All you need is zelo.

Haare waren ganz zu Beginn der Beatles ihr Markenzeichen.

Haare waren ganz zu Beginn der Beatles ihr Markenzeichen. Nicht an den Haaren herbeigezogen ist ein Inserat des Zürcher Coiffeurs Zelo, das er von Honegger von Matt hat gestalten lassen. «Imagine» heisst es schlicht im Text. Erinnert wird an den 20. Todestag von John Lennon. Neben der Schlagzeile zeigen sechs Lennon-Porträts die Pop-Legende mit immer anderer Frisur. Kreativ umgesetzt wurde die Nostalgie von CD David Honegger, Texter Dominik Imseng, AD Felix Dammann und Grafikerin Claudia Lutz. Beraten hat Nicole Boss, die Bilder stammen von Keystone..
NZZ Online gewinnt «Spot der Woche». Der TV-Spot «Hitler Face», mit dem die Düsseldorfer Online Marketing Agency auf Vox für NZZ Online wirbt, wurde von den Besuchern der Website von Werben & Verkaufen zum Spot der Woche gewählt. In dem etwas irreführend benannten Wettbewerb können Surfer auf www. wuv.de/network/spots.html einer Spotauswahl Noten von eins bis fünf geben. Konkurrenten waren Coca-Cola, Shell, uboot.com, Fielmann und Financial Times Deutschland.
Calida zieht auch Jurys an. Die einen tun es (Nike), die anderen sind es – sichtbar erfolgreich. Das Calida-Plakat für die saumlose Linie «Just Be» wurde kürzlich von der namhaft besetzten 13-köpfigen Münchner Plakatjury zu einem der zwölf besten Grossflächenplakate des Jahres gewählt. Das Gremium ermittelt seit Anfang der Fünfzigerjahre vierteljährlich das beste Plakat aus Wirtschaft und Kultur, das in und um die Stadt zum Anschlag gelangt. Werbeleiter René Stucki darf sich doppelt freuen. Nicht nur sind die Umsatzziele der Dessouslinie längst übertroffen worden. Dank der international seit April eingesetzten Kampagne, die inhouse mit dem Münchner Fotografen Esad Cicic entsteht, konnte das Markenbild emotionalisiert und zugleich markant verjüngt werden.

Orangen für eine Pfirsichhaut. Von Yoko Ono stammt die Vermutung, wonach Männer beim Betrachten ihrer Anatomie den Humor entdeckt haben. Beobachtet man, mit wie viel Geld sie gegen den Haarausfall kämpfen, scheint der Humor eher in Verzweiflung zu kippen. Ähnlich trifft Cellulite Frauen. Auch für sie scheint Anatomie nicht Schicksal zu sein, wie es Sigmund Freud gesehen hätte. Mit einer Give-away-Aktion machte Matter & Partner kürzlich für ein Adliswiler Kosmetikinstitut Werbung. In Anlehnung an den kommunen Medizinalbegriff wurden Orangen an Passanten verteilt, die in typischem Schutzpapier eingewickelt waren und die Werbebotschaft – ebenfalls im typischen mediterranen Look – trugen.
Coop wird Dachmarke. Der Startschuss für die flächendeckende Lancierung des neuen Coop-Logos ist erfolgt: Auf dem Coop-Hauptsitz in Basel prangt das in zwei Orange-Tönen gehaltene Logo, das im Juni erstmals präsentiert wurde. Vom 1. Januar bis 31. Mai 2001 wird landesweit umgestellt: Von der Internetsite bis zur Aktionswerbung. Das neue, von Külling Partner Identity gestaltete Logo wurde nötig, weil Coop seine 14 Genossenschaften auflöst und als Unternehmen mit einheitlicher Erscheinung auftreten will. Im Januar lanciert Coop parallel eine Eigenmarken-Werbekampagne.
Plakat von 460 Quadratmetern. BlowUp Media Schweiz GmbH veranstaltet mit dem Hochbaudepartement der Stadt Zürich einen Gestaltungswettbewerb für ein Riesenposter. Das 23 Meter breite und 20 Meter hohe Megaposter wird am Gerüst gegen das Limmatquai am Amtshaus VI im Zentrum von Zürich hängen. Das Thema für den Inhalt des Posters wird in einer Ausschreibung am 20. Dezember im Newsmail der WerbeWoche publiziert. Die Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb finden sich auch auf www. blowup.com
Deag mit Schweizer holding. Das deutsche Entertainmentunternehmen DEAG setzt nach der Übernahme der Konzertagentur Good News im Juli einen weiteren Schritt in die Schweiz und gründet die DEAG Global Entertainment Holding. Ziel der neuen Firma sei es, Mehrheitsbeteiligungen an internationalen Tournee- und Managementagenturen einzugehen sowie das Tournee- und Konzertsegment weiter auszubauen, teilte DEAG mit. Als erste Beteiligung habe die neue Holding 70 Prozent von Entertainment One in Zürich übernommen.
Ran an die Wäsche. Neulich, beim Abholen seiner Hemden in der Wäscherei, hat Frank Bodin, der Creative Director von McCann-Erickson, Genf, einen neuen Werbeträger entdeckt: den unbedruckten Karton, den die Wäscherei jeweils in die frisch gebügelten Hemden steckt, damit diese nicht zerknittern. Dieser Hemdkarton könnte doch auch als Träger von Werbebotschaften dienen, die auf lokales Business ausgerichtete Firmen dem männlichen Zielpublikum ausrichten wollen. Erstmals eingesetzt hat die Agentur den neuen Werbeträger im Rahmen eines Auftritts, den sie für das Zürcher Fitness- und Tanz-Center arena 225 konzipierte.
Editorial

Die Zähmung der Widerspenstigen
Ende der Fünfzigerjahre veröffentlichte Vance Packard seinen Bestseller «Die geheimen Verführer» und löste damit eine lang anhaltende Debatte über die Rolle der Werbepsychologie in der modernen Konsumgesellschaft aus. Packard schilderte die Kommunikationsbranche als trickreiche Manipulationsindustrie, der jedes Mittel recht ist, Absatz zu pushen. Heute wissen wir es besser. Packards Grundlage für seine viel zitierte Theorie der «unterschwelligen Werbung» entpuppte sich selbst als Fälschung. Die Kommunikationsbranche gibt sich heute auskunftsfreudig über jederlei und auch über sich selbst. Werbung ist kein Mythos mehr, wenige noch glauben an ihre Allmacht. (Siehe dazu den Artikel zum neu aufgelegten Buch «Advertising and the Mind of the Consumers» von Max Sutherland und Alice K. Sylvester auf den Seiten 25ff.)
Der aufgeklärte Konsument weiss, dass Werbung übertreiben darf. Fakt ist, dass der bewussten Täuschung aber rechtliche Grenzen gesetzt sind. Diese gelten indes nicht für die eher praktizierte Beihilfe zur Selbsttäuschung, zu der uns die Werbung gerne verführt. So betrachtet ist sie auch ein Werkzeug, das – einmal pathetisch gesagt – hilft, das kollektive Unterbewusstsein einer Gesellschaft zu entschlüsseln.
Viele Moralisten des kapitalistischen Zeitalters wollen es nicht wahrhaben:
Der Konsument entpuppt sich weit widerspenstiger, als sie denken. Millionen werden für Marktforschung ausgegeben, um herauszufinden, was er (kaufen) will. Schliesslich wird Werbung ja immer unter der heiligen Massgabe betrieben, nur die Anzeigen und die Spots zu entwickeln, die dem Konsumenten gefallen und ihn zu überzeugen verstehen. Denn heute sieht sich die Wirtschaft immer häufiger mit Kaufverweigerung auf Grund von Werbung konfrontiert: Produkte werden von einem Teil der Konsumenten nicht mehr gekauft, weil ihre Werbung langweilig und ärgerlich ist oder ihre Adressaten für blöd verkauft. Samuel Helbling
PS: Mit der vorliegenden Ausgabe verabschieden wir uns für dieses Jahr von Ihnen. Die nächste WerbeWoche erscheint am 11. Januar 2001. Wir wünschen frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr.

«Kommunikation braucht Theorie»

Ein neues Buch des Designtheoretikers Matthias Götz präsentiert Wirkung der Form und Formen der Wirkung

Ein neues Buch des Designtheoretikers Matthias Götz präsentiert Wirkung der Form und Formen der WirkungDesign wirkt in alle Kommunikationsbereiche hinein, auch in die Werbung. Wie verhält sich diese Theorie zur Praxis? Antwort auf diese Frage gibt ein Gespräch mit Matthias Götz, Professor für Designtheorie an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, Halle. Und ein Buch zum Thema «Formen der Wirkung, Wirkung der Form».Wozu braucht jemand, der in der Kommunikation arbeitet, Designtheorie?
Matthias Götz: Ob jemand Designtheorie nur in der Kommunikation braucht, weiss ich nicht. Sofern man Kommunikation als eine Form des Designs betrachtet, braucht es auch Theorie. Eine Theorie löst im Allgemeinen die Probleme, die die Praxis aufwirft, und wenn sie sie nicht löst, dann beschäftigt sie sich zumindest intensiver damit.
Und wozu dient einem Werber Designtheorie?
Götz: Weil es nie schadet, etwas mehr Hintergrund zu haben, als die Praxis allein liefern kann. Und zwar aus Gründen der Praxis wäre das praktisch.
Was liefert sie ihm für Erkenntnisse, wenn er sich damit beschäftigt?
Götz: Das kann man nicht in einem Wort sagen. Ich bin ein Anhänger der indirekten Theorie. Ich meine nicht, dass Theorie dazu da ist, dem Gestalter zu sagen, das wird rot oder das wird lila, das wird eckig oder das wird rund. Indirekte Theorie heisst tatsächlich so etwas wie eine Hintergrundbildung, auf die man zurückgreifen kann und vor der sich dann das praktische Resultat auch darstellt. Wie ein Bühnenbild in einer Aufführung.
Design wird vor allem in den Bereichen der Kommunikation eingesetzt, in denen es darum geht, eine Marke zu bilden oder eine Corporate Identity zu schaffen. Wie verhält sich Designtheorie zu solchen Aufgaben?
Götz: Man spricht mittlerweile auch von der Philosophie eines Unternehmens oder einer Marke. Je weiter sich diese Markengesellschaft entwickelt hat, umso theoretischer ist sie geworden, und gerade das Entwerfen solcher Erscheinungsphilosophien selber ist theoretischer geworden. Heute werden ganze Identitätssysteme gebildet, zum Beispiel von Zintzmeyer & Lux oder anderen Unternehmen. Die Aufgabe selbst hat sich ganz weit weg vom Reissbrett entwickelt und befindet sich sehr nahe bei der Ideenfindung, der Systembildung, mit einem Wort: bei der Theorie.
Ist das Schwächerwerden und Verschwinden von Marken darauf zurückzuführen, dass das Markendesign zu wenig durchdacht gewesen war?
Götz: Das lässt sich so schwer beurteilen oder empirisch verifizieren. Man muss gar keine Angst vor dieser Markenvielfalt haben. Durch die vielen hektischen Firmenzusammenschlüsse nimmt die Zahl der Marken, die zu diesem Informationsoverkill geführt haben, auch wieder regelmässig ab.
Nun sind durch Fusionen auch neue Marken gebildet worden, Novartis in Basel wäre ein gutes Beispiel dafür. Ein Markenkonstrukt, das vermutlich über Erkenntnisse aus der Designtheorie entstanden ist…
Götz: Das würde ich sogar bestreiten, weil das von der Erscheinung her kein besonderes Konstrukt ist. Die Künstlichkeit dieser ganzen Angelegenheit trägt Novartis sogar im Namen. So was Kantiges wie das Deutsche-Bank-Zeichen aus den Siebzigerjahren von Stankowski ist in der Langzeitwirkung wesentlich stabiler.
Sie sind nicht nur in Halle als Professor tätig, Sie sind in Basel auch geschäftsführender Gesellschafter des Museums für Gestaltung und führen das Museum auf privater Basis. Wie geht es mit dieser Basler Institution weiter?
Götz: Es geht auf jeden Fall weiter. Bruno Haldner, mein Partner, und ich haben das Museum jetzt auch schon zehn Jahre lang geführt, zum Teil mit staatlicher Unterstützung, zum Teil mit privaten Mitteln. Auch im nächsten Jahr ist damit zu rechnen, dass wir in Basel anspruchsvolle und ansprechende Ausstellungen machen werden. Interview: Carlo Bernasconi
Wie Tabasco auch noch wirkt

Rund 200 Dozenten, Studenten und Gäste der Hochschule für Kunst und Design in Halle diskutierten Ende November auf Burg Giebichenstein am 18. Designtheoretischen Symposion den so genannten Tabasco-Effekt. Unter dem Subtitel «Formen der Wirkung – Wirkung der Form» äusserten sich unter anderem der Berner Mediziner Josef Amrein zum Placebo-Effekt und der Zürcher Philosoph Gonsalv K. Mainberger zur Wirkung der Rhetorik. Die Symposionsbeiträge sind vorab als Buch erschienen: «Der Tabasco-Effekt», Schwabe Verlag, Basel, 29 Franken, ISBN 3-7965-1506-1.

«Mr. Money» wird COO bei Belcom

Roger Schawinski konzentriert sich auf Strategien und behält die Verantwortung für den Programmbereich

Roger Schawinski konzentriert sich auf Strategien und behält die Verantwortung für den ProgrammbereichVon Daniel SchifferlePer 1. Januar 2001 übernimmt Martin Spieler die Leitung der Belcom von Michi Frank, der
zur IP Multimedia (Schweiz) wechselt. Doch im Unterschied zu Frank hat Spieler auch
eine Scharnierfunktion zum Programmbereich.
Anfang Januar wird der bisherige Direktor der Belcom, Michi Frank, bei der IP Multimedia (Schweiz) die Aufgaben des Geschäftsleiters übernehmen (WW 38/00). Auf diesen Zeitpunkt hin gibt sich die Belcom-Gruppe eine neue Führungsstruktur und schafft neu die Position des COO (Chief Operating Officer), die von Martin Spieler eingenommen wird.
In dieser Funktion wird Spieler einerseits die operative Führung der Werbeakquisitionsfirma Belcom übernehmen. Andererseits behält er, und das ist der grosse Unterschied zu seinem Vorgänger Michi Frank, auch Aufgaben im Programm.
So bleibt Spieler Redaktionsleiter und Moderator von «Money» und «MoneyTalk». Und es kommt schon bald noch viel mehr dazu, denn der designierte COO steht ja auch dem neuen Börsensender Money 24 vor, der im nächsten Jahr auf Sendung
gehen wird.
Roger Schawinski wird weiterhin die Funktionen des CEO und des VR-Präsidenten der Belcom-Gruppe innehaben, will sich aber in Zukunft vermehrt auf strategische Aufgaben und die publizistischen Belange konzentrieren. Und natürlich moderiert er weiterhin die Sendung «TalkTäglich» bei Tele 24.
Von einem Rückzug kann also im Moment noch in keiner Art und Weise die Rede sein. Dies bestätigt auch Spieler: «Roger Schawinski wird weiterhin sehr präsent sein, und wir werden sehr intensiv zusammenarbeiten.»
Ein Bein im Programm, das andere in der Vermarktung
Geht es angesichts von Spielers neuer Doppelfunktion in der Vermarktung und im Programm auch darum, diese bisher personell voneinander getrennten Bereiche einander näher zu bringen? «Meine Verwurzelung im Journalismus und die neuen Aufgaben in der Vermarktung sind sicher eine gute Kombination», sagt Spieler und ergänzt: «Dank meiner Nähe zum Programm werde ich im Gespräch mit den Werbeagenturen besser abschätzen können, was machbar ist und was nicht.»
Die zusätzliche Belastung, die mit der Lancierung des Senders Money 24 auf ihn zukommt, fürchtet Spieler nicht: «Wir haben sehr gute Leute in der Gruppe, die mich unterstützen werden».
Auf Sendung gehen wird Money 24 laut Spieler voraussichtlich im Spätsommer des nächsten Jahres. Das Projekt entwickle sich sehr erfreulich.
Nachdem mit der Cablecom eine Partnerschaft für Money 24 abgeschlossen wurde, sei man zurzeit im Gespräch mit weiteren möglichen Partnern aus dem Finazsektor. «Das Interesse ist riesig», sagt Spieler.

Karriere mit Ausserirdischen

Der junge Lausanner Grafiker Albin Christen hat mit seinen Figuren ein Markenzeichen geschaffen

Der junge Lausanner Grafiker Albin Christen hat mit seinen Figuren ein Markenzeichen geschaffenVon Anita VaucherEigentlich meinte Albin Christen, Zeichnen sei nicht sein Ding. Heute sind die eigenwilligen Figuren, Ausserirdische mit Glupschaugen und überdimensionalen Lippen, sein Markenzeichen. Den Grafiker kennt man nun auch in Asien und den USA.
Das Montreux Jazz Festival 2000 hat sich auf das Schaffen des jungen Lausanner Grafikers Albin Christen nachhaltig ausgewirkt. Sein Plakat für die kulturelle Grossveranstaltung und die eigens für das Montreux Jazz Festival hergestellte Swatch mit seinen Figuren ging um die ganze Welt.
Die Kult-Plastikuhr fand bei den eingeschworenen Sammlern regen Absatz. So türmen sich derzeit im Atelier des Grafikers Uhren aus aller Welt in Lausanne, um von Albin Christen signiert zu werden. New Business beschert ihm vor allem das Plakat. So hat eine Bank in Atlanta USA bei ihm eine Arbeit in Auftrag gegeben. In Tokio ist man ebenfalls auf den Lausanner Grafiker aufmerksam geworden. Das tröstet Christen ein wenig darüber hinweg, dass seine Bemühungen, in Zürich und Paris geschäftliche Beziehungen zu knüpfen, bislang gescheitert sind.
Seit sich Christen im Alter von 23 Jahren nach Abschluss der Grafikerlehre selbstständig gemacht hat, kommt ihm sein Dasein oft wie ein Traum vor. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes den Job seiner Träume realisieren können und würde sich allenfalls noch als Koch wohl fühlen, müsste er einen andern Beruf ausüben.
Parallelen zwischen dem Beruf des Grafikers und des Kochs sieht er in der Spontaneität der Kreation, aber vor allem in der Kurzlebigkeit des erzeugten Produktes. Ein gutes Essen mache Freude und bringe kurzfristigen Genuss, danach vergesse man es aber relativ rasch, sinniert Albin Christen. Genau so sei es mit seinen Arbeiten für die Werbebranche, die er als sehr kurzlebig einstuft.
Aus dem Bauch heraus kommunizieren
Faszinierend an seiner Arbeit findet der junge Grafiker das Kommunizieren mit Bildern, die aus dem Bauch heraus entstehen. Dabei war Zeichnen überhaupt nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Albin Christen machte erst eine Lehre als Typograf und war fest davon überzeugt, dass er kein Talent zum Zeichnen hatte.
Ihn faszinierte alles, was mit Druckarbeiten zu tun hatte. Eher zufällig landete er in der Lausanner Werbeagentur Trio. Dort entdeckte er ebenfalls eher zufällig, aber nachhaltig seine Liebe zur Grafik und absolvierte eine Grafikerlehre. Der AD der Agentur sah auf dem Pult des Lehrlings dessen Zeichnungen herumliegen und unterbreitete sie prompt dem Kunden Publicitas für dessen neue Kampagne.
Von diesem Augenblick an waren die Figuren mit ihren Glupschaugen und pneuartigen Lippen das Markenzeichen von Christen. Bis jetzt hatten seine Zeichnungen bloss Freunde und Bekannte amüsiert, wenn er für sie Glückwunschkarten entwarf. Nun stellte der Grafikerlehrling mit Erstaunen fest, dass seine glupschäugigen und ausserirdisch wirkenden Wesen auch ein grösseres Publikum ansprachen.
Der Entscheid, sich nach der Lehre selbstständig zu machen, fiel ihm daher leicht, und die ersten Aufträge liessen nicht lange auf sich warten. In seiner Küche, die er kurzfristig in ein provisorisches Atelier umfunktionierte, führte Albin Christen die ersten Aufträge für das Westschweizer Wochenmagazin L’Hebdo aus.
Seit drei Jahren illustriert er nun schon. Vor noch nicht allzu langer Zeit entwarf der Grafiker für die Grüne Partei ein Wahlplakat. Und erst kürzlich konnte er die Weinetikette des Waadtländer Weinjahrgangs 2000 kreieren. Sein neuester Auftrag, die Kreation einer neuen Plastikuhr, kommt von Swatch. Sie soll nächstes Jahr lanciert werden. Mehr will er dazu nicht sagen.
Druck erzeugt Kreativität und verhindert Routine
Teamarbeit und der damit verbundene kreative Austausch, die ihm eine Agentur hätten bieten können, vermisst Christen kaum. In einer Agentur würde er immer im Hintergrund arbeiten, während die Selbstständigkeit den direkten Kontakt zum Kunden erlaube.
Dieser Draht zum Auftraggeber ist für seine Arbeit unabdingbar, um sich immer wieder neu inspirieren zu lassen, aber auch um sein Schaffen von Zeit zu Zeit in Frage zu stellen. Sich in Frage stellen heisse für ihn, sich weiterentwickeln zu können.
Die Chemie zwischen ihm und dem Auftraggeber müsse stimmen, damit er für diesen arbeiten könne, argumentiert er. Dabei ist Albin Christen alles andere als ein dünnhäutiges Wesen. Er beeindruckt seine Umgebung aber durch Bescheidenheit und Zurückhaltung. Ebenso wichtig für kreatives Schaffen ist für ihn ein gewisser Druck bei der Arbeit. Dies stimuliere ihn und bewahre ihn vor Routine, ist er überzeugt.
Statt für Werber zeichnete Christen für die Armee
Zur Werbung pflegt Albin Christen ein ambivalentes Verhältnis. Sie fasziniere ihn zwar, doch stelle er sich oft die Frage, ob die Agenturen nicht Selbstzweck betrieben und die Wünsche des Kunden oft kaum berücksichtigten. Er würde es schon spannend finden, vermehrt Ansprechpartner für Werbeagenturen zu sein. Sein Handicap seien aber seine Figuren, die sich nicht in ein x-beliebiges Konzept einbinden liessen, bedauert der Grafiker.
Mehr Glück hatte er mit der Schweizer Armee. Obwohl er mit dieser Institution privat eher Mühe bekundet, wollte es der Zufall, dass er für L’Hebdo einen Artikel über die Kleiderkosten der Armee illustrierte. Ein Kommandant war von der Arbeit derart begeistert, dass er tags darauf bei Christen anrief, weil er dessen Zeichnungen für seine Unterrichtsfolien verwenden wollte.
Christens Traum wäre es übrigens, wenn seine Figuren eines Tages laufen lernten, das heisst: wenn er mit ihnen einen Zeichentrickfilm realisieren könnte.

Onlinewerbung in Selbstbedienung

Von Googles Werbeprogramm sollen Firmen mit kleinem Werbebudget profitieren

Von Googles Werbeprogramm sollen Firmen mit kleinem Werbebudget profitierenDie Internetsuchmaschinenanbieterin Google Inc. hat ein neues Programm für Werbetreibende lanciert: AdWords erlaubt den Firmen, zu einem Tausenderkontaktpreis zwischen 10 und 15 Dollar auf Google (www.google. com, www.google.de etc.) zu werben. Das Angebot basiert auf Keyword-Targeting: Die Werbekunden können bestimmte Suchbegriffe reservieren, bei denen ihre Werbebotschaft erscheinen soll. Diese wird rechts von den Suchergebnissen in kleinen Kästchen platziert. Dabei bleibt Google weiterhin seinem Grundsatz treu: no banners. Erlaubt sind nur Textbotschaften. Die gewünschten, auf 60 Zeichen beschränkten Texte und die gewünschte URL können online von den Werbeauftraggebern selbst eingegeben und nach Wunsch geändert werden. Auch die Bezahlung findet per Kreditkarte übers Internet statt.
Erlaubt ist nur Werbung, die tatsächlich zum angegebenen Suchbegriff passt. Denn die Suchresultate sollen auch bei der Werbung auf jeden Fall zum entsprechenden Suchbegriff passen und dem Nutzer weiterhelfen. Pro Seite sind maximal drei Werbekästchen vorgesehen. An oberster Stelle erscheint immer diejenige Werbung, die bei den Nutzern auf das grösste Interesse stösst. Das heisst: Die Werbekunden haben keinen Einfluss auf die Platzierung. Ein Grund, warum Google im Gegensatz zu den anderen grossen Suchmaschinen auf Bannerwerbung verzichtet, ist die Geschwindigkeit. Sergey Brin, Mitgründer von Google, ist zudem überzeugt, dass mit Textwerbung viel leichter und kostengünstiger zielgenaue Werbung betrieben werden kann: «Für Onlinehändler ist es einfacher, für mehrere verschiedene Suchbegriffe, die für sein Angebot relevant sind, 20 verschiedene Textwerbungen zu entwickeln, als 20 unterschiedliche Banner zu kreieren. Diese führen genau auf das entsprechende Angebot auf der Website und nicht einfach auf die Homepage.» Googles ganz eigene Auffassung von Werbung und die strikte Ablehnung von Bannern hat dazu geführt, dass das Unternehmen nicht mit Internetvermarktern zusammenarbeitet. Brin ist zudem überzeugt, dass das Targetingsystem von Google dem der meisten Vermarkter überlegen ist.
Auch in Europa möchte Google die Vermarktung des eigenen Werbeangebots selbst in die Hand nehmen. Demnächst soll ein Büro in Amsterdam eröffnet werden. Weitere Niederlassungen in anderen europäischen Ländern sollen bald folgen. Clemens Hörler

Ab heute darf gewählt werden

Danielle Lanz sucht einen Nachfolger (oder eine Nachfolgerin) – als Werber des Jahres 2000.

Danielle Lanz sucht einen Nachfolger (oder eine Nachfolgerin) – als Werber des Jahres 2000.Nominiert sind Edi Andrist, Urs Beer, Frank Bodin, Markus Ruf, Martin Spillmann und Dominique von Matt.Wer seit 1977 an einer Wahl zur Werberin oder zum Werber des Jahres in die ersten drei Ränge kam, durfte für die WerbeWoche sechs Favoriten nominieren.
Wer Werber des Jahres 2000 wird, hängt von der Wahl unserer Leserinnen und Leser ab, die die Zeitschrift abonniert haben. Auf dem Wahlzettel in dieser Ausgabe können Sie bis zu zwei Namen ankreuzen oder die Liste mit zwei neuen Namen ergänzen, zum Beispiel mit dem einer Frau. Die Nominierten werden in kurzen Porträts auf Seite 10 vorgestellt.

Muse & Musser: Lucas Vetsch

Muse & Musse Lucas VetschWelche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?Lucas Vetsch: Dmx live, weils sonst schon genügend normale Musik gibt.Was lesen Sie gerade und warum?Vetsch: Das Facts, weil

Muse & Musse Lucas Vetsch
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht und warum gerade diese?
Lucas Vetsch: Dmx live, weils sonst schon genügend normale Musik gibt.
Was lesen Sie gerade und warum?
Vetsch: Das Facts, weils jede Woche kommt.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Vetsch: Rony Sice, die weckt mich auf!
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen und warum?
Vetsch: «Delicatessen» von Marc Caro und Jean-Pierre Jeunet, weil es ein grossartiger Film ist.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Vetsch: Ich zappe weg, bevor ich einschlafe!
Welches ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Vetsch: www.vir2l.com
Liebe ist…?
Vetsch: Das Universum.

APG säubert die Schweiz

Publicis belebt für APG die schweizerischste aller Tugenden – die Sauberkeit

Publicis belebt für APG die schweizerischste aller Tugenden – die SauberkeitSeliges Plakatland Schweiz. In kaum einem anderen Land glänzt dieser Werbeträger mit so hohen Marktanteilen. Damit das so bleibt, macht die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) Werbung in eigener Sache. Mit Erfolg, wie die Aktionen «Angie Becker» oder «Vermisste Lieblinge» in Langzeitstudien verdeutlichen. Nicht unwesentlich ist dabei der Beitrag der Zürcher Hausagentur Publicis. Ihre neueste Kampagne begegnet mit fünf Motiven im Stil der «Reklame-Ära» dem Vorwurf, Plakate seien optische Umweltverschmutzung. Mit viel Erfindungsgeist drückt sie Plakatverächtern symbolisch einen Besen in die Hand mit der Empfehlung, erst mal vor der eigenen Haustüre zu kehren. Seite 14

Etat-News: Walhalla gestaltet Pariser Fassade

Das Berner Grafik- und Werbebüro Walhalla kommt an den Pariser Champs-Elysées gross heraus: Für das neu eröffnete Imagezentrum Atelier Renault gestaltete Walhalla das gesamte Corporate Design.

Das Berner Grafik- und Werbebüro Walhalla kommt an den Pariser Champs-Elysées gross heraus: Für das neu eröffnete Imagezentrum Atelier Renault gestaltete Walhalla das gesamte Corporate Design.Etat-News Walhalla gestaltet Pariser Fassade
Dazu gehört die unübersehbare Fassadenbeschriftung des Neubaus, der mit Restaurant und Kulturevents die Marke Renault vertreten soll. Seit dem
1. Dezember ist Walhalla auch in Zürich vertreten.
Fünf Freunde
lancieren 20Min.ch
Die Zürcher Werbeagentur Fünf Freunde gewinnt den Launchetat von 20Min.ch., das seit 8. Dezember aufgeschaltet ist. Eingeführt wurde das Portal der Pendlerzeitung mit einem Event, Inseraten und Radiospots. Business-to-business-Massnahmen werden folgen. Fünf Freunde, die zur Dietikoner Agentur FKP & Partner gehört, soll sich im Pitch gegen die 20-Minuten-Stammagentur Simko durchgesetzt haben.

Tageszeitungen als Klotz am Bein

Bruttowerbeaufwendungen im Oktober mit schwächster Zuwachsrate des Jahres

Bruttowerbeaufwendungen im Oktober mit schwächster Zuwachsrate des JahresDie Bruttowerbeaufwendungen in der Schweiz verzeichneten im Oktober das mit Abstand tiefste Wachstum dieses Jahres: Sie stiegen um lediglich 1,6 Prozent auf 402,057 Millionen Franken. Verantwortlich für das geringe Gesamtwachstum sind die Tageszeitungen, die gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres einen Taucher von 5,5 Prozent oder gut zehn Millionen Franken auf 171,926 Millionen einstecken mussten. Und weil die Tageszeitungen über 40 Prozent der Bruttowerbeaufwendungen auf sich vereinigen, prägt ihr schlechtes Abschneiden auch das Gesamtresultat. Trotz Minus im Oktober positives Gesamtjahr
Kumuliert für die ersten zehn Monate des Jahres liegen die Tageszeitungen mit einem Plus von 7,3 Prozent aber nach wie vor sehr gut im Rennen.
Die meisten anderen Medienkategorien schnitten im Oktober indessen positiv ab. Die Publikumszeitschriften legten mit einem Zuwachs von 14,7 Prozent auf 74,812 Millionen Franken sogar das beste Resultat seit drei Monaten hin, und auch die Fachzeitschriften waren mit einem Plus von 20,6 Prozent auf 28,51 Millionen Franken weiter in Hochform.
In die andere Richtung entwickelten sich die Werbeeinkünfte beim Fernsehen, das um 8,2 Prozent auf 69,244 Millionen Franken zurückbuchstabierte, oder beim Kino, das 2,7 Prozent einbüsste und im Oktober noch auf 4,457 Millionen Franken kam. Sowohl für das Fernsehen als auch für das Kino ging es nun schon im zweiten aufeinanderfolgenden Monat rückwärts. Auch das Radio, das in diesem Jahr von allen Medien die steilste Wachstumskurve zeigt, legte im Oktober eine Verschnaufpause ein und wuchs «nur» um 7,4 Prozent auf 11,938 Millionen Franken.
Fast im gleichen Tempo, nämlich um 7,2 Prozent auf 1,783 Millionen Franken, verbesserte sich Teletext. Ebenfalls gut im Rennen war die Plakatwerbung, die um 10,9 Prozent auf 35,665 Millionen Franken zulegte. Daniel Schifferle
bruttowerbeaufwand nach Medien

Oktober 1999/2000 im Vergleich
in 1000 Fr. 1999 in 1000 Fr. 2000 +/–%
Tageszeitungen 181 928 171 926 – 5,5
Publ.-Zeitschriften  65 215  74 812 14,7
Fach-Zeitschriften  23 638  28 510 20,6
TV 75 393 69 244 – 8,2
Radio 11 114 11 938 7,4
Kino 4 580 4 457 –2,7
Teletext 1 663 1 783 7,2
Plakat 32 160 35 665 10,9
Internet Banner  –  3 722 –
Gesamt 395 691 402 057 1,6
Quelle: Media Focus Hergiswil (NW)

Anzeigen kommen unter die Lupe

Werbeauftraggebern und Mediaagenturen steht ab sofort ein neues standardisiertes Kontrollverfahren zur Verfügung, mit dem die Druckqualität von Printanzeigen überprüft werden kann.

Werbeauftraggebern und Mediaagenturen steht ab sofort ein neues standardisiertes Kontrollverfahren zur Verfügung, mit dem die Druckqualität von Printanzeigen überprüft werden kann.Das europaweit einzigartige Angebot mit Namen Print Quality Control (PQC) wurde von der Zolliker Firma Media Audit und Ringier Print initiiert und von der Empa entwickelt. Als erste Verlage unterstellen sich Ringier, Tamedia, Basler Mediengruppe und Berner Tagblatt Medien der Kontrolle.Beim Verfahren wird die Anzeigenvorlage und die erschienene Anzeige mittels eines Fotospektral-Messgerätes verglichen. Weichen Farbwerte zu stark von der Vorlage ab, kann der Kunde Ersatz verlangen.
Ansprechpartner für Kontrollen sind Media Audit und Ringier Print. Letztere führt die Kontrollen auf Kundenwunsch und gegen Bezahlung aus. (mk)

Service: Agenturwettbewerb von Cybersystems

Die Internetagentur Cybersystems Advertainment lädt alle Werbe- und Mediaagenturen zu einem Onlinewettkampf.

Die Internetagentur Cybersystems Advertainment lädt alle Werbe- und Mediaagenturen zu einem Onlinewettkampf.Service Agenturwettbewerb von Cybersystems
Dem Siegerteam winkt ein Ski-Happening in Arosa. Ziel ist es, den Agenturen die Möglichkeiten von Onlinegames als Werbeinstrument näher zu bringen. Bis Ende Dezember kann jeder Mitarbeiter einer Agentur unter www.machensieihrekundenhappy. ch am Spiel teilnehmen.
Bestes europäisches Design 2000Jedes Jahr zeichnen die nationalen Klubs der Dachorganisation ADC of Europe die kreativsten Arbeiten ihres Landes aus. Gold- und Silbermedaillen-Gewinnerarbeiten stellen sich dann dem Votum einer europäischen Jury. Die Ergebnisse des «The Best of European Design and Advertising Award 2000» werden im Dezember im ADC of Europe Jahrbuch veröffentlicht. Das Annual erscheint im Londoner Laurence King Publishing, ISBN 1-85669-225-6.
Direktmarketing-Preis 2001 Der Schweizer Direktmarketing-Preis prämiert am 27. April 2001 zum dritten Mal Glanzleistungen der Branche. Die Zahl der Kategorien wurde von 13 auf 10 gestrafft. Weil die Anzahl der eingereichten Kampagnen jährlich steigt, werden die eingesandten Arbeiten neu von einem Jury-Ausschuss vorselektioniert. Kampagnen, die es ins Hauptfeld schaffen, werden von einer sechzehnköpfigen Jury beurteilt. Zum Jurypräsidenten wurde Impiric-Chairman Jörg Rindlisbacher gewählt. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2001. Weitere Informationen unter Tel. 041 785 55 56 oder www.dm-preis.ch
APG-Planungstool aktualisiertDas APG-Planungstool zur Grobkalkulation von Plakatkampagnen in der Schweiz ist im Blick auf das Budgetjahr 2001 überarbeitet worden. Neben einigen technischen Anpassungen können neu auch Plakatkampagnen für die Städte Yverdon, Uster und Frauenfeld kalkuliert werden. Das Tool ist als Excel-Datei aufgebaut und ermöglicht die vereinfachte Berechnung der wichtigsten quantitativen Medialeistungswerte: Reichweite, OTS und TKP. Es kann ab Internet heruntergeladen werden: www.apg.ch/for schung/planungstool-de.htm
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