Danielle Lanz

Jurypräsidentin der Kategorie Publikumsanzeigen

Jurypräsidentin der Kategorie PublikumsanzeigenWas ist an den Anzeigen für Bilanz und Hakle «Waage» so wegweisend, dass sie Gold bekommen haben?: Beides sind sehr gute Ideen, die sehr gut umgesetzt wurden.
Wie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie?
Lanz: Das Niveau war hoch. Wir konnten aus den Silberarbeiten sogar zwei zu Gold machen.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Lanz: Generell nicht so hervorragend. Advico hatte aber ein sehr starkes Jahr.
Welche Arbeiten könnten am
Werbefestival in Cannes Chancen haben?
Lanz: Beim Print haben gute Bildideen die besten Chancen wie zum Beispiel die Downhill-Cross-Anzeigen für Flims Laax Falera oder das Superman-Plakat für Arena Krafttraining.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Lanz: Darauf, dass nicht geschummelt wurde.
Der ADC ist 25-jährig: Setzten Sie die Messlatte deshalb noch höher an als sonst?
Lanz: Wäre doch schade, wenns zum 25-Jahr-Jubiläum statt eines ADC-Buches nur ein ADC-Heft gäbe.

Klare konsonante Konzeptionen

Natürlich sagt Michel Bozikovic nicht Nein, wenn ihn jemand mit der Entwicklung einer Printkampagne beauftragen will.

Natürlich sagt Michel Bozikovic nicht Nein, wenn ihn jemand mit der Entwicklung einer Printkampagne beauftragen will.Das Werbe- und Tonstudio Arkanoela Records eröffnete der 29-jährige Texter und Musiker aber, um seine Fähigkeiten zum Nutzen seiner Auftraggeber ganzheitlicher einsetzen zu können. Ein Werbeatelier, das den klassischen Auftrag mit sämtlichen musikalischen Aspekten der Werbung kombiniert – so umschreibt Bozikovic seine Dienstleistung.Die Anfang Jahr gegründete Firma mit Sitz in Zürich bietet Konzeption, Vertextung und Vertonung auditiver und audiovisueller Werbemittel, auch von nicht werblichen Produktionen, aus einer Hand an. In dieser Konstellation wird das tonale Element zur integralen Komponente von Strategie und Konzeptionsprozess. Diese vervollkommnet nun als dritter grosser Wirkungsfaktor neben Sprache und Bild die Identität und Gestalt des zu bewerbenden Gegenstandes zu einem vokalen Dreiklang. Bozikovic, der nach der Wirtschaftsmatur Philosophie und Publizistik studierte, komponiert ausserdem Spotmusik und Jingles und verfasst Drehbücher.
Bereits im Alter von fünf Jahren begann das Multitalent Geige zu spielen. Später lernte Bozikovic ausserdem noch Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Er konzertierte mit verschiedenen Bands und produzierte mehrere Demo-CDs.
Vor der Gründung von Arkanoela Records war der musikalische Werber Texter/Konzepter unter anderem bei FCB Leutenegger Krüll, Studer & Zappe, Ogilvy & Mather und JWT + Hostettler + Fabrikant. Derzeit arbeitet er als Freelancer etwa für die Agentur Fünf Freunde. (ew)

Mehr Klicks aufs Blick-Girl

Blick Online treibt die Emanzipierung der Printausgabe voran

Blick Online treibt die Emanzipierung der Printausgabe voranBlick Online soll nicht länger nur ein Abbild der Printausgabe sein, sondern vermehrt die Möglichkeiten nutzen, die das Internet bietet.» So kommentiert Andi Maerz, Leiter E-Content bei Ringier AG, den Neuauftritt von Blick Online. Ende Januar wurde der grössten Schweizer Tageszeitung im Internet ein neues Design verpasst. Ab Frühling soll auch inhaltlich bei den Bereichen News, Sport, Technologietrends und Unterhaltung aufgestockt werden.Maerz will sich noch nicht darauf festlegen, ob die Besucher der Plattform dann schon multimediale Inhalte wie RealVideo oder RealAudio geniessen werden. Das sei einerseits eine Frage der Breitbandverbreitung bei den Usern und anderseits der Preise für das Hosting. «Ein RealVideo- Blick-Girl, -Boy oder -Pärchen steht bei mir hoch oben auf der Wunschliste», gesteht Maerz.
Bis es so weit ist, lässt sich das Blick-Girl immerhin durch verschiedene Posen klicken. Das sorgt für zusätzliche Page- und Ad-Impressions. Die sollen nicht zuletzt die Kasse zum Klingeln bringen, gehört doch die Erotikrubrik hinter der Homepage zu den beliebteren Angeboten der Site und zu den teureren Bereichen für Onlinewerbung.
Auch bei Cashtv.ch und ZHOL.ch rüstet man weiter auf: «2001 soll Zürich Online interaktiver werden», kündigte Urs Padel, Chefredaktor und Geschäftsleiter ZHOL, im Dezember an: Mit der Onlinesoap für Hund Wwwaldo konnte sich die Redaktion bereits im Dezember auf ein multimedialeres Zeitalter vorbereiten. Christian Weishaupt

News: Ringier Print übernimmt Specter

Ringier Print Zofingen hat den Zürcher Druckvorstufenbetrieb Specter übernommen und integriert ihn in den Geschäftsbereich von Ringier PreMedia. Der Name bleibt indes bestehen.

Ringier Print Zofingen hat den Zürcher Druckvorstufenbetrieb Specter übernommen und integriert ihn in den Geschäftsbereich von Ringier PreMedia. Der Name bleibt indes bestehen.NewsRingier Print übernimmt Specter
Dieter Graf übernimmt die Teamleitung, Marcel Bosshard bleibt Produktionsverantwortlicher. Specter konzentriert sich auf die Mediendatenaufbereitung für Werbekampagnen.
Tele 24 startet SMS-KontaktshowDer Privatsender Tele 24 lanciert zusammen mit Swisscom Mobile und Nokia die Unterhaltungsshow «SMS – Ich liebe dich». In der Sendung, die sich an Jugendliche richtet, werden jeweils zwei männliche und weibliche Singles vorgestellt, die von den Zuschauern per SMS befragt oder gar zu einem Date eingeladen werden können. Die Ergebnisse dieser Kontakte werden in den Folgesendungen präsentiert. «SMS – Ich liebe dich» läuft erstmals am Donnerstag, 1. Februar, um 18.30 Uhr.
Letzte Subventionen für Toaster Die Jugendzeitschrift Toaster erhält von der Stadt Zürich ein letztes Mal Subventionsgelder aus dem Budget für Soziokultur. Der Gemeinderat hat – gegen die Stimmen der SVP – einem Kompromissvorschlag zugestimmt und für 2001 250000 Franken bewilligt. Der Stadtrat wollte ursprünglich während dreier Jahre insgesamt 820000 Franken aufwerfen, was von bürgerlicher Seite abgelehnt wurde. Der Toaster sieht diese Subvention als Starthilfe zur privaten Finanzierung, die mit einem Programm zur Effizienzsteigerung und neuen Kooperationspartnern bewältigt werden soll. Geplant ist, die Jugendzeitschrift nebst der Berner Zeitung weiteren Zeitungen beizulegen. Für Yellowworld liefert der Toaster täglich sechs Texte über die Jugendszene.
Bertelsmann kauft FachmedienZum Jahresbeginn hat BertelsmannSpringer die Inufa Transportrundschau (ITR) und den Inufa-Katalog übernommen. Zuvor erschienen die beiden Publikationen im Verlag Vogt-Schild/Habegger. Die ITR wurde vor 20 Jahren als unabhängige Fachzeitschrift für Nutzfahrzeuge, Strassentransport und Logistik gegründet und erscheint in einer monatlichen Druckauflage von über 7000 Exemplaren. Die Verkehrsrundschau Schweiz, die BertelsmannSpringer vor einem Jahr lancierte, soll redaktionell in die ITR integriert werden. Im jährlich erscheinenden Inufa-Katalog werden die technischen Daten aller Nutzfahrzeugmodelle erfasst. Er erscheint in einer Druckauflage von 3000 Exemplaren.
Mehr Medien-Ombudsleute nötigDie Schweizer Presse sollte mehr Ombudsstellen einrichten. Zu diesem Schluss kamen Vertreter des Presserates und Ombudsleute von Print- und elektronischen Medien an einer Aussprache in Bern. Durch Ombudsleute würden Medien glaubwürdiger. Die Schweiz spiele bei der Einrichtung von Medienombudsstellen in Europa eine Pionierrolle: Ausser den USA habe kein anderes Land bereits so viele Stellen geschaffen. Noch fehlten solche Stellen aber in wichtigen Medienhäusern und für viele Regionen des Landes (wie Juraregion, Wallis, Espace Mittelland, Nordwestschweiz, Aargau, Thurgau, Schaffhausen, Südostschweiz).
Blick online in neuem DesignSeit Dienstag präsentiert sich die Website des Blick in neuer Aufmachung. Sie folgt nun dem Standarddesign mit einer Navigationsspalte links, einer breiten, weiss unterlegten Textspalte in der Mitte und weiterführenden Verknüpfungen rechts. Auch inhaltlich tut sich einiges. Nachrichten werden neu rund um die Uhr aufgeschaltet und aktualisiert. Der Erotikteil wurde ausgebaut und soll im Frühling auch einen Onlinekerl zum bekannten Girl spendiert bekommen (siehe auch Seite 17).
Bilanz steigt bei Innonet einDie WM Wirtschafts-Medien AG, Herausgeberin der Wirtschaftszeitschrift Bilanz, beteiligt sich an der Luzerner Innonet AG. Diese betreibt ein Unternehmerportal für E-Business. Durch die Beteiligung soll die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Innonet und Bilanz vertieft werden. Gleichzeitig dient der Schritt dem weiteren Ausbau der WM zu einer multimedialen Wirtschaftsplattform.

Sunrise kommt – Diax geht

Die Fusion von Sunrise und Diax fordert ein prominentes Opfer: die Marke Diax.

Die Fusion von Sunrise und Diax fordert ein prominentes Opfer: die Marke Diax.Das Fusionsprodukt TDC Switzerland will nur als Sunrise auf dem Markt auftreten. Spekulationen, wonach Diax für den Mobilbereich und Sunrise fürs Festnetz verwendet würden, erwiesen sich als falsch. Die Umstellung auf den Einheitsnamen ist auf 1. März geplant. Ende April soll eine den neuen Verhältnissen angepasste Werbekampagne lanciert werden. Ob sie von der Sunrise-Agentur Lowe Lintas GGK oder der Diax-Betreuerin McCann-Erickson, Zürich, stammt oder gepitcht werden muss, konnte TDC-Kommunikationschefin Monika Walser der WerbeWoche nicht sagen. «Um über Agenturen zu diskutieren, ist es noch zu früh», erklärte sie. Walser war von Diax zu TDC gekommen. (sm)

Ausserdem: Seit dem 1. Januar verstärkt Philip Hofmann als Key Account Manager das Sales-Team von TV 3.

AusserdemSeit dem 1. Januar verstärkt Philip Hofmann als Key Account Manager das Sales-Team von TV 3. Hofmann war zuvor für die Vermarktung der Printtitel bei Cinecom verantwortlich. Ebenfalls seit Anfang Jahr verfügt Didier Peier in der Marketin

AusserdemSeit dem 1. Januar verstärkt Philip Hofmann als Key Account Manager das Sales-Team von TV 3. Hofmann war zuvor für die Vermarktung der Printtitel bei Cinecom verantwortlich. Ebenfalls seit Anfang Jahr verfügt Didier Peier in der Marketingabteilung mit Simone Brunner über eine neue Assistentin.
Die Kommunikationsabteilung von Swiss-Ski, dem Schweizerischen Skiverband, wird ab April von Marc Wälti geleitet. Er übernimmt das Amt vom ehemaligen stellvertretenden SDA-Chefredaktor Jean-Raphael Fontannaz. Marc Wälti ist zurzeit Berater bei der Zürcher Agentur Trimedia Communications.
Per 1. Januar 2001 wird Fredy Pillinger neuer Firmenleiter der P+W Plakat+Werbe AG Zürich. Pillinger war zuvor als Verkaufschef der Niederlassung in St.Gallen tätig und löst Werner W. Friedli ab, der sich altershalber aus dem Unternehmen zurückzieht.
Das Anfang Januar eröffnete Berner Büro des Online-Vermarkters Banner.ch wird von Markus Meier geführt. Meier war zuletzt Leiter des Verkaufs Innendienst bei Winter & Co. in Basel. Banner.ch will von Bern aus vor allem die Westschweizer Kunden besser betreuen.
In der Medienstelle von Swisscom ist es auf Neujahr zu Wechseln gekommen. Pia Rogers löst als Sprecherin International Renata Cosby ab. Für die Schweiz ist neu Christian Neuhaus zuständig. Er löst Jacques Bettex ab.
Per 5. Februar übernimmt Stefan Howeg die Leitung der weltweiten Kommunikation und Investor Relations bei der Ascom in Bern. Howeg war bisher Leiter Kommunikation bei Sunrise.

Gerangel um Onlinewerbebudgets

Vermarktung und Planung müssen getrennt werden, sonst bleibt Onlinewerbung eine Wildwest-Story

Vermarktung und Planung müssen getrennt werden, sonst bleibt Onlinewerbung eine Wildwest-StoryVon Thomas Brenzikofer und Clemens HörlerDer Onlinewerbemarkt ist noch klein. Darum überlassen viele Mediaagenturen die Onlinemediaplanung den Internetvermarktern. Einigen davon wird vorgeworfen, die Budgets vor allem auf jenen Sites auszugeben, die sie selbst unter Vertrag haben. Dadurch könnte der Ruf der Onlinewerber Schaden nehmen.
«Unser Erfolg wird uns scheinbar missgönnt», winkt Christoph Morach, Geschäftsführer Qualiclick Schweiz, ab. Anlass sind Vorwürfe von Martin Radelfinger, CEO des Mitbewerbers AdLink Schweiz, in einem Interview mit der Netzwoche. Radelfinger beschuldigte Qualiclick, sie missbrauche ihre Doppelfunktion als Mediaplaner und Websitevermarkter dazu, den Markt zu dominieren: «Vermarkter wie Qualiclick sichern Websitesbetreibern hohe Garantien zu und sind dann quasi gezwungen, die von ihnen betreuten Mediabudgets auf diesen Sites einzubuchen. So ist eine neutrale Mediaplanung nicht möglich.»
Wasser auf die Mühlen von Daniel Neukomm, Geschäftsführer der Onlinemediaagentur Euromedia: «So genannte Vermarkter müssen sich entscheiden, ob sie Mediaplanung betreiben wollen oder Websites vermarkten. Für die Entwicklung des Schweizer Onlinewerbemarktes ist eine Zwitterlösung nur hinderlich», meint er zur WerbeWoche.
Gianni Abner BGMedia Internet, eine der ersten Internetabteilungen in klassischen Mediaagenturen, erklärt: «Dass es zu solchen intransparenten Zuständen gekommen ist, liegt daran, dass sich die Mediaagenturen erst spät oder gar nicht mit Onlinewerbung beschäftigt haben.»
Morach zeigte sich über die Vorwürfe des Mitbewerbers AdLink erstaunt. Auch er sei der Ansicht, dass eine Gewaltentrennung zwischen Vermarktung und Planung Sinn mache. Nur sei der Markt derzeit nicht bereit dazu: «Gerade darum sind wir mit dem BSW eine Kooperation eingegangen, um Mediaagenturen für die Planung von Onlinekampagnen auszubilden.» Langfristig wolle man sich klar auf die Vermarktung und nicht auf die Mediaplanung konzentrieren. «Dass wir Mediaplanung anbieten, ist historisch bedingt. Die Schweiz ist nun ein kleiner Markt, und bei dem Volumen lohnt es sich für viele Mediagenturen nicht, die entsprechenden Ressourcen aufzubauen», erklärt Morach.
Auch bei anderen Vermarktern scheint man sich derzeit Gedanken über die Gewaltentrennung zu machen. AdLink, die mit Tamedia einen Exklusivvertrag vereinbart hat, möchte sich in Zukunft aufs Vermarktungsgeschäft konzentrieren. Robert Schmidli dagegen, interimistischer Leiter von Real Media Schweiz, sieht kein Problem mit der Doppelrolle als Vermarkter und Planer: «Ausser mit Borsalino haben wir praktisch keine exklusiven Verträge. Wir positionieren uns deshalb als Generalunternehmer für Onlinewerbung.»
Auch Active Agent hält an der Kernkompetenz der «unabhängigen» Mediaplanung fest. ActiveAgent Media soll aber im Laufe des Jahres als eigenständiges Unternehmen vom Werbenetzwerk ActiveAgent Network und dem Kundenbindungsprogramm bonus.net sauber getrennt werden. Bei der Vermarktung setzte ActiveAgent auch weiterhin nicht auf Exklusivverträge, erklärt Claudio Cittarini, Sales Manager von ActiveAgent (Switzerland) AG.
Garantien und Dumpingpreise für die «Big Brother»-Website?
Problematisch ist die intransparente Situation nicht nur für Werbeauftraggeber, deren Budgets beim lautesten Verkäufer landen. Auch Websitebetreiber geraten unter Zwang. Sie müssen die Vermarktung ihrer Site praktisch jenen Firmen in die Hand geben, die zugleich die grössten Onlinewerbebudgets betreuen – aus Furcht davor, übergangen zu werden. Gerade hier hat Qualiclick mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent gute Karten im Spiel.
Morach streitet vehement ab, dass Qualicklick diese Situation aktiv ausnütze. Anders sehen es diverse Websitebetreiber, die gegenüber der WerbeWoche Druckversuche bestätigt haben. So erfährt man von einem Websitebetreiber, dass Qualiclick als Gegenleistung für eine «aktive Vermarktung» Sonderrabatte gefordert habe. Zudem wird gemunkelt, dass sich Qualicklick mit zum Teil massiven Dumpingpreisen und versprochenen Verkaufsgarantien – bei «Big Brother» soll es sich um 400000 Franken für die zweite Runde handeln – den Markt aufzukaufen versuche. Dazu Morach: «Wir sind nicht dank Preisdumpings gewachsen, sondern dank unserer Leistung. Das Onlinewerbegeschäft kann nicht auf Umsatzgarantien aufbauen. Das wäre viel zu riskant.»
Exklusivität

Von einem Exklusivvertrag spricht man dann, wenn ein Vermarkter sowohl die Logistik, das Handling als auch die Vermarktung der Werbeflächen auf einer Site übernimmt. Dafür bekommt er eine Kommission. Dies bedeutet aber nicht, dass sich nicht auch andere Vermittler auf einer Site einbuchen. Ist dies der Fall, gibt der Vermarkter in der Regel die Verkaufskommission an den Vermittler weiter. (tbr)

Virus sendet aus Hülle mit Fülle

Er ist erst seit 14 Monaten auf Sendung und hat schon das modernste Studio der Deutschschweiz: Die Rede ist vom DRS-Radio Virus, das am 18. Januar sein volldigitales, 4,5 Millionen Franken teures Studio einweihen konnte.

Er ist erst seit 14 Monaten auf Sendung und hat schon das modernste Studio der Deutschschweiz: Die Rede ist vom DRS-Radio Virus, das am 18. Januar sein volldigitales, 4,5 Millionen Franken teures Studio einweihen konnte.Doch weder der Toast auf die neueste Technik noch der unbekümmert auf Zweckoptimismus eingestellte Virus-Programmleiter François Mürner konnten davon ablenken, dass der junge Sender (jährliches Betriebsbudget: 2,75 Millionen Franken) vor Problemen steht: Der Ausbau des digitalen Radios (DAB) ist seit Monaten sistiert – dabei hatte Virus beim Start so sehr auf dieses Konzept gesetzt. Die Empfangsgeräte sind nach wie vor zu teuer und zu benutzerunfreundlich. Kommt dazu, dass Virus längst nicht in allen Kabelnetzen präsent ist. Erst rund die Hälfte der 2,5 Millionen Deutschschweizer Kabelhaushalte können den Sender empfangen. Dieses Problem will DRS-Radiodirektor Walter Rüegg allerdings «bis Ende Jahr in den Griff kriegen». Und obwohl er vom Bundesamt für Kommunikation im letzten Sommer zurückgepfiffen worden war, werde er früher oder später den «Fight for Frequency» (Kampf für eine UKW-Frequenz) wieder aufnehmen, sagt er. Dennoch: Ein grosser Teil der von Virus digital produzierten Daten verpufft derzeit ungehört und unbeachtet.
Berufsbedingt redet Virus
seine Zahlen schön
An diesem Befund ändert auch die Tatsache nichts, dass Mürner eine Zahl hinaus posaunt, die er gemäss Publica Data unter Verschluss halten müsste, weil sie anders erhoben wurde als die Radiostudie: Laut einer Konso-Umfrage (1300 Telefoninterviews) kam Virus im letzten September im weitesten Hörerkreis auf 300000 Personen ab 15 Jahren.
Viel sagt diese Zahl nicht, vor allem sagt sie nicht, wie oft und wie lange der Sender genutzt wird. Zudem ist sie ohne die Zahl von Radio 105, die von Konso mit erhoben wurde, ziemlich wertlos. Und die gibt niemand heraus. Heinrich Anker, Medienreferent von Radio DRS, sagt immerhin so viel: «Nach einem Jahr sind wir gegenüber Radio 105 mit seinem zweijährigen Vorsprung noch immer im Hintertreffen.»
PR-Aussagen wie «Virus wird…in der Jugendszene weiterhin den Ton angeben» (Pressetext) sind deshalb unglaubwürdig. Andere wie «Der DAB-Ausbau geht rasant vorwärts» (www.virus.ch) klingen geradezu hohl und werfen die Frage auf, ob man bei Virus mehr Gewicht auf volldigitale Hülle denn auf Inhalt legt oder ob bewusst schöngefärbt wird. Wer François Mürner schon live erlebt hat, tippt eher auf Letzteres. (mk)

Hunger im Keim erstickt

Hetzen beim Essen als Motiv einer fragwürdigen Hamburger-Kampagne von Checkers

Hetzen beim Essen als Motiv einer fragwürdigen Hamburger-Kampagne von CheckersVon Thérèse BalduzziIn ihrer neuen Werbekampagne nimmt die US-Fastfoodkette Checkers die Idee des schnellen Essens beim Wort und treibt sie auf die Spitze. Ohne Rücksicht auf Verluste – Tod durch Ersticken – werden im Spot Hamburger und Pommes während des Skatens, beim Bowling und Kanufahren konsumiert.
Während andere Fastfoodspots 20 Sekunden lange Grossaufnahmen saftiger Hamburger zeigen, nehmen die Fastfoodprodukte im hektischen Leben der Darsteller des neuen Spots für Checkers lediglich Nebenrollen ein. Zu Hip-Hop-Musik essen Menschen allen Alters bei den verschiedensten Aktivitiäten Hamburger und Pommes frites von Checkers.
Derweil andere Fastfoodketten sich als gemütliche Raststätten mit passender Unterhaltung für die Kinder präsentieren, betont Checkers das Tempo, mit dem Fastfood erhältlich ist. Schliesslich ist die Checkers-Kette auch ein Drive-thru, bei dem man im Auto sitzend am Schalter bedient wird.
Um die schnelle Bedienung geht es auch im Rap, der zu Hip Hop gesungen wird: «You gotta eat. What are you doing? You gotta eat. We’ll get you in. We’ll get you out. And in between without a doubt. We’ll give you something really, really good. That’s Checkers.» Die Tagline lautet «You gotta eat.» Die Kampagne umfasst auch eine Kurzversion des 60-Sekunden-Spots, Printanzeigen und Radiospots. Auf den Mitte Januar lancierten ersten Spot werden weitere folgen.
Kein Bite-and-smile-Spot
für die Familie
Nach einer im vergangenen Jahr erfolglos lancierten Kampagne versucht sich die Fastfoodkette damit nun als Antwort auf das allgemeine Zeitproblem zu positionieren. Checkers hat ihren Hauptsitz in Florida und ist in 28 regionalen Märkten, vor allem im Südosten und Mittleren Westen der USA, vertreten. 1999 fusionierte Checkers mit der Drive-in-Kette Rally’s Hamburgers aus dem Mittleren Westen der USA, die dort ihren Namen behalten hat. Der identische Spot läuft deshalb auch mit dem Namen Rally’s. Insgesamt unterhält die Fastfoodkette 900 Drive-thrus.
Der Spot wurde von der Agentur MARC USA gestaltet. Das schnell wachsende, unabhängige Netzwerk ist in New York, Chicago, Detroit, Dallas, Indianapolis, Orlando, Miami und Pittsburgh (Hauptsitz) vertreten. Um den 10-Millionen-Dollar-Auftrag von Checkers kümmern sich MARC Miami und Pittsburgh.
«Dies ist nicht der typische Bite-and-smile-Fastfoodspot», sagt Richard Turer, Marketingvizepräsident von Checkers und Rally’s. Wie wahr. Doch die dargestellten Essgewohnheiten sind nicht nur ungesund, sie könnten sich gar als lebensgefährlich erweisen und sind deshalb nicht zur Nachahmung empfohlen. Manche sind sogar verboten. Wegen einer Szene etwa, die eine junge Frau beim Essen in der Subway zeigt, was in vielen US-Städten nicht erlaubt ist und geahndet werden kann.

Pendlerblätter am Kiosk erhältlich

Vom 5. Februar an sind die Pendlerzeitungen 20 Minuten und Metropol versuchsweise an insgesamt 200 Verkaufsstellen der Kiosk AG kostenlos erhältlich.

Vom 5. Februar an sind die Pendlerzeitungen 20 Minuten und Metropol versuchsweise an insgesamt 200 Verkaufsstellen der Kiosk AG kostenlos erhältlich.20 Minuten wird in Bern, Basel und Zürich an je 60, Metropol in St. Gallen und Basel an je 30 Kiosken aufgelegt. Die bisherige Rücksicht auf Schweizer Verleger hat die Valora-Tochter abgelegt, nachdem die Verlage AZ Medien und Ringier Druckaufträge der beiden Pendlerzeitungen entgegen genommen hatten. Seite 22

Basler PlakatSubmission?

Die Basler Plakatsubmission, die schon 1998 hätte durchgeführt werden müssen, könnte sich um mindestens ein halbes Jahr weiter verzögern.

Die Basler Plakatsubmission, die schon 1998 hätte durchgeführt werden müssen, könnte sich um mindestens ein halbes Jahr weiter verzögern. Der Grund: Letzte Woche hat der Basler Grosse Rat ein WC-Bauprojekt, das mit einem umstrittenen Vertrag mit der Allgemeinen Plakatgesellschaft (APG) verknüpft ist, an die Finanzkommission (FK) überwiesen. Der Vertrag sieht vor, dass die APG knapp die Hälfte von insgesamt 6,1 Millionen Franken für öffentliche WC-Anlagen bezahlt und dafür 15 Jahren lang 265 Werbeflächen auf der Allmend bewirtschaften darf. Cohn & Wolfe in genf. Seit dem 29. Januar ist das PR-Netzwerk Cohn & Wolfe (C&W) auch in der Schweiz vertreten. Die Agenturkette mit Sitz in New York hat in Genf ihr siebentes europäisches Büro eröffnet. Victoria Dix, Director bei C&W London, übernimmt die Position des Managing Director von C&W Schweiz. Die Niederlassung liege in unmittelbarer Nähe von Young & Rubicam Business Communications, teilte C&W mit. C&W ist wie Y&R eine Tochter der Werbeholding WPP.
post foppt fed ex. Mit witzigen Dia-Spots kontert zurzeit die Werbeagentur Honegger von Matt für ihren Kunden TNT Swiss Post gegen den US-Konkurrenten Fed Ex. Der Kurierdienst hatte nach langem Zögern dem auffälligen Productplacement im Film «Cast Away» eingewilligt. Das wollte HvM nicht ungeschehen lassen und kreierte kurzfristig Typo-Spots für das im letzten Herbst fusionierte Unternehmen. Um Fed Ex zu foppen, werden diese Spots in den Kinos geschaltet, wo der Kultfilm gezeigt wird.
Lovely im Stall. Die starken Knochen der Kultkuh Lovely dürfen nicht mehr für Milch werben. Das Bundesgericht hat bestätigt, dass die Milchwerbung gegen die Lebensmittelverordnung verstösst, wenn sie eine vorbeugende Wirkung gegen Knochenbrüchigkeit behauptet. Das Gericht gibt damit dem Departement des Innern (EDI) Recht und bestätigt eine Verfügung des kantonalen Laboratoriums Bern von 1999. Der Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) darf die entsprechenden Anzeigensujets, die von Advico Young & Rubicam realisiert wurden, nicht mehr einsetzen, will aber gegen den Entscheid vorgehen.
TV 3 muss Infosendungen nicht ausbauen. Der Privatsender TV 3 muss seine Infosendungen vorläufig nicht ausbauen. Das Bundesgericht hat der Beschwerde gegen einen Entscheid des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) aufschiebende Wirkung erteilt. Das UVEK war der Ansicht, TV 3 verletze mit der Reduktion des Infoangebots auf sechsminütige Kurzsendungen die Konzession.
«Darin» ist nicht «Dahinter». Intelligenz sehe man einem Menschen nicht an, setzt die Copy für den neuen VW Passat zu einer Wolfsburger Werbeweisheit an. Dem Texter hingegen schon. Wäre er klüger gewesen, hätte er nicht ausgerechnet bei dem Klassiker aller deutschen Claims abgekupfert. Seit Jahrzehnten wirbt der Slogan «Dahinter steckt immer ein kluger Kopf» für die FAZ. In leicht veränderter Form schmückt dieser Satz nun auch die Anzeige für das neue VW-Kombimodell. Solche geistigen Darlehen sind in der Werbung nichts Neues. Fehlt ihnen aber die ironische Note, wirken sie eher peinlich. Die Anlehnung sei gewollt und müsse als Hommage an die FAZ-Kampagne verstanden werden. Sie nehme schliesslich Bezug auf die internationale Positionierung «intelligent excellence» und wende sich nicht an Werber, die den Slogan längst kennen, war von Urheberin Lowe Lintas GGK zu erfahren.
APG mit Rekordumsatz. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) konnte im Jahr 2000 den nicht konsolidierten Nettoumsatz für das Schweizer Aussenwerbegeschäft gegenüber 1999 um 14,5 % auf 249 Millionen Franken erhöhen. Dieser Zuwachs erfolgte intern und bei konstanten Preisen, wie die APG mitteilte. Das gesamte Ergebnis der Affichage Holding, zu der die APG gehört, soll Ende Februar im Aktionärsbrief publiziert werden.
ALLES KÄSE ODER WAS? Die Sortenorganisation Tilsiter hebt ab: Vom 5. bis 12. Februar wird das Thurgauer Unternehmen einen Heissluftballon in Form von Tilsiterkühen in die Moskauer Lüfte steigen lassen. Sinn und Zweck dieser Übung ist nicht etwa die Förderung des schweizerischen Kulturguts im Ausland – die hierzulande bekannten Ballonkühe sollen bei den Russen vielmehr Lust auf Tilsiterkäse wecken. Auftakt zur Erschliessung des russischen Markts bildet die Präsenz an der Moskauer Lebensmittelmesse Prodexpo. Wer den Werbeträger hierzulande bestaunen möchte, hat am 18. Februar in St. Moritz die Chance dazu: Tilsiter lässt seine Riesenkuh am Pferderennen steigen.
EditorialContent-Könige ohne Ambitionen
Gigantisch, das Potenzial und Know-how, über das die SRG im Internet verfügt. Alleine die Site von SF DRS – das ist nur eine von sieben – erreicht halb so viele Nutzer wie der Marktführer bluewin.ch. Und praktisch ohne Promotion. Bei dem Erfolg lässt sich erahnen, welche Power die SRG im Internet haben könnte, bündelte sie ihre verstreuten Angebote in einem einzigen Portal. Und dafür auch noch Marketing betreiben dürfte. Vor allem die Publisuisse, im Internet noch ohne Know-how, wartet sehnlichst darauf, in der Onlinewelt Kompetenz zu entwickeln.
Doch die SRG blockiert die Portal-Frage. Die Abteilungen konnten sich bisher nicht zusammenraufen. Der altbekannte Kantönligeist im SRG-Kosmos hat wieder einmal gesiegt.
Damit vergibt sich die SRG die Chance, ihre Trümpfe im Internet voll einzusetzen und daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen. Denn das Potenzial ist einzigartig, wenn man an den in unermesslichen Gigabytes vorhandenen Content denkt, der gratis zur Verfügung steht. Das Reservoir an multimedialen Inhalten ist eine traumhafte Voraussetzung für die zweite Etappe der Internetevolution, die vielbeschworene Contentrevolution.
Darf die Entwicklung neuer Kanäle nur zweite Priorität haben, wie die SRG jetzt meint? Eine gefährliche Haltung, denn die Distribution gehört zur Kernkompetenz der Medien. Diese auch in der Onlinewelt auszubauen ist Pflicht, ob nun das Internet gerade boomt oder nicht. Denn: Wer weiss, wie das Publikum in der bevorstehenden UMTS-Welt die Inhalte konsumieren wird? Die SRG hätte jetzt die Chance, rechtzeitig Know-how zu generieren, um auch in der kommenden kabellosen Wirklichkeit die Nase vorn zu haben.
Daniel Schifferle

Ausserdem: Im Verwaltungsrat der Kabel New Media Schweiz (vormals Digivision) nehmen neu Günther Pipp und Bruno Giussani Einsitz.

AusserdemIm Verwaltungsrat der Kabel New Media Schweiz (vormals Digivision) nehmen neu Günther Pipp und Bruno Giussani Einsitz. Pipp ist CEO und VR-Präsident der St. Gallen Knowledge Group, die als Spin-off der Uni St. Gallen im Markt für Managem

AusserdemIm Verwaltungsrat der Kabel New Media Schweiz (vormals Digivision) nehmen neu Günther Pipp und Bruno Giussani Einsitz. Pipp ist CEO und VR-Präsident der St. Gallen Knowledge Group, die als Spin-off der Uni St. Gallen im Markt für Managementseminare und -weiterbildung tätig ist.
Der Küsnachter Kommunikationsberater Hannes Huggel hat unter dem Namen Communication Project Hannes Huggel ei-ne Agentur für die Marketingkommunikation von KMU gegründet. Ringier Print Zofingen verstärkt das Verkaufsteam: Nach einem eineinhalbjährigem Unterbruch übernimmt Marino Koch wieder die Kundenverantwortung für den Verkauf Zürich/Ostschweiz.
Dominik Mätzener verstärkt seit Anfang Jahr das Beratungsteam von Impiric. Er ist als Account Manager für den Kunden y-o-u Swiss Private Banking AG tätig.
Nach achtjähriger Zusammenarbeit hat Igor von Moos die Agentur Hug, von Moos & Dorfmüller verlassen. Er wird in Zukunft als freier Kommunikationsdesigner tätig sein. Die Firma nennt sich neu Hug & Dorfmüller design Group.
Per 1. März übernimmt Yvonne Buser die Marketing- und Verkaufsleitung bei Binkert Medien AG. Zuvor war sie als Anzeigenleiterin des Baslerstab bei der Publicitas tätig.
Die Werbeagentur JF Werbung AG in Thalwil hat mit Francis Bissat einen neuen Partner und Mitinhaber gefunden. Kommunikationsberater Bissat war zuletzt Account Director bei Diem Seiler DDB, Adliswil. Seit dem 1. Januar steht er dem bisherigen JF-Alleininhaber Hans Frehner zur Seite.

Die Ustermer Agentur für Events, Promotions und Sponsoring FastBreak hat sich verstärkt. Barbara Brandenberger baut den Bereich People-Promotionen aus. Sie ist für Ausbildung und Disposition der Hostessen und Promoter zuständig und Einsatzleiterin vor Ort. Marielle Sani übernimmt das Back-Office von FastBreak.
Die Kommunikationsagentur Trimarca mit Sitz in Chur verfügt seit Anfang Jahr über vier neue Mitarbeiter. Katrin Waltenspühl verstärkt das Beratungsteam, Andrea Killias, Giampiero Tinti und René Orsinger vervollständigen das neue Grafik-/Kreativteam.

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