Ausserdem: Carole Pochon betreut seit dem 1. November die Anzeigenleitung bei Gruner + Jahr Zürich. Sie löste Rahel Filipponi ab, die sich selbstständig macht.

Ausserdem Carole Pochon betreut seit dem 1. November die Anzeigenleitung bei Gruner + Jahr Zürich. Sie löste Rahel Filipponi ab, die sich selbstständig macht. Auf Anfang Januar 2001 übernimmt Christine Purgly die Geschäftsführung der Scot

Ausserdem Carole Pochon betreut seit dem 1. November die Anzeigenleitung bei Gruner + Jahr Zürich. Sie löste Rahel Filipponi ab, die sich selbstständig macht.
Auf Anfang Januar 2001 übernimmt Christine Purgly die Geschäftsführung der Scotti Werbeagentur, Zürich. Bis dahin wird sie weiter bei Publicis als Account Director arbeiten.
Thorsten Huneke ist neuer Vertriebsleiter für BlowUP in der Schweiz. Er ist der Nachfolger von Annette Greilinger.
Der Onlinewerbevermarkter Active Agent eröffnet per 1. Dezember eine Niederlassung in Lausanne. Leiter des Büros wird Frédéric Rudin, der zuvor für die Publicitas tätig war.
Seit dem 1. November kümmert sich Michael Bohren um die Gründung und den Aufbau des Bereichs e-Promotions bei Impiric. Roger Della-Pietra baut als Promotion Manager und Supervisor der Promotionsagentur all access die Abteilung weiter aus. Ebenfalls seit Anfang Monat ist Johannes Raggio als Junior Texter eingestiegen.
Seit Anfang September verstärkt Urs Heer als Projektleiter den Beratungs- und Produktionsbereich bei Freiburghaus und Banderini. Er kommt für Roland Schwarz, der zur Post wechselt.
Am 20. November stösst Renato Oliva als Verstärkung ins Anzeigenteam von Stocks zu Musti Asaf. Oliva war zuletzt als Anzeigenleiter femina bei Senger Media AG tätig gewesen.
Erwin Muggli ist neu als Verkaufsleiter bei der Gratiszeitung Baslerstab tätig. Zuvor war er Anzeigenleiter für die Basellandschaftliche Zeitung.
Die Abteilung Werbung & PR der Migrosbank wird neu von Cinzia Sartorio geleitet. Sie tritt die Nachfolge von Jost Bühlmann an. Neu in ihrem Team sind Marlies Keck und Andrea Vetter.
Die Berner FDP-Grossrätin Susanne Bommeli beteiligt sich an der AdConsult Holding, Mutterfirma der Werbeagentur Fruitcake sowie der FMH Marketing + Kommunikation SA, die sich mit Werbung für Ärzte befasst. Susanne Bommeli wird VR-Vizepräsidentin und steigt als Beraterin bei Fruitcake ein.
Im Zuge der Kooperation mit Tamedia baut Onlinevermarkter Adlink das Verkaufsteam aus. Phillippe Uhlmann, bisher Marketing- und Verkaufsleiter TA-Online, soll die Verkaufsabteilung als Sales Director weiter aufbauen. Von TV3 kommt Ivano Celia als Senior Key Account Manager.
Am 1. November übernahm Astrid Tellenbach die Leitung der Filiale The Cover Media in Herrliberg. Zuvor war sie bei Radiotele und Cinecom tätig.
Die PR-Agentur Trimedia Communications baut die Bereiche IT/Telekommunikation und Public Affairs aus. Know-how bringt Stephan Werle als Berater mit: Er war Kommunikationsverantwortlicher der Division Strategy & International bei der Swisscom. Als Junior-Berater wirkt David Affeltranger. Für Public Affairs zuständig sind Jean-Fred Bourquin und Marc de Perrot.
Gabriele Spiller, noch Marketingleiterin bei IP Multimedia (Schweiz), wechselt per März 2001 zur Publisuisse. Sie wird dort Head of Business Development. Die Abteilung hat die Aufgabe, neue Geschäftsfelder für die Publisuisse zu evaluieren (siehe auch Seite 41).

Fax: Radio 32: zweites Programm kommt

Der Bundesrat hat dem Solothurner Regionalsender Radio 32 die Konzession für ein zweites Programm erteilt.

Der Bundesrat hat dem Solothurner Regionalsender Radio 32 die Konzession für ein zweites Programm erteilt.Fax Radio 32: zweites Programm kommt
Radio 32 Goldies mit Musikschwerpunkt in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren soll 2001 über Kabel verbreitet werden, doch will laut Radio 32 die Cablecom das Programm wegen Frequenzknappheit nicht aufschalten.
Tessiner Presse in Bewegung Die linke Tessiner Wochenzeitung Area erhält Konkurrenz. Der Gewerkschafter Giuseppe Sergi lanciert eine zweimonatlich erscheinende Zeitung unter dem Namen Solidarietà. Sie erschien erstmals letzten Freitag, in einer Auflage von 3500 Exemplaren. Solidarietà braucht wenig Mittel, da alle Autoren ehrenamtlich arbeiten. Mit 1000 Abonnenten kann sich die neue Zeitschrift laut Sergi selbst finanzieren.
Close-up und Kult bauen ausDie Kinozeitschrift Close-up und das Trendmagazin Kult vergrössern ihr Angebot im nächsten Jahr. Close-up erweitert
die Redaktion und führt neue Rubriken wie «Making of» und «Background» ein. Kult erscheint künftig elf statt zehn Mal im Jahr.
Demonstration für LohnerhöhungRund 200 Angestellte der Westschweizer Verlagsgruppe Edipresse haben in Genf und Lausanne demonstriert. Journalisten und Druckpersonal forderten generell vier Prozent mehr Lohn. Verlangt werden die rasche Aufnahme von Lohnverhandlungen und ein systematischer Teuerungsausgleich. Paul Miskiewicz, Generaldirektor von Edipresse Schweiz, zeigte Unverständnis für die Aktion. Das Unternehmen befolge den Gesamtarbeitsvertrag für die Journalisten und die Vereinbarung für das Druckpersonal.
Zeitung schlägt web bei jobsucheArbeitsuchende Webuser schauen lieber in die Zeitung als ins Netz. Das ist das Resultat einer Studie der Konsumentenforschungsfirma Pro Active International. Zwar gaben 66 Prozent der befragten europäischen Internetnutzer an, das Web bei der Stellensuche zu nutzen. Zur Zeitung greifen aber sogar 73 Prozent der Nutzer. Im Netz suchen sie nach Informationen über potenzielle Arbeitgeber.
Partnerwinner mit Version RomandeDie Tamedia-Kontaktplattform Partnerwinner expandiert in die Westschweiz. Das neue Angebot wurde unter dem Namen «rencontres» als Channel des welschen Bluewin-Portals aufgeschaltet. 2001 sollen auch die restlichen Onlineplattformen der Winner-Familie in der Romandie gestartet werden.
Hanspeter Spörri Bund-ChefredaktorDer bisherige stellvertretende Chefredaktor Hanspeter Spörri übernimmt ab 2001 die Führung bei der Berner Tageszeitung Der Bund. Er löst den bisherigen Chefredaktor Konrad Stamm ab, der nach sechs Jahren aus persönlichen Gründen zurücktritt. Stamm tritt eine neue Aufgabe als publizistischer Berater im Geschäftsbereich Regionalzeitungen der NZZ-Gruppe an.
Edipresse jetzt chef bei SwissimoDie drei Gründerfirmen der Immobiliendatenbank Swissimo (www.swissimo.ch) teilen die Aktien neu auf. Die Lausanner Verlagsgruppe Edipresse erhöht ihre Beteiligung von 24 auf 55 Prozent, während der Immobilienvermittler de Rahm den Anteil von 52 auf 20 Prozent reduziert. Die Publigroupe hält 25 Prozent. Swissimo will ihr Immobilien- und Wohnungsangebot auch dem breiten Publikum zugänglich machen. Dafür sind Investitionen von vier Millionen Franken vorgesehen. Bislang richtete sich Swissimo ausschliesslich an Businesskunden.
«Kassensturz» relauncht WebsiteDie Konsumentensendung «Kassensturz» hat ihren Onlineauftritt renoviert. Durch die neue Website (www.kassensturz.ch) sollen Feedback und Mitarbeit der Zuschauer forciert werden. Dazu tragen Kommentare und Vorschläge per E-Mail, Foren und Umfragen bei. Zudem können Infos zur nächsten Sendung per SMS abgerufen werden. Die Beiträge einer Sendung lassen sich danach als Real-Player-Filme betrachten. Realisiert hat das Redesign die Zürcher Webagentur Chili Solutions.

Swisspool: Keine Angst vor Pendlerzeitungen

Swisspool erhöht seine Tarife auf nächstes Jahr um 3 bis 3,6 Prozent.

Swisspool erhöht seine Tarife auf nächstes Jahr um 3 bis 3,6 Prozent.Um diesen Prozentsatz steigert er auch seine Auflage. «Die neue Situation durch die Expansion der beiden Pendlerzeitungen haben wir bei der Tarifanpassung noch nicht einbezogen», sagt Hans-Jürg Klöti, Leiter Anzeigenmarkt bei Tamedia und Vorsitzender der Swisspool-Verlegergruppe. Man habe den Kunden wieder einen Vorteil von etwa zehn Prozent gegenüber der Einzelbelegung verschaffen wollen. Klöti: «Einen Kampfpreis wollten wir nicht.»Swisspool hat folgende neuen Preise: Beim Swisspool I mit Tages-Anzeiger, Berner Zeitung (BZ), Basler Zeitung, Neuer Luzerner Zeitung und St.Galler Tagblatt kostet eine vierfarbige, ganzseitige Anzeige netto 83869.10 Franken (bisher 80953.30). Der Swisspool II (Swisspool I mit 24 Heures und Tribune de Genève) kostet neu 109619.50 Franken (bisher 106395.80).
Die Auflage erhöht sich beim Swisspool I von 781309 auf 811347 Exemplare (plus 3,8 Prozent), beim Swisspool II von 947125 auf 979368 Exemplare (plus 3,4 Prozent). Diese Steigerung ist der BZ zu verdanken, die dank der neuen Kooperation im Berner Oberland 38000 Exemplare zulegen wird. Sie erscheint nicht in den neuen Swisspool-Auflagen, weil Verluste beim Tages-Anzeiger und beim St.Galler Tagblatt berücksichtigt wurden.
Der Swisspool I kommt neu auf 1596000 Leser und eine Reichweite LpA von 39,7 Prozent. Darauf basierend weist er einen Tausendleserpreis (TLP) von 52.55 Franken aus. Der bisherige TLP auf K1-Basis betrug 46.98 Franken. Der Swisspool II kommt auf 2006000 Leser, eine Reichweite von 37,6 Prozent und einen TLP von 54.65 Franken (48.69 Franken). (mk)

n den Klauen der Wissenschaft

Studien zeigen in einer Produkte-Farben-Matrix, für welche Kategorie der Einsatz von Humor geeignet ist

Studien zeigen in einer Produkte-Farben-Matrix, für welche Kategorie der Einsatz von Humor geeignet istI
Von Wolfgang Koschnick
Die kleinen Freuden des Alltags wie Zigaretten oder eine Flasche Wein werden erfolgreich mit Humor beworben. Teure Produkte mit hohem Sozialprestige hingegen werden als bierernste Kaufangelegenheit betrachtet.
Wenn Wissenschaftler die Wirkung witziger Werbung erforschen, geschieht das mit Schrecken erregendem Bierernst, dass einem jeder auch noch so bescheidene Anflug von Lächeln vergeht. Kaum zu glauben, dass die sich mit Humor beschäftigen… Dennoch kommt manchmal ein bisschen etwas dabei heraus.
Mitte der Neunzigerjahre untersuchten die US-Werbeforscher M. G. Weinberger, H. Spotts, L. Campbell und A. L. Parsons Einsatz und Wirkung von Humor in verschiedenen Werbeträgern. Dazu verwendeten sie die im US-Marketing verbreitete Produkt-Farben-Matrix auf der Basis der Unterscheidung zwischen High- und Low-Involvement-Produkten sowie funktionalen Produkten mit hohem Nutzen auf der einen und expressiven Prestigegütern mit hohem emotionalem Wert auf der anderen Seite. Darin stehen die Farben Weiss, Rot, Blau und Gelb symbolisch für prototypische Produkte der jeweiligen Kategorie.
Entlang der einen Dimension der Matrix wurden die Güter in funktionale Produkte und expressive Produkte geschieden, entlang der anderen in High- versus Low-Risk-Produkte. Bei den Low-Risk-Produkten ist das Involvement natürlich geringer, da viele Entscheidungen routinemässig getroffen werden oder die Kosten so gering sind, dass sich ein emotionaler oder mentaler Aufwand kaum lohnt.
Expressive Güter decken Bedürfnisse ab, haben einen emotionalen Nutzen und positive Kaufmotivation. Funktionale Dinge helfen, eine Aufgabe zu erfüllen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sie stiften keinen emotionalen Nutzen und haben negative Kaufmotivation.
Der Kauf weisser Waren («white goods») ist mit höherem Risiko verbunden. Es sind grosse Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Autos oder Versicherungen. Rationale Anzeigen erzielen hier hohe Aufmerksamkeit und Motivation für eine systematische Informationsverarbeitung.
Rot («red goods») steht für extravagante, expressive, rollenspezifische Prestigeprodukte wie Motorräder, auffallende Kleidung, Juwelen, die dem Einzelnen als Ausdrucksmittel dienen und hohes, nicht nur finanzielles, sondern auch soziales Risiko einschliessen. Hier kann Werbung mit hoher Aufmerksamkeit und Motivation zu systematischer Informationsverarbeitung rechnen. Da die Produkte aber auch viel emotionalen Nutzen bieten, sollte sie sowohl rational als auch emotional ausgerichtet sein.
Blau («blue goods») steht für gewohnheitsmässig gekaufte, kleine, zweckmässige Produkte (WC-Spüler, Körperpflege, Grundnahrungsmittel, Medikamente). Die Bereitschaft zur Informationsverarbeitung ist klein, dennoch herrscht ein gewisses Interesse an relevanter Information. Der emotionale Nutzen ist gering, doch sollte Werbung mit einer rational-emotionalen Mixtur arbeiten.
Die gelben Produkte («yellow goods») sind die kleinen Freuden des Alltags wie Wein oder Zigaretten: risikofreie Routinekäufe. Die Bereitschaft zur Informationsverarbeitung ist gering. Affekttransfer und Stimmungskäufe sind häufig. Die Werbung ist emotional. Humor könnte hier erfolgreich sein.
Die Studie verknüpfte Ergebnisse aus vier verschiedenen Datenmengen aus TV-, Radio- und Zeitschriftenwerbung.
Die Resultate zeigen, dass Radiospots in 30 Prozent der Fälle und TV-Spots in 24 Prozent Humor verwendeten. Zeitschriften dagegen griffen viel seltener auf Humor zurück. Das könnte damit zusammenhängen, dass bei Gedrucktem das Nutzungstempo vom Leser bestimmt wird. Es erlaubt detaillierte Botschaften und Erläuterungen. Bei Radio und TV hingegen muss der Rezipient dem Tempo der Medien folgen. Er bleibt passiv und will unterhalten werden; und Humor ist ein wichtiges Unterhaltungsmittel.
Bei den expressiven, risikoreichen Prestigeprodukten («red goods») war die Neigung zum Gebrauch von Humor in allen drei Medien am geringsten: keine TV-Spots, nur 6 Prozent der Zeitschrifteninserate und 10 Prozent der Radio-Commercials setzten Humor für diese persönlichen, teuren und auch sozial riskanten Produkte ein.
Im Gegensatz dazu wurden die kleinen risikolosen Freuden des Alltags («yellow goods») in allen drei Medien am häufigsten mit Humor beworben (Radio: 41 Prozent; TV: 38 Prozent; Zeitschriften: 18 Prozent).
Auch die täglichen Gebrauchsgüter («blue goods») stützten sich in allen drei Medien relativ häufig, seltener zwar als die gelben, öfter aber als die roten, auf Humor.
Weisse Waren («white goods») mit ihrem grossen Risiko und in ihrer hohen Funktionalität werden im Vergleich dazu im Fernsehen ebenso häufig humorvoll angepriesen (24 Prozent), im Radio mit 14 Prozent und in Magazinen mit 8 Prozent dagegen zum Teil wesentlich seltener.
Radiowerbung mit Humor für die risikoreichen und funktionellen weissen Waren wurde schlechter begriffen und mit weniger Aufmerksamkeit verfolgt als solche ohne Humor. In Zeitschriften wirkte sich der Humor auf die Aufmerksamkeit gegenüber der Werbung für Weisswaren positiv aus, auf das Verständnis allerdings negativ.
Die expressiven High-Risk-Produkte («red goods») zeigten interessante Gegensätze: Sowohl beim Radio als auch bei den Anzeigen wirkte sich Humor positiv auf Aufmerksamkeit und Verständnis aus. Allerdings nur dann, wenn der Humor sich auf das Produkt bezog. Wenn der Humor vom Produkt losgelöst war, hatte das eher negative Auswirkungen, vor allem im Verständnis, und löste eher Verwirrung aus.
Die risikofreien Blauwaren («blue goods») nutzen Humor für ihre Werbung weit häufiger als Produkte in den risikoreichen Kategorien. Im Radio hatte der produktbezogene Humor einen leicht positiven Einfluss auf Aufmerksamkeit und Verständnis. Humor ohne Produktbezug im Radio leistet weniger. Für Zeitschriften sind die Ergebnisse nicht so günstig; denn Humor, ob produktbezogen oder nicht, wirkt sich eher negativ auf die Aufmerksamkeit und das Verständnis aus.
Bei den «yellow goods» beeinflusste der Humor in der Zeitschriftenwerbung sowohl die Aufmerksamkeit als auch das Anzeigenverständnis, unabhängig von seinem Produktbezug, sehr positiv. Es war dies die einzige der vier Produktegruppen, in der sich der Humor positiv auf die Fähigkeit der Konsumenten auswirkte, die Printanzeigen mit der Marke in Verbindung zu bringen (Verständnis). Im Radio hatte der Humor ebenfalls einen positiven Effekt, vorausgesetzt, er war produktbezogen.
Sieben Merksätze für humorvolle Werbung In einer Auswertung von mehr als hundert Untersuchungen aus aller Welt ergeben sich folgende Aussagen über die Wirkung humorvoller Kommunikation:
1. Aufmerksamkeit: Humorvolle Botschaften ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Das ist so gut wie in jeder Untersuchung immer und immer wieder bestätigt worden.
2. Verständnis: Humorvolle Botschaften können das Verständnis für ein beworbenes Produkt beeinträchtigen; sie können in vielen Fällen das Verständnis der Botschaft aber auch erhöhen.
3. Ablenkung: Humor kann die Adressaten ablenken, zu einer Reduzierung der Wirksamkeit von Gegenargumenten und zu einer Erhöhung der Überzeugungswirkung einer Botschaft führen.
4. Überzeugung: Humorvolle Appelle scheinen überzeugend zu wirken, aber ihre Überzeugungswirkung ist im günstigsten Fall nicht stärker als der ernster Appelle. Mit anderen Worten: Humor schadet nicht, nützt aber auch nichts.
5. Glaubwürdigkeit: Humor erhöht oft – jedoch nicht immer und schon gar nicht zwangsläufig – die Glaubwürdigkeit des Werbungtreibenden. Allerdings kommt es sehr auf den Zusammenhang und das beworbene Produkt an. Das Publikum empfindet witzige Werbung bei manchen Produkten als passend, bei manchen wiederum als ausserordentlich unpassend. So wird auch Humor in Werbung für High-Involvement-Produkte wie Automobile oder für intelligente Produkte wie weisse Ware («white goods») ziemlich selten eingesetzt und von den Kreativen selbst als weniger geeignet angesehen. Jedoch scheinen in letzter Zeit die Werber gerade dieses Tabu zu durchbrechen. Toyota ist mit geradezu klamaukhafter Werbung sehr erfolgreich, und Renault hat den Namen seines «Kangoo» mit Hilfe geiler Nashörner erfolgreich penetriert.
6. Differenzierung: Bestimmte Charakteristika der Empfänger können die Wirkung von Humor vereiteln. So kann beispielsweise geringe Intelligenz das Verständnis erschweren. Einfacher ausgedrückt: Bei ganz Doofen wirkt ein gescheiter Werbewitz nicht, weil die gar nicht die Pointe kapieren. Aber auch bei nicht ganz so Doofen setzt witzige Werbung ziemlich viel Aufmerksamkeit für den Inhalt der Werbebotschaft voraus. Die ist aber bei jemandem, der schnell durch verschiedene TV-Programme zappt, nicht gerade vorauszusetzen.
7. Sympathie: Ein humorvoller Kontext steigert praktisch immer die Sympathie für die Marke und für das Werbemittel und erzeugt eine positive Stimmung, die wiederum der Werbewirkung nur zugute kommen kann.
Anteil der Werbemittel mit Humor Insgesamt Werbung mit Humor (%)
TV 24%
Zeitschriften 10%
Radio 30%
Weisse Produkte
TV 24%
Zeitschriften 8%
Radio 14%
Rote Produkte
TV 0%
Zeitschriften 6%
Radio 10%
Blaue Produkte
TV 22%
Zeitschriften 12%
Radio 35%
Gelbe Produkte
TV 38%
Zeitschriften 18%
Radio 41%
Wie Werbung wirklich wirkt Mit diesem Beitrag von Wolfgang J. Koschnick setzt die WerbeWoche ihre Artikelreihe zur Werbewirkung fort. Jeder Artikel dieser Folge will Antworten auf brennende Fragen über den heutigen Wissensstand zur Wirkung von Werbung geben.
Dies ist durchaus auch als Einladung an die Leserinnen und Leser der WerbeWoche aufzufassen. Wer Fragen zu Aspekten der Werbewirkung hat, möge sie an die Redaktion der WerbeWoche (info@werbe woche.ch) richten. Wir werden sie nach bestem Wissen beantworten.
Bei der Themenauswahl für diese Serie kann Koschnick auf mehrere Hundert wissenschaftliche Untersuchungen zur Werbewirkung zurückgreifen, die in den vergangenen 50 Jahren im In- und Ausland erschienen sind.

Zeitungen fahren Zug

SBB-Lokomotive als neuer Werbeträger für den Swisspool

SBB-Lokomotive als neuer Werbeträger für den SwisspoolVon Anita Vaucher Seit dem 10. November rollt die Swisspool-Lokomotive der SBB unübersehbar auf dem Schweizer Schienennetz. Sie wurde am Tag zuvor in Yverdon in Anwesenheit von Vertretern aus der Werbe- und Medienbranche getauft.
Obwohl mit diesem Werbeauftritt das Zielpublikum von Swisspool nicht direkt angesprochen wird, verspricht sich Hans Jürg Klöti, Direktor Anzeigenmarkt bei Tamedia, doch viel Aufmerksamkeit von diesem neuen Werbeträger.
«Ein Zug, der überall zirkuliert und insbesondere zwischen den grossen Städten unterwegs ist, wird von jedermann wahrgenommen. Für die Presse ist er darum ein ideales Werbemittel.» Und: «Eine Lokomotive ist Symbol für Power und Geschwindigkeit, verbindet Menschen. Und: Sie zieht in eine Richtung. Die Lokomotive steht also für dieselben Werte wie der Swisspool.»
Die Werbe-Lok soll im Laufe des nächsten Jahres im Zentrum der Kommunikationsaktivitäten von Swisspool stehen und für verschiedene Kundenevents in den grösseren Schweizer Städten zum Einsatz kommen. Die Miete des fahrenden Werbeträgers kostet 240000 Franken pro Jahr, der Vertrag mit den SBB kann auf weitere drei Jahre verlängert werden. Das Konzept für den Lok-Auftritt wurde von Publicis, Zürich, erarbeitet.
Swisspool, früher SwissKombi genannt, wurde vor elf Jahren gegründet im Blick auf die Binnensituation der Schweiz im europäischen Markt. Im Swisspool sind die sieben grössten Tageszeitungen der wichtigsten Regionen der Schweiz zusammengeschlossen: Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Neue Luzerner Zeitung, Basler Zeitung, St.Galler Tagblatt, 24 Heures und Tribune de Genève. Der Umsatz von Swisspool betrug im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Franken.

Kopf der Woche: «Ich kämpfe für inhaltlich fundierte Werbung»

Jürg AemmerR bereichert seit dem 6. November die Kreation von Wirz Werbung

Jürg AemmerR bereichert seit dem 6. November die Kreation von Wirz WerbungKopf der Woche «Ich kämpfe für inhaltlich fundierte Werbung»
Er sei sehr kreativ, aber trotzdem ein angenehmer Mensch und für Wirz ein Gewinn, sagt CD Matthias Freuler über Jürg Aemmer, der seit dem 6. November als AD in der Zürcher Agentur arbeitet. «Noch nie habe ich in der Werbung so viele freundliche Menschen getroffen», kommentiert der 31-Jährige erste Eindrücke.
Zu Wirz zog es Aemmer, weil er hier frühere Arbeitskollegen wie etwa Hans Tanner oder Matthias Freuler wiederfand, die seine Auffassung von Kommunikation stützen: «Werbung ist nicht dazu da, Leute für dumm zu verkaufen. Sie muss verantwortungsvoll konzipiert werden, weil sie Einfluss auf die Kultur, Soziokultur und das Verhalten der Leute hat. Deshalb kämpfe ich für inhaltlich fundierte Werbung», sagt der Werber mit Tiefgang.
Aemmer ist von zwei Kulturen geprägt: Zwölf Jahre seiner Kindheit und Jugend verbrachte der im Wallis geborene Romand in Monrovia im westafrikanischen Liberia. «Afrika ist meine zweite Heimat, wenn ich nicht hier bin, bin ich dort», sagt Aemmer, der gerne Zahnarzt oder Fotograf werden wollte, dann aber doch in die Kunstgewerbeschule Zürich eintrat und mit Leidenschaft die Ausbildung zum Grafiker absolvierte.
Als Grafiker mochte er nach der Lehre allerdings nicht arbeiten. Er begann Autos nach Afrika zu exportieren. An der Elfenbeinküste blieb der Umtriebige in Abidjan schliesslich doch in einer französischen Werbeagentur hängen, wo er bis zum Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung als Grafiker tätig war. Zu packen begann Aemmer die Werbung in New York, wo er als Grafiker mit Ex-GGK-Leuten wie Gerd Hiepler zusammenarbeitete.
Zurück in der Schweiz, war Aemmer während zweier Jahre als «Feuerwehrfreelancer» für «eigentlich alle Grossagenturen» tätig. Dann bot ihm Jean Etienne Aebi eine Stelle als Jung-Art-Director an. Unter Anleitung grosser Meister wie Edi Andrist entwickelte er Kampagnen für Swisspool, Honda und Elvia. Später prägte Aemmer während eines Jahres die Smart- und während dreier weiterer Jahre die Werbung von WHS Zürich mit.
Kreatives Talent bekam Aemmer von seiner Mutter in die Wiege gelegt, für deren Puppentheater Pao-Pao er bereits in jungen Jahren Kulissen baute und Geschichten erfand. Geschäftssinn und pragmatisches Denken gab ihm sein Vater mit auf den Weg.
Jürg Aemmers grosses Hobby ist die Polarhündin Bursa (vom Baikalsee). Er übernahm sie vom Tierschutz. Bevor Bursa «ausrangiert» wurde, warf sie 36 Welpen und war zweimal Schlittenhundmeisterin. «Diesen Hund zu halten, ist ein Akt des Respekts», sagt der engagierte Tierfreund, der heute einen Zoo mit afrikanischen Tieren eröffnen würde, wenn er nicht Werber wäre. Ernst Weber

Moderner Klassiker.

In der Reihe Moderne Klassiker des Verlags Form ist eine Arbeit unter dem Titel «Die XEMEX-Uhren von Ruedi Külling» erschienen.

In der Reihe Moderne Klassiker des Verlags Form ist eine Arbeit unter dem Titel «Die XEMEX-Uhren von Ruedi Külling» erschienen. Ausserdem hat Autor Christian Jaquet auch Plakate, Corporate Design und Product Design des grafischen Gestalters gewürdigt. Külling galt in den Sechzigerjahren als gestalterische Seele der Werbeagentur Advico, bis er nach der Verflechtung mit Young & Rubicam seine Anteile an das weltweite Netz verkaufte. Weltberühmt wurde er 1970 mit dem Plakat für BIC-Kugelschreiber, auf das er den Namen Bic mit einem Kugelschreiber malte.
Widerstand gegen Suchtmittelwerbeverbot in Genf. Die Werbebranche sowie die Alkohol- und Tabakverkäufer wehren sich gegen das Genfer Verbot von Plakatwerbung für Tabakwaren und alkoholische Getränke. Sie haben beim Bundesgericht eine staatsrechtliche Beschwerde eingereicht. Der Grosse Rat des Kantons Genf hatte im Juni ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Das Verbot betrifft sämtliche öffentlichen sowie private Zonen, die von der Öffentlichkeit einsehbar sind. Allerdings gilt das Verbot nur für Getränke mit einem Alkoholgehalt von über 15 Prozent.
Schweiz im Cresta-regen. Am internationalen Kreativpreis Cresta 2000 wurden sieben Auszeichnungen (von insgesamt 63) in die Schweiz vergeben. Nebst den zwei bereits gemeldeten Print Awards für McCann-Ericksons Landminen-Kampagne des IKRK und das geschüttelte Martini-Plakat (aus der Genfer Agentur) erhielten Honegger von Matt einen New Media Award für das «Exit Sign» des Zürcher Restaurants Tres Kilos. Zudem wurden vier Schweizer TV-Spots ausgezeichnet: «Police Control» von McCann, Zürich, für die Anonymen Alkoholiker (Produktion: Pumpkin Films), die Kuoni-Serie von Advico Young & Rubicam (Outsider, London), «Swissair Barcode USA», ebenfalls von Advico (Frame Eleven), und «Forever Young» von Studer & Wohlgemuth (Pumpkin). Das Netzwerk mit den meisten Siegern war McCann-Erickson (9 Awards); die meistgeehrte Einzelagentur war Springer & Jacoby, Hamburg (4 Awards).
In die Hände gespielt. Als im September Honegger von Matt das Kommunikationsbudget der Luzerner Brauerei Eichhof erhielt, schwieg sich die Agentur über die neue Zusammenarbeit aus. Doch jetzt müssen sich Strategen und Kreative bis zum Kampagnenstart nächstes Jahr nicht mehr den Kopf zerbrechen. Denn für die stichhaltigste USP sorgte die Rheinfelder Konkurrenz: Durch den Einzug der dänischen Carlsberg in Feldschlösschens Brauereigeschäft verlieren dessen Marken nach dem lokalen Kolorit auch noch ihre Urschweizer Identität. Durch Einkreisen des Landeskürzels im Logo machte Ei-ch-hof unmissverständlich klar, wer im Biermarkt noch die Werte Heimat und Tradition verkörpert.
sams PIRATEN-PR. Mit einem kleinen Kalauer zur US-Wahl provozierte Swatch wieder einmal in einer originellen Anzeige. In der New York Times hat die Schweizer Trendmarke am letzten Freitag den Slogan «Congratulations Mr. Gorebushoff» schalten lassen, mit dem klein gedruckten Zusatz: «seid nicht zu kleinkariert». Für Swatch-Direktor Nick Hayek läuft solche Spontan-Werbung unter dem Fachbegriff Piraten-PR.
Datenbank für TV-Spots. Spotdata.de heisst eine neue Werbespotdatenbank im Internet, auf der gegen eine Abogebühr über 10000 Werbefilme aus aller Welt abgerufen werden können. Spotdata bietet neben den Spots auch umfangreiche Produktionsdaten dazu. Hinter Spotdata steht die Milberg Film & Fernseh Produktion GmbH in München, die unter anderem die Sendung «Die dicksten Dinger» für RTL 2 produziert.
Kuss von der Alten Tante. Die Botschaft prangte auf Seite 8. Dort fand ein gewisser Markus am 14. November ein halbseitiges Inserat. Im Bild ein Herz. Im Text ein Kuss. «Markuss», um genau zu sein. Adressiert waren die Glückwünsche als abgeändertes Agenturlogo an Markus Bircher, Mitbegründer und Mitinhaber der Agentur By Heart. «Sicherlich hat er zu seinem 40. Geburstag nach sechs Jahren bei uns mehr als einen Kuss verdient», meinten seine Agenturfriends und taten ihrer Freude kund im ersten Bund von Markus Birchers Lieblingsblatt, der NZZ.
Begrünte Garagenplätze für Ferrari-fahrer. Bescheidene Budgets schaffen es meist nur zu Füllerinseraten, die per definitionem mit dem Handicap geringer Anziehungskraft kämpfen. Aus diesem Circulus vitiosus will jetzt Hesskiss für das Garten- und Landschaftsbauunternehmen Grüen AG ausbrechen. Mit einer frischen Corporate Identity und der in Chlorophyll gehaltenen Schlagzeilen-Kampagne sollen die Kleinanzeigen in Bleiwüsten ähnlich auffallen «wie eine Sonnenblume auf einem Kartoffelacker», so Texter Tamás Kiss.
SGV gibt Förderpreis für Grafiker. Zum zehnten Mal wird am 17. November der Förderpreis des Schweizer Grafiker Verbands (SGV) verliehen. Der Preis, der mit 12000 Franken dotiert ist, will «den beruflichen Nachwuchs hinsichtlich Qualitätsniveau, Innovation und Gestaltungsverantwortung» fördern. Bevor der Gewinner bekannt gegeben wird, findet ab 14 Uhr im Bourbaki-Panorama in Luzern eine Vortragsreihe zum Thema «Design und…» statt. Weitere Infos unter [email protected] oder Tel. 01 201 07 37.
Tabakhandel sieht Erfolge für OK-Kampagne. Die Kampagne gegen den Verkauf von Zigaretten an unter 16-Jährige scheint Wirkung zu zeigen. Die Vereinigung des Schweizerischen Tabakwarenhandels hat ihre Ende Oktober lancierte Kampagne einer ersten Evaluation unterzogen. Sie stellte eine verstärkte Sensibilisierung des Verkaufspersonals für das Thema fest. Noch mangelhaft sei die Durchdringung. Zudem zeigten Umgehungsmöglichkeiten und «unflätige Reaktionen» minderjähriger Raucher, dass auch Familie und Schule gefordert seien, um das Rauchen unter Jugendlichen einzudämmen.
Editorial

Humor allein – das kann es nicht sein
«Niemand kauft von Clowns», lautete das Credo von Claude C. Hopkins. Der Vater der modernen Werbung fand Humor als Schmiermittel der kommerziellen Kommunikation völlig deplatziert. Seiner Meinung nach kaufen Konsumenten Produkte, die sie für nahrhaft, arbeitssparend oder preisgünstig hielten – und nicht weil der Hersteller in der Werbung Witze erzählt. Und auch noch David Ogilvy riet in seinem Standardwerk über Werbung in Sachen Humor zu Zurückhaltung: «…es gibt nur sehr wenige Verfasser von wirklich lustigen Werbespots. Solange Sie nicht zu diesen gehören, versuchen Sie es lieber gar nicht erst.» Und nie sollte seiner Meinung nach die Unterhaltung in einem Spot die Oberhand gewinnen…
Ogilvys Ratschlag passt schlecht in unsere heutige Spassgesellschaft. Die Werbung, die alljährlich in Cannes prämiert wird, ist unglaublich witzig und unterhaltsam. Die Cannes-Rolle geniesst inzwischen Kultstatus und wird im Kino als Unterhaltungsfilm genossen, für den man Eintritt bezahlt. Für John Hegarty von der Londoner Agentur Bartle Bogle Hegarty sind Witz und Respektlosigkeit die wichtigsten Bausteine für eine wirksame Kampagne. Und der Erfolg scheint dem Werbeguru Recht zu geben. Laien und Profis halten die britische Werbung für die beste der Welt. Jahr für Jahr verteidigen die Engländer an internationalen Festivals ihren Ruf als kreativste Werbenation der Welt – dank ihres schwarzen und oft drastischen Humors. Doch eignet sich der Einsatz von Humor für jedes Produkt? Am häufigsten setzen Radio- (30 Prozent) und TV-Spots (24 Prozent) auf Humor, bei den Anzeigen ist es nur noch jede zehnte. Dass der Witz und seine Beziehung zum beworbenen Produkt alles andere als einfach ist, erläutert Wolfgang J. Koschnick auf den Seiten 15 bis 19. Samuel Helbling

Belästigung oder Bereicherung?

SMS verlangt als Werbemedium ein Gespür für Privatsphäre

SMS verlangt als Werbemedium ein Gespür für PrivatsphäreVon Bruno AmstutzSMS ist als Kommunikationsform etabliert – Werbung damit zu verschicken ist jedoch heikel. Handybesitzer fühlen sich leicht gestört.
Eigentlich müsste das Mobiltelefon das ideale Werbemedium darstellen: Ein breites Zielpublikum ist direkt und unabhängig vom Standort erreichbar, und eine hohe Aufmerksamkeit ist garantiert. Trotzdem sind die Möglichkeiten, das Handy als Werbemedium zu nutzen, beschränkt. SMS als reines Textmedium kann erstens keine Grafiken unterbringen und bietet zweitens nicht viel Platz für Werbebotschaften. Die WAP-Technologie, welche solche Hindernisse hingegen nicht mehr kennt, ist zum heutigen Zeitpunkt noch zu wenig benutzerfreundlich.
Auf reiner SMS-Basis ergibt sich die Möglichkeit, Sponsormeldungen in Textnachrichten zu integrieren. Diese erscheinen üblicherweise, wenn SMS von Websites aus gratis verschickt werden oder wenn abonnierte Dienste ihre Meldungen an einen registrierten Abonnentenstamm verschicken. Die Sponsorenmeldungen sollen in erster Linie Traffic zur entsprechenden Website generieren. Die dritte Werbemöglichkeit ist mit einem SMS gegeben, das ausschliesslich als Werbebotschaft konzipiert ist.
Mehr Optionen bieten die Kombinationen von SMS mit WAP. Per Textnachricht kann eine Aufforderung gesendet werden, eine WAP-Seite mit mehr Informationen zu besuchen. Auf WAP-Seiten bieten sich ähnliche Werbemöglichkeiten wie im Internet: Banner, Links oder sogenannte Interstitials, bildschirmfüllende Werbebotschaften, die entweder weggeclickt werden können oder nach einigen Sekunden verschwinden. Seit neustem lassen sich per WAP-Link auch direkt Telefonverbindungen herstellen.
Permission Marketing heisst das Zauberwort
Der grosse Vorteil von Handys, ihre weite Verbreitung und die Nähe zum Benutzer, hat auch eine heikle Seite. Das Mobiltelefon wird als persönlicher Gegenstand wahrgenommen. Ungefragte Werbung kann schnell störend wirken. Breit gestreute unaufgeforderte Werbesendungen sind im E-Mail-Bereich als Spamming verpönt. In der Schweiz sind sie zurzeit nicht verboten, können sich aber als Schuss in den Ofen erweisen.
«Professionelle Vermarkter betreiben kein Spamming, es erweist sich als kontraproduktiv», erklärt Martin Radelfinger, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung des Internetvermarkters AdLink. Seit einigen Monaten hat AdLink auch SMS- und WAP-Werbung in die Dienstleistungspalette aufgenommen. Ähnliche Töne schlägt Robi Weber an, der ein Beratungsmandat für Marketing und Kommunikation der Firma Pagemedia innehat: «SMS ist ein äusserst sensibles Medium», so Weber, «die User fühlen sich sehr schnell in ihrer Privatsphäre tangiert.» Pagemedia ist ein Content Provider für SMS-Dienste. In diesen Dienstleistungen sieht Weber die besten Möglichkeiten, Werbebotschaften unterzubringen.
User, die sich per SMS mit Informationen zu ausgewählten Themen beliefern lassen, erklären sich auch bereit, Werbung aus diesem Themenfeld zu empfangen. Dieses Permission Marketing bietet denn auch praktisch die einzige Möglichkeit, aus der Flut von Handynummern Zielgruppen zu definieren. «Seriöse Anbieter müssen Permission Marketing betreiben», ist auch Erwin Schnee, Leiter der Fachgruppe Telekommunikation des Schweizer Direktmarketingverbandes, überzeugt, «die Grenze zwischen Akzeptanz und Belästigung ist sehr schmal.» Mit der Verlockung eines preiswerten und schnellen Vertriebskanals muss vorsichtig umgegangen werden.
«Bei SMS-Werbung ist es wichtig, dass der User die Nachricht als persönlichen Nutzen empfindet», erklärt Werner Fuchs, Mitglied der Geschäftsleitung von Dolphin Systems. Mit eCall bietet das Unternehmen einen Web-basierten SMS-Dienst, mit welchem Massensendungen verschickt, Empfangsbestätigungen abgefragt und Meldungen zu vorbestimmten Zeiten gesendet werden können.
Gemäss Fuchs liegt im Bereich SMS noch sehr viel ungenutztes Potenzial brach. Unternehmen könnten interessierte Empfänger schnell und billig über die aktuellsten Angebote oder Dienstleistungen informieren, Kunden an Termine erinnern oder Abholungseinladungen verschicken. Werbung paart sich so auf direktestem Weg mit dem Kundennutzen.
WAP ist mit der heutigen Technologie zu instabil
Schlechte Noten bekommt gegenwärtig die WAP-Technologie. Zu langsam sind die Anwendungen, zu instabil kommen die Verbindungen zu Stande, zu teuer und umständlich gehen die Einwahlprozeduren vonstatten. Dennoch bietet WAP interessante Zukunftsperspektiven. Roberto Donati, Geschäftsleiter von Kauf.com, ist diesbezüglich sehr optimistisch. Sein Unternehmen stellt sich für diverse WAP-Dienste zur Verfügung, zum Beispiel mit Wapitout, einer der grössten WAP-Suchmaschinen.
Schon jetzt aber generiert WAP-Werbung gemäss Donati mehr Clicks als Banner auf dem Internet, vor allem weil sie wegen der kleinen Handydisplays besser wahrgenommen wird. «WAP ist ausserdem evolutionär», fügt Donati hinzu, «das Wireless Application Protocol ist lediglich die Basis, und die Übertragungstechnologien werden sich rasch entwickeln.» Für die Werbung interessant ist vor allem die Möglichkeit der geografischen Lokalisierung von Handys. Local Based Marketing heisst das passende Schlagwort.
Vorstellbar sind Szenarien, in denen Handybenutzerinnen und -benutzer je nach Standort die Werbung der Geschäfte in ihrer Umgebung auf die WAP-Applikationen geschaltet bekommen. «Dann kann zum Beispiel auch die Bäckerei von nebenan elektronische Werbung betreiben», prognostiziert Donati, «das Internet ist für solche Unternehmen als Werbeplattform denkbar ungeeignet.» Auf einem Stadtplan im Handydisplay könnte in Zukunft das nächstliegende Kino eingeblendet werden, die Trailer der aktuellen Filme würden auf das Telefon gespielt, und die Ticketreservation könnte ebenfalls per Handy vorgenommen werden.
Von solchen Visionen ist die Realität aber momentan noch weit entfernt. Die Telefongesellschaften werden zwar ab Anfang des nächsten Jahres Local Based Solutions in ihr Angebot integrieren. Gleichzeitig wird mit GPRS eine leistungsfähigere Übertragungstechnologie in Betrieb genommen. Doch auf Seite der Werberinnen und Werber ist das Interesse an der Wireless-Werbung nach wie vor gering.
In der Werbebranche herrscht Skepsis vor
«Wir nehmen SMS und WAP wahr, aber bis jetzt hat es noch in keine Werbekampagne gepasst», befindet Peter Döbeli, Geschäftsführer der Mediaagentur Micom Carat. «SMS ist ein Mittel, das man in Spezialfällen einsetzen kann», schätzt Heinz Bischof, Geschäftsführer der Mediaagentur Media Planning, die Lage ein, «bei WAP, wie es sich heute präsentiert, bin ich skeptisch.»
Konkrete Erfahrungen mit WAP-Werbung hat hingegen der Getränkehersteller Rivella bereits gesammelt. Im Zusammenhang mit den olympischen Spielen in Sydney vom vergangenen September schaltete das Unternehmen Links auf WAP-Seiten, die mittels eines Wettbewerbs einen Rücklauf generierten. «Rivella ist ein dynamisches Unternehmen. Neue Technologien und deren Akzeptanz bei unseren Konsumenten werden ernst genommen und umgesetzt», erklärt Catrin Wetzel von Rivella-Marketing die Strategie.
Die Bedeutung von WAP sieht sie in flankierenden Massnahmen bei Promotionen und Kampagnen mit starkem Aktualitätsbezug. Das erste Experiment in eine neue mediale Richtung hat bei Rivella die Erwartungen jedenfalls erfüllt.
Service

Die Geschicht der Gebrauchsgrafik
Christoph Bignens stellt mit seiner Publikation «Swiss
Style» die Schweizer Grafik zum ersten Mal umfassend dar. Der Autor kommentiert, wie und warum zahlreiche Grafikergrössen zwischen 1914 und 1964 bedeutende Beiträge zur visuellen Kultur des 20. Jahrhunderts beigetragen haben. In einem Essay behandelt er soziologische und gestalterische Eigenheiten des Kunstzweigs. In einer Chronologie sind zudem alle gebrauchsgrafischen Ereignisse der damaligen Zeit aufgelistet. Mit einer Bibliografie verschafft «Swiss Style» abschliessend einen Überblick über die bis anhin publizierte Literatur. Das Buch kostet 48 Franken und erscheint im Chronos Verlag, Zürich, Tel. 01 265 43 43. ISBN: 3-905313-69-3.
«Typographical Correctness» Mit einem scharfen Auge und viel Humor hinterfragt Hans Peter Wildberg in «Typolemik/Typophilie» die Typoszene. Kritisch dokumentiert er das typografische Geschehen. Damit will die Publikation zur eigenen Meinungsbildung anregen. «Typolemik/Typophilie» soll auch als Lehrbuch dienen. Für 38.80 Franken kann das Buch beim Verlag Herrmann Schmidt, Mainz, geordert werden, Tel. 0049 06131 50 60 30. ISBN: 3-87439-541-3.

Kopf der Woche: «Ich tue nichts um der Karriere willen»

Andi Albonico ist seit August neuer Creative Director und Geschäftsleitungsmitglied von Impiric

Andi Albonico ist seit August neuer Creative Director und Geschäftsleitungsmitglied von ImpiricKopf der Woche «Ich tue nichts um der Karriere willen»
Dieser Mann ist standhaft. Schliesslich hat er bis heute gehalten, was er sich vor knapp dreissig Jahren vorgenommen hatte. Damals schwor er sich nämlich nie zu heiraten, keinen Militärdienst zu leisten und kein karrierengeiler Papiertiger zu werden. «Mich hat die 68er-Ideologie vielleicht ein wenig zu sehr beeinflusst», lacht Andi Albonico, und ergänzt: «Doch das ist gut so.»
Er fühlt sich wohl, wie es ist. Sagt: «Ich könnte nie etwas tun, nur um Karriere zu machen.» Betont: «Mir ist wichtig, dass ich Spass habe an dem, was ich mache.» Dass er trotzdem beruflichen Erfolg hat, ist logisch. Andi Albonico reizt die grosse Verantwortung. Er liebt es, an grossen Projekten mitzuarbeiten. Sieht es als Herausforderung, «das Umfeld so zu optimieren, dass ein Team die optimale Leistung bringen kann».
Nicht lange zu überlegen brauchte er deshalb, als er von Impiric das Angebot bekam, Creative Director und Geschäftsleitungsmitglied zu werden. «Ich merkte sofort, dass ich mich hier wohl fühlen werde.» Erstens sei Impiric genau die Art Agentur, die er liebe: «Sie hat 52 Mitarbeiter, ein tolles Netzwerk, bietet ein breites Spektrum – von klassischer Werbung über Eventmarketing, Promotionen und CRM-Marketing bis Brand-Experience – und ist voll von interessanten Leuten.» Zweitens habe er sich sofort mit den Verantwortlichen von Impiric verstanden und gewusst, «diese Art von Aufgabenbereich ist für mich wie geschaffen. Hier kann ich mich voll eingeben, bei einem Projekt von A bis Z mitarbeiten und muss nicht irgendwelchen administrativen Aufgaben nachrennen.»
Seine erste grosse Arbeit bei Impiric war gleich auch eine seiner bisher packendsten: Für die neu gegründete elektronische Bank von Vontobel y-o-u hat er und sein Team im Eilzugtempo einen passenden Namen, eine klassische Kampagne und ein Direktmarketing entwickelt. «Dieser Auftrag hat mir super viel Spass gemacht», schwärmt Albonico. Dass er dabei «ganz schön gefordert worden ist», passt ihm. «Ich will schliesslich etwas entwickeln und bewirken», sagt er.
Sich voll eingeben, kreativ wirken, sich durchbeissen: Von altersbedingtem Abbau will der ehemalige Art Director von TBWA Zürich, JWT Zürich und der Group-Head-Kreation Publicis Zürich nichts wissen. Auch privat packt der 45-Jährige an: Seit Jahren baut er sein Bauernhaus um, sucht an Flohmärkten im In- und Ausland alte Gartenmöbel, restauriert sie und fotografiert Menschen. Sein nächstes Projekt: Mit dem Fotoapparat und einer Übersetzerin will er in Kuba abgelegene Orte erkunden und mit Einwilligung der Einheimischen Porträts schiessen und sie – wie er es schon 1996 in Nepal getan hat – zu ihrem Leben befragen. Die Zeit, die Bilder von Nepal einzuordnen, hat ihm bislang allerdings gefehlt. «Vielleicht habe ich sie, wenn ich pensioniert bin», schmunzelt er. Annelies Friedli

Fax: Adlink vermarktet Tamedia exklusiv

Die Tamedia übergibt die Vermarktung ihrer Onlinemedien exklusiv und langfristig an AdLink Internet Media.

Die Tamedia übergibt die Vermarktung ihrer Onlinemedien exklusiv und langfristig an AdLink Internet Media.Fax Adlink vermarktet Tamedia exklusiv
Gleichzeitig beteiligt sie sich mit 33,3 Prozent an AdLink Schweiz. Dank der Partnerschaft will sich Tamedia auf den inhaltlichen Ausbau ihrer Plattformen konzentrieren können. Adlink-Vorstand Michael Kleindl betonte, an der Unabhängigkeit des Vermarkters habe sich dadurch nichts geändert. Verlierer des Abkommens sind Qualiclick und Real Media, die bisher den Werberaum auf Tamedia-Sites verkauft hatten.
Swiss Fun in BaselDas Digital-TV-Angebot Swiss Fun der Cablecom hält auch in Basel Einzug: Ab Mittwoch wird das Senderpaket im Balcab-Netz übertragen. Das Paket umfasst 25 Radio- und 30 Fernsehstationen. Darin enthalten sind N3, M6, ERT, RTS und CNBC; diese werden als analoge Sender auf dem Balcab-Netz abgeschaltet. Neu aufgeschaltet wird NBC, wie die Balcab mitteilte. Für den Empfang von Swiss Fun wird ein Decoder benötigt.
TV 3 legt weiter zuAuch im Oktober lag TV 3 bezüglich Marktanteil in der Primetime auf dem zweiten Platz. Diesen hatte der Tamedia-Sender im September durch eine Programmoffensive (namentlich den Start von «Big Brother») erobert. Im Oktober legte TV 3 unter den 15- bis 49-Jährigen nochmals um 1,4 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent zu, wie aus den Telecontrol-Daten hervorgeht, die TV 3 mitteilte. Nummer eins bleibt SF 1, das ebenfalls leicht zulegen konnte (24,4 Prozent). Höhepunkt von TV 3 war die Abwahl aus dem «Big Brother»-Container vom 29. Oktober, der 445500 Personen aller Altersgruppen zuschauten (30,4 Prozent Marktanteil bei den 15- bis 49-Jährigen).
Radio Central will zweites ProgrammDer in Brunnen SZ domizilierte Lokalsender Radio Central will eine Konzession für ein zweites Programm. Central 2 soll auf UKW volkstümliche und populäre Unterhaltungsmusik für die Berg- und Landregion senden. Wie Radio Central mitteilte, wird das Konzessionsgesuch dieser Tage beim Bundesamt für Kommunikation eingereicht.
Swiss-News-rekordSwiss News, die nationale Nachrichtensendung von Tele 24, verzeichnete nach eigenen Angaben im Oktober einen neuen Zuschauerrekord. Im Schnitt wurde Swiss News von 277000 Zuschauern verfolgt. Damit legte die Sendung gegenüber dem Vorjahresmonat um 44 Prozent zu. Bisheriger Rekordmonat war der August 2000 mit rund 240000 Zuschauern.
La Quotidiana ohne Engadiner Redaktion Bei der rätoromanischen Tageszeitung La Quotidiana wird auf Ende Januar nächsten Jahres die Engadiner Redaktion entlassen. Betroffen sind drei Journalisten, wie die Zeitung am Donnerstag bekannt gab. Chefredaktor Martin Cabalzar sagte auf Anfrage der SDA, die Entlassungen seien eine direkte Reaktion des Verlegers Hanspeter Lebrument darauf, dass der Bund ein Projekt zur Verbreitung der Zeitung im Engadin als verfassungswidrig abgelehnt hat. Das Projekt sah vor, dass die Lia Rumantscha und der Südostschweiz-Verlag die Verteilung mit 50000 bzw. 20000 Franken subventioniert hätten.
Radio Grischa und Radio L mit KombiDie beiden Privatsender Radio Grischa und Radio L werben auf Anfang nächsten Jahres gemeinsam. Zu diesem Zweck gründen der Bündner und der Liechtensteiner Sender eine Werbeplattform unter der Bezeichnung «2-Länder Radio-Combi». Die Stationen deckten zusammen das Gebiet vom Bodensee bis ins Engadin ab, teilten die Radios mit. Der Sekundentarif liege im Schnitt 10 Prozent unter den Einzeltarifen der zwei Sender.
11 Schweizer auf Shortlist von IP TopAm internationalen IP Top Award, mit dem hervorragender Internetcontent ausgezeichnet wird, hat die Jury 58 von 204 Eingaben auf die Shortlist gesetzt. Von den 38 Schweizer Bewerbern sind noch 11 dabei. Darunter befinden sich NZZ Online, Tages-Anzeiger Online, eBund und das PDA-Angebot von Bluebanana. Nicht auf die Liste schaffte es unter anderen ZHOL, das Zürcher Portal von Award-Sponsor Ringier. Mit drei Finalisten ist Screenlight Interactive, Zollikon, die am besten vertretene Schweizer Agentur.

Ausserdem: Jacqueline Friederichs wird neue Verlagsleiterin der Ringier-Programmzeitschrift Tele und des Tele Programm Service (TPS). Sie übernimmt die Nachfolge von Thomas Tetzlaff.

Ausserdem Jacqueline Friederichs wird neue Verlagsleiterin der Ringier-Programmzeitschrift Tele und des Tele Programm Service (TPS). Sie übernimmt die Nachfolge von Thomas Tetzlaff. Friederichs ist derzeit Leiterin des Lesermarketings Inland- und

Ausserdem Jacqueline Friederichs wird neue Verlagsleiterin der Ringier-Programmzeitschrift Tele und des Tele Programm Service (TPS). Sie übernimmt die Nachfolge von Thomas Tetzlaff. Friederichs ist derzeit Leiterin des Lesermarketings Inland- und Auslandmarkt bei der Neuen Zürcher Zeitung.
Seit dem 1. November ergänzt Karin Magaletti die Kommunikationsdirektion der Renault (Suisse) SA. Sie übernimmt das Amt der Assistentin der Kommunikationsdirektion im Bereich Presse.
Der bisherige Anzeigenleiter der Basler Zeitung, Henri Robyr, wird sich künftig als neuer Direktor von Espace Pub der Zeitung Le Temps widmen. Sein Nachfolger ist Otto Walter, der bisher als operativer Leiter der Publimedia Basel tätig gewesen war.
Am 9. Oktober hat das CRM-Team von impiric durch Sara Gabathuler Zuwachs erhalten. Die Quereinsteigerin lässt sich gleichzeitig zur Planerin Marketing Kommunikation bei der Spok ausbilden. Zudem verfügt das Team durch Thomas Stelling seit dem 16. Oktober über einen neuen Consultant.
24/7 Media hat mit Egbert van Acht einen neuen Marketing-direktor für Europa. Van Acht war zuvor Marketingdirektor bei Procter & Gamble Benelux.

Telesuisse will den «Foifer und das Weggli»

Einen Teil der SRG-Gebühren für kleine Privat-TV-Veranstalter sowie gelockerte Werberichtlinien für alle Privaten, nicht aber für die SRG – diese Forderungen will Telesuisse

Einen Teil der SRG-Gebühren für kleine Privat-TV-Veranstalter sowie gelockerte Werberichtlinien für alle Privaten, nicht aber für die SRG – diese Forderungen will Telesuisse, der Verband der privaten TV-Veranstalter, in die Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) einbringen. Zumindest darauf haben sich seine Mitglieder an einer ausserordentlichen Generalversammlung geeinigt, erklärte Telesuisse-Präsident Claude-Alain Stettler.Über den gewünschten Anteil an den Gebühren wird man weiter verhandeln, doch will Telesuisse mehr fordern als die vor drei Jahren gewünschten zwölf Millionen Franken. Laut Stettler sollen nur lokale und regionale Veranstalter in den Genuss eines Gebührensplittings kommen, sprachregionale Sender wie Tele 24, TV 3 oder Star-TV sollen leer ausgehen.
Zu den gelockerten Werberichtlinien liess Stettler durchblicken, dass die Privaten beispielsweise häufiger ihre Sendungen mit Werbung unterbrechen wollen als sie heute dürfen. Von anderer Seite war zu hören, dass die Privaten zudem politische Werbung ausstrahlen wollen.
An der GV wurde noch keine abschliessende Position beschlossen. Erst wird ein Papier verfasst, das an einer weiteren GV im Januar behandelt werden soll.
Gemäss Stettler war es schwierig, an der GV die Interessen aller Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Dass die unterschiedlichen Arrangements der Mitglieder mit der SRG Interessenkonflikte im Verband auslösen könnten, verneinte Stettler jedoch. Telesuisse hat 17 Mitglieder aus allen Sprachregionen, als einziger sprachregionaler Sender ist Tele 24 dabei. (mk)
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