Schweizer Medienschaffende trauern um Kollegen

Die Schweizer Journalisten trauern um die getöteten Kollegen von Charlie Hebdo. Karrikaturist Burki ist bestürzt. In Bern gedachten 200 Medienschaffende den Opfern. Verlegerpräsident Lebrument befürchtet neue Herausforderungen für die Medien.

Der Anschlag auf der Redaktion des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo, der am Mittwoch mindestens zwölf Menschenleben forderte (Werbewoche.ch berichtete), erschüttert die Karikaturistinnen, Karikaturisten, Journalistinnen und Journalisten des Berufsverbandes Impressum zutiefst. «Wir trauern und sprechen den Angehörigen der Opfer unser tiefstes Beileid aus. Wir verurteilen den Angriff auf die Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit aufs Schärfste und rufen die Behörden auf, die Verantwortlichen des Massakers und ihre Hintermänner ohne Rücksicht auf andere Interessen zur Verantwortung zu ziehen.»

Westschweizer Karikaturist Burki: «Ein unvorstellbares Drama»

Das Attentat hat auch beim Schweizer Karikaturisten Raymond Burki Bestürzung ausgelöst. «Ich bin sehr traurig», sagte der langjährige Westschweizer Zeichner. Er bezeichnete das Attentat als «unvorstellbares Drama». Er kenne bisher nur die Berichte in den französischen Medien, wonach mehrere bekannte Zeichner wie Cabu, Charb, Wolinksy und Tignous ums Leben kamen, sagte Burki auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Burki war 38 Jahre für die Westschweizer Zeitung 24 heures tätig. Wenn diese Berichte korrekt seien, habe die Welt «grosse Federn» verloren. Wegen einer Zeichnung getötet zu werden, sei unglaublich. Am frühen Nachmittag bestätigte die französische Justiz, dass diese vier Zeichner getötet wurden.

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Raymond Burki (Archivbild, Keystone)

Verlegerpräsident Lebrument: Sicherheit der Redaktionen überdenken

Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument befürchtet neue Herausforderungen für die Medien. Eine solche Tat habe grosse Wirkung und Konsequenzen, es sei «wie ein Fanal», sagte Lebrument gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Nach diesem Angriff könne man sich nicht einfach zurücklehnen. Der Verlegerpräsident sieht neue Herausforderungen auf die Medien zukommen. Man  müsse sich überlegen, ob die Sicherheit der Redaktionen gewährleistet sei. Zudem werde es zunehmend schwierig für Medienschaffende, das Verhältnis zwischen einheimischer Bevölkerung und Zugewanderten mit muslimischem Hintergrund zu beschreiben.

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Hanspeter Lebrument, Präsident Verband Schweizer Medien (Keystone)

Der Westschweizer Verlegerverband Médias Suisses zeigte sich auf Anfrage der SDA konsterniert. Es sei ein «schwarzer Tag» für die Pressefreiheit, sagte Generalsekretär Daniel Hammer. Unter Schock stehen auch die Verantwortlichen des Karikaturen-Museums in Morges VD. Das Museum will den vier getöteten Zeichnern eine Hommage widmen. Es sei ein schwarzer Tag für die freie Meinungsäusserung, sagte am Mittwoch Konservatorin Charlotte Contesse. Konsterniert zeigte sich Satiriker Viktor Giacobbo: «Viele Medienanfragen – und leider nein. Auch als Satiremacher kann man zur ganzen Scheisse nicht mehr als Entsetzen äussern», twitterte er.

200 Schweizer Medienschaffende trauern in Bern

Auf dem Bundesplatz in Bern haben sich am frühen Mittwochabend rund 200 Medienschaffende zu einer Trauerkundgebung zusammengefunden. Mit ihrer Teilnahme drückten sie ihre Bestürzung über den Anschlag aus. Am Nachmittag hatten verschiedene Journalistenorganisationen spontan zum schweigenden Trauermarsch in Bern aufgerufen. Auch in Lausanne und Genf sind Kundgebungen geplant. Die Mediengewerkschaft Syndicom, die Journalistenorganisation Impressum und das Syndikat Schweizer Medienschaffender schalteten am Mittwochnachmittag auf ihren Internetseiten ein schwarzes Emblem mit der Aufschrift «Je suis Charlie» auf.

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Solidarität auch in der Westschweiz

In Genf versammelten sich in Gedenken an die Opfer des Attentats rund 500 Personen. Sie legten bei der Trauerkundgebung vor dem Universitätsgebäude zahlreiche Kerzen nieder. In Lausanne gedachten auf der Place de la Riponne ebenfalls rund 500 Personen, darunter zahlreiche Journalisten, der Opfer. Die Waadtländer Kantonsregierung war durch Pierre-Yves Maillard (SP), Nuria Goritte (SP) und Béatrice Métraux (Grüne) vertreten. Die in Frankreich geborene Staatsrätin Métraux zeigte sich schockiert über die Ereignisse: «Ich bin aufgewachsen mit Charlie Hebdo und
der Canard Enchaîné», sagte sie der Nachrichtenagentur SDA. «Wir sind gekommen, um unsere Solidarität mit den Opfern auszudrücken und die freie Meinungsäusserung verteidigen», fügte ihre Amtskollegin Nuria Goritte an. Schilder mit «Je suis Charlie» waren auch an den Kundgebungen in der Romandie überall zu sehen.

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Trauerkundgebung in Genf (Bild: Keystone)

Auch die Verbände zeigten sich bestürzt über den Anschlag in Paris. «Wie zahlreiche Angriffe davor wird auch diese Tragödie nicht verhindern können, dass sich in Zukunft Journalistinnen und Journalisten für eine offene und kritische Berichterstattung einsetzen werden», teilte das Syndikat Schweizer Medienschaffender mit. Die Meinungs- und die Pressefreiheit müssten verteidigt werden, denn sie seien das Fundament einer freien Gesellschaft, in der jeder das Recht habe, sich zu äussern, teilte  Syndicom mit.(pd/SDA/hae)

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Bild: Keystone

Nina Aemissegger wird CEO von Netpulse

Nina Aemissegger ist seit 1. Januar 2015 die neue Geschäftsführerin von Netpulse. Sie löst damit Lukas Nauer, den bisherigen CEO und Inhaber der Online Marketing Unternehmung in Winterthur, ab.

Netpulse startet mit einer neuen Leitung ins Jahr 2015: Die 26-jährige Nina Aemissegger fungiert ab sofort als CEO der erfolgreichen Winterthurer Online Marketing Unternehmung, wie es in einer Mitteilung heisst. Lukas Nauer, der Gründer, Inhaber und bisherige CEO zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und widmet sich neuen Projekten. Er will im Frühling 2015 eine neue Firma gründen, die sich auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) fokussiert.

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Nina Aemissegger war die letzten zwei Jahre als stellvertretende Geschäftsführerin tätig. Davor arbeitete sie während ihres Studiums in einem Teilzeitpensum bei Netpulse. Gleichzeitig mit ihrem Studienabschluss stieg sie als leitende Angestellte bei Netpulse ein und führte ab sofort die damals rund 20 Mitarbeitenden. Zudem optimierte sie die Produktepalette und führte neue Dienstleistungen ein auf Plattformen wie Youtube und Facebook. Die im Thurgau geborene Schweizerin studierte International Management an der ZHAW in Winterthur und in Medellín, Kolumbien. Zudem ist Nina Aemissegger Vorstandsmitglied des Swiss Marketing Clubs Winterthur.

Netpulse wurde 2009 von Lukas Nauer gegründet und startete als Einmann-Betrieb. Mittlerweile zählt das Unternehmen zu den zehn wichtigsten Online Marketing Unternehmungen in der Schweiz und arbeitet eng mit Google zusammen. An den Standorten Winterthur und Biberist SO arbeiten zurzeit 25 Mitarbeitende, ein neuer Standort in Biel wird in Kürze eröffnet. Die netpulse AG hat sich spezialisiert auf SEO und Google AdWords sowie Online Werbung auf YouTube, Facebook insbesondere für KMUs, Verbände und Einzelpersonen (Politik, Musik, etc.).

Neuer Kommunikationschef für Economiesuisse

Der neue Leiter Kommunikation von Economiesuisse heisst Michael Wiesner. Er wird seine Funktion als Mitglied der Geschäftsleitung beim Dachverband der Schweizer Wirtschaft per 1. April 2015 übernehmen.

Derzeit leitet er als Mitglied der Geschäftsleitung die Kommunikation des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV). Michael Wiesner verfügt über langjährige Führungserfahrung in Kommunikationsfunktionen von Unternehmen und Verbänden. Seit März 2005 verantwortet er die gesamte Kommunikation des SVV. Davor leitete er als Mitglied der Direktion die Unternehmenskommunikation des Versicherungskonzerns Zurich Insurance Group in ihrem Heimmarkt und war zuvor verantwortlich für die interne Kommunikation der damaligen Winterthur Versicherungen (heute Axa Winterthur) in der Schweiz. Zudem besitzt er mehrjährige Berufserfahrung als Journalist, Redaktor, Produzent und Projektleiter.

Michael Wiesner studierte Naturwissenschaften an der ETH Zürich und absolvierte an der Zürcher Fachhochschule berufsbegleitend ein Nachdiplomstudium in Communication Management and Leadership mit Vertiefungsrichtung Politische Kommunikation. Er ist Dozent für Strategieentwicklung und Konzeptionspraxis sowie Medienarbeit im CAS Politische Kommunikation am Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

«Ich bin überzeugt, dass Michael Wiesner als erfahrene und kompetente Führungskraft unserer Kommunikation wichtige Impulse geben und unser Führungsteam ideal ergänzen wird», sagt Monika Rühl, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Economiesuisse. In seiner neuen Funktion wird Michael Wiesner Roberto Colonnello ablösen, der das Kommunikationsteam seit dem Rücktritt von Ursula Fraefel interimistisch führt.

Bild: Svv.ch

Dorothea Furrer gestorben

Die ehemalige Fernsehansagerin Dorothea Furrer ist im 78. Altersjahr verstorben. Sie war von 1964 bis 1986 beim Schweizer Fernsehen gewesen und gewann viel Popularität.

Nach dem Ende ihrer TV-Karriere arbeitete sie als diplomierte Atem- und Sprechtherapeutin. Furrer lebte in Zofingen AG. Die Einwohnerdienste der Stadt bestätigten an Mittwoch auf Anfrage der sda einen entsprechenden Bericht des Zofinger Tagblatts. (SDA)

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Die beliebte Schweizer TV Ansagerin Dorothea Furrer, aufgenommen am 31. Dezember 1986 kurz vor ihrem letzten Auftritt im TV-Studio in Zürich. Nach 23 Dienstjahren nimmt Dorothea Furrer am Silvesterabend Abschied von den Zuschauerinnen und Zuschauern. (Keystone/Str)

 

 

Smartquotes verstärkt sich mit Journalistin

Die Luzerner Kommunikationsfirma Smartquotes hat sich verstärkt. Seit Januar 2015 ist die Radiojournalistin Cornelia Burkhard als Medientrainerin und Kommunikationsberaterin im Team.

«Ich freue mich unglaublich auf die neue Aufgabe. Menschen bei Auftritten in den Medien und im Umgang mit Journalisten zu schulen und zu unterstützen ist hoch spannend, aber auch anspruchsvoll», sagt Cornelia Burkhard. Die diplomierte Journalistin ist ehemalige Chefredaktorin von Radio Sunshine, führte das Pressebüro Salto und war viele Jahre als Journalistin, Moderatorin und Beraterin tätig. Von 2011 bis 2013 leitete sie zudem das Projekt 50plus der Stiftung speranza des verstorbenen Unternehmers Otto Ineichen. Dort coachte sie Erwachsene und Jugendliche aus der ganzen Deutschschweiz in schwierigen Situationen.

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Geschäftsführer und Mitinhaber Daniel Deicher, Cornelia Burkhard und Mitinhaber Simon Kopp

Smartquotes hat sich in den letzten Jahren einen Namen geschaffen bei der Schulung für professionelle Medienauftritte, dem Erarbeiten von Kommunikationskonzepten, der Be­gleitung von anspruchsvollen Kommunikationsfällen und im Bereich der Eventmoderationen. Spezialgebiet von Smartquotes ist die Krisenkommunikation.

Zwölf Tote bei Angriff auf Satire-Zeitung in Paris

Ein Massaker in den Redaktionsräumen der Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Am Mittwoch stürmten maskierte Attentäter das Büro und töteten zwölf Menschen, darunter vier prominente Karikaturisten und zwei Polizisten.

Elf Personen wurden nach Angaben von Staatsanwalt François Molins vom Mittwochabend verletzt, vier davon schwer. Drei Täter sind laut französischen Medienberichten noch am Mittwochabend identifiziert worden. Deren Festnahme dementierte das Innenministerium. Unter den Toten sind der Mohammed-Karikaturist und Redaktionsleiter Charb alias Stéphane Charbonnier und sein Leibwächter. Charb tauchte im Frühjahr 2013 im Internetmagazin Inspire von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) auf einer «Fahndungsliste» auf. Die AQAP verübt vor allem im Jemen Anschläge. Zeugen zufolge drangen zwei schwarz vermummte Männer mit Kalaschnikows in die Redaktionsräume ein und schossen kaltblütig um sich. Die Terroristen riefen «Allah ist gross» und «Wir haben den Propheten gerächt».

«Sie sprachen perfekt Französisch», sagte die Zeichnerin Corinne Rey, die den Anschlag überlebte, der Zeitung l'Humanité. Dabei hätten sie behauptet, zur Terrororganisation Al-Kaida zu gehören. Der Überfall habe etwa fünf Minuten gedauert; sie habe unter einem Schreibtisch Deckung gesucht. Nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve waren drei Täter in den Angriff verwickelt. Deren Vorgehen lässt die Polizei auf professionell ausgebildete Killer schliessen.

Hollande spricht von Barbarei

Der französische Präsident François Hollande sprach von einer aussergewöhnlichen Barbarei. Zugleich rief die Regierung für Paris die höchste Terror-Warnstufe aus. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs von Berlin über London, Rom, Washington und Moskau gaben ihrer Empörung Ausdruck und sagten Frankreich Unterstützung bei der Suche nach den Attentätern zu. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte die Tat. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zeigte sich im Namen des Bundesrates erschüttert.

Islam-Autoritäten verurteilen Tat

Auch Vertreter der Muslime in Frankreich verurteilten den Anschlag. Die Täter seien kriminelle Barbaren, die ihre Seele an die Hölle verkauft hätten, sagte der Imam der Moschee von Drancy bei Paris. Aber auch aus Kairo kamen klare Worte. «Das ist ein krimineller Akt. Der Islam lehnt Gewalttaten jeder Art ab», liessen die islamischen Gelehrten der für Sunniten – rund 90 Prozent aller Muslime – massgeblichen Al-Azhar-Universität in der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena verlauten. Und von der Arabischen Liga hiess es: «Wir verurteilen den Terroranschlag mit Schärfe.» Auch das Königreich Saudi-Arabien, Hüter der heiligen Stätten in Mekka, bezog Position. Der Angriff sei ein «feiger Terrorakt, der durch die Religion des Islam und alle anderen Religionen abgelehnt wird», sagte ein Sprecher des Königshauses.

Bereits 2011 war die Wochenzeitung Charlie Hebdo Ziel eines Brandanschlags gewesen, nachdem sie eine Abbildung des Propheten Mohammed auf ihrer Titelseite veröffentlicht hatte. Bildliche Darstellungen Mohammeds sind im Islam verboten. Nach Angaben der Polizei hat das Wochenmagazin zahlreiche Drohungen erhalten, weswegen die Redaktion seit einiger Zeit unter ständiger Polizeibewachung gestanden habe.

Neues Buch provoziert in Frankreich

In Frankreich kam am Mittwoch das neue Buch von Michel Houellebecq mit dem Titel «Unterwerfung» («Soumission») auf den Markt. Es spielt in einem vom Islam dominierten Frankreich. Dagegen hatte es heftige Proteste von Muslimen gegeben. In der ebenfalls am Mittwoch erschienenen neuen Ausgabe von Charlie Hebdo wird das Buch ausführlich thematisiert. Die Journalistenvereinigungen von 15 grossen Medien in Frankreich veröffentlichten noch am Mittwoch eine Solidaritätsbekundung. «Wir sind alle Charlie», erklärten die Medienleute. Es kam zu diversen Solidaritäts- und Trauerkundgebungen in Frankreich wie auch in anderen Ländern, darunter in der Schweiz. (SDA)

Eric Pütz wird Head of Sales D-A-CH bei Ligatus

Seit 1. Januar 2015 hat Eric Pütz, 40, die Position des Head of Sales D-A-CH bei Ligatus übernommen. Er folgt auf Christopher Uhl, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Pütz ist damit verantwortlich für alle Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er berichtet an Lars Hasselbach, Geschäftsführer Ligatus. Eric Pütz ist seit Herbst 2011 bei Ligatus tätig. Mit seinem Einstieg ins Unternehmen übernahm er nach Ausscheiden der Gründungsmitglieder die Sales-Verantwortung für Adyard, den zu Ligatus gehörenden Spezialisten für Performance Display im Premium-Bereich. Seit Januar 2014 ist er als Leiter Performance Display für das gesamte Display Geschäft bei Ligatus zuständig. Vor seinem Einstieg bei Ligatus verantwortete Eric Pütz als Channel Manager Affilitate das Affiliate Marketing bei der E-Plus-Gruppe. Seine berufliche Laufbahn startete er 2005 bei Yahoo, wo er in unterschiedlichen Positionen in der Search- und Display-Vermarktung tätig war.

Lars Hasselbach, Geschäftsführer Ligatus D-A-CH, in einer Mitteilung: «Durch seine langjährige Erfahrung im Performance-Geschäft ist Eric Pütz bestens mit den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Werbekunden vertraut. Zudem hat er im Rahmen seiner dreijährigen Ligatus Zugehörigkeit fundierte Kenntnisse über unser Unternehmen mit seinen Produkten erworben und ist damit die ideale Besetzung für die Position des Head of Sales D-A-CH.»
 

Nebelspalter: Kein Tabubruch zum Selbstzweck

Vom Attentat auf die Charlie Hebdo-Redaktion geschockt ist auch die Redaktion des Nebelspalters. Das Schweizer Satiremagazin hat allerdings ein anderes Verständnis von Satire und Tabubruch in Zusammenhang mit Mohammed-Abbildungen.

Marco Ratschiller ist seit zehn Jahren Chefredaktor des Nebelspalters. In dieser Zeit habe es keine einzige Drohung in Zusammenhang mit Glaube oder Religion gegeben, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Satire ist für Ratschiller «keine exakte Wissenschaft». Sie spiele mit Zweideutigkeiten und sei mitunter nicht das beste Mittel der Stunde, um die Medienfreiheit hochzuhalten. Die Nebelspalter-Redaktion fährt denn auch einen anderen Kurs als Charlie Hebdo – laut Ratschiller immer die Zielgruppe im Auge, die es zu unterhalten und zum Denken anzuregen gelte. So hat sich der Nebelspalter 2012, als das französische Magazin Mohammed-Karikaturen publizierte, bewusst gegen einen Abdruck entschieden. «Das ist nicht unser Satire-Verständnis», sagt Ratschiller dazu.

Westen «versteht Bilderverbot nicht»

Die westliche Kultur verstehe das Bilderverbot im Islam nicht. Dort sei die Darstellung Mohammeds ein Tabubruch, «während wir selbst darin im Grunde nicht einmal eine satirische Pointe erkennen». Denn: Eine solche Karikatur habe eine Zielgruppe, zu der man nicht selbst gehört. Diese Form des «Tabubruchs zum Selbstzweck» mache der Nebelspalter nicht. Die Redaktion der Zeitschrift liegt in ländlichem Gebiet und beschäftigt zudem zahlreiche freie Mitarbeitende. Sie dürfte also weniger exponiert sein als eine zentrale Redaktion in einer Grossstadt. Der Nebelspalter erscheint seit 141 Jahren und ist laut eigenen Angaben die älteste Satirezeitschrift der Welt. Das deutschsprachige Magazin kommt zehn Mal pro Jahr heraus und hat eine Auflage von 21'000 Exemplaren.

Keinen Kommentar zu Fragen der Sicherheit abgeben wollte am Mittwoch Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche. Satiriker Andreas Thiel hatte in einer «Streitschrift» Ende November den Koran und Mohammed kritisiert und damit für Aufruhr gesorgt. (SDA)

Bild: Keystone

Ergin Iyilikci ist neuer CCO von Comparis.ch

Ergin Iyilikci hat am 1. Januar 2015 als Chief Communications Officer (CCO) das Kommunikations- und Marketingressort des Internet-Vergleichsdienstes Comparis.ch übernommen. Zudem ist er neu Mitglied der Geschäftsleitung des Unternehmens.

Der Internet-Vergleichsdienst Comparis.ch holt sich einen Digital- und Kommunikationsexperten an Bord: Ergin Iyilikci verantwortet seit dem 1. Januar 2015 als neuer CCO die Bereiche Redaktion, Marketing und Unternehmenskommunikation bei Comparis.ch. Der gebürtige Berliner leitete während fünf Jahren als Vice President Corporate Communications & PR die gesamte Unternehmenskommunikation der in 22 Ländern aktiven Scout24-Gruppe. Vorher war Iyilikci als Leiter Public Relations und Pressesprecher für ImmobilienScout24 in Deutschland tätig und dort massgeblich am Aufbau des erfolgreichen Online-Unternehmens beteiligt. Seine berufliche Karriere begann der Kommunikationswissenschaftler beim Deutschen Sportfernsehen (DSF).

Relevanz der Marke weiter ausbauen

«Wir freuen uns ausserordentlich, mit Ergin Iyilikci einen so erfahrenen Manager mit profunder Expertise für diese Schlüsselposition gewonnen zu haben. Unter seiner Leitung wollen wir die Attraktivität und Relevanz der Marke weiter ausbauen», sagt Paul Kummer, CEO von Comparis.ch. Ergin Iyilikci gilt als ausgewiesener Experte in den Sparten Kommunikation und Digitales Business und wurde unter anderem 2007 und 2012 mit dem PR Report Award, dem renommiertesten deutschen PR-Branchenpreis, ausgezeichnet. Er folgt auf Christian Schmelter, der mehr als acht Jahre für comparis.ch tätig war. Wir wünschen Christian Schmelter alles Gute auf seinem weiteren beruflichen Weg und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ergin Iyilikci.
 

Brain2 schmunzelt für Socar

Zum Jahresstart kommt die Imagekampagne für Socar Energy von Brain2. Im Mittelpunkt stehen die Kompetenzen «Treibstoff» und «Shopping».

Gezeigt werden aufgeweckte Kunden, die sichtbar vergnügt nicht nur immer weiter kommen sondern auch alles dabei haben. Die Kampagne wird auf diversen POS-Mitteln und Plakaten eingesetzt.

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Verantwortlich bei Socar: Reto Reidt, Noële Schaffner, Michèle Keller. Verantwortlich bei Brain2: Oliver Kindhauser, Jan Indermühle.

Verleger fordern ein Werbeverbot für die SRG

In der Debatte rund um den Service Public fordern die Verleger ein Werbeverbot für das Schweizer Radio und Fernsehen. Das britische Modell, das die Gebühren dem Radio und Fernsehen zuspricht und die Werbung den privaten Verlegern, sei nachahmenswert.

Die SRG sollte sich voll auf ein schmäleres, mit wenigen Kanälen ausgestattetes Programm konzentrieren. Aus der Schlacht um grössere Werbeanteile mit den Privaten sollte sie sich zurückziehen, sagte Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument am Dienstag anlässlich der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Medien in Zürich.

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Hauspeter Lebrument, Praesident des Verbandes Schweizer Medien, spricht waehrend der Dreikoenigstagung des Medieninstitutes am Dienstag, 6. Januar 2015, im World Trade Center in Zuerich. (Keystone)

Inhaltliche Einschränkungen

Eine Alternative zu einem Werbeverbot wären inhaltliche Einschränkungen der SRG im Internet. Dass die SRG ein vollwertiges Newsportal und topmoderne Apps (für News und Wetter) produziere und kostenlos anbiete, sei schädlich. Glücklicherweise dürfe die SRG keine Online-Werbung verkaufen, obwohl sie ständig versuche, dieses Verbot zu umgehen. Durch ihr übertriebenes Textangebot im Internet schade sie den privaten Verlegern. Die SRG fördere die Gratismentalität im Internet. Die Verleger hätten es damit schwerer, Nachfrage für ihre bezahlten Angebote zu finden.

Indirekte Förderung muss bleiben

Die Debatte über den Service Public mache dann Sinn, wenn die Rahmenbedingungen für die privaten Medien verbessert würden, ohne dass die Haushalte tiefer in die Tasche greifen müssten und das Prinzip der indirekten Presseförderung (über eine Verbilligung der Posttaxen) erhalten bleibe, sagte Lebrument weiter. Die Verleger befürworteten vor dem Hintergrund der jahrelangen aggressiven Angriffe der SRG gegen die privaten Medien eine vertiefte parlamentarische und medienpolitische Debatte über den Service Public. Die Zeitungen dürften wegen eines immer teurer werdenden Service Public für die SRG weder geschwächt noch geopfert werden.

Verfassungsreform gefordert

Dass die Debatte rund um den Service Public derzeit heftig tobt, hat auch damit zu tun, dass die Verfassung die neuen Medien nur ungenügend erfasst. In einem Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung vom (heutigen) Dienstag weist Urs Saxer, Professor für Völkerrecht, Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Medienrecht, darauf hin, dass eine Verfassungsreform nötig ist, um den medienpolitischen Herausforderungen angemessen zu begegnen. (SDA)

Bild: Keystone

 

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Zu guter Letzt: Das Problemlösebier

Leicht alkoholisiert lösen sich Aufgaben laut Studie am kreativsten. Eine dänische Agentur hat deshalb das Bier «The Problem Solver» lanciert.

Wie sagte einst Homer Simpson? «Auf den Alkohol – den Ursprung und die Lösung sämtlicher Lebensprobleme». Dass die Gesellschaftsdroge Nummer eins nebst allen verheerenden Folgen nicht nur negative Eigenschaften hat, ist ein alter Zopf. Rotwein beispielsweise soll in gewissen Dosen gesundheitsförderlich wirken. Und Bier kann wertvolle Bierideen generieren, die zumindest für den Rest des Abends sehr verfolgenswert erscheinen.

Dieses Volkswissen wurde nun von der Wissenschaft felsenfest untermauert: So hat eine Studie an der Universität Illinois gezeigt, dass der Mensch mit einem Alkoholpegel von 0,75 Promille die kreativsten Gedankengänge generiert. Das soll der ideale Pegel sein für das Lösen von Problemen, Erfindungen und generelles «out of the box»-Denken.

Was aber auf der Hand liegt: Wird dieser Wert überschritten, gehts mit Produktivität nur noch bergab. Die dänische Agentur CP&B Kopenhagen hat deshalb das Bier «The Problem Solver» entwickelt. Die Flasche des handgebrauten Indian Pale Ale hilft, dem Geschlecht und Gewicht entsprechend den kreativen Peak anzusteuern.

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Vermutlich eine Idee, die ebenfalls beim Feierabendbier entstand. Viel ernster sollte man sie auch nicht nehmen. Und dass ein 80kg-schwerer Mann nach weniger als 7,5 dl Bier 0,75 Promille haben soll – da lachen ja die dänischen Hühner. Trotzdem: Das Bier ist kein Witz und kann im gut sortierten dänischen Getränkehandel erstanden werden. Und es wird Agentur-intern ausgeschenkt, wenn Kreativität gefordert ist. Prost! (hae)
 

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