die Gestaltung und die Begeisterung für Experimente», so beschreibt Helm Pfohl die Maximen der Agentur. Helm Pfohl ist seit acht Jahren Kreativleiter bei Eclat und seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung.

Bald drei Jahrzehnte Unabhängigkeit

Eclat wurde 1988 von vier jungen Männern gegründet. 1991 zählte das Unternehmen sechs Partner, darunter drei visuelle Gestalter, zwei 3D-Gestalter sowie einen Texter-Konzepter. 2002 beteiligt sich Andreas Weiersmüller an dem durch das Platzen der Dotcom-Blase stark gebeutelten Unternehmen. Eclat konnte sich den wirtschaftlichen Herausforderungen zum Trotz ihre Unabhängigkeit bewahren. Andreas Weiersmüller ist bis heute Verwaltungsratspräsident von Eclat.

Innovationsfreude als Konstante

Der rote Faden blieb stets derselbe: der Anspruch an gutes Design und die Offenheit gegenüber Neuem. In den Gründerjahren schrieb Eclat eine Stelle aus mit folgendem Text: «Eclat ist eine Designagentur. Wir machen mit Macintosh-Systemen, was wir wollen.» Ebenfalls keine Berührungsängste zeigten die Designer wenig später mit Multimedia und Internet. Heute gehört Eclat zu den Designagenturen mit der grössten Erfahrung in der Herstellung von Medien mit Publishing-Systemen. Das Designteam wurde in den letzten Jahren mehrfach international aus- gezeichnet. Eclat ist 2013 als «European Design Leader» in die Riege der 50 kreativsten Designagenturen aufgenommen worden und bereits mehrfach für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert worden.
 

Hofer: Bärenstarke Inseratekampagne

Wenn der Teddy Bauchschmerzen hat: Für das Fachgeschäft Bantiger Elektro holt Hofer Elektroinstallationen ans Tageslicht und spannt im Inserat den Bogen vom einfachen Defekt zur komplexen Verkabelung.

Damit empfiehlt sich Bantiger Elektro bei Gross und Klein gleichermassen als zuverlässiger und kompetenter Partner. Flankiert wird das bärenstarke Sujet von Bannern, Autobeschriftungen, Schaufenstergestaltung und Website.

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Trio: Kommunikation zum Honda-Jubiläum

2014 feiert Honda das 40-jährige Bestehen auf dem Schweizer Markt. Zu diesem Anlass hat die Lausanner Agentur Trio verschiedene Kommunikationsmassnahmen umgesetzt.

Im Onlinebereich lancierte Trio eine Website und eine App. Im Printbereich wurde ein Flyer herausgegeben, in dem alle Spezialserien dieses Jubiläumsjahres sowie die neuen Markenbotschafter vorgestellt wurden. Steve Guerdat, Nino Schurter, Dominique Aegerter, Belinda Bencic und die Young Boys sind Aushängeschilder des Schweizer Sports und sollen mit Honda künftig noch viel weiter kommen. Auch die Produktewerbung wurde laut Mitteilung nicht vernachlässigt: Agence Trio organisierte eine Leasing- und Lagerräumungskommunikation für Honda. Schweizweit machen Inserate, Plakate, POS-Material und Radiospots auf den bekannten Automobilhersteller aufmerksam. Trio startete also rasant in das Jubiläumsjahr von Honda.

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Verantwortlich bei Honda Motor Europe Ltd.: Jan Spytek (Department Manager Marketing).
Verantwortlich bei Agence Trio: Nicole Limardo und Christa Rastogi (Beratung), Michael Kamm (Gesamtverantwortung), Timo Kirez (Creative Direction), Naila Maiorana (Art Direction), Fabian Monod (Grafiker), Nadine Borel (Text), Christophe Muller und Gaël Tran (Multimedia), Pascal Bigler (Desktop).
 

13 Fragen an… Peter Frey

Wieso er sich schon einmal überlegt hat, die Werbebranche zu verlassen und was er von Werbe-Trams hält, verrät Peter Frey, Inhaber und Managing Director von CR Basel, in unserer Serie «13 Fragen an...».

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1. Sie könnten Ihr Smartphone einen Tag lang mit dem einer anderen Person tauschen. Würden Sie? Und falls ja, mit wem?

Ja, mit Dr. Olivier Pagan, Direktor Zoo Basel.

2. Für was würden Sie eine Woche gratis arbeiten?

Stiftung KIB (Kinder in Brasilien).

3.Was denken Sie persönlich über die Wirkung von Werbung?

Gute Werbung erzeugt gute Wirkung.

4. Wären Sie nicht Werber geworden – was dann?

Hufschmied.

5. Was war der amüsanteste Lunch-Partner? (Weshalb?)

Le Boucher Corpaato (Verb/wandelt Kulinarisches mit/in Kunst).

6. Wofür möchten Sie am liebsten werben?

Für mehr Solidarität (Institutionen, Bürgerinnen und Bürger) im Land.

7. Schon mal überlegt, die Werbebranche zu verlassen?

Ja (nach meinem Herzinfarkt).

8. Was ist für Sie die momentan grösste Herausforderung für die Werbung?

Mehr Wertschätzung für Werberinnen und Werber.

9. Worauf können Sie unmöglich verzichten?

Meine Reitstiefel.

10. Ein Buzz-Wort, das Ihnen auf die Nerven geht?

Es gibt zwei: Herausforderung und Nachhaltigkeit.

11. Was hat Sie inspiriert, in die Werbe-/ Kommunikationsbranche einzusteigen?

Ein Plastikgehäuse auf dem Flohmarkt mit 100 verschiedenen, einzigartigen Bierdeckeln.

12. Welchen Werbeträger finden Sie abscheulich?

Fahrende Reklame-Trams.

13. Welche Internetseiten nutzen Sie regelmässig? (privat/beruflich)

Birdseye.ch

Peter Frey ist seit 1971 Mit- und seit 2001 Inhaber und Managing Director der Basler CR Werbeagentur. Die Agentur erarbeitet für Unternehmen verschiedenster Branchen und öfentliche Institutionen seit 1968 kreative, eiziente Kommunikationslösungen in den Bereichen Corporate Communication, Corporate Design und Corporate Culture.

Ringier gleicht Beteiligung an Jobcloud aus

Ringier gleicht die Beteiligung an Jobcloud aus und hält damit per 30. Juni 2014 wieder 50 Prozent an der Gesellschaft. Zuletzt hielt Tamedia mit 62,9 Prozent die Mehrheit, der Anteil von Ringier belief sich auf 37,1 Prozent.

Ringier und Tamedia übernahmen per 30. November 2012 die Jobs.ch Holding für 390 Millionen Franken zu gleichen Teilen von der US-Beteiligungsgesellschaft Tiger Global Management. Die Holding wurde anschliessend in Jobcloud umbenannt. Tamedia brachte die mit rund 120 Millionren Franken bewertete Online-Stellenmarkttochter Jobup am 14. Juni 2013 (mit wirtschaftlicher Wirkung per 1. Januar 2013) in die Partnerschaft ein, womit das Medienhaus zum Mehrheitseigner wurde. Wie bereits zu Beginn der Partnerschaft vereinbart, gleicht Ringier die Beteiligung an der JobCloud AG nun durch eine Zahlung von rund 59 Mio. CHF aus. Tamedia wird Jobcloud weiterhin nach IFRS konsolidieren, Ringier nach Swiss GAAP FER.

Jobcloud blickt mit Jobs.ch und Jobup.ch auf eine über 10-jährige Geschichte und erfolgreiche Entwicklung vom Start-up zum innovativen und erfolgreichen Online-Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt zurück. Seit dem Zusammenschluss von Jobs.ch und Jobup.ch haben die beiden Medienunternehmen Ringier und Tamedia die Stellenplattformen im zunehmend internationalen Wettbewerb weiter ausgebaut. Das Unternehmen beschäftigt rund 140 Mitarbeitende in Genf und Zürich. Nebst Jobs.ch und Jobup.ch gehören unter anderem auch die Stellenportale Alpha.ch, Topjobs.ch und Jobwinner.ch zum Portfolio.

Kampaweb sensibilisiert für Soldiar Suisse

Die Zürcher Online-Agentur Kampaweb lanciert für Soldiar Suisse eine Sensibilisierungskampagne zur WM und zeigt: Fussball-Weltmeisterschaften sind eines nicht: Fair für die Bevölkerung im Austragungsland.

Am Beispiel der Strassenhändler, deren Arbeit in der Umgebung der Stadien während der WM nicht erlaubt ist, will Solidar Suisse ein breites Publikum für faire Weltmeisterschaften sensibilisieren. Die Zürcher Online-Agentur Kampaweb hat den dazugehörigen Wettbewerb gewonnen und nun eine mehrstufige Kampagne konzipiert, die am 25. Mai lanciert wurde.

Für den Online-Auftritt der Kampagne nutzt Solidar Suisse erstmals Kampatools, das Online-Kampagnen-Toolkit aus Drupal und Salsa, eine Eigenentwicklung von Kampaweb. Mit dieser Plattform lassen sich alle erdenklichen Aktionen realisieren; mit den Modulen von Salsa können zum Beispiel Petitionen, Protestmail- und Spende-Aktionen realisiert werden. Im ersten Schritt der viersprachig geführten Kampagne wird eine Protestmail an Sepp Blatter geschickt. Für die Mobilisierung zu dieser Aktion und deren Verbreitung hat Kampaweb ein Video realisiert, das eine Abfolge realer Fussball-Fouls zeigt; Höhepunkt dieser Abfolge ist eine Montage, in der Sepp Blatter über den Fussballplatz fegt und einen Strassenhändler mit Bauchladen so foult, dass sein ganzes Hab und Gut in die Luft fliegt. Zum Schluss wird dazu aufgefordert, bei Sepp Blatter zu protestieren.

//www.youtube.com/watch?v=ixyikEzV7lA

Der Link im Video führt zur Protestmail-Aktion auf der Kampagnenwebsite. Die Mobilisierung für diese Aktion erfolgt auf verschiedenen Kanälen: Die Online-Kontakte von Solidar Suisse werden per E-Mail (mit dem E-Mail-Modul von Salsa) zur Protestmail-Aktion eingeladen. Über Social Media (Facebook und Twitter) mobilisiert die Organisation inhaltlich. Zudem wird die Aktion mit Online-Werbung gestützt. Konzept, Text, Video und Werbemassnahmen wurden von Kampaweb realisiert.

 

Zu guter Letzt: Der WM-Song

Eigentlich wollte Brasilien das Sex-Image im WM-Jahr loswerden. Der Rest der Welt tut sich schwer damit. Neustes Beispiel: Ein Musikvideo, in dem nur Brüste zu sehen sind.

Im Februar hat Adidas auf Wunsch der brasilianischen Tourismusbehörde T-Shirts mit zweideutigen Motiven aus dem Verkehr gezogen. Das Herz bei «I love Brazil» trug einen String-Tanga und der Spruch «Lookin' to score» – platziert neben einer knapp bekleideten Frau – liess sich etwas zu offensichtlich in die Horizontale uminterpretieren.

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Im Kampf gegen Sextourismus war Brasilien bemüht, vom Tanga- und Samba-Image wegzukommen. Kein leichtes Unterfangen: Wird irgendwo vorfreudig über die kommende WM berichtet, werden erst einmal leichtbekleidete Frauenhintern in Grossaufnahme gezeigt. So stellt man(n) sich Brasilien vor: Schöne Frauen, die entweder Samba tanzen oder aber ihre braungebrannten Hinterteile an der Copacabana spazieren führen. So wurde denn im März im Rahmen des Vorbeitungsspiels gegen Kroatien auch das SRF-WM-Jahr mit grossformatigen Frauenhintern – immerhin in relativ züchtiger Badehose – eingeläutet. Wie es sich gehört.

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Screenshot SRF zwei

Abseits der TV-Berichterstattung schlägt die Stunde der körperbetonten WM-Songs. So steuert in Deutschland beispielsweise Melanie Müller, ihrerseits amtierende Dschungelkönigin und Ex-Pornodarstellerin, mit einem dümmlichen Lied und einem noch dümmlicheren Video in aller Ruhe die 2,5 Millionen Marke auf Youtube an.

//www.youtube.com/watch?v=xnTd32wJ6yk

Luft nach unten besteht immer. «Erotik-Sternchen» Aische Pervers – was für ein Name! – generierte mit ihrem selbstgetexteten Gassenhauer «Aische's WM Song (Deutschalalalaland)» in wenigen Tagen über 70'000 Klicks – samt Idioten-Apostroph und selbstgedrehtem Qualitätsvideo.

//www.youtube.com/watch?v=VhRYRFUm32Q

Deutschland legt also vor. Die Schweiz kann punkto «Sex sells» garantiert nicht mithalten. Marc Sway soll laut SRF3 zwar einen WM-Song produziert haben. Ein Video mit Brüsten und Hintern – ja, überhaupt ein Video – sucht man allerdings vergeblich. Richten muss es der fussballerische Erzeifend des grossen Kantons: Holland. Die Niederlande schickten anfangs Woche die 90er-Jahre Eurodance-Formation Vengaboys ins Rennen. Die Band hatte einst mit Hits wie «Boom Boom Boom Boom!!!», «Up & down» oder «We're going to Ibiza» die europäischen Charts in fester Hand. Jetzt haben sie mit «2 Brazil!» einen potentiellen WM-Hit ausgegraben (der Song wurde in einer früheren Version bereits 1998 aus dem damaligen Album ausgekoppelt). Das neu produzierte, äusserst geistreiche Video dürfte zumindest für die nötige Promotion sorgen. Wie auch immer. Hopp Schwiiz!

//vimeo.com/96111443

via

Thomas Häusermann

Zürich als Mekka des Campaigning

Am 23. Mai diskutierten am Campaigning Summit Zurich 2014 180 Teilnehmer aus fünf Ländern, welche Innovationen die Arbeit in Marketing, Kommunikation, Politik und Unternehmensstrategie in den kommenden Jahren verändern werden.

Gastgeber und Hauptsponsor Peter Metzinger will mit dem Campaigning Summit Zurich interdisziplinäre Ansätze in den genannten Bereichen fördern. Über den Tellerrand hinausschauen, sich mit neuen Technologien befassen, Fokussierung, ein echtes Anliegen vertreten, Authentizität, Sinn geben, eine Kultur des Ausprobierens und Lernens fördern, nicht zu viel verlangen und echtes Involvement lauteten die Empfehlungen der Referenten. Wenn Marketingmaschinen uns eines Tages die Analyse, Empfehlungen für die Strategie und die Umsetzung von Online-Kampagnen abnehmen, müssen wir noch besser als heute erklären können, warum eine Firma, ein Produkt oder eine Kampagne relevant und gut für den Nutzer ist.

Aus allen Landesteilen der Schweiz, aus Deutschland, Spanien und Österreich waren die 180 Teilnehmer angereist. Sie arbeiten in Unternehmen, Verbänden und NGOs und sind neben dem Campaigning in Medien, Marketing, Werbung, PR, Social Media, Public Affairs, politischer Kommunikation, Wahlkampf, Aufbau von Startups, Change Management, CRM oder anderen Disziplinen tätig.

Den Auftakt machte Gastgeber und Hauptsponsor Peter Metzinger. Er zeigte ein Zukunftsszenario auf, in dem sämtliche Geräte miteinander vernetzt sind und Daten über ihre Benutzer austauschen, so dass Marketingmaschinen den richtigen Zielgruppen zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Botschaften zuspielen können und Produkte ausgeliefert werden noch bevor wir wissen, dass wir sie kaufen wollen. Allen Datenschutzbedenken zum Trotz könnte dieses Szenario bald Realität werden durch eine neue Software aus Zug, die den Nutzern die Hoheit über ihre Daten zurückgibt, ohne die Vernetzung einzuschränken. Für Menschen bleibt in diesem Szenario vor allem noch die Kreativität, Entscheidungen zu treffen und die Beantwortung der Sinnfrage. Metzinger appellierte an die Teilnehmer, über ihren Tellerrand hinauszuschauen, alles über Big Data zu lernen und sich mit Vertretern anderer Branchen auszutauschen, um interdisziplinäre Lösungsansätze zu entwickeln. Genau das sie auch der Sinn und Zweck des Campaigning Summit Zurich.

Philipp Maderthaner, Gründer des Campaigning Summit Vienna, demonstrierte anhand des aktuellen Beispiels Conchita Wurst, dass Menschen Anliegen und Überzeugungen höher gewichten als Angebote. «Wer nicht weiss wohin, darf sich nicht wundern, wenn ihm niemand folgt» sagt er. Zudem könne man Menschen erfolgreicher mobilisieren, wenn man sich bei der Bitte um ihre Mithilfe auf das Allernotwendigste fokussiert, wozu man die richtige Frage stellen müsse. Der Trend gehe in Richtung mobiles Internet und Sammlung von Earned Data.

Der ehemalige Werber Dominique von Matt plädierte für die schnelle Lancierung von Pilotprojekten. «Machen, nicht warten», lautete seine These, denn in der Zeit des schnellen Wandels müsse man neue Strategien, Methoden und Technologien, deren Wirkung man noch gar nicht kennt, rasch ausprobieren, um sie anschliessend umso erfolgreicher einzusetzen. Kommunikation brauche immer mehr Unterhaltungswert. Sie müsse ihre Zielgruppe unterstützen oder werde sonst untergehen. Während klassische Werbung mit Bowling verglichen werden könne, sei Campaigning eher ein Flipperkasten. Zudem brauche es in der Werbung neue Lebensläufe und interdisziplinäre Teams.

Greenpeace Campaigner Graziella Regazzoni zeigte anhand mehrerer Beispiele, wie Campaigning die Komfortzone verlässt, wenn man neue Tools und Techniken ausprobiert, von denen man noch nicht weiss, wie sie ankommen. Um in schwierigen Situationen erfolgreich zu sein, müsse man hin und wieder auch ganz bewusst Risiken eingehen. Campaigning jenseits der Komfortzone sei eine Frage der Kultur, individuell und situationsabhängig. Es dürfe nicht zum Selbstzweck werden, sondern müsse immer einem höheren Anliegen dienen.

Hauptreferent Gregor Poynton (UK) ist Political Director von Blue State Digital, der «Geheimwaffe Obamas für digitales Marketing». Anhand konkreter Beispiele zeigte er auf, was bei der Mobilisierung von Menschen funktioniert und was nicht. Auch für ihn steht ein unterstützenswertes Anliegen an zentraler Stelle. Zum Beispiel sollten Newsmails von authentischen Personen stammen, mit Geschichten über echte Menschen, denen man hilft und über die Menschen, die mitmachen. E-Mail sei immer noch das wichtigste Tool für Campaigning, es müsse aber intensiv gemessen werden, was wie wirkt. Darüber hinaus sei erfolgsentscheidend, die verschiedenen Stufen der Mobilisierung genau zu kennen und zu wissen, welche Aktion auf welcher Stufe am besten wirkt. «Make it easy to do important things» war eine seiner Kernaussagen. Zwischen den Referaten sorgte Moderator Stephan Klapproth wieder für eine angeregte Diskussion. Der nächste Campaigning Summit Zurich findet am 27. März 2015 statt. Die Vorbereitungen haben schon begonnen, der offizielle Hashtag lautet #cszh15

 

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