Vor einigen Tagen bekamen Werbetreibende grosser Marken besondere Post: Ein Paket mit einer Sammlung ihrer eigenen Inserate, welche in verschiedenen Printtiteln geschalten wurden. Und die zusammen jeweils 3 Millionen Leser erreichten.
Redaktion
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30. Januar 2015
Letzteres hätte man aber auch mit weniger Arbeit geschafft, wie die Idee von Leo Burnett Schweiz zeigen soll: Eine einzige Schaltung im Migros-Magazin hat dieselbe Reichweite. Das Mailing wurde per Post und elektronisch an ausgesuchte Adressen verschickt.
Verantwortlich bei Migros-Medien: Rolf Hauser (Verlagsleiter), Patrick Rohner (Leiter Media- und Marketingservice). Verantwortlich bei Leo Burnett Schweiz: Fabian Windhager, Anna Leudolph, Vanessa Mermoud, Pablo Schencke (Kreation), Johannes Raggio (ECD), Isabelle Meier, Ingrid Zumkehr (Beratung).
BSW mit neuem Mitglied
Per 1. Februar 2015 ist Republica Mitglied beim Verband BSW leading swiss agencies. Die Besitzer von Republica, Barbara Trachsel und Chris Morgan, führen die Agentur seit 2002.
Redaktion
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30. Januar 2015
Nebst der Geschäftsführung von Republica fungiert Barbara Trachsel als Präsidentin des Brand- und Marketingtags (BMT). Im Jahre 2000 hat sie die Ausbildung zur strategischen Planerin BSW und im 2002 die Ausbildung zur eidgenössisch diplomierten Marketingleiterin abgeschlossen.
Chris Morgan, Creative Director bei Republica, ist Vater von vier Kindern. Er hat über 20 Jahre Berufserfahrung in Design und Kommunikation und hat in diversen Agenturen in Zürich und Bern gearbeitet.
SRG-Koproduktionen gewinnen Hauptpreise
Zwei SRG-Koproduktionen haben die Hauptpreise der 50. Solothurner Filmtage gewonnen: Den «Prix de Soleure» gewann «Spartiates» von Nicolas Wadimoff, und der «Prix du public» ging an «Usfahrt Oerlike» von Paul Riniker.
Redaktion
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30. Januar 2015
Wie schon im Vorjahr gingen an der gestrigen «Soirée de clôture» der Jurypreis «Prix de Soleure» und der Publikumspreis «Prix du public» an SRG-Koproduktionen. Den mit 60‘000 Franken dotierten «Prix de Soleure» erhielt der Dokumentarfilm «Spartiates» von Nicolas Wadimoff (Schweiz, Frankreich): Der Film zeigt eindrücklich, wie der 24-Jährige Yann Sorel in den Quartieren im Norden Marseilles einen Club für Mixed-Martial-Arts (MMA) gründet. Der Kämpfer tritt im erzieherischen Bereich an die Stelle der passiven öffentlichen Hand: Über den Sport bläut er den Kindern der «Cité Bellevue» ein, was Respekt und Toleranz heisst.
Auch der mit 20‘000 Franken dotierte «Prix du public» ging an eine SRG-Koproduktion – ausgezeichnet wurde der Spielfilm «Usfahrt Oerlike» von Paul Riniker: Hans, die Hauptperson des Films, ist müde. Eigentlich mag er nach einem erfüllten Leben und dem Tod seiner Frau nicht mehr. Er möchte sterben. Sein bester Freund Willi soll ihm helfen, seinen Plan umzusetzen. Willi, der wahre Freund, der zu ihm hält bis zum Schluss…
Die SRG hat 11 der 16 Filme koproduziert, die in beiden Wettbewerben nominiert waren. Die langjährige Medienpartnerin der Solothurner Filmtage engagiert sich im Rahmen des «Pacte de l'audiovisuel» für den Schweizer Film. Sie investiert jährlich 22,3 Millionen Franken in die Produktion von Lang- und Kurzfilmen sowie Spiel- und Dokumentarfilmen.
Festland: St.Galler Kantonalbank ganz persönlich
Festland hat für den Internet-Auftritt der St. Galler Kantonalbank ein neues Interaktionskonzept entwickelt sowie ein neues Screendesign gestaltet – und damit die Benutzerführung wesentlich verbessert.
Redaktion
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30. Januar 2015
Das Konzept folgt dem Grundsatz «Mobile First», wobei die User Experience primär auf Smartphones und Tablets ausgelegt ist. Die Flyout-Navigation schafft eine klar strukturierte Übersicht der Themen und Unterthemen und lässt Besucherinnen und Besucher in wenigen Klicks die gewünschten Inhalte finden. Für ein optimales Ergebnis wurde die neue Benutzerführung vor dem Going-Live einem umfassenden Usability Testing unterzogen.
Auf der neuen Website rückt die Kundennähe in den Fokus. Die rund 500 Kundenberaterinnen und Kundenberater sind alle mit Bild und Textporträt präsent und verfügen über eine eigene Domain. Zu den weiteren Features der Website zählen die Online Berechnungstools für die finanzielle Planung unterschiedlicher Lebenssituationen, die Live-Suche für Niederlassungen und Kundenberater sowie die Integration aller Standorte und Bancomaten mit Google Maps.
Die Programmierung erfolgte durch ConX in Luzern.
Facebook personalisiert mit neuen AGB die Werbung
Wer sich bei Facebook anmeldet, stimmt seit Freitag automatisch auch den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu. Das soziale Netzwerk will damit Werbeeinblendungen noch gezielter auf die Nutzer abstimmen.
Redaktion
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30. Januar 2015
3,59 Milliarden Dollar hat Facebook allein im angelaufenen Quartal mit Werbung eingenommen. Das ist ein Plus von 53 Prozent. Unterdessen verdient das Unternehmen auch mit Werbung, die auf Tablets und Smartphones angezeigt wird, viel Geld. Anzeigen auf mobilen Geräten brachten zuletzt 69 Prozent aller Werbeeinnahmen ein.
Bei solchen Zahlen erstaunt es nicht, dass Facebook das Anzeigengeschäft weiter optimieren will. So soll mit der Neuregelung der AGB die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zugeschnitten werden. Dafür sollen zum Beispiel auch Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps ausserhalb von Facebook ausgewertet werden.
Wer dies nicht möchte, kann die personalisierte Werbung deaktivieren, erklärt Facebook. Das Unternehmen verspricht zugleich, mit den Änderungen seine Daten- und Nutzungsbestimmungen übersichtlicher und verständlicher für die Nutzer zu gestalten. Mitglieder können künftig genauer festlegen, wer ihre Einträge ansehen kann. Ausserdem können sie herausfinden, warum ihnen bestimmte Werbung angezeigt wird.
Dennoch stossen die neuen Regeln bei Datenschützern auf heftige Kritik, die Rede ist von mangelnder Transparenz. Insbesondere sei nicht klar, ob Facebook bei der Datenauswertung auch genaue Nutzerprofile erstelle. Ausserdem sei in den AGB nicht ausdrücklich festgehalten, dass keine Daten mit dem Kurzmitteilungsdienst WhatsApp ausgetauscht werden.
Infos über Umgebung
Gleichzeitig will Facebook seine Nutzer künftig mit Informationen über ihre unmittelbare Umgebung versorgen. In den nächsten Wochen solle die neue Funktion «Place Tips» getestet werden, die Smartphone-Nutzern von Facebook «unterhaltsame, nützliche und wichtige Informationen» anzeigen könne. Dazu ermittle «Place Tips» den Standort des Nutzers und zeige ihm in seiner Facebook-App Hinweise zur Umgebung an. Unter anderem soll die neue Funktion Kommentare und Fotos anderer Nutzer anzeigen sowie Demonstrationen, zu denen auf Facebook aufgerufen wird.
Die Funktion ist vorerst nur für iPhones verfügbar. Wer sie verwenden will, muss zustimmen, dass Facebook seinen Standort über das Mobilfunk- oder WLAN- Netz ermittelt. Dieser soll aber nicht für andere Nutzer sichtbar sein. Getestet wird die Funktion zunächst an besonders belebten Orten der Metropole New York, etwa dem Central Park und dem Times Square.
Mit der neuen Funktion greift Facebook Anbieter wie Yelp an, auf deren Seiten Nutzer zum Beispiel Restaurants und Dienstleister bewerten können. Yelp ist in 29 Ländern aktiv. (SDA)
Erdmannpeisker: Glücks-Song für Rubbellose
Erdmannpeisker wurde durch Swisslos beauftragt eine übergreifende Imagekampagne für Rubbel-lose zu entwickeln und diese auf sympathische Weise zu positionieren und so auch neue Zielgruppen zu erschliessen.
Redaktion
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30. Januar 2015
In der Positionierung wurde zusammen mit dem Kunden einerseits nach dem wichtigsten Customer Insight und stärksten Treiber für den Kauf des Produktes und andererseits auch eine Differenzierung zu den anderen Produkten/Geschäftsfelder von Swisslos gesucht. Ob erfahrener Losspieler oder Einsteiger, im Moment des Rubbelns kann sich keiner der Spannung auf einen möglichen Gewinn entziehen. Für einen kurzen Moment scheint plötzlich alles offen. Dieser Kick kumuliert im neuen Claim «Ist heute dein Glückstag?».
Glück ist ein flüchtiges Gut. Wenn’s um Glück geht, hat fast jeder seinen ganz eigenen Umgang damit und nicht wenig wollen dem Glück auf die Sprünge helfen. Ob mit klassischen Glücksbringern oder speziellen Marotten – die Methoden sind so vielfältig wie die Menschen. In der Umsetzung suchte die Agentur daher eine möglichst eingängige Form des Storytellings, mit der die unterschiedlichsten Marotten und kleinen Aberglauben der Menschen in sympathischer Weise in Szene gesetzt werden konnten. Zusammen mit dem Schweizer Hitproduzenten Roman Camenzind wurde ein Ohrwurm über die Marotten der Spieler kreiert. Der Song wurde von Markenfilm und dem Jungregisseur Rogier Hesp mit schrägem Witz und viel Wärme in Szene gesetzt.
Zusätzlich zu den zwei TVC wurde mit dem Filmmaterial ein Musikvideo geschnitten. Auf iTunes und der Website von Swisslos steht der Song zum Gratis Download zur Verfügung. Nebst TV und Online ist die Kampagne auch auf Plakaten, im Radio, am POS und in Anzeigen zu sehen.
Zwei Megaphone für die Swisscom
Swisscom, Serviceplan Suisse, BMW Schweiz und UBS räumen beim Wettbewerb Das Jahr der Werbung ab: Zwei Megaphone und dreimal als Bester der Branche.
Redaktion
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30. Januar 2015
Gemeinsam mit ihrer Agentur Heimat Berlin holte die Swisscom zwei Megaphone beim diesjährigen Wettbewerb Das Jahr der Werbung. In der Kategorie Kampagne punktete sie mit der neuen Vermarktungsstrategie des S5 von Samsung und gewann eine silberne Trophäe für «The Pulse Challenge».
Auch ihr Film «Nico» für das neue TV-Format 2.0 begeisterte die Jury und wurde mit einem Megaphon in Bronze ausgezeichnet. Überzeugt hat zudem der TV-Spot mit Tina Turner, der für eine sichere Schweizer Kommunikation wirbt. Er wurde Bester der Branche Telekommunikation. Damit gehört Swisscom erneut zu den erfolgreichsten Unternehmen im Wettbewerb.
Die BMW Schweiz und die UBS sind jeweils Bester der Branche. Die deutsch-schweizer Kooperation von DigitasLBi und UBS dominierten mit dem Relaunch der UBS-Webseite die Branche Banken, Sparkassen, Investment. BMW Schweiz und Serviceplan Suisse setzten sich mit dem Beitrag «Soundtree» in der Branche Automobil durch.
Scholz & Friends wurde Agentur des Jahres 2014. Mit der Kampagne «Umparken im Kopf» für Opel und dem dafür verliehenen Grand Prix hängte Scholz & Friends den Vorjahressieger Heimat ab. Mit nur einem Punkt Rückstand erkämpfte sich die Berliner Agentur den zweiten Patz im Wettbewerbsranking mit Beiträgen für Hornbach und Swisscom. Dritter auf dem Treppchen ist in diesem Jahr serviceplan, die mit Arbeiten für Bytro Labs und für das ZDF punkteten. Der Titel Newcomer-Agentur des Jahres 2014 ging nach Hamburg: Blood Actvertising überzeugte die Jury mit einem neuen, frischem Konzept und namhaften Kunden.
Die Preisträger wurden am 29. Januar im Rahmen des Winners‘ Dinner – der Preisverleihung des Wettbewerbs – in Berlin geehrt. Dort präsentierten auch die Gewinner des Nachwuchswettbewerbs campus, Christian Freitag und Paul Kirsten, ihre Arbeit «Metaworlds».
Alle ausgewählten und ausgezeichneten Arbeiten werden im Buch zum Jahr der Werbung 2015 publiziert, welches im April im Econ Verlag erscheint. Die Arbeiten können bereits jetzt unter Jdw.de eingesehen werden.
Der Motz von Butz: Vom Aussterben der Ästhetik
Nach meiner langjährigen Wahrnehmung – nicht nur in der Werbung – gibt es immer mehr Hässliches anstelle von Schönem und Angenehmem.
Redaktion
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29. Januar 2015
Ich versuche herauszufinden, warum ich dies verspüre. Kürzlich wurden Drucke von Tourismus- Plakaten aus der Jahrhundertwende, die für St. Moritz, Zermatt und Davos geworben hatten, in einer Christie’s-Auktion für bis zu 30 000 Franken ersteigert. Ich wette, dass irgendein heutiges Werbeplakat in 100 Jahren nicht mal 30 Rappen erzielen würde. Der heutigen Plakatkunst fehlt eben diese Ästhetik. Diese harmonische Kunst ist noch bis 8. Februar unter dem Titel «100 Jahre Schweizer Design» Museum für Gestaltung Zürich ausgestellt. Auffällig dabei: Die interessanten Design-Objekte sind nicht die von den neuesten, sondern schon der älteren Jahrgänge. Der Abfall des Qualitätniveaus in der Designwelt ist aber bei weitem nicht so signifikant wie in der Werbewelt, speziell der Plakatwelt. Ich wollte ja versuchen herauszufinden, was diesem Ästhetik-Abfall zu Grunde liegt.
Mehrere Theorien: 1. Plakate wurden bis vor 70 Jahren im klassischen Lithografie-Verfahren mit Steinplatten gedruckt. Jede Druckfarbe musste separat, seitenverkehrt mit einem Fettstift aufgezeichnet, um anschliessend im Schneckentempo gedruckt zu werden. Diese aufwendige Arbeit zwang die Grafiker oder Künstler dazu, genau zu planen, welche Attraktivität das daraus resultierende Resultat erwirken sollte. Heutzutage ist es leider jedem Laien möglich, ruckzuck, ohne ästhetische Vorstellung ein Plakat zu kreieren. Einer der grossen Nachteile unserer New World. 2. Heute herrscht die von mir schon öfters zitierte Angsthasenstrategie vor. Der Marketingleiter als Auftraggeber möchte es möglichst allen Vorgesetzten recht machen. Den Preis möglichst prominent, auf einem gelben Blitz dargestellt, 3 bis 4 Produkte dazu drapiert, das Logo noch grösser und «neu» oder doch «new» oben rechts in der Ecke platziert. Der CD, der AD, der Texter, der Fotograf und natürlich der Account Director dürfen ihren Kommentar dazu auch noch abgeben. Aber bitte nichts allzu Kreatives, Originelles oder gar Auffälliges! Ein derartiges Prozedere trägt auch zum Aussterben der Ästhetik bei. 3. Ein weiterer Grund für den Vormarsch der Hässlichkeiten sind die Vorgaben, die Gestaltung, die Idee und die Produktion möglichst günstig zu halten. Also beauftragt man nicht die Profis, sondern irgend jemanden aus Feld, Wald und Wiese.
Bei einem meiner Kunden wurden die Inserate vom Buchhalter gebastelt. Die Zusammenarbeit dauerte zwei Wochen. Ich meine nicht, dass etwas Ästhetisches mehr kosten soll. Im Städtebau, wo die Ästhetik eine Hauptrolle spielt, gibt’s manche gute Beispiele, die aus kleineren Budget entstanden sind. Möglicherweise gibt es schlicht zu viele Amateure. Der Grund: Die «Verschlimmbesserung» liest sich in der Bildlegende.
Mein Aufsteller ist, dass in 54 Tagen bereits wieder der Frühling beginnt.
Theophil Butz, Grafiker, Werbeagentur-Inhaber, Inspirator und seit mehr als drei Jahren auch noch Motzer für die Werbewoche- Leser. Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].
Büro 4 hat IF Design Award 2015 gewonnen
Das von Büro 4 entwickelte Corporate Design und die Signaletik für den IGP Sportpark Bergholz in Wil wurden aktuell in München mit einem IF Design Award ausgezeichnet.
Redaktion
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29. Januar 2015
Das Erscheinungsbild mit ausdrucksstarker Typografie und den im selben Stil entwickelten Piktogrammen korrespondiert mit der Formensprache der Architektur. Es bedient die Anspruchsgruppen Sport und Wellness zudem durch die fünf bunten Bereichsfarben.
Das Internet der Dinge
Eine Vielzahl «intelligente» Geräte für Haus und Outdoor kam in den vergangenen Monaten auf den Markt. Sechs Experten von führenden Digitalagenturen berichten über eigene Erfahrungen mit vernetzten Geräten und spekulieren über ihren Einfluss auf das Online Marketing der Zukunft.
Redaktion
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29. Januar 2015
Peter Rehnke, Managing Director Havas Digital Schweiz: «Das Internet der Dinge ist im Jahr 2015 einer der bedeutenden Megatrends. Es beginnt mit ganz einfachen Dingen wie mit dem Smartphone steuerbaren Glühbirnen (welche ich selbst auch gerne nutze), SmartTV, Smartwatches, Smartphones und endet tatsächlich beim selbstfahrenden Auto oder Lieferdrohnen, die übers Internet gesteuert werden. Klar gibt es auch die Gadgets wie Backofen und Waschmaschine, die Bratengarzeit und Dauer des Schleuderwaschgangs auf dem Smartphone anzeigen – aber ich bezweifle persönlich, dass diese von der breiten Masse regelmässig genutzt werden. Für die Internetmultis wie Google, Apple, Microsoft und Co. ist das IOT ein ideales Betätigungsfeld. Warum? Diese netten kleinen Geräte wie «Nest» oder Carplay verraten noch mehr, wie sich der Mensch zu Hause und unterwegs verhält. Ideale weitere Behaviour-Attribute, die sich von uns Werbungtreibenden targetieren lassen. Daten werden erhoben, Daten werden vermarktet – mit diesem Fakt müssen wir uns einfach arrangieren. Auch damit, dass diese Daten nicht sicher sind. Mit ein paar Opensource-Programmen wie SnoopyNG, einem Rasperry Pi, einer Drohne und der Forensic Software Maltego lassen sich diese smarten Geräte ausspionieren und Persönlichkeitsprofile erstellen.»
Roman Hirsbrunner, CEO Jung von Matt/Limmat: «Das Internet der Dinge ist so was wie das Zielbild der Digitalisierung: Es vereint die zwei zentralen Stossrichtungen der digitalen Revolution, die Identifikation sämtlicher Objekte im physischen Raum (Geolocation) und die Standardisierung des Austausches und der Schnittstellen (Konvergenz). Wir befinden uns erst im ersten Drittel dieser Entwicklung. Laut einer Schätzung von Cisco System sind derzeit rund 12 Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden. Schon 2020 werden es 50 Milliarden sein. Zwar steuern wir Licht und Temperatur im Haus über eine App, kontrollieren den Benzinstand im Auto oder lassen Pflanzen automatisch bewässern. Aber so richtig intelligent sind dabei höchstens die einzelnen Systeme in sich, selten aber die Systeme untereinander. Hier wird noch einiges geschehen. Aus der Perspektive des Online Marketing kommen damit schöne Zeiten auf uns zu. Es ergeben sich unzählige neue «Touchpoints», an denen sich Marken nutzenstiftend in den Dialog mit Konsumenten einbringen können. Neue Interfaces und neue Interaktionsformen. Aber auch das Wissen um die Bedürfnisse der Konsumenten wird sich dank mehr hochrelevanten Daten signifikant verbessern. Der Treiber der Entwicklung ist – wie immer – die Technologie. Und die User werden entscheiden, welche der neuen Möglichkeiten sie nutzen. Die Werbung wird sich danach richten.»
Alexander Horrolt, Managing Director Goldbach Audience: «Musik-Streaming in allen Räumen, individuell steuerbar über das Handy; Connected TV mit Content wie Netflix; Schnee-Vorhersagen zum bevorzugten Skigebiet auf dem Smartphone; Sportuhren, die neben dem Puls auch gefahrene Pisten- und Höhenmeter sowie Ski-Runs anzeigen – für mich alles längst Normalität. Noch schreiben wir Einkaufslisten, und der Kühlschrank kommuniziert nicht selbstständig mit dem Detail-händler. Aber heute schon ruft mich mein Zahnarzt per SMS zum Routinecheck. Die Vernetzung nimmt zu, wird bezahlbar und wird sich in den nächsten zehn Jahren im Alltag komplett durchsetzen. Der Weg zu zeitgemässer und kostengünstiger Ressourcennutzung steht endlich offen. Wie das Online Marketing das nutzen wird, bleibt vorerst noch ungewiss. Denn die Vorbehalte der Konsumenten gegenüber Werbebotschaften auf den persönlichen Devices zeigen, dass wir bei der Eroberung von Smartwatch, Kühlschrank oder Auto-Display sehr sensibel vorgehen müssen. In der heutigen digitalen Welt sind noch viele Hausaufgaben nicht gemacht. Aktuell sollte das Hauptaugenmerk der Werbeindustrie auf der Konvergenz der bereits etablierten Medien wie TV liegen, hier gilt es Prioritäten zu setzen.»
Peter van der Touw, CEO Notch Interactive: «Der Hype rund um IoT ist gross. Dabei ist die Frage, ob intelligente Objekte Eingang in unseren Alltag finden werden, längst entschieden. Man denke an Wearables, Smart Home oder die Automobilindustrie. Als Marketeers stehen wir vor zwei grossen Chancen. Erstens können wir mit IoT Werbebotschaften nahtlos in den Flow des Alltags integrieren – und zwar mit Objekten als Media-Plattformen. Zweitens kann IoT die Beziehung zwischen Brand und Konsument stärken, indem Online-Interaktion und reale Produkterfahrungen fortlaufend verbunden werden. Gleichwohl: Vernetzt ist nicht gleich intelligent. Erst die Hebelwirkung von Big Data Analytics wird den Big Bang für kontextsensitive und gleichzeitig nicht invasive Kommunikation bringen. In naher Zukunft werden IoT-Daten von intelligenten Algorithmen interpretiert und zu einem informierten Bild über die jeweilige Person zusammengefügtwerden. Für Agenturen der Zukunft sind umfangreiche Analytics-Kompetenzen selbstverständlich. Nehmen Sie zum Beispiel dieses Szenario: Als Hobby-Gitarrist spiele ich gerne bestimmte Akkordfolgen, brauche viel «Distortion» und habe eine typische Art des Strummings. Mein Fender-Verstärker könnte diese Daten mit meiner Einwilligung an viele Unternehmen senden. Fender könnte mir dann Angebote für neues Equipment machen, Amazon Angebote für E-Bücher, um das Gitarrenspiel zu verbessern. Kitag würde mir die Dokumentation über die Band Joy Division empfehlen und Starticket die Reunion-Tour von The Police. Ob die Kommunikation in all diesen Fällen erfolgreich ist, ist eine Sache. Gewiss ist jedoch, was Eduard O. Wilson (Sozialbiologe) bemerkt hat: «We have created a Star Wars civilization, with Stone Age emotions, medieval institutions, and godlike technology.»
Maurizio Rugghia, Managing Director Serranegta: «Im 2014 ist bereits viel passiert: Bluetooth Low Energy ist sehr populär geworden, und viele Geräte sind auf dem Markt oder zumindest auf Kickstarter angekommen. In den nächsten Jahren werden sich diejenigen Lösungen durchsetzen, welche das Leben vereinfachen und intuitiv bedienbar sind. Haushaltsgeräte sind dafür genauso prädestiniert wie Fitness- oder Mobilitäts-Tools. Bis ein intelligentes «Internet der Dinge» entsteht, werden sicher noch fünf bis zehn Jahre vergehen. Zuerst muss ein universeller Standard etabliert werden, der alle Geräte– unabhängig vom Anbieter – in einem System vernetzt. Durch die zusätzlichen Touchpoints, welche das Internet der Dinge bietet, werden noch mehr individuelle Nutzungsdaten erhoben. Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten für ein gezielteres Targeting. Ich bin überzeugt, Coca-Cola würde mehr Geld für Werbung zahlen, wenn sie in einem Pepsi-Haushalt gezeigt würde. Wir bei Serranetga stellen bereits heute fest, dass eine Verschiebung in Richtung User-zentrierte Marketing-Kommunikation stattfindet. Diese wird in Zukunft datengestützt, automatisiert und in Echtzeit ausgespielt werden und nicht mehr rein manuell zu bewältigen sein. Persönlich pflege ich eine On/off-Beziehung zu meinem Jawbone Up24. Es erinnert mich daran, dass ich mich mehr bewegen sollte.»
Andreas Widmer, CEO Futurecom interactive: «Bei uns zu Hause sind verschiedene smarte Geräte im Einsatz, meist im audiovisuellen Bereich. So nutzen wir mit grosser Begeisterung im ganzen Haus das Audiosystem von Sonos; aber auch der Fernseher, das Telefon und der Receiver der Surround-Anlage sind mit dem Internet verbunden. Das gesamte Heimnetzwerkgreift auf einen Medienserver zu, der Fotos, Videos und Dokumente zentral speichert. Weniger smart, aber dennoch sehr hilfreich sind der Rasenmähroboter im Garten und sein Kollege im Haus, der Staubsaugroboter. Beide gehören streng genommen noch nicht zum Internet of Things; sie folgen aber dem grossenTrend, Alltagsgegenstände intelligenter zu machen, und erledigen ihren Job tadellos. Daneben experimentiere ich zurzeit mit intelligenten Glühbirnen, um sie als terminabhängigen Wecker einzusetzen. Ganz generell ist es mein Ziel, möglichst viele Geräte, die am Stromnetz hängen, via Smartphone zusteuern – und sei es auch nur um sicherzustellen, dass sie nicht mehr in Betrieb sind. Der Trend zum Smart Home ist mindestens so bedeutend wie der Wearables-Trend: Schätzungen von Gartner Group zufolge wird es im Jahr 2020 rund 26Milliarden intelligente Devices geben. IP-basierte Smart-Home-Komponenten werden zunehmend proprietäre Systeme ersetzen und die bisher sehr kostspielige Heimautomatisation (z.B. Bussysteme für Lichtsteuerung) wesentlich kostengünstiger machen. Ausserdem werden Gegenstände intelligent, die es bis anhin noch nicht waren. So freue ich mich über die jetzt erhältlichen Zahnbürsten mit Smartphone-Anbindung. Diese motivieren die Kids zum Zähneputzen und helfen zugleich, den Vollzug zu überprüfen. Neu für uns als Konsumenten und Werbetreibende wird sein, dass Gegenstände wie Kaffeemaschinen permanent Informationen über ihre Nutzung an den Hersteller liefern. Das bedeutet, dass beispielsweise die Gewohnheiten der Kaffeetrinker in Zukunft viel genauer verstanden werden können. Das so gewonnene Wissen kann und wird natürlich zu Marketingzwecken eingesetzt werden. Angebote werden bezüglich Personalisierung und Timing vielraffinierter, dadurch nützlicher für den Konsumenten und somit wirkungsvoller für den Anbieter. So wird einem die Kaffeemaschine in Zukunft mitteilen, dass es Zeit sei, neue Kapseln seiner Lieblingssorte zu bestellen – und sofern man dies wünscht, wird sie die Bestellung auch gleich selbsttätigen. Natürlich ist auch denkbar, dass die Kaffeemaschine von morgen Upselling betreibt, indem sie auf neue Sorten hinweist. Solche Empfehlungen werden hohe Erfolgsquoten haben, weil sie auf Big Data basieren, d. h. auf sehr vielen Daten von anderen Kunden mit einem ähnlichem Konsumverhalten. Es muss uns aber auch bewusst sein, dass Hersteller von solchen intelligenten Kaffeemaschinen wissen werden, wann zum Beispiel ein Single-Haushalt über Nacht Besuch hatte. Dass das Internet der Dinge für das Marketing der Zukunft von zentraler Bedeutung sein wird, zeigt unter anderem Googles Übernahme von Nest für 3,2 Milliarden Dollar. Durch die vernetzten Thermostaten und Rauchmelder von Nest wird Google in der Lage sein, noch detailliertere Verhaltensprofile von Konsumenten zu erstellen. In einer Welt, in der Daten das neue Erdöl darstellen, wird dies Google helfen, als grösstes Werbenetzwerk erfolgreich und relevant zu bleiben.»
Umfrage: Simone Isliker
Schweizerischer als man denkt
Im Rahmen einer Imagekampagne für Aldi Suisse hat Ogilvy drei Episoden für die Serie «Fink & Bürgi versus Aldi» produziert.
Redaktion
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29. Januar 2015
Wie in einem Trailer im Januar angekündigt, beantworten die neuen TV-Spots von Ogilvy & Mather die Frage, ob Aldi – unterdessen bereits 10 Jahre in der Schweiz – eigentlich auch zu uns Schweizern passt. Die Antwort lautet: ja, sehr gut sogar. Mit vorläufig drei Episoden aus der Serie «Fink & Bürgi versus Aldi» belegt die neue Imagekampagne, dass Aldi Suisse schweizerischer ist als man denkt.
Die beiden Beamten Fink & Bürgi übernehmen stellvertretend die Rolle des vorurteilsgesteuerten Schweizers, der alles Fremde gern als schlecht betrachtet. Die Spots sollen dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Sympathie für den Discounter zu schaffen. Die erste Episode handelt vom tiefen Preis. Zwei weitere Episoden folgen laut Mitteilung im Februar.
Verantwortlich bei Aldi Suisse: Reto Furrer (Leiter Marketing), Marina Budimir (Projektleitung) und Christina Schefer (Web). r: Gaby Zimmerli (Gesamtverantwortung), Thomas Bolliger (CD), Markus Sidler (Strategie/Text), Tino Heuter (AD), Filippo Salmina (Grafik), Samuel Hug und Max Brunner (Beratung). Produktion TV-Spots: Rocket Film zusammen mit Dani Levy (Regie & Script).
Brandalizzer von Futurecom goes Big Apple
Y&R New York bringt mit einer Schweizer App den Wohltätigkeits-Ball ins Rollen.
Redaktion
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29. Januar 2015
Die Y&R Group New York hat mit ihrer #ClickandShout-Adventskampagne zum Posten von guten Taten aufgefordert. Dank der Kooperation mit Futurecom Zürich wurde das Verbreiten auf der ganzen Welt erst recht zum Kinderspiel. Denn der Brandalizzer, eine von Futurecom entwickelte App, greift auf den mit einem vordefinierten Hashtag versehenen Content zu und verknüpft ihn direkt mit der Plattform. Der Brandalizzer hat Bilder- und Videos, welche mit #ClickandShout versehen waren, von Instagram und Twitter abgeholt und auf die Y&R-Galerie gestellt.
Auf diese Weise sind tausende Gute-Taten-Impressionen rund um den Globus entstanden – mit dem schönen Nebeneffekt, dass auch tatsächlich Geld und Zeit verschenkt wurde. In welcher Form Nächstenliebe für Mensch, Tier und Umwelt zum Trage kam, sehen Sie hier.
Verantwortlich bei Y&R Group New York: David Sable (Global Chief Executive Officer), Sulaiman Beg (Director of Global Digital and Social Communications). Verantwortlich bei Futurecom (Member of Y&R Group Switzerland): Andreas Widmer (CEO), Valeska Kraus (Beratung), Ivan Kellenberger (CIO), Michael Hoehn (Programmierung).