Den Schlips des Moderators, bitte!

Die Internetwerbeindustrie ist für die Verschmelzung von TV und Internet bereits gerüstet

Die Internetwerbeindustrie ist für die Verschmelzung von TV und Internet bereits gerüstetVon Clemens Hörler Wenn Internet und Fernsehen zusammenwachsen, eröffnen sich den Onlinewerbetreibenden ganz neue Möglichkeiten. An Ideen mangelt es hierbei der Werbeindustrie nicht – was fehlt, sind die notwendigen Breitbandanschlüsse ans Internet.
Internetwerbung besteht heute zum grössten Teil aus Bannern, Buttons und E-Mails. Die Konvergenz von TV und Internet lässt die Werbeindustrie aber bereits von der Verschmelzung von Inhalt, Werbung und E-Commerce träumen.
Die Internetwerbefirma Adtech GmbH, Neu-Isenburg, und die IntelliVisionTV AG, München, möchten diesen Traum wahr machen und stellten eine Lösung für interaktives Marketing vor: AdFusion soll den gestreamten Inhalt gleichzeitig zum Werbeträger machen, erklärt Dirk Freytag, Pressesprecher von Adtech.
Per Mausklick beim Fernsehen Ferien buchen
Und so soll es funktionieren: Personen oder Gegenstände werden markiert. Interessiert sich ein User zum Beispiel für die Krawatte des Nachrichtenmoderators, klickt er sie an und wird so direkt mit einem Onlineshop verbunden.
Inspiriert ihn darüber hinaus ein karibischer Hafen, der in der Kreuzfahrtensoap angelaufen wird, kann der Zuschauer sich gleich bei einem Reiseanbieter über entsprechende Ferienangebote erkundigen. Ein Werbebanner über dem Programmfenster macht auf die verschiedenen Info- und Bestellmöglichkeiten aufmerksam.
«Das diesbezügliche Interesse der Werbewirtschaft und von Contentanbietern ist riesig», schwärmt Freytag.
Noch wenig gesetzliche
Einschränkungen
Hindernis für eine rasche Anwendung der neuen Werbeformen ist jedoch die geringe Dichte von Breitbandverbindungen ans Internet. Nach Einschätzungen von Freytag können die neuen Werbeformen nicht vor Ende Jahr auf breiter Basis eingesetzt werden.
Ob der Verschmelzung von Content und Werbung in Zukunft wie beim Radio und Fernsehen ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben wird, bleibt abzuwarten. In der Schweiz fällt das Internet nicht in den Bereich des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG).
Laut Alfred Hostettler von der Bakom-Abteilung Radio und Fernsehen gibt es noch keine Veranlassung, das RTVG aufs Internet-TV anzuwenden: «Mit seiner bisher kleinen Massenwirkung und der geringen Übertragungsqualität fällt es noch nicht in den Geltungsbereich des RTVG.» Das könnte sich dank Breitbandoffensiven von Swisscom und Cablecom schon bald ändern.
Ohne Verschmelzung von Inhalt und Werbung nutzt Europe Online Networks S.A., Luxemburg, die Vorteile des Internets für interaktive Werbung bereits heute schon: Der Betreiber eines satellitengestützten und terrestrischen Breitbandinternetnetzwerks bietet Werbetreibenden die Möglichkeit, Spots zu schalten, während deren die Zuschauer mit einem Mausklick weiter führende Informationen zum angepriesenen Produkt anfordern können.
In Zukunft möchte Europe Online, das unter anderem die Programme von CNBC und Eurosport streamt, gemeinsam mit dem Internetvermarkter AdLink Internet Medien AG, Montabaur, Lösungen für Onlinewerbung in Breitbandinternetnetzwerken entwickeln. Derzeit bedient Europe Online in ganz Europa rund 55000 Kunden.
Interaktive Werbung wird
noch wenig genutzt
In der Schweiz sind Werbespots im Internet meist nur in sehr einfachen Formen zu sehen. Die Möglichkeiten zu Targeting und Interaktivität werden von den Werbetreibenden erst wenig genutzt. Fernsehstationen, die ihr Vollprogramm live im Internet übertragen, zeigen dieselben Werbespots wie im Fernsehen, obwohl das Internet – besonders bei grösseren Zuschauerzahlen – auch die Möglichkeit böte, verschiedene Zielgruppen mit verschiedenen Werbespots anzusprechen.
Auch auf den Websites der Unternehmen, die ihre Werbespots online zur Verfügung stellen, findet man kaum internetspezifische Anwendungen oder Weiterentwicklungen. «Internetspezifisch» ist meist immer noch gleichbedeutend mit: klein und verwackelt.

Muse & Musse: Lilo Killer

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?

Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Muse & Musse Lilo Killer
Lilo Killer: Ein Nachtessen mit fünf Künstlern, die sich zum Thema «Wenn Männer zu sehr malen» nicht einig wurden. Ein kultureller Hochgenuss.
Was lesen Sie gerade und warum?
Killer: «O.M.O. – Harte Jahre». Das Kultbuch der 90er-Jahre.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Killer: Die von Bolle, dem Illustrator.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen und warum?
Killer: «Casablanca». Weil er einmalig ist.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Killer: Nach 22 Uhr schlafe ich grundsätzlich vor dem Fernseher ein. Bei jeder Sendung.
Welche ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Killer: www.grueter.com
Liebe ist …?
Killer:…schrötig, aber nötig.

Fax: Grand Effie für Apple

Mit der Kampagne für Apple hat die kalifornische Werbeagentur TBWA Chiat Day zum zweiten Mal hintereinander den Grand Effie der Vereinigten Staaten gewonnen.

Mit der Kampagne für Apple hat die kalifornische Werbeagentur TBWA Chiat Day zum zweiten Mal hintereinander den Grand Effie der Vereinigten Staaten gewonnen.Fax Grand Effie für Apple
Die New York American Marketing Association zeichnete die Kampagne mit dem Slogan Think different als effizienteste Werbung des Jahres aus. 1999 hatte die Agentur den Preis für Yo quiero Taco Bell erhalten.
Gericht erlaubt das Blocken von WerbeblöckenGeräte, die dem Fernsehzuschauer Werbepausen ersparen, sind in Deutschland nicht wettbewerbswidrig. Das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat den Verkauf von so genannten TV-Werbeblockern erlaubt. Diese wechseln bei Beginn eines Werbeblocks auf einen andern Sender und danach wieder zurück. In einem jetzt veröffentlichten Urteil heisst es, der Hersteller der Geräte verstosse gegen keinerlei Rechtsvorschriften. Es bestehe keine Verpflichtung für Zuschauer, sich die Werbung im Fernsehen anzusehen.
WHS Wien wirbt für Online-ZeitungIn einer Präsentation gewann Weber Hodel Schmid, Wien, das Budget von Standard.at, der Internetausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Im Juli startet eine «ungewöhnliche Imagekampagne», erklärte Beratungsleiter Josef Koinig, gefolgt von einer tagesaktuellen Infokampagne. Bei der Online-Werbung arbeitet WHS mit der Webagentur Røsa, Wien, zusammen.
Gratiszeitungen siegen wiederDie Klage des Verlags DuMont Schauberg gegen die kostenlose Tageszeitung 20 Minuten Köln ist auch in zweiter Instanz abgelehnt worden. Das Oberlandesgericht Köln befand, es lasse sich «keine konkrete Gefährdung der im Grundgesetz garantierten Institution der freien Presse feststellen». DuMont hat angekündigt, das Verfahren notfalls bis vor den Bundesgerichtshof zu bringen.

24/7 Media expandiert in die Schweiz

Aus Kendro Communication wird der Schweizer Ableger des US-Multi

Aus Kendro Communication wird der Schweizer Ableger des US-MultiEines der grössten Onlinemarketingunternehmen der Welt, 24/7 Media Inc., hat die Lausanner Kendro Communication übernommen und wird damit nun auch auf dem Schweizer Markt operativ. Kendro Communication heisst ab sofort 24/7 Media Switzerland. Geschäftsführer bleiben Jean-Pierre Meister und Stéphane Schoch. Neben der Niederlassung in Lausanne soll demnächst ein Büro in Zürich eröffnet werden. Gordon Simpson, CEO von 24/7 Europe, erklärte, man wolle dem Umstand Rechnung tragen, dass die Schweiz bezüglich Internetdurchdringung zu den führenden Ländern Europas gehöre. Eine späte Einsicht, was das Ziel, möglichst rasch die Führung auf dem Schweizer Markt zu übernehmen, sicher nicht leicht macht.Obwohl Real Media den Schweizer Markt immer noch stark dominiert, zeigt sich der 24/7-Switzerland-Geschäftsführer Jean-Pierre Meister zuversichtlich: 24/7 Europe wolle sich nicht zuletzt über das Anbieten neuer und überlegener Technologien profilieren.
Mit neuen Technologien für Internetwerbung an die Spitze
«Im Augenblick besteht Internetwerbung vor allem aus Bannern, doch schon bald werden Technologien für mobile und breitbandige Angebote an Bedeutung gewinnen. Mit dem grössten Onlinevertriebsunternehmen der Welt im Rücken hoffen wir, in kurzer Zeit die Nummer 1 in der Schweiz zu werden.»
Im Gegensatz zu AdLink, dem grössten Onlinevermarkter im deutschsprachigen Raum, kann sich 24/7 immerhin auf einen etablierten, wenn auch kleinen Player stützen.
Beim Schweizer Marktführer Real Media beobachtet man den Markteintritt von 24/7 mit Interesse. Man sei bestens gerüstet, die Leaderposition auch im Bereich neuer Onlinewerbetechnologien zu verteidigen, betont Urs Wolfensberger, Managing Director von Real Media Schweiz.
Neben Real Media, AdLink und 24/7 streiten sich auch AdMaster Schweiz, Ad Pepper Media, ActiveAgent, Internet Partner und Banner.ch um den kleinen Schweizer Markt. Die beiden Letzteren sind derzeit noch nicht fest in ein internationales Netzwerk eingebunden. Internet Partner will aus eigener Kraft ein solches aufbauen. Banner.ch steht in Verhandlungen mit einem europäischen Unternehmen. Ein internationales Netzwerk wird für Vermarkter, die national in der ersten Liga mitspielen wollen, immer mehr zum Muss.
Clemens Hörler
24/7 Media und Kendro24/7 Media mit Hauptsitz in New York ist weltweit mit 51 Büros in 28 Ländern vertreten. Die Schweizer Online-Kommunikationsagentur Kendro Communication (neu: 24/7 Media Switzerland) hat bisher über 100 Websites in der ganzen Schweiz vermarktet und für zahlreiche Firmen wie Knorr, GTN, Xerox, Apple und Multilink Online-Mediapläne erstellt.
www.247media.com, www. kendro-communication.ch

Asterix kämpft im Schatten des Jungfraujochs

Die Jungfrau Zeitung kommt der BTM-Kooperation mit Thuner Tagblatt und Berner Oberländer zuvor

Die Jungfrau Zeitung kommt der BTM-Kooperation mit Thuner Tagblatt und Berner Oberländer zuvorBewegung im Zeitungsmarkt Berner Oberland: Die Gossweiler Media lanciert am 6. Oktober die Jungfrau Zeitung und nutzt damit ihre Chance am Vorabend des ausgeweiteten BTM-Engagements.Denn ab dem 1. November soll die Kooperation der Berner Zeitung BZ mit dem Thuner Tagblatt und dem Berner Oberländer Wirklichkeit werden. Diesem Vorstoss in die eigenen Jagdgefilde will Urs Gossweiler, Verleger der beiden Lokalblätter Hasli Zeitung und Brienzer, mit der Lancierung eines weiteren Lokaltitels für die Gemeinde Interlaken zuvorkommen.
Das zweimal wöchentlich erscheinende Blatt mit dem sinnlichen Titel Jungfrau Zeitung rollt erstmals am 6. Oktober von der Presse. Es entsteht in Zusammenarbeit mit dem Echo von Grindelwald, das ein Kopfblatt der Jungfrau Zeitung wird. Hintergrund: Das alteingesessene Echo von Grindelwald, das seit 1978 als Kopfblatt des Oberländer Volksblattes gedruckt wurde, verliert seinen bisherigen Partner. Dies wird ab 1. November der Fall sein, wenn die Verlage Schaer Thun (an der die BTM 49 Prozent hält) und G Maurer in Spiez unter dem Firmennamen Berner Oberland Medien (BOM) die Berner Oberland Zeitung mit den Regionalausgaben Thuner Tagblatt und Berner Oberländer herausgeben und dabei das bisherige Oberländer Volksblatt einstellen.
Verschwinden des Oberländer Volksblattes als Chance
Laut Urs Gossweiler besteht das Konzept für die Jungfrau Zeitung bereits seit 1993. «Erst das Verschwinden des Oberländer Volksblattes öffnet uns jetzt aber Chancen, mit dem Projekt auch wirklich Erfolg zu haben», sagt Gossweiler, «denn es ist etwas vom Schwierigsten, eine Mikrozeitung gegenüber bestehenden Titeln zu positionieren.»
Einen Schritt nach vorn soll die Jungfrau Zeitung vor allem auch im Werbemarkt bringen. Zwar rechnet das Blatt im ersten Jahr lediglich mit einer Auflage von 2500 Exemplaren. Doch zusammen mit Hasli Zeitung, Brienzer und Echo von Grindelwald entsteht eine Gesamtauflage von über 10000 Exemplaren, die den Talkessel abzudecken vermag. «Damit werden wir interessant etwa für Grossverteiler wie Coop und Migros», sagt Gossweiler.
Mit der Jungfrau Zeitung will die Gossweiler Media ihre Onlinestrategie, bei der sie Pioniere sind, weiter verfeinern: Die Redaktion stellt die permanent entstehenden Artikel jeweils sofort ins Netz, in der zweimal wöchentlich erscheinenden Zeitung wird dann eine Auswahl der wichtigsten Geschichten abgedruckt.
Rechtzeitig zum Kongress der Schweizer Presse
Zwar verspricht die Internetpräsenz keinen Geldsegen etwa mit Bannerwerbung, dafür setzt Gossweiler auf die Zusammenarbeit mit den Homepages von Hotels und Tourismusbetrieben der Region: Gegen Entgelt können sie die Onlinenews in ihr eigenes Webangebot integrieren.
Als Lancierungstermin hätte sich die Jungfrau Zeitung keinen besseren Zeitpunkt als den 6. Oktober aussuchen können, denn just in dieser Woche tagt in Interlaken der Verband Schweizer Presse. Da ist dem neuen Zeitungskind breite Aufmerksamkeit gewiss. Und auch Gossweiler gesteht: «Der Zeitpunkt könnte tatsächlich nicht besser gewählt sein.» Doch das Zusammentreffen sei gleichwohl ein purer Zufall. Die Strategie der Jungfrau Zeitung sei es gewesen, unbedingt vor den BOM in den Markt zu gehen. Weil deren Start jetzt für den 1. November angesetzt worden sei, habe sich daraus automatisch der Beginn des Monats Oktober als Starttermin für die Jungfrau Zeitung aufgedrängt.
Daniel Schifferle

Albanifest by bonaparte.

Das Winterthurer Albanifest zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an.

Das Winterthurer Albanifest zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Für dessen neunundzwanzigste Ausgabe schrieb das Festkomitee einen Wettbewerb zur Ausarbeitung eines Gestaltungkonzepts unter Lehrlingen der grafischen Branche aus. Gewonnen hat Selina Bütler, Grafiklehrling im zweiten Lehrjahr bei der Werbeagentur Bonaparte. Bütlers Design prägt nun ein B200-Plakat sowie den Festführer. Die junge Grafikerin gewinnt damit den zweiten Gestaltungswettbewerb in kurzer Zeit: Im ersten Lehrjahr wurde bereits ihr Vorschlag für ein Logo der Dachorganisation linker Stadtzürcher Parteien, «zürilinks», prämiert.LÄKEROL ist «ganz leicht frivol». Für SF-DRS-Ombudsmann Otto Schoch verletzt der neuste Läkerol-Werbespot keine religiösen Gefühle. Ein pensionierter Pfarrer hatte sich über den Spot beschwert. Darin sitzt eine junge Frau im Beichtstuhl, die nur mit Mühe ihre Stimme findet. Der Pfarrer bietet ihr ein Läkerol an, worauf sie munter drauflos beichtet. Die folgende Einblendung – gezeigt werden die übereinandergeschlagenen Beine der Frau und ein Kirchenfenster mit eingebauter Läkerol-Reklame – bezeichnet Otto Schoch als «ganz leicht frivol». Sie verstosse aber weder gegen gesetzliche Bestimmungen noch gegen die Konzessionsbedingungen.
GESCHICHTE DER FOTOGRAFIE. Unter dem Titel Zeit Blicke zeigt der Bund Freischaffender Fotodesigner in Stuttgart eine Ausstellung über die letzten 30 Jahre Fotogeschichte. 500 Fotos von professionellen Bildermachern dokumentieren Lebensstile, Moden, ästhetische Konzepte und gesellschaftliche Ereignisse aus drei Dekaden. Vernissage ist am Samstag, 17. Juni, 19 Uhr. Die Ausstellung in der Galerie der Stadt Stuttgart (am Schlossplatz) dauert bis 3. September. Weitere Infos gibts unter www.swo.de/GalerieStuttgart.de
Robinson II schaffte mehr Marktanteil. Die zweite Staffel der «Expedition Robinson» auf TV 3 erreichte durchschnittlich höhere Marktanteile (MA) als die letztjährige erste Staffel. In der Altersgruppe 3+ erzielte die Sendung einen Schnitt von 354100 Zuschauern oder 17,5 Prozent MA (1999: 297600 Zuschauer, 13,9 Prozent MA) und bei den 15- bis 49-Jährigen 236900 oder 25,5 Prozent MA (1999: 203200 oder 20,3 Prozent MA). Beim diesjährigen Finale am 4. Juni waren zwar die absoluten Zuschauerzahlen infolge des schönen Wetters nicht mehr ganz so hoch wie im letzten Jahr. In der Altersgruppe 3+ schauten 354100 (1999: 549300) dem Inselabenteuer zu. Und auch bei den 15- bis
49-Jährigen war das Resultat mit 260300 Zuschauern tiefer (1999: 375700). Bei den Marktanteilen unterschieden sich die Finalrunden von erster und zweiter Staffel aber kaum: In der Altersgruppe 3+ schnitten beide mit je 22,6 Prozent ab, bei den 15- bis 49-Jährigen waren es am diesjährigen Finale 32,6 Prozent gegenüber 33,2 Prozent beim Finale der ersten Staffel.
HORX ORTET NEUN NEUE KONSUMENTENTYPEN. Das Zukunftsinstitut des Trendforschers Matthias Horx stellt eine neue Studie vor. «Konsument 2010» soll die wichtigsten Strömungen und Zielgruppen der nächsten Dekade vorstellen und massgeschneidertes Marketing erleichtern. Dabei fehlt es nicht an trendigen Kategorien wie Urban Villagers, Business Nomads, Hypersmart Shoppers oder Lessness Priest. Wer hinter diese Etiketten blicken will, kann die Studie online (www.zukunftsinstitut.de) für 250 DM bestellen.
farbenfrohe visitenkarte. Der Geschäftsbericht 1999 der Migros glänzt weiter durch ungewöhnliches Design. Bereits das dritte Jahr in Folge wurde der Bericht von Beda Achermann gestaltet. Statt trockener Zahlen und Fakten liefert er als Auftakt einen 135 Seiten starken Bildteil. Rund 10000 Artefakte aus der Migros-Welt, vom Kassenbon bis zur Cumulus-Karte, sammelte das Studio Achermann und stellte die Fundstücke zu einer bunten Reihe aus Fotos und Illustrationen zusammen. «Migros ist überall», lautet die Message. Alltagsgegenstände werden in ein neues Licht gerückt. Entstanden ist ein Imageteil im doppelten Sinn des Wortes: Sowohl ein farbenfroher Bilderreigen als auch eine Visitenkarte für das kulturelle Engagement der Migros.
GRAUBÜNDNER GUERILLAWERBUNG VERÄRGERT ZÜRICH. Riesige bunte Kleber überschwemmten in der Nacht auf Mittwoch die Innenstadt von Zürich. Mit Slogans wie «Gras schnuppern in Graubünden» sollten sie Sympathie für den Bergkanton wecken. Stattdessen sorgten sie für rote Köpfe: Laut einem Bericht des Tages-Anzeigers mussten verärgerte Ladenbesitzer die Kleber von ihren Schaufenstern entfernen. Ausgeheckt wurde die Guerillaaktion bei Weber Hodel Schmid. Martina Fäh, Beraterin für Graubünden Ferien, erklärte der WerbeWoche, man habe gemeinsam mit der Eventagentur Spool klare Regeln definiert, wohin nicht geklebt werden dürfe. Warum diese verletzt wurden, sei nicht bekannt. Die Verantwortung für solche Aktionen liege letztlich beim Kunden, den man auf solche Probleme auch aufmerksam gemacht habe.
ONLINE INSERIEREN BEI PUBLICITAS. Seit dem 6. Juni können Inserate bei Publicitas online aufgegeben werden. Die Publicitas-Website bietet ein ausgefeiltes Tool, mit dem Anzeigen direkt übers Internet getextet, gestaltet und in 300 Zeitungen gebucht werden können. Das System berücksichtigt Rabattansprüche und informiert über Spezialangebote einzelner Titel. Bezahlt wird mit Rechnung oder über CommerceMaker, das Online-Payment-Programm der Swisscom. http://www.publicitas.ch
NEUES MARKENSYMBOL FÜR SAAB. Saab Automobile führt ein neues Markensymbol ein. Das Design soll deutlicher die Werte der Marke Saab veranschaulichen und ist eine Entwicklung aus dem früheren Symbol, das Mitte der achtziger Jahre eingeführt wurde. Saab ist das Kürzel für Svenska Aeroplan Aktienbolaget, was Schwedische Flugzeugfabrik AG bedeutet. Seit 1947 baut das Unternehmen auch Autos. Das neue Symbol wird mit dem Modelljahr 2001 eingeführt.
EditorialVon Bauchwerbern und Erbsenzählern
Marketing sei Gottesdienst am Kunden, lautete die Losung an einem der ersten deutschen Trendtage in Hamburg. Gott wird zwar von vielen Zeitgenossen längst tot gesagt, aber, und das ist keine Blasphemie, die Kunden leben immer noch. Da öffnet sich eine Marktlücke für neue Propheten und Trendforscher.
1992 gründete Peter Wippermann zusammen mit Matthias Horx das Trendbüro Hamburg als «Gesellschaft für Monitoring» und führt seither regelmässig die deutschen Trendtage durch (siehe auch WW 21/00). Kämpften die Trendforscher zu Beginn noch mit Akzeptanz- und Legitimationsproblemen, sind sie heute als Think Tank in Sachen Zukunftsconsulting etabliert und warten mit Kunden wie Beiersdorf, Sony und Lufthansa auf, die sich über Stilentwicklung und Prognostik vom Trendbüro beraten lassen (siehe «Im Gespräch» mit Peter Wippermann auf Seite 41).
Versucht die Trendforschung im scheinbar unüberschaubaren Dschungel der Alltagskultur, Pfade aufzuspüren und verlässliche Begriffe zu definieren, beschäftigt sich die Marktforschung dagegen mit handfesteren Phänomenen. Sie kann Einstellungs- und Verhaltensänderungen erst dort nachweisen, wo Neues bereits zu einem Massenphänomen geworden ist.
In der Kommunikationsbranche spielt die Marktforschung eine immer grössere Rolle, obwohl sich hier Bauchwerber, die ganz auf ihre Intuition setzen, und Erbsenzähler, die jeden Schritt ihrer Kommunikationsbemühungen wissenschaftlich absichern wollen, unversöhnlich gegenüberstehen. In diesem Spannungsfeld werden wir in der WerbeWoche in loser Folge über Methoden und Ergebnisse der Werbewirkungs- und Werbeträgerforschung berichten. Geschrieben werden die Artikel vom Fachjournalisten Wolfgang J. Koschnick, der zu diesem Themenbereich schon mehrere Fachbücher publiziert hat und über ein immenses Forschungsarchiv verfügt. In einem ersten Teil beschäftigt er sich mit den gängigen Methoden des Werbetrackings, also mit Nachhalltests, bei denen die Entwicklung von Bekanntheit und Image einer Marke im Vordergrund stehen. Die Serie beginnt auf Seite 24.
Samuel Helbling

Wundersame Verheissungen

Werbetracking heisst das Wundermittel, mit dem schlingernde Kampagnen wieder auf die richtige Zielgerade geführt werden können.

Werbetracking heisst das Wundermittel, mit dem schlingernde Kampagnen wieder auf die richtige Zielgerade geführt werden können.Das zumindest verheissen trackinggläubige Marktforscher. Dass es sich dabei quasi um die Reparatur eines Rennwagens bei laufendem Motor handle, und dies auch noch ohne Boxenstopp, ist die Ansicht einiger nicht minder vehementer Gegner. Geführt wird die Diskussion unter dem viel versprechenden Titel Werbewirkungsforschung. War es wirklich die Werbekampagne, die den Markterfolg ausgelöst hat? Hätte man nicht einen noch grösseren Markterfolg mit einer anders konzipierten Kampagne erreichen können? Die Antwort kennt nicht der Wind, sondern der Beitrag auf Seite 24

«Ich sehe Berlin als zukünftigen Hauptsitz der WHS-Gruppe»

Reinhold Weber über WHS Zürich und International

Reinhold Weber über WHS Zürich und InternationalDie Zürcher Geschäftsstelle der internationalen Agenturgruppe Weber Hodel Schmid sieht sich mit Budgetverlusten namhaften Ausmasses konfrontiert. Nach dem Absprung der Zürich Versicherungen ist nun auch der Verbleib des Smart-Budgets ernsthaft in Frage gestellt. Just zu diesem Zeitpunkt übernimmt der Chef der Agenturgruppe, Reinhold Weber, das Ruder seiner Berliner Niederlassung.Herr Weber, seit Anfang Mai leben Sie in Berlin, wo Sie der WHS-Gruppe und der Berliner Filiale als kreativer Leiter vorstehen. Sind Sie auf der Flucht vor den Problemen von WHS in der Schweiz?
Reinhold Weber: Nein, nein, ich bin nicht nach Berlin geflohen. Vielleicht schlafe ich hin und wieder einmal nicht ganz so ruhig wie gewöhnlich. Aber sobald ich den Kopf des Aktionärs und den Bauch des Kreativen einschalte, weiss ich, dass es im Grunde kein Problem ist, diese Situation zu meistern.
Und wie wollen Sie diese Situation meistern?
Weber: Das ist ganz einfach: Erstens, wir fahren die Kosten herunter. Hierzu benutzen wir möglicherweise die Sollbruchstelle Smart Factory. Und zweitens: Wir treten aufs New-Business-Gaspedal. Natürlich ist die Situation, wie sie sich im Moment darstellt, neu. Aber so viel anders als bei der Gründung von WHS vor zehn Jahren oder als wir vor etwa fünf Jahren unsere Digital Computer installiert und wieder entfernt haben, fühlen wir uns in der aktuellen Lage nun doch auch wieder nicht. Beide Male hat Gas geben, wie man weiss, ziemlich gut funktioniert.
Das tönt nach knallhartem Businesspower.
Weber: Wir haben uns einfach gesagt: ‹Wir machen keinen Verlust, also restrukturieren wir schon einmal präventiv.› Daraus folgt, dass die beiden Agenturen zusammengelegt werden, dass wir Personal, Infrastruktur und Kosten abbauen. Im Grunde genommen wäre es schon lange nötig gewesen, die Schweiz wieder in eine Grösse zu bringen, die lustig, harmonisch und normal ist. Man hätte WHS am See und die Smart Factory bereits früher zusammenlegen können. Die Smart-Jobs verlangten ja nicht mehr gleich viel Manpower, wie dies zu Beginn der Kampagne der Fall gewesen war. Bereits vor geraumer Zeit wollten wir die Smart Factory für andere Kunden öffnen. Nun tun wir das eben jetzt.
Wie viele Leute werden Sie entlassen müssen?
Weber: Das weiss ich noch nicht genau. Es gehen schon nicht gerade keine Arbeitsplätze verloren, aber eine Massengeschichte wird das sicher nicht. Wahrscheinlich bauen wir etwa zehn Stellen ab. Ein paar Leute kommen nach Berlin. In der Schweiz sind wir danach ungefähr 55 Mitarbeitende.
Wie sah es vor der Krise aus?
Weber: Bei Smart waren es vor Urzeiten etwa 35 Mitarbeitende und am See beschäftigten wir noch einmal etwa 40 Leute. Natürlich plagt mich das Ganze. Auf der anderen Seite bin ich aber auch einen «Klumpen» los. Was will ich mit zwei halben Infrastrukturen, in denen die Stimmung halb gut ist? Noch vor zwei, drei Wochen fand ich die Situation wirklich nicht sehr lustig, mittlerweile bin ich aber relativ zuversichtlich. WHS am See wird im Schweizer Markt weiterhin eine dominante Rolle spielen können.
Gibt es Kapazitätsengpässe?
Weber: Wir müssen in der Schweiz sogar künstlich Arbeit und Income vernichten. Mandate wie etwa die Freizeitdatenbank Viviti, Media-Markt und Derendinger Autoersatzteile, die wir bisher von der Schweiz aus betreuten, nehmen wir nun nach Berlin mit.
Wie sind die Führungsaufgaben verteilt?
Weber: Yvonne Hodel ist für die Schweiz verantwortlich, Wien läuft so gut, dass wir uns am besten gar nicht einmischen, und ich fische jetzt einfach im grossen, statt im kleinen Teich, das ist die Story. Abgesehen davon gibt es in Berlin 43 Prozent Wirtschaftsförderung. Ich sehe Berlin als künftigen Hauptsitz der WHS-Gruppe.
Was passiert mit der Smart Factory?
Weber: Wenn ich will, kommen wir aus der Smart Factory bis Ende Jahr heraus. Es existiert ein Vertrag, der uns allfällige Schliessungskosten garantiert. Soweit wird es aber wohl kaum kommen. Erstens wird der zentrale Smart-Pitch ja erst im August entschieden, und sollten wirklich alle Stricke reissen, zieht eher unsere Mediaagentur Bemberg und Gedenk in der Smart Factory ein. Die Agentur ist total heiss und sucht Büros für 25 Leute.
Ist die Allianz mit RØSA gefährdet?
Weber: In der Pressemitteilung heisst es klar und deutlich, dass WHS und RØSA künftig sogar noch näher zusammenrücken werden. Und es versteht sich von alleine, dass wir gerade in Berlin gemeinsame Sache machen müssen. In Berlin wimmelt es von Multimediafirmen. Das Bewusstsein für integrierte Kommunikation ist hier viel ausgeprägter als in jeder anderen Stadt.
Wann haben Sie sich entschlossen, nach Berlin zu gehen?
Weber: Anfang Jahr, aber ich hätte schon vor einem Jahr nach Berlin ziehen sollen. Mittlerweile müsste ich nämlich schon mit Herrn Hayek nackt übers Bellevue rennen, um den Schweizer Medien überhaupt noch eine Notiz auf der Seite «Vermischte Meldungen» wert zu sein. Wenn ich das in Berlin mit Botschafter Borer täte, gäbe es eine Titelseite im Blick. Und Borer wäre seinen Job wohl los.
Interview: Ernst Weber

Branchenhits (1. Quartal 2000)(Werte = Index «Supporters» der Anzeige gegenüber dem Durchschnitt aller Anzeigender Branche; 1,00 = Durchschnitt = 100%)

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts DemoscopeIn Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfma

Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2000 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.
Branchenhits (1. Quartal 2000)
(Werte = Index «Supporters» der Anzeige gegenüber dem Durchschnitt aller Anzeigender Branche; 1,00 = Durchschnitt = 100%)
Uhren Longines Longines DolceVita Uhr 1.27
Auto Jaguar Schweiz AG Jaguar XJR 1.51
Getränke Mövenpick Mövenpick Swiss Premium 1.33
Coffee Cream
Körperpflege Paco Rabanne Paco Rabanne Ultraviolet 1.51
Advertising-IndexFür die Anzeigentests des Advertising-Index wird in acht Befragungswellen ein repräsentatives Sample von zirka 800 Personen befragt. Die befragte Person absolviert zuerst einen psychologischen Test (50-Item-Test) und blättert anschliessend ein Zeigeheft mit 45 Anzeigen durch. Wie beim Lesen einer Zeitschrift steht es ihr auch im Test frei, bei jeder Anzeige so lange zu verweilen, wie sie will. Vor dem Weiterblättern bewertet sie die Anzeige anhand einer Notenskala von 5 («spricht mich sehr an») bis 1 («spricht mich überhaupt nicht an»). Als Supporter werden Personen bezeichnet, die durch eine Anzeige «sehr» oder «ziemlich» angesprochen werden. Die auf diese Weise ermittelte Akzeptanz der Werbung korreliert stark mit andern Funktionen der Werbewirkung und eignet sich deshalb fürs Benchmarking.
Für die Segmentierung des Samples nach Zielgruppen benutzt der Market Radar einen psychografischen Test, den so genannten 50-Item-Test. Mit Hilfe dieses Tests werden die Wertvorstellungen der befragten Person ermittelt und einem der Psychogrammfelder zugeordnet (siehe Windrose). Die Wertorientierungen reichen von Süd (konservativ) nach Nord (progressiv) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch).
Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar sind bei Demoscope erhältlich. Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Radar und neu
mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt die Publimedia.

Kopf der Woche: «Die ideale Partnerschaft zwischen Anbietern und Agenten»

Urs Renner von The Media Edge ist neuer Präsident der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM

Urs Renner von The Media Edge ist neuer Präsident der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEMKopf der Woche
«Die ideale Partnerschaft zwischen Anbietern und Agenten»
Hier sitzen wirklich alle an einem Tisch. Deshalb habe ich mich bei der IGEM schon von Beginn weg sehr engagiert», meint Urs Renner, frisch gewählter Präsident der Interessengemeinschaft elektronische Medien. Und fügt an: «Ich war noch nie in einem Verein, der innerhalb von zwei Jahren so viel bewegt hat.»
Mit dem Geschäftsführer von The Media Edge, der international tätigen Mediatochter von Advico Young & Rubicam, ist an der letzten Mitgliederversammlung der IGEM erstmals ein Vertreter einer Agentur an die Spitze dieser neuen Organisation gewählt worden. 27 Mitglieder umfasst heute der Verband, der 1998 im Umkreis der IP-Multimedia sowie Cinecom gegründet worden ist und inzwischen als wichtigstes Mitglied auch die Publisuisse in seinen Reihen begrüssen konnte. «Die IGEM ist für mich beispielhaft in der Schweiz, weil sie eine Partnerschaft zwischen allen relevanten Anbietern und vielen Mediaagenturen darstellt. Man kann so die Probleme von beiden Seiten beleuchten», meint Renner und hofft, dass dieser Vorteil in nächster Zeit noch mehr «Grosse» zum Mitmachen motivieren könnte.
Als einen der massgebendsten IGEM-Erfolge bis anhin wertet der Mediaplaner die Einführung des MediaOptimizers zur Verbesserung der TV-Planungsinstrumente. «Jetzt wird der Nutzen dieses Instruments in enger Zusammenarbeit mit der Publisuisse optimiert.» Sein übergeordnetes Ziel indes: «Die Forschungstätigkeiten aller Einzelanbieter sollen übergreifend an die Hand genommen werden.»
Urs Renner ist überzeugt, dass man beim Medium Fernsehen durch professionellen Einkauf mit dem gleichen Geld mehr substanzielle Leistung herausholen kann. Diese Leistung ist für ihn klar messbar, werden doch tagesaktuelle Kontrollen aller gewünschten Zuschauerzahlen geliefert. «Es bedeutet heute kein Risiko mehr, Werbung in neuen Sendern zu schalten», meint er. Und wirbt engagiert für die Produkte seines Verbands: «TV ist ganz krass ein Zahlenmedium, denn hier herrscht die vollständige Transparenz.»
Dass die Arbeit mit Medien sehr spannend sein kann, war Renner bereits kurz nach dem Handelsdiplom klar. «Ziemlich untypisch für Werber» sei seine Karriere verlaufen. Und untypisch sei auch die Tatsache, dass er 30 Jahre lang am selben Arbeitsplatz, also bei Advico Young & Rubicam, geblieben sei. «So lange sich um mich herum so viel bewegt und ich gewisse Bewegungen auch noch selber beeinflussen kann, muss ich mich nicht zwingend auch noch selber bewegen», räsonniert er. Und schliesslich habe auch sein kurzer Arbeitsweg (Dübendorf–Gockhausen) etwas mit Lebensqualität zu tun, meint der Vater von zwei Teenagern.
Andreas Panzeri

Ausserdem: Nach Ringier und TA-Media musste der Verlagsmann Anton Wagner nun auch den Jean-Frey-Verlag verlassen.

Er soll das Service-Center, dessen Chef er war, für seine eigenen Verlagsobjekte eingesetzt haben.

Er soll das Service-Center, dessen Chef er war, für seine eigenen Verlagsobjekte eingesetzt haben.Ausserdem Nach Ringier und TA-Media musste der Verlagsmann Anton Wagner nun auch den Jean-Frey-Verlag verlassen.
Nach elf Jahren Regierungstätigkeit im Kanton Schwyz kehrt Richard Wyrsch in die Kommunikation zurück. Der ehemalige Journalist wird bei der Hugo Schmidt AG als PR-Berater aktiv werden.
Der Geschäftsbereich Corporate Publishing von Publicom hat einen neuen Projektleiter. Daniel Steim löst Renata Tschudi ab, die in die PR-Abteilung eines Versicherungskonzerns gewechselt hat. Der 49-Jährige war während zwölf Jahren als Journalist tätig und arbeitete die letzten zehn Jahre als PR-Berater in verschiedenen Agenturen und im eigenen PR-Büro.
Neue Gesichter bei Freiburghaus und Banderini: Das Team wird durch den Grafiker Philippe Katalu, den Internetprojektleiter Christian Leu sowie durch die Werbeassistentin Mary Aegerter ergänzt.
Ab Mitte Juni übernimmt der bisherige Leiter Marketing Services bei Publisuisse, Christian Spichtig, ad interim den neuen Bereich Business Development. Der 30-Jährige betreut zudem sämtliche langfristig-strategischen Dossiers und bereitet allfällige Entscheidungsgrundlagen für den Eintritt in neue Geschäftsfelder vor.
Ab sofort ist Susanne Gassmann für den Bereich Marketing Communications der Computer 2000 in Rotkreuz zuständig. Die 37-Jährige war zuletzt im Verlag der Neuen Zürcher Zeitung im Bereich Verkauf Zeitungen tätig.

Best of South-East (1. Quartal 2000)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 1. Quartal 2000 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.
Advertising-IndexFür die Anzeigentests des Advertising-Index wird in acht Befragungswellen ein repräsentatives Sample von zirka 800 Personen befragt. Die befragte Person absolviert zuerst einen psychologischen Test (50-Item-Test) und blättert anschliessend ein Zeigeheft mit 45 Anzeigen durch. Wie beim Lesen einer Zeitschrift steht es ihr auch im Test frei, bei jeder Anzeige so lange zu verweilen, wie sie will. Vor dem Weiterblättern bewertet sie die Anzeige anhand einer Notenskala von 5 («spricht mich sehr an») bis 1 («spricht mich überhaupt nicht an»). Als Supporter werden Personen bezeichnet, die durch eine Anzeige «sehr» oder «ziemlich» angesprochen werden. Die auf diese Weise ermittelte Akzeptanz der Werbung korreliert stark mit andern Funktionen der Werbewirkung und eignet sich deshalb fürs Benchmarking.
Für die Segmentierung des Samples nach Zielgruppen benutzt der Market Radar einen psychografischen Test, den so genannten 50-Item-Test. Mit Hilfe dieses Tests werden die Wertvorstellungen der befragten Person ermittelt und einem der Psychogrammfelder zugeordnet (siehe Windrose). Die Wertorientierungen reichen von Süd (konservativ) nach Nord (progressiv) und von West (aussengerichtet, materialistisch) nach Ost (innengerichtet, idealistisch).
Weitere Informationen zum Advertising-Index und zum Market Radar sind bei Demoscope erhältlich. Planungsunterstützung mit dem Advertising-Index, dem Radar und neu
mit dem Print-Advertising-Monitor (PAM) vermittelt die Publimedia.
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