NZZ Media Solutions nimmt Geschäftstätigkeit auf

Zum Jahresbeginn hat NZZ Media Solutions, die neue Verkaufsorganisation der NZZ-Mediengruppe, ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen.

Die NZZ-Mediengruppe vertreibt damit die Print- und Onlinemedien ihrer Gesellschaften in Zürich, der Ostschweiz und der Zentralschweiz wieder selber am Markt. Zuvor hat sie das ehemals von Publicitas verwaltete Anzeigengeschäft in die Direktvermarktung überführt. Mit der neuen zentralen Verkaufsorganisation kann NZZ Media Solutions laut Mitteilung autonom und damit kundennäher agieren und schneller auf die raschen Veränderungen im Werbemarkt reagieren.

Folgende Personen führen die Geschäftsbereiche von NZZ Media Solutions:

Gesamtleitung NZZ Media Solutions: Karin Carpentier (Bild)

Leitung Werbemarkt NZZ, Standort Zürich: ad interim Karin Carpentier (Andy Bürki ab 1.2.2015)

Leitung Werbemarkt Ostschweiz, Standort St. Gallen: Stefan Bai

 Leitung Werbemarkt Zentralschweiz, Standort Luzern: Edi Lindegger

Leitung Werbemarkt Online, Standorte Zürich, St. Gallen und Luzern: Remo Baumeler

Leitung Sales Operations & Marketing ab 1.2.2015: Petra Zwyssig

Eine Kampagne, die nicht süchtig macht

Ob nach Alkohol oder Cannabis: Wer süchtig ist, hat nur noch seine Sucht im Kopf. Genau das dramatisiert die Sensibilisierungskampagne, die Matter Gretener Lesch für die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich entwickelt hat.

Sie richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und verzichtet ganz auf Verbote und erhobene Zeigfinger. Stattdessen fragt sie psychologisch geschickt: «Hast du’s noch im Griff?» Und löst so einen Reflexionsprozess aus, der dazu führt, dass die jungen Züricherinnen und Zürcher den Selbsttest auf Suchttest.ch ausfüllen. Damit soll eine Verhaltensänderung angestossen werden.

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Verantwortlich bei den Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich: Roland Stähli, Annett Niklaus (Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich). Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Laura Haas (Grafik), Verena Knof (Beratung). Fotografie, Bildbearbeitung und CGI: Carioca Studio/Visualeyes International Zürich. Online-Umsetzung: Dotpulse; Mediaplanung: Ad.X.
 

Publizistische Qualität leidet unter der Digitalisierung

Die universelle Verfügbarkeit von publizistischen Informationsangeboten hat auch ihre Schattenseiten: Die inhaltliche Qualität erodiert. Dies ist das Ergebnis einer neuen Expertenbefragung von Publicom.

Bereits erfolgt gegen die Hälfte des Konsums an tagesaktuellen Informationsangeboten online über digitale Kanäle. Doch die universelle Verfügbarkeit ist das eine, das andere ist die Qualität der Information, und diese nimmt ab, wie Publicom in einer Mitteilung schreibt. Zwei Drittel der befragen Experten sind sich einig: Online-Information hat ein Qualitätsproblem. Zum einen wächst die Fehlerquote wegen des Zwangs zur Geschwindigkeit und weil immer mehr Akteure auf Ereignisse reagieren. Zum anderen favorisiert die Orientierung der Journalisten an den Klickraten massentaugliche, seichte Inhalte. Keine Einigkeit herrscht hingegen, was die Folgen dieser Entwicklung für die Medienmarken sind. Zwar glaubt eine klare Mehrheit der Experten, dass Medienmarken im Netz ihren Markenwert erheblich steigern können, doch ob Online-Medien heute und in naher Zukunft die Funktion von Leitmedien übernehmen können, ist ungewiss. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass dies möglich ist, eine knappe Mehrheit ist skeptisch.

Bezahlangebote vor ungewisser Zukunft

Ungeklärt ist auch nach wie vor die Frage der Finanzierung von Online-Informationen. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass kostenpflichtige Online-Angebote sich früher oder später durchsetzen werden. Insbesondere für Mainstream-News und Unterhaltung bestehe kaum Zahlungsbereitschaft. Doch sind sich die Experten weitgehend einig, dass das Publikum bereit ist, für qualitativ hochwertige Exklusivinhalte in die Tasche zu greifen. Wie solche Inhalte beschaffen sein müssen, ist aber weniger klar. Am ehesten vermuten die Experten Zahlungsbereitschaft für Wirtschafts- und Finanzmarktinformationen, während für internationale News, Sport und Boulevardthemen kaum Hoffnung besteht.

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Abbildung 1: Welche Konsequenzen auf die inhaltliche Qualität hat die Verlagerung des Informationsangebots in die digitalen Kanäle? (n=21)

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Abbildung 2: Zukunft kostenpflichtiger Online-Informationsangebote (n=22)

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Abbildung 3: Zahlungsbereitschaft für Inhalte (n=22)

Unter dem Begriff Delphinarium publiziert das auf Medienforschung und –beratung spezialisierte Unternehmen Publicom zweimal jährlich Ergebnisse einer Experten­befragung. Am Panel sind vierzig Fach­leute der führenden Medien­unternehmen sowie Vertreter aus Werbung, Medienjourna­lismus, Kommu­nikationswissenschaft und Corporate Communications beteiligt.

Weitere Informationen zur Studie auf Publicom.ch
 

Webguerillas: Riesenpäckli für Swiss ausgepackt

Diese Weihnachten bescherten Swiss International Air Lines ihren Passagieren ein besonderes Geschenk. Wer seinen Weihnachts-Tweet mit #SWISSMASGREET twittert, sorgte im Flughafen Zürich für eine Überraschung mit viel Swing.

Ein riesiges Geschenk inklusive roter Schleife, eine Twitterwall und ein Tweet-o-Meter: Mit diesem Setting erwartet Swiss die Passagiere am 19. Dezember 2014 im Flughafen Zürich. Ein einfacher Mechanismus lässt sämtliche Elemente zusammenspielen: Jeder Weihnachts-Tweet mit #SWISSMASGREET senkt die Temperatur im Tweet-o-Meter. Bei 0°C beginnt der Weihnachtszauber. Das Geschenk öffnet sich und das umstehende Publikum wird mit musikalischen und kulinarischen Häppchen überrascht.

Um auf der Twitterwall für möglichst grosse Resonanz zu sorgen, bezogen die Webguerillas Online- und Social-Media-Präsenzen von Swiss Interational Air Lines für die Kommunikation mit ein. Eine Strategie, die Wirkung zeigte: Mit einem Tracking-Wert von 700'000 Impressions in nur einem Tag ist man sowohl auf Kunden- wie auf Agenturseite mehr als zufrieden. Und damit man nicht nur im Flughafen in den Genuss des Geschenkes kommt, bedankt sich Swiss mit einem Youtube-Video bei seinen Passagieren und wünscht allen ein herzliches «Merry Swissmas».

//www.youtube.com/watch?v=iHOu-QVnCZk

Verantwortlich bei Swiss Airlines: Nadja Waldraff (Social Media), Benjamin Fehrenbach (Intern Social Media). Verantwortlich bei Webguerillas: Dino Ceccato (Gesamtverantwortung), Ryan Daynes (Creative Director), Gianluca Pirrera, Jan-Hendrik Senf (Beratung), Frank Engelhaupt (Text), Michael Kindermann (Snapfilm), Frontwork (Geschenk-Box), Voice Academy Zürich (Vocal Artists), Spool (Weihnachtselfen).

Leo Burnett Schweiz: Einmal Bescherung und retour

Retournieren leicht gemacht: Leo Burnett Schweiz hat eine Radiokampagne für den Paket-Service pick@home der Post kreiert.

Mit pick@home kann man Pakete vom Paketboten direkt von zu Hause abholen lassen. Oder komfortabel retournieren, wenn man mit dem Inhalt nicht zufrieden ist. Ein Vorteil, den viele Schweizer gerade zur Jahreswende sicherlich zu schätzen wissen. Genau darauf zielt die Idee der von Leo Burnett Schweiz entwickelten Radiospots ab: Menschen, die ein Weihnachtsgeschenk per Post erhalten, lesen freudig die beiliegende Grussbotschaft vor. Und ab dem Moment, in dem sich Enttäuschung über den Inhalt einstellt, lesen sie die gleiche Botschaft ebenso freudig rückwärts.

Zu hören waren die Spots während der Festtage auf reichweitenstarken Sendern in der gesamten Schweiz.

Verantwortlich bei der Schweizerischen Post, Postlogistics: Martin Gonzenbach (Leiter Marketing-Kommunikation). Verantwortlich bei Leo Burnett: Axel Eckstein (ECD), Bastian Otter, Mark Stahel (Text), Fiona Gottwald (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying). Verantwortlich bei Jingle Jungle: Michael Schwarz (Produktion).
 

Zu guter Letzt: Pornoangelo

Wie anstössig malte eigentlich Michelangelo? Sehr – findet zumindest Facebook.

Facebook kann es sich offenbar leisten, auf Inserenten zu verzichten. Wie andere amerikanische Online-Giganten führt auch das grösste soziale Netzwerk einen unerbittlichen Kampf gegen alles Nackte und Unzüchtige. Werden bei der Darstellung von roher Gewalt und Brutalität sämtliche verfügbaren Augen zugedrückt, kennt man bei nackter Haut jenseits des Atlantiks kein Pardon.

Das musste auch Eckehard Bamberger feststellen. Der Autor des Buches «Psalm 1 – Die Wege Gottes und der Menschen» biss beim Versuch, auf Facebook Werbung für sein frommes Werk zu schalten, auf Granit. Grund: Die Titelseite des Buches zeigt Adam, wie ihn Gott erschuf. Also nackt – Anzeige abgelehnt. Der Kopf von Adam wurde übrigens aus symbolischen Gründen abgeändert, falls Sie sich fragen, ob der grosse Meister wirklich so stümperhaft speziell malte.

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Auf die Nachfrage, wieso ein historisches Werk von Michelangelo in der facebookschen Zensurstelle hängen bleibt, erhielt er von einer Michelle diese unkompliziert formulierte Antwort:

Vielen Dank, dass du uns schreibst. Ich helfe dir gerne.

Deine Werbeanzeige wurde abgelehnt, weil das Bild nicht unseren Werberichtlinien entspricht. Werbeanzeigen dürfen keine übermäßig sexualisierten Bilder einsetzen, den Eindruck von Nacktheit erwecken, viel Haut bzw. Dekolleté zeigen oder sich unnötigerweise auf bestimmte Körperteile konzentrieren. Dies gilt auch für die Bilder auf deinen Seiten.

Bitte nimm die notwendigen Änderungen vor und erstelle deine Beiträge erneut. Wenn es sich um eine im Ads Create Tool erstellte Werbeanzeige handelt, kannst du sie im Werbeanzeigenmanager bearbeiten: Facebook.com/ads/manage

Mache Dich hier mit unseren Richtlinien zu Werbebildern vertraut:
Facebook.com/help/250509391644213/?ref=cr
Lass mich wissen, falls du weitere Unterstützung benötigst.

Mit freundlichen Grüssen

Michelle
Facebook Ads Team
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Yo! Da dürften wohl keine Fragen mehr offen bleiben. Nur: An welchem Tag schuf Gott eigentlich die Unterhose? Diese dürfte nämlich für die erforderlichen Änderungen von Nöten sein. (hae)

Minispick lanciert

Der Künzler Bachmann Verlag lanciert eine neue Zeitschrift für Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Das Magazin mit dem Namen «Minispick» wird ab sofort bei Partnerunternehmen des Verlags kostenlos abgegeben - erster Kooperationspartner ist Aldi Suisse.

Als Herausgeber des Magazins Spick hat der St. Galler Künzler Bachmann Verlag eine langjährige Erfahrung im Segment der Kinder- und Jugendzeitschriften. Der Minispick soll nun eine jüngere Leserschaft ansprechen. Die Zeitschrift bietet eine Mischung aus Unterhaltung, Wissensvermittlung und Aktivitäten. «Wir möchten die Werte und Qualitäten, für die der Spick seit über 30 Jahren steht, auch den kleineren Kindern vermitteln können», sagt Verleger Max Künzler über die Beweggründe, die zur Lancierung geführt haben. Die Kinder erfahren unter anderem mehr über die Welt der Tiere und der Natur, lernen andere Länder kennen, lösen Rätsel und können Experimente nachmachen. Verschiedene Wettbewerbe laden zudem zum aktiven Mitmachen ein, vom Ausmalbild bis zu eigenen Kreationen, die eingeschickt werden können.

Minispick wird kostenlos abgegeben. Dazu konnte der Künzler Bachmann Verlag den Schweizer Discounter Aldi Suisse als Kooperationspartner gewinnen. Jeweils Anfang des Monats wird das kleinformatige, 52 Seiten zählende Magazin in den Aldi-Filialen in der deutschsprachigen sowie in der Westschweiz aufliegen. «Wir freuen uns, den Familien unter unseren Kunden mit dem Minispick einen exklusiven Mehrwert anbieten zu können», sagt Philippe Vetterli, Mediensprecher bei Aldi Suisse. Die Zeitschrift erscheint elf Mal pro Jahr mit einer kurzen Sommerpause. Der Verlag plant in naher Zukunft mit weiteren Verteilpartnern aus anderen Branchen zusammenzuarbeiten und so die Zahl der Abgabestellen auszubauen.

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Tschüss Grau, Hallo Wow

Unter dem Motto «Schön abhauen» lanciert der Reiseanbieter Kuoni eine nationale Kampagne, welche die Marke im buchungsstarken Januar in den Köpfen der Reisenden verankern soll. Für Konzept und Realisation zeichnet Serranetga mit verantwortlich.

Der Januar ist traditionell einer der buchungsstärksten Monate für Reiseanbieter. Entsprechend ist in dieser Zeit eine Top of Mind Positionierung bei Reisefreudigen besonders wichtig. Mit der aktuellen Kampagne «Schön abhauen» will Kuoni, der grösste und bekannteste Reiseveranstalter der Schweiz, bei der Bevölkerung die Lust auf Ferien wecken und potentielle Kunden zu einem Besuch in der Filiale oder auf der Webseite einladen.

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Die Kampagne nimmt den Alltagsstress vieler Schweizerinnen und Schweizer zum Ausgangspunkt. Eine gestern angelaufene, nationale Plakatkampagne zeigt traumhafte Ferienbilder, gepaart mit Headlines wie «Tschüss Grau, Hallo Wow» oder «Tschüss Wecker, Hallo Entdecker». Damit suggeriert der Reiseanbieter: Wer genug vom Alltag hat, kann mit Kuoni schön abhauen.

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Begleitet wird die Kampagne von einer crossmedialen Promotion mit 20min, Online- und Printanzeigen, Social Media Aktionen sowie verschiedenen POS-Aktivitäten. Alle Massnahmen verweisen dabei auf die Landingpage abhauen.kuoni.ch, wo User Ferienbilder mit dem persönlichen Ferienmotto ergänzen, mit Freunden teilen und gleichzeitig attraktive Preise gewinnen können.

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Hier geht’s zur Landingpage: Abhauen.kuoni.ch

Verantwortlich bei Kuoni: Claudia Herkert (Head of Marketing Switzerland), Sabrina Müller (Head of Marketing Management). Verantwortlich bei Serranetga: Maurizio Rugghia
(Gesamtverantwortung), Florian Beck (ECD), Daniel Zuberbühler (Client Service Director),
Florian Bosshard (AD), Thomas Blumer, Matthias Ziegler, Antonia Mayer (Text), Julia Miller
(Screendesign), Diego Dirren
(Programming), Olivia Guler (Projektleitung).

 

Fotograf Remo Neuhaus und «seine Fussballstars»

Vom 9. bis zum 13. Januar ist in der Maag Event Hall die Foto-Werkschau Photo15 zu sehen. Unter den Ausstellern: Werbefotograf Remo Neuhaus mit seinen Fussballer-Portäts.

Im Frühling 2014 fand im Berner Stade de Suisse ein Fussballspiel gegen die Armut statt. Das jährlich stattfindende, karitiative Highlight wurde zum ersten mal in der Schweiz durchgeführt. Mit dabei unzählige ehemalige Fussballstars von Weltformat wie Zinédine Zidane, Figo, Ronaldo, Maldini, Elber, Cannavaro, Gullit und viele mehr. Die Weltauswahl spielt für einen guten Zweck gegen den BSC Young Boys.

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Die fotografische Idee von Neuhaus: Porträts der Weltfussballer. Der gesamte Erlös von rund 4000 Franken wurde über eine Versteigerung den Opfern des Taifun Haiyan auf den Philippinen gespendet. Die Schwierigkeit: die Stars standen gerade mal für 30 – 60 Sekunden vor der Kamera. Alle Fussballer haben laut Neuhaus mitgemacht und dazu beigetragen, dass zusätzlich zum Spiel auch noch etwas Geld gesammelt werden konnte.

//www.youtube.com/watch?v=PT3kIwwTTw8

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An der Photo15 zeigt der Fotograf fünf grossformatige Fine Art Prints der Fussballer. Aufgenommen mit der Mittelformatkamera Pentax 645Z, welche die Details besonders herausarbeitet. Remo Neuhaus hat sich im Bereich Commercial, Werbung und Portraits spezialisiert und arbeitet in der ganzen Schweiz.

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Verantwortlich für das Projekt: Remo Neuhaus (Initiand und Fotograf); Marco Herzig (Assistent); Jonas Weibel & Raphael Wanner (Making of Video); Promacx, Bern (Bildbearbeitung).
 

Zu guter Letzt: Löwenfischen

Maurice Lévy, Chef der Publicis Gruppe, hats wieder getan: Auf Youtube hält er seine traditionelle, interaktive Neujahrsansprache. Auch diesmal wird’s dem Zuschauer beim Zuhören bestimmt nicht langweilig.

Lévy hat mit seiner Rede Ende 2012 einen viralen Coup gelandet (Werbewoche.ch berichtete). Während seiner langatmigen Blabla-Ansprache durfte sich der gelangweilte Zuschauer nach Herzenslust interaktiv austoben – stets kommentiert vom erhobenen Zeigefinger des Publicis-Chefs. Dieser nutzte Pausen beispielsweise dazu, seine Cannes-Löwen zu polieren oder Pac-Man zu spielen. Wer skippte, wurde von Lévy zurechtgewiesen. Die interaktive Version des Videos ist leider nicht mehr online – der Neujahrs-Link führt nun auf die diesjährige Version.

Im aktuellen Neujahrs-Video blickt Lévy auf ein durchzogenes Publicis-Jahr zurück. Nicht zuletzt die im Mai geplatzte Mega-Fusion von Publicis und Omnicom trübt das Jahresfazit. Der Wert des neuen Konzerns hätte 35 Milliarden Dollar betragen und den beiden Gruppen zur Weltmarktführerschaft verholfen.

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Dennoch verspürt Lévy Lust, Gutes zu tun – und macht das interaktive Video «The Very Good Wishes» zur Spendensammlung für die Make-A-Wish Foundation. Diese erfüllt schwerkranken Kindern unentgeltlich Herzenswünsche. Während der Rede darf sich der Zuschauer beim kultigen (und in den meisten Fällen frustrierenden) Greifer-Spiel austoben und Jagd auf die Publicis-Plüschlöwen machen. Hierzu wird das Smartphone per QR-Code (oder durch die Eingabe von goodwish.es/rjzebei im Smartphone-Browser) an das Video gekoppelt und dient als Controller. Das funktioniert erstaunlich gut. Auch wenn nicht ganz klar wird, wieso der Controller sowohl bewegungsempfindlich ist, wie auch gleichzeitig per Touchscreen funktioniert. Und ebenfalls etwas ernüchternd: Die sorgfältig gesammelten Löwen haben keinen Einfluss auf das Spendeverhalten von Publicis. Man kann sich nach dem Spiel ganz einfach an der Sammlung beteiligen. Dies soll den Fang-Spass nicht mindern – besonders, weil man auch alles andere, was sich im Büroraum befindet, ergreifen kann. (hae)

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Hier gehts zum Löwenspiel: Publicisgroupewishes2015.com

Wer sich das Ganze nicht antun möchte, findet hier ein Demo-Video:
 

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Frauen und Berge – späte Würdigung der Plakate von Martin Peikert

Auf seinen Plakaten sonnen sich Frauen vor Bergpanoramen. Einige seiner Kreationen wie das Teufelchen von Les Diablerets haben bis heute überlebt. Mit einem Buch und einer Ausstellung in Martigny VS erhält Martin Peikert nun eine späte Würdigung.

Er zeichnete Plakate für Pontresina, St. Moritz, Gstaad, Crans-Montana, Villars, Verbier und zahlreiche weitere Tourismusdestinationen, für die bei Auktionen schon Preise von über 20'000 Franken bezahlt wurden. Dennoch blieb sein Werk lange Zeit unbeachtet. Der Sohn deutscher Einwanderer kommt am 5. April 1901 im Kanton Zug zur Welt. Im Alter von 19 Jahren begibt er sich für einen Kurs an die Kunsthochschule Genf, wo er unter anderem das Aktzeichnen erlernt und mit der Maximalnote abschliesst.

Er eröffnet 1927 in Zug sein erstes eigenes Atelier, bevor er 1939 in den Kanton Waadt zieht. Erst 1951 kehrt er nach Zug zurück, wo er 1975 stirbt. Nach einem Einstieg in die Werbebranche zeichnet Martin Peikert zuerst für Läden (Globus) und Produkte (Persil). Sein erstes touristisches Plakat folgt 1930 für das Strandbad Interlaken. Es zeigt eine Frau, die mit einem Wasserballon in den Armen dem Schwimmbecken entlang läuft, im Hintergrund die Berge.

Gewagter Stil

Dieses Konzept führt er in zahlreichen Plakaten weiter: Eine Frau sonnt sich in den Bergen bei Champéry (1938), eine Frau liegt auf einer Sonnenuhr in Pontresina (1939), eine weitere Frau hüpft in Crans-Montana über einen Schneemann. Dieser gewagte Stil findet sich auch in einem Plakat für Champéry von 1945, das eine Frau im Skianzug zeigt, die sich an einen ganzen Berg anlehnt. Peikert stellt die Umrisse der Frau und des Bergs in einen sinnlichen Zusammenhang – derart sinnlich, dass diese Werbung heute wohl nicht mehr durchgehen würde. Auch seinen Sohn Yan Peikert zeichnet er mehrmals auf seinen Plakaten. Immer im Hintergrund skizziert er die jeweiligen Bergmassive und entwickelt sich zu einem Meister der Landschafts-Malerei.

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Seit dem 29. November zeigt die Mediathek Wallis – Martinach eine bedeutende Retrospektive mit Tourismus- und Werbeplakaten, darunter 58 Originale, welche der Zuger Grafiker Martin Peikert zwischen 1930 und 1960 geschaffen hat. Parallel zur Ausstellung erscheinen ein Buch und eine DVD (Bild: Keystone).

Er verleihe seinen Plakaten aussergewöhnliches Leben, sagt Jean-Charles Giroud, ehemaliger Leiter der Genfer Universitätsbibliothek und Historiker. Er ist der Autor des Buches «Martin Peikert. Les Affiches» (208 Seiten im Verlag Patrick Cramer Editeur), das in Zusammenarbeit mit Peikerts Kindern entstanden ist (Titelseite siehe oben).

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Späte Anerkennung

Peikert habe im Laufe seiner Karriere nicht allzu viel Anerkennung erhalten, sagt Giroud. Das habe auch damit zu tun, dass er beruflich ein Einzelgänger gewesen sei und auch nichts Schriftliches über sein Metier hinterlassen habe. Zudem sei die Werbung für Tourismus weniger beachtet worden als jene für andere Produkte oder Kultur. Auch sei der Stil von Peikert in der Geschichte der  Schweizer Grafik kaum einzuordnen, hält Jean-Charles Giroud fest.

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Teufelchen und Schokoladenkuh

Einige seiner Kreationen haben bis heute Bestand und sind Teil des Kulturerbes. So entwarf Peikert 1947 für «Les Diablerets» ein Teufelchen, das Flöte spielt. Es findet sich noch heute in sämtlichen Logos der Tourismusdestination. Für die Schokoladenfabrik aus dem freiburgischen Villars formte er aus den Buchstaben «Villars» eine Kuh, die bis heute bekannt ist. Die Fabrik stellte entlang der Bahnlinien übergrosse Metallskulpturen dieses prägenden Logos auf, die heute unter Schutz stehen.

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Vom Kommerz zur Kultur

Diese kulturelle Würdigung des Grafikers bezeichnet Jean-Charles Giroud als grundsätzlich paradox: Die Kultur sei immer gegen die Werbung. Diese werde oft verschmäht, werde aber manchmal später selber zur Kultur und gehe ins immaterielle Kulturerbe über. Auch die offizielle Schweiz setzt sich für eine Würdigung des Schweizer Grafikdesigns und der Typografie ein. Diese figurieren unter den acht Vorschlägen, welche der Bundesrat Ende Oktober für die Aufnahme ins Weltkulturerbe Unesco gutgeheissen hat. Der Historiker Jean-Charles Giroud würde den Zuger Künstler gerne auch in der deutschsprachigen Schweiz bekannter machen. Mit einer deutschen Ausgabe seines  Buches ist der Anfang gemacht. Ob es nach Martigny zu weiteren Ausstellungen kommt, ist noch offen. (Andreas Stüdli/SDA)

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Twitter-Schweiz liegt sich in den Haaren

Der eskalierte Twitter-Streit zwischen einer Bloggerin und einem Journalisten bewegt die Social-Media-Schweiz. Nach dem Shitstorm droht der Rechtsstreit.

Die Bloggerin mit dem Pseudonym «Zora Debrunner» hat ihr erfolgreiches Twitter-Profil gelöscht und hat damit einen für Schweizer Verhältnisse beachtlichen Shitstorm unter dem Hashtag #WeWantZoraBack losgetreten – hunderte von Tweets fordern seit der Eskalation am Freitag die Rückkehr von Debrunner, der Begriff taucht prominent in den Twitter-Trends der Schweiz auf. Unter dem selben Pseudonym betreibt Zora Debrunner auch ihren für den Grimme Online Award 2014 nominierten Blog, in dem sie über die Demenz-Krankheit ihrer Grossmutter schreibt.

Grund für die Löschung des Twitter-Profils ist ein Streit mit dem Journalisten Andreas Gossweiler. Gossweiler bloggt und twittert selbst erfolgreich. Zora Debrunner wirft ihm in einem auf Facebook veröffentlichten Statement (siehe unten) vor, sie «seit bald zwei Jahren» zu belästigen, beschimpfen und zu verleumden. Er habe Lügen über sie verbreitet und auch andere ihr nahestehende Personen belästigt. Gelöscht hat sie das Profil, nachdem Gossweiler auf Twitter ihren echten Namen publiziert hatte: «Das ging mir zu weit». Sie habe eine Anzeige eingereicht, weitere könnten folgen.

Gegenüber dem Nachrichtenportal Watson weist Gossweiler die Vorwürfe zurück. Der richtige Name von Debrunner könne auch über Google problemlos gefunden werden, er habe sie nicht «geoutet». Er wirft der in seinen Augen «nationalkonservativ gesinnten» Zora Debrunner vor, ihn in Debatten als «Arschloch» oder «Pickel in der Nase» bezeichnet zu haben. Mit der Veröffentlichung des Klarnamens habe er die Hemmschwelle für den Gebrauch solchen Vokabulars erhöhen wollen. Das Statement bezeichnet er als «Schmähschrift», die Vorwürfe als «ehrverletzend». Als Folge der Geschichte, die ihm eine schlaflose Nacht beschert habe, werde er sich in Zukunft aus Diskussionen «mit nationalkonservativ gesinnten Twitterern» heraushalten.

Mit der Thematik von Pseudonymen im Internet kennt sich Gossweiler indes aus. Unter dem Namen «Bobby California» debattierte er vor- und während Jahren in hitzigen Diskussionen unter anderem auf Medienspiegel.ch zur Zukunft der Medien, wie ein Porträt der Medienwoche 2011 aufzeigt. Seine Identität flog auf, als er versehentlich mit verknüpften Profilen auf einem Blog kommentierte.

Derweilen hat sich Zora Debrunner am Sonntagabend via Facebook an ihre ehemaligen Twitter-Follower gewandt und sie gebeten, die Sache ruhen zu lassen und auf «Aktionen gegen einzelne User» zu verzichten. Gossweiler beklagte sich auf Twitter, jemand habe ihm «hunderte Pseudo-Follower» geschickt und seine Blog-Zugriffszahlen seien «explodiert». Das ungewollte, günstige Zukaufen von gefälschten Followern stellt tatsächlich ein Sabotage-Instrument für Social-Media-Konten dar, da sich diese leicht nachweisen, jedoch schwer erklären lassen. Die hohen Zugriffzahlen auf Gossweilers Blog hingegen erstaunen in Anbetracht des Medienechos und des beachtlichen Shitstorms wenig. (hae)
 

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