In eigener Sache: Weihnachtspause

Die Werbewoche verabschiedet sich in die Weihnachtspause. Der erste Newsletter im neuen Jahr erscheint am 5. Januar.

Ab dem 4. Januar 2015 finden Sie auf Werbewoche.ch wieder News aus der Kommunikations- und Medienbranche. Die nächste gedruckte Werbewoche erscheint am 16. Januar 2015. Wir bedanken uns für Ihre Treue, wünschen Ihnen erholsame Festtage und einen guten Rutsch!

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Bild: Keystone/Max Galli

NZZ-Spitze prüft Übergangslösung

Die Führung des NZZ-Verlags will sich laut Sonntagszeitung Zeit verschaffen und prüft bei der Suche nach einem neuen Chefredaktor als Übergangslösung Felix E. Müller.

Müller ist Chefredaktor der NZZ am Sonntag und wird 2016 pensioniert. Seine Ernennung zum NZZ-Redaktionsleiter würde einerseits die interimistischen Leiter Luzi Bernet, Colette Gradwohl und René Zeller entlasten, andererseits würde sie dem Verwaltungsrat Zeit bei der Suche nach einem Nachfolger für Markus Spillmann verschaffen. René Zeller wird nebst Francesco Benini und Pascal Hollenstein als möglicher Nachfolger von Müller bei der NZZ am Sonntag gehandelt – der ohnehin bald stattfindende Führungswechsel würde mit der Übergangslösung vorgezogen.

Die Sonntagszeitung weiss von «gut unterrichteten Quellen», dass durchaus «politische Richtungskämpfe» innerhalb der strategischen Leitung stattgefunden haben sollen. Noch am Donnerstag hat der NZZ-Verwaltungsrat betont, es sei zu keinem Zeitpunkt um einen inhaltlichen Positionswechsel gegangen, als BaZ-Chefredaktor und Blocher-Sympathisant Markus Somm für die Spillmann-Nachfolge angefragt wurde (Werbewoche.ch berichtete).(hae/Soz)

Bild: Nzz.ch

Presserat weist Beschwerde gegen Woz ab

Der Fall sorgte vor rund einem Jahr für Schlagzeilen: Die Wochenzeitung Woz hatte für eine Spezialausgabe den Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) ausspioniert. Der NDB legte deswegen Beschwerde beim Presserat ein - blitzte jedoch ab.

Die Beschwerde des NDB werde abgewiesen, teilte der Presserat am Samstag mit.  Die verdeckte Recherche sei in diesem Fall zulässig, weil das Experiment – wie die Journalisten es selbst genannt hätten – ohne nicht machbar gewesen wäre. Auch sei das öffentliche Interesse gegeben. Die Journalisten waren NDB-Chef Markus Seiler unter anderem mit einem Auto auf seinem Weg zur Arbeit gefolgt. Ziel der Recherche sei gewesen, zu «wissen, was man über einen Menschen herausfinden kann, ohne dass man ihn wissen lässt, dass man etwas über ihn herausfinden will», wie die Woz damals schrieb.

Verdeckte Recherche zulässig

NDB-Kommunikationschef Felix Endrich reichte daraufhin Beschwerde beim Schweizer Presserat ein. Der NDB bemängelte unter anderem, die Journalisten hätten sich nicht als solche ausgegeben und damit ihren Beruf verschleiert. Der Presserat hält die verdeckte Recherche in diesem Fall jedoch für zulässig. Es bestehe zweifelsohne ein öffentliches Interesse daran, zu erfahren, wie  problemlos Menschen – und damit auch der NDB-Chef – zu observieren seien, heisst es im Entscheid des Presserates. Weil die Journalisten sich diese Informationen nur mittels verdeckter Recherche  beschaffen konnten, liegt gemäss Presserat kein Vorstoss gegen die «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» vor.

Seiler-Webseite «keine Montage»

Beschwert hatte sich der NDB auch über die Webseite, welche die Woz in Seilers Namen ins Netz gestellt hatte. Darauf waren Texte, Fotos und Videos zu Seiler zu sehen. Der NDB kritisierte, die Webseite könne als Montage bezeichnet  werden, sei jedoch nicht als solche gekennzeichnet. Auch diesen Teil der Beschwerde wies der Presserat ab: Die Website sei keine Montage, sie illustriere schlicht das Experiment der Journalisten. Mit der Verlinkung der Webseite mit dem „WOZ“-Artikel sei von vornherein klar, dass es um die Frage gehe, wie viel man über den Geheimdienstchef herausfinden könne. (SDA)

Leo Burnett: Woz überwacht Geheimdienst

Giovanni Bucca neuer Partner der Wirz Gruppe

Mit Giovanni Bucca ist ein weiterer leitender Mitarbeiter auch Mitgesellschafter der Wirz Partner Holding geworden. Bucca ist seit 2011 als Produktionsleiter in der Medienrealisation von Wirz Werbung tätig.

Diese ist laut Mitteilung mit mittlerweile 22 Mitarbeitenden und dem Redaktions- und Mediadatenbank-System «Censhare» zu einem topmodernen Anbieter von Publishing-Leistungen geworden. Zuvor leitete er während drei Jahren die Produktion von Metzgerlehner Worldwide Partners und war fünf Jahre bei Jung von Matt/Limmat, zuletzt als Desktopleiter.

Giovanni Bucca, der ursprünglich Hochbauzeichner lernte, ist seit 2011 auch eidgenössisch diplomierter Druckkaufmann EFA. Als neuer Wirz-Partner zeigt er sich entsprechend erfreut: «Die Möglichkeit, mich jetzt auch als Aktionär an Wirz beteiligen zu können, empfinde ich als persönliche Wertschätzung meiner Arbeit und Person und damit auch als eine ganz besondere, zusätzliche Motivation.»

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Zur Wirz Unternehmenskultur gehört es seit der Gründung vor 39 Jahren, dass leitende Mitarbeiter als Mitaktionäre an der Gruppe und ihrem Erfolg partizipieren können.

Thomas Städeli, CEO Wirz Werbung, freut sich über den zusätzlichen Wirz- Partner aus den Reihen seiner Agentur: «Giovanni Bucca leistet seit drei Jahren hervorragende Arbeit für Wirz. Dass wir unseren erfolgreichen Produktionsleiter jetzt auch als Aktionär gewinnen konnten, bestätigt die Attraktivität unseres Partnermodells, das in der Schweizer Agenturlandschaft einzigartig sein dürfte. Mit jedem neuen Kadermitglied als Partner verstärkt sich auch die unternehmerische Basis der Wirz Gruppe und damit die Identifikation und Motivation der Führungsebene.»
 

Leo Burnett: Weihnachtsständchen, mal anders

Der Schweizer Gehörlosenbund machte mit einer besonderen Weihnachtsaktion auf sich aufmerksam. Die Idee zur stillen Nacht hatte Leo Burnett Schweiz.

Die Adventszeit ist auch die Zeit, in der man überall kleinere und grössere Chöre in der Stadt antrifft. Alles singt Weihnachtslieder. Auch der Chor des Schweizer Gehörlosenbunds, einfach auf seine eigene Art. Wie genau, das haben nicht nur die Leute auf der Strasse mitbekommen, sondern ist jetzt auch online als Film zu sehen. Am 17. Dezember haben sich sogar bekannte Gesichter wie Ursus und Nadeschkin zum Chor dazugesellt und mitgemacht – in Gebärdensprache, natürlich.

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Verantwortlich bei SGB/FSS: Roland Wagner (Leiter Kommunikation), Tom Hofer (Leiter Fundraising), Brigitte Daiss-Klang (Chorleitung). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Roland Buob, Pablo Schencke, Johannes Raggio, Peter Brönnimann (Kreation), Michael Gassler (Beratung), Plan B Film (Produktion), Chris Niemeyer (Regie).

Rupen Boyadjian wird Leiter Newsexpress Desk

Newsexpress, der künftige News-Dienst von Tamedia, konnte den 43-jährigen Rupen Boyadjian als Leiter von Newsexpress Desk unter der Leitung von Peter Wälty per 1. Mai 2015 verpflichten.

Ab Sommer 2015 werden zwei neue Teams in der Deutschschweiz und der Romandie unter dem Namen Newsexpress alle Newsplattformen von Tamedia mit kurzen, digitalen News versorgen (Werbewoche.ch berichtete). Rupen Boyadjian ist seit über sechs Jahren in der Medienbranche tätig. Nach seinem Studium in Sozialpsychologie und Politologie war er zwischen 2008 und 2011 bei 20 Minuten als News-Redaktor tätig. Von 2011 bis 2013 war es als News-Redaktor bei Newsnet/Tages-Anzeiger angestellt, wo er ab Sommer 2013 als stellvertretender Leiter für das Newsdesk verantwortlich war.

SRF-Sportchef Urs Leutert geht in Pension

Urs Leutert arbeitet seit über 35 Jahren für die SRG SSR, aktuell als Abteilungsleiter Sport und Mitglied der Geschäftsleitung von SRF sowie als Leiter Business Unit Sport der SRG. Nun hat er sich entschieden, Ende 2015 vorzeitig in Pension zu gehen.

Seine journalistische Karriere startete der 61-jährige Germanist und Historiker Urs Leutert 1978 beim damaligen Radio DRS, als Redaktor und Moderator für Information, Touristik, Auto und Sport; 1986 übernahm er die Leitung des Ressorts Sport. 1991 folgte der Wechsel zum Schweizer Fernsehen: Urs Leutert wurde Abteilungsleiter Sport und Mitglied der Geschäftsleitung. 1997 übertrug ihm die SRG SSR zudem die Leitung der von ihm initiierten und aufgebauten Business Unit Sport – und damit die Verantwortung für die Umsetzung einer einheitlichen Strategie in allen SRG-Sportprogrammen.

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Im Zuge der Fusion von Radio und Fernsehen zum Unternehmen SRF gelang es Urs Leutert, innert kurzer Zeit eine moderne, trimediale Sportabteilung zu etablieren. Das heutige Ansehen und den Stellenwert des Sports innerhalb der SRG-Programme sowie die hohe Reputation des SRG-Sports im In- und Ausland hat er mit seinem Engagement während mehr als 35 Jahren massgeblich geprägt, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese hohe Wertschätzung beweisen aktuell auch die goldene Auszeichnung des Internationalen Olympischen Komitees für die beste Sportproduktion der Winterspiele Sotschi 2014 sowie der Radio- und Fernsehpreis der Ostschweiz 2014. Urs Leutert steht für eine vielfältige Sportberichterstattung, die auf den drei Säulen «Schweizer Sportlerinnen und Sportler», «Sportveranstaltungen in der Schweiz» und «internationale Top-Events» fusst. Nun hat sich Urs Leutert entschieden, per Ende 2015 vorzeitig in Pension zu gehen. Mit der frühzeitigen Ankündigung seines Abgangs will Leutert dem Unternehmen genügend Zeit für die Nachfolgeregelung geben.

Ruedi Matter, Direktor SRF: «Mit der Pension von Urs Leutert wird eine Ära zu Ende gehen: In seinen über zwanzig Jahren als Abteilungsleiter hat er unserem Sportprogramm ein Profil verschafft, das seinesgleichen sucht. Dank seiner Hartnäckigkeit und seinem Verhandlungsgeschick verfügt die SRG heute über das grösste Rechteportfolio im Free-TV. Ich danke Urs herzlich für sein ausserordentliches Engagement – und freue mich, dass wir nun erstmal noch einige Monate Zusammenarbeit vor uns haben.»

Roger de Weck, Generaldirektor SRG: «Die SRG SSR hat das beste Sportangebot in Europa. Das ist namentlich Urs Leutert zu verdanken. Bei ihm verbinden sich Qualität und Kontinuität, konzeptuelles Denken und Tatkraft, Leidenschaft und nochmals Leidenschaft.»

Wirz und Migros erobern die Charts

Von Null auf Eins in weniger als einer Woche: Das Weihnachtslied «Ensemble» der Migros schoss bereits wenige Tage nach Veröffentlichung an die Spitze der Schweizer Single Charts und erreicht Platin-Status.

Der Song, in dem 23 Schweizer Künstlerinnen und Künstler – darunter illustre Grössen wie Pepe Lienhard, Francine Jordi oder Luca Hänni – zusammen singen, backen, dekorieren und Gschänkli verpacken, bricht damit gleich mehrere Rekorde: «Seit wir die Downloads zur offiziellen Schweizer Hitparade beimischen (2007), gab es noch nie eine Schweizer Single, die in der ersten Woche mehr verkauft hat, als das Migros Ensemble» sagt Andy Renggli, Geschäftsführer von GfK Entertainment Schweiz, die für die Ermittlung der offiziellen Schweizer Charts zuständig ist.

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Und auch das gab’s noch nie: Schon nach zwei Wochen erreicht «Ensemble» mit über 30’000 Downloads Platin-Status. Zum Vergleich: Pharell Williams’ Sommerhit «Happy» brauchte dazu zehn Wochen. Und apropos happy: Mit der Platin-Platte macht die Migros auch den Promis eine besondere Freude, denn nicht einmal Pepe Lienhard hatte bis anhin mit seinem Werken Platin-Status erreicht: «Gold habe ich schon einige, aber das ist meine erste in Platin.» freut er sich.

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Nebst dem Erfolg in den Charts klingelt’s auch auf dem Spendenkonto: Über 750’000 Franken Spenden kamen bereits zusammen und mit ca. 370’000 Views auf Youtube kann sich der Song auch viral sehen lassen. Das Weihnachtslied «Ensemble» – eine Gemeinschaftsproduktion von Wirz und Hitmill – gibt es als Download auf allen gängigen Plattformen. Spenden kann man direkt in der Migros und auf Migros.ch/weihnachten.

 

Jung von Matt/Limmat erklimmt kreative Spitze

Im Kreativranking der Werbewoche verdrängt Jung von Matt/Limmat Leo Burnett von der Spitze. Die Konkurrenz freut sich trotzdem. 

Freude an der Zürcher Wolfbachstrasse: Nach Jahren in den Top 5 sichert sich die Agentur Jung von Matt/Limmat 2014 den ersten Platz im Werbewoche-Kreativranking. Die Bestenliste wird jedes Jahr in der letzten Printausgabe publiziert und reiht die Schweizer Kreativagenturen anhand ihrer Erfolge in den wichtigsten nationalen- und internationalen Wettbewerben in eine Rangliste ein. Zusätzlich dürfen die Agenturen aus acht Wettbewerben zwei wählen, welche in die Punktewertung miteingehen. Jung von Matt hat als einzige Agentur in allen neun «Pflichtwettbewerben» gepunktet – besonders erfolgreich beim ADC Schweiz.

Alexander Jaggy, Executive Creative Director und Mitinhaber bei Jung von Matt/Limmat, freut sich über den erfolgreichen Jahresabschluss – mit der Spitzenposition hat er aber nicht gerechnet: «Ich muss zugeben, die Höhe der Punktzahl in der Endabrechnung hat mich wirklich überrascht.» Die 624 Punkte seien das Resultat von Herzblut, einem tollen Betriebsklima und einer gesunden Portion Spass, so der amtierende Werber des Jahres gegenüber Werbewoche.ch. «Es freut mich für unser Team, dass wir am Ende des Jahres auf dem Treppchen ganz oben stehen.»

«Man muss nicht immer der Beste sein»

Hinter Jung von Matt/Limmat klassiert sich Leo Burnett Schweiz auf dem zweiten Platz. Die Agentur von der Aemtlerstrasse lässt sich nach zwei Jahren in Folge erstmals wieder von der Spitzenposition verdrängen. ECD Johannes Raggio sieht den Schönheitsfehler sportlich: «Nach zwei Jahren Nummer 1 sind wir jetzt auf Platz 2. Da kann man im Wesentlichen nur zwei Dinge sagen: Gratulation an Jung von Matt. Und herzlichen Dank an die gesamte Truppe bei Leo Burnett Schweiz für ein extrem tolles Ergebnis. Man muss nicht immer der Beste sein – es reicht, wenn man konstant sehr, sehr gut ist.» Und das ist die Agentur: Seit 2009 klassiert sich Leo Burnett konstant unter den besten Drei. Darauf, so Raggio, sei man stolz und werde am Weihnachtsessen am Freitagabend darauf anstossen. «Mehrmals», fügt er an.

Den dritten Platz belegt Publicis. Nach dem steilen Aufstieg im letzten Jahr verteidigt die Agentur erfolgreich den Podestplatz und etabliert sich im Spitzen-Trio. Die 233 Punkte erreichte die Zürcher Agentur unter anderem starken Auftritten in Cannes, beim Eurobest Festival of Creativity und beim ADC Schweiz. Dicht darauf folgt die Y&R Gruppe, die sich nach zwei schwächeren Jahren wieder im Aufwind befindet. CCO Markus Gut freut sich über die vier gewonnen Plätze. «Vor allem auch, weil wir bei weniger Awards mitgemacht haben und unsere Preise für grosse, relevante Kunden – zum Beispiel Audi, Migros oder Teleclub – gewonnen wurden», so Gut. Einziger Wermutstropfen für den Geschäftsführer Kreation: «Schade, dass nicht mehr digitale Wettbewerbe fürs Ranking zählen». Gut spielt zum Beispiel auf die goldene Y&R-Auszeichnung bei Best of Swiss Apps für UBS an.
 

Rang Agentur Punkte
1 Jung von Matt/Limmat 624
2 Leo Burnett Schweiz 542
3 Publicis Werbeagentur 233
4 Y&R Gruppe 215
5 Wirz Werbung 212
6 Havas Worldwide Zürich 127
7 Serviceplan Suisse 99
8 Ruf Lanz 86
9 JWT/Fabrikant 67
10 FCB Zürich 54
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Ruf Lanz und die Award-Inflation

Die immer grössere «bizzarrere» Menge an Werbeauszeichnung hingegen ist Markus Ruf ein Dorn im Auge. Der Creative Director und Partner von Ruf Lanz stört sich in seinem Artikel in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche an einer «regelrechten Award-Inflation». Er plädiert dafür, die Zeit lieber in überraschende Lösungen für die Kunden zu investieren, statt sich «den ganzen Tag mit Einsendeformularen und Case Movies herumzuschlagen». Als Folge davon hat sich Ruf Lanz 2014 eine Award-Auszeit von fast allen Wettbewerben gegönnt. Umso bemerkenswerter, dass es die Agentur mit ihren wenigen Teilnahmen dennoch in die Top 10 des Rankings schafft (Platz 8). Die gute Nachricht: Ruf verrät in seinem Artikel die fünf «Leuchttürme in der ganzen Awardflut». Die noch bessere Nachricht: Alle fünf fliessen ins Ranking mit ein.

Thomas Häusermann

Das ausführliche Ranking und den kompletten Artikel von Markus Ruf finden Sie in der aktuellen Werbewoche 23/2014, die am Freitag in Ihrem Briefkasten lag. Falls nicht: Mit einem Abo verpassen Sie 2015 nichts mehr. Wir freuen uns!

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Kreienbühl und Vogler: Gemeinsam für Hirnverletzte

Die Agentur Keienbühl und Vogler hat für die Suva ein Festtagssujet kreiiert, welches unter anderem als Weihnachtskarte zum Einsatz kommt.

In der Schweiz verunfallen jedes Jahr über 25'000 Menschen schwer. Oft sind Betroffene danach auf langjährige Unterstützung und Förderung angewiesen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Suva verzichten auch dieses Jahr auf ein Weihnachtsgeschenk und spenden den dafür vorgesehenen Betrag an die Stiftung «Thérapole», die hirnverletzte Menschen auf ihrem Weg zurück ins Leben betreut. Den gemeinsamen Effort der Mitarbeitenden der Suva erkennt man auf dem pointierten Sujet, das Kreienbühl und Vogler entwickelt hat. Das Sujet kommt derzeit als Suva-Weihnachtskarte und in den elektronischen Medien zum Einsatz.

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Verantwortlich bei Suva: Daniela Bassi (Abteilungsleitung Kommunikation & Marketing), Urs Schaad (Leiter Marketing-Kommunikation), Mirjam Birrer, Sarah Gianesi (Kommunikationsberatung). Verantwortlich bei Kreienbühl und Vogler Werbeagentur: Reto Vogler, Oli Kreienbühl, Marco Donada, Fabian Schiltknecht; Mathias Zuppiger (Fotografie), Lorenz Wahl (Bildbearbeitung).
 

Protest gegen Schliessung der NZZ-Druckerei

Den Verantwortlichen der NZZ-Mediengruppe bläst ein rauher Wind entgegen. Am Freitagmorgen demonstrierten rund 100 Mitarbeitende vor dem NZZ-Stammhaus in Zürich und übergaben CEO Veit Dengler eine Petition.

In dieser forderten sie den Verzicht auf die Schliessung des Druckzentrums in Schlieren ZH. Ende November hatte die NZZ-Mediengruppe mitgeteilt, dass die Druckerei in Schlieren ZH aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werde (Werbewoche.ch berichtete). Betroffen seien maximal 125 der 184 Arbeitsplätze. Die Neue Zürcher Zeitung und die NZZ am Sonntag würden künftig im Druckzentrum Zürich von Tamedia gedruckt. Das Wachstumspotenzial der NZZ-Mediengruppe liege vor allem im Digitalmarkt. Unter den Demonstrierenden fanden sich Mitarbeitende der Druckerei, der Redaktionen von NZZ und NZZ am Sonntag sowie Vertreter von Gewerkschaften. Gemäss der Präsidentin der Personalkommission, Brigitte Hürlimann, macht die Schliessung weder betriebswirtschaftlich noch medienpolitisch Sinn.

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Charlotte Jacquemar von der Personalkommission der NZZ und Urs Schweizer, Leiter Druck und Mitglied der Geschaeftsleitung bei der Petitionsübergabe an NZZ-CEO Veit Dengler (Foto: Ennio Leanza/Keystone).

Aufgabe der Druckerei ist «strategischer Fehler»

Die Druckerei habe volle Auftragsbücher und liefere hervorragende Qualität. Strategisch sei es ein Fehler, sich mit Haut und Haaren an die direkte Konkurrenz auszuliefern, sagte Hürlimann weiter und erntete Applaus von den Anwesenden. Hürlimann betonte, dass sich die Redaktorinnen und Redaktoren dem Digitalbereich keineswegs verschlössen. Aber es brauche parallel dazu immer auch eine Printausgabe. Denn viele Leute wollten eine Zeitung in die Hand nehmen, die in einer «eigenen Druckerei in hervorragender Qualität» hergestellt worden sei.

CEO Veit Dengler sagte, er werde die Petition ernst nehmen und genau lesen. Im Printbereich gebe es jedoch eine einfache Milchbüchleinrechnung: «Die Druckkosten steigen, die Einnahmen sinken. Das kann nicht gut gehen.» Er trage die Verantwortung für das ganze Unternehmen, sagte Dengler weiter. Er hoffe, dass man miteinander und nicht gegeneinander eine gemeinsame Lösung
finde. Die Einstellung des Druckbetriebs in Schlieren steht unter dem Vorbehalt der Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretern. Diese haben bis Mitte Januar 2015 Gelegenheit, zu den beabsichtigten Massnahmen der Unternehmensleitung Stellung zu beziehen und Vorschläge zu erarbeiten, wie Kündigungen vermieden werden können. (SDA)

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