TBS nach Umzug in neuem Aufzug

Die Tobler, Burkhart, Schädelin AG zieht an die Zürcher Schiffbaustrasse und tritt gleichzeitig mit zwei neuen Labels auf.

Die Tobler, Burkhart, Schädelin AG zieht an die Zürcher Schiffbaustrasse und tritt gleichzeitig mit zwei neuen Labels auf.TBS Identity steht für die Kernkompetenzen Corporate Design, Corporate Identity und Unternehmenskommunikation. Mit TBS Interactive wird die eigene Internetabteilung ausgebaut. «Corporate Design im Web ist eine Marktlücke», erklärt Michael Schädelin der WerbeWoche, «in diesem Bereich herrscht ein Notstand.» Mit dem neuen Label wird TBS einheitliche Firmenauftritte auch im Internet gewährleisten und die multimedialen Angebote des Unternehmens nach aussen kommunizieren. TBS will keine grosse Webfactory aufbauen, sondern im klar definierten Bereich des Corporate-Web-Designs arbeiten.
Der Umzug ins Schiffbauareal auf dem Escher-Wyss-Gelände bringt TBS in direkte Nachbarschaft zur neuen Theaterbühne des Zürcher Schauspielhauses. «Wir haben die Nähe zum Theater gesucht», so Schädelin, «das Schauspielhaus, die Volksoper Wien und andere Theater konnten wir schon zu unseren Kunden zählen.» (ba)

Tele Top gibt der NZZ einen Korb

TeleOstschweiz und Schaffhauser TV hoffen auf das TeleCombi

TeleOstschweiz und Schaffhauser TV hoffen auf das TeleCombiVon Markus Knöpfli Was sich im Ostschweizer TV-Bereich abspielt, dürfte auch Folgen für den Printbereich haben. Der neue Tele-Leader-Pool zwischen Tele Top und TeleSüdostschweiz könnte der NZZ die Schaffhauser Nachrichten, die Thurgauer Zeitung und den Winterthurer Landboten in die Arme treiben.
Der Reihe nach: Tele Top und TeleSüdostschweiz gaben letzte Woche bekannt, dass sie ab Mitte Juni unter dem Namen Tele-Leader-Pool ein neues TV-Werbekombi für 750000 Haushalte lancieren würden.
Dieser Pool deckt nicht nur die gesamte Ost- und Südostschweiz – und damit auch das Sendegebiet von TeleOstschweiz (220000 Haushalte) – ab, mit einem Sekundentarif von 42.50 Franken ist er auch im Verhältnis günstiger als TeleOstschweiz (30 Franken).
Geographisch und preislich steht TeleOstschweiz somit isoliert da. Das ist umso brisanter, als Tele Top und TeleOstschweiz, hinter dem letztlich die NZZ steht, bis vor kurzem noch Kooperationsgespräche führten. Doch nun hat Heuberger der mächtigen NZZ die Tür gewiesen.
Der Tele-Top-Geschäftsführer dementiert das nicht und begründet dies so: Der Kooperationsvorschlag der NZZ, der TeleOstschweiz, Tele Top, Schaffhauser TV, das liechtensteinische Tele XML sowie die an keinem TV beteiligten Verlage Huber & Co. (Thurgauer Zeitung) und Ziegler Druck und Verlag (Winterthurer Landbote) unter einen Hut bringen wollte, sei für ihn unannehmbar gewesen. Tele Top sei nur ein Anteil von 33 Prozent zugestanden worden, was ihm angesichts des Verlegerübergewichts zu wenig gewesen sei, sagt Heuberger.
Er habe deshalb ein Projekt vorgeschlagen, an dem die NZZ und Tele Top zu gleichen Teilen beteiligt gewesen wären, sonst niemand. Das wiederum sei aber der NZZ nicht genehm gewesen. Daraufhin einigte sich Heuberger innert einer Woche mit Hanspeter Lebrument von TeleSüdostschweiz auf den Tele-Leader-Pool.
TeleOstschweiz betrachtet
TeleCombi als wichtiger
Anton Schaller, von TeleOstschweiz beauftragt, eine Ostschweizer TV-Koordination zu versuchen, begründet die Ablehnung von Heubergers Vorschlag so: Man habe alle, die in der Ostschweiz TV machen möchten, einbeziehen und keinem Teilhaber 50 Prozent zugestehen wollen. Im Übrigen sieht Schaller TeleOstschweiz nicht in der Isolation. Mit TeleSüdostschweiz sei eine programmliche Zusammenarbeit eingeleitet worden, und die von Heuberger brüskierten Koordinationspartner würden diese Woche besprechen, wie sie reagieren werden. Zudem habe TeleOstschweiz ein Gesuch für die Aufnahme bei TeleCombi gestellt, über das Ende Juni entschieden werde. «TeleCombi ist viel wichtiger als der Tele-Leader-Pool», sagt Schaller. Das bestätigt auch Christian Stärkle, treibende Kraft beim TeleCombi (WW 17/00). Voraussichtlich werde Ende Juni auch das Schaffhauser TV bei TeleCombi aufgenommen, ergänzt er.
Nur: Gemäss Heuberger ist bei TeleCombi auch ein schriftliches Gesuch von Tele Top hängig. Stärkle weiss dagegen bloss von einer mündlichen Anfrage. Zudem seien bei TeleCombi Unterpools verboten, weshalb sich Tele Top nun vermutlich eine Mitgliedschaft verwirkt habe, sagt der Tele-M1-Chef.
TeleCombi mit TeleOstschweiz und Schaffhauser TV, aber ohne Tele Top? Wie diese Sache auch ausgehen mag, sie dürfte Folgen im Printbereich haben: Dass sich Heuberger nicht in ein Ostschweizer TV-Projekt à la NZZ einordnen will, ist für die kleinen Verlage in Schaffhausen, Thurgau und Winterthur eine gewisse Bedrohung: Alles, was Tele Top vom regionalen Werbekuchen abzockt, geht ihnen verloren. In dieser Situation kann sich die NZZ nun mit ihrem TV-Vorschlag als Anwältin der Kleinen profilieren. Mit Kalkül: Die Kleinen sind langfristig zumindest untereinander zu Kooperationen gezwungen. Sollte aber ein gemeinsames TV-Projekt definitiv scheitern, wäre auch eine gemeinsame Regionalzeitung eine Alternative. In diesem Fall würde die NZZ zweifellos gern Patei stehen – auch wenn Schaller ein solches Szenario noch als «zu weit hergeholt» bezeichnet.
Ein TV-Projekt der vier Verlage, aber ohne Tele Top, hätte zwei Haken: Die Folge wäre ein Zerwürfnis zwischen Heuberger und Huber & Co. Das machte der Tele Top-Chef der WerbeWoche deutlich. Und dem Thurgauer Verlag dürfte dies nicht einerlei sein: Er ist bei Radio Top beteiligt. Ein Zerwürfnis könnte zudem der TA-Media, die über Radio Zürisee im Radio-Leader-Pool bereits mit Heuberger liiert ist, die Tür zur Top-Gruppe öffnen.

Muse & Musse: Adrian Huwyler

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Muse & Musse Adrian Huwyler
Adrian Huwyler: «La Beauté in Fabula» im Papstpalast in Avignon. Weil wir letzte Woche zufällig in der Provence waren.
Was lesen Sie gerade und warum?
Huwyler: «Der Meister und Margarita» von Michail Bulgakow. Das teuflisch gute Buch lässt mich einfach nicht mehr los.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Huwyler: «Tourist» von St. Germain.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen und warum?
Huwyler: «American Beauty». Weil ich Remys Auffassung des Schlusses nicht teile.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Huwyler: Bei vielen. Ich schlafe beim Fernsehen regelmässig ein.
Welches ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Huwyler: Jeden Monat entdecke ich die neue CD-Auswahl auf www.heineken.ch
Liebe ist…?
Huwyler:…was ganz Persönliches.

Gehört die Senger Media bald der Edipresse?

Die Westschweizer Edipresse-Gruppe könnte bald der neue Besitzer der Werbegesellschaft Senger Media sein, wie die WerbeWoche aus gut informierten Quellen erfahren hat.

Die Westschweizer Edipresse-Gruppe könnte bald der neue Besitzer der Werbegesellschaft Senger Media sein, wie die WerbeWoche aus gut informierten Quellen erfahren hat.Anderen Informationen zufolge ist die Übernahme der Annoncenfirma faktisch bereits erfolgt.Edipresse-Verleger Pierre Lamunière bestätigte der WerbeWoche: «Es stimmt, dass Gespräche laufen. Wir sind der wichtigste Kunde von Senger. Was bei Senger läuft, kann Edipresse nicht gleichgültig sein.» Beschlossen sei aber nichts. Eine Übernahme bilde nur eine von mehreren Optionen. Zudem seien die Verhandlungen nicht ganz einfach, da Senger mehrere Aktionäre habe. Die Firma gehört mehrheitlich den Erben des Firmengründers. Eine Aktienminderheit wird von Havas gehalten.
Die Senger Media AG hat ihren Hauptsitz an der Mühlebachstrasse in Zürich (rund 30 Mitarbeiter) und eine Filiale in Lausanne. Sie bietet Anzeigenmarketing für Publikums- und Fachzeitschriften an. Sie betreut unter anderem den Inserateteil der Edipresse-Publikationen Animan, Femina und Bilan sowie den Immobilienteil von Cash. Hinzu kommen Publikationen aus Deutschland, für die das Schweizer Geschäft besorgt wird.
Früher war Senger auch für die Bilanz tätig, doch ging dieser Auftrag verloren. Auch ums Bilan-Budget waren zeitweise Gerüchte zu vernehmen. In Westschweizer Insiderkreisen geht seit längerer Zeit die Kunde, dass Edipresse mit den Dienstleistungen von Senger nicht sehr zufrieden sei und Änderungen plane. (cb)

Best of North-East (1. Quartal 2000)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2000 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.
Advertising-IndexFür die Anzeigentests des Advertising-Index wird in acht Befragungswellen ein repräsentatives Sample von zirka 800 Personen befragt. Die befragte Person absolviert zuerst einen psychologischen Test (50-Item-Test) und blättert anschliessend ein Zeigeheft mit 45 Anzeigen durch. Wie beim Lesen einer Zeitschrift steht es ihr auch im Test frei, bei jeder Anzeige so lange zu verweilen, wie sie will. Vor dem Weiterblättern bewertet sie die Anzeige anhand einer Notenskala von 5 («spricht mich sehr an») bis 1 («spricht mich überhaupt nicht an»). Als Supporter werden Personen bezeichnet, die durch eine Anzeige «sehr» oder «ziemlich» angesprochen werden. Die auf diese Weise ermittelte Akzeptanz der Werbung korreliert stark mit andern Funktionen der Werbewirkung und eignet sich deshalb fürs Benchmarking.
Für die Segmentierung des Samples nach Zielgruppen benutzt der Market Radar einen psychografischen Test, den so genannten 50-Item-Test. Mit Hilfe dieses Tests werden die Wertvorstellungen der befragten Person ermittelt und einem der Psychogrammfelder zugeordnet (siehe Windrose). Die Wertorientierungen reichen von Süd (konservativ) nach Nord (progressiv) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch).
Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar sind bei Demoscope erhältlich. Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Radar und neu
mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt die Publimedia.

These Swiss Ads Are Hot

Bei Preisverleihungen in New York gewannen Schweizer Agenturen zahlreiche Preise

Bei Preisverleihungen in New York gewannen Schweizer Agenturen zahlreiche PreiseVon Thérèse Balduzzi Am New-York-Festival für TV-Spots und Printwerbung haben Schweizer Agenturen eine Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen. Gleichzeitig fand die Preisverleihung des ADC New York statt, bei der sechs Schweizer Agenturen mit Meriten und einem Distinctive Merit ausgezeichnet wurden.
Beim New-York-Festival für Printanzeigen, Poster und Design erhielt McCann-Erickson Genf, Gold und Bronze. McCann-Erickson Zürich und Advico Young &Rubicam Zürich gewannen je zwei Silbermedaillen (siehe Kasten). Eine davon gewann Advico Young &Rubicam für die Sonntags-Zeitungs-Werbung mit dem Sujet Venus Williams, das aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen später in der Schweiz gestoppt, jedoch bereits zum Festival eingereicht worden war.
Das New-York-Festival findet in zwei Teilen statt. Bei der Preisverleihung für Kino- und TV-Spots gewann bereits im Januar der Swica-Spot «Forever Young» der Agentur Studer & Wohlgemuth und der Produktionsgesellschaft Pumpkin Film AG Gold.
Hauptgewinner des New-York-Festivals für Print: DDB mit sechs und BBDO mit fünf Goldpreisen. Weitere Gewinner waren Dentsu Young & Rubicam und TBWA mit je dreimal Gold. Grand Awards gingen an DM9 DDB Sao Paulo für eine Ketchup-Werbung, an BBDO Toronto für Pepsi, an Lowe Lintas aus Sydney, DeVito Verdi aus New York und Dentsu Young & Rubicam aus Kuala Lumpur. Die Gewinner wurden aus 5618 Eingaben aus 64 Ländern ermittelt.
ADC New York verteilte Meriten für die Schweizer
Beim ADC New York wurde das Poster «Fette Männer im Rock» für das Stadttheater Bern des Atelier Bundi mit einem Distinctive Merit in Fotografie ausgezeichnet. Neben Gold und Silber vergibt der ADC statt Bronze Distinctive Merits und Merits. Merits erhielten der Swica-Spot, Wyler Werbung Zürich, Jeanmaire & Michel aus Bern, Thomas S. Schaer aus Zürich und McCann-Erickson Genf (vgl. Kasten).
Die Hauptgewinnerin in der Kategorie Werbung war Fallon McElligott New York mit ihrer TV-Kampagne für die Fox/Liberty Networks Fernsehstation. Leagas Delaney San Francisco erhielt für ihren Cnet.com-Spot zweimal Gold. Mehrfach preisgekrönt wurde auch eine Public-Service-Printkampagne von Martin Agency in Bethesda für das Virginia-Holocaust-Museum.
Die Goldgewinner im Graphic Design umfassen Stefan Sagmeister für Handelsbücher für Amilus USA, Naomi Hirabayashi aus Japan für eine Posterserie für Axe Co. und die Agentur Brahman für eine Self-Promotion-Posterserie. Im Bereich Fotografie wurden Werbungen für das Modehaus Nordstrom von Fallon McElligott Minneapolis, und für DaimlerChrysler von Springer & Jacoby Werbung mit Gold geehrt. Das einzige Gold für Illustration ging an die Zeitschrift Rolling Stone. In der Kategorie New Media wurden die Websites und CD-ROMs für das Santa Barbara Museum of Art der Agentur White Noise Production und für das Design Museum in London von Fred Flade mit Gold geehrt.
Statt einer langweiligen Präsentation jeder ausgezeichneten Arbeit organisiert der ADC New York seit 1999 eine Ausstellung, in der die Printbeiträge aufgehängt sind, die TV-Spots auf Video abgespielt werden und Computer für die Websites zur Verfügung stehen. Livemusik spielt, Getränke werden serviert, es entsteht eine lockere Partyatmosphäre.
Schweizer Gewinner beim New- York-Festival Print
(Preise: Gold, Silber, Bronze)
McCann-Erickson Genf: Martini: Shaken Ad: GoldMcCann-Erickson Genf: Condomeria: Stop AIDS: Bronze
McCann-Erickson Zürich: Nico Yearbook: Silber
McCann-Erickson Zürich: Suva: The Gear: Silber
Advico Young & Rubicam Zürich: Sonntags Zeitung: Woman’s Tennis/Church/ Youth Crime: Silber
Advico Young & Rubicam Zürich: SMP-PSL: Rhino: Silber
Schweizer Gewinner beim ADC New York
(Preise: Gold, Silber, Distinctive Merit, Merit)
Stephan Bundi, Atelier Bundi, Bern: Stadttheater Bern: Fette Männer im Rock, Poster: Distinctive MeritPumpkin Film AG, Studer & Wohlgemuth Zürich: Swica: Forever Young, Spot: Merit
Wyler Werbung, Zürich: Tages-Anzeiger Magazin: Reader, Printkampagne: Merit
Jeanmaire & Michel, Bern: Compaq Computer: Compaq Passport: Merit
Thomas S. Schaer, Zürich: Nemesis Verlag: Fahrlässig, Buch: Merit
McCann-Erickson Genf: Saab: Crashtest, Printanzeige: Merit

Fax: Kein Virus auf X

Radio DRS verzichtet darauf, sein Jugendradio Virus auf der Frequenz des Basler Lokalsenders Radio X zu verbreiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag für täglich drei Stunden Virus-Programm auf Radio X wurde aufgelöst.

Radio DRS verzichtet darauf, sein Jugendradio Virus auf der Frequenz des Basler Lokalsenders Radio X zu verbreiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag für täglich drei Stunden Virus-Programm auf Radio X wurde aufgelöst.Fax Kein Virus auf X
Der Vertrag hatte bei den Privatradios Entrüstung ausgelöst, da Virus keine UKW-Konzession besitzt. Radio DRS distanzierte sich von der Kooperation, weil sie nicht den Vorstellungen von Bundesrat Moritz Leuenberger über das künftige Verhältnis zwischen SRG und Privaten entspricht.
alternative am ende Die Urner Alternative steht vor dem Aus. Es fehlen jährlich 50000 Franken, um Lohn- und Produktionskosten zu decken. In den letzten Jahren war die Zahl der Abonnements rückläufig. Sie liegt derzeit bei 1200; für eine gesicherte Zukunft braucht das Blatt mindestens 1800.

Hanspeter Lebrument baut seine Macht aus

Neue Besitzverhältnisse bei der Südostschweiz Mediengruppe

Neue Besitzverhältnisse bei der Südostschweiz MediengruppeDie Churer Südostschweiz Mediengruppe (SMG) hat die Besitzverhältnisse neu geregelt. Werner Gasser, letzter Vertreter der Verlegerfamilie Gasser, hat seine Aktien verkauft und die Firma verlassen. Die Position gestärkt hat Verleger Hanspeter Lebrument. Erstmals legte die SMG auch Zahlen vor.Das Aktienpaket von Werner Gasser, dem Bruder des verstorbenen Churer Verlegers Rudolf Gasser, hat die Direktion SMG übernommen. Dazu hat Verleger Hanspeter Lebrument, der seit 29 Jahren in der Firmengruppe tätig ist, zusammen mit den Direktoren Alois Bearth, Andrea Götz, Andrea Masüger und Jürg Räber die Südostschweiz Kader AG gegründet. Die Gesellschaft hält 59 Prozent des Kapitals und 40 Prozent der Stimmrechte an der SMG. Lebrument wiederum ist Mehrheitsaktionär bei der Südostschweiz Kader AG.
Damit sind die Aktien der SMG, die unter anderem den Verbundstitel Südostschweiz mit einer Auflage von 140000 Exemplaren herausgibt, seit dem 1. Juni in einer Aktiengesellschaft und in zwei Stiftungen gebündelt. Die Gebrüder-Gasser-Stiftung verfügt über 52 Prozent der Stimmrechte und über 3 Prozent des Kapitals, die Stiftung Betty und Rudolf Gasser verfügt über 38 Prozent des Kapitals und über 8 Prozent der Stimmrechte.
Tatsächlich spielen diese Verhältnisse aber eine untergeordnete Rolle, denn für die beiden Stiftungen, die Managementgesellschaft und die ganze Holdinggesellschaft wurden identische Führungsorgane bestellt: Lebrument übt sämtliche präsidialen Funktionen aus, Bearth und der Churer Rechtsanwalt Andrea von Rechenberg sind Mitglieder in den Stiftungs- und den Verwaltungsräten.
Erstmals hat die SMG auch Unternehmenszahlen veröffentlicht. Im letzten Jahr erwirtschaftete sie einen Umsatz von rund 118 Millionen Franken. Der Cashflow betrug 9,75 Millionen Franken. Die beiden SMG-Werbeakquisitionsfirmen haben zudem ihren Namen geändert. Die für Zeitungs- und Internetwerbung zuständige Grischa-Annoncen heisst neu Südostschweiz Publicitas AG und die für TV- und Radiowerbung zuständige Firma heisst neu Südostschweiz Grischa Com AG.
Gegenüber der Werbewoche erklärte Lebrument, dass die SMG darauf hinarbeite, sämtliche Engagements bei den elektronischen Medien in einem eigenen Bereich zusammenzufassen. Aus konzessionsrechtlichen Gründen müssten dazu aber noch Gespräche mit dem Bundesamt für Kommunikation geführt werden. Markus Knöpfli

Romands im Surferglück

Baromedia 2000 von Ringier Romandie: Internet und Handy unaufhaltsam an der Spitze

Baromedia 2000 von Ringier Romandie: Internet und Handy unaufhaltsam an der SpitzeVon Anita Vaucher Die qualitative Medienstudie Baromedia von Ringier Romandie überrascht dieses Jahr mit detaillierten Resultaten zum Medium Internet. Auch dem Mobiltelefon, das heute jede/r zweite Schweizer/in besitzt, wird in der Studie besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
«Im Westen nichts Neues», ist man auf den ersten Blick in die qualitative Medienstudie Baromedia 2000 aus dem Hause Ringier Romandie versucht zu sagen – hätte nicht das Internet die Mediennutzung der Schweizer gründlich durcheinander gewirbelt. Denn bei den übrigen Resultaten sind kaum Überraschungen zu entdecken, und es fällt wohl nicht gross ins Gewicht, wenn Herr und Frau Schweizer die politischen Behörden etwas mehr lieben als auch schon. Ansonsten: Fernsehwerbung stört immer noch, das Radio steht für die Informationsbeschaffung nach wie vor an erster Stelle und Teletext hat bezüglich Wahrheitsgehalt von Informationen nichts an Glaubwürdigkeit eingebüsst.
Spannend wird es aber beim Thema Internet. Gilles Marchand, Direktor von Ringier Romandie, stellt im Editorial die Frage: Was wäre, wenn Internet die Beziehung der Konsumenten zu den übrigen Medien nachhaltig verändern würde? Und wenn die Erwartungen gegenüber einem Informationsmedium in Ungeduld umschlagen würden und man keinen grossen Wert mehr auf den Wahrheitsgehalt legte?
Der Stellenwert des Internets steigt rasant an
Die in Zusammenarbeit mit dem Genfer Meinungsforschungsinstitut Erasm erarbeitete Studie siehts im Moment zwar noch nicht so dramatisch, aber der Stellenwert des Internets steigt rasant an. Waren es in der letztjährigen Studie erst 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung, die regelmässig im Web surften, so sind es in diesem Jahr bereits 44 Prozent.
Während die Neuzugänge zum Internet im professionellen Bereich nur noch leicht zugenommen haben, stellt Baromedia 2000 jetzt einen umso grösseren Ansturm der privaten Anschlüsse fest. 70 Prozent der Internetbenutzer surfen jetzt auch von zu Hause aus, während vom Arbeitsplatz aus 68 Prozent und von Schulen, Universitäten und Cybercafes 27 Prozent ins Web einsteigen. Dabei ist das E-Mail die meistgebrauchte Funktion, während E-Commerce in der Schweiz noch nicht richtig Fuss gefasst hat.
Baromedia 2000 befasst sich ebenfalls mit dem Handy, das wie das Internet einen riesigen Aufschwung erlebt. Jede/r zweite Schweizer/in ist heute gemäss der Studie Natelbesitzer, und 54 Prozent benutzen das Mobiltelefon täglich. Dabei ist ein klarer Trend festzustellen, wonach immer mehr junge Leute das mobile Telefon benutzen. 58 Prozent der Benutzer senden regelmässig Infos per SMS, während WAP bis jetzt von sechs Prozent benutzt wird. Unterbrecherwerbung zu Gunsten günstigerer Tarife können sich im Moment nur 13 Prozent der Benutzer vorstellen.
Die detaillierte Studie Baromedia 2000 kann bezogen werden bei: Ringier Romandie, Lausanne, Tel. 021 331 70 00, oder bei Ringier Romandie in Zofingen, Tel. 062 746 31 11.

Pierre C. Meier verlässt IMW

Nach sieben Jahren Tätigkeit als Managing Director der Initiative Media Western AG verlässt Pierre C. Meier das Unternehmen per 1. Oktober.

Nach sieben Jahren Tätigkeit als Managing Director der Initiative Media Western AG verlässt Pierre C. Meier das Unternehmen per 1. Oktober.Er macht sich als Media Consultant selbständig und wird für Direktkunden und Medien Schulung und Consulting betreiben. 1993 hatte Meier die Schweizer Niederlassung der Initiative Media Western AG gegründet. Um Kontinuität zu gewährleisten, wird der scheidende Geschäftsführer der Firma weiterhin als Consultant zur Verfügung stehen.Als Meiers Nachfolger steht der 33-jährige Oliver Blecken fest. Dieser war während der letzten sechs Jahre bei Mindshare tätig. Die ersten vier Jahre verbrachte er bei Mindshare Frankfurt und arbeitete dann als Media Director bei Mindshare Moscow. Zuletzt leitete Blecken als Regional Media Director das Unilever Business in Osteuropa. (ba)

Nextron übernimmt Mediaventure

Rückwirkend per 1. April übernimmt die Basler Webagentur Nextron Internet Team GmbH das Prattler Konkurrenzunternehmen Mediaventure GmbH.

Rückwirkend per 1. April übernimmt die Basler Webagentur Nextron Internet Team GmbH das Prattler Konkurrenzunternehmen Mediaventure GmbH.Damit festigt Nextron ihre Marktposition als Plattformbetreiberin. «Der Kauf von Mediaventure hat für uns eine grosse strategische Bedeutung», kommentiert Nextron-Geschäftsführer Martin Häfliger. Die Tätigkeitsfelder der beiden Unternehmen sind jedoch eindeutig voneinander getrennt: «Dadurch können die Synergien optimal genutzt werden», fügt Häfliger an. Nextrons Schwerpunkt wird somit ausschliesslich beim Webdesign liegen, während Mediaventure sich auf die Bereiche Plattformen, Portale und Content Providing konzentrieren wird. (ko)

Papa Moll führt Knirpse ins Netz

Die Allschwiler RM&P Agentur für Werbung und multimediale Kommunikation lanciert ein Kinderportal

Die Allschwiler RM&P Agentur für Werbung und multimediale Kommunikation lanciert ein KinderportalVon Clemens Hörler Der rundliche Familienvater Papa Moll steht Pate für eine neue Website, die jungen Surfern altersgerechte Inhalte anbietet und auch deren Eltern mit Tipps versorgt. Hinter dem neuen Kinderportal steht die Allschwiler RM&P Agentur für Werbung und multimediale Kommunikation.
Immer mehr Kinder wachsen mit dem Internet auf und gehen ganz selbstverständlich damit um. Dennoch sind spezielle Websites für Kinder selten. Ein möglicher Grund dafür ist, dass das Internet viele Eltern verunsichert. So sind laut NOP Research Group 67 Prozent der deutschen Eltern dagegen, dass ihre Kinder ohne Aufsicht durchs Internet surfen. Sie haben Angst davor, dass ihre Kinder mit pornografischen oder Gewalt verherrlichenden Inhalten konfrontiert werden.
Einige Anbieter versuchen nun, das Vertrauen der Eltern zu gewinnen und Hilfestellungen zu bieten. So etwa die Website Disney.de: Das deutsche Kinderportal soll nicht nur ein sicheres Surfvergnügen für die Kinder gewährleisten, sondern bietet auch den Eltern allerlei Tipps, zum Beispiel, wie sie Sites mit problematischem Inhalt sperren können.
Verzicht auf Darstellung von Gewalt
Auch in der Schweiz wurde vor wenigen Tagen unter dem Namen PapaMoll.com ein Portal für Kinder lanciert. Auf PapaMoll.com werden gewaltfreie Computerspiele von Kindern für Kinder rezensiert. Laut Gilbert Mayer, Geschäftsführer von RM&P und selbst Vater von drei Kindern, werden auf PapaMoll.com ausschliesslich Spiele ohne Gewaltdarstellungen präsentiert und zum Verkauf angeboten.
Zum Angebot gehören zudem eine interaktive Story, Tipps für die Haustierhaltung, Chats und Foren, ein HTML-Grundkurs mit Möglichkeit zur Herstellung einer eigenen Website und ein virtuelles Malbuch, wo die kleinsten Internetnutzer Papa-Moll-Zeichnungen ausmalen können. Dem rundlichen Familienvater ist auch die Rubrik Comics gewidmet, wo jede Woche eine animierte Bildergeschichte publiziert wird. Dabei kommt RM&P zugute, dass sie die elektronischen Rechte für den tollpatschigen Papa Moll, den man vor allem aus dem Kinderheft Junior kennt, reserviert hat.
Damit auch die Eltern bei PapaMoll.com auf ihre Kosten kommen, bietet ihnen die Website Vorschläge für Ausflüge und Urlaub, Erziehungs-, Fernseh- und Büchertipps sowie Rezepte an. In einem Shop können die Eltern für ihre Kinder Papa-Moll- Bücher aus dem Globi Verlag oder Produkte zu einzelnen Rubriken kaufen (Computer Games zum Beispiel).
Im Gegensatz zum deutschen Kinderportal 4Kidz.de ist PapaMoll.com nicht werbefrei. «Werbung soll nicht von PapaMoll .com verbannt werden, sondern mit der nötigen Kontrolle als nützliche Ratgeberin für die Kinder genutzt werden», erklärt Mayer, der mit seinem Portal keine künstliche werbefreie Welt schaffen möchte. Schliesslich müsse die Plattform ja auch finanziert werden, und das sei vor allem über Werbung und Sponsoring möglich.
Papa Moll kommt auch ins Fernsehen
Die Plattform sei zudem nicht nur kommerziell, sondern biete auch viele wertvolle Inhalte für die Kinder. Für die Vermarktung von PapaMoll.com ist AdMaster Schweiz zuständig. Als Sponsoren und Werbeauftraggeber kämen Firmen in Frage, die sich je nach Rubrik an Eltern oder Kinder oder auch an die ganze Familie richten, erklärt Gabrielle Anderegg, Produkt Managerin bei AdMaster Schweiz.
Nach den Printauftritten und dem Launch im Internet soll Papa Moll auch bald im Fernsehen sein Debüt geben. «Papa Moll ist ein Cross-Media-Produkt», erklärt Mayer. Eigentlich habe man das Fernsehen zuerst geplant, der Internetauftritt sei aber am schnellsten realisierbar gewesen. Sendungen auf SF 2 und TSR 2 sind laut Mayer ab Oktober vorgesehen.
RM&P – Wer ist das? RM&P, Allschwil, ist eine Agentur für Werbung und multimediale Kommunikation, deren Schwerpunkte bei der Kreation von virtuellen Welten und der Animation für Film, Fernsehen und Multimedia liegen. Die Wurzeln der Firma reichen zurück in die klassische Werbung und in den Zeichentrick. Zu den Arbeiten von RM&P in diesem Bereich gehören «Michi im Milchland», ein Zeichentrickfilm, der 1996 im Auftrag der Schweizer Milchproduzenten realisiert worden ist, sowie «Mummi», ein Zeichentrickspot für Coop und Gesal, eine Mischung aus Zeichentrick- und Realfilm.
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