Nur Fussball knackte Millionengrenze

2014 waren die SRF-Quoten geprägt durch die Fussball-WM. Nur Übertragungen aus Brasilien lockten über eine Million Zuschauer vor die Bildschirme.

Die Schweiz am Sonntag gibt in ihrer aktuellen Ausgabe einen Überblick über die höchsten Einschaltquoten des vergangenen Jahres. Spitzenreiter ist dabei das Achtelfinale der Schweizer Nationalmannschaft gegen Argentinien: 1'506'000 Zuschauer sahen das bittere Ausscheiden der Nati. Eine Quote, wie sie zuletzt vor acht Jahren erreicht wurde – auch damals scheiterte die Schweiz an der Fussball-WM in Deutschland im Achtelfinale.

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Schweiz gegen Argentinien: Top-Quote mit bitterem Nachgeschmack (Keystone)

Die Millionengrenze wurde 2014 noch vier weitere Male geknackt: Bei den restlichen drei Schweizer Spielen und beim WM-Endspiel zwischen Deutschland und Argentinien. Alle Schweizer Spiele erreichten über 1,2 Millionen Zuschauer, die Vorrundenspiele gegen Ecuador und Honduras gar über 1,4 Millionen.

Als erste «fussballfreie» Sendung erreichte die «Tagesschau» vom 5. Januar Spitzenwerte: 942'000 Zuschauer sahen die Ankunft von Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski in der Schweiz – rund 300'000 Zuschauer mehr als im Halbjahresschnitt. Ebenfalls ein Quotenknüller war die Serie «Der Bestatter» mit Mike Müller – 837'000 Zuschauer waren beim Start der zweiten Staffel dabei. Die Unterhaltungs-Show «Swiss Awards – Die Millionen-Gala» sahen mit 773'000 Zuschauern fast so viele Menschen wie die Lauberhorn-Abfahrt (784'000). Die Marktanteile gibt SRF am 13. Januar bekannt. (hae/SaS)
 

SDA feiert 120. Geburtstag

Viele kennen bloss ihr Kürzel, aber kein Nachrichtenkonsument kommt an der SDA vorbei. Seit dem 1. Januar 1895 versorgt die Schweizerische Depeschenagentur die Schweiz rund um die Uhr mit aktuellen Informationen zum Geschehen im In- und Ausland.

Als Aktualitätengrossistin wirkt die SDA heute hinter den Kulissen des Medienbetriebs. Das war in den 120 Jahren ihres Bestehens nicht immer so. Ab 1931 gehörte die SDA in den Schweizer Stuben lange Jahre zum festen Bestandteil des täglichen Mittagsrituals. «Sie hören die Nachrichten der Schweizerischen Depeschenagentur», tönte es – exakt nach dem Zeitzeichen von 12.30 Uhr – aus den Radioempfängern der Nation. Wie der Sender Beromünster sind die SDA-Nachrichten Geschichte. Seit 1971 gestalten die SRG-Sender ihre Informationen selber. Als Mitbesitzer beziehen sie aber bis heute ihren Grundbedarf an Meldungen von der Agentur. Das Gleiche gilt für die Zeitungen.

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Der Journalist Henri Rossier, Nachrichtensprecher in franzoesischer Sprache fuer die Schweizerische Depeschenagentur, SDA, aufgenommen im Jahr 1944. (Keystone/Photopress-Archiv/Str)

Gegen ausländische Dominanz

Schweizer Verleger und Journalisten waren es auch, die 1894 aus Unzufriedenheit über die Auslandabhängigkeit der Presse zur Selbsthilfe griffen. Zur «Hebung ihres Depeschendienstes» gründeten sie das «Syndikat schweizerischer Zeitungen». Ziel war der Aufbau einer nationalen Nachrichtenagentur. Zu jener Zeit hatten die grossen ausländischen «Telegrafen-Bureaux» den Markt unter sich aufgeteilt. Sie diktierten nach Belieben die Preise, und oft waren ihre Telegramme den nationalen Interessen entsprechend gefärbt. Selbst über innerschweizerische Vorgänge mussten hiesige Leser aus Paris oder Berlin erfahren. Die Genauigkeit blieb dabei zuweilen auf der Strecke. «Erzähl' doch keinen Havas», lautete eine Redensart – der Name der französischen Agentur wurde im Volksmund zum Inbegriff für Märchengeschichten und Unwahrheit.

Am 25. September 1894 fand im Berner Casino die konstituierende Generalversammlung der Schweizerischen Depeschenagentur AG statt, und am 1. Januar 1895 konnte die SDA ihren Betrieb aufnehmen – zunächst mit zehn Angestellten im «Hauptbureau» an der Berner Spitalgasse sowie in Basel, Zürich und Genf. Die Berner Zeitung Bund kommentierte das Ereignis mit den Worten: «Kein Land hat eine so verbreitete Presse wie die Schweiz. Wir waren es unserer Würde und unserer Selbständigkeit schuldig, einen eigenen telegraphischen Dienst für unsere Blätter zu schaffen, eine schweizerische Kontrolle.»

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Die News-Ticker und Fernschreiber in den Raeumlichkeiten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA in Bern, aufgenommen im Juli 1979 (Bild: Keystone).

Dreisprachiger Basisdienst als Kerngeschäft

Für das Inland wurde sukzessive ein Netz von festen und freien Korrespondenten aufgebaut. Meldungen aus der übrigen Welt bezog und bezieht die sda von ihren ausländischen Partnern. Zu Beginn gab es einen deutsch- und einen französischsprachigen Dienst; die italienische Redaktion kam 1915 dazu. In Kriegszeiten wurde die sda zur Drehscheibe des europäischen Nachrichtenaustausches. Von 1939 bis 1945 gehörten ihre Meldungen zu den meistgehörten Radionachrichten Europas. In den 1950er-Jahren folgte der Telefonnachrichtendienst. Aus ihm ging mit dem Aufkommen des Internets in den 1990er-Jahren der multimediale Online-Dienst hervor. Dazu kamen im Laufe der Zeit weitere Spezialangebote wie die Regionaldienste, der People-Dienst mit Soft-News oder der Archivdienst sda-direct. Kerngeschäft der sda ist aber nach wie vor der Basisdienst mit den Ressorts Inland, Ausland, Wirtschaft und Kultur.

Am Hauptsitz in Bern und an den übrigen zwölf Standorten verfassen dafür rund 160 Journalistinnen und Journalisten pro Jahr gegen 170'000 Meldungen auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Was ihre Vorgänger im ersten Betriebsjahr der SDA 1895 an Text produzierten, verlässt heute das «Förderband der Realität» (alt Brundesrat Kaspar Villiger) in rund zwei Tagen.

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Mitarbeitende der SDA in den Redaktionsräumen in Bern (Bild: Keystone)

Beteiligungen der SDA

Sportereignisse werden von der Sportinformation (Si) abgedeckt, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der sda. Zur sda-Gruppe gehören ferner news aktuell (50 Prozent), die Finanznachrichtenagentur AWP (50 Prozent) sowie die Fotoagentur Keystone (40 Prozent). Insgesamt zählt die Gruppe gut 300 Vollzeitstellen. (SDA)
 

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Verschiedene Agenturen und Unternehmen freuen sich zum Jahresbeginn über eine Erweiterung des Kundenportfolios: BSSM, Primcom, Zürichsee Werbe AG und Goldbach Media.

BSSM mit noch mehr Spirit im Portfolio

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BSSM betreut neu die Marke Vecchia Romagna. Das Know-how im Umgang mit den Schweizer Richtlinien für Alkoholwerbung und die Branchenerfahrung bewogen die Haecky Import AG, den italienischen Brandy von BSSM bewerben zu lassen. Vecchia Romagna ist die Nummer 1 in Italien und der beliebteste Brandy in der Schweiz. Der Edelbrand aus Bologna ist neu im Sortiment des Reinacher Handelsunternehmens und soll Off- und und On-trade einen neuen Auftritt erhalten. Erste Resultate werden im Frühjahr 2015 zu sehen sein.

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Primcom übernimmt PR-Mandat für Costa Kreuzfahrten

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Die Zürcher Agentur Primcom hat das Mandat für die Public Relations-Aktivitäten von Costa Kreuzfahrten erhalten. Die Zusammenarbeit beginnt sofort und beinhaltet die Bearbeitung des Deutsch- wie auch Westschweizer Marktes. PrimCom unterstützt und begleitet die Umsetzung der Kommunikationsstrategie des Unternehmens und zeichnet für die nationale Medienarbeit verantwortlich. Die italienische Reederei verfügt in der Schweiz über eine eigene Vertriebsorganisation mit Sitz in Zürich. General Manager ist seit 1. Dezember 2014 Mary Stefanizzi. Insgesamt verfügt Costa Kreuzfahrten derzeit über 15 Schiffe. Mit der Costa Diadema stiess im Oktober 2014 das jüngste Mitglied zur Flotte. Das neue Costa-Flaggschiff verfügt über 1862 Kabinen und kreuzt in seiner ersten Saison ganzjährig ab Savona im westlichen Mittelmeer.

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Zürichsee Werbe AG vermarktet neu Tec21, Tracés, Archi

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Die Zürichsee Werbe AG, eine Tochter der Zürichsee Medien, vermarktet ab Januar 2015 die Produkte der Verlags-AG der akademischen technischen Vereine: die drei Architektur- und Ingenieurfachzeitschriften Tec21 (deutsch), Tracés (französisch), Archi (italienisch) sowie deren gemeinsame Website Espazium.ch. Verlagsleiterin Katharina Schober freut sich sehr über die neue Zusammenarbeit: «Die Zürichsee Werbe AG verfügt über langjährige Erfahrung in der Vermarktung von Fach- und Spezialzeitschriften. Als neue und exklusive Partnerin wird sie frischen Wind in unser Geschäft bringen, ohne jedoch Bewährtes zu verändern.»

Die Zürichsee Werbe AG gehört zu den wichtigsten Akteuren im Anzeigenmarketing für Fach- und Spezialmedien. Sie betreut über 40 Titel im Print- und Online-Bereich. Mit der Übernahme der Medien der Verlags-AG erweitert die Zürichsee Werbe AG ihr Portfolio um drei weitere relevante Fachmagazine aus dem Bau- und Wohnsegment in der Schweiz und international. Die drei Schwesternfachzeitschriften Tec21, Tracés und Archi sind die offiziellen Organe des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA. Sie wenden sich an Architekten, Ingenieure, Bauträger, Planer, Investoren, Projektleiter und öffentliche Verwaltungen in der ganzen Schweiz und über die Landesgrenze hinaus. Die dreisprachige Website Espazium.ch ist ein eigenständiges Produkt der Verlags-AG. Sie publiziert nebst den Inhalten der Fachzeitschriften zusätzlichen Online-Content und verknüpft damit auf optimale Weise die digitalen und die gedruckten Informationen.

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Goldbach Media vermarktet französischen Sender 6ter

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Der französische Free-TV-Sender 6ter wird ab 1. Januar 2015 mit einem eigenen Schweizer Werbefenster ausgestrahlt und von Goldbach Media vermarktet. 6ter ist zum nationalen Sendestart digital auf Netplus und UPC Cablecom empfangbar und sendet sein Programm in HD-Qualität. Der Sender wird in HD-Qualität ausgestrahlt und seine Verbreitung stetig ausgebaut. Caroline Schöfer, Geschäftsführerin 6ter: «Wir freuen uns, dass 6ter bereits zwei Jahre nach seiner Einführung auch in der Schweiz lanciert wird und sich entsprechend weiterentwickelt. Für 2015 haben wir viele Neuheiten im Programm mit exklusiven Serien, neuen Eigenproduktionen sowie vielen bekannten Blockbustern, Fiction und Dokumentationen für die ganze Familie.»

Alexander Duphorn, CEO Goldbach Media freut sich, mit dem neuen Sender 6ter das Senderangebot in der Romandie zu stärken: «Der französische TV-Markt hat über die letzten Jahre einen grossen kommerziellen Aufschwung erfahren. 6ter hat sich in Frankreich über den digital terrestrischen Empfang (DVB-T) bereits zwei Jahre nach Senderstart zum Nr.1 HD-Sender bei den Zielgruppen HHF 20-49 Jahre und Personen 25-34 Jahre gemausert und bildet mit seinem familienaffinen Programm eine tolle Ergänzung für unser französisches Portfolio.»

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Ruf Lanz für die Suva: Filigrane Knochenarbeit

Das neue Suva-Sujet von Ruf Lanz soll daran erinnern, dass der Schneesport bei zu hohem Risiko schnell seinen Zauber verliert.

Immer mehr Menschen gestalten ihre Freizeit aktiv. Diese Entwicklung hat auch eine Kehrseite: die hohe Zahl der Unfälle. Die Suva-Angebotsmarke Suvaliv engagiert sich für mehr Sicherheit in der Freizeit. In ihren Präventionskampagnen konzentriert sie sich auf Sportarten mit hohem Verletzungspotenzial und hohen Unfallkosten. 30 Prozent aller Sportunfälle in der Schweiz sind Wintersportunfälle. Entsprechend engagiert sich Suvaliv hier mit diversen Massnahmen: von der App «Slope Track» bis zu Events vor Ort. Eine der auffälligsten Massnahmen sind die Kampagnen in den Skigebieten. Diese werden seit vielen Jahren von Ruf Lanz kreiert und immer wieder für ihre Kreativität und Plakativität ausgezeichnet.

Schneekristall

Das neuste Sujet zeigt einen Schneekristall, der aus jenen Knochen zusammengesetzt ist, die bei Wintersportunfällen oft lädiert werden: Schienbein, Oberschenkelknochen, Oberarmknochen, Elle & Speiche und Schlüsselbein. Denn der Schneesport verliert schnell seinen Zauber, wenn man zuviel riskiert. Das Sujet kommt auf Plakaten und Inseraten zum Einsatz.

Verantwortlich bei Suvaliv: Susan Huber-Brun (Leiterin Werbung + Kommunikation SuvaLiv), Samuli Aegerter (Kampagnenleiter Schneesport). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Markus Ruf (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Colette Magnin (Beratung), CGI: Tobias Stierli, Flaeck.ch.

Mosaik positioniert Marke Huber Fenster neu

Huber Fenster in Herisau baut und montiert Fenster im Premiumsegment. Diesen Anspruch will das Unternehmen auch in seinem gesamten Auftritt widerspiegeln. Ein Fall für die St. Galler Agentur Mosaik.

Das Erscheinungsbild und insbesondere die Website werden der Positionierung der Firma nicht mehr gerecht. Wie eine Firma von aussen wahrgenommen wird, erfährt man besten, indem man die Zielgruppe befragt. Genau das hat Mosaik getan. Das Team kontaktierte zahlreiche Architekten, wie sie die Huber Fenster wahrnehmen, wie sie auf der Suche nach einem Fensterbauer vorgehen und welche Ansprüche sie an die Website des Fensterbauers stellen. Aus den Antworten ergab sich ein schlüssiges Bild für die Konzeption, wie es in einer Mitteilung heisst.

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In der Folge gestalteten Mosaik und Eighty Nine ein neues Corporate Design. Das Logo wurde nur leicht verändert, um die Wiedererkennung zu gewährleisten. Dasselbe galt für die Briefschaften. Für die Fahrzeuge gestaltete Eigthy Nine eine Beschriftung und für den Neubau eine Signaletik. Die neue Website Huberfenster.ch lädt ein mit emotionalen Fotos, funktional und inhaltlich ist sie ganz auf die Bedürfnisse der Architekten ausgerichtet. Sie bietet einen spezifischen Login-Bereich, in dem sich Architekten zum Beispiel Vermassungen herunterladen können. Alle Elemente positionieren Huber Fenster vom optischen, inhaltlichen und funktionalen Aspekt her als das, was das Unternehmen ist: Eine starke Premium-Marke.

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Konzeption/Prozessbegleitung: Mosaik. Konzeption/Gestaltung/Produktion: Eighty Nine. Text: Sarah Peter-Vogt.
 

Scotti: POS-Aktion für La Zoupa

Die Agentur Scotti hat für die Fertigmenüs von La Zoupa verschiedene POS-Sujets kreiert.

La Zoupa ist laut Mitteilung höchste Kochkunst zum Aufwärmen. Das Sortiment umfasst 30 Suppen und Eintopfgerichte. La Zoupa kocht alles selber. Nach Hausrezepten und nur mit frischen Zutaten. Das einzige Konservierungsmittel, das La Zoupa verwendet, ist Eis. Die Fertigmenüs werden frisch zubereitet und schockgefroren. Für alle, die auf gesunde Ernährung achten und schnell etwas Gutes essen wollen. La Zoupa gibt es im Tiefkühler von ausgewählten Lebensmittelgeschäften. Für mehr Präsenz und Aufmerksamkeit an den Verkaufspunkten hat die Scotti Werbeagentur nun eine Reihe neuer POS-Plakate produziert.

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Verantwortlich bei La Zoupa: Ivan Scotti. Bei Scotti Werbeagentur: Patricia Meneghin, (Beratung); Sandjay Deng (Art); Peter Rettinghausen (CD und Text).
 

Facebook verschiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln

Facebook hat die Einführung seiner neuen Datenschutzregeln überraschend um fast einen Monat auf Ende Januar verschoben. Man wolle den Nutzern mehr Zeit geben, die Änderungen zu prüfen, erklärte ein Facebook-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur DPA.

Die neuen Regeln sollen nun erst am 30. Januar statt am 1. Januar in Kraft treten. Facebook teilte seinen Nutzern am Mittwoch mit, wer den Dienst nach dem 30. Januar nutze, stimme automatisch den aktualisierten Bedingungen, der aktualisierten Datenrichtlinie und der Cookies-Richtlinie zu. Ausserdem erklärten sich die Facebook-Nutzer dann damit einverstanden, dass sie Werbeanzeigen gezeigt bekommen, die auf Grundlage ihres Surfverhaltens sowohl bei Facebook als auch ausserhalb des Netzwerks zusammengestellt werden. Facebook will unter anderem die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden. Dafür sollen zum Beispiel auch Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps ausgewertet werden. Bislang erstellt Facebook die Werbeprofile seiner Nutzer auf Grundlage der Aktivitäten auf dem Netzwerk selbst. Nun werden dazu auch die ausserhalb von Facebook genutzten Apps und Internetseiten miteinbezogen. In den USA ist dies bereits seit einigen Monaten der Fall.

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Wer beispielsweise im Internet nach Angeboten für seinen nächsten Urlaub sucht, könnte bei seinem nächsten Besuch auf seinem Profil Werbung für Reisen angezeigt bekommen. Kauft jemand über das Internet eine Stereoanlage, werden auf seiner Facebook-Seite höchstwahrscheinlich Anzeigen für Lautsprecher oder anderes Zubehör eingeblendet. Wer dies nicht möchte, soll dies ausstellen können. Die im November angekündigten neuen Regeln waren auf Kritik bei Datenschützern gestossen. Die niederländische Datenschutzbehörde leitete eine Prüfung ein und  bat Facebook Mitte Dezember, die Einführung aufzuschieben. Die Neuerungen sind Teil der ersten Aktualisierung von Facebooks Datenschutzregeln seit rund einem Jahr. Neu hinzu kommen sollen unter anderem Bestimmungen für Bezahldienste und Käufe auf der Facebook-Plattform. Dabei geht  es um Zahlungsdaten wie Kartennummern, aber auch um Informationen über die Einkäufe. Man soll dabei die Angaben über einzelne gekaufte Artikel löschen können.

Ein neuer Bereich mit dem Namen «Grundlagen zur Privatsphäre» («Privacy Basics») solle Nutzern besser erklären, wie Facebook funktioniert, hiess es. Mit der Einrichtung des neuen Bereichs wurden zugleich die eigentlichen Datenverwendungsrichtlinien verschlankt. Facebook hat weltweit mehr als 1,3 Milliarden Nutzer. Das weltgrösste Online-Netzwerk finanziert sich fast ausschliesslich über Werbung. (SDA)

Landesmuseum Zürich mit Besucherrekord

Rund 227‘000 Besucherinnen und Besucher machen das Landesmuseum zum meistbesuchten historischen Museum der Schweiz. Ein neuer Webauftritt macht die Angebote einem breiten Besuchersegment auch online noch besser zugänglich.

Das Landesmuseum Zürich schliesst mit rund 227‘000 Besucherinnen und Besuchern 2014 erfolgreich ab. Das sind über 30‘000 Personen mehr als im Vorjahr (2013: 196‘228). Das grosse Interesse verdankt das Museum zum einen dem thematisch breit gehaltenen Ausstellungsprogramm: vom Märchen über die aktuelle Pressefotografie bis zu historischen Schwerpunkten, die das Haus mit Ausstellungen wie «1900–1914. Expedition ins Glück» zu setzen vermochte. Die Zürcher Agentur Studio Marie Lusa gestaltete für diese Ausstelltung die Werbemittel (Werbewoche.ch berichtete). Anfang 2014 wurde die erfolgreiche Ausstellung «Gut zum Druck – Kunst und Werbung bei Wolfensberger» um Monate verlängert (Werbewoche.ch berichtete). Für die Ausstellung «Grosses Kino» suchte Kurator Walter Keller in 300 Schweizer Spielfilmen nach möglichst vielsagenden Szenen aus dem Schweizer Alltag (Werbewoche Print berichtete). 

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Zum anderen verstärkte das Landesmuseum seine Präsenz mit einer neuen Website auch online und öffnete somit das virtuelle Tor ins Museum mit mehr Bildern und einer besseren Übersicht über die Veranstaltungen und Ausstellungen. Schliesslich lotet das Landesmuseum Zürich immer neue Besuchergruppen mit Potenzial aus. Neu werden Führungen auf Russisch angeboten, da diese Besuchergruppe das Landesmuseum vermehrt auch individuell besucht. Darüber hinaus konnten 2014 die Hochbauarbeiten am Erweiterungsbau termingerecht abgeschlossen und mit dem Innenausbau begonnen werden, wie es in in einer Mitteilung heisst.
 

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Harald Schmidt moderiert «Kulturplatz»

Der deutsche Entertainer Harald Schmidt moderiert beim «Kulturplatz» von SRF die beiden Sendungen vom 11. und 18. Februar. Schmidt übernimmt an diesen beiden Abenden die Mutterschaftsvertretung der Moderatorin Nina Mavis Brunner.

Der «Kulturplatz» steht zumeist unter einem Oberthema. Monothematisch sollen auch die Sendungen mit Harald Schmidt sein, wie SRF am Sonntag mitteilte. Geplant sei zum Beispiel das Thema «Die Deutschen und wir». Harald Schmidt tritt gerne bei SRF auf. «Nachdem so viele Schweizer im deutschen Fernsehen gescheitert sind, wird es Zeit, dass es mal ein Deutscher im Schweizer Fernsehen schafft», zitierte ihn SRF. (SDA)

Bild: Keystone:

SRF-Chef Matter stellt sich vor Schawinski

Nach dem Thiel-Eklat erhält Roger Schawinski Rückendeckung von SRF-Direktor Rudolf Matter. Dies, obwohl man ihn eigentlich loswerden möchte, wie die NZZ am Sonntag weiss. Matter und de Weck sollen sich vor Schawinskis Reaktion fürchten.

Die Sendung habe in der Öffentlichkeit eine Debatte zum Umgang mit Religionen ausgelöst, stellt Matter fest. Dies sei ein erwünschter Effekt von SRF-Sendungen. Der TV-Direktor geht allerdings nicht auf die Frage ein, ob ein Moderator, der seinen Gast als «pubertär», «aufgeblasenen Typen» und nach der Sendung sogar als «Arschloch» bezeichnet, noch tragbar sei. Stattdessen verweist Matter auf die Aussage von Chefredaktor Tristan Brenn. Dieser hatte die «Schawinski»-Sendung mit Andreas Thiel als «nicht geglückt»bezeichnet, wollte daraus aber keine Grundsatzfrage machen. In der Talkshow sollte Koran-Kritiker und Satiriker Andreas Thiel Stellung nehmen zu seinem umstrittenen Islam-Artikel in der Weltwoche. Die Sendung war aber von der ersten Minute an geprägt von Gehässigkeit, eine sachliche Diskussion fand zu keiner Zeit statt.

«Die beiden Angsthasen an der Spitze»

Wie die NZZ am Sonntag weiss, sind sowohl SRF-Mitarbeiter, wie auch TV-Chef Matter und SRG-Generaldirektor Roger de Weck generell unzufrieden mit der seit 2011 laufenden Talkshow. Da stellt sich natürlich die Frage, wieso man die Show bei dieser Gelegenheit nicht abgesetzt hat. Die Zeitung hat sich am Leutschenbach umgehört und will den Grund kennen: Man habe Angst vor Schawinskis Reaktion, wenn man ihn rauswerfe. Schawinski war während Jahrzehnten ein erbitterter SRG-Kritiker. Seit er eine eigene SRF-Sendung hat, ist er deutlich zurückhaltender mit Voten Richtung Leutschenbach – eine Entwicklung, die nicht nur Roger Köppel aufgefallen sein dürfte. Köppel wirft Schawinski die plötzliche SRG-Milde in der Sendung «Roger gegen Roger» ständig vor. Auf die alte Bissigkeit scheint man in der SRG-Chefetage keine Lust zu haben. Die NZZ am Sonntag zitiert einen Fernsehjournalisten: «Wegen der beiden Angsthasen bei uns an der Spitze bleibt Schawinskis unsägliche Show im Programm».

Ombudsmann hat alle Hände voll zu tun

Der Eklat im Gespräch mit Andreas Thiel beschert dem Ombudsmann viel Arbeit. Laut SDA sind bis Freitagnachmittag 65 Beanstandungen bei Achille Casanova ein. Bis auf deren fünf richten sich alle Beschwerden gegen die Art und Weise, wie Schawinski mit Thiel umgegangen ist. Die Kritiker bezeichneten die Gesprächsführung laut Casanova als «mangelhaft, provozierend, unhöflich, respektlos oder beleidigend». Als nächstes muss Casanova jede Beanstandung einzeln bestätigen. Danach werde er die Einwendungen für eine Stellungnahme an die SRF-Redaktion weiterleiten. Erst danach wird er sich in einem Bericht dazu äussern, ob eine Beanstandung berechtigt ist oder nicht. Dieser Bericht muss innert 40 Tagen nach dem Eingang vorliegen. (hae/NZZaS/SDA)

 

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Zu guter Letzt: Hund Harvey mag Werbung

Wieso TV-Werbung? Ein englischer Hund liefert in einem neuen Spot ziemlich überzeugende Argumente.

Thinkbox ist der britische TV-Branchenverband, der sich darum kümmert, dass Fernsehwerbung beliebt ist und bleibt. Dies tut er beispielsweise mit Studien, die belegen, wie effizient diese Werbeform ist. Fast noch überzeugender hingegen die TV-Spots, die Thinkbox schaltet. Denn Werbung, die den Menschen Freude bereitet, ist immer noch die beste Werbung für Werbung. Und wie bereitet man den Menschen zuverlässig Freude? Mit Hunden, genau.

Thinkbox hat deswegen vor vier Jahren Harvey ins Leben gerufen. Der sympathische Terrier wusste sich im Tierheim durchzusetzen, indem er dem interessierten Paar kurzerhand einen Werbespot über sich abspielte (Spot «Dogs Home» siehe unten). Das Werk der Agentur The Red Brick Road überzeugte nicht nur im Fernsehen, sondern ist auch auf Youtube ein Millionen-Hit. Vor zwei Jahren spielte Harvey seinem neuen Besitzer erneut einen Werbespot vor, als dieser seinen geliebten Stoffhasen entsorgen wollte.

Nun ist es wieder so weit: Am Boxing Day, dem Tag nach Weihnachten, an dem in England schon wieder Fussball gespielt wird, feiert der neue Harvey-Spot Premiere. Diesmal erklärt der Hund per Werbung die Notwendigkeit, Pudeldame Harmony einziehen zu lassen. Die Argumente überzeugen nicht nur das Herrchen, sondern uns alle. Oder? (hae)

//www.youtube.com/watch?v=Ga7eVrqTrAw

Was bisher geschah:

//www.youtube.com/watch?v=D7NmOa9q5Xs

 

//www.youtube.com/watch?v=-22bv8uFRLI

Match Communications: Schlaue Weihnachten

Die von der Zürcher Agentur Match Communications realisierte Weihnachts-Kampagne bringt das Schülermagazin Spick auf verschiedenen Kanälen unter die Zielguppen Schüler, Eltern und Mittler.

Ein Mailing an KMUs mit einem Brief, einem Steller mit Hinweis auf das perfekte Weihnachtsgeschenk und einer Anzahl Flyer inkl. Antwortkarte offerierte 10-Prozent-Abo-Rabatt für die Mitarbeitenden. Ein ähnliches Mailing ging an Ärzte und Zahnärzte. Hier wurden im Brief zusätzliche Flyers und der Steller angeboten – und als Dank fürs Auflegen im Wartzimmer ein kostenloses Gratis-Abo für ein Jahr, das den kleinen Patienten den Arztbesuch und das Warten nicht nur erträglicher, sondern sogar unterhaltsam und lehrreich machen wird.

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Die Kampagne in den Medien umfasst Printinserate, Remarketing-Banner, Adwords-Schaltungen und eine verkaufsoptimierte Landing Page mit Bestellformular und Bestätigungs-Mail. Die Kampagne läuft noch bis am 31. Dezember 2014 und zeigt laut Mitteilung bereits überraschend gute Resultate, so ein unerwartet hohes Interesse bei den angeschriebenen Ärzten und hohe Clickraten bei den Adwords und Bannern. Dementsprechend wird auch ein sehr guter Abo-Verkauf registriert.

Verantwortlich bei Künzler Bachmann Verlag: Roger Hartmann (Verlagsleiter Spick). Verantwortlich bei Match Communications: Michaela Döbeli, Christian Staub, Roland Sennhauser

 

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