Oberwalliser Verleger Ferdinand Mengis verstorben

Der Oberwalliser Verleger und Herausgeber des Walliser Boten, Ferdinand Mengis, ist am Sonntag im Alter von 87 Jahren verstorben. Er erlag in Luzern seinem Krebsleiden, wie die Mengis Gruppe am Montag mitteilte.

Ferdinand Mengis hatte die gleichnamige Gruppe während 60 Jahren geprägt. 1951 begann er mit 24 Jahren in der väterlichen Druckerei zu arbeiten. Bei Partnern, Kunden und Angestellten habe er grossen Respekt als zielorientierter und investitionsfreudiger Patron genossen, teilte die Mengis Gruppe mit. Zudem seien ihm das Schritthalten mit dem rasanten Fortschritt der Drucktechnologie ein stetes Anliegen gewesen. Die Mengis Gruppe wird heute von Sohn Nicolas in dritter Generation geführt. Sie war 1931 in Visp von Klaus Mengis gegründet worden. Seit 1932 wird auch der 1840 gegründete Walliser Bote vom Druckereibetrieb Mengis gedruckt.

Ferdinand Mengis zog sich 2011 aus dem Verwaltungsratspräsidium zurück. Die Mengis Gruppe gehört mit 230 Angestellten bis heute zu den grössten Privatunternehmen im Oberwallis. Ferdinand Mengis hatte über den Druckbetrieb hinaus 1973 auch den Rottenverlag gegründet. Dieser gab in den vergangenen 40 Jahren über 300 Bücher heraus. Dieses Vermächtnis bildet einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Selbstverständnis des heutigen Oberwallis. (SDA)

Bild: Mengis-visp.ch

Oktoberfest im Haus der Kommunikation

Bereits zum zweiten Mal luden die drei Zürcher Agenturen Serviceplan Suisse, Serviceplan Public Relations Suisse und Plan.Net Suisse im Haus der Kommunikation zum Oktoberfest.

Das Haus der Kommunikation in Zürich verwandelte sich dieses Jahr erneut zum Münchner Bierzelt: In Dirndl und Lederhosen feierten am 24. Oktober Agenturkunden und Mitarbeiter gemeinsam Oktoberfest. Seit dem letztjährigen Oktoberfest unter dem Motto «Oktoberfest für Anfänger» sind die drei Agenturen im Haus der Kommunikation um Christian Baertschi, Claudio Rotter und Tobias Gärtner beachtlich gewachsen, weshalb dieses Jahr sozusagen das Oktoberfest für Fortgeschrittene gefeiert werden konnte. Das Motto des Fests lautete dieses Mal «Bayern trifft Züri» und signalisiert die Zugehörigkeit zur Serviceplan Gruppe, die in München ihren Hauptsitz hat. Bei ausgelassener Stimmung, Blasmusik, Weisswurst und Brezen genossen über 250 Gäste den Abend.

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Das bayerische Traditionsfest in Zürich Hottingen galt den Kunden und ihrem Vertrauen, das sie dem in der Schweiz einzigartigen, integrierten Agenturkonzept entgegenbringen. Das Haus der Kommunikation beherbergt seit Mitte des letzten Jahres die Werbeagentur Serviceplan Suisse, die PR-Agentur Serviceplan Public Relations Suisse und die Digitalagentur Plan.Net und ist Wirkungsstätte von über 60 Mitarbeitenden übergreifender Kommunikationsdisziplinen.

Die Werbewoche war vor Ort – Fotos in der kommenden Ausgabe.

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Neuer Bildband von Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz hat ein neues Album mit Bild- und Textreportagen herausgegeben. Es zeigt neben grossartiger journalistischer Arbeit auch, wie wichtig Informationsfreiheit ist.

Von der syrisch-türkischen Grenze über Nordkorea bis zur ukrainischen Revolution: Das Album «Reportagen für die Informationsfreiheit» erzählt in Bild und Wort Geschichten aus einer nicht-heilen Welt. Die Geschichte eines nordkoreanischen Gefangenen, der aus einem Arbeitslager entkommen konnte, steht beispielsweise Bildern eines normal wirkenden Alltags in Pjöngjang gegenüber. Zu starken Bildern vom Maidan-Platz findet sich ein Text des russischen Schriftstellers Michail Schischkin. Und zwei Reporter, die hinter die Klischees schauen, berichten vom Karneval in Haiti.

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Das Album enthält Bilder unter anderemvon Thomas Kern, Meinrad Schade, Pascal Mora und Anja Niedringhaus, Texte unter anderem von Arnaud Robert, Kurt Pelda und Christof Moser. Alle Autoren und Fotografen haben ROG Schweiz ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt, selbstverständlich und grosszügig, wie es in einer Mitteilung heisst.

Neben der traditionellen Form des Journalismus – Text und Bild – zeigt der Band auch, was die neuen Medien bewirkt haben und bewirken. Und was sich Zensoren und Gegner der Informationsfreiheit ausdenken, um die freie Meinungsäusserung im Netz zu unterbinden. Er tut dies mit Auszügen aus dem ROG-Bericht «Feinde des Internets», unter anderem an den Beispielen von China, Indien und Grossbritannien. Ausserdem beleuchtet ein Artikel die speziellen Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA in Zusammenhang mit dem NSA-Skandal.

«Les grands reportages pour la liberté de l’information/ Reportagen für die Informationsfreiheit» erscheint zweisprachig (französisch und deutsch) und umfasst rund 100 Seiten. Das Album wird via Buchhandel und Kioske vertrieben und kann unter Rsf-ch.ch bezogen werden. Es gehört zu den von ROG Schweiz herausgegebenen Bildbänden, mit deren Hilfe die Organisation für die Informationsfreiheit sensibilisieren will. Ausserdem machen die Erlöse aus dem Verkauf der Bände einen Drittel der Einnahmen von ROG Schweiz aus. Die Alben, insbesondere der vorliegende Band, demonstrieren gleichzeitig, was Journalismus leisten kann: den Blick der Öffentlichkeit auf die Welt mit ihren zum Teil «vergessenen» Konflikten zu lenken.
 

Ogilvy bringt St. Gallen zum Curlen

Das Winterwetter kam termingerecht hereingeschneit: Bei winterlicher Kälte und bissigem Wind inszenierte Ogilvy & Mather am Mittwoch für den Curling Club St. Gallen den Auftakt zur neuen Curling-Saison mit einer aufmerksamkeitsstarken Aktion

Zur Ankündigung der Neueröffnung der Curlinghalle Lerchenfeld steuerte die Agentur einen ferngesteuerten Curlingstein durch die Strassen und Gassen der Stadt, von der Halle bis zum Dom – zu jenem Dom, der Teil des von Ogilvy gestalteten Key-Visuals für die verschiedenen Werbemittel zur Eröffnung ist. Drei Junior-Curler aus St. Gallen wischten den Weg für den Stein frei, verfolgt von staunenden Passanten und unterstützt von spontan mitwischenden St. Gallern. So liessen sich denn auch der Stadtpräsident, der Leiter des Sportamts und der Direktor des Hotels Einsteins, aber auch ein als Stadtoriginal allen bekannter Strassenfeger nicht nehmen, zum Besen zu greifen.

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Auf Grund der zahlreichen Reaktionen sind die Verantwortlichen des Curling-Clubs überzeugt, dass nicht nur die kommende Eröffnungsfeier gut besucht sein wird, sondern dass mit der Aktion auch das Interesse an Curling generell gesteigert werden konnte. Das bewiesen unter anderem auch die Berichterstattung der Presse und die Passanten, die – ob gross oder klein – ihr Gaudi an dem durch die Gassen flitzenden Curlingstein hatten. Zur Bewerbung der Neueröffnung wurden zusätzlich Plakate, Flyers, Inserate, Programmheft, Bandenwerbung, Banners, T-Shirts sowie ein Badetuch gestaltet.

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Verantwortlich beim Curling Club St. Gallen: Ferdinand Flühler, Daniel Meuli, Gallus Kappler vom Vorstand plus Cyril und Joel Bettschen, Kyrill Oehninger als Curler. Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD), Tino Heuter und Markus Sidler (Idee und Konzept Film), Urs Westermann (als Grafikerlehrling, am Steuer der Fernbedienung), Gestaltung des Key Visuals und einzelner Werbemittel Stephanie van Ophuisen (AD) sowie Regula Krebs und Filippo Salmina (Grafik), Marcel Kohler (Produktion), Sam Hug (Gesamtverantwortung). Filmproduktion: DC Pictures (Denny Spirig, Regie und Schnitt / Remo Hegglin, Kamera).
 

Havas: Kampagne für Credit Suisse lanciert

Im Oktober 2014 lanciert Havas für Credit Suisse eine Kampagne zur Bekanntmachung der Vermögensverwaltung, die dank der globalen Expertise genauer auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden eingehen kann.

Die plakativen Motive zeigen Kunden, die wissen, was sie wollen, bei der Umsetzung ihrer persönlichen Anlagestrategie, aber gerne auf die globale Finanzexpertise der Credit Suisse setzen. Sie präsentieren sich entspannt und auf ihre Interessen fokussiert in den eigenen vier Wänden. Dank ihrem Vermögensverwaltungsmandat geniessen sie das gute Gefühl, dass Anlageexperten ihr Portfolio zielgenau gemäss den persönlichen Präferenzen steuern.

Wie bereits bei der Hypothekenkampagne setzt die Credit Suisse im Rahmen der Auffrischung ihrer Marke auf ein klares Layout mit kräftigen Farben. Die Kampagne umfasst Print-Anzeigen, Online-Display sowie ergänzende Massnahmen um den POS und im BTL-Bereich.

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Verantwortlich bei Credit Suisse: Tarkan Özküp (Head of Marketing Switzerland, Gesamtverantwortung), Thomas Christen, Alessandro Monsurrò, Nicole Fuchs, Desirée Germann (Marketing Investments & Wealth Planning), Michael Bürgin, Marisa Piffari (Advertising). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Michael Kathe (Creative Direction), Denis Schwarz (Art Direction), Markus Tränkle (Text), Walter Tagliaferri, Rolf Hunziker, Thomas Wettstein (Beratung), Jonathan Heyer, Dhondup Tersey (Foto/Film und Produktion, ALL IN Production), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung).

«Print muss sich unentbehrlich machen»

Seit dem 11. September erscheint das Elternmagazin Fritz+Fränzi in neuem Gewand und mit neuen Inhalten. Die Werbewoche sprach mit Ellen Ringier über den Relaunch und den Weg, den Fritz+Fränzi künftig beschreiten wird.

Ellen Ringier ist promovierte Juristin und Stiftungsratspräsidentin der Stiftung Elternsein, die Das Schweizer Elternmagazin Fritz+Fränzi herausgibt. Redaktionsleiterin des Magazins ist die Wissenschaftlerin Eveline von Arx, die früher das Dr.-Sommer-Team bei der deutschen Jugendzeitschrift Bravo führte. In der Redaktion arbeiten insgesamt fünf Redaktorinnen und Redaktoren, vier für Print und eine für Online. Das Magazin erscheint seit 2001 zehnmal im Jahr in einer Auflage von rund 100'000 Exemplaren (WEMF-beglaubigt 103'381 Exemplare). Es widmet sich Themen wie Pornokonsum, Suchterkrankungen oder Jugendschizophrenie. Das Magazin ist an grossen Kiosken erhältlich und kann zum Beispiel von Schulen gratis bestellt werden. Am 11. September erschien die erste Ausgabe des relaunchten Hefts mit neuem Design und zusätzlichen Rubriken, auch der Onlineauftritt wurde überarbeitet. Ausserdem gibt es seit dem Relaunch eine Mobile-Version von Fritz+Fränzi.

WW: Ellen Ringier, Fritz+Fränzi erscheint seit 2001. Stammten das jetzt erneuerte Layout und das Inhaltskonzept noch aus dieser Zeit?
Ellen Ringier: Nein, es hat zwischendrin diverse Änderungen gegeben. Ich bin ja Juristin und hatte keine Ahnung, wie man ein Magazin macht. Ich war mir zum Beispiel nicht bewusst darüber, dass man einen Verlagsleiter braucht, und habe auch mit anderen Professionalisierungsmassnahmen viel zu lange gewartet. Erst 2007, vor sieben Jahren also, haben wir von Beling Thoenen Design das Layout professionell entwickeln lassen, so entstand das Gesicht von Fritz+Fränzi, das man bis anhin kannte. Und ein Jahr später, im September 2008, haben wir Thomas Schlickenrieder als Verlagsleiter eingesetzt.

Was machte jetzt einen Relaunch notwendig?
Das alte Layout war lange aktuell und sehr schön. Aber wir fanden, wir müssten das Heft wieder mal ein wenig aufräumen. Und modernisieren.

Die neue Gestaltung erinnert an «wir eltern». War das beabsichtigt?
Nein, ganz und gar nicht – da bekomme ich gerade einen Schreck. Aber ich empfinde das auch nicht so. Den Weissraum oben wollten wir nicht mehr, stattdessen ein ganzseitiges Titelbild. Und bei der Platzierung des Titels ist der Spielraum natürlich begrenzt, er steht immer oben auf der Seite. Ansonsten folgen natürlich auch wir gewissen Trends in der Gestaltung. Ich finde, wir haben etwas sehr Eigenständiges erarbeitet.

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Das Magazin hat auch einen neuen Namen: «Das Schweizer Elternmagazin Fritz+Fränzi». Warum der sperrige Titel?
Viele, die das Magazin nicht kannten, dachten, Fritz+Fränzi sei ein Magazin für Kinder. Deshalb gab es immer Klärungsbedarf. Wir wollten deshalb schon im Titel darauf hinweisen, dass es ein Magazin für Eltern ist. Doch gleichzeitig wollten wir den Namen Fritz+Fränzi, der längst zu einer Marke geworden ist, nicht aufgeben. Heute würde auch niemand mehr eine Zeitschrift «Der Stern» oder «Der Spiegel» nennen, aber irgendwann verselbstständigen sich solche Titel einfach. Für diejenigen, die das Magazin kennen, wird es Fritz+Fränzi bleiben. Und für die anderen sind Zuschnitt und Zielgruppe nun klarer.

Was hat sich inhaltlich geändert?
Wir wollen noch lösungsorientierter sein und noch mehr den Charakter eines Ratgebers für Eltern haben. Das zeigt sich in der Aufbereitung der Themen bis hin zu den grafischen Elementen. Unsere Leser sollen durch Boxen, Charts, Grafiken und kleine Textzusammenfassungen möglichst nah an eine Lösung für ihr Problem kommen. Wir verstehen uns als Dienstleistungszeitschrift, die die gleichen Ziele verfolgt wie die Stiftung Elternsein: Erstens Stärkung der Elternkompetenz in einem Themenkreis, in dem es keine andere Elternzeitschrift gibt. Zweitens Public Awareness, also die Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen, dass Familien zum Teil gravierende Probleme haben. Wir müssen in unserem Land endlich aufhören, wegzuschauen. Und drittens Networking. Ursprünglich war die Idee, dass wir mit allen anderen Non-Profit-Organisationen zusammenarbeiten. Wir wollten ein Sprachrohr für alle NGOs sein – doch das funktioniert immer noch nicht so recht.

Welches Gewicht hat die Printausgabe, welches Online?
Die Printausgabe steht für uns klar im Vordergrund und wir werden auch weiter auf Print setzen, denn unsere Leser fragen die gedruckte Ausgabe nach. Aber wir bauen Online Schritt für Schritt aus. Wir machen uns viele Gedanken über die Divergenz von Print und Online: Was bringen wir Print, was Online, was wird Gegenstand eines Podcasts – welches Thema spielt sich in welchem Medium ab und wie? Alles, was wir machen, machen wir vor dem Zeithorizont von fünf Jahren. In fünf Jahren werden wir schauen, wo wir stehen und ob es überhaupt noch eine Druckausgabe braucht. Mir macht es Mühe, auf dem Tablet zu lesen, aber die nächste Generation junger Leute kennt vielleicht gar nichts anderes mehr.

Neu ist auch der Einsatz von Augmented Reality. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Wir wollten die Möglichkeit haben, zu wichtigen Themen im Heft erklärende oder vertiefende Zusatzmaterialien zu bieten, auch im bewegten Bild, das immer eingängiger ist als nur der Text. Und da wir uns entschieden haben, auf Print zu setzen, wollten wir den Zusatzcontent nicht einfach online platzieren, sondern eben per Augmented Reality neben dem Heft auf dem Smartphone bereitstellen. Ich denke, das wird bald jede Zeitschrift machen. Wir sind damit nur ein bisschen voraus. Und nicht nur unsere Leser freuen sich über die zusätzlichen Informationen, sondern auch unsere Anzeigenkunden über die zusätzlichen Möglichkeiten. Sie können ihre Inserate nämlich durch Augmented Reality deutlich aufwerten, Geschichten erzählen, mit einem kleinen Werbefilm unterlegen etc. Bei der Roadshow waren die Werbe- und Mediaagenturen begeistert vom Spektrum der Optionen.

Welchen Einfluss hat die Stiftung auf das Magazin? Bringen Sie sich als Stiftungsratspräsidentin der Herausgeberin Stiftung Elternsein bei der Themensetzung ein?
Nein, vielleicht habe ich das zu wenig gemacht. Aber natürlich haben wir die Richtung durch Auswahl und Briefing der Chefredaktorin schon vorgegeben. Und wenn ich Themenideen habe, gebe ich die natürlich an die Redaktion weiter. Die ist aber frei in der endgültigen Auswahl der Themen. Das ist mir auch wichtig.

Wie finanziert sich das Magazin? Vorrangig durch die Stiftung Elternsein, die das Heft herausgibt und Spenden einholt? Die meisten Printprodukte kranken ja am geringen Anzeigenaufkommen, das dürfte bei Fritz+Fränzi nicht anders sein …
Das ist bei uns zum Glück nicht so. Wir hätten nie gedacht, dass es so kommt, aber wir finanzieren uns immerhin zu Hälfte über Anzeigen. Denn einige Anzeigenkunden haben gesagt: Wir schalten An zeigen bei Fritz+Fränzi, weil es dieses Magazin einfach geben muss. Wir tun etwas Gutes und erreichen gleichzeitig eine beträchtliche Zahl von Kunden. Und zum Glück sind es immer mehr, die so denken.

Das Magazin hat künftig acht Seiten mehr und die Redaktion will auch thematisch stärker in die Tiefe gehen. Wurden dafür neue Journalisten eingestellt?
Nein. Das Team ist gut eingespielt und hat ein gutes Netzwerk von Fachautoren, mit denen es ebenfalls schon lange zusammenarbeitet. Briefings gehen rasch und unkompliziert und so lassen sich der grössere Umfang und der neue thematische Zuschnitt gut bewältigen.

Fritz+Fränzi ist auf gewisse Art Ihr Baby. Wie beurteilen Sie seine Entwicklung?
Ja, genau, und dieses Baby hat mich jahrelang nachts wach gehalten, weil ich irgendwie Anzeigen und Spenden beschaffen musste. Aber Fritz+Fränzi hat längst laufen gelernt, ist erwachsen geworden, und je mehr Menschen gewahr werden, dass es in Familien mit Kindern eine Menge ungelöster Probleme gibt, desto mehr Leute interessiert das Thema und desto mehr wollen sich regelmässig darüber informieren. Aber Fritz+Fränzi braucht immer noch Gotte und Götti, also Paten, die bereit sind, das Magazin finanziell zu unterstützen.

Was wollen Sie in den nächsten zwei Jahren mit Fritz+Fränzi erreichen?
Ich war sehr früh auf Facebook, habe meinen Account dann aber aus Zeitgründen ruhen lassen. Nun bin ich seit einer Woche wieder drauf und wünsche mir auch für Fritz+Fränzi Aktivitäten in den sozialen Medien. Denn ich denke, der Stellenwert von Facebook, Twitter und Co. wird weiter wachsen. Wir können Social Media nutzen, indem wir beispielsweise auf Beiträge im Magazin und auf unserer Website aufmerksam machen. Die einzige Chance, die Print hat, ist, sich unentbehrlich zu machen. Der Vorteil von Print kann nicht mehr in der Geschwindigkeit des Informationsflusses liegen, sondern er liegt in der Tiefe. Und Print kann mit Online und Social Media interagieren. Diese spannende Möglichkeit müssen wir unbedingt nutzen.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

Ellen Ringier erhält Bildungspreis der PH Zürich

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Das Interview ist in der Printausgabe der Werbewoche 18/2014 vom 10. Oktober 2014 erschienen. Jahres-, Schnupper- und Kombi-Abonnemente können unter diesem Link bestellt werden.

 

Y&R Group gründet Performance Marketing Unit

Nach der Einführung von Co-Creation und der Schaffung der Content Marketing Unit, bildet das Performance Marketing die dritte Komponente in der strategischen Neuausrichtung der Y&R Group Switzerland.

Henry Ford hat die Grundproblematik der Werbung bereits vor 100 Jahren erkannt: «I know at least half of my advertising budget works – I just don’t know which half.» Heute erlauben es digitale Kommunikationskanäle, die User Journey im Detail zu analysieren und so die Wirksamkeit der Werbemassnahmen in Echtzeit nachzuvollziehen.

Seit mehr als 12 Monaten führt die Y&R Group Switzerland daher bereits Performance-Marketing-Projekte durch und hat ihre Aktivitäten in diesem Bereich nun durch die Gründung einer entsprechenden Unit gebündelt. Ein umfassendes Performance-Marketing-Angebot wurde bereits definiert, das Kunden dabei unterstützt, die Wirksamkeit der laufenden Massnahmen stetig zu messen und zu optimieren. Auf diese Weise lassen sich Budgets so buchen, dass sie einen maximalen Return on Investment generieren. Zusätzlich liefern die gesammelten Daten wertvolle Erkenntnisse für Kreation und Strategie.

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Das vierköpfige Team hat unter anderem bereits für Kunden wie Microsoft, Schroders, sowie verschiedene E-Commerce-Anbieter und Immobilienunternehmen erfolgreich Performance-Marketing-Massnahmen umgesetzt. Zurzeit werden mit weiteren Kunden Projekte realisiert.
Die Y&R Group holt damit einen essenziellen Mediaplanungsteil zurück in die Agentur. Y&R Group CEO Andreas Widmer dazu: «Performance Marketing betrachten wir als Rückgrat des Modern Campaigning. Die in Realtime gewonnenen Consumer Insights sind von strategischer Bedeutung. Es gibt heute nicht mehr einen Kampagnenstart und alles ist vorbei – nach dem Motto «Pay and Pray!». Heutzutage beginnt mit der Lancierung einer Massnahme das permanente Optimieren. Dies zwingt uns dazu, die Planung und Umsetzung inhouse durchzuführen, da nur in diesem «Closed-loop»-Verfahren die besten Resultate für unsere Kunden erzielt werden können.»
 

Bruno Frey neu beim Zentralschweizer Fernsehen

Das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 hat Bruno Frey als stellvertretenden Marketing- und Verkaufsleiter und Key-Account-Manager verpflichtet. Er ist ab sofort für den Regionalsender tätig.

Mit Bruno Frey stösst eine Persönlichkeit mit langjähriger Erfahrung in der Medienbranche zu Tele 1. Frey ist in der Region bestens vernetzt, wie es in einer Mitteilung heisst. Zuvor war er bei Radio Sunshine in verschiedenen Funktionen im Marketing und Verkauf tätig – zuletzt als Marketingleiter. Bruno Frey wird einen Teil der Schlüsselkunden in der Kundenbetreuung übernehmen. Gleichzeitig unterstützt er das Team als stellvertretender Marketing- und Verkaufsleiter in der Entwicklung der Abteilung. Geplant ist in den kommenden Monaten ein Ausbau des Bereichs «Auftragsproduktionen», das für das Zentralschweizer Fernsehen immer bedeutender wird. Das Unternehmen konnte in jüngster Vergangenheit zahlreiche Produktionsaufträge für namhafte Firmen realisieren und sich in diesem Bereich einen Namen machen.

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Bruno Frey verstärkt das Marketing- und Verkaufsteam beim Zentralschweizer Fernsehen.

Deal mit Infront Ringier brüskiert Federer

Swiss-Indoors-Chef Roger Brennwald geht eine Zusammenarbeit mit Infront Ringier ein und stösst damit Weltstar und Aushängeschild Roger Federer vor den Kopf.

Der am Freitag verkündete Deal komme einer Zurückweisung der Agentur Federers und seines Managers Tony Godsick (Team 8) gleich, so die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe. Beide hätten bis zuletzt Hand geboten für eine Zusammenarbeit. Die Bereitschaft des Tennisstars, sich langfristig für das Turnier in Basel zu engagieren, war stets vorhanden. Seit Federer 2010 sogar ein mögliches Kaufinteresse anmeldete, ist das Verhältnis zwischen Brennwald und seinem unangefochtenen Publikumsliebling getrübt. Brennwald soll die Äusserung als Bedrohung für sein Lebenswerk wahrgenommen haben. Seit 2013 tritt Federer gar ohne Vertrag, Verpflichtungen oder Antrittsgabe an und schreibt sich wie alle anderen Spieler ein – dem Publikum zuliebe, wie er immer wieder betont. Nach den neusten Entwicklungen wird sich daran wohl nichts ändern. Federer sieht laut Sonntagszeitung nämlich «keinen Grund, Gespräche zu suchen» über einen neuen Vertrag. «Es ist, wie es ist.»

Die Sportmarketing Agentur Infront Ringier wurde in erster Linie damit beauftragt, einen neuen Titelsponsor oder sonstige finanzstarke Partner zu finden. Seit Davidoff aufgrund Aktivitäten in der Tabakbranche 2010 auf öffentlichen Druck aussteigen musste, geht es mit der finanziellen Situation des Turniers abwärts. 2014 stieg auch Federer-Sponsor Rolex trotz eines weiterlaufenden Vertrags aus. 

Ringier-CEO Marc Walder und Verwaltungsratspräsident Michael Ringier betonten am Freitag vor Ort noch, wie wichtig ein gutes Einvernehmen mit Federer bei der Suche nach neuen Partnern sei. Walder wolle persönlich das Gespräch suchen. Wie gross die Bereitschaft Federers für künftige Verhandlungen noch ist, steht allerdings im Raum. (hae/SoZ)

Bild: Keystone

«Gerigate» kostet Weltwoche Urs Paul Engeler

Der renommierte Journalist Urs Paul Engeler wendet sich nach der Affäre um Geri Müller von der Weltwoche ab. Das Blatt habe sich unethisch verhalten.

Engeler, durch zahlreiche Enthüllungsgeschichten einer der bekanntesten Journalisten des Landes, bestätigt den bereits im Branchenblatt Schweizer Journalist geäusserten Bruch mit der Weltwoche nun auch gegenüber der NZZ am Sonntag. Nach seiner Pensionierung schrieb Engler weiterhin für die Wochenzeitung und beriet seine jüngeren Kollegen. Damit ist nun Schluss. Der Grund: Die Weltwoche habe die Leserschaft im Fall um den Fall Geri Müller belogen. Dies raube dem Blatt die Glaubwürdigkeit, so Engeler.

Die Weltwoche habe fälschlicherweise behauptet, sie habe die Nacktselfie-Affäre aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht publik gemacht. So soll der stellvertretende Chefredaktor Philipp Gut Müller am Nachmittag vor Redaktionsschluss per E-Mail kontaktiert haben mit Bitte um Stellungnahme zu sexuellen Bildern, die in Amtsräumen aufgenommen worden seien. Die Weltwoche sei der Ansicht, dass die Öffentlichkeit Anspruch darauf habe, zu wissen, «was so in den Amtsstuben abläuft». Müllers Anwalt antwortete darauf mit einer Abmahnung mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz und die mangelnde Beweislage. Gut liess dadurch noch nicht von der Geschichte ab, sondern kontaktierte Müllers Chatpartnerin mit der Aufforderung, ihm ihr Handy zu überlassen. Das Mobiltelefon hätte die Beweislage gegenüber den vorhandenen Screenshots merklich verbessert. Als sich die Chat-Partnerin weigerte, liess die Weltwoche die Geschichte vorerst fallen.

Als die Schweiz am Sonntag fünf Tage danach die Geschichte veröffentlichte, vollzog die Weltwoche eine 180-Grad-Wende: Gut und Chefredaktor Köppel verteidigten fortan Müllers Privatsphäre und sprachen der Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse am «einvernehmlichen Sexdialog zwischen vernünftigen Erwachsenen» ab. Die Chat-Partnerin und ehemalige Informantin wurde als psychisch-krank bezeichnet und in den Augen Engelers verheizt und öffentlich blossgestellt.

Dominque von Burg, Präsident des Presserates, findet gegenüber der NZZ am Sonntag, ein solches Verhalten sei «mit dem Informantenschutz unvereinbar». Chefredaktor Roger Köppel wollte sich zu «internen Angelegenheiten» nicht äussern. (hae/NZZaS)
 

Republica: Pech in der Liebe, Glück im Spiel

Republica hat für das Grand Casino Kursaal Bern eine neue Herbstkampagne konzipiert und umgesetzt. Die Weisheit «Pech in der Liebe, Glück im Spiel» lieferte dabei die Basis für Plakate, Inserate, einen Radiospot und Passenger TV.

Die neue Herbstkampagne des Grand Casino Kursaal Bern basiert auf der Weisheit «Pech in der Liebe, Glück im Spiel». Denn wo könnte man das Single-Leben besser geniessen als auf der eigenen Insel am anderen Ende der Welt? Oder von wo aus würde man der Ex lieber winken, als aus einem brandneuen BMW? Nach einem Besuch im Grand Casino Bern ist definitiv alles möglich. Republica hat deshalb eine Kampagne mit Aussagen entwickelt, die auf genau diese Tatsache auf- merksam macht. Zu sehen und zu hören sind die pointierten Sprüche ab sofort im Grossraum Bern/Biel auf Plakaten, Inseraten, einem Radiospot und im Passenger TV.

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Verantwortlich bei Republica: Chris Morgan, Mike Krüll (Creative Direction), Tugba Kirac (Art Direction), Corinne Hert (Senior-Beratung), Raffael Futterlieb (Junior-Texter), Bala Trachsel (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Grand Casino Kursaal Bern: Patrick Cupelin (Marketing Manager), Nadia Probst (Kommunikation).
 

Baden zieht besser als Aargau

Nach 18 Jahren bringen die AZ Medien am 31. Oktober das Badener Tagblatt zurück. Die Lancierung einer Tageszeitung stellt dabei eine Seltenheit in der heutigen Schweizer Medienlandschaft dar.

Es sei ein Fehler gewesen, die starke Marke 1996 im Zuge der Fusion mit dem Aargauer Tagblatt zur Aargauer Zeitung verschwinden zu lassen, so Verleger Peter Wanner gegenüber der Schweiz am Sonntag. Man habe damals mit der einheitlichen Marke AZ eine Stimme für den ganzen Kanton etabliert, was qualitativ gelungen sei. An der Identifikation der Badener mit der Aargauer Zeitung mangelt es hingegen. Im Ostaargau identifiziert man sich mehr mit der Region,  als mit dem Kanton. Entsprechend spreche man Badener mit «Badener Tagblatt» besser an als mit «Aargauer Zeitung», ist Wanner überzeugt. Ausserdem glaub der Verleger, auch bei den vielen Neuzuzügern aus Zürich mit der Marke Baden besser punkten zu können als mit dem eher negativ behafteten «AG».

Das neulancierte Badener Tagblatt wird vom Zeitungsverbund AZ Nordwestschweiz die nationale, internationale und kantonale Berichterstattung übernehmen. Eigene Akzente werden auf der Frontseite und im ausgebauten Regionalbund gesetzt. Eigene Kolumnisten und Illustrationen ergänzen den Inhalt. Ausserdem soll Zürich eine stärkere Gewichtung zukommen und die Kantonshauptstadt Aarau weniger Raum einnehmen. Für den Inhalt des ab 31. Oktober den Abonnenten der AZ Aargauer Zeitung zugestellten Badener Tagblatts ist das verstärkte Regionalressort unter der Leitung von Martin Rumpf.

Dass bezahlte Tageszeitungen lanciert werden, stellt in der heutigen Medienlandschaft eine Seltenheit dar. Allein in den letzten 30 Jahren sind laut Schweiz am Sonntag 30 Zeitungstitel verschwunden, seit den 50er-Jahren hat sich die Zahl der Titel hierzulande halbiert. Neue Zeitungen entstanden nur noch am Sonntag. (hae/SaS)

Bild: Keystone

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