Die schönen Seiten des Original-Winters

Die neuste Winterausgabe des Ferienmagazins My Switzerland von Schweiz Tourismus steht ganz im Zeichen des Jubiläums «150 Jahre Schweizer Wintertourismus». Umgesetzt hat sie die Agentur Festland.

Auf 70 Seiten präsentiert das Magazin den Schweizer Winter, der gemäss einer Legende im Jahre 1864 in St.Moritz touristisch entdeckt wurde. Während sich die Titelgeschichte ausführlich den Anfängen und der Entwicklung des Wintertourismus im Engadin, in Davos Klosters und im Berner Oberland widmet, animieren die weiteren redaktionellen Beiträge und zwei Bildstrecken dazu, Ferien und Freizeit in den Schweizer Bergen zu geniessen.

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My Switzerland schlägt auch die Brücke zur digitalen Welt. Zum einen bietet Augmented Reality dem Leser über die gratis App «Swiss Extend» Zusatzinformationen in Form von Filmen, direkten Verlinkungen auf Hotel-Websites inklusive Buchungsmöglichkeit und auf ein digitales Gewinnspiel. Zum andern finden sich über Webcodes im Internet auf einfache Art zusätzliche Informationen über Destinationen, Tipps, Angebote und Erlebnisse.

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Das Ferienmagazin My Switzerland erscheint in sechs Sprachen und wird in einer Auflage von einigen hunderttausend Exemplaren in vielen europäischen Ländern distribuiert.

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Verantwortlich bei Schweiz Tourismus: Jürg Schmid (Gesamtverantwortung/Direktor), Nicole Diermeier (Leiterin Marketing), Rebecca Krausse (Marketing Manager), Olivia Haldemann (Product Manager Winter). Verantwortlich bei Festland: Daniel Peterer (Gesamtverantwortung/CD), Lucas Roos (Konzept, Text), Michele Iseppi, Katrin Bohrer (Art Direction), Nadine Rhyner (Beratung), Chris Loher (Produktion).
 

Zu guter Letzt: Nigerianische Retourkutsche

Wer die Newsletter von KFC Rumänien als Spam empfindet, kann nun zurückschlagen und zurückspammen.

Mit Newslettern ist es bekanntlich so eine Sache: Einmal abonniert, werden sie nach anfänglichem Interesse bald einmal als unerwünschte, regelmässige Werbung wahrgenommen und nicht mehr geöffnet. Oder gar abbestellt. Das trifft natürlich nicht auf Newsletter wie zum Beispiel demjenigen der Werbewoche zu, der jeden Morgen sehnsüchtigst erwartet und bis in den letzten Winkel verschlungen wird. Aber zum Beispiel auf denjenigen, den KFC Rumänien jede Woche verschickt, um die neusten Produkte und Aktionen anzupreisen. Vermutlich mit überschaubarem Interesse und ausbaufähiger Akzeptanz auf Kundenseite. So hat sich MRM//McCann eine Aktion einfallen lassen, um die Zahl der Austragungen zu senken und durch die Aufmerksamkeit neue Abonnenten zu gewinnen. Auf dem Portal «Spam us back!» können genervte Newsletter-Empfänger mit den selben Waffen zurückschlagen. Wer sich einträgt, löst damit einen Spam-Versand an die Privatadressen der Mitglieder des KFC-Marketing-Teams aus, sobald dieses einen neuen Newsletter verschickt.

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Zur Auswahl steht ein Geschäftsvorschlag einer nigerianische Prinzessin, ein Lottogewinn, ein hilfsbedürftiger Finanzchef einer Ölfima und eine Kreditkartenfirma mit froher Botschaft. Die Reaktion der Marketing-Abteilung soll bald folgen, wie am Seitenende angekündigt wird. Die originelle Idee dürfte in der Praxis aber weit weniger aufregend sein, denn wohin genau die Mails verschickt wird, geht aus den Kampagnenbeschrieben im Internet leider nicht hervor. Um die echten Privatadressen dürfte es sich mit Sicherheit nicht handeln. (hae)

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Wer gewinnt einen Edi.14?

Am 6. November geht im Zürcher Schiffbau die Preisverleihung des Edi.14 über die Bühne. Rund 290 Filme wurden für den Wettbewerb der Swissfilm Association eingereicht. Die Werbewoche kann hier bereits exklusiv die Shortlist präsentieren.

Vier Jury-Teams mit 40 Fachleuten haben eine Woche lang rund 290 Filme angeschaut und die Arbeiten nach den Kriterien Drehbuch, Konzept, Regie, Kamera, Production Design, Schnitt, Visuelle Effekte, Sounddesign & Musik bewertet. Als «Zauberformel» galt für die Jury in diesem Jahr: «20 Prozent in die Shortlist und davon 20 Prozent Auszeichnungen». In diesem Sinn «ist die Nomination für die Shortlist bereits eine hervorragende Leistung, denn die Qualität der Filme ist generell hoch», kommentiert Rita Kovacs, die Geschäftsführerin der Swissfilm Association. Auffallend war, dass es in diesem Jahr sehr viele «gute Geschichten» gab, die handwerklich einwandfrei umgesetzt wurden. Der Trend geht auch weiter Richtung Internet und multimediale Anwendungen. In dieser Kategorie gab es den grössten Zuwachs an Einreichungen. Zu sehen sind die nominierten Filme auf www.edinet.ch/shortlist.

Wer gewinnt einen Edi.14? (PDF, Werbewoche 19/2014)

Zu guter Letzt: Ringen um die letzte Praline

Nestlé inszeniert den Rolo-Werbespot-Klassiker «Do you love anyone enough to give them your last Rolo?» neu – mit fünf kurzweiligen Filmen.

Die 60-Sekunden-Spots von Sean Cunningham und Mary Catherine Green erzählen alle auf ganz verschiedene Weise, wem man die letzte Praline gibt – und wem dann doch nicht. (sis)

//www.youtube.com/watch?v=CzuSexR5B54

Magazin Equity der NZZ wird eingestellt

Im Zuge der kontinuierlichen Optimierung ihrer Produktstrategie und in Anpassung an die Erfordernisse des digitalen Strukturwandels hat die NZZ-Geschäftsleitung beschlossen, das Magazin Equity auf Ende 2014 einzustellen.

Das Magazin war bisher sechs Mal pro Jahr der Neuen Zürcher Zeitung beigelegt und wurde im Februar 2012 lanicert (Werbewoche.ch berichtete). Die gleichnamigen Sonderseiten im Wirtschaftsbund der «Neuen Zürcher Zeitung», die jeweils am Montag den Geldmarkt und am Donnerstag die Unternehmenswelt beleuchten, werden weitergeführt. Kontinuierlich ausgebaut wird zudem das bereits jetzt breit gefächerte Informationsangebot zu Wirtschaftsthemen unter NZZ.ch. Die NZZ prüft laut Mitteilung überdies neue digitale Angebote für die Bereiche Finanzen, KMU und Management.

Publigroupe-GV bestätigt Beschlüsse zur Einbindung in die Swisscom

Die Aktionäre der Publigroupe haben am Freitag an einer ausserordentlichen Generalversammlung zahlreiche Beschlüsse gefasst, die die Einbindung in die Swisscom Gruppe gutheissen.

So wurde der Verkauf der 25-Prozent-Beteiligung an der FPH Freie Presse Holding an die NZZ-Mediengruppe angenommen. Ausserdem wurden die drei Swisscom-Vertreter Ueli Dietiker (Verwaltungsratspräsident), Mario Rossi und Thomas Schönholzer sowie der bisherige Hans-Peter Rohner als Verwaltungsräte gewählt, wie die Publigroupe mitteilte. Die Generalversammlung hat ferner den Verkauf der Publigroupe-Beteiligung von 51 Prozent an der LTV Gelbe Seiten und der 49-Prozent-Beteiligung an der Swisscom Directories an die Swisscom beschlossen. (SDA)

«TV Preview 2015»: Premiere im Folium

Beim erstmals von Goldbach durchgeführten Event «TV Preview 2015» stellten Sendeleiter aus dem In- und Ausland ihre diversifizierten Programmfarben persönlich vor und präsentierten eine exklusive Vorschau auf ihre Inhalte fürs kommende TV-Jahr 2015.

Goldbach Media lancierte am Donnerstag, 23. Oktober 2014 erstmals die «TV Preview». In der modern industriellen Kulisse des Folium wurde eine exklusive Vorschau auf die Programm-Highlights 2015 der vielfältig positionierten Sender Comedy Central, DMAX, MTV, N24, Nickelodeon, N-TV, RTL Nitro, Sport1, Super RTL, Teleclub Sport und Viva CH präsentiert.

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Mark Specht

Beim ersten Screening des Tages von Viacom hob Mark Specht die nationalen und internationalen Zielgruppenstudien der Sendergruppe hervor und stellte den anwesenden Werbekunden das ab Oktober neu aufgestellte Portfolio vor. Dabei sendet Nickelodeon neu eine Stunde mehr für die Kinderzielgruppe, bevor ab 21.00 Uhr die neue Schiene «Nicknight» ausgestrahlt wird. Auch bei Comedy Central gibt es satte drei Stunden mehr Sendezeit, zudem legte Mark Specht den Gästen ans Herz im Dezember den vom Sender organisierten live «Quatsch Comedy Club» mit Michael Mittermeier in Zürich zu besuchen. Bei Viva steht ab sofort wieder die Musik im Vordergrund, mit einem Programmanteil von 80 PRozent und MTV setzt, wie alle Sender der Gruppe, vermehrt auf Interaktivität und Online und hat gerade die MTV Play App lanciert, welche digitalen Content online zur Verfügung stellt.

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Claudia Lässer

Bei N24 zeigte Geschäftsführer Torsten Rossmann auf, dass künftig neben Nachrichten insbesondere Dokumentationen den Ton angeben werden. Dies nicht zuletzt aufgrund der Übernahme des Senders durch Axel Springer, der den TV-Sender mit der «Welt»-Redaktion zusammengeführt hat. Claudia Lässer, neue Programmleiterin bei Teleclub, machte den Gästen das umfassende Teleclub Sport-Programm schmackhaft, wo im kommenden Jahr über 5000 Live-Events zu sehen sein werden, davon 4000 exklusiv. Wer einfach mal Mann sein will, kommt bei DMAX auf seine Kosten: Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews hatte mit Jumbo Schreiner das Sendergesicht ihrer Eigenproduktion «Test my Ride» im Gepäck, der über seine Faszination für Autos sprach. Die männliche Zielgruppe kam auch bei der anschliessenden Präsentation von Sport1 auf ihre Kosten – der Sender startet Mitte November in der Schweiz und wurde von Dr. Matthias Kirschenhofer vorgestellt.

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Jumbo Schreiner und Susanne Aigner-Drews

Beim letzten Screening der Mediengruppe RTL, freute sich Super RTL-Geschäftsführer Claude Schmit für einmal der grösste Sender unter den Kleinen zu sein. Er sprach über den neuen strategischen Partner Dreamworks, der dem Kinder- und Jugendsender über die kommenden Jahre mehr als 1000 Stunden Programm bieten wird, sowie die Bedeutung von Investitionen in Eigenproduktionen. Sein Kollege Hans Demmel präsentierte im Anschluss das Programm seines Senders N-TV, der neben klassischen Nachrichten auch die Bereiche Sport und Luxus mit dem neuen Format «Premium-Longe», abdeckt. Oliver Schablitzki, Bereichsleiter von RTL Nitro, hob zum Abschluss wiederum die Sehbedürfnisse von Männern hervor. Der Sender hat im nächsten Jahr vor allem Comedy, Spielfilme, US- Serien und Dokumentationen im Programm.

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Claude Schmit
 

NZZ: Neuer Geschäftsbereich Regionalmedien

Die NZZ-Mediengruppe vereint ihre Regionalmedien unter dem Dach der FPH Freien Presse Holding zu einem Geschäftsbereich unter der Führung von Jürg Weber, derzeit Leiter Medien Zentralschweiz.

Der neue Geschäftsbereich Regionalmedien umfasst die regionalen Tages- und Sonntagszeitungen der NZZ-Mediengruppe, die Markenportale Tagblatt.ch und Luzernerzeitung.ch sowie Radio Pilatus und Tele 1. Die elektronischen Medien in der Ostschweiz, Radio FM1 und TVO, werden nicht Teil des Geschäftsbereichs Regionalmedien, sondern mit einem Projektteam Digitale Reichweiten zu einer Innovationszelle zusammengeschlossen, die – als Pilot für die gesamte Gruppe – Produkte entwickeln und testen soll, die Fernsehen, Radio sowie Online und Mobile stärker miteinander verknüpfen. Diese Innovationszelle rapportiert an Caroline Thoma, die das Operating Office des CEO der NZZ-Mediengruppe leitet.

Bereits seit 2009 werden wesentliche Bereiche der NZZ-Mediengruppe wie Finanzen, HR, IT oder der Online-Werbeverkauf weitgehend zentral geführt. In Zukunft werden die Regionalmedien enger zusammenarbeiten, unter anderem im redaktionellen Bereich, in der Lesermarktbearbeitung und bei der Generierung von Zusatzgeschäften – unter Wahrung der regionalen und lokalen Eigenständigkeiten.

«Wir wollen unser regionales und lokales publizistisches Angebot weiter verbessern», sagt Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe. «Gleichzeitig wollen wir durch verstärkte Kooperation die Effizienz in den Bereichen steigern, die unsere Leserinnen und Leser nicht berühren.»
«Der Zusammenschluss der Regionalmedien wird zu ihrer deutlichen Stärkung führen», kommentiert Jürg Weber. «Indem wir unser Kooperationspotenzial vermehrt ausschöpfen, greifen wir kritischen Marktentwicklungen vor.»

Daniel Ehrat verlässt das Unternehmen

Daniel Ehrat, der derzeitige Leiter der Medien Ostschweiz, hat sich entschlossen, das Unternehmen im Zuge der Neuordnung zu verlassen. Veit Dengler würdigt in einer Mitteilung seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des St. Galler Tagblatts: «Daniel Ehrat hat sich über 15 Jahre in verschiedenen Funktionen für die Tagblatt Medien eingesetzt und damit die Medienlandschaft in der Ostschweiz massgeblich mitgeprägt. Dafür danke ich ihm herzlich im Namen von Verwaltungsrat und Unternehmensleitung und wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg bei seinen nächsten Schritten.»

Wie bereits kommuniziert, plant die NZZ-Mediengruppe die Übernahme des Anteils von 25,07 Prozent an der FPH, die sich im Besitz der Publigroupe befinden. Die Generalversammlung der Publigroupe entscheidet am Freitag über den Verkauf dieser Anteile.
 

Tele 1 stellt schrittweise auf HD um

Das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 strahlt sein Signal in HD aus. Die Umstellung erfolgt schrittweise und beginnt in diesen Tagen. Bis kommenden Sommer werden alle Sendungen des Regionalsenders in HD-Qualität zu sehen sein.

Die HD-Umstellung ist beim Zentralschweizer Fernsehen derzeit in vollem Gange, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Wechsel auf das hochauflösende Signal erfolgt aber nicht auf einmal, sondern in mehreren Phasen und ist bis kommenden Sommer abgeschlossen. Die ersten Sendungen in HD sind  unter anderem «Fokus», «Wetter», «Unterwegs», «Kontrovers» und «Persönlich». In einem zweiten Schritt folgen unter anderem «Geld» und «Kino».
 Der regionale Werbeblock und die diversen Publireportage-Sendungen werden ebenfalls ab kommender Woche in HD-Qualität zu sehen sein.

Die Umstellung findet per 1.11.2014 auch beim über das Internet verbreiteten Livestreaming- Signal (Live.tele1.ch) Anwendung.

Nachfolgend der Starttermin für die Tele 1 HD-Umstellung bei den drei grössten TV-Anbieter in der Zentralschweiz:

– Dienstag, 28.10.2014: Quickline (u.a. in Zug und Nidwalden)
– Dienstag, 04.11.2014: UPC Cablecom
– Mittwoch, 05.11.2014: Swisscom TV
 

Konsumenten sind am empfänglichsten für TV-Werbung

Das Fernsehen ist weiterhin das beste Medium für die Vermittlung von Werbebotschaften. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie, welche die Marktforscher von BBM Analytics im Auftrag des Television Bureau of Canada (TVB) durchgeführt haben.

Die repräsentative Umfrage unter 1000 Kanadiern ab 18 Jahren hat verschiedene Parameter der Werbewirkung unter die Lupe genommen, die einerseits die Empfänglichkeit für Werbung und andererseits die Einstellungen gegenüber Werbung betreffen. Die Studie zeigt, dass das Fernsehen – wie in den Vorjahren – im intermedialen Vergleich mit Abstand die besten Empfänglichkeitswerte erzielt. Zunächst einmal ist es am wahrscheinlichsten, dass die Konsumenten Werbung wahrnehmen, wenn sie fernsehen: 57 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie am ehesten Fernsehwerbung bemerken. 20 Prozent äussern sich entsprechend über Werbung im Internet, jeweils 9 Prozent der Befragten geben an, dass sie vor allem im Radio bzw. in Zeitungen auf Werbung aufmerksam werden.

Die Wahrnehmung von Werbung mag eine notwendige Voraussetzung für ihre Wirkung sein – eine hinreichende ist sie natürlich nicht. Die kanadische Studie ging daher weiteren Fragen nach. Sie untersuchte etwa, wann die Verbraucher am offensten für Werbebotschaften sind. Auch hier erzielt das TV intermedial die besten Ergebnisse: Vier von zehn Befragten geben an, beim Fernschauen am empfänglichsten für Werbung zu sein. Weniger bereit für Werbebotschaften sind die Verbraucher im Vergleich dazu u. a. beim Radiohören (14%), bei der Nutzung des Internets (12%) und beim Lesen von Zeitungen (11%).

Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch, wenn man die Frage betrachtet, welcher Werbeform die Konsumenten die grösste Aufmerksamkeit widmen. Auch hier liegt TV-Werbung mit 42 Prozent der Nennungen und grossem Abstand auf Platz 1, gefolgt von Werbung in Zeitungen (12%), Radiowerbung (11%) und Online-Werbung (10%). TV-Werbung punktet der Untersuchung nach aber nicht nur im Hinblick auf die genannten Empfänglichkeitsparameter, sondern auch was die Einstellungen gegenüber Werbung betrifft. Dies ist bedeutsam, weil die «Attitude toward Advertising»- Forschung zeigt, dass die Werbewirkung auch entscheidend von der Einstellung der Konsumenten gegenüber Werbung abhängt. TV-Werbung wird im intermedialen Vergleich unter anderem die grösste Überzeugungskraft attestiert: Mit 54 Prozent gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, dass aus ihrer Sicht vor allem TV-Werbung überzeugend ist. Auf den Rängen zwei und drei folgen Online-Werbung (21%) und Anzeigen in Zeitungen (10%). Kein anderes Werbemedium weckt zudem so viele Emotionen wie das TV. Von den Konsumenten, die schon einmal wegen einer Werbung lachen oder weinen mussten – mit 84 Prozent die grosse Mehrheit – geben 78 Prozent an, dass sie die entsprechende Werbung im Fernsehen gesehen haben. Von Online- (13%) oder Radio-Werbung (5%) gehen deutlich weniger grosse Gefühle aus. Die weiteren untersuchten Gattungen wie z. B. Print- oder Plakatwerbung spielen für die Konsumenten so gut wie keine Rolle, wenn es um Emotionen geht (jeweils höchstens 1 Prozent der Nennungen).

TV-Werbung wird daher auch von deutlich mehr Konsumenten (55%) als mitreissend erachtet als andere Werbemedien wie z. B. Online- (22%), Print- (5- 7%) oder Radio-Werbung (6%). Last but not least messen die Verbraucher TVWerbung auch klar grösste Relevanz bei. Werbung im Fernsehen hat für vier von zehn Konsumenten die grösste Relevanz. Zum Vergleich: Werbung im Internet betrachten 23 Prozent der Befragten als besonders relevant, Anzeigen in Zeitungen 16 Prozent und Radiowerbung 9 Prozent.

Clemens Koob

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Key Facts

– Wahrnehmung: 57% der Konsumenten nehmen am ehesten
Werbung im TV wahr (Web 20%, Radio 9%, Zeitungen 9%).
– Offenheit: Verbraucher sind vor allem beim Fernsehen (40%)
offen für Werbung (Radio 14%, Web 12%, Zeitungen 11%).
– Aufmerksamkeit: Konsumenten widmen vor allem TV-Werbung
(42%) Aufmerksamkeit (Werbung in Zeitungen 12%,
Radiowerbung 11%, Online-Werbung 10%).
– Überzeugungskraft: TV-Werbung (54%) überzeugt am meisten
(Online-Werbung 21%, Anzeigen in Zeitungen 10%).
– Emotionen: Werbung im TV (78%) weckt am ehesten Emotionen
(Online-Werbung 13%, Radiowerbung 5%).
– Relevanz: Keine Gattung ist so relevant wie TV-Werbung (39%;
Web 23%, Zeitungsanzeigen 16%, Radio 9%).
 

Die Senkrechtstarterin

In den neuen Räumen des Art Directors Club Schweiz hat sich gleich zu Beginn auch eine neue Geschäftsführerin aufgestellt. Gioia Bozzato führt nun seit zwei Jahren die Positionierung «The Leading Creatives in Communication» weiter auf Kurs Richtung Zukunft. Mittlerweile ist ihr herzliches Lächeln nicht mehr aus der hellen Räumlichkeit wegzudenken.

Gioia Bozzato ist als Geschäftsführerin des ADC vordergründig darum bemüht, den Club weiter zu öffnen und so vermehrt auch Designer, Fotografen, Illustratoren, Architekten, Filmer, Musiker, Kreative aus dem Digitalbereich und Strategen anzusprechen sowie Neumitglieder aus anderen Bereichen und aus anderen Regionen wie der Westschweiz zu gewinnen. «Der Raum des ADC soll stärker zu einem Begegnungs- und Diskussionsort werden», so ihre Überzeugung. Daher ist sie stets bestrebt, die Räumlichkeit durch zahlreiche Ausstellungen, Lesungen und Events umzufunktionieren. «Davon profitieren auch zahlreiche Partner und Sponsoren», fügt sie noch an.

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Begonnen hat alles mit dem Einstieg nach der Matura als Werbe-Assistentin bei GGK Küsnacht. Relativ schnell darauf hatte Gioia Bozzato die Möglichkeit ergriffen, mit Remy Fabrikant in Paris die für die GGK in der Schweiz entwickelte Kampagne für IBM zu präsentieren. Sie haben damit das Europa- Budget gewonnen, woraufhin ein Team zur «GGK International» zusammengesetzt wurde, um die Europa-Kampagne zu führen. «Das war mein Start: GGK», fasst Gioia Bozzato kurz zusammen. Gioia bedeutet übrigens Glück (Freude), wonach dieser Einstieg auch ein wenig klingt. Doch vielmehr steht hinter Gioia Bozzatos Laufbahn ein ganz anderer Faktor: Das Glück bei den Hörnern zu packen. Denn nicht nur ist Bozzatos Lebenslauf eine fortwährende Weiterentwicklung und Fortbewegung, sie hat es sich auch nicht gemütlich gemacht in ihren Positionen und jede Veränderung als Chance genommen für einen Neuanfang.

Geplant war lediglich ein Sommerpraktikum…

Vor ihrem Einstieg bei GGK studierte Gioia Bozzato Politische und Sozialwissenschaften in Genf, wo sie auch aufgewachsen ist – in Zürich geboren, aber in Genf aufgewachsen. Sie plante das vierjährige Studium «Hautes Etudes Internationales» mit der Idee, vielleicht im Diplomatenbereich einzusteigen. Daher zumindest wählte sie diese Richtung der Politikwissenschaften. «Ich wusste aber eigentlich noch nicht so recht, was ich schlussendlich wirklich machen würde», fügt sie an. In der Soziologie studierte sie das Verhalten von Menschen gegenüber Kommunikation. «Das fand ich noch spannend», sagt sie, wollte dann aber doch erst mal ein Sommerpraktikum in einer Werbeagentur starten. Nach einigen wenigen Bewerbungen landete sie über Paul Gredinger (damals GGK) bei Hermann Strittmatter (Gründer GGK Zürich) zu einem Gespräch. Strittmatter wollte zwar kein Praktikum vergeben, sie aber gleich fest einstellen. So brach sie ihr Studium ab, mit der Idee, das vielleicht ein Jahr oder zwei zu machen. Dass sie ihr Studium so furchtlos auf Eis legt, kam nicht nur gut an: «Mein Vater fand das natürlich gar nicht gut», lacht sie. Die Message von zuhause wäre dann auch klar gewesen: «Dann musst du dich jetzt selber um dich kümmern.» Aber diese Message wäre auch richtig gewesen, daher habe sie das Ganze dann auch angepackt.

Dann kam alles anders als geplant: Nach einem Jahr Paris für GGK kam sie wieder in die Schweiz und ging zu Euro RSCG (heute Havas). Ein Angebot für ein McDonald’s-Mandat von McCann holte sie zurück nach Genf. Heinz Flückiger (ehemaliger Geschäftsführer von McCann Schweiz) habe sie in dieser Zeit sehr gefördert, betont Bozzato. Weitere Agenturen folgten, das Beratungsportfolio der von ihr betreuten Kunden und Produkte wuchs, bis Sohnemann Guy ungefähr zwei Jahre alt war. In dieser Phase erfuhr sie über einen Geschäftskollegen, dass der Gemeinnützige Frauenverein Zürich eine Fachkraft für Kommunikation und Werbung sucht. Die damalige Geschäftsführerin hatte ihre Laufbahn ebenfalls bei der GGK Zürich begonnen. So war auch ihr Vorgesetzter Hermann Strittmatter gewesen. Das hat sich ausgewirkt: «Bereits als wir uns kennenlernten, hat es sofort gepasst, wir haben dieselbe Sensibilität für Grafik und Branding – wir sind durch die gleiche Schule», erzählt Gioia Bozzato. Sieben Jahre war sie daraufhin als Kommunikationsund Marketingleiterin beim Gemeinnützigen Frauenverein Zürich. Sie konnte in dieser Zeit die gesamte Kommunikationsstruktur des privaten Anbieters von Kinderkrippenplätzen, intern als auch extern, aufbauen. «Da ich selber in dieser Zeit Mutter eines zweijährigen Kindes war, hat mich diese Aufgabe auch deshalb noch zusätzlich sehr interessiert», führt Bozzato an. Sie habe ihr Kind selber auch in die Krippe gegeben und so Beruf und Privatleben sehr gut verbinden können.

Managerin des ADC Schweiz
 
Als Frank Bodin sie vor zwei Jahren anfragte, ob sie die Geschäftsführung des ADC übernehmen möchte, brachte sie das kurz zum Nachdenken. Mit einigen Mitgliedern des ADC hat Bozzato bereits zusammengearbeitet in den 15 Jahren vorher. «Du hast schon vieles zusammen erlebt, das verbindet», erzählt Bozzato. Auch mit Frank Bodin und Rémy Fabrikant habe die Zusammenarbeit immer sehr gut funktioniert, daher wäre die Anfrage auch kein Zufall gewesen. Als dann am gleichen Tag noch die Besichtigung des neuen Raumes stattfand, war für sie die Entscheidung gefallen. «Ich dachte, da kann man sicher etwas machen. Und ich packe gerne Sachen an», begründet sie letztendlich den Entscheid. Nach dem Einstieg in die Geschäftsführung vor zwei Jahren baute Gioia Bozzato den Raum um, kurz darauf begann auch schon die erste Jurierung und Gala. Dann ging alles ziemlich schnell, «also gleich ins kalte Wasser», wie sie sagt: Angefangen mit der Einweihung der Galerie, über Frank Bodins Ausstellung, bis hin zu Bozzatos erster Idee, die Einreichungen für den Young Creatives Award in der Galerie auszustellen – nachdem der Youngster-Wettbewerb neu beim ADC angesiedelt wurde. Dazu kamen schon zahlreiche Ausstellungen, eine Buchvernissage von Hans Peter Riegels Biografie über Beuys oder die Filmvorführung von Alberto Venzagos Film «Gergiev – a certain madness». «Das war sehr spannend, weil anders», erzählt Bozzato. Vor allem weil der Raum sich genau für solche Veranstaltungen sehr gut anbiete. Und genau dies auch die Öffnung sei, welche der ADC mit der neuen Positionierung angegangen sei. «Das Programm ist nicht nur Werbung », betont Bozzato. Zudem sei sie jetzt auch daran, die Westschweiz stärker mit einzubeziehen. Das heisst, eine Pressemitteilung auf Deutsch kommt von Gioia Bozzato immer auch auf Französisch. «Denn die Westschweiz gehört auch dazu», betont sie.  

Dies betrifft auch das aktuelle Projekt Nummer eins, die Digitalisierung: Die Digitalisierung umfasst nicht nur die neue Website des ADC, sondern auch einen neuen webbasierten Einreichungsprozess inklusive digitaler Jurierung für die alljährlichen ADC Awards und ab diesem Herbst auch für den Young Creatives Award. Auch die Social- Media-Auftritte des ADC wurden neu geschaffen, um somit zu einer inspirierenden Plattform für die Kreativwirtschaft zu sein. Seit einigen Wochen gibts alle vom ADC 2014 ausgezeichneten Arbeiten erstmals als iPad-App. Und alle, die die 196 prämierten Arbeiten lieber gedruckt anschauen und aufbewahren, können das neue ADC-14-Buch auch in klassischer Buchform bestellen. Wenige Computeranschläge genügen und schon wird einem eine elegante Print-on-Demand-Lösung nach Hause oder ins Büro geliefert. Aktuell ist Gioia Bozzato an der Fertigstellung der französischen Website. Und auch die ADC/bsw-Kreativschule wird gemeinsam in den Räumlichkeiten des ADC durchgeführt.

Immer aktiv, selten Pause
 

Gerade hat Gioia Bozzato eine Woche in Antalya verbracht. Sie, die sonst permanent beschäftigt ist und nur selten zur Ruhe kommt, lehnt sich entspannt und braungebrannt zurück: «Ich habe alle Zeit der Welt», meint sie trocken, aber herzlich. Auch wenn ihr der Job viel an Zeit und Einsatz abverlangt, ist sie doch immer noch daran interessiert, Neues zu lernen. Denn in ihrer positiven Schwingung und dem starken Drang, anzupacken, sei es dann sehr schwierig, anzuhalten und den Moment zu geniessen. Doch «man lebt nur einmal», fügt sie an, «hey, aufstehen am morgen und denken; schön!». Sie versuche, diese Seite wieder bewusster zu leben: «Wir haben ein grosses Glück hier, aber nehmen wir dieses auch wahr?».

Die Neugierde hat sie in ihrem ganzen Leben begleitet. Es gebe immer etwas Spannendes im Alltag, so Bozzato, immer wieder neue Erfahrungen. Heute etwa habe sie sich mit ihrer Assistentin Samira darüber ausgetauscht, dass die Jugendlichen via Sprachmessage auf WhatsApp oder via Snapchat kommunizieren. «Ich bin nicht mehr von dieser Generation. Wir schreiben uns noch ganz klassisch SMS auf Hochdeutsch», erzählt sie begeistert. Nun fange sie langsam an, auf Schweizerdeutsch zu antworten. «Ich finde das lustig», fügt sie an. Dennoch bleibt ihr nicht oft Zeit für solche Spielereien. Denn nach der Arbeit wartet bereits ihr 11-jähriger Sohn Guy auf sie. «Ich bin überzeugt, dass Kinder ihre Eltern immer mehr brauchen, je älter sie werden», setzt sie der Meinung entgegen, Kinder würden vor allem in den ersten Jahren sehr viel Fürsorge der Eltern benötigen. Mit einem Baby könne man sehr gut 100 Prozent arbeiten, ist sie inzwischen überzeugt. Ein Baby nehme noch nicht viel auf – «es braucht dich, um gestillt zu werden. Körperwärme und Geborgenheit sind wichtig. Also Guy hat in der Kinderkrippe sicher nicht gelitten», fügt sie an. Nun wird Guy aber langsam älter. Jetzt komme immer mehr Austausch hinzu. So habe er Fragen oder wolle zusammen Neues entdecken, erleben. «Das Wunderbarste, das ich in meinem Leben gemacht habe», sagt sie. Zurzeit ist er gerade mit seinem Vater in den Ferien, was auch einmal schön sei. «Ich fange aber bereits an, ihn zu vermissen», meint sie nachdenklich.

Ursina Maurer (Text & Fotos)

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Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Der Abräumer bei diesem Impact-Check ist die Zoo-Zürich-Anzeige von Matter, Gretener, Lesch: Sie liegt bei Uniqueness, Brand Fit und Likeability auf dem ersten Platz. Bei der Awareness holte das PostFinance-Sujet von Publicis den Pokal, gefolgt vom Wirz-Sujet für die Schwyzer Kantonalbank und der Bschüssig-Anzeige von Fox Sports Management. Beim Kriterium Uniqueness erreichte das Wurst-Sujet von Franz & René den zweiten Platz, auf dem dritten landete das Schuhgesicht von Jung von Matt. Bei Brand Fit schaffte es Leo Burnett für Frey auf die zweite Treppenstufe, auf die dritte die Saucisson Vaudois. Bei Likeability erreichte abermals die Wurst den zweiten Platz, gefolgt vom Frey-Sujet.

Der Impact-Check der Werbewoche, Oktober 2014 (PDF)
Detaillierte Ergebnisse (PDF)

 

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