Aufgefallen: Die New York Times macht vor, was Boris Becker abhanden gekommen ist.
AufgefallenDie New York Times macht vor, was Boris Becker abhanden gekommen ist. Das Vermitteln von wahren, zukunftsfähigen Werten, an die man wie frau gerade in einer solch schnelllebigen Zeit gerne glauben möchte. Zumindest was das immer wieder
Chandra Kurt
Kolumne
Wahr oder unwahr?
Von Anna Esposito
Korrigenda: Das Nachrichtenmagazin Facts (englisch für Fakten) entschuldigt sich bei der gesamten Werbewelt für den Fauxpas von vergangener Woche. Und fordert vorsorglich für nächstes Jahr alle Werberinnen und Werber auf, ihren Lebenslauf und die Liste der gesammelten Preise und Auszeichnungen an hannes.britsch [email protected] einzusenden. So kann im Januar 2002 bei Redaktionsschluss der WerbeWoche am Dienstagabend doch schon mal eine vollständige Namenliste publiziert werden, auf der sich mit hundertprozentiger Sicherheit der Sieger/ die Siegerin des darauf folgenden Donnerstags befindet.
Die diesjährige Kommunikationspanne und die daraus folgende Botschaft an die Aussenwelt rund um den Werber des Jahres hat ja neben der Komik unfreiwillig auch etwas Wahres an den Tag gebracht: Oft stecken zwei (oder mehr) Werber hinter einer Idee. Die genannte Primeur-Prophylaxe wird also auch einen netten Nebeneffekt haben: Sie rückt den Fact in unser aller Bewusstsein zurück, dass Werbung, trotz grassierenden Gewinnerkults, ganz am Rande doch etwas mit Teamarbeit zu tun hat. Sonnenklar, das Copyright für Geniestreiche teilt sich die kreative Korona, daran gibts nichts zu würfeln. Doch hie und da befällt einen intern die Einsicht, dass der Einfall (Heureka!) eingebettet in allerlei Firlefanz geboren wurde (Stichwort Analyse, Briefing, Gespräche, Ausbeuten von Juniortextern). Und in der Realisation auch das eine oder andere ausgerissene Bein gekostet hat (siehe Mediaplanung, Produktion, Lunchen mit der Presse).
Das Schöne, wenn sich nächstes Jahr alle Werbetreibenden auf der Bühne einfinden und von der dann amtierenden Miss Schweiz angestrahlt werden: Der alles vergiftende Neid fällt weg, und wir können getrost zusammen ein Bier kippen. Was für die Werber unterm Jahr schon immer das offene Erfolgsgeheimnis war.
Sprachbeobachter
Hundert Fragen ans neue Jahr (51–75)
51. Würden Sie lieber anders heissen? Wie?
52. Hat Ihr Leben einen Sinn? Und das Ihrer Mitmenschen?
53. Glauben Sie, dass das Internet die Welt verbessert?
54. Pflegen Sie Ihren Körper?
55. Denken Sie mit dem Kopf, mit dem Bauch oder von Hand?
56. Wollen Sie IhreN Ex-PartnerIn nie mehr sehen, oder möchten Sie Freunde bleiben?
57. Lügen Sie ab und zu? Wie fühlen Sie sich dabei?
58. Sind Sie schon einmal verhaftet worden?
59. Haben Sie schon einen Menschen getötet?
60. Wären Sie froh, wenn bestimmte Leute umgebracht würden. Wie viele wären das ungefähr?
61. Überlegen Sie erst, bevor Sie antworten?
62. Erinnern Sie sich an den peinlichsten Moment in Ihrem Leben?
63. Staunen Sie ab und zu über sich selbst?
64. Wofür bekommen Sie Komplimente? Wofür würden Sie gern welche bekommen?
65. Können zwei Menschen für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben?
66. Was denken Sie über ein Ehepaar, das sich mit Mutti und Vati anspricht?
67. Haben Ihre Eltern Sie gewollt, gestillt, geliebt, getragen?
68. Wenn Sie nur etwas aus Ihrem brennenden Haus retten könnten, was wäre das?
69. Wie weit denken Sie voraus?
70. Möchten Sie in die Zukunft schauen können? Würden Sie es tun?
71. Macht Alleinsein stark oder schwach?
72. Sind Sie stark? Wozu?
73. Mögen Sie Betrieb oder haben Sie lieber Ihre Ruhe?
74.Wie soll man leben?
75. Welche Stimme hören Sie, wenn Sie diese Fragen lesen?
Beat Gloor, www.textcontrol.ch
