Die AZ wirbt mit Bild

Für gewöhnlich begnügen sich die Kioskplakate der Zeitungen mit den wichtigsten Schlagzeilen.

Für gewöhnlich begnügen sich die Kioskplakate der Zeitungen mit den wichtigsten Schlagzeilen.Eigentlich eine zu trockene Angelegenheit, wie die Aargauer Zeitung festgestellt hat. Deshalb geht sie jetzt einen Schritt weiter und wirbt neu mit visuellen Anreizen auf dem Aushängeplakat. Dabei wird die Titelgeschichte des Tages mit einer grossformatigen Foto illustriert, die praktisch das ganze Plakat füllt. «Dieser für Tageszeitungen in der Schweiz einmalige Auftritt weckt Emotionen», streicht Tamara Tschuor, Leiterin Lesermarketing, den Nutzen der unkonventionellen und auffälligen Idee hervor.Und so geschieht der technische Ablauf: Das topaktuelle schwarzweisse Pressebild inklusive stimmiger Schlagzeile wird erst in der Nacht von der Abschlussredaktion Baden ins Aarauer Druckzentrum übermittelt. Dort wird das Kioskplakat beidseitig mit dem ausgewählten Sujet bedruckt, auf der einen Seite im A3-Format und auf der anderen zwei Mal in der A4-Version. Realisiert wurde der neue Auftritt am Kiosk zusammen mit der Lenzburger Agentur Bürgi & Partner.
Daniel Schifferle

Jahresabschluss positiv

Für die letzte Werbersause im ausklingenden Jahr zeichnete Condor-Chef Martin Fueter verantwortlich und liess eine Riesenparty steigen.

Für die letzte Werbersause im ausklingenden Jahr zeichnete Condor-Chef Martin Fueter verantwortlich und liess eine Riesenparty steigen.Von Beat Fritsch Seine Leute haben sich ziemlich ins Zeug gelegt, und entsprechend grossartig war das Angebot.
Erst einmal hiess es trotz winterlicher Temperaturen: ab an den Zürichsee. In der Szenebadi Utoquai gab es zu futtern und natürlich zu trinken. Die Badeanstalt wurde zwecks Wärmeisolation komplett eingehüllt und mit viel wallendem Stoff und Wärmelampen ausgestattet. Der Stilmix lag dadurch irgendwo zwischen «Lawrence of Arabia» und «Oberstadtgass». Eigentlich schade, dass das Badidekor nur für die eine Nacht eingerichtet wurde. «Da hätte man doch gut und gerne gleich eine neue In-Bar draus machen können», meinten Barbara Strahm, Markus Cavegn, Roli Hess und Daniel Müller, die im Foyer anzutreffen waren.
Viele Blicke zog die Mutter von Condor-Boss Fueter, Anne-Marie Blanc, auf sich. Gebi J. Schregenberger liess es sich jedenfalls nicht nehmen, mit der Grande Dame des Schweizer Film- und Theaterschaffens für ein Foto zu posieren.
Die jüngeren Kaliber unter den Besuchern zog es alsdann und bis in die frühen Stunden in die Studios der Filmfabrik, wo ein DJ für hämmernde Beats sorgte. Auf der Tanzfläche rockten Pascal Schaub und Rosanna Gates, an einem Tischchen parlierten Brigitte Eschenmoser und Andrea Reiter.
Am folgenden Tag galt es nochmals ernst. In der ZürichExpress-Bar stand die Diplomübergabe an die Leiterinnen und Leiter Marketingkommunikation auf dem Programm. «Zum ersten und zum letzten Mal» wäre dafür ein passendes Motto gewesen. Zum ersten Mal nämlich fanden Kurs und Prüfung unter dem neuen Titel statt, und für Prüfungskommissionspräsident Robert Bleuer war es zugleich die letzte Diplomfeier. Er verabschiedet sich in den Ruhestand, nachdem er während der letzten 18 Jahre an 36 Feiern rund 2800 Werbeassis und 700 Werbeleiterinnen und -leiter die begehrten Berufsausweise übergeben hatte. Dafür musste er, wie vorgerechnet wurde, seine Unterschrift rund 11000-mal zu Papier bringen, denn jeder Diplomierte erfordert letztlich drei Signaturen.
So verabschiedete sich der scheidende Präsident leicht wehmütig und schaute in seiner Rede nochmals auf die verschiedenen Diplomfeiern zurück. In Nobelhotels, edlen Rathäusern und an Messen sei man gewesen, mit dem Schiff habe man den Neuenburgersee überquert, oder es sei in Talstation und Berghotel auf dem Pilatus gefeiert worden.
Unvergessen bleibe auch jene Party, als man sich in klandestiner Weise am Zürcher Limmatquai zu versammeln hatte. Es gab dort ein Feuerwerk zu bestaunen, allerdings erst nach dem dringenden Hinweis, sich nach dessen Beendigung subito in die Büsche zu schlagen: Wegen fehlender Bewilligung wurde auch das Auge des Gesetzes erwartet. Beim Eintreffen der Ordnungshüter waren allerdings der ganze Feuerzauber schon passé und die Pyromanen verschwunden. Damals sei die Werbebranche halt noch ein bisschen wilder, alle Beteiligten etwas jünger und auch eine Spur frecher gewesen. Mit einem lange anhaltenden Applaus verdankten die Anwesenden Bleuers Einsatz über die Jahre.
Auch heuer, die Tradition soll leben, überreichte TCS-Zentralpräsident Jean Meyer dem Prüfungsbesten, Peter Eisenegger – dieses Jahr wars ausnahmsweise mal wieder ein Mann –, den Spezialpreis in Form eines Reisechecks. Und auch Zweit- und Drittplatzierte, Nadine Kollbrunner und Simon Lerch, bekamen von Kosponsor Louis Paquier von Philip Morris ein Geschenk überreicht.
Über Weihnachten und Neujahr trifft man sich dann in Davos, in der Reisserpostille Blick übrigens jüngst als Ballermann der Alpen bezeichnet. Dort versammelt sich, wem St.Moritz zu beschaulich und Gstaad zu öde ist. Vor Jahresende flitzen am Spengler-Cup jeweils harte Männer übers glatte Eis, ganz zum Vergnügen der Zuschauer und natürlich ebenso der Sponsoren. Dazu gehörte auch APG-Chef Christian Kauter, der am Turnier und im VIP-Zelt Omnipräsenz markierte.
Auf den Pisten tummelten sich, ob an Eishockey interessiert oder nicht, weitere Zürcher. Beispielsweise ASW-Past-President Diego Bally mit seiner Familie oder Cinecom-Chef Matthias Luchsinger, der in Begleitung von Partnerin Yvonne Steinmann trendbewusst auf dem Snowboard (Softboot-Style) die Hänge hinunterkurvte.
Ebenfalls öfters im «Chalet Güggel» oder im «Fuxägufer», das sind die angesagten Skihütten am Jakobshorn, sah man Beat Stähli von der Plakanda. Er wachte mit Sperberaugen darüber, dass sich Freundin Sandra Ulrich, Pick-Pay-Werbeleiterin, nicht noch in einen Ski- oder Snowboardlehrer verguckte.
In der Silvesternacht vergnügten sich auch Mario Buchmann und Sacha Baer von McCann-Erickson, Letzterer mit Freundin Norma, Stefan «Bachmä» Bachmann vom Ringier-Anzeigenmarketing sowie Natalie Schneider und Sandra Haldi von By Heart im «Mona Lisa», dem Kellerlokal der In-Bar «Carlos». Dort wurden sie von Mischa «The Rude Dude» Kälin, Teilzeit-Barman und Inhaber des gleichnamigen Davoser Snowboard-Stores, aufs Beste bewirtet. Rude Dude ist übrigens auch offizieller Ausrüster des Shortlist-Snowboardteams.
Beat Fritsch

besuchte noch im letzten Dezember das Jahresabschlussfest der Condor und traf dort auf seine Lieblingsschauspielerin Anne-Marie Blanc. Die Party
in der Badi Utoquai und der anschliessende Tanz in den Condor-Studios waren vom Feinsten. Etwas pfleglicher, doch nicht minder vergnügt, zeigten sich die neu diplomierten Leiter/innen Marketing Kommunikation an ihrer Di-
plomfeier. Diese machte am folgenden Tag den Abschluss eines langen Event-Jahres. Aber auch danach wurden die Augen offen gehalten. Und siehe da: Sogar in Davos findet man den einen oder anderen Werber.
Wir werden auch 2001 gnadenlos recherchieren, wer mit wem, wo und was und wieso überhaupt. Und zwar von der hinterletzten Skipiste bis zum feinsten Zürcher Tanzlokal. Denn auch dieses Jahr gibts wieder einiges an Events. Drum bloss nichts verpassen! Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer
(01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch.

Buffoli verliert Lezza und gewinnt neue Partner

Die Zürcher Agentur Buffoli und Lezza GmbH hat ihren Namen in Buffoli und Partner geändert.

Die Zürcher Agentur Buffoli und Lezza GmbH hat ihren Namen in Buffoli und Partner geändert.«Mein Partner ist ausgestiegen, er ist jetzt mein Kunde», nennt Geschäftsführer Carmelo Buffoli den Grund für die Umbenennung. In der neuen Geschäftsstruktur werden Mitarbeiter als Teilhaber am Unternehmen beteiligt.Die ASW-Agentur beschäftigt sechs Angestellte und bietet Full Service von klassischer Werbung bis zur Konzeption und Gestaltung von CD-ROMs und Homepages. Das Schwergewicht liegt auf Design. Zu den Kunden gehören Hero Gastronomic Services, Lindt, Daimler Benz, Cathay Pacific und andere. (ba)

Weder Hexerei noch Zauberei

Ein überarbeitetes Buch zum unerschöpflichen Thema Werbung räumt mit vielen Mythen auf

Ein überarbeitetes Buch zum unerschöpflichen Thema Werbung räumt mit vielen Mythen aufVon Thérèse BalduzziWerbung sei weder Hexerei, die zum Kauf von Waren manipuliere, noch Zauberei, über die Werbeauftraggeber keine Kontrolle haben, sagen die Autoren Max Sutherland und Alice K. Sylvester in ihrem Buch «Advertising and the Mind of the Consumer».
In dieser überarbeiteten Neuausgabe versucht das internationale Autorenpaar, die Funktionsweise von Werbung sowohl für Konsumenten als auch für Werbeauftraggeber auf einfache Art zu erklären und Auftraggebern zu zeigen, wie sie die Wirksamkeit ihrer Kampagnen steigern können.
Nur weil die Wirkung der Werbung oft nicht bewusst nachvollziehbar sei, handle es sich dabei noch lange nicht um geheimnisvolle Kräfte, sondern um viel harmlosere und einfach erklärbare, psychologische Mechanismen, schreiben Sutherland und Sylvester. Doch der Werbung würden dank Büchern wie Vance Packards «The Hidden Persuaders» mystische Kräfte zugeschrieben. Aber auch aus anderen Gründen seien Auftraggeber gegenüber der Wirksamkeit von Werbung oft misstrauisch.
Der Entmystifizierung der Werbung ist der erste und bessere Teil des Buches gewidmet. Mit einleuchtenden und praktischen Erklärungen, unzähligen Beispielen und zahlreichen Bezügen auf die akademische Forschung wird von verschiedenen Seiten her die Funktionsweise von Werbung beleuchtet. Der zweite Teil dreht sich um die Wirksamkeit von Werbung und um Methoden, wie sie gemessen werden kann.
Das in Australien publizierte Buch ist eine überarbeitete, internationale Ausgabe eines 1993 bereits erschienenen Buches. Es basiert auf jahrelanger Berufserfahrung der Autoren. Der Australier Sutherland war Vositzender der Firma NFO Market-Mind, einer Tochtergesellschaft von NFO Worldwide, und betrieb Marktforschung für Gillette, Merck, Kodak, McDonald’s, Miller, AT&T und Nestlé. Sutherland lehrt an verschiedenen Universitäten in Australien und Amerika.
Die Amerikanerin Sylvester ist Vizepräsidentin und Account Planning Director bei Foote, Cone & Belding in Chicago.
Der grösste Mythos der unheimlichen Kräfte der Werbung sei in den Fünfzigerjahren von einem amerikanischen Kinobesitzer in Umlauf gebracht worden, erzählen Sutherland und Sylvester. James Vicary berichtete, er habe Aussagen wie «Drink Coca-Cola» und «Eat Popcorn» so kurz auf die Leinwand eingeblendet, dass sie von den Zuschauern nicht bewusst wahrgenommen worden seien. Der Verkauf dieser Produkte sei aber in der Folge exponentiell gestiegen.
Obwohl weitherum angenommen werde, die Praxis des «Subliminal Advertising» sei illegal, kam es in Amerika nie zu solchen Gesetzen, schreiben die Autoren. Sie seien auch nicht notwendig. Versuche, diese Wirkung in Experimenten nachzuvollziehen, scheiterten. Über 200 akademische Papers wurden zum Thema veröffentlicht, aber die Behauptung des Kinobesitzers konnte nie erhärtet werden. 1984 gestand er, die Geschichte erfunden zu haben.
Die Autoren schreiben ausserdem, dass «Subliminal Advertising» praktisch gar nicht möglich sei: Mit einem Abstecher in die Verhaltenspsychologie erklären sie, dass das Bewusstsein nicht eine absolute, sondern eine graduelle Grösse sei. Man sei sich einer Sache nicht bewusst oder unbewusst, sondern mehr oder weniger bewusst. Die Idee des «Subliminal Advertising» beruhe auf der Annahme, dass Werbung knapp unter der Schwelle des Bewusstseins wahrgenommen werde.
Diese Schwelle würde aber nicht von allen zum gleichen Zeitpunkt erreicht. Zudem sei Werbung, die mit nur geringem Grad an Bewusstsein wahrgenommen werde, keineswegs gefährlich, sondern im Gegenteil weniger wirksam als solche, die mit erhöhter Beachtung wahrgenommen werde.
Der Mythos des «Subliminal Advertising» halte sich nur so gut, weil er das Image der dunklen Kräfte bestätige, das für viele der Werbung anhafte, und weil die Funktionsweise der Werbung oft nicht klar erkennbar sei. Mit Werbung könne man Konsumenten nicht unbewusst fernsteuern und bewirken, dass sie plötzlich hinausrennen, um das beworbene Produkt zu kaufen. Vielmehr handle es sich um viel harmlosere, aber subtile, kleine Schritte von Beeinflussungen.
Bei hochpreisigen Produkten richtet Werbung wenig aus
Vor allem bei alltäglichen Gebrauchsartikeln wie Shampoo, so genannten Low-Involvement-Entscheidungen, könne Werbung die Rangordnung der Wahlmöglichkeiten beeinflussen, die dem Konsumenten zur Verfügung stünden. Die Behauptungen über ein Produkt würden nicht unbedingt geglaubt, blieben aber hängen und können bei der Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Alternativen eine Rolle spielen.
Wiederholung über eine gewisse Zeit bewirke, dass man sich an die Aussagen gewöhne, zumal kein Grund bestehe, sich aktiv damit auseinander zu setzen wie etwa beim Kauf eines Autos, einer High-Involvement-Entscheidung. Bei solchen Situationen spiele die Werbung eine noch kleinere Rolle und bewirke oft nur, dass die Marke überhaupt in die Rangliste aufgenommen und in Betracht gezogen werde.
Marken werden zu Symbolen
und lösen Reflexe aus
Der Hauptgrund dafür, warum Werbung für viele mysteriös bleibe, liege im Umstand, dass sie meist nicht als offensichtliche Mitteilung daherkomme. Imagewerbung und visuelle Erfahrungen werden als Eindrücke registriert, aber nicht bewusst als Nachricht eingeordnet.
Über mehrere Kapitel erklären die Autoren, wie starke Bilder in Interaktion mit Wort und Musik als Unterhaltung, Minidramen oder Stimmungsbilder erlebt werden, die bestimmte Assoziationen und Wertungen nahe legen. Damit werde über die Zeit beeinflusst, wie ein Produkt, eine Marke oder ihre Verbraucher wahrgenommen würden.
Die Marken erlangen einen Symbolwert. Ob es sich um ein Hakenkreuz, den Mercedes-Stern oder den Volvo-Schriftzug handle: Die Reaktionen, die die Symbole hervorrufen, seien erlernt. Doch dieser Lernprozess geschehe oft unbemerkt.
In einem Kapitel über Grenzen der Werbung hebt das Autorenpaar hervor, dass die Kraft der Beeinflussung masslos überschätzt werde. Auf die oft geäusserte Kritik, wonach Werbung Bedürfnisse schaffe und die Konsumenten zum Kauf von Waren manipuliere, die sie nicht bräuchten, antworten sie, dass sich mindestens 40 Prozent der neuen Produkte auf dem Markt nicht behaupteten.
Zur Lancierung eines neuen Produkts genüge zudem Werbung allein bei weitem nicht, sondern müsse von Promotion und Warenmustern begleitet sein. Ausserdem sei die Auffassung, was eine Notwendigkeit darstelle und was nicht, objektiv nicht messbar. Der Luxus von gestern wie Klimaanlagen oder Videorecorder seien die Gebrauchsartikel von heute.
Das grösste Hindernis für die Werbewirkung seien die Aktivitäten der Konkurrenz. Der allgemeine Lärm verschiedener konkurrierender Werbungen in der gleichen Produktekategorie verdünne die Wirkung einzelner Kampagnen. Als Beispiel erwähnen die Autoren die Reaktionen auf die Deregulierung der Telefongesellschaften in den Achtziger- und Neunzigerjahren in Amerika. Die Telefongesellschaften überboten sich damals gegenseitig mit Kampagnen, worauf die Konsumenten ermüdet ausschalteten.
Werbung sei schon darum keine Magie, schreiben die Autoren weiter, weil sich das beworbene Produkt auch qualitativ mit der Konkurrenz messen müsse. Werbung könne Konsumenten dazu bringen, etwas Neues auszuprobieren, das Produkt müsse aber den Test bestehen können.
Mit einem Seitenhieb auf Creative Directors, die sie als verhinderte Filmregisseure einstuften, betonen die Autoren zudem, wie schwierig es sei, eine wirksame Kampagne zu produzieren. Die Kleinfilmer würden ihre Aufträge oft dazu missbrauchen, sich selbst zu verwirklichen und Werbepreisverleihungen würden nur die künstlerische Gestaltung, nicht aber die Wirksamkeit prämieren.
Oberflächliches Patchwork
rezyklierter Beiträge
Um die Wirksamkeit von Werbung und wie diese gemessen wird, dreht sich der zweite Teil des Buches. Er besteht aus verschiedenen Beiträgen, die bereits in Fachzeitschriften erschienen sind. Neben unterschiedlichen Messmethoden zeigen sie auch auf, was bei der Einführung neuer Produkte zu berücksichtigen ist, welche Probleme die Radiowerbung bietet und was geschieht, wenn man Werbung völlig einstellt.
Zu einem Buch zusammengefasst vermittelt die Artikelsammlung jedoch den Eindruck, dass zu viele Themen zu kurz und nur oberflächlich gestreift werden. Es sind Themen, die selbst verdienten, umfassend in einem Buch dargestellt zu werden. Das dünne Kapitel zum spannenden Thema Internetwerbung lässt beispielsweise den Leser enttäuscht zurück. Überzeugender ist das Kapitel über die grosse Rolle, die ein einzigartiger und konsistenter Stil der Werbung spielt, was am Beispiel der Kampagne für Absolut Wodka erläutert wird.
Humor in der Werbung – oder mein unbekanntes Grinsen
Interessant ist auch das Kapitel über die Wirkung des Humors in der Werbung. Das Gebiet sei erstaunlich wenig erforscht, sagen die Autoren, und die Ergebnisse bestehender Untersuchungen seien oft widersprüchlich. Entgegen der allgemeinen Annahme sei Humor nicht immer gut, schreibt das Paar und warnt vor dessen Janusgesicht.
Humor entsteht aus der überraschenden Verknüpfung von Elementen, die nicht zusammenpassen. Als Beispiel erwähnen die Autoren den Spot für einen Kurierdienst: Ein Kanarienvogel scheint Körnchen zu picken. Doch in Wirklichkeit pickt er die Tasten eines Telefons. Was zuerst nach einem Zufall aussieht, entpuppt sich in der nächsten Szene als böse Absicht: Ein Kurier holt die schlafende Katze ab. Der Effekt ergibt sich aus dem bizarren Bild des Vogels, der ein Telefon bedient und seinem intelligenten und hinterhältigen Verhalten, das normalerweise Menschen vorbehalten ist.
Humorvolle Werbung hat den Vorteil, dass sie eine höhere Aufmerksamkeit weckt. Dies kann sich jedoch auch negativ auswirken, warnen die Autoren. Humor könne wie Celebrities oder Erotik ablenkend wirken und die Aufmerksamkeit von der beworbenen Marke weglenken. Deshalb sei es besonders wichtig, die Marke visuell und auch möglichst organisch in den Plot einzubetten. Im Gegensatz zum famosen Budweiser-Spot, in dem Frösche «Bud-Weis-Er» rülpsen, ist die Marke im Kanarienvogel-Spot völlig austauschbar. Da bei humorvollen Spots oft die Produktekategorie gut integriert sei, nicht aber die Marke, laufe man ausserdem Gefahr, der Konkurrenz zuzudienen, schreiben sie.
Positiv wirke sich aber aus, dass die Zuschauer die Botschaft als Unterhaltung erlebten und damit weniger Widerstand zu überwinden sei als bei Behauptungen, die eine wertende (richtig/falsch) Reaktion hervorriefen. Zudem würden humorvolle Werbungen gerne gesehen, und die Beliebtheit einer Werbung drücke sich in der Wirksamkeit aus. Die humorvolle Art zu kommunizieren werde als Teil der Persönlichkeit der Marke wahrgenommen.
Überraschend Positives haben die Autoren auch zur Lebensdauer humorvoller Spots zu sagen: Gewöhnlich werde angenommen, dass humorvolle Kampagnen schneller Ermüdungserscheinungen zeigten als andere. Aus ihrer Erfahrung könnten sie dies nicht bestätigen, schreiben sie. Oft sei sogar das Gegenteil der Fall. Untersuchungen zeigten, dass die Spots immer noch ein Renner seien, wenn bereits Änderungen geplant waren.
Widersprüchliche Untersuchungen zur Lebensdauer humorvoller Werbungen führen die Autoren auf unterschiedliche soziale Situationen zurück. Humor wird mehr genossen, wenn die Lacher geteilt werden können. Gewisse Kampagnen würden mit der Zeit an Beliebtheit gewinnen, weil sie, in gemeinschaftlichen Situationen gesehen, zum Gesprächsstoff würden oder weil ihre Pointen den Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch fänden.

Martin Denecke geht

Mitte des vergangenen Jahres fusionierten die Netzwerke Lowe und Lintas zu Lowe Lintas & Partners. Die Agenturgruppe ist mit Niederlassungen in 80 Ländern nunmehr das viertgrösste Netzwerk der Welt.

Mitte des vergangenen Jahres fusionierten die Netzwerke Lowe und Lintas zu Lowe Lintas & Partners. Die Agenturgruppe ist mit Niederlassungen in 80 Ländern nunmehr das viertgrösste Netzwerk der Welt.Für den Zürcher Ableger Lowe|GGK zieht dieser Zusammenschluss Anfang 2001 nun die bereits zum Zeitpunkt der Fusion angekündigte Umbenennung in Lowe Lintas GGK nach sich.Eher überraschend hingegen kommt der gleichzeitige Rücktritt des langjährigen CEO Martin Denecke aus der operativen Geschäftsführung. Der «Werber des Jahres 1996», der die Agentur seit 1991 leitete, wird Lowe Lintas GGK als neuer Verwaltungsratspräsident erhalten bleiben und ausserdem in der Funktion eines Creative Directors einige Mandate weiter betreuen.
Den vakanten Posten des CEO übernimmt der 48-jährige Agenturmitinhaber Kurt Schmid, der seit dem Zusammenschluss mit der Lowe-Gruppe im Jahr 1998 als Managing Director der Agentur wirkt.
Starker Mann der Kreation wird Mark Stahel. Das 38-jährige ADC-Mitglied erwarb 1994 zusammen mit Denecke, Schmid und dem 1999 verstorbenen Mathias Meier bei einem Management Buyout die Mehrheit an GGK Basel. Unter ihm als Creative Director entstanden in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche preisgekrönte Kampagnen.
Erweitert wird die Geschäftsleitung mit dem 35-jährigen Daniel Keller, der bereits im Juni dieses Jahres die Funktion des Agency Managers übernommen hat, sowie durch den 44-jährigen Peter Bächtiger, dem als CFO die Verantwortung für die Finanzen obliegt. (ew)

Baut die Post ein neues Monopol?

Die Post, zwei Posttöchter und private Verteiler planen eine neue Firma für unadressierte Werbesendungen

Die Post, zwei Posttöchter und private Verteiler planen eine neue Firma für unadressierte WerbesendungenVon Markus KnöpfliDrei Grosse verteilen in der Schweiz unadressierte Werbung: Die Post, Swiss Mail sowie die Post-Töchter Direct Mail Company und Epsilon. Doch die drei Grossen könnten sich bald auf zwei reduzieren: die Post und eine neue Firma mit Post-Beteiligung.
Es ist nicht egal, ob man die Post, deren 50-Prozent-Tochter Direct Mail Company (DMC) oder Swiss Mail (SM), ein aus 16 Verteilorganisationen bestehender Verbund, mit dem Verteilen von unadressierter Werbung beauftragt. Denn ein WerbeWoche-Vergleich vor sechs Wochen (WW 39/00) hat gezeigt: Die Unterschiede in Qualität, Preis, Zeitbedarf und Druckauflage sind erheblich.
Vielleicht nicht mehr lang. Denn die Post, DMC, SM und Epsilon, eine 66-prozentige Post-Tochter in der Romandie, führen Kooperationsgespräche. Gemäss den der WerbeWoche vorliegenden Informationen steht folgendes Modell zur Diskussion: Neben der Post besteht künftig nur noch eine weitere gesamtschweizerische Vertriebsorganisation für unadressierte Werbung. Dies wird eine neu zu gründende Firma sein, an der neben Post, DMC und Epsilon auch die 16 SM-Partner und vielleicht noch weitere Interessenten beteiligt sind. Die neue Firma erhält quasi die Oberhoheit über das ganze Verteilnetz und erteilt Gebietslizenzen an beteiligte Vertragungsfirmen.
Pikant: Die Post will sich offenbar zu mindestens 45 Prozent an der neuen Firma beteiligen, teils direkt, teils über ihre Töchter Epsilon und DMC.
Noch ist das Ei nicht gelegt, das die Post ausbrüten will
Fest steht, dass die vier Partner der Wettbewerbskommission (Weko) bereits «einen Kooperationsvertrag in dieser Sache zur Prüfung vorgelegt haben», wie Weko-Direktor Rolf Dähler auf Anfrage sagt. Die Weko untersuche nun, ob das neue Modell «Anhaltspunkte für Wettbewerbsbeschränkungen» gebe.
Die Kooperationswilligen geben sich wortkarg. Bei DMC und Epsilon waren die Geschäftsführer nicht erreichbar. Und Post-Sprecher Hubert Staffelbach mag weder bestätigen noch dementieren: «Zu Ihren Fragen kann ich keine Stellungnahme abgeben.»
Dementi-Versuche gibt es jedoch seitens des SM-Präsidenten Peter Wüthrich. Der Geschäftsführer des Anzeigers Luzern spricht von «Indiskretionen, die nicht stimmen und nicht fundiert sind». «Kein Kommentar» heisst es auch bei diversen SM-Mitgliedern. Aber einige verweisen auf René Bill, Geschäftsführer des SM-Mitglieds AWZ Bern, der allein «zu dieser Sache» Auskunft gebe. Auch Bill relativiert. DMC, Epsilon und SM würden seit drei Jahren Gebiete mit geringer Streudichte aus Kostengründen untereinander aufteilen. Auch in diesem Herbst habe es wieder solche «Gebietsbereinigungen» gegeben. «Alles andere ist einfach Spekulation», sagt Bill. Dass Verhandlungen über weitere Kooperationen im Gang sind, gibt er dann zwar zu, ebenso die Tatsache, dass bei der Weko ein Kooperationsvertrag zur Prüfung vorliegt. «Aber wir verhandeln in verschiedene Richtungen, es ist noch nichts Fertiges auf dem Tisch», sagt er.
Die Kooperationswünsche haben ihren Grund: In den letzten Jahren wurden netto um die drei Milliarden Franken für Direktwerbung ausgegeben, wenig für drei grosse und zahlreiche lokale Firmen. Der vielerorts sehr hohe Stoppkleberanteil erschwert die Situation, auch sind Verträger derzeit rar. Vor allem aber treiben Benzinpreise und LSVA die Kosten in die Höhe. Verschiedene SM-Mitglieder sind deshalb in Bedrängnis, und auch DMC arbeitet mancherorts mit Verlusten.

Im Wein ist die Wahrheit der Marke

Masse, Markt und Marketing sind die Stützpfeiler erfolgreicher Weinbrands

Masse, Markt und Marketing sind die Stützpfeiler erfolgreicher WeinbrandsVon Chandra KurtAuch Weine brauchen ihre Marke, um auf dem Weltmarkt bestehen zu können. Das Branding von Weinen ist in Mode gekommen. Freilich, nicht immer stehen die Winzer am Ursprung des Brands, und noch weniger bestimmen die Konsumenten seinen Wert. Immer dominierender im Weinbusiness werden die Zwischenhändler.
Was haben Gaja, Gallo und Penfolds mit Armani, Mitsubishi und Nike gemeinsam? Spontan würde man denken: nichts. Ausser dass es sich um international bekannte Firmen handelt. Obschon nicht alle genannten Bezeichnungen im Weinbusiness heimisch sind, geniessen sie den Status eines Brands. Sie geben dem Käufer eine Garantie für das Produkt und eine Identifikationsmöglichkeit. Sie geben ihm zudem die Sicherheit, dass er sich auf die Qualität des Gekauften verlassen kann, unabhängig vom bezahlten Preis. Denn Brands trifft man in jeder Preisklasse an, Weinbrands machen hier keine Ausnahme.
Trotzdem. Weinbrands leben nicht allein von Luft und Liebe. Sie müssen genährt werden. Und zwar kräftig. So sind es vor allem Investitionen im Marketing und in der Werbung, die eine Weinmarke zur Realität werden lassen. Und zwar Investitionen im grossen Stil. Denn das Bild eines Brands wird primär bei den Leuten ausgelebt, die es kaufen, und nicht bei denen, die es kreieren.
Das heisst, ihr Alltag wird durch die künstlich erzeugte Ausstrahlungskraft einer Labelassoziation bereichert. Und so decken erfolgreiche Weinbrands Bedürfnisse und Stimmungen ihrer Käufer von A bis Z ab. Angefangen bei der Verpackung über die Beschriftung bis hin zur Philosophie des Weinhauses.
Der eigentliche Geschmack des gekauften Rebensaftes spielt dabei fast schon eine untergeordnete Rolle. Weinbrands können einer fiktiven oder real existierenden Geschichte entspringen. Sie können entweder Früchte einer langen Familientradition sein oder Produkte eines begnadeten Geschichtenerzählers, wie beispielsweise des kalifornischen Winzers Robert Mondavi.
Ein verschlossener Wein ist wie Aladin in der Wunderlampe
Gerade der Name Mondavi ist ein unverwüstliches Statussymbol für die kalifornische Weinwirtschaft. Tausende Weinfreaks und Amateurentkorker reisen Jahr für Jahr ins kalifornische Napa Valley, um die Spuren Robert Mondavis zu entdecken und etwas Pionierluft zu schnuppern. Warum? Weil er ihnen mit seinen Weinen immer wieder Geschichten erzählt. Ganz im Gegensatz zu europäischen Winzern machte er nie ein Geheimnis um den Wein und seine Produktion. Er liess und lässt die Konsumenten an seiner Kreation teilhaben. Frei nach dem Motto: Man kann alles machen, was eine gute Story bringt.
Bekanntlich hat Wein für die meisten Weintrinker einen zweckdienlichen Charakter. Er ist zwar etwas mehr als eine Flüssigkeit, die man in Begleitung zum Essen oder mit Bekannten geniesst. Wein ist aber für unseren Alltag weniger essenziell als die Waschkraft eines neuen Waschpulvers oder die Leuchtstärke einer Glühbirne. In der Regel wird eine Flasche aus purem Vergnügen geöffnet, sei das zu Hause, im Restaurant oder in der freien Natur.
Aus diesem Grund hofft man, beim Entkorken einen ähnlichen Effekt zu erleben wie Aladin beim Putzen der Wunderlampe. Den Eintritt in eine neue Erlebnisdimension, bei der die eigene Fantasie voll ausgelebt werden kann und muss. Und dazu braucht es die magische Kraft von Weinbrands.
Eine Kraft, die erstaunlicherweise immer wieder umgesetzt werden kann. Oder gibt es eine fassbare Erklärung dafür, warum sich jeder geschmeichelt und besonders geehrt fühlt, wenn er in den Genuss eines Glases von Gajas Barbaresco kommt? Es ist nicht der Preis, der in diesem Fall zwar sehr hoch, aber nicht unbezahlbar ist. Es ist auch nicht die Rarität der Flasche, sondern vielmehr das Charisma, das sie und ihr Schöpfer ausstrahlen. Sie vermitteln die Energie von konstantem Erfolg. Klar doch, dass man sich dieses erstrebenswerte Gefühl etwas kosten lässt. Doch mit Geschmack und Traubensorten hat dies nicht mehr viel zu tun.
Anderes Beispiel: Während Angelo Gaja eine real existierende Person ist, die ihren Brandstatus mit italienischer Leichtigkeit in die Zukunft trägt, kämpft ein anderer Brand um die Gunst seiner Anhängerschaft. Die Rede ist von Bordeaux. Jahrzehntelang galt diese französische Weinregion als Krönung der Weinschöpfung und der Besitzer von alten Bordeaux als absoluter Weinkenner. Ein Zustand, der heute massiv an Stabilität eingebüsst hat.
Grund für diesen Treuebruch ist nicht die Konkurrenz, sondern die eigene Überschätzung und Missachtung der Kunden. Denn obschon der Mensch einem Brand in der Regel über Jahre hinweg treu bleibt, darf das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus dem Gleichgewicht fallen.
Imagekorrekturen sind nicht leicht zu bewerkstelligen
Genau das ist in den letzten Jahren in Bordeaux geschehen. Ohne sich seiner Käuferschaft zu besinnen, trieben die einzelnen Châteaux ihre Flaschenpreise nach oben, ohne mehr dafür zu bieten. Und zwar auf qualitativer wie auch auf Imageseite.
Die Korrektur dieses Ungleichgewichts ist jetzt mehr als ein schwieriges Unterfangen. Einerseits kann das Bordelais nicht plötzlich mit neuen Brands auftauchen, andererseits strömen mehr und mehr Weinbrands aus der Neuen Welt auf unseren Markt, die preislich und geschmacklich genau den Nerv der Zeit treffen.
Ähnlich wie Weinbrands sind auch Verkaufsstellen gebrandet. Dabei spielt die klare Definition des Sortiments eine zentrale Rolle. Die Zürcher Weinhandlung Bindella wird nicht wegen ihrer Champagnerauswahl, sondern wegen der Italiendominanz aufgesucht. Namen wie Sassicaia, Tignanello oder Solaia stehen in direktem Zusammenhang.
Landolt, Zweifel und die Zürcher Staatskellerei haben sich vor allem mit heimischen Eigenabfüllungen einen Namen gemacht, und bei der Weinauswahl von Beat Caduffs Vinothek zum Wohlsein kann man getrost davon ausgehen, dass jede Flasche dem Bündner Gastronomen zu Wohlbefinden verholfen hat.
Brandbuilding verschiebt sich zu den Zwischenhändlern
In Zukunft werden ohnehin Wiederverkäufer entscheiden, was ein Brand ist. Und nicht die Produzenten, wie Konsumenten fälschlicherweise annehmen könnten. Jetzt schon werden in der Schweiz rund 70 Prozent des jährlich getrunkenen Weines im Warenhaus oder beim Grossverteiler eingekauft. Das sind immerhin 200 Millionen Liter. Tendenz steigend.
Ebenfalls steigend ist die Anzahl von Brands im Warenhausgestell. Je grösser die Auswahl, desto schwieriger der Entscheid. Zu viel müsste man wissen, um optimal wählen zu können. Ein Brand hingegen ist der Garant für die richtige Entscheidung. Er ist massentauglich. Daher ist es auch logisch, dass jede Preisklasse und jede Weinregion sowie jeder Weintyp seine Brandmarken hat.
Brandgegner befürchten, dass die Kultivierung einzelner Marken die natürliche Entwicklung der Weinkultur unterdrückt. Es ist aber nicht der Brand allein, der eine Vielzahl individueller Winzer in den Ruin treibt, sondern ein national geeichter Geschmack. Modeweine und Trinktrends sind viel gefährlicher als das Label eines Weinguts. Denn Brands stoppen nicht das Interesse der Konsumenten.
Im Gegenteil. Sie besitzen die erstaunliche Gabe, Interesse für etwas zu wecken, das einerseits eine Vielzahl gleichwertiger Konkurrenten um sich versammelt und andererseits nur aus Vergnügen den Hals hinunterfliesst. Anders als bei Kleiderbrands veranlassen Weinbrands Konsumenten zu aktiven Handlungen. Man kauft sich Bücher über die Weinregion oder fährt sogar mit dem Auto hin. Und so wird plötzlich etwas aus Verkaufszwecken künstlich ins Leben Gerufene lebendig und greifbar. Ohne die magische Energie eines Brands wäre das kaum möglich.
Bekanntlich gibt es ja keinen Trend ohne Gegentrend. Und
so schafft die stetige Zunahme von globalen Brands erneut
auch Platz für Lokalmatadoren. Also Weine, die nur in ihrer Heimat oder einem geografisch begrenzten Umfeld einen Absatzkanal finden. Diesen Abfüllungen ist es schliesslich zu verdanken, dass die Weinregionen weltweit individuelle Nischen behalten und nicht zum Einheitsbrei verkommen.
Obschon Werbetexte, die einen Brand begleiten, meist den individuellen Charakter des Produkts herausstreichen, können sie ihm genau das gar nie geben. Brand bedeutet automatisch Masse, Markt und Marketing.

Service: Print Media Planer 2001

Ab sofort können Titelinformationen der Schweizer Presse, wichtigste Ergebnisse der Mach Basic 2000, VSW-Verbreitungsdaten und Auswertungen der Internetstudie MA Net 2000 im 25. Print Media Planer nachgeschlagen werden.

Ab sofort können Titelinformationen der Schweizer Presse, wichtigste Ergebnisse der Mach Basic 2000, VSW-Verbreitungsdaten und Auswertungen der Internetstudie MA Net 2000 im 25. Print Media Planer nachgeschlagen werden.Service Print Media Planer 2001
Den gibts in Deutsch und Französisch für 30 Franken bei jeder Publicitas-Filiale oder bei der Publimedia.
Corporate Publishing FactbookErstmals publiziert das Forum Corporate Publishing, in dem CP-Dienstleister aus dem deutschsprachigen Raum zusammengeschlossen sind, das «Factbook». Es soll als jährlich erscheinendes Standardwerk der Branche für zunehmende Transparenz im CP-Markt sorgen und die Herausgeber von Kundenzeitschriften ebenso wie Marketing- und Kommunikationsentscheider über die wichtigsten Entwicklungen in allen Bereichen des Corporate Publishing informieren. Das «Factbook 2001» ist für 98 Mark zu beziehen bei der Geschäftsstelle des Forums, petra.tewes@ forum-corporate-publishing.de oder Tel. 0049 89 34 077 977.
Handbuch der Kommunikation 2001In zehn Kapiteln liefert die Schweizer Werbe-Agenda 2001 Infos rund um die Themen Werbung, Kommunikation, Medien und Marketing. Die neuste Ausgabe enthält auch einen Schlagwort- und Firmenindex. Alle Adressen gibts auch auf dem Internet unter www.werbeagenda. ch. Die 900-seitige Agenda kostet 190 Franken und erscheint im Orell Füssli Verlag, ISBN 3-280-03121-4.

Grosse Nische für einen Kleinen

Star Plakat baut mit bestehendem Know-how Plakatstellennetz für eine mobile Zielgruppe auf

Star Plakat baut mit bestehendem Know-how Plakatstellennetz für eine mobile Zielgruppe aufVon Markus KnöpfliWer tankt, muss warten. Diese Wartezeit einer mobilen Zielgruppe will jetzt der junge Aussenwerber Star Plakat für die Werbebedürfnisse seiner Kunden nutzen: mit einem Plakatstellennetz nur an Tankstellen.
Rund drei Minuten dauern Aufenthalte von Tankstellenbenützern an Zapfsäulen. Diese wertvolle Zeit liess man bisher ungenutzt verstreichen – zumindest aus werblicher Sicht: Schweizer Tankstellen weisen kaum Werbung auf. Dieses brachliegende Potenzial will deshalb die seit zweieinhalb Jahren bestehende Firma Star Plakat aktiv nutzen. Dazu lanciert sie in Zusammenarbeit mit der Migrol ein Tankstellennetz mit Plakatflächen.
Migrol verfügt über insgesamt 350 Tankstellen. Ins Star-Plakat-Netz einbezogen werden aber nur jene 290, die jährlich mindestens 40000-mal besucht werden. Geplant sind insgesamt 1400 B12- und rund 500 B200-Flächen. Derzeit sind zehn Tankstellen erschlossen, sieben davon in Zürich.
«Für weitere 50 Migrol-Tankstellen liegen uns Baubewilligungen vor, sodass wir ab Mitte 2001 insgesamt 300 frequenzstarke B12- und 70 B200-Plakatflächen anbieten können», sagt Renato Schena, Geschäftsführer und Alleininhaber von Star Plakat. Alle diese Plakatflächen lassen sich individuell belegen und sind exklusiv über Star Plakat buchbar. Ab dem Jahr 2002 will Star Plakat dann für beide Plakatformate je zwei nationale Tankstellennetze anbieten.
Erste Versuche schon in den Neunzigerjahren
Die neuen Plakatstellen sind gut sichtbar. «Sobald der Kunde den Zapfhahn in den Einfüllstutzen eingeführt hat, soll sich der erste Blick auf eines der Plakate richten», erklärt Schena sein Konzept. Dank Beleuchtung auch nachts. Mit diesen Flächen lässt sich ein vorwiegend mobilitätsorientiertes Zielpublikum ansprechen: Touristen, Pendler, Anwohner, die einkaufen, und Handwerker, die sich hier eine Znünipause gönnen.
In der Schweiz bestehen insgesamt 3652 Tankstellen von gut zehn Betreibergesellschaften (siehe Tabelle). Star Plakat hat damit zweifellos eine Nische entdeckt und sich mit Migrol auch einen mittleren Player angelacht. Und doch ist Star Plakat nicht der Erste. Mitte der Neunzigerjahre ist der heute zu Plakanda gehörende Aussenwerber AWI mit OK Coop (neu: Coop Mineralöl) und später auch mit Tamoil entsprechende Partnerschaften eingegangen (siehe Kasten).
Das ist kein Zufall, war es doch Schena, der damals als AWI-Geschäftsführer die Idee mit den Tankstellen-Plakatflächen mit Coop einfädelte. Als AWI von Plakanda übernommen wurde, war die AWI-Crew überzählig. Da baute diese zusammen mit Schena Star Plakat auf und verfolgt seither beharrlich die Idee weiter.
Die Expansion ist bereits geplant: Zurzeit laufen Verhand-lungen mit weiteren Tankstellennetzbetreibern. Unter anderem ist auch eine Ausschreibung des Branchenzweiten Shell im Gang, bei der neben Star Plakat auch Plakanda/ AWI, die APG sowie die Berner Firma Gutjahr offeriert haben.
Noch kann Star Plakat vom Migrol-Tankstellennetz nicht leben. Das Hauptangebot besteht deshalb noch aus Plakatflächen, die bei der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) fest gepachtet sind oder – wie in Zürich – befristet gemietet werden können.
Insgesamt sechs Schweizer Tourismusregionen sind so von Star Plakat erschlossen. Zudem verfügt die Firma in Basel und Bern über je 90 und in Luzern über 25 B12-Plakatstellen. In Zürich sind individuell wählbare Netze mit B12- und B200-Stellen erhältlich.
Auch sonst arbeitet Star Plakat eng mit der APG zusammen: Sämtliche Star-Plakat-Stellen werden technisch von der APG bewirtschaftet. Schena ist umgekehrt auch Geschäftsführer der APG-Tochter Externa Media. Das vierköpfige Team von Star Plakat erzielte dieses Jahr gemäss Schena einen Bruttoumsatz von drei Millionen Franken. Zum Vergleich: Die APG setzte 1999 in der Schweiz rund 217 Millionen Franken um.
Öffentliche Tankstellen (TS)

der MineralÖlgesellschaften
in der schweiz
Anbieter TS TS-Shops
Avia 656  65
Shell 537 271
BP 417 172
Migrol 348 133
Agrola 348  11
Agip 343 128
Esso 275 127
Tamoil 237  92
Elf 194  39
Coop Mineralöl*  90  68
Diverse 207  30
Total 3652 1136
*bisher OK Coop
Quelle: Erdölvereinigung: Stand: 1. 1. 2000

Kein Ende des «Psycho-Scheiss»

IP Multimedia hat zu einem Trendtalk über «Real Life Soaps» geladen – daraus wurde eine Abrechnung

IP Multimedia hat zu einem Trendtalk über «Real Life Soaps» geladen – daraus wurde eine AbrechnungVon Andreas Panzeri«Viele von uns sind süchtig danach und andere hassen sie. Doch keiner kann ihnen entkommen!», hiess es in der Einladung der IP Multimedia zum Trendtalk über «Real Life Soaps». Diskutiert wurde in illustrer Runde über die Quotenjagd mit solchen Shows «zwischen Selbstdarstellung und Überlebenstraining».
«Es kommt nicht darauf an, wie eine Sache ist, sondern wie eine Sache wirkt», hat Tucholsky einmal gesagt. Diese Weisheit diente der Gesprächsrunde als Ausgangspunkt für ihre Diskussion über «Big Brother» und seine Schwestersendungen.
Um gleich zu Beginn der Talkshow ein bisschen Action ins Geschehen zu bringen, wollte dazu Gesprächsleiter Gerry Reinhard von Radio Z wissen, was seine Gäste denn von einer Entwicklung hielten, bei der die Containersendung «Big Brother» in Deutschland künftig ein ganzes Jahr lang dauern soll, wobei es um eine Siegerprämie von fünf Millionen Mark gehen könnte.
«Da ist noch nichts entschieden», meinte dazu lapidar Torsten Prenter, Programmleiter von RTL 2. Mit einem Blick in die Zukunft des Fernsehens verriet er aber erste Details über die Sendung «Der Club». So wird bald einmal die Update-Version der Proletenshow «Big Brother» heissen.
Wie andere Spin-offs aus dieser Schmuddelecke der TV-Programmschaffenden soll dieses Format noch mehr mit den Möglichkeiten der Interaktivität spielen. Dazu soll «Der Club» mehr zuverlässig kalkulierbare Abwechslung bieten, indem die fixen «Insassen» im Clubhaus regelmässig ihre Wunschgäste einladen können.
Als weitere Blutsbrüder der «Big»-Sendung wird bei RTL 2 momentan auch über eine Arztpraxis als Senderahmen oder sogar eine Schule nachgedacht. Grundsätzlich dürfte sich bei all diesen futuristischen TV-Konzepten allerdings kaum viel ändern. Zumindest hat Prenter anlässlich dieser Talkshow im fernsehgeschichtsträchtigen Studio Bellerive noch nichts Konkretes aus dem Container gelassen, mal abgesehen von der Prophezeiung, dass es die Quizshows bald wieder zurück in die Prime Time schaffen.
Die restlichen Talkgäste haben diese No-News in Sachen Zukunft in der weiteren Folge des Trendtalks zum Anlass genommen, umso eingehender über den Istzustand zu reden beziehungsweise ausgiebig und lustvoll über «Big Brother» zu lästern.
Real Life TV ist nicht das
Gleiche wie Reality TV
«Wir haben noch nichts von einem Mehrumsatz bei unserem Kaugummiverkauf gespürt», witzelte Alex Minder, Geschäftsleiter Stimorol. Diese Marke sponsert den aufs Finale zusteuernden «Big Brother» von TV 3. Bei der nächsten Staffel will Stimorol nicht mehr dabei sein. «Das hat aber nichts mit Erfolg oder Misserfolg zu tun. Es gehört zum Konzept von Stimorol, dass wir nur bei völlig neuen Sachen als Sponsor mitwirken. Uns interessiert die Initialzündung», präzisierte Alex Minder.
Kein Hehl aus seiner Geringschätzung für «Big Brother» machte Andy Lehmann. Der Geschäftsleiter Optimedia legte aber Wert auf die Unterscheidung, dass er seine persönliche Meinung nie in ein Geschäft seiner Kunden einbringen würde. «Wenn solche Sendungen viel Zuschauer haben und meine Kunden dort Werbung schalten wollen, dann ist das wunderbar», meinte er.
Als Vierte in der Runde hat IP Multimedia Karin Böhme-Dürr eingeladen. Die Dozentin für Medienwissenschaften an der Universität Düsseldorf gibt demnächst ein Sachbuch zur Trendentwicklung rund um das Phänomen «Big Brother» heraus.
Unter dem Titel «Hinter verschlossenen Türen» will Böhme den Erfolg des international gefragten «Big Brother»-Konzepts ergründen. «Wie hat alles zusammenspielen müssen, dass der Erfolg so gross ist, wie er heute ist?», fragte sie und suchte eine erste Antwort wissenschaftlich korrekt bereits im Begriff «Real Life TV», den die Medienforscherin an Stelle von «Reality TV» in ihrem Buch verwenden will.
Klar wurde auch, dass am Erfolg von «Big Brother» nicht nur die verantwortlichen TV-Anstalten, sondern auch alle anderen Medien passiv und aktiv beteiligt sind. Die NZZ begleitet das Phänomen mit Fachartikeln. Der Blick macht eine Story aus dem Liebeskummer von Janines allein zu Hause fernsehendem Freund.
«Psycho-Scheiss» aus dem
Container ist Wahnsinn
Und sonst? Man wisse aus verschiedenen Untersuchungen, dass junge Menschen Vorbilder suchen. Diese könnten sie in der Schule oder gar Kirche aber immer weniger finden. Schon drei- bis dreizehnjährige Kinder würden deshalb heute regelmässig «Big Brother» schauen, wurde als These in den Raum gestellt. Und was lernen sie dort, ausser beim Mobben trotzdem ein freundliches Gesicht zu machen?
Für Karin Böhme-Dürr ist bei dieser Frage klar, dass auch «Charaktere, die vom Zuschauer abgelehnt werden, eine didaktische Hilfe darstellen können». Weniger wissenschaftlich wollte es Alex Minder sehen: «Früher schaute man dem König aufs Leben. Heute eben seinen Nachbarn», kommentierte er.
«Nur wir Alten diskutieren dauernd über Sinn oder Unsinn der Show im Container. Die Jungen schauen einfach oder sie schauen es nicht», philosophierte Lehmann, mittlerweile der ewigen Fachsimpeleien um diese neue TV-Reality leicht überdrüssig. Und bezüglich einer immer wieder durchschimmernden Geringschätzung des Publikums meinte er: «Mein Sohn, ein Wirtschaftsstudent, hat keine Probleme damit, heute bei ‹Big Brother› und morgen beim ‹Literarischen Quartett› reinzuzappen.»
Der Mediaspezialist plädierte deshalb dafür, dass «Big Brother»-Fans nicht als Psychopathen behandelt werden sollen. Weniger gespielt als echt ärgerte sich Lehmann aber in der Talkrunde, als Karin Böhme-Dürr über die psychologischen Folgeschäden für ehemalige Mitmobber im Container sprechen wollte.
Was passiert mit Motzhenne Conny oder Bulle Remo, wenn sie von ihrer Berühmtheit plötzlich wieder in die Vergessenheit versenkt werden?
«Quatsch», meinte dazu Lehmann und schimpfte: «Solcher Psycho-Scheiss ist ja Wahnsinn im Vergleich zu echten Problemen, zum Beispiel von Leuten, die arbeitslos sind.» Lehmann fand solche Diskussionen «mit der Psychologie gespielt». Moderator Gerry Reinhard brachte das Streitgespräch dann aber wieder auf den Punkt: «Auch nach einer Woche Pfadilager kommt ein Kind gestört nach Hause.»
Brutalere Realityversionen schaden dem Sponsorenimage
Etwas sachdienlicher für die zahlreich anwesenden Werbeleute wurde schliesslich der Nutzen analysiert, den potenzielle Sponsoren oder Werbetreibende mit Spotschaltungen rund um solche «Real Life Soaps» erwarten dürfen. Gemäss dem Vorsatz: «Stimorol will dort einsteigen, wo ein Trend am Entstehen ist», zeigt sich Alex Minder rückblickend glücklich über sein Engagement bei «Big Brother», denn der Trend hat voll gezündet.
Bezüglich der neuen Idee mit fünf Millionen Mark Gewinn für den Sieger im einjährigen Containerknast ist Lehmann von Optimedia allerdings skeptisch, ob hier nach wie vor ein sinnvolles Umfeld für die Werbung vorhanden ist. Eine so grosse Kiste könnte nur noch von entsprechend ebenfalls grossen Sponsor-firmen wie zum Beispiel Banken finanziert werden. Und diese hätten mit der Sendung wohl wenig am Hut.
«Es ist entscheidend, womit eine bestimmte Marke in Verbindung gebracht wird. Wenn ich etwas sponsere, will ich wissen, in welcher Form ein Imagetransfer auf meine Marke stattfindet», äussert sich auch Stimorol-Chef Minder skeptisch gegenüber ständig brutaleren Versionen der Mobbinggames oder sonst noch zu erwartenden Realityshows.
Dieser Aussage setzte RTL-Mann Prenter zwar entgegen, dass allein die TV-Station die Verantwortung für einen Inhalt habe und nicht der Sponsor. «Wichtig ist die Kontaktgruppe», meinte er.
Prenter wurde in der Schlussrunde aber allgemein überstimmt: «Wer als Sponsor etwas unterstützt, unterstützt es auch inhaltlich. Das wirkt werbemässig ähnlich wie bei Testimonials!»

Über Keystone nach Cannes

Keystone und Plakanda/AWI laden junge Kreative bis 30 Jahre zum Plakatwettbewerb

Keystone und Plakanda/AWI laden junge Kreative bis 30 Jahre zum PlakatwettbewerbVon Andreas PanzeriMehr als 10 Millionen Bilder schlummern in den Archiven von Keystone. In einem neu geschaffenen Wettbewerb unter dem Titel Cannes Open sollen junge Kreative bis 30 Jahre jetzt aus diesem Fundus ein Plakat gestalten. Die besten Arbeiten werden mit einer Reise an das Werbefestival nach Cannes belohnt.
«Der Wettbewerb Cannes Open soll zu einer sich alljährlich wiederholenden Institution zur Förderung von jungen Kreativen werden», meint CD Daniel Meier bei Honegger von Matt. Diese Agentur organisiert im Auftrag der Schweizer Bildagentur Keystone und Plakanda/AWI den neuen Wettbewerb. Zur Teilnahme berechtigt sind alle bekannten oder bis jetzt auch heimlich kreativen Talente bis 30 Jahre. Es werden zudem Teams mit maximal zwei Personen zugelassen.
Die Aufgabe öffnet der Kreativität alle Grenzen: Mit einem oder mehreren Fotos aus dem Archiv der Bildagentur Keystone soll ein Plakat für ein Unternehmen der eigenen Wahl gestaltet werden. Ob Waschmittel, Wunderkerzen oder Wanderferien: Es werden keine Einschränkungen bei der Auswahl der zu bewerbenden Unternehmen gemacht. Einzige Bedingung: Die Wettbewerbsarbeiten müssen – beziehungsweise dürfen – mit Bildern aus dem gesamten Sortiment von Keystone gestaltet werden.
«Unsere Bildagentur ist im europäischen Vergleich klein, technisch gesehen aber Spitze», meint Walter Grolimund, CEO des 1953 gegründeten Unternehmens. Mehr als 10 Millionen Bilder haben sich seither im Archiv von Keystone angesammelt. Dank der frühzeitigen Digitalisierung und Einführung einer webtauglichen digitalen Datenbank bereits im Jahre 1994 ist dieser Schatz für Zeitungen und Werbeagenturen jederzeit schnell und offen zugänglich.
Rund 200000 Bilder sind bis heute in digitaler Form auf einer Datenbank gespeichert worden. Diese läuft auf einem Unix-Server und hat mit einem Speicher von derzeit 650 Gigabyte genug Platz für mehr als 800000 Bilder. Mit 17 fest angestellten Fotografinnen und Fotografen sowie der Zulieferung internationaler Bilddienste wie AP und EPA wird das grösste Fotoalbum der Schweiz täglich um 1200 Fotos bereichert.
Wer professionell mit Keystone zusammenarbeiten will, kann gegen eine Abonnementsgebühr von monatlich 50 Franken via Internet frei im Archiv herumsuchen. Wer sich nur gelegentlich oder individuell bedienen lässt, bekommt seine Bilder per E-Mail, ISDN, FTP oder Postversand geliefert.
Alle Wettbewerbsinfos sind über Internet zu beziehen
Wie die Teilnehmer am Cannes Open zu ihren Bildern kommen, können Interessierte (bald) auf der Website www.cannes-open.ch erfahren. Hier werden auch die Teilnahmebedingungen sowie Infos über Kontaktpersonen aufgeschaltet, die bei Keystone für Beratungen oder das Bestellen von Bildern zuständig sind. Erste Infos finden sich auch im Inserat auf Seite 4 in dieser Ausgabe der WerbeWoche.
Der Jury liegen bis jetzt (provisorische) Zusagen vor von Matthias Freuler, CD Wirz, Daniel Comte, CD McCann-Erickson, sowie der freien CD Simone Fennel und dem freien Konzepter Markus Ruf. Die Gewinner reisen mit ihrer Arbeit gratis nach Cannes, inklusive Flug, Hotel, Eintritte und Einreichegebühren.
Ausserdem stellt Plakanda/ AWI ab dem 26. März während sechs Wochen je zwei B12-Plakatstellen an der Weinbergstrasse zur Verfügung. Und die WerbeWoche berichtet natürlich über die Gewinner. Dazu haben wir für die besten Arbeiten prominente Plätze reserviert.

Ausserdem: Die Wiener PR-, Event- und Promotion-Agentur On Duty will mit eigenem Büro den Schweizer Markt erobern. Vor kurzem eröffnete On Duty eine Dépendance in St-Prex VD.

Ausserdem Die Wiener PR-, Event- und Promotion-Agentur On Duty will mit eigenem Büro den Schweizer Markt erobern. Vor kurzem eröffnete On Duty eine Dépendance in St-Prex VD. Geschäftsführer Oliver Knehs soll vom Genfersee aus aber nebst der Schwe

Ausserdem Die Wiener PR-, Event- und Promotion-Agentur On Duty will mit eigenem Büro den Schweizer Markt erobern. Vor kurzem eröffnete On Duty eine Dépendance in St-Prex VD. Geschäftsführer Oliver Knehs soll vom Genfersee aus aber nebst der Schweizer Marktbearbeitung auch die Fühler in den französischen Raum ausstrecken.
Nach drei Jahren bei Cinecom & Media verlässt Philip Hofmann, stellvertretender Leiter Division Print, den Werbevermarkter per 11. Dezember. Seine Nachfolge übernimmt Katja Biffiger, die ihre Stelle am 3. Januar antritt.
Nicolas Betticher wird Pressesprecher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes (EJPD). Er ersetzt Hansjürg Wiedmer, der als Informationschef in die Bundesanwaltschaft übergetreten ist.
Die m & m Media Agentur, Glattbrugg, erhält einen neuen Geschäftsführer. Ab 1. Januar übernimmt Markus Worch das Amt von Urs Schneider, der Mitte März auch als Mitglied des Verwaltungsrates zurücktreten will.
Der bisherige Sunrise-Sprecher Stephan Howeg wird Kommunikationschef der fusionierten Telecomfirmen Sunrise und Diax.
Urban Möll wird ab 1. April neuer Geschäftsführer der Ringier-Tochter Zürcher Druck und Verlag AG in Rotkreuz. Er löst Alois Sigrist ab, der im nächsten Frühjahr pensioniert wird.
Die Hamburger Direktmarketingagentur Go hat ein Büro in Zürich eröffnet. Die Geschäftsführung übernimmt Stefan Rüttinger, Marianne Festner wird als CD tätig sein.
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