Mitarbeiterexodus bei der Zuger Presse

Der Umbau des Zuger Zweitblattes verzögert sich

Der Umbau des Zuger Zweitblattes verzögert sichVier von 14 Mitarbeitern der Zuger Presse (ZP), darunter Chefredaktor Lukas Nussbaumer, haben gekündigt. Grund für ihre Demissionen sind Meinungsverschiedenheiten mit Mehrheitsaktionär Daniel Brunner. «Das war sicher kein Meisterstück meines Managements», stellte Brunner gegenüber der WerbeWoche selbstkritisch fest. Er habe offenbar zu wenig geführt. Anfang vergangener Woche informierte Brunner auch den ZP-Verwaltungsrat, in dem unter anderem Matthias Luchsinger, Geschäftsführer von Cinecom & Media, sitzt.Brunner hatte beim eingeleiteten Umbau der ZP eine forschere Gangart erwartet. Er wollte die ZP im Herbst mit neuem Layout präsentieren. Zudem sollte sie von drei auf zwei Ausgaben pro Woche reduziert werden, gleichzeitig wollte Brunner aber das Internetangebot ausbauen und täglich aktualisieren (WW 13/00).
Das Projekt kam jedoch langsamer voran und wird durch die Kündigungen weiter verzögert. «Die Kündigungen kommen zur Unzeit», sagt Brunner denn auch unumwunden. Doch gefährdet sei das Projekt nicht. Er will jetzt die neue ZP Anfang Januar 2001 lancieren. Mit dem neuen Auftritt hofft er, das Blatt in drei Jahren in die schwarzen Zahlen zu bringen. Vergangenes Jahr wies die Zeitung ein Defizit von 1,3 Millionen Franken aus, was laut Brunner dieses Jahr wieder in ähnlicher Höhe der Fall sein dürfte.
Immerhin hat Brunner nun wieder eine neue Verlagsleiterin gefunden. Ihren Namen will er noch nicht nennen, doch tritt sie ihren Posten am 1. September an. Die Stelle war seit Dezember 1999 vakant gewesen.
Die ZP wurde 1996 als Alternative zur Neuen Zuger Zeitung gegründet, einem Kopfblatt der Neuen Luzerner Zeitung. Derzeit verfügt das Blatt, das mit dem Tages-Anzeiger über ein Abonnementkombi verbunden ist, über 5500 Abonnenten. Doch die TA-Media hat das Kombi zum Jahresende gekündigt. Ob es unter andern Bedingungen fortgesetzt wird, ist noch offen. Markus Knöpfli

Bis zu 200000 Exemplaren

Die BTM zeigt eine erste Nullnummer des neuen Berner Bär und präsentiert ein ausgefeiltes Verteilprogramm

Die BTM zeigt eine erste Nullnummer des neuen Berner Bär und präsentiert ein ausgefeiltes VerteilprogrammVon Markus Knöpfli Die Berner Tagblatt Medien-Gruppe (BTM) arbeitet mit Hochdruck am neuen Berner Bär, der ab 5. September zweimal wöchentlich vorerst mit einer Gesamtauflage von 135564 Exemplaren erscheinen soll.
Bereits liegt eine erste Nullnummer vor, an der allerdings gemäss Verlagsleiter Ruedi Lehmann noch kräftig gefeilt wird.
Der neue Berner Bär will sowohl weg vom Image des amtlichen Anzeigers à la Tagblatt der Stadt Bern, das die BTM einstellt, noch im Dunstkreis eines Gratisanzeigers wie der bisherige Berner Bär segeln. So soll der redaktionelle Teil, der von insgesamt zehn Personen erarbeitet wird, auf rund 50 Prozent ansteigen. Der neue Berner Bär will sich an People und Events orientieren und die Berner Themen und Nachrichten, die er aufgreift, möglichst personalisieren.
Der Start des neuen Berner Bär erfolgt am 5. September mit gleicher Auflage und im gleichen Verteilgebiet wie bisher. Dienstags und donnerstags wird er an die städtischen Haushalte verteilt (73219 Exemplare), mittwochs und freitags an die Haushalte der 14 umliegenden Gemeinden (62345 Exemplare).
Je nachdem, wann und wie die Pendlerzeitungen 20 Minuten und Metropol in Bern auftreten werden, wird die Auflage des Berner Bär auf maximal 200000 Exemplare aufgestockt und zusätzlich per Kolporteure in Burgdorf, Thun oder Langenthal verteilt.
Der Anzeigentarif steht ebenfalls fest: 1.50 Franken (statt bisher 1.34 Franken) pro Spaltenmillimeter, wobei der Tarif in Stadt und Land gesplittet werden kann. Bisherige Berner-Bär-Kunden erhalten allerdings bis Ende Jahr den bisherigen Tarif.
Anzeiger von Bern: Vertrag noch nicht unter Dach

Wie es mit dem Anzeiger Region Bern (ARB) weitergeht, wird erst nach den Sommerferien klar sein. Der Vertrag zwischen dem Bund und dem ARB ist zwar ausgehandelt, doch noch nicht vom Gemeinderat der Stadt Bern abgesegnet. Dieser tagt erst wieder Mitte August. Der Bund hatte vom Verein Region Bern die Konzession erhalten, den amtlichen Anzeiger (ohne redaktionellen Teil) für die Stadt Bern und 14 umliegende Gemeinden ab nächstem Jahr herauszugeben.

Corporate Sites sind zu wenig medienfreundlich

Viele Firmen nehmen die Chance zur kostengünstigen Öffentlichkeitsarbeit im Web nur ungenügend wahr

Viele Firmen nehmen die Chance zur kostengünstigen Öffentlichkeitsarbeit im Web nur ungenügend wahrDie aktuelle Pressemitteilung zum Herunterladen oder die E-Mail-Adresse des Pressesprechers? Eine Selbstverständlichkeit für jede Corporate Website, meinen Journalisten. Die Realität sieht aber oft anders aus. Die Studie «Journalisten 2000», die von Online Relations Consulting zusammen mit der ProfNet Service&Dienstleistungen GmbH, Dortmund, durchgeführt worden ist, zeigt, dass die Ansprüche von Journalisten an Firmenwebsites und das tatsächliche Angebot weit auseinander klaffen. Für die Untersuchung berücksichtigt wurden die Internetauftritte der grössten deutschen Industrieunternehmen, Banken, Versicherungen, Städte, Verbände und Parteien.
Alle befragten Journalisten erwarten von einer Corporate Website einen Navigationsbutton für die Presse, den Namen einer Ansprechperson und deren E-Mail-Adresse. Doch nur 56 Prozent der untersuchten Firmen und Institutionen geben eine Kontaktperson für Medienanfragen an, 43 Prozent deren E-Mail-Adresse; 55 Prozent bieten einen Link auf eine Presseseite.
Nur von 26 der untersuchten Sites konnten Bilder heruntergeladen werden, Pressemitteilungen nur von 17 Prozent; nur 12 Prozent der Sites boten eine Suchfunktion an. Auch in diesen Punkten zeigt sich, dass die meisten Corporate Websites die Erwartungen von Journalisten kaum erfüllen: Über drei Viertel der Befragten wünschten sich eine indexorientierte Suchfunktion sowie Download-Möglichkeiten von Bildern und Pressetexten.
Die Erfahrung vieler Journalisten zeigt, dass sich nicht nur die Dinosaurier schwer tun mit der Kommunikation per Internet. Viele Dot.coms geben auf ihrer Website weder eine Telefonnummer noch eine Anschrift an und sind auch im Telefonbuch nicht auffindbar. Oft steht nur eine
E-Mail-Adresse zur Verfügung. Und Anfragen an diese bleiben einfach unbeantwortet. Bei solchen Firmen muss man wohl annehmen, dass sie den Kontakt zu den Medien unter allen Umständen vermeiden wollen. Clemens Hörler

Fax: Cordiant kauft sich auf Platz 11

Die britische Werbeholding Cordiant erwirbt die Kommunikations- und Marketinggruppe Lighthouse Global Network mit Hauptsitz in Chicago.

Die britische Werbeholding Cordiant erwirbt die Kommunikations- und Marketinggruppe Lighthouse Global Network mit Hauptsitz in Chicago.Fax Cordiant kauft sich auf Platz 11 Durch die Übernahme im Wert von 592 Millionen Dollar in Aktien klettert Cordiant auf der Ad-Age-Liste der grössten Werbefirmen von Rang 13 auf Rang 11.
Wirz & Hafner wirbt für Fähren Wirz & Hafner, deutsche Tochter der Zürcher Wirz-Gruppe, hat in einer Konkurrenzpräsentation das Deutschlandbudget der Reederei P&O North Sea Ferries gewonnen. Die «Kreuzfähren» von P&O North verbinden Grossbritannien mit Holland und Belgien. Wirz & Hafner entwickelt neben einer Anzeigenkampagne auch Direktmailingprogramme, einen Internetauftritt sowie spezielle Massnahmen für Reiseveranstalter und Reisebüros.
Noch ein Dotcom für WHS Berlin Weber Hodel Schmid, Berlin, surft ab sofort mit Yoolia.com. Die deutsche Informations- und E-Commerce-Plattform bietet registrierten Nutzern auf ihr Profil zugeschneiderte Surftipps und E-Commerce-Angebote; Werber und Partner erhalten dank der anonymisierten Nutzerdaten genau definierte Zielgruppen. Yoolia.com hat WHS mit ihrem mehrere Millionen Mark schweren Budget betraut. Die Agentur an der Spree entwickelt Werbung off- und online, Verkaufsförderung, PR-Massnahmen und Events, mit Unterstützung der Webagentur RØSA.
Kartellamt erlaubt Fusion von Pro 7 und Sat 1 Das deutsche Bundeskartellamt wird die geplante Fusion der beiden TV-Gruppen Sat 1 und Pro 7 Media AG nicht behindern. Laut einer gemeinsamen Mitteilung von Pro 7 und Sat 1 erklärte die Behörde, der Zusammenschluss sei nicht meldepflichtig. Kartellrechtlich handle es sich lediglich um eine konzerninterne Umstrukturierung innerhalb der Kirch-Gruppe. Hingegen bleibe die medienrechtliche Genehmigung vorbehalten.

Zeitgeist zieht den Pinkslip an

Der Internetdienstleister möchte dank neuer Webcommunitys alternative Wege im E-Commerce beschreiten

Der Internetdienstleister möchte dank neuer Webcommunitys alternative Wege im E-Commerce beschreitenVon Clemens Hörler Der Dättwiler Internetdienstleister Zeitgeist lanciert mit Pinkslip eine neue Dachmarke für Webcommunitys. Diese sollen mit neuen Werbeformen und Wertschöpfungsmodellen finanziert werden.
Seit einigen Wochen fahren auf den Schweizer Strassen immer mehr Autos, die auf dem Heck einen Kleber mit einem Briefumschlag angebracht haben. Eingeweihte wissen: Die Insassen der entsprechenden Autos gehören zur Webcommunity www.autowahn.ch und könnten über die
E-Mail-Adresse Autonummer@ autowahn.ch (zum Beispiel [email protected]) kontaktiert werden.
Autowahn wurde am 23. Mai 2000 vom Internetdienstleister Zeitgeist ins Leben gerufen und zählt unterdessen rund 700 Mitglieder, die E-Mails austauschen und an Diskussionen teilnehmen. Und am 28. Juli findet die erste Autowahn-Party statt. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch der Datingchannel Flirt24.ch der Total Entertainment AG in Zürich mit seinem Autoflirt. Autoflirter sind nicht durch ein Mailsymbol, sondern durch ein rotes Herzchen in einem @ erkennbar.
Angst vor Ideenklau – User bestimmen Entwicklung mit
Laut Mischa Blank, Geschäftsführer von Zeitgeist, ist Autowahn.ch ein Experimentierfeld für weitere Communitys, die demnächst lanciert werden. Um was für Communitys es sich genau handelt, möchte Blank noch nicht verraten: «Wir wollen verhindern, dass unsere Ideen gestohlen und von anderen umgesetzt werden. Ausserdem werden die User die Entwicklung massgeblich mitbestimmen.»
Etwas steht bereits fest: Die geplanten Communitys sollen unter dem Dach von Pinkslip zusammengefasst werden. Der Name Pinkslip soll vor allem Interesse wecken. Und: «Pinkslip ist, was die Leute da hineinprojizieren», sagt Beat Wegmann, Creative Director bei Zeitgeist.
Als Leiter von Pinkslip konnte Zeitgeist den Online-Werbepionier Markus Rusterholz gewinnen. Der gelernte Koch hatte im Jahr 1996 bei MMD (heute Real Media) die erste grosse Schweizer Onlinekampagne für CS Direct Net mit realisiert und war an der Festlegung von Standards für Werbebanner mitbeteiligt.
Für Pinkslip möchte Rusterholz erneut Entwicklungsarbeit leisten und neue Wertschöpfungsmodelle und Werbeformen entwickeln. «Die Inhalte und Werbeformen auf den neuen Plattformen werden durch Bedürfnisse der User definiert. Das wird automatisch zu unkonventionellen Werbeformen führen.»
Für die Finanzierung der Plattformen strebt Zeitgeist die Zusammenarbeit mit E-Commerce-Anbietern an. «Wir erwarten, dass sich in den Communitys mit der Zeit gewisse Bedürfnisse nach Produkten oder Dienstleistungen herauskristallisieren. Sobald dies der Fall ist, möchte Zeitgeist aktiv werden und mit entsprechenden E-Commerce-Anbietern zusammenarbeiten.
Pinkslip, so erklärt Rusterholz weiter, stelle den elektronischen Handel im Consumer-Bereich auf ein anderes Fundament, indem der Plattformbetreiber die Bedürfnisse nicht selbst schaffe, sondern gezielt auf die geäusserten Wünsche der User eingehe. Die Community werde damit zum zentralen Marketinginstrument. Dieser Ansatz ist zwar nicht ganz neu, wird aber auch im Internet nicht allzu häufig praktiziert.
Pinkslip setzt vor allem auf Mundpropaganda
Dass diese Art, Bedürfnisse der Internauten zu eruieren, auch auf Ablehnung der Community stossen könnte, fürchtet Rusterholz nicht. Schliesslich setzte man die Wünsche der Communitymitglieder um.
Damit eine Community für E-Commerce-Partner attraktiv wird, ist allerdings nicht nur die Eingrenzung der anvisierten Zielgruppe wichtig, sondern auch die Mitgliederzahl. Gemessen an der Gesamtzahl der Autofahrer mit Internetanschluss nehmen sich knapp 700 Mitglieder nämlich eher bescheiden aus.
Trotzdem möchte Zeitgeist Pinkslip und die einzelnen Communitys nicht mit aggressiven Werbekampagnen pushen, sondern baut weiterhin auf Mundpropaganda, die Eigendynamik der Communitys und ein stetes Wachstum. «Damit erreichen wir qualitativ wertvollere Kontakte», ist Wegmann überzeugt.

Finanz & Wirtschaft einverleibt

Die TA-Media führt nun auch einen Wirtschaftstitel im Portfolio

Die TA-Media führt nun auch einen Wirtschaftstitel im PortfolioDie TA-Media, die bereits seit mehr als zehn Jahren einen 30-Prozent-Anteil am Verlag Finanz und Wirtschaft AG hält, konnte dank eines Vorkaufsrechtes per 1. Januar 2000 den auf Wirtschaftspublikationen spezialisierten Verlag zu 100 Prozent übernehmen. Gemäss gemeinsamem Communiqué verkaufte F&W-Herausgeber Gerhart Isler seinen Verlag im Sinne einer Nachfolgeregelung. Isler selbst wollte zum Verkauf absolut keine Stellung nehmen.Die F&W bleibt publizistisch, führungsmässig und organisatorisch selbstständig. So verändert sich weder die Zusammensetzung der Geschäftsleitung mit Isler, Chefredaktor Peter Bohnenblust und dessen Stellvertreter Peter Schuppli, noch des Verwaltungsrates (Isler und Bohnenblust). Zudem leitet Verlagsdirektorin Susanne Dubs weiterhin den Verlag, der neben der F&W auch die Fachmagazine Invest und den Aktienführer Schweiz sowie mehrere Bücher herausgibt.
Laut Dubs wurde die Handänderung erst jetzt mitgeteilt, weil man zeigen wollte, dass eine vollständige Übernahme, gepaart mit fast vollständiger Eigenständigkeit, tatsächlich möglich sei.
Weder verlegerische noch redaktionelle Synergien sollen genutzt werden, auch nicht im Internetbereich. Der Verlag Finanz und Wirtschaft AG sei kerngesund, heisst es weiter. 1999 habe er mit 120 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von gut 32 Millionen Franken erwirtschaftet.
Der TA-Media, die in den letzten Monaten unter dem Schmuddelimage ihres Fernsehsenders TV 3 gelitten hatte, tut der Einkauf des angesehenen Wirtschaftsverlages zweifellos gut. Michel Favre, Vorsitzender der TA-Media-Geschäftsleitung, versuchte dies jedoch in Abrede zu stellen. Das Interesse an F&W sei viel älter als das eigene TV-Engagement, liess er ausrichten. Der F&W-Erwerb sowie die Lancierung von TV 3 verfolge aber die gleiche Absicht: die Diversifizierung des TA-Media-Konzerns zum «multimedialen Contentprovider». Markus Knöpfli

Alles bleibt (noch) beim Alten

In der Schweiz werden – im Gegensatz zu Deutschland – die Pro 7/Sat 1-Sender noch getrennt vermarktet

In der Schweiz werden – im Gegensatz zu Deutschland – die Pro 7/Sat 1-Sender noch getrennt vermarktetVon Daniel Schifferle Ein einziger Vermarkter für alle Sender der Pro 7/Sat 1-Gruppe und eine klare Konkurrenzsituation zur RTL-Gruppe ist das Ziel in Deutschland. Bei den Schweizer Werbefenstervermarktern bleibt aber vorläufig alles beim Alten: Die IPM (Schweiz) darf Pro 7 und Kabel 1 behalten, Cinecom bekommt keinen Sender hinzu.
Die Klärung der Situation liess nicht lange auf sich warten. Vergangene Woche gab die neuformierte Pro 7/Sat 1-Gruppe Modalitäten und Zeitplan für die Integration ihrer Sender bekannt, bereits am Freitag besprachen sich Pro 7/Sat 1-Chef Urs Rohner und RTL-Chef Gerhart Zeiler mit Klaus Kappeler und Beat Curti von der IPM (Schweiz). Die eigentlich routinemässige Telefonkonferenz hatte dieses Mal ein brisantes Thema: Wie geht es weiter bei der Vermarktung der
Pro 7/Sat 1-Werbefenster? Folgen auch sie der Philosophie in Deutschland, wonach künftig alle Sender bei einem Vermarkter zusammengefasst werden?
Langfristige Verträge werden eingehalten
Laut dem Resultat der Telefonkonferenz vom Freitag letzter Woche kann IPM beruhigt sein: «In der Schweiz besteht kein akuter Handlungsbedarf. Die Verträge mit den Werbefensterpartnern werden eingehalten», zitiert Paul Riesen, zuständig für Marketing und Kommunikation bei der Medien Z Holding, die Essenz des Gesprächs. Da es sich bei diesen Verträgen durchwegs um langfristige Bindungen mit fünf oder mehr Jahren Laufzeit handelt, ist mit diesem Entscheid die nähere Zukunft vorgegeben: IPM (Schweiz) kann Pro 7 und Kabel 1 im Portefeuille behalten, neben den Konkurrenzsendern RTL und RTL2.
Gleichzeitig hat sich für die Cinecom die Hoffnung zerschlagen, neben dem Sat 1-Werbefenster schon bald auch noch andere Sender der Pro 7/Sat 1-Gruppe bei sich zu haben. Und dabei fühlte sich das Zürcher Vermarktungsunternehmen, das in den letzten Jahren erfolgreich in die TV-Vermarktung diversifiziert hat, jetzt fit für die Übernahme zusätzlicher Sender. Doch Cinecom-Chef Matthias Luchsinger respektiert den Entscheid aus Deutschland. Er ist aber überzeugt: «Längerfristig ist die Konzentration auf einen Vermarkter das Ziel.»
Konzentration schärft Konkurrenzsituation
Diese Meinung dominiert auch bei den Mediaspezialisten in der Schweiz. «Die Zusammenlegung der Pro 7/Sat 1-Sender bei einem Vermarkter ist eigentlich logisch», sagt Petra Kreussler, Mitglied der Geschäftsleitung bei Baier Media in Zürich, «man könnte in dieser Konstellation bessere Packages schnüren, und auch der Einsatz der Planungsprogramme klappt besser, wenn die Sender entflochten sind.» Kreussler würde es deshalb begrüssen, «wenn die Cinecom noch etwas mehr bekommen würde». Sie nennt dafür vor allem einen Grund: «Es ist interessanter mit Cinecom über Preise zu reden. Die sind viel beweglicher als die IPM.»
Auch Andy Lehmann, Geschäftsführer Optimedia, ist überzeugt, dass eine klare Trennung der Sendergruppen auch bei der Vermarktung «mehr Vor- als Nachteile» hätte. «Man kann genauere Zielgruppen bilden», ergänzt Lehmann, «oder zum Beispiel Zapper erfolgreicher vermeiden, indem man die Werbeblöcke gleichzeitig programmiert.» Diese gegenseitige Abstimmung der Werbung lässt sich aber nur realisieren, wenn die Sender beim gleichen Vermarkter vereinigt sind.
Doch mit dem jüngsten Bekenntnis der Senderchefs zum Status quo bei den Werbefenstervermarktern ist das nun vorderhand vom Tisch. Und Paul Riesen von der IPM (Schweiz) sieht auch keinen Grund, weshalb sich das längerfristig ändern könnte und sein Unternehmen in der Zukunft womöglich doch Pro 7 oder Kabel 1 oder gar beide an die Cinecom abgeben sollte. «Das ist wie im Detailhandel, auch dort müssen mehrere Produkte im gleichen Laden nebeneinander bestehen», relativiert Riesen die Vermischung von sich konkurrenzierenden Sendern beim gleichen Vermarkter.
Sender und Vermarktung integriert

Die Pro 7 Media und Sat 1 schliessen sich zum grössten deutschen Fernsehunternehmen zusammen. Damit firmieren die vier Sender Sat 1, Pro 7, Kabel 1 und N24 sowie sämtliche Tochterunternehmen und Beteiligungen der beiden Partner künftig unter dem Dach der neuen Pro 7/Sat 1 Media.
Sitz der gemeinsamen Holding ist Unterföhring bei München, der bisherige Standort von Pro 7 und Kabel 1. Das Ziel des Zusammenschlusses: Synergien nutzen, Wertschöpfungsketten besser organisieren und die Sender noch klarer als komplementäre Angebote nebeneinander positionieren.
Wesentliches Element der Zusammenführung ist aber auch der Bereich Vermarktung. Neu sollen die bisherigen Vermarktungsgesellschaften Media-Gruppe München (Pro 7, Kabel 1) und Media 1 (Sat 1) zu einer einzigen gemeinsamen Gesellschaft für alle Sender verschmolzen werden.
Am neuen Unternehmen Pro 7/Sat 1 Media hält die Kirch-Gruppe mit 52,52 Prozent die Mehrheit, der Verlag Axel Springer ist mit 11,48 Prozent beteiligt. Die restlichen 36 Prozent Streubesitz werden an der Börse kotiert sein. Nicht mehr direkt an den Fernsehsendern beteiligt ist die Einzelhandelsgesellschaft Rewe, die 20 Prozent an Pro 7 gehalten hatte. Diese Beteiligung wurde gegen einen Anteil von 6 Prozent an der Kirch Media Holding umgetauscht.

Eine Webagentur mit Biss hält sich Piranhas im Büro

Ein Maskottchen haben viele Firmen, und die meisten sind weich, rund und freundlich.

Ein Maskottchen haben viele Firmen, und die meisten sind weich, rund und freundlich.Diese Regel gilt nicht für die Webagentur Bytix AG: Dort ziehen mitten im Büro vier Piranhas ihre Kreise. «Das Verhalten der Piranhas hat viele Analogien zum Markt», begründet Mitinhaber und Geschäftsführer Pentti Aellig seine Vorliebe für südamerikanische Raubfische. «Es braucht Durchsetzungsvermögen und Aggressivität, Jagdstrategien und Zusammenarbeit. Man muss immer wach bleiben.»Offensichtlich hat Aellig seine Lektion von den Haustieren gelernt: Nach einem Jahr im Geschäft zählt die Agentur Firmen wie den Onlinebroker Fimatex Schweiz, Freixenet Schweiz, die Banking-Job-Börse Mc Job, die McDust-Gruppe und andere Unternehmen zu ihrem Kundenkreis.
Bytix hat sich spezialisiert auf Konzeption, Design und Realisierung von weborientierten Frontends. Das Team besteht zurzeit aus fünf festen und zwei freischaffenden Mitarbeitern. Die längerfristige Idealgrösse sieht Aellig bei zehn bis zwanzig Mitarbeitenden. Seine Wachstumsstrategie beinhaltet auch die Eröffnung eines Ablegers in Prag. «In der Schweiz sind vor allem Webdeveloper enorm schwierig zu finden», erklärt der Geschäftsführer, «und die tschechischen Informatiker arbeiten auf einem im europäischen Vergleich sehr hohen Niveau.»
Trotz des Mitarbeiterzuwachses werden die Piranhas wohl zu viert bleiben, denn bei ihnen, so Pentti Aellig, ist Reduktion gefragt: «Piranhas kauft man in der Gruppe, und dann dezimieren sie sich gegenseitig.» Wer ebenfalls etwas von den freundlichen Fischen lernen will, kann ihr Verhalten per Webcam unter www.bytix.com studieren. (ba)

Revierkämpfe in den Ladenregalen

Promarca stellt Marktanteilgewinne und Umsatzsteigerung der Markenartikel fest

Promarca stellt Marktanteilgewinne und Umsatzsteigerung der Markenartikel festVon Bruno Amstutz An der 71. ordentlichen Mitgliederversammlung präsentierte der Markenartikelverband Promarca die Studie Markenstärke 2000. Sie zeichnet zur Lage der Markenartikel ein positives Gesamtbild und lässt auf Potenzial für die Zukunft hoffen.
Für das vergangene Jahr untersuchte das Marktforschungsinstitut IHA-GfM das Einkaufsverhalten von 2250 Haushaltungen in der Deutsch- und in der Westschweiz. Registriert wurde ein Warenkorb mit 14 Produktgruppen aus den Bereichen vorverpackte Esswaren und Near-Food- Produkte. Dazu gehören Wasch- und Reinigungsmittel, Körperpflegeprodukte, Papier- und Hygieneartikel. Ausgeschlossen aus dem Warenkorb wurden Frischprodukte sowie Zucker und Mehl.
Das Ziel der Studie bestand darin, die Position der Markenartikel in Konkurrenz zu Eigenmarken der Händler zu untersuchen. Auf diesem Schlachtfeld wird an vorderster Front ein Kampf der Giganten zwischen Coop und Migros ausgetragen.
Migros und Coop verfolgen unterschiedliche Strategien
Die beiden Grossunternehmen teilen sich 64 Prozent des gesamten Einkaufskuchens im Wert von 6,5 Milliarden Franken. Ihre Markenstruktur ist aber sehr unterschiedlich. Während Migros
96 Prozent Eigenmarken im Sortiment führt, beträgt der Anteil bei Coop lediglich 37 Prozent. Coop gilt darum als wichtigster Partner der Markenartikelindustrie: 35 Prozent aller in der Studie registrierten Markenartikel wurden in den Filialen dieses Grossverteilers verkauft.
Durch die Eigenmarkenpolitik der Migros sieht die Markenstruktur der Schweizer Warenwelt erheblich anders aus als in anderen Ländern: An sämtlichen verkauften Gütern halten die Markenartikel 55,5 Prozent. Von den 44,5 Prozent Eigenmarkenartikeln produziert die Migros 30,5 Prozent. Lediglich 14 Prozent entfallen auf andere Anbieter. Ohne Konkurrenz durch die Migros würden die Markenartikel mit 79,8 Prozent der Verkaufssumme den Markt beherrschen.
Die Entwicklung der Umsätze zeigt innerhalb der letzten drei Jahre jedoch einen positiven Trend zugunsten der Markenartikel. Der Wert des gesamten eingekauften Warenkorbes stieg von 1997 bis 1999 um 5 Prozent. Dabei legten die Markenartikel
8 Prozent zu, die Eigenmarken lediglich 2 Prozent. Zusätzlich stieg der Anteil der Markenartikel im Sortiment fast aller Ladenketten. Einzige Ausnahme bildete Spar. Beispielsweise führte Volg 1997 noch 93,7 Prozent Markenartikel, 1999 betrug der Anteil 94,9 Prozent. Waro steigerte sich von 90,8 Prozent auf 91,3 Prozent. Sogar die Migros bietet mehr Markenartikel an als noch vor zwei Jahren: Der Anteil stieg von 3,3 auf 4 Prozent.
Innovation und Bindung sind Stärken der Markenartikel
Eine Bastion der Markenartikel liegt im Bereich der Körperpflegemittel. Dort stellt die Studie eine hohe, auch emotionale Bindung der Kunden an die Markenprodukte fest. Von den 15 Warengruppen mit den höchsten Anteilen an Markenartikeln zählten die ersten acht Ränge zum Gebiet Körperpflege.
Auch die Migros profitiert von Umsatzsteigerungen durch die gezielte Einführung von Marken wie Pepsi-Cola in ihrem Sortiment. Im Sog der Markenartikel steigert sich auch der Verkauf von verwandten Eigenmarken.
So stieg zum Beispiel nach der Einführung von Wasa-Knäckebrot in das Sortiment des Detailhandelsriesen der Umsatz der Knäckebrote aus der Eigenproduktion innerhalb eines Jahres von 3,4 Millionen Franken auf 5,1 Millionen Franken.
Jean Bernard Bosset, Direktor von Promarca, ist zufrieden mit den Ergebnissen der Studie: «Die 8 Prozent Wachstum bei den Markenartikeln der Konsumgüterbranche haben uns positiv überrascht», so Bosset, «und die Umsatzsteigerungen bei den Promarcamitgliedern lagen durchschnittlich bei 2 Prozent.» Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt aber keine. Für den Direktor steht der wichtigste strategische Grundsatz fest: «Die Hersteller von Markenartikeln müssen auch künftig in erster Linie innovativ sein.»
In der Kreation neuer Produkte und Trends liegt für Bosset die grösste Stärke der Markenartikel, während Eigenmarken eher die Eigenschaft besitzen, im Fahrwasser bekannter Produkte mitzuschwimmen. Ausserdem spricht die Marktsituation für die Markenartikel: «Der Absatzmarkt für Eigenmarken ist in der Schweiz begrenzt», befindet Bosset, «eine Eigenmarkenstrategie lohnt sich in erster Linie für Detailhandelsriesen wie die Migros.» Denner etwa kehrte nach zweijährigem Experimentieren mit Eigenmarken zu den Markenartikeln zurück.

«Good enough ist für uns nicht gut genug»

Fabian Scheffold und Istvan Vizner betreiben Fotografie als Kunst mit höchstem handwerklichem Anspruch

Fabian Scheffold und Istvan Vizner betreiben Fotografie als Kunst mit höchstem handwerklichem AnspruchVon Bruno Amstutz Zwei unterschiedliche Blickwinkel zu einer gemeinsamen Perspektive kombinieren – dieses Ziel verfolgten die jungen Fotografen Fabian Scheffold und Istvan Vizner mit der Kreation des Labels scheffold.vizner. In einer ehemaligen Motorenwicklerei an der Zürcher Zypressenstrasse hat das kreative Fotografenteam vor drei Jahren Quartier bezogen. Von diesem Stützpunkt aus agieren sie heute weltweit.
In den hohen, hellen Fabrikräumen haben sich die beiden Unternehmer einen hochmodernen Betrieb aufgebaut. Studio, hybrides Fotolabor, analoger Trommelscanner, eigenes Computernetzwerk und Bildarchiv ermöglichen es Scheffold und Vizner, vom Auslösen der Kamera bis zur digitalen Postproduktion alle Arbeitsgänge in den eigenen vier Wänden auszuführen. «Wir sind Irre, die sich alle Geräte selber zulegen und sie auch bedienen können», erklärt Fabian Scheffold.
Der Vorteil dieser Haltung ist eine grosse Eigenständigkeit des Teams. «Wir wollen selbst bestimmen, an welchem Punkt wir die Kontrolle über ein Bild abgeben», betont Scheffold. Diese gesunde Paranoia hat ihren Ursprung im Qualitätsempfinden der jungen Kreativen: «Als Pixelmachos probieren wir immer, das Letzte rauszuholen, und leisten auch für die letzten fünf Prozent Arbeit hundert Prozent Einsatz.»
Dass diese Haltung geschätzt wird, zeigen die Aufträge für Kampagnen von Swatch, Swissair, Swisscom, Smart, Tages-Anzeiger, Migros, Ascom und UBS. Den eigenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden ist aber schwierig. «Es ist auch anstrengend», so Vizner, «denn vollends zufrieden bist du nie.»
Die Zusammenarbeit entstand aus einer Freundschaft
Das Projekt scheffold.vizner startete 1997. Die Zusammenarbeit war bei verschiedenen Aufträgen bereits erprobt worden; befreundet ist das Duo schon seit Jahren. Kooperation und gegenseitige Ergänzung gipfelten schliesslich in der gemeinsamen Firma.
Der 34-jährige Vizner kann auf seine Erfahrungen aus der Agenturwelt zurückgreifen: Nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung absolvierte er eine Grafikerlehre. Als Freelance-AD betreute er Kampagnen von Lowe|GGK Zürich, Advico Young & Rubicam oder Publicis. Zwischen diesen Jobs fand Istvan Vizner immer wieder Zeit, lange zu reisen und dabei zu fotografieren. Acht Jahre vor der Firmengründung machte er sich selbstständig.
Für den 33-jährigen Fabian Scheffold führte der Weg zur professionellen Fotografie über Steinerschule und Matura. Anschliessend konzentrierte er sich auf die Projektbetreuung im IT-Bereich. Eine autodidaktische Ausbildung zum Pressefotografen und Assistenzen führten Scheffold 1993 ebenfalls in die Selbstständigkeit als Fotograf.
Als scheffold.vizner versuchen die beiden Talente, ihre Erfahrungen und Qualitäten optimal zu kombinieren. Die beiden Persönlichkeiten verschmelzen zur Corporate Identity. «Was aus unserem Haus kommt, das kommt von scheffold.vizner», betont Fabian Scheffold, «es ist absolut unwichtig, wer welchen Teil gemacht hat.» Die enge Zusammenarbeit hat den Vorteil einer gegenseitigen kreativen Befruchtung, ist aber auch eine Notwendigkeit geworden. «Wir verkaufen uns zwar als Fotografen», erklärt Istvan Vizner, «aber eigentlich ist es ein ganzes Bündel Berufe, die wir ausüben.»
Dabei sind betriebswirtschaftliches Know-how und Kostenkontrolle ebenso gefragt wie konzeptionelles und gestalterisches Denken. Ein eigenes Computernetzwerk schliesslich ist Voraussetzung für eine effiziente digitale Postproduktion.
Bis sich die Vision mit dem Resultat deckt
Für das Fotografenduo ist die Postproduktion ein selbstverständliches Werkzeug, um seine Bildideen zu transportieren. «Die digitale Bearbeitung darf nie zum Selbstzweck werden», sind sich die beiden einig. «Für uns ist es keine Dienstleistung am Kunden, sondern an uns selbst.» Aus diesem Grund verarbeiten Scheffold und Vizner auch ausschliesslich eigenes Bildmaterial.
Mit digitalen Mitteln verpassen sie Bildern den letzten Feinschliff, bis sich die fotografische Vision mit dem Endresultat deckt. In diesem Streben nach Perfektion auch in den letzten Details liegt für scheffold.vizner die Qualität ihrer Arbeiten: «Good enough, das bringt jeder. Aber good enough ist uns nicht gut genug.»

Muse & Musse: Jürg Brechbühl

Muse & Musse Jürg Brechbühl Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Jürg Brechbühl: Ein Aarebad zwischen Schönausteg und Marzilibad. Weil ich hier di

Muse & Musse Jürg Brechbühl Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?
Jürg Brechbühl: Ein Aarebad zwischen Schönausteg und Marzilibad. Weil ich hier die meisten Leute treffe, und weil ein Bad in der Aare in Bern nicht nur Kultur, sondern auch Kult ist.
Was lesen Sie gerade und warum?
Brechbühl: «Schilten» von Hermann Burger. Weil ich immer wieder fasziniert und überwältigt bin von der Dichte und Präzision seiner Sprache.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Brechbühl: Das Violinkonzert in g-Moll von Max Bruch und das Violinkonzert in D-Dur von Johannes Brahms. Das Beste im Zug zwischen Bern und Zürich.
Welchen Kinofilm würden Sie
am liebsten nochmals sehen und warum?
Brechbühl: «Manhattan» von Woody Allen an einem Regenabend im Openairkino. Weil ich damit eine sehr schöne persönliche Erinnerung verbinde.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Brechbühl: In der zweiten Halbzeit des EM-Viertelfinals Italien gegen Rumänien.
Welche ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Brechbühl: Ich besuche das Internet nur im äussersten Notfall. Beispielsweise zum Abrufen der Börsenkurse.
Liebe ist…?
Brechbühl: Wunderschön!

Fax: NZZ am Nachmittag aus Olympia-Sydney

Die Neue Zürcher Zeitung wird auch während der olympischen Sommerspiele in Sydney von 15. September bis am 1. Oktober eine Sonderzeitung herausgeben – wie schon bei früheren Olympiaden.

Die Neue Zürcher Zeitung wird auch während der olympischen Sommerspiele in Sydney von 15. September bis am 1. Oktober eine Sonderzeitung herausgeben – wie schon bei früheren Olympiaden.Fax NZZ am Nachmittag aus Olympia-Sydney Die Sydney-News, die in den Feierabendstunden gratis verteilt werden, ermöglichen eine aktuelle Berichterstattung aus Australien trotz Zeitverschiebung. Die Extraausgabe erscheint in einer Auflage von 75000 Exemplaren. Sie wird – in angepasstem Layout – auch von St. Galler Tagblatt und Bund angeboten und erscheint im Internet unter www.nzz.ch/sydney.
Tele Ostschweiz übernimmt Tele Rheintal Die Tele Ostschweiz AG in St. Gallen übernimmt ab 1. Juli die Tele Rheintal AG, Buchs. Die beiden Lokalsender arbeiteten bereits in den letzten Monaten eng zusammen. Die Aktionäre von Tele Rheintal haben am Dienstag dem Verkauf zugestimmt. Ab kommendem Samstag wird auf dem Kanal von Tele Rheintal bereits das Programm von Tele Ostschweiz gesendet.
infoeek.ch statt PC Guide
Der Thalwiler Verlag Compress lanciert am 14. September eine neue Computerzeitschrift. Die wöchentlich im Tabloidformat erscheinende Infoweek.ch konzentriert sich auf IT-Professionals und E-Business. Sein bisheriges Magazin PC Guide stellt der Verlag ein; die über 10000 Abonnenten werden auf Infoweek.ch übertragen. Die Startauflage liegt bei 18000 Exemplaren. Die Redaktion wird von René Dubach geleitet, bisher stellvertretender Chefredaktor des PC Guide. PC-Guide-Chefredaktor Urs Bertschy wird Geschäftsleiter von Infoweek.ch.
Eifrige Radiohörer Deutschschweizer sind mit täglich 198 Minuten Hördauer das zweitfreudigste Radiopublikum Europas. Die Iren sind mit 270 Minuten noch radiofreundlicher. Am Schluss rangieren Griechenland (128 Minuten), Italien (118) und Spanien (94). Die im Smart Media Data Guide veröffentlichte Rangliste vergleicht aber Forschungsresultate, die in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichen Methoden erhoben wurden.
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