Planet 105: Fast alles wird neu

Start der Phase zwei nach der Rettung von Radio 105 durch Roger Schawinski: Der langjährige Energy-Moderator Sascha Wanner wechselt zu Planet 105. Er wird in Zukunft als neuer Moderator der Morgenshow eine wichtige Programmfunktion einnehmen.

Der 29-jährige Sascha Wanner war vor seiner sechsjährigen Tätigkeit bei Energy bei Radio 105 und bei Radio 24 tätig. Jan Müller wird Planet 105 per Ende Jahr verlassen (Werbewoche.ch berichtete). Zuvor wird er den Relaunch des Senders begleiten, der am 31. Oktober 2014 mit einer grossen DJ-Night gefeiert werden soll.

Roger Schawinski: «Bei uns wird nun fast alles anders: Neuer Sendername, neues Logo, neue Inhalte, neues Sendestudio, neue Konzepte mit neuen Stimmen. Der Name Planet 105 enthält ein Versprechen, das wir einlösen wollen. All dies soll uns helfen, unser Profil zusätzlich zu schärfen. Planet 105 ist der einzige Schweizer Sender, der für ein vorwiegend jüngeres Publikum konsequent und kompromisslos auf die beste Musik von heute setzt. Ich freue mich, diese Konzepte zusammen mit meinem Team in den nächsten Monaten umzusetzen.»
 

HWZ lanciert «Center for Digital Business»

Die Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ lanciert mit dem «Center for Digital Business» das erste Zentrum für digitale Transformation der Schweiz.

Die digitale Transformation ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen der heutigen Zeit, das auch viele Schweizer Firmen betrifft. Am 1. September 2014 lanciert daher die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich das schweizweit erste Center for Digital Business. Unter der Leitung von Manuel P. Nappo bietet das Center for Digital Business Studiengänge an, unterstützt Firmen mit Beratungs- und Projektdienstleistungen, führt Forschungsprojekte durch und stellt der Wirtschaft kostenloses Knowhow zur Verfügung. «Der Druck auf Schweizer Unternehmen durch die Digitalisierung und Innovation hat in den letzten Jahren stark zugenommen und klassische Geschäftsmodelle stossen an ihre Grenzen», so Manuel P. Nappo, Leiter des neuen Centers for Digital Business an der HWZ und «Digital Pioneer of the Year 2013». «Mit der Gründung des Centers unterstützen wir Schweizer Firmen sowie Entscheidungsträger, die Herausforderungen des digitalen Zeitalters erfolgreich zu meistern und sich für die Zukunft zu rüsten.»

Das Center for Digital Business bearbeitet prioritär folgende Themen der digitalen Transformation: Digital Leadership, Mobile Strategy, Finance 2.0, HR 2.0, Mobile First Culture, Digital Change Management, Digital Stakeholder, Social Media, Multichannel Experience, Data und Analytics.

Für KMU, Verbände und Verwaltungen werden massgeschneiderte Kurse, Inhouse-Schulungen, Coachings und Workshops realisiert, um deren Eintritt in die digitale Welt zu erleichtern. Zudem zeichnet das Center verantwortlich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang Digital Business an der HWZ. Dieser setzt sich aus fünf Zertifikatsstudiengängen (CAS) zusammen, von denen drei ausgewählt werden können und mit einer grösseren praktischen Arbeit verbunden zum Mastertitel führen. Auf den Transfer von Theorie zu Praxis wird grossen Wert gelegt; dementsprechend sind in allen CAS praktische Umsetzungen enthalten. Der MAS ist damit eines der modernsten Bildungskonzepte im Bereich Digital Business.
 

Wirz: «Wer’s glaubt» geht in die zweite Runde

Am 18. September startet die zweite Staffel der interaktiven Quizshow «Wer’s glaubt». Das Sendekonzept, das Wirz zusammen mit Joiz und der Mobiliar Versicherung entwickelt hat, erweckt die Welt der Schadenskizzen zum Leben.

«Wer’s glaubt» ist eine 60-minütige interaktive Live-Sendung, in der sich alles rund um verrückte Schadensfälle dreht. Das Branded-Entertainment-Format fand im letzten Jahr nicht nur bei der Zielgruppe grossen Zuspruch, sondern wurde auch in der Branche honoriert. Unter anderem mit dem Goldbach Crossmedia Award in Gold.

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Beim Quiz gilt es herauszufinden, ob skurrile Schadensfälle echt oder gut erfunden sind. Die Kandidaten treten in drei Teams jeweils zusammen mit einem Promi gegeneinander an. In mehreren Spielrunden müssen sie sich mit Schadensfällen befassen. So geht es etwa in der Rubrik «Das Experiment» darum, was passiert, wenn eine Feuerwerksrakete in einem Aquarium explodiert. Oder die Kandidaten fragen den Schadenexperten der Mobiliar über den Hergang eines absolut unglaublichen, aber tatsächlich so passierten Schadensfalls aus. Das Publikum ist voll involviert und kann während der Sendung über den «Second Screen» auf der Joiz-Website in jeder Spielrunde live mitraten, seine Tipps abgeben und Preise gewinnen.

Die Medienstrategie entstand zusammen mit der Agentur PHD, und die Quizshow-Kandidaten werden zusammen mit dem Medienpartner 20 Minuten rekrutiert. Der Online-Aufruf war im letzten Jahr mit über 30'000 Klicks in den ersten fünf Tagen die erfolgreichste 20-Minuten-Promotion. «20 Minuten» bleibt auch in der zweiten Staffel während der gesamten Ausstrahlungsphase an Bord: Vor jeder Sendung können die Leser auf 20 Minuten online über den Ausgang eines Schadenexperiments rätseln und Preise gewinnen.

Bei der Mobiliar freut man sich sehr auf die zweite Staffel. «Relevanten Brand Content einer jungen Zielgruppe zugänglich zu machen, ist insbesondere in unserem Markt eine Herausforderung», sagt Patrick Tharin, Verantwortlicher Werbung Mobijeunes, und ergänzt: «Mit Wer’s glaubt haben wir ein tolles Konzept, das in unsere bekannte Kampagne integriert ist.» Die Sendung läuft bis zum 23.10. jeden Donnerstag um 20.00 Uhr auf Joiz.

Casefilm der ersten Staffel:

//www.youtube.com/watch?v=Bd95eH5kkYM

14 neue DAB+-Radiosender für den Raum Zürich

Im Grossraum Zürich sind seit Montag 14 zumeist alternative und werbefreie Lokal- und Internetradios neu über DAB+ zu empfangen. Zürich sei nach Genf die zweite DAB+-Insel für unabhängige Sender mit kleinem Budget, heisst es in einer Mitteilung von Digris.

Insgesamt sind in Zürich 61 Digitalradio-Sender empfangbar. Dank Funkkonzession und neuartiger DAB-Techologie sei der kostengünstige Zugang möglich. Es profitieren Sender wie das Zürcher LoRa, Stadtfilter aus Winterthur oder Kanal K aus Aarau. Auch Roger Schawinskis Jugendradio Planet 105 wird auf DAB+ ausgestrahlt. Acht der 14 neuen Radiostationen definieren sich über ihr Musikprofil. So unterhält Radio Tropic mit tropischer Latinomusik. Radio Industrie aus Zug legt seinen Fokus auf die verschiedenen Strömungen der Rap-Musik und verfolgt die Wurzeln in Soul, Funk und Jazz. Toxic.fm aus St. Gallen spielt Rocksongs aus den letzten 20 Jahren.

20 Bewerber für 14 Sendeplätze

Das als Sommerradioprojekt bekannt gewordene Rundfunk.FM ist im digitalen Äther ab Januar neu ganzjährig empfangbar. Open Broadcast ist ein vollständig User- generiertes Radio, das wie die Musik-Internetradios Backstage Radio, Spoon Radio und TraxxFM auch über die DAB+-Insel Zürich verbreitet wird. Zu den fünf «Wortradios» gehören neben LoRa, Stadtfilter und Kanal K auch der Basler Jugend- und Kultursender Radio X und der christliche Familiensender Radio 74. Die Genfer DAB-Insel war Anfang Juni in Betrieb gegangen. Für die 14 freien Sendeplätze der DAB-Insel Zürich hatten sich 20 Radiostationen beworben. Die ausgewählten Radios hätten sich unter anderem dadurch ausgezeichnet, dass sie die interaktiven Möglichkeiten von Digitalradio aktiv nutzen, heisst es in der Mitteilung. (SDA)

13 Fragen an… Markus Ruf

Welche Kampagne ihn inspiriert hat, in die Werbebranche einzusteigen und was er von Duftkerzen hält, verrät Markus Ruf, Mitinhaber und Creative Director von Ruf Lanz, in unserer Serie «13 Fragen an...».

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Sie könnten Ihr Smartphone einen Tag lang mit einer anderen Person tauschen. Würden Sie? Und falls ja, mit wem?
Mit dem Autor Peter Brown Hoffmeister, dem wahrscheinlich letzten Menschen ohne Handy. Er würde eine neue Erfahrung machen, und ich könnte einen Tag lang ungestört arbeiten.

Für was würden Sie eine Woche lang gratis arbeiten?
Nur für wohltätige Unternehmen, die keine Mittel haben, aber den Mumm, etwas zu bewegen. So war’s beim Blindenwohnheim Mühlehalde, bei der Stiftung Tier im Recht und beim Autismus Forum Schweiz.

Was kommt Ihnen auf keinen Fall ins Büro?
Eine Duftkerze. Auch wenn Danielle es immer wieder versucht.

Wofür möchten Sie am liebsten werben?
Wir gehen weniger vom Produkt aus als von den Entscheidern. Ein Schraubenhersteller mit einem CEO, der offen ist für frische, unkonventionelle Ideen, ist interessanter als ein hypes Produkt mit einer überstrukturierten, alles nivellierenden Marketingabteilung.

Wo und wie haben Sie in Ihrem Leben schon einmal geblufft?
Im ersten Lehrjahr zum Typographen habe ich regelmässig Protz-Visitenkarten gedruckt für mich und meine Kollegen, mit Titeln wie Jumbopilot, Fussballprofi oder Stuntman. Unsere Zielgruppe waren die Blondinen in den süddeutschen Discos.

Wofür würden Sie unter keinen Umständen werben?
Für Werbeverbote.

Was ist für Sie die momentan grösste Herausforderung für die Werbung?
Es herrscht ein bisschen viel Hype um neue Medienkanäle. Doch all diese neuen Kanäle können die Ideen nicht ersetzen. Im Gegenteil! Durch die Digitalisierung sind die Menschen je länger je mehr in der Lage, unerwünschte Werbung einfach rauszufiltern. Das heisst, dass die Werbung so interessant gedacht und gemacht sein muss, dass die Menschen sie gerne freiwillig anschauen und idealerweise sogar mit anderen teilen. Der zündende Einfall wird in Zukunft also noch wichtiger.

Ein Buzz-Wort, das Ihnen auf die Nerven geht?
Promi! Das inflationärste Wort unserer Zeit. Die schönste Schlagzeile dazu lieferte neulich der Blick: «Börni Höhn heisst jetzt Vava Voom.» Ich tippte auf Ex-Bachelor-Kandidatin. Fehlanzeige: Ex-Musicstar-Viertplatzierte.

Die beste Eigenwerbung?
Wenn man für seine Kunden über einen langen Zeitraum gute Werbung macht.

Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Auf Fotokunst. Der tschechische Künstler Miroslav Tichy hat es sehr poetisch gesagt: «Fotografieren ist Malen mit Licht.»

Was hat Sie inspiriert, in die Werbebranche einzusteigen?
Die Toni-Joghurt-Kampagne von Aebi & Partner anfangs der 80er Jahre. So intelligente, unterhaltsame Werbung wollte ich auch machen!

Welchen Werbeträger finden Sie abscheulich?
Die Velokuriertaschen. Man sieht sie als Fussgänger immer erst, nachdem man beinahe überfahren worden ist – suboptimal fürs Erfassen einer Werbebotschaft.

Was wollen Sie unbedingt erreichen?
Den Zug um 22.04 Uhr. Darum ist hier Schluss.

Markus Ruf ist Mitinhaber und Creative Director der Zürcher Werbeagentur Ruf Lanz. Er gründete die Agentur im Jahr 2001 zusammen mit Danielle Lanz. Ruf Lanz gehört zu den kreativsten Adressen der Schweiz. Zum Kundenportfolio gehören die VBZ, die Suva, die Schweizer Milchproduzenten, Bank Coop, Migros (Delizio Kaffee), die Swiss Deluxe Hotels, das Gastrounternehmen Hiltl u.v.a. Markus Ruf ist zweifacher Werber des Jahres. Seine Arbeiten wurden national und international unzählige Mal ausgezeichnet.

Die «13 Fragen» erscheinen sowohl Online wie auch in der Printausgabe der Werbewoche.

Coopzeitung erscheint in neuem Look

Ab Dienstag erscheint die Coopzeitung neu im Magazinformat. Sie möchte stärker durch konkreten Nutzwert überzeugen und im Alltag der Leserinnen und Leser, insbesondere auch bei der Zielgruppe «junge Familien», eine wichtige Rolle spielen.

Sympathisch, modern, überraschend – so möchte sich die neue Coopzeitung präsentieren. Was als erstes auffällt: Die Zeitung ist nun geheftet und kompakter und so noch vielseitiger nutzbar. Auf der Frontseite erscheinen jeweils Menschen, die das Thema der Titelgeschichte verkörpern. Die einzelnen Ressorts sind farblich abgetrennt, was das Lesen angenehm und übersichtlich machen soll. Ausserdem profitieren die Leserinnen und Leser von Ratgebern, Infos aus dem Alltag, Einkaufstipps sowie Rezeptvorschlägen. «Die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden ist uns seit jeher ein grosses Anliegen. Über die Coopzeitung können wir Woche für Woche in Dialog mit unserer Kundschaft treten und sie über Neuigkeiten aus der Coop-Welt informieren», so Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Junge Familien ansprechen

Mit ihrem überarbeiteten Kundenmagazin möchte Coop vermehrt junge Familien ansprechen. «Vor allem in diesem Segment wollen wir noch mehr Leserinnen und Leser gewinnen», sagt Chefredaktor Christian Degen. Darum werden Familienthemen zukünftig stärker gewichtet und prominenter im vorderen Teil der Zeitung platziert. Weiterhin grosse Bedeutung wird dem Thema Food beigemessen. So wurde dem Bereich «Essen&Trinken» mit einem leicht veränderten Aussehen und einer Art «Heft-im-Heft» mit eigenem Titelbild noch mehr Wichtigkeit verliehen. Mit wöchentlich 3,6 Millionen Leserinnen und Lesern sind die Coopzeitung, die Coopération und die Cooperazione die meistgelesenen Zeitungen der Schweiz. Sie werden auch in Zukunft in der Schweiz gedruckt.

Streaming ist im Trend

Video- und Audio-Inhalte aus dem Internet werden von über zwei Dritteln der Schweizer Onliner regelmässig konsumiert. Waren es 2011 noch drei Millionen Streaming-User, zählt diese Nutzergruppe 2014 gemäss der Studie Net-Metrix-Base bereits 3,8 Millionen.

Übers Internet fernsehen, Radio hören oder Videos schauen – mit solchen Streamingaktivitäten beschäftigen sich Schweizer Onliner mehr und mehr. Ein Drittel der Online-Community gibt sogar an, Streamingangebote mehrmals pro Woche oder häufiger zu nutzen. Mit 56,3 Prozent sind Männer noch immer übervertreten in der Nutzergruppe der Streaming-User. Auch der Anteil an jüngeren Semestern (14 bis 39-Jährige) ist überdurchschnittlich hoch: 4 von 5 Onliner aus dieser Alterskategorie nutzen Streaming Inhalte. Bei den über 40-Jährigen sind es noch immer mehr als die Hälfte mit einem Anteil von 59 Prozent.

Die neuesten Daten der Studie Net-Metrix-Base 2014-1 belegen: Video-Inhalte sind generell beliebter als Audio-Inhalte. Videos auf Videoportalen (wie z. B. Youtube, Clipfish, Myvideo) weisen mit Abstand den höchsten Nutzungsanteil unter den Streaming-Usern auf: 71 Prozent geben an, diese Streamingangebote mehrmals im Monat oder häufiger zu nutzen. Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala folgt das Streamen von Videos auf Portalen von TV-Sendern (wie zum Beispiel SRF Videoportal, ARD Mediathek oder RTL Now) mit 62 Prozent. Rund 2,2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer hören mehrmals pro Monat oder häufiger Web-Radio oder Live-Radio aus dem Internet – dies entspricht einem Anteil von 59 Prozent aller Streaming-User.

Erstmals liegen der Net-Metrix auch Daten zur Gerätenutzung für die Streamingaktivitäten vor. Auffallend – aber nicht weiter überraschend – ist die Tatsache, dass Smartphones, insbesondere für die Nutzung von Video-Inhalten auf Videoportalen und Web-Radio, weit vorne mit dabei sind. Laptops sind durchgehend beliebt für das Abspielen von Streaming Inhalten, vor allem für Videos auf Videoportalen und Portalen von TV-Sendern: 37 Prozent respektive 22,7 Prozent aller Streaming-User nutzen dafür ein solches Gerät. Web-Radio wird mehrheitlich über einen Desktop-PC gehört (22,1 Prozent), dicht gefolgt von der Nutzung via Laptop (21,8 Prozent) und Smartphone (21,3 Prozent).

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Aarauer Stadiongegner zeigt Blick an

Seit einem enttarnenden Blick-Artikel braucht der Aarauer Stadiongegner Hans W. Polizeischutz. Nun will er juristisch gegen die Zeitung vorgehen.

Am Mittwoch, 20. August, veröffentlichte die Zeitung Blick die Identität des Mannes, der in letzter Sekunde vor Ablauf der Frist eine Beschwerde gegen das neue Stadion in Aarau eingereicht hatte. Zwar wurde sein Gesicht verpixelt und der Nachname «nur» mit Initial genannt, der 58-jährige Mann wurde jedoch sofort erkannt. Wie die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe berichtet, wurde W. in der Folge telefonisch belästigt, Unbekannte schleichen um sein Anwesen und fotografieren sein Haus. Nach der Publikation meldete sich die Polizei bei W. und versprach, Patrouillen vobeizuschicken.

Der enttarnte Sündenbock – das Stadion wurde vom Aarauer Stimmvolk an der Urne gutgeheissen – will nun rechtlich gegen die Boulevardzeitung vorgehen. W. hat bei der der Kantonspolizei Aargau Strafantrag eingereicht. Er akzeptiere nicht, dass er für die Ausübung eines Bürgerrechts als Verbrecher dargestellt werde, so W. gegenüber der Sonntagszeitung. Die Polizei sieht den Anfangsverdacht für Ehrverletzungsdelikte als gegeben und wird die betroffenen Journalisten, die W. vor seinem Haus abgepasst und fotografiert haben, zu einer Einvernahme vorladen. Experten wie Datenschützer Hanspeter Thür oder Medienrechtler Peter Studer halten die Anzeige für aussichtsreich. Felix Gingesser, Chefredaktor Sport der Blick-Gruppe, ist sich keiner Schuld bewusst. Wer von seinem Einspracherecht Gebrauch mache, dürfte genannt werden, so seine Überzeugung. Einsprachen seien zwar ein demokratisches Grundrecht, doch gingen sie in diesem Fall auf Kosten der Allgemeinheit. (SoZ/hae) 

Clio: JvM/Limmat in vier Kategorien nominiert

Die Kampagne «Mannequins» von JvM/Limmat für Pro Infirmis ist in vier Kategorien auf der Shortlist der internationalen Clio Awards nominiert. Publicis und Leo Burnett sorgen für weitere Schweizer Shortlists.

Erfolg für die Zürcher Kommunikationsagentur: Die bereits mehrfach ausgezeichnete Kampagne «Mannequins» für Pro Infirmis ist in den Kategorien «Design», «Out of Home», «Content + Contact» sowie «Innovative Media» mit einer Shortlist für das Finale der Clio Awards nominiert und darf auf eine der begehrten Auszeichnungen hoffen.

Am Tag der Menschen mit Behinderung standen im Dezember 2013 abnorme Schaufensterpuppen in fünf Boutiquen an der Zürcher Bahnhofstrasse (Werbewoche.ch berichtete). Der Dokumentarfilm erreichte auf Youtube bis jetzt über 15 Millionen Views und ist damit der erfolgreichste Viralfilm aus der Schweiz.

//www.youtube.com/watch?v=vf55LVk4ek4

Weitere Schweizer Shortlists:

Leo Burnett, Kategorie «Design»: «Swiss Wrestling Emmentaler»

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Publicis, Kategorie «Print», L’Oréal

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Die Clio Award Night findet am 1. Oktober 2014 in New York statt. Der Award gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Werbeschaffende weltweit und feiert 2014 sein 55-jähriges Jubiläum. Die hochkarätig besetzte Jury zeichnet jährlich herausragende, kreative Arbeiten in den Bereichen Werbung, Design, Digital Media und Public Relations aus.
 

Zu guter Letzt: Wahlwerbung reloaded

In Belgien hat ein Sonnenschutzmittel-Hersteller verblichenen Wahlplakaten neues Leben eingehaucht.

Wahlpropaganda zu verschandeln ist eigentlich nicht die feine demokratische Art. Auch wenn die Verlockung je nach Penetranz der Köpfe und Slogans manchmal gross sein mag. Etwas harmloser gestaltet sich die Ausgangslage, wenn die Wahlen vorbei sind und die Plakate ihre politische Relevanz verloren haben. In der Schweiz werden die meisten Aushänge feinsäuberlich abgebaut, zusammengeräumt oder von der Plakatgesellschaft ordnungsgemäss überklebt. In anderen Ländern bleiben die vertrauensvoll lächelnden Volksvertreter ihrem Schicksal überlassen: Wer nicht von der nächstbesten Technoparty verdrängt wird, fällt der Witterung und dem Sonnenlicht zum Opfer.

In Belgien hat sich dies die Agentur Famous zunutze gemacht: In der Kampagne des Sonnenschutzmittel-Hersteller Gerard's erlebten die verblichenen Köpfe der verganenen Europwahl einen zweiten Frühling. Vermutlich nicht ganz freiwillig. Egal ob zu rot oder zu blass – Sonnenlicht kann der Haut empfindliche Schäden zuführen. Oder könnte, wenn nicht gerade der Sommer ausfiele. (hae)

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Marianne Gilgen leitet neu Wahlberichterstattung

Am 18. Oktober 2015 finden die Eidgenössischen Parlamentswahlen statt. Marianne Gilgen übernimmt für die SRG SSR die Gesamtleitung der Wahlberichterstattung und gibt die Redaktionsleitung der «Arena» per Ende Oktober 2014 ab.

Seit 1990 ist Marianne Gilgen für SF DRS, SF und SRF tätig. Zu Beginn arbeitete sie vier Jahre als Redaktorin bei der «Tagesschau». Danach half sie während eines Jahres bei der Entwicklung und Lancierung des Magazins «Lipstick» mit. Von 1995 bis 2001 berichtete Marianne Gilgen als Korrespondentin für SRF – zunächst aus der Region Bern Freiburg Wallis, danach aus dem Tessin und aus Italien. Im Herbst 2001 wechselte Marianne Gilgen in die Redaktion der «Arena», deren Leitung sie Ende 2007 übernahm. Während 13 Jahren hat sie die «Arena» mit den Moderatoren Patrick Rohr, Urs Leuthard, Reto Brennwald, Sonja Hasler und Urs Wiedmer massgeblich geprägt. Seit 2004 produziert und verantwortet Marianne Gilgen zudem die Sendungen zu den grossen innenpolitischen Ereignissen wie Bundesratswahlen und nationale Abstimmungen. Für die nationalen Wahlen war sie jeweils für die Vorwahlberichterstattung zuständig.

Per Ende Oktober 2014 gibt Marianne Gilgen die Leitung der «Arena» ab und übernimmt für die SRG die Gesamtleitung der Berichterstattung zu den Eidgenössischen Parlamentswahlen vom 18. Oktober 2015. Ihre Aufgaben als Produzentin der Bundesratswahlen und der nationalen Abstimmungssendungen bei SRF wird sie auch weiterhin ausüben. Marianne Gilgen: «Als Wahlleiterin organisiere ich einerseits die zwölfstündige Livesendung von SRF zu den Wahlen 2015. Für die SRG koordiniere ich andererseits die Wahl-Berichterstattung von Radio, Fernsehen und Online aller SRG-Medien in allen Sprachregionen. Eine organisatorische Herausforderung. Genau diese und die Zusammenarbeit über die Sprachgrenzen hinweg reizt mich an dieser neuen Aufgabe.»
 

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