Öffentlichkeitsprinzip braucht mehr Mittel

Das Öffentlichkeitsprinzip hat sich im Bund und in vielen Kantonen durchgesetzt, doch Medienschaffende nutzen es noch viel zu wenig. Sie haben ja auch kaum Zeit, ausgedehnte Recherchen anzustellen. Von Hans Stutz

Die Neue Zürcher Zeitung erntete noch selten Lob für engagierte Recherchen. Zumindest in den vielen Jahrzehnten freisinniger Dominanz beim Bund und bürgerlicher Vorherrschaft in den Kantonen lebten ihre Redaktoren und Korrespondenten als eingebettete Journalisten behaglich wie Privatgelehrte, sich ihrer staatstragenden Bedeutung bewusst. Das ist Geschichte. Die heutigen Arbeitsbedingungen, vorab bei den privatwirtschaftlichen und gewinnorientierten Medienhäusern, sind weniger komfortabel: Auf den ausgedünnten Redaktionen bleibt wenig Zeit für Nachdenken und Nachhaken, die News müssen unverzüglich online oder über den Äther. Be first, be maybe right. Korrigieren kann man ja später immer noch, wenn unbedingt nötig. Von Medienstellen aufgearbeitete Mitteilungen verringern den Produktionsstress wie auch die Redaktionskosten.

Am vergangenen Wochenende bemängelt nun NZZ-Redaktor Adi Kälin, dass sich «das Informationsverhalten der Behörden» in den vergangenen zwanzig Jahren «erheblich verändert» habe. Wäre ja auch peinlich, wenn sie sich den Entwicklungen in Technik und Medien verschlossen hätten. Kälin kritisiert dann: «Negative Informationen» würden Regierung und Verwaltung «möglichst beiläufig» verbreiten oder sie «sogar recht gut» verstecken, für vermeintlich «Grosses und Wichtiges». Im Klartext: Immer mehr «Public Relations statt Information».

Kälins Beschreibung ist nicht neu, aber zutreffend, ausser dort, wo er einen Gegensatz «Öffentlichkeitsprinzip » konstruiert, wonach «im Prinzip» alles öffentlich sei, wenn dadurch keine Persönlichkeitsrechte verletzt würden. Der Ausnahmenkatalog ist länger, aber das ist ein Detail. Unbestritten ist auch, dass das Öffentlichkeitsprinzip bei vielen Verwaltungen und Regierungen unbeliebt ist. Nur: Es ist keine Verpflichtung für die Behörden, gemäss den Vorstellungen einzelner Medienschaffender zu informieren. Es ist ein Werkzeug, das neugierige Medienschaffende verwenden könnten. Nur: Vieles deutet darauf hin, dass der Einführung heftige Diskussionen vorausgingen, in der Praxis dann nur wenige Medienschaffende sich darauf berufen. Ein Beispiel. Im Jahr 2013 wurden in der gesamten Bundesverwaltung gerade einmal 469 Gesuche eingereicht. Jedes Gesuch bedeutet eben Arbeit, doch dafür bleibt im Redaktionsstress kaum Zeit. Fazit: Wer mehr mediale Kontrolle von Regierung und Verwaltung will, muss das Redaktionsbudget wieder erhöhen. Und vielleicht braucht es dazu sogar eine verstärkte staatliche Förderung der Medien.

Und zum Schluss noch dies: Ungeliebt ist Transparenz auch in der Privatwirtschaft. Gerade in der vergangenen Session hat der bürgerlich dominierte Ständerat ein Whistleblower-Gesetz verabschiedet. Er beschloss, dass Arbeitnehmende bei firmeninternen Missständen nicht an die Medien gelangen dürfen. Ihnen stände nur der Gang zu einer firmeninternen Meldestelle oder an externe Behörden offen. Diese Lösung ist ein Rückschritt. Bis anhin hat das Bundesgericht festgehalten, dass Arbeitnehmende an Medien gelangen dürfen, «wenn die Behörde untätig bleibt – und wenn es die Umstände rechtfertigen ». Der Jurist Dominique Strebel, einst Journalist, nun Studienleiter des Medienausbildungszentrums (MAZ), hält die Ständeratsregelung gar für einen Verstoss gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Er verweist auf einen Strassburger Entscheid, der einer deutschen Altenpflegerin recht gab: Sie habe zwar den Ruf und die Geschäftsinteressen des Arbeitgebers geschädigt, in einer demokratischen Gesellschaft überwiege jedoch das Interesse der Allgemeinheit, von Missständen in der Altenpflege zu erfahren. Mal schauen, ob sich NZZ-Redaktoren in den kommenden Wochen für eine griffige Whistleblowing- Regelung einsetzen, damit der Nationalrat den Ständerat korrigiert.

Hans Stutz ist Journalist in Luzern. Er sitzt auch für die Grünen im Kantonsrat.
 

Wie Auftraggeber zu innovativen und kreativen Lösungen gelangen

Sonderseiten Werbetechnik: Die Werbewoche fragte bei den Werbetechnikern nach, worauf Kunden vor Auftragserteilung besonders achten sollen, welche Neuheiten sie aktuell anbieten, was die heutigen Herausforderungen sind und wie sich die Werbetechnik ihrer Meinung nach mittelfristig entwickeln wird.

Wird Werbetechnik als Suchwort auf Local.ch und Search.ch eingegeben, werden 250 bis 278 Einträge für die Schweiz gefunden. Obwohl die zusätzlichen Stichworte wie Beschriftungen, Schriftgestaltung, Druckerei, Druckvorstufe, Siebdruck, Grafiker den Suchenden eine Hilfestellung bei der Wahl sein können, ist die Auswahl gross und zusätzliche Kriterien zur Bestimmung des richtigen Partners sind notwendig.

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Erfahrene Handfertigkeit kombiniert mit modernster Technik, und die Umsetzung gelingt, wie hier beim Mini, Design des Car Wrapping by Adam Brody.

Mehr Mut zu neuen Materialen

Vor Auftragsvergabe soll Klarheit herrschen. In diesem Punkt sind sich alle einig und empfehlen, auf seriöse Beratungen zu setzen und die Offerten auf Vollständigkeit zu prüfen, damit sämtliche Leistungen aufgeführt sind und nicht nur ein Teil davon. Werden Vergleichsofferten eingefordert, so ist auf die Vergleichbarkeit der Qualität der Produkte und die der Leistungen besonders zu achten. Auch hier gilt, die billigste ist nicht zwingend die günstigste Lösung. Wer sich die Qualität der offerierten Produkte zudem bestätigen lässt und auf erfahrene Lieferanten mit langen Garantiezeiten setzt, dürfte längerfristig weniger mit Wartungskosten überrascht werden. Es muss nicht immer das langlebigste und teuerste Material sein. Für die richtige Materialwahl sind Fragen zu Nachhaltigkeit und Ökologie unter Berücksichtigung der Aspekte, wofür und wie lang und wo eine Folie zum Beispiel im Einsatz sein wird, zu beantworten. Mit der Optimierung der Lebensdauer von PVC-freien und sogar organischen Folien leisten die Hersteller bereits einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und investieren in die Weiterentwicklung neuer Trägermaterialien. Wie schnell sich diese im Markt durchsetzen, steht auch in Abhängigkeit mit den Kundenwünschen.

Ideal ist, wenn der Kunde sehr früh mit uns Kontakt aufnimmt

Durch das frühe Involvement der Werbetechniker in das Projekt können wertvolle Informationen für Produktion und Umsetzung in die Kreation einfliessen. Die gemeinsame Planung birgt zusätzliche Vorteile, weil sie Umsetzungsmöglichkeiten an den effektiven Gegebenheit überprüft, die richtigen Materialien bestimmt, und der Ablauf, die Datenaufbereitung für die Produktion und alle weiteren Schritte sauber geplant werden können. Dies alles mit dem Ziel, dass die Umsetzung schlussendlich am besten gelingt.

Es zahlt sich aus, frühzeitig mit dem Werbetechniker Kontakt aufzunehmen und seine Erfahrungen, Material- und Produktekenntnisse ins Projekt einfliessen zu lassen. Bedingt durch die zunehmende Komplexität der Aufgabenstellungen sind wir heute vermehrt mit den Aspekten des Crossover- Brandings und technischen Fragen konfrontiert, was die Werbetechniker vielmehr zu Gestaltern und Beratern für Auftritte im Raum mit dem speziellen Know-how und den Fertigkeiten für die Umsetzung macht. Als Auftraggeber darf deshalb auch die Frage nach vorhandener Infrastruktur für Konzept und Realisation gestellt werden.

Wir haben laufend Neuheiten

Digital Signage, digitale Werbe- und Informationssysteme, magnetisch haftende und leicht austauschbare Digitaldruckträger, LED für die Lichtwerbung mit gebogenen Linsen für eine homogene Ausleuchtung, Grossformat-Digitaldruck für Objekt- und Fassadenverkleidungen, Latexdruck für das geruchsneutrale Bedrucken von Werbeplanen und Folien, Print & Cut, Flachbettdruck in Kombination mit dem Schneidebereich, Veredelung von Holz, Stein, Metall und hochwertigen Digitaldrucken mit Glas ergänzen als Neuheiten die Angebotspalette der klassischen Werbetechnik. Auch die Entwicklung bei den Folien ist nicht stehen geblieben. Mit Oberflächen- oder Glasdesign- Folien lassen sich heute neue Akzente setzen. Die Verschmelzung digitaler und analoger Medien geht an der Werbetechnik nicht spurlos vorbei. Mit der Digital Signage und für die Steuerung derselben nimmt die IT bei der Konzeption und Realisation eine immer wichtigere Rolle ein.

Nach dem Übergang vom Sieb- zum Digitaldruck eröffnet nun die Technik des UV-Direktdrucks die Möglichkeit, inklusive Weiss und Lack auf flexible und starre Materialien unterschiedlicher Art zu drucken. All diese Entwicklungen und Neuheiten tragen dazu bei, dass der Werbetechniker immer mehr zum Generalisten und somit zum Generalunternehmer wird.

Die Anforderungen an die Mitarbeiter steigen stetig

Die Nanotechnologie bei Fahrzeugscheiben und Lacken und integriert in Untergründe und Oberflächen verlangen hervorragende Produktkenntnisse und umfassende Abklärungen vom Werbetechniker. Das Berufsbild und die Berufsbildung der Gestalter/ innen Werbetechnik haben sich in den vergangenen Jahren entsprechend verändert. Innovative und kreative Lösungen zu erarbeiten, während die geforderten Produktionszeiten immer kürzer werden, ist eine der Herausforderungen, die weiteren grossen für die Werbetechniker sind das Mithalten-Können mit dem rasanten technischen Wandel, neue europäische Umweltvorschriften, Bewilligungsverfahren, Verordnungen, Richtlinien, Materialzertifizierungen und die auf kantonaler und lokaler Ebene unterschiedlichen Regelungen. Die grössten Herausforderungen bleiben der Termin- und Preisdruck.
Die Branche ist sich klar: Das wird sich auch in Zukunft nicht gross ändern, eher noch verschärfen, ist die am meisten genannte Annahme der befragten Werbetechniker. Spannend wird es in jedem Fall bleiben. Die Optimierung der Druck- und Produktionsverfahren wird weitergehen. Auf das handwerkliche Geschick der Gestalter und Gestalterinnen Werbetechnik wird auch in Zukunft nicht verzichtet und es wird weiter gefragt bleiben. Was sich mit Sicherheit ändern wird, sind die Materialien, mit welchen der Werbetechniker arbeitet. Es ist damit zu rechnen, dass auf die heutige Generation 3D-Drucker Geräte folgen, mit welchen auch grossformatige 3D-Elemente am Stück hergestellt werden können. Auch sei es eine Frage der Zeit, bis Folien als Touchscreen und als Projektor eingesetzt werden können. Es wird davon ausgegangen, dass sich die LEDTechnik auf der ganzen Linie durchsetzen wird und weitere Screens an den überraschendsten Orten verbaut werden. Es sei denn, die Thematik Lichtemission verschärft sich.

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Der VWP Verband Werbetechnik+Print vertritt rund 280 Mitglieder und verbindet die Betriebe der Branchen Werbetechnik, Siebdruck und Leuchtwerbung in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Verantwortung in den einzelnen vier Ressorts Bildung, Marketing, Dienste, Technik liegt jeweils bei den einzelnen Vorstandsmitgliedern. Das oberste Organ des VWP ist die jährliche Hauptversammlung, welche über die Aufnahme neuer Mitglieder als letzte Instanz entscheidet. Als Mitglied des europäischen Dachverbandes FESPA (Federation of Screen and Digital Printers Associations) und des Schweizerischen Gewerbeverbands sgv findet der Austausch und die Interessensvertretung der Mitglieder auf internationaler und nationaler Ebene statt. Der Verband ist mehr als ein Sprachrohr der Branche und nimmt sich primär der Themen an, welche für die Weiterentwicklung und das Meistern der zukünftigen Herausforderungen beeinflusst werden können. Für die Durchführung der eidgenössischen höheren Fachprüfungen für Werbetechniker/innen ist der VWP verantwortlich.

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Das Ressort Bildung organisiert die überbetrieblichen Kurse der Berufsbilder Gestalter/in Werbetechnik EFZ und Drucktechnologe/-technologin Fachrichtung Siebduck, bereitet die Qualifikationsverfahren und die Bildungsverordnung (BiVo) der Gestalter/innen Werbetechnik vor und führt diese auch durch. Aktuelle Themen im Ressort Bildung sind die per 1. Oktober in Kraft gesetzte Teilrevision des Bildungsplans und Verordnung über die berufliche Grundbildung für die Lehre als Gestalter/in Werbetechnik EFZ und die Weiterbildung als Werbetechniker/ in ED. Der Lehrgang zur Vorbereitung auf das eidgenössische Diplom Werbetechniker/in wird jetzt gerade zum dritten Mal durchgeführt und dauert bis Juli 2016. Die Thematik Lichtemission (Lichtverschmutzung) ist ein weiteres Anliegen, welches die ganze Branche direkt betrifft. Der VWP ist zusammen mit Spezialisten an der Entwicklung einer Messmethode für die Lichtemission, mit welcher verbindliche Normierungen für die Bewilligung von Lichtreklamen festgelegt werden sollen. Ein weiteres Thema im Lichtbereich ist die Sicherheit der Leuchtwerbe- Anlagen. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat ESTI und der VWP erstellen aktuell die Anlagedokumentation als Vorarbeit für die Definition der Rahmenbedingungen für die Sicherheit der Leuchtwerbe- Anlagen.

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Sie sind Dienstleister, beraten, gestalten, zeichnen, drucken, plotten, schneiden, verkleben, lagern ein, transportieren und montieren. Präzise Handarbeit und der Umgang mit teuren Druckern und den unterschiedlichsten Materialien ist für sie Alltag. Sie stehen in direktem Kontakt mit Kunden aus allen Branchen und sind fast immer unter Zeitdruck. Je früher sie von Kunden und Werbeagenturen in die Konzeptphase eingebunden werden, umso besser ist dies für das Budget und die Ergebnisse. Ihr spezifisches Know-how und Kenntnisse der aktuellen rechtlichen Grundlagen für Werbung im Innenund Aussenbereich helfen bei der Umsetzung und sind Garantie für Qualität. Sie erwecken kreative Ideen zum Leben, machen sie sichtbar im Innenund Aussenbereich, mobil und fix montiert. Die Gestalterinnen und Gestalter Werbetechnik.

Thomas Stuckert

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Kreative Verstärkung für Serviceplan

Die Generalversammlung von Serviceplan Suisse hat Martin Spillmann einstimmig zum neuen Mitglied des Verwaltungsrates gewählt. 

Martin Spillmann gründete zusammen mit Peter Felser die Werbeagentur Spillmann/Felser/Leo Burnett und baute sie als Kreativchef zur zweitgrössten Agentur der Schweiz aus. Seit Mitte 2011 war er als Chief Creative Officer für Leo Burnett Western Europe tätig. Als einer der meist ausgezeichneten Kreativen der Schweiz gewann und jurierte Martin Spillmann an nationalen und internationalen Awards.

Martin Spillmann zu seiner neuen Aufgabe bei Serviceplan: «Seit Eintritt in den Markt habe ich die Agentur mit Interesse beobachtet. Mit ihrem integrierten Ansatz hält die Serviceplan Suisse ein einzigartiges Erfolgsrezept inne und beweist, optimal für die Anforderungen der Kommunikation aufgestellt zu sein. Deshalb – und wegen der Möglichkeit, die bereits heute herausragende kreative Leistung der Agentur um die drei Creative Directors Christian Sommer, Raul Serrat und Christine Boje tatkräftig zu unterstützen – habe ich mich sehr über die Anfrage, dem Verwaltungsrat beizutreten, gefreut»

Auch für Christian Baertschi, geschäftsführender Partner von Serviceplan Suisse, ist die neue Konstellation geradezu ideal: «Es freut uns ausserordentlich, mit Martin Spillmann einen so erfahrenen Mann im Verwaltungsrat zu wissen. Ich durfte persönlich schon mehrere Jahre mit ihm zusammenarbeiten und schätze ihn nicht nur als Ausnahme-Kreativen, sondern auch als engagierten Unternehmer, was für ein partnergeführtes Unternehmen wie Serviceplan ein wichtiges Kriterium ist.»

Peter Felser, langjähriger Geschäftspartner von Spillmann und Verwaltungsratspräsident von Serviceplan Suisse freut sich auf die Zusammenarbeit: «Ich weiss natürlich, was ich von Martin Spillmann erwarten kann. Mit ihm haben wir einen europäischen Top-Kreativen und
erfahrenen Unternehmer für die Weiterentwicklung unserer Agenturgruppe in der Schweiz gewinnen können.»
 

Nominierte für Master of Swiss Apps stehen fest

Die Jury von Best of Swiss Apps hat die Master-Kandidaten des Jahres identifiziert. Zur Wahl stehen in diesem Jahr zwölf Projekte, die aus der Sicht der Jury die Auszeichnung verdient haben.

Gemeinsam mit dem Votum des Publikums entscheidet sich an der Preisverleihung vom 19. November 2014, wer Master of Swiss Apps 2014 wird. An der Award Night werden für jede der Einreichekategorien die besten Schweizer App-Entwicklungen prämiert. Auch wird das «beliebteste Projekt unter den Besten» erkoren: Der Master of Swiss Apps! Der Titel krönt dasjenige Projekt, welches sowohl von der professionellen Jury als auch vom Publikum und über alle Kategorien hinweg als besonders gelungen erachtet wird.  

Diese Projekte sind potentielle Master of Swiss Apps 2014:
 

App Auftraggeber Auftragnehmer
Runic Sorcerer Plexus Games Plexus Games
First Strike Blindflug Studios Blindflug Studios
Fifa Official App Fifa – Fédération Internationale de Football Association Monitise Create plc
Berufsmesse Zürich by Messe Schweiz MCH Group Apps with love
Tickets BLT Baselland Transport Netcetera
Curiator Readymade Inc DU DA Group
watson Fixxpunkt DU DA Group
SumUp UBS UBS/
SumUp Payments Ldt.
UBS Event App UBS Y&R Group Switzerland
Swisscom – Patrouille des Glaciers 2014 Swisscom Apps with love
Mobi Credit Suisse Credit Suisse
Jiffy Nordic Usability Nordic Usability

 

Avenir Suisse will Reform der Medienförderung

Avenir Suisse will die SRG als grössten Medien-Wettbewerber ausschalten. Als Hauptgesichtspunkt des neuen Modells zur Medienförderung soll die SRG soll aus dem Wettbewerb genommen werden, indem sie zum «Privat Content Provider» umfunktioniert wird.

Das neue Avenir-Suisse-Diskussionspapier sieht eine Reformagenda vor mit kurzfristigen Massnahmen gegen eine übermässige Expansion der SRG sowie längerfristigen Massnahmen zur Förderung von Inhalten statt Technologien:

Kurzfristig soll der Verdrängungseffekt durch die Gebührenfinanzierung der SRG reduziert werden. Hierfür schlägt die Avenir Suisse zwei Instrumente vor. Einerseits soll ein Verfahren prüfen, ob (neue) Angebote der SRG dem öffentlichen Auftrag entsprechen und inwiefern sich diese auf den privaten Mediensektor auswirken – dies in Bezug auf Wettbewerbsverzerrung und Verdrängung privater Angebote. Andererseits soll das SRG-Engagement über eine Ertragsbeschränkung erfolgen – ein sogenannter «Ertrags-Cap» für Gebühren- und Werbeerträge. Dies bedeute eine Koppelung der Gebühren an einen Preisindex und eine Koppelung der maximalen Werbeeinnahmen an die aggregierten privaten Medienbudgets, wie Urs Meister, Projektleiter bei Avenir Suisse und Co-Autor des Diskussionspapiers zur Medienförderung am Donnerstag vor den Medien in Zürich sagt.

Längerfristig sollen sowohl die Förderung privater Medien als auch die Organisation der SRG von Grund auf neu gestaltet werden. Im Zentrum des Vorschlags von Avenir Suisse steht hier die SRG, als «Public Content Provider».

Der «Public Content Provider»

Die Avenir Suiss schlägt als längerfristige Massnahme eine Umwandlung der SRG in einen «Public Content Provider» vor. Dieser hat keinen eigene Vertriebsplattform uns ist nicht gewinnorientiert. Seine Inhalte stellt er Dritten zur Verfügung. Der Content Provider wäre in diesem Szenario rein gebührenfinanziert, hätte aber keinen Leistungsauftrag mehr. Die SRG würde zwar weiter Inhalte gemäss einem Programmauftrag in den vier Landessprachen produzieren, diese aber neu diversen Endkunden zur Verfügung stellen. Die Endkunden könnten diesen Inhalten dann zusätzlich eigene Produktionen anfügen. Dafür erhielten sie aber keine Fördergelder mehr.

Da ein solcher Vorschlag jedoch die Grenzen der politischen Machbarkeit überschreiten könnte, schlägt Avenir Suisse als Übergangslösung die Schaffung eines ebenfalls nicht gewinnorientierten «Private Content Providers» vor. Diesen kann man sich ähnlich vorstellen, wie eine Weiterentwicklung der heutigen SDA, produziert würden Text-, Bild-, Video- und Toninhalte in allen vier Landessprachen. Im Gegensatz zum «Public Content Provider» hätte der «Private Content Provider» aber keinen Leistungsauftrag. Getragen würde der Provider von privaten Medien, beispielsweise in einer genossenschaftlichen Organisation. Ein Vorschlag über die konkrete Gewichtung der privaten Medien ist jedoch noch nicht im Detail ausgearbeitet, so Meister.

Die privaten Medien würden durch den «Public Content Provider» unabhängig von ihrer Technologie (Print, Rundfunk, Online) von der Medienförderung profitieren, das sie die gebührenfinanzierten Inhalte gratis übernehmen und weiterverbreiten könnten, so das Ziel des Avenir-Suisse-Modells. Subventionsbedingte Marktverzerrungen würden minimiert und die Medienförderung unter einem Modell vereint.
 

Der Motz von Butz: Adieu Pierre C. Meier

Ein berühmter Schlagersänger hat behauptet, dass das Leben mit 66 anfängt. Das traf auf Pierre nicht zu und ist deshalb einen Motz nach oben wert.

PCM war mir zu den besten Zeiten der Werbung ein sehr intensiver Werbe-Sparringspartner und in den letzten 4 Jahren mein Chefredaktor bei der Werbewoche.

Ich nehme diese Kolumne als Gelegenheit, über den Meier, den Pierre, das Mediamonster – wie ihn CEO Berberat von Fiat nannte –, oder auch den PCM (Das C habe ich vergessen oder nie richtig zur Kenntnis genommen. Journalisten nennen sich halt so: Frank A. Meier, Kurt W. Zimmermann), Anekdoten zu erzählen. Wieder lebendig machen kann ich ihn dadurch leider auch nicht. Aber ich will versuchen, einige lebendige Momente aus unseren gemeinsamen Zeiten zu verraten.

Ganz zu Beginn der TBWA Zürich stiess Pierre als erfahrener Mediaspezialist zur damals fünfköpfigen Truppe. Übers Büro Genf von Carl Ally kamen wir zum Pitch des Fiat-Suisse-SA-Budgets und angelten uns diesen grossen Fisch. So reisten Pierre und ich des Öfteren nach Genf, speisten im Entrecôte, genehmigten uns noch ein Bier im Bataclan und nächtigten im Du Rhône. Unser AD Josi Spühler und der Texter Francis Sulzer (leider auch nicht mehr unter uns), Pierre und ich hatten dieselbe Idee: eine eigene Agentur zu gründen.

Auf einer für damalige Zeiten üblichen Klausur in Venedig im Gritti Palace wurde die B,S,S,M ins Leben gerufen. Pierre war immer ein extremer Gourmet und so wurde dieser Neuanfang entsprechend gekrönt.

Das Fiat-Budget – Pierres Lieblingskunde – hat sich dann von TBWA verabschiedet und sich für B,S,S,M entschieden. Zweimal pro Jahr wurde dem Management in Turin die Schweizer Werbung vorgestellt, alles in Englisch. Pierre präsentierte die Strategie. Darin kam das Wort «Proposition» vor. Zu unserer internen Belustigung schaffte er es nicht nur beim Rehearsal, sondern auch vor dem Fiat-Management daraus «Proposchissen» zu machen. Ich glaube sogar, es war Absicht! Nach der Präsi gab’s Prosecco und sieben Mirafiori (Fiat 131) chauffierten alle ins Gatto Nero. Um 4 Uhr nachmittags waren die 12 hervorragenden Gänge verspeist und um 18.30 Uhr ging’s mit dem Flieger von Milano Linate nach Zürich. An der Bar in der Abflughalle liess Pierre seinen James Bond Attaché Case aus Versehen stehen, was er erst auf dem Flug bemerkte. Anderntags konnte man in der Zeitung lesen, dass Linate für 4 Stunden aufgrund eines mysteriösen Gepäckstücks evakuiert werden musste. Seinen Koffer mit all den Aktennotizen hat er ohne Komplikationen wieder zurückerhalten.

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Pierre war immer ein unterhaltender Reise- und Arbeitsbegleiter. Ob jährlich zur Eröffnung des Automobil-Salons in Genf oder bei unserem Kunden Badrutt’s Palace Hotel in St. Moritz, es war immer amüsant. Pierre pflegt stets zu sagen, das Honorar vom Badrutt’s Palace sei in etwa identisch mit der Spesenrechnung vom King’s Club und den Junior-Suiten.

Eine Zeit lang haben wir uns aus den Augen verloren, bis Pierre aus mir den Kopf der Woche machte. Er schlug mir die Idee vor, ich sollte doch meine Verbesserungsvorschläge für die Werbung als Kolumne niederschreiben. Eben diesen «Motz von Butz». Zu dieser Zeit haben wir wieder öfter zusammen gegessen und geplaudert, zwar nicht wie im Gritti Palace, mit aber demselben Spass. Pierre, wir vermissen Dich.

Diese Woche also kein Aufsteller.

Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit mehr als drei Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche-Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
 

Google veröffentlicht grösste aktuelle Datenbasis zum digitalen Schweizer

Memoriav will audiovisuelles Kulturerbe schützen

Das Motto des Unesco-Welttags des audiovisuellen Erbes vom 27. Oktober spricht Klartext: «Archives at Risk: Much more to do».

Der Welttag soll auf die Fragilität dieses einzigartigen Kulturerbes aufmerksam machen und die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit hinweisen, die Bilder und Töne, die tagtäglich Zeugen unserer Geschichte werden, zu schützen und zu erhalten. Solche Tondokumente sind zum Beispiel die Rede von Winston Churchill in Zürich von 1949 oder die Rede von Bundesrat Philipp Etter zur Mobilmachung von 1939.

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unesco-Kommission koordiniert Memoriav wiederum die über 20 Veranstaltungen in Schweizer Gedächtnisinstitutionen, die rund um den Welttag stattfinden.

Christoph Stuehn, Direktor, Memoriav: «In den letzten Jahren haben sich Bund, Kantone und Gemeinden – auch Dank dem Engagement von Memoriav – zunehmend mit ihrem audiovisuellen Erbe auseinandergesetzt und vielerorts Erhaltungsprojekte realisiert. Aufgrund der grossen Mengen und der Komplexität dieses Unterfangens stehen wir aber auch weiterhin vor grossen Herausforderungen auf dem Weg zu einer umfassenden und systematischen Erhaltung unseres audiovisuellen Erbes.»
 

13 Fragen an… Michael Hählen

13 Fragen an Michael Hählen, CEO und Partner der Agentur in flagranti.

1. Wofür würden Sie einen Monat gratis arbeiten?
Wir arbeiten für Kunden wie die «Stiftung für das cerebral gelähmte Kind» zu reduzierten Tarifen. Und persönlich unterstütze ich seit Jahren Sportvereine und die Bielersee-Winzer mit unentgeltlichem Engagement.

2. Was kommt Ihnen auf keinen Fall ins Büro?
 Topfpflanzen, die nach einer Woche aussehen wie nach einem Desert Storm.

3. Die beste Eigenwerbung?
Wir publizieren zweimal pro Jahr ZaK, die Zeitung für anregende Kommunikation. Es überrascht mich immer wieder, wie viele Leute, die wir nicht kennen, ZaK abonnieren wollen.

4. Sagen Sie anderen Leuten, wie viel Sie verdienen?
Nein, das Jammern überlasse ich anderen.

5. Wer war der amüsanteste Lunch-Partner?
Meine Partnerin. Immer und immer wieder.

6. Was denken Sie persönlich über die Wirkung von Werbung?
Sie existiert!

7. Wären Sie nicht Werber geworden – was dann?
Oberlehrer? Kindergärtner? Feuerwehrmann? Butler? Ich fühle mich oft von allem ein wenig.

8. Was ist für Sie die momentan grösste Herausforderung für die Werbung?
Die Digitalisierung. Da stehen wir erst am Anfang, und sie wird nicht nur die Werbewelt komplett auf den Kopf stellen.

9. Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Meine Partnerin. Meine Geschäftspartner. Freunde. Familie. Mitarbeitende. Kunden.

10. Ein Buzz-Wort, das Ihnen auf die Nerven geht?
Das hat im Lauf der Jahre gewechselt: vom Reason why zum Insight zum Storytelling zum Content Marketing. Dabei gehts immer um die gleiche Frage: Wie gestalten wir die Beziehung zwischen Menschen und Marken?

11. Können Sie uns ein kleines Geheimnis verraten?
Lorenz Schmid und ich wollten vor 24 Jahren mit in flagranti lediglich unser Studium finanzieren. Und hatten zuerst nicht im Sinn, eine erfolgreiche Agentur zu werden.

12. Welchen Werbeträger finden Sie abscheulich?
Hemdkragen. Krawatten. Billige Kugelschreiber. WC-Türen.

13. Wieso würden Sie Ihren Kindern zuraten oder abraten, eine berufliche Zukunft in der Werbung/Kommunikation zu suchen?
Die Möglichkeit, jung Verantwortung zu übernehmen, die Vielseitigkeit des Jobs und die Diversität der Menschen, auf die man trifft, halte ich für einzigartig.

Michael Hählen gründete 1990 in flagranti in Lyss. Die inhabergeführte Agentur beschäftigt heute rund 30 Mitarbeitende und ist laut BSW-Ranking die Nummer drei im Mittelland. Zu den Kunden von in flagranti gehören unter anderen die Lungenliga, Die Post, BKW und Hauert. Seit 2012 ist Hählen Mitglied des BSW-Vorstands und war 2014 nominiert für den Titel Werber des Jahres. 

Neuer Leiter Personalentwicklung bei Tamedia

Giancarlo Soriano übernimmt auf den 1. November 2014 neu die Leitung der Personalentwicklung von Tamedia. Er folgt auf Florus Mulder, der das Unternehmen verlässt, um eine neue Aufgabe bei Postfinance in Bern zu übernehmen.

Von 2001 bis 2010 war Giancarlo Soriano beim Reiseunternehmen Kuoni Schweiz tätig, ab 2006 als Leiter Kaderausbildung und -entwicklung. Anschliessend wechselte er als Leiter Führungsentwicklung zum Universitätsspital Zürich. Giancarlo Soriano verfügt über einen Master of Advanced Studies in Ausbildungsmanagement des IAP Zürich der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften. 

Geschäftsleitung bei Eclat komplett

Sebastian Lenggenhager kehrt zu Eclat zurück und führt neu die Geschäfte der Agentur zusammen mit Werner Rudolf.

Seit September 2014 ist die Geschäftsleitung von Eclat wieder komplett, nachdem der Gründerpartner das Unternehmen per Mai verlassen hatte. Mit Sebastian Lenggenhager erhält das Team Verstärkung von einem führungserfahrenen Fachmann für Markenberatung und Kommunikationsdesign.

Der dreiundvierzigjährige Sebastian Lenggenhager bringt ein breites Wissen mit aus langjähriger Tätigkeit auf dem Gebiet Kommunikations- und Markenberatung sowie an der Schnittstelle zu Design und Innenarchitektur. Seine ersten Erfahrungen in der Branche sammelte er bei Eclat, wo er von 1995 bis 2000 als Designer und Key-Account Manager arbeitete, unter anderem im Team mit Werner Rudolf.

Nach mehreren Jahren als selbständiger Unternehmer war Sebastian Lenggenhager über zehn Jahre für NOSE Design tätig, zuletzt als Partner, verantwortlich für eine der fünf Branding Business Units. Er hat dort für Mercedes-Benz, Opel, Saab und Chevrolet und für deren weltweite Markenauftritte wichtige Impulse gesetzt. Ebenso hat Sebastian Lenggenhager mit seinem Team Kunden betreut wie SWISS, Betty Bossi, RUAG, Swiss Olympics, Allianz und VIVA.

Helm Pfohl hat nach mehr als acht Jahren als Kreativdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung bei Eclat entschieden, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Er unterstützt Eclat weiterhin mit seinem Fachwissen in der Kreation sowie in der Beratung von Schlüsselkunden.

Mit Sebastian Lenggenhager wird nicht nur die Führung bei Eclat komplettiert, sondern auch das Dienstleistungsspektrum der Agentur auf dem Gebiet Branding bereichert. 

«Der FCZ müsste endlich wieder einmal Schweizer Meister werden»

Acht Fragen an Verena Vonarburg, Direktorin Verband Schweizer Medien, zur neuen Kampagne #SagesderSchweiz.

WW: Verena Vonarburg, die Inseratenkampagne «Das kann nur ein Inserat» (DKNEI) führt seit zehn Jahren die Relevanz von Print als Werbeträger vor Augen. In diesem Jahr heisst sie neu «Print wirkt». Wäre es nicht Zeit für eine neue Botschaft gewesen?
Verena Vonarburg: Die Intention der Kampagne ist die gleiche: Zu zeigen, dass ein Inserat immer noch mit Abstand der attraktivste Werbeträger ist – und das noch kraftvoller. Wir wollen zeigen, dass man mit Inseraten Marken, Menschen und Märkte bewegen kann. Neu und sehr spannend an der Kampagne ist das Interaktive, das ideale Zusammenspiel zwischen Print und Online. Denn die Branche ist nicht mehr nur eine Printbranche, sondern eine konvergente Branche, was die Kampagne sehr deutlich zeigt. Neu ist auch, dass wir keine Behauptung platzieren, sondern der ganzen Bevölkerung eine Bühne bieten und so zeigen, welche Kraft und welches Potenzial das Inserat im Zusammenspiel mit Online hat. Zudem ist auch eine Werbewirkungsstudie Teil unserer Offensive.

Wirkt Print nicht mehr allein, nur noch im Verbund mit Online und Social Media?
Doch, Print wirkt auch allein. Das wollen auch die Werbeagenturen ihren Kunden wieder vermitteln: Viele denken, man sei nur hip, wenn man online wirbt. Dabei ist Print ein wichtiger, effizienter Bestandteil in einem Package von Werbemöglichkeiten.

Der Hashtag ist DAS Symbol für Social Media. Ist er als zentrales Icon einer Printkampagne nicht irreführend?
Nein. Denn man hat bei dieser Kampagne ja die Möglichkeit, online eine Botschaft zu platzieren, die zu Print zurückgespielt wird. Die massive Reichweite und Resonanz bekommt die Botschaft erst im Print.

Die Idee für DKNEI ging immer aus einem Nachwuchswettbewerb hervor. Diesmal gab es eine Konkurrenzpräsentation unter Agenturen. Weshalb?
Wir wollten einmal etwas Neues machen, einen Pitch mit renommierten Agenturen. Jetzt haben wir eine eigenständige, neue Kampagne mit einem Ansatz, den die Schweiz in dieser Art noch nicht gesehen hat.

Warum haben Sie sich für Leo Burnett entschieden?
Die Idee hat uns sofort überzeugt. Sie stach aus den Vorschlägen der Agenturen, die sich an der Konkurrenzpräsentation beteiligt haben, klar heraus.

Die aktuelle Kampagne läuft seit dem 7. Oktober. Wie sind die Reaktionen?
Die Rückmeldungen auf den ersten Lauf der Kampagne sind mehrheitlich positiv, sowohl aus der Bevölkerung als auch aus dem Werbemarkt und den Medienhäusern. Ich bin auch sehr angetan vom Niveau der Botschaften. Die Leute gehen sehr engagiert und spielerisch mit den Möglichkeiten um. Eine ansehnliche Resonanz für eine Kampagne, bei der es nichts zu gewinnen gibt. Wir sind auch sehr dankbar für das Engagement unserer Mitglieder und für die Unterstützung durch die Publicitas.

Glauben Sie, dass die Kampagne auch bei denjenigen, die ihre Statements abgeben, die Wahrnehmung von Print verändert?
Wir zielen mit der Kampagne vor allem auf den Werbemarkt, haben aber auch an den Impact gedacht, den sie auf den Nutzermarkt haben könnte. Wenn jemand sein Statement in der Zeitung sieht, bekommen er und sein Umfeld einen persönlichen Bezug zu diesem Medium.

Haben Sie auf Ihr Statement «Der FCZ müsste endlich wieder einmal Schweizer Meister werden» Reaktionen erhalten?
Ja, Freunde und Bekannte haben mich darauf angesprochen. Und auch ich habe Statements von Menschen entdeckt, die ich kenne, und gedacht: «Cool, die machen auch mit.»

Interview: Anne-Friederike Heinrich

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