Erfolgreiches erstes Halbjahr für Ringier Africa

Vor drei Jahren startete Ringier seine geschäftlichen Aktivitäten in Afrika. Das grösste international tätige Schweizer Medienhaus konnte dort seinen Umsatz bereits im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum gesamten Vorjahr vervierfachen.

Das starke Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten dieses Jahres resultiert aus einer professionellen Skalierung der existierenden Produkte, sowie der Gewinnung namhafter globaler Konzerne als Medien- und Werbepartner, wie das Unternehmen schreibt. Julian Artopé, Direktor Ringier Africa: «Insbesondere haben die Justierung unserer Content- und Classified-Produkte in Westafrika, und der Ausbau unserer Nummer-1-Position im eCommerce-Geschäft in Kenia zu diesem Erfolg beigetragen.»

Ringier ist heute in den vier afrikanischen Staaten Kenia, Ghana, Nigeria und Senegal tätig. Drei davon zählen zu den für amerikanische und europäische Grossunternehmen attraktivsten Wachstumsmärkten. Absoluter Spitzenreiter im entsprechenden Sentiment Index (Stand Juni 2014 des «Frontier Markets Sentiment Index», der exklusiv für das Wall Street Journal erstellt wird) ist Nigeria. Das einstige Sorgenkind Westafrikas zieht mit seiner am schnellsten wachsenden Wirtschaft das Interesse ausländischer Investoren auf sich.

Fünf der heute insgesamt acht Plattformen von Ringier in Afrika sind bereits Marktführer, heisst es in der Mitteilung. Mit Rupu konnte in Kenia erfolgreich der grösste Online-Shop Ostafrikas etabliert werden. Die Seite basiert auf dem Modell der Verkaufsplattform DeinDeal in der Schweiz. Dasselbe Modell wurde erfolgreich mit Tisu auch in Ghana angewandt, wo die Plattform ebenfalls Marktführer ist. In Nigeria wächst die Entertainment-News-Plattform Pulse, nach dem Vorbild der Schweizer News-Plattform Blick.ch, und erreicht inzwischen mehr als vier Millionen Pageviews pro Monat. Auch Allsports in Ghana ist inzwischen mit 2,5 Millionen monatlichen Pageviews die Nummer 1 unter den Sport-Portalen. Anfang des Jahres hat Ringier eine Mehrheitsbeteiligung an Expat-Dakar, Senegals grösstem Classified-Marktplatz, übernommen.

Druckaufträge der Migros Medien vergeben

Die Migros-Medien setzen mit Tamedia und Ringier auf die bestehenden Druckpartner und somit weiterhin ausschliesslich auf Schweizer Druckereien.

Die Migros-Wochenzeitungen Migros-Magazin und Migros Magazine werden weiterhin bei Tamedia an den Standorten Zürich, Bern und Bussigny VD sowie bei Ringier Print in Adligenswil LU gedruckt. Die neuen Druckverträge für ein Druckvolumen von insgesamt 2,1 Millionen Exemplaren pro Woche gelten ab 2015 und sind für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Sie wurden nach einer sorgfältigen Evaluation an die zwei Druckpartner vergeben.

Lorenz Bruegger, Leiter Direktion Migros-Medien: «Bei der Entscheidung spielten nicht nur wirtschaftliche Kriterien eine Rolle. Unsere Druckpartner haben uns in der Vergangenheit auch hinsichtlich der Druckqualität und Flexibilität überzeugt.»

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ROI: TV-Werbung ist top

Marketingentscheider fragen sich angesichts des medialen Wandels mehr denn je, welchen Return on Investment (ROI) ihre Werbefranken erzielen – und welches die effizientesten und effektivsten Mediengattungen sind.

Die aktuelle «Payback 4»-Studie, welche die Marketing- Performance-Spezialisten von Ebiquity im Auftrag der britischen Branchenorganisation Thinkbox durchgeführt haben, zeigt, dass TV-Werbung sowohl in Sachen Effizienz als auch Effektivität im intermedialen Vergleich top ist. Einer ökonometrischen Analyse von 4500 Werbekampagnen zufolge hat der Impact von TV-Werbung im Zeitverlauf sogar zugelegt – nie war TV-Werbung effizienter und effektiver als heute.

Die statistischen Untersuchungen zeigen zunächst einmal, dass jedes Pfund, das im Zeitraum 2011 bis 2014 in TV-Werbung investiert wurde, im Schnitt einen Gewinn von 1.79 Pfund zurückgespielt hat. Keine andere untersuchte Mediengattung erzielt einen vergleichbaren Return. Bereits mit einigem Abstand auf das Fernsehen folgen das Radio mit einem ROI von 1.52 Pfund und die Printmedien mit einem Return von 1.48 Pfund. Online-Display- Werbung erzielt pro investiertes Pfund lediglich einen Gewinn von durchschnittlich 0.91 Pfund, Aussenwerbung schneidet mit einem ROI von 0.37 Pfund noch schlechter ab.

Besonders interessant: TV-Werbung erreicht im intermedialen Vergleich nicht nur den höchsten ROI – ihre Effizienz ist der Studie nach im Zeitverlauf sogar weiter gestiegen. Im Zeitraum 2008 bis 2011 lag der durchschnittliche Return von TV-Werbung bei 1.70 Pfund, von 2011 bis 2014 betrug er 1.79 Pfund – ein Plus von 5 Prozent. Radio- (+3%) und Print-Werbung (+6%) haben ebenfalls an Effizienz gewonnen, Online-Display- (-14%) und Aussenwerbung (-18%) dagegen deutlich eingebüsst. Eine genauere Analyse einzelner Produktkategorien zeigt, dass TV-Werbung nicht nur insgesamt, sondern auch in allen untersuchten Sektoren – Handel, Finanzdienstleistungen und Konsumgüter – jeweils die höchsten Effizienzwerte erzielt. Im Detailhandel führt jedes in TV-Werbung investierte Pfund zu einem Gewinn von 2.87 Pfund (+11% gegenüber 2008–2011), auf Rang 2 folgt hier Print mit einem Payback von 2.65 Pfund. Im Bereich Finanzdienstleistungen liegt der ROI von TV-Werbung bei 2.48 Pfund (+3%), und damit deutlich vor dem Return der zweitplatzierten Radio-Werbung (1.95). Im Konsumgüterbereich sind die ROI allgemein geringer – TV-Werbung erreicht aber auch hier mit einem Return von 0.63 Pfund (+5%) die höchsten Effizienzwerte vor dem Radio (0.24).

TV-Werbung übertrifft die anderen Mediengattungen aber nicht nur in Sachen Effizienz, sondern auch bezüglich Effektivität. TV-Spots (Index 100) bewirken im Schnitt fast doppelt so grosse Absatzsteigerungen wie Print-Werbung (Index 52), die zweiteffektivste Mediengattung. Radio- (27), Online- Display- (13) und Aussenwerbung (11) liegen in puncto Effektivität sogar noch weiter zurück. Im Vergleich zum Zeitraum 2008 bis 2011 hat in der Periode 2011 bis 2014 die Effektivität von TV-Werbung zudem nochmals leicht um 2.5 Prozent zugelegt. Neben diesen Kernergebnissen kommt die Studie zu drei weiteren interessanten Erkenntnissen. Erstens strahlt TV-Werbung für ein Produkt auch auf andere, nicht beworbene Angebote der werbetreibenden Marke aus: 37% des insgesamt erzielten Umsatzeffektes entfallen auf nicht unmittelbar beworbene Produkte. Zweitens verstärkt TV-Werbung wesentlich den Impact anderer Werbeformen. Dieser Multiplikator-Effekt des TV kann bei Radio- Werbung mehr als 100 Prozent und bei Print- und Aussenwerbung bis zu 50 Prozent ausmachen. Auch Suchanfragen bei Google & Co. können durch TVWerbung deutlich gesteigert werden. Drittens schliesslich zeigen die Analysen, dass auch TVSponsoring einen sehr hohen ROI erzielt. Im untersuchten Teilsample lag der Payback des TV-Sponsoring mit 0.87 Pfund zwar unter dem von TV-Spots (1.51), aber klar über dem Return von Print- (0.70), Radio- (0.65) und Aussenwerbung (0.50).

Clemens Koob

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Key-Facts

– TV-Werbung ist intermedial gesehen mit einem Gewinn von £1.79 pro eingesetztes Pfund am effizientesten (Radio £1.52; Print £1.48; Online-Display £0.91; Aussenwerbung £0.37).
– Die Effizienz von TV-Werbung ist im Zeitraum 2011–2014 gegenüber 2008–2011 nochmals um 5% gestiegen.
– TV-Werbung (Index 100) ist auch am effektivsten und erzielt einen doppelt so hohen Absatzeffekt wie die zweitplatzierte Printwerbung (52); es folgen Radio 27, Online-Display- 13, Aussenwerbung 11.
– TV-Werbung strahlt positiv auf nicht beworbene Angebote der eigenen Marke ab (= 37% des gesamten Umsatzeffektes).
– TV-Werbung multipliziert die Wirkung anderer Medien (z.B. bei Radio >100%, bei Print- und Aussenwerbung bis zu 50%).
– TV-Sponsoring erzielt ebenso höhere ROI-Werte als andere Mediengattungen.
 

Greater Zurich Area Standortmarketing baut weiter aus

Die Stiftung Greater Zurich Area Standortmarketing ist als Public-Private-Partnership organisiert. Sie baut im ersten Halbjahr 2014 den Kreis ihrer privaten Partner weiter aus.

Neu konnten die Unternehmen Swiss Life AG, Swiss Prime Site und die Anwaltskanzlei Vischer als Partner gewonnen werden. Wie die Stiftung in einer Mitteilung auf Presseportal schreibt, ist sie Alleinaktionärin der Greater Zurich Area (GZA), die das internationale Standortmarketing für den Wirtschaftsraum Zürich betreibt. Die Stiftung ist als Public-Private- Partnership organisiert und wird gemeinsam von der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft getragen.

Die Organisation hat es sich seit der strategischen Neuausrichtung im Jahr 2011 zum Ziel gemacht, den Anteil der privatwirtschaftlichen Partner gegenüber demjenigen der öffentlichen Gönner zu erhöhen. Die GZA kann dank der zusätzlichen privaten Mittel ihre Marktbearbeitung im Ausland weiter verstärken. Die Beiträge der Privatwirtschaft an die Standortmarketing-Organisation sind gemäss Mitteilung mit den Zuwächsen von 2014 gegenüber 2011 um rund 60 Prozent gestiegen.

«Greater Zurich Area Standortmarketing»

Die Stiftung «Greater Zurich Area Standortmarketing» ist Alleinaktionärin der Greater Zurich Area AG (GZA). Die Stiftung stellt die jährlichen Finanzmittel bereit, die von der GZA zur operativen Umsetzung der Standortmarketing- Aktivitäten benötigt werden. Die Stiftung wurde im November 1998 als Public- Private-Partnership gegründet. Der Kreis der Mitglieder wurde seitdem laufend erweitert.

Mitglieder sind die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Zug und Zürich, die Stadt Zürich und die Region Winterthur.

Partner aus der Privatwirtschaft sind die Unternehmen Alpine Finanz Immobilien, Amag Automobil und Motoren, Credit Suisse Group, Flughafen Zürich, Glarner Kantonalbank, Graubündner Kantonalbank, Steiner, Rhenus Alpina, Schaffhauser Kantonalbank, Schwyzer Kantonalbank, Swiss Re, UBS, Zuger Kantonalbank, Zürcher Handelskammer, Zürcher Kantonalbank und Zürich Versicherungsgesellschaft. Neu per 1. Januar 2014: Vischer. Neu per 1. Juli 2014: Swiss Life und Swiss Prime Site.

 

Werbestadt gestaltet Webdesign für Calia-Storen

Werbestadt hat für Calia-Storen das Webdesign neu gestaltet. Vor dem Relaunch hat die Agentur die Identity und der gestalterische Anspruch geklärt sowie die technischen Wünsche und Bedingungen definiert.

Als USP wurden die persönliche Betreuung, die üppige Produktauswahl sowie die eindrückliche Referenzenliste identifiziert. Auf der Basis dieser Leitbotschaft wünschte sich der Kunde einen äs-thetischen, klaren und funktionalen Webauftritt, so die Agentur in einer Mitteilung vom Mittwoch. Weitere Bedürfnisse waren eine optimale Anpassung der Inhalte an die diversen Endgeräte sowie ein bedienerfreundliches Content Management System, um eigene Ergänzungen auf der Seite selbst vornehmen zu können. Umgesetzt wurden die Vorgaben durch ein Responsive Webdesign mit Akzent auf dem Scrollen statt aufwändiger Navigation.

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Verantwortlich bei Werbestadt: Eva Kesper-Wegelin (Art Director), Nicolas Kesper (Konzepter). Verantwortlich bei Calia-Storen: Giovanni Calia (Inhaber).

Yahoo-Chefin Marissa Mayer verliert Werbeeinnahmen

Eigentlich war Marissa Mayer vor zwei Jahren angetreten, um die Talfahrt von Yahoo zu stoppen. Doch ihre Bemühungen, das Werbegeschäft beim Internet-Urgestein anzukurbeln, scheinen ins Leere zu laufen.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer laufen die Werbekunden davon. Der US-Internetkonzern nahm im zweiten Quartal deutlich weniger Geld durch grafische Anzeigen ein. Das zog den gesamten Umsatz um 4 Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar herunter. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 270 Millionen Dollar.

«Wir sind nicht zufrieden mit den Ergebnissen im zweiten Quartal», räumte Mayer am Dienstag (Ortszeit) am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale ein. Die frühere Google-Managerin verfolgt seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2012 den Plan, durch neue Inhalte und Funktionen mehr Nutzer anzulocken und dadurch auch mehr Werbeanzeigen in die Yahoo-Angebote zu bringen. Die Anleger sind von der bisherigen Entwicklung aber wenig überzeugt. Nachbörslich fiel das Papier um 3 Prozent.

Yahoo leidet unter der harten Konkurrenz von Rivalen wie Google und Facebook. Alle drei Unternehmen finanzieren sich grösstenteils über Werbung. Zum einen verkaufen sie grafische Werbeanzeigen – die sogenannten Banner – und zum anderen bezahlte Links bei Suchmaschinen. Bei der Suchmaschinen-Werbung konnte Yahoo auch erneut zulegen, was den Abwärtstrend etwas bremste.

Zuletzt war Mayers Verhältnis zu den Werbekunden in die Schlagzeilen geraten, als sie sich auf einer Branchenmesse in Cannes zu einem wichtigen Abendessen verspätet hatte. Kritiker hatten ihr dies als Geringschätzung der Werbetreibenden ausgelegt.

Zum Glück für Mayer ist Yahoo ein Grossaktionär des chinesischen Internethändlers Alibaba, der demnächst in New York an die Börse gehen will. Der Börsengang könnte grösser als der von Facebook werden. Schon in der Vergangenheit hatte die Alibaba-Beteiligung viele Probleme in Yahoos Kerngeschäft ausgeglichen.

Yahoo wird aber weniger Aktien im Zuge des Börsengangs verkaufen als ursprünglich angekündigt, und zwar 140 Mio. Dollar statt 208 Mio Dollar. Von vielen Anlegern wurde die Ankündigung positiv aufgenommen – bedeutet es doch, dass Yahoo von einer möglichen späteren Kurssteigerung profitieren würde. Yahoo- Finanzchef Ken Goldman versprach, die Nachsteuereinnahmen aus den verbleibenden Aktienverkäufen mindestens zur Hälfte an die eigenen Aktionäre auszuschütten. (SDA)
 

Zu guter Letzt: «Luxus neu definiert»

Der australische Werber David Johns wollte eigentlich bloss sein altes Auto verkaufen. Doch dann hat er einen Spot gedreht, der alles andere als gebraucht oder billig ist.

«Luxus neu definiert» ist einer der Slogans im Spot, welcher einen Gebrauchtwagen mit dem Baujahr 1999 in Szene setzt. Da David Johns sein Auto – ein Holden Barina – verkaufen und nicht bloss zum Spass bewirbt, hat er ausserdem eigens dafür eine Website erstellt. Sie stellt den Gebrauchtwagen ironisch in ein sehr positives Licht.
Der Spot wurde bereits bei Huffingtonpost.de und Masahble.com publiziert. News.com hat sogar bereits mit ihm über seine aufwändige «Verkaufsmasche» gesprochen.

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«Sehr verlässlich» sei das Auto, heisst es im Spot. Doch wie viel kostet das Auto denn nun, für dessen Verkauf sich der Besitzer so viel Mühe gemacht hat? Rund 1‘000 Dollar, schreibt Mashable.com. Da lohnt sich so ein Aufwand natürlich total…
Doch ein effektiver Verkauf war auch nicht der Hauptgrund für diesen Spot. In Wahrheit hatte Johns einfach die Zeit dazu und wollte seine Fähigkeiten zeigen, wie er gegenüber News.com sagte. Schade – so abgefahren und witzig die Werbung ist, so überhaupt nicht abgefahren oder spannend klingen seine Beweggründe. «Ich wollte Luxus tatsächlich neu definieren», oder «Für mein Auto nur das Beste» wäre als Begründung irgendwie doch besser angekommen, als «aus Langeweile». (uma)

SRG-Ombudsmann kritisiert Radiobeitrag

Der Wegzug des Erdölkonzerns Weatherford aus der Schweiz stehe im Zusammenhang mit der Zuwanderungsinitiative, vermeldet Radio SRF im April. Der Ombudsmann der SRG beurteilt den Beitrag als «unsachlich»,  wie die NLZ am Mittwoch berichtete.

Es werde in der Radiosendung eindeutig suggeriert, «dass der Schweiz durch die Annahme der Zuwanderungsinitiative erhebliche Verluste an Arbeitsplätzen entstehen», heisst es im Schlussbericht, der auch der Nachrichtenagentur SDA vorliegt. Dabei werde verschwiegen, dass Weatherford in der Schweiz lediglich vier Personen beschäftige, womit ein Bezug auf die Masseneinwanderungsinitiative als irreführend anzusehen sei.

In der Radiosendung wird aus einem Aktionärsbrief zitiert, wonach Weatherford ihren Wegzug aus der Schweiz unter anderem mit den politischen Veränderungen in der Schweiz begründet. Die Aussage kann sich laut Ombudsmann aber auch auf andere Veränderungen beziehen, etwa die angenommene Abzockerinitiative oder die Unternehmenssteuerreform. Die Abzockerinitiative werde zwar ebenfalls erwähnt. Doch im Bericht stehe die SVP-Initiative im Vordergrund, schreibt der Ombudsmann.

Die SVP, welche die Beschwerde eingereicht hatte, gibt sich mit dieser Rüge nicht zufrieden. Sie zieht den Fall an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) weiter, wie die stellvertretende SVP- Generalsekretärin Silvia Bär gegenüber derSDAa bestätigt.

Der Erdölkonzern Weatherford hatte Anfang April bekannt gegeben, dass er seinen Sitz von Zug nach Irland verlegt. (SDA)
 

Bezahlschranke bei allen Tamedia-Bezahlzeitungen

Tamedia hat im März eine Bezahlschranke für das Online-Angebot des Tages-Anzeigers eingeführt. Das Modell werde in den nächsten Monaten bei allen bezahlten Angeboten von Tamedia eingeführt, sagt Tamedia-Chef Christoph Tonini in der Handelszeitung.

«Bis Ende 2015 werden wir alle Bezahlzeitungen auf das digitale Bezahlmodell bringen», so Tonini. Die nächste Zeitung, bei der eine Bezahlschranke wird, ist der Berner Bund. Tonini: «Nach dem Tages-Anzeiger starten wir beim Bund in Bern, dann folgen 24 heures und Tribune de Genève in der Romandie.» Mit dem Zusammenlegen der beiden Verzeichnisdienste Local.ch und Search.ch hat Tonini grosse Pläne: «Gemeinsam mit Swisscom wollen wir nicht einfach ein simples Verzeichnis anbieten, sondern Dienstleistungen für kleine und mittlere Schweizer Unternehmen aufbauen, die diesen ein zeitgemässes Online-Marketing erlauben.»

Ausserdem sollen die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung enger zusammenarbeiten. Dies gilt für die Ressorts Gesellschaft und Kultur. Tonini: «Es gibt sicher weitere Gebiete wie Layout, Infografik oder Korrektorat, in denen die beiden Redaktionen zusammenarbeiten können.» Und weiter: «Bei den Ressorts Inland, Bundesbern, Wirtschaft ist eine Kooperation anspruchsvoller, aber langfristig nicht unvorstellbar.» Allerdings dürfe die Sonntagszeitung nicht zur 7. Ausgabe des Tages-Anzeigers werden. (SDA)
 

Medienmogul Murdoch greift nach Time Warner

In seinen 83 Lebensjahren hat Rupert Murdoch eines der grössten Medienimperien der Welt geschaffen mit Zeitungen, TV-Sendern und einem Filmstudio. Gerade scheint er daran zu arbeiten, sich endgültig ein Denkmal zu setzen.

Murdoch hat in den vergangenen Wochen versucht, den Rivalen Time Warner zu schlucken. Dieser wies die Annäherungsversuche zwar zurück, doch könnte Murdoch seine Offerte aufstocken. Murdochs Konzerns 21st Century Fox bestätigte am Mittwoch, Time Warner im Juni ein Angebot für einen Zusammenschluss unterbreitet zu haben. «Der Verwaltungsrat von Time Warner hat es abgelehnt, auf unser Angebot einzugehen», erklärte 21st Century Fox am Sitz in New York. «Wir befinden uns momentan nicht in Gesprächen mit Time Warner.»

Der Deal wäre die Krönung von Murdochs Karriere, in der er einen weltumspannenden Medienkonzern geschaffen hat. Zu einem fusionierten Branchengiganten würden Fernsehsender wie Fox, TNT oder der in den USA beliebte Bezahlsender HBO („Game of Thrones“) gehören; überdies wären die grossen Hollywood-Studios 20th Century Fox und Warner Bros. Teil des Geschäfts.

Insider: 80 Milliarden offeriert

Nach Informationen der New York Times, die zuerst Wind von der Offerte bekommen hatte, und von der Nachrichtenagentur Reuters, bot Murdoch 80 Milliarden Dollar für Time Warner. Um mögliche Bedenken der Wettbewerbshüter zu zerstreuen, könnte der zu Time Warner gehörende Nachrichtenkanal CNN weiterverkauft werden. Murdoch betreibt mit Fox News einen der schärfsten Rivalen in den USA.

Den Informationen zufolge hatte sich Murdochs rechte Hand Chase Carey im Juni mit Time-Warner-Chef Jeff Bewkes getroffen, um ihn ein Angebot zu machen. Dieses habe mit 85 Dollar je Anteilsschein ein Viertel über dem damaligen Börsenkurs gelegen. Ein Teil des Kaufpreises habe in Aktien von Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox gezahlt werden sollen. Laut Wall Street Journal hat Murdoch seine Offerte im Juli noch einmal schriftlich eingereicht. Murdochs Fox habe unter anderem geschätzt, dass durch eine Fusion der Unternehmen die Kosten um etwa eine Milliarde Dollar gesenkt werden könnten, vor allem durch den Abbau von Arbeitsplätzen.

Nach der Zurückweisung sei der nächste Schritt von Murdoch unklar, schrieb die New York Times. Die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf eine eingeweihte Persone, Murdoch sei durchaus bereit, mehr als 85 Dollar je Time-Warner-Aktie zu zahlen. Das Papier sprang am Mittwoch im vorbörslichen Handel um 16 Prozent auf 82,50 Dollar hoch. (SDA)

Teaserbild: Keystone

Uepaa!-App mit Kampagne für BFU

Uepaa.ch ist eine neue Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU eingegangen. Dies im Zusammenhang mit der Kampagne «Bergwandern – aber sicher».

Dank der Partnerschaft wird die Kampagne auch digital «erlebbar», heisst es in einer Mitteilung. Denn die Kernaussagen der Kampagne werden in die App aufgenommen und so den Nutzern ein einfacher und direkter Bezug zum Peak Check zur Verfügung gestellt. Kampagnenwerbung soll auch vor Ort (an allen Wochenenden zwischen dem 6. Juli und 19. Oktober in Hotspot Wandergebieten) stattfinden. Dabei erhalten Nutzer ein gratis Premiumupgrade und einen Powerriegel für die jeweilige Tour.

Die App verfügt neu über eine verbesserte Batterielaufzeit, neue Tracking Elemente inklusive Statistiktools, und erstmals informiert die App Nutzer jetzt auch über mögliche Outdoorrisiken und wie man sich ausreichend auf eine Tour vorbereiten soll.
 

Relaunch für «Fritz+Fränzi»

Im September 2014 erscheint das Schweizer Elternmagazin «Fritz+Fränzi» in neuer Aufmachung. Der Relaunch des Elternmagazins mit einer Auflage von über 100‘000 Exemplaren wird von Stephanie Ringel geleitet.

Neben einer Namensänderung gibt es auch Änderungen in Design und Inhalt. «Wir wollen mit der Neulancierung den redaktionellen Inhalt schärfen. Dafür richten wir uns nach Kriterien wie bessere Lesbarkeit, klarere Struktur, neue Themengewichtung. Und wir orientieren uns am Leser und seinen Bedürfnissen, das ist uns besonders wichtig», sagt Stephanie Ringel zum Relaunch. Ringel arbeitete zuvor als Journalistin und Projektleiterin für sehr reichweitenstarke Medien wie «Bild am Sonntag», den «Tagesspiegel», den «Sonntagsblick» und die «Schweizer Illustrierte». Derzeit leitet die studierte Politologin und Kunsthistorikerin die Schweiz-Redaktion der Fachzeitschrift «Schöner Wohnen».

«Wir gestalten die Rubriken neu und wir werden einen innovativen Online-Auftritt haben. Wie das genau aussieht und wie der neue Name sein wird, dass erarbeiten wir gerade“, sagt «Fritz+Fränzi»-Geschäftsführer Thomas Schlickenrieder in einer Mitteilung. Der Fokus des Magazins werde aber weiterhin auf Themen wie Schule, Erziehung, Berufsplanung, Gesundheit und Freizeit liegen. «Wir wollen durch den Relaunch nicht nur die Themenführerschaft bei Erziehung, Schule und Berufsplanung, Gesundheit, Freizeit und interkulturelles Zusammenleben ausbauen, sondern auch über alle digitalen Kanäle problemlos erreichbar und erster Ratgeber in Elternfragen sein», so Schlickenrieder.

Das neugestaltete Magazin ist ab dem 11. September an ausgewählten Kiosken, beim Verlag und online erhältlich.

 

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