Publimedia schluckt Real Media

Seit der Entlassung von Real-Media-Chef Urs Wolfensberger Mitte Januar rissen Spekulationen um die Redimensionierung und Umstrukturierung der Internetunit der Publigroupe nicht mehr ab. Jetzt ist klar, wohin die Reise geht: Neu wird der Geschäftsbere

Seit der Entlassung von Real-Media-Chef Urs Wolfensberger Mitte Januar rissen Spekulationen um die Redimensionierung und Umstrukturierung der Internetunit der Publigroupe nicht mehr ab. Jetzt ist klar, wohin die Reise geht: Neu wird der Geschäftsbereich Vermittlung, der mit rund 95 Prozent den Löwenanteil des Umsatzes der Real Media AG ausmacht, der Publimedia angegliedert. Die von Marcel Bosshard geleitete Geschäftseinheit nennt sich Publimedia Webadvertising AG und erbt per Anfang März die Zürcher Geschäftsräume der Real Media AG an der Holbeinstrasse inklusive 25 von insgesamt 30 Mitarbeitern. Auch die Telefonnummer wird übernommen. Real Media andererseits muss sich mit ihren verbleibenden fünf Mitarbeitern nach neuen Räumen umsehen und wird noch für die exklusive Vermarktung von Websites zuständig sein.Die Umkrempelung der Internetunit macht laut Publimedia-Chef Otto Meier deshalb Sinn, weil damit «zwei nicht zusammenpassende Bereiche» entflochten werden können. «Real Media betrieb einerseits Sitevermarktung im Exklusivvertrag (Regie) und andererseits die universelle Vermittlung. Eine heikle Kombination, denn man kann nicht zum einen neutraler Vermittler sein und zum anderen mit Exklusivverträgen die Interessen ganz spezieller Sites vertreten.» (dse)

Service: Neue SMC-Broschüre

Die neue Ausbildungsbroschüre des Schweizerischen Marketing Club (SMC) präsentiert die Berufsbilder von Verkaufsleiter und -koordinator, Marketingleiter und -planer sowie Key Account Manager mitsamt den Zulassungsbestimmungen für die Ausbildung im zw

Die neue Ausbildungsbroschüre des Schweizerischen Marketing Club (SMC) präsentiert die Berufsbilder von Verkaufsleiter und -koordinator, Marketingleiter und -planer sowie Key Account Manager mitsamt den Zulassungsbestimmungen für die Ausbildung im zweiten Bildungsweg. Die Broschüre kann per Fax unter 062 207 07 71 beim SMC bestellt werden. Auszüge daraus sind auf der Website www.smc-cms.ch einzusehen.Ältere Menschen konsumieren gerneNun haben wir es wissenschaftlich untermauert Schwarz auf Weiss: Die über 55-Jährigen fühlen sich jung, geniessen das Leben und wollen kosumieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Marketing und Handel an der Universität St. Gallen. Sie erforschte Werte und Einstellungen von Senioren mittels Interviews und Gruppendiskussionen. Die Studie ist für 50 Franken erhältlich beim Verlag Thexis des Instituts für Marketing und Handel, Tel. 071 224 28 45 oder direkt auf der Website: www.thexis.ch
STÖRFALL–KOMMUNIKATION
Die Begriffe Risiko, Störfall und Kommunikation werden in der öffentlichen Diskussion oft mit einer Katastrophe in Verbindung gebracht. In der Publikation «Risiko – Störfall – Kommunikation 1», herausgegeben von Rolf Gerling und Otto-Petter Obermeiner, wird dieses Problemfeld strukturiert. Im zweiten Band werden die Gründe und Gesetzmässigkeiten einer gestörten Risikokommunikation erarbeitet und Brücken zu den einzelnen Risikostilen geschlagen. Beide Veröffentlichungen erscheinen im Gerling Akademie Verlag und kosten je 36 Franken. Der erste Band hat die ISB-Nummer
3-9803352-0-8, der zweite die ISBN 3-9803352-1-6.
MEHR ERFOLG MIT
OFFENSIVMARKETING
Mit der Publikation «Offensives Marketing» demonstrieren die Autoren Anton Meyer und Hugh Davidson, wie Unternehmen das Marketing nutzen, um sich im wirtschaftlichen Wettbewerb behaupten zu können. Das Buch soll Lesern als praktischen, perspektivischen, führungs- und managementorientierten Wegweiser in der Welt des Marketings dienen. Die ISB-Nummer von «Offensives Marketing» ist 3-448-04093-2. Der Preis beläuft sich auf 63.80 Franken. Eine kostenlose Kostprobe gibts unter www.offensivesmar keting.de

Aufgefallen: Liebe Simone Dietz, Sie haben wahrscheinlich erst am Sonntagmorgen festgestellt, dass Sie von der Bildredaktion des SonntagsBlick

offenbar nicht ganz freiwillig zum Seite-8-Girl befördert worden sind. Ich gehe wohl nicht falsch in der Annahme, dass ihr offenherziges Statement über ihre Nissan-Verbindung und ihr Bauchpiercing wesentlich dazu beigetragen haben, dass Sie als Aufm

offenbar nicht ganz freiwillig zum Seite-8-Girl befördert worden sind. Ich gehe wohl nicht falsch in der Annahme, dass ihr offenherziges Statement über ihre Nissan-Verbindung und ihr Bauchpiercing wesentlich dazu beigetragen haben, dass Sie als Aufmacherbild für eine mehrseitige Autostory ausgewählt worden sind. An der halb geöffneten Hose kanns nicht liegen, denn die hat ja mit dem Autoverkauf nichts zu tun. Oder doch? Sie halten, was Sie versprechen und gehen daher abends mit gutem Gewissen nach Hause. Aha! Und was hat dabei das Hosentürl an der Jeans für eine Bedeutung? Soll etwa der Nissan-Interessierte mehr mit Ihrer unteren Bauchpartie als mit der Farbe des Autopolsters beschäftigt sein? Oder wollen Sie uns vielmehr das bewährte Heizsystem der neuen Nissan-Modelle demonstrieren? Mich friert allerdings bei diesem Anblick. Doch in jungen Jahren macht man bekanntlich noch viel mit gutem Gewissen. Man glaubt an den Osterhasen, an den Märchenprinzen und an die Verkaufskraft cellulitisfreier Bauchzonen. Ihre Chandra Kurt
Kolumne: Carne valeVon Martin Lanz
Was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist sein Wissen um die Endlichkeit. Eines Tages erfahren wir, dass wir sterben müssen. Carne vale. Schnöder Leichnam, fahre dahin. Von diesem Zeitpunkt an unterliegen wir dem Zwang, etwas aus unserem Leben zu machen. Wir haben ja Vorbilder. Und die Zeit ist knapp.
Einer fängt zum Beispiel an zu rauchen. Hat ja Vorbilder. Stinkt ein Raucherleben lang. Sagt, es mache halt Spass. Sagst du, noch mehr Spass mache es, kein Sklave zu sein, frischen Atem zu haben, zu spüren, was man isst und trinkt, und man möge es doch mal ausprobieren, erfährt man die Wahrheit: Man kann nicht sein ohne. Spass als Zwang. Da hört der Spass auf.
Ein ganz begnadeter Werber hat eine hervorragende Agentur aufgemacht. Hat viel Ruhm und Geld erhalten. Das war aber nicht genug. Man muss ja etwas werden. Also geht man nach Wien. Nach Berlin. Verpasst vor lauter Arbeit die kleine Familie. Lernt Niederlagen kennen. Unterliegt dem Zwang, nicht aufzugeben. Man hat ja Vorbilder.
Eine begnadete Werberin will es jetzt auch wissen. Mitte Jahr gibts endlich den Lanz-Laden. Danielle wird Erfolg haben. Es gibt kaum Besseres in diesem Land. Wird Danielle auch glücklich werden? Jedes Wochenende im Büro. Nachtschicht. Kaum noch Ferien. Wer das schreibt, weiss, warum er das schreibt. Und plötzlich ist man nicht mehr jung. Dafür reich. Sterben Reiche glücklicher?
Der Werber dieses Jahres ist schon deshalb ein Genialer, weil er Müssiggang und Kreativität so gut in Einklang bringt. Wird er es durchhalten? Oder wird er eines Tages in seiner eigenen Bude ergrauen? Und alle Träume in üppigen Bilanzen begraben?
Warum lieben wir das Unglück? Warum sind auch jene, die sich kreativ nennen, dem Zwang unterworfen, ihr Leben für die Arbeit zu opfern statt dem Leben zu widmen? Weils so läuft: Das Auto mit Benzin, das Tram mit Strom, der Mensch mit Kohle.
Sprachbeobachter: Free translationFreie Übersetzung
Ich habe ein paar Kernsätze der Popgeschichte durch die Internet-Übersetzungsmangel gedreht (diverse Übersetzungsmaschinen):
Tonight’s the night, we make history.
Heute abend’s die Nacht, wir machen Geschichte.
All you need is love.
Alle, die Sie brauchen, ist Liebe.
The answer, my friend, is blowing in the wind.
The answer is blowing in the wind.
Die Antwort, mein Freund blasen im Wind.
Die Antwort bläst im Wind.
Freedom is just another word for nothing left to lose.
Freiheit ist gerade ein anderes Wort, um nichts nach links zu verlieren.
It’s only rock and roll, but I like it!
Es ist nur Fels und Rolle, aber ich mag es!
Yesterday, all my trouble seemed so far away.
Gestern hat alle meine Schwierigkeit so entfernt geschienen.
Let’s spend the night together,
Now I need you more than ever …
Lassen Sie’s ausgibt die Nacht zusammen.
Jetzt ich brauche Sie mehr als je…
Is it better to burn out than to fade away?
Soll es besser ausbrennen als verwelkt zu weg?
Come together!
Kommen Sie zusammen!
We will we will rock you!
Wir werden wir Sie werden schaukeln!
Rock gegen rechts
Skirt against to the right
All in all, you’re just another brick in the wall.
Alle in allen, Ihnen’betr. nur ein anderer Ziegelstein in der Wand.
We gotta get out of this place.
Wir, Gotta steigen von diesem Ort aus.
Take a walk on the wild side.
Gehen Sie auf die wilde Seite spazieren.
And she’s buying a stairway to heaven.
Und sie kauft ein Treppenhaus zum Himmel.
Beat Gloor, www.textcontrol.ch

Schielend Chips zählen

Eine US-Pommes-Chips-Firma persifliert die Zählverfahren der Präsidentschaftswahlen

Eine US-Pommes-Chips-Firma persifliert die Zählverfahren der PräsidentschaftswahlenVon Thérèse BalduzziEin Spot für «Ruffles»-Chips macht sich über die Ungereimtheiten und endlosen Verzögerungen der letzten US-Präsidentschaftswahlen lustig. Statt Lochkarten werden Pommes Chips in die Luft gehalten und von Inspektoren und Inspektorinnen genau unter die Lupe genommen.
Die zweifelhafte Errungenschaft des amerikanischen Wahldebakels 2000: die Instruktion der Weltbevölkerung zu den Unterschieden von «dimpled Chads», «pregnant Chads» und «hanging Chads» sowie ein Einführungskurs über die diversen in Amerika gebräuchlichen Wahlmethoden. Allen voran über das Lochkartensystem, das zum Problem der interpretationsbedürftigen «Chads» führte, weil die Zählmaschinen «Chads», die nicht vollständig abgetrennt sind, nicht als Stimmen zählen.
Für die Comedyshows war das Desaster ein gefundenes Fressen. Es schien, dass sie in der Nachzählphase nicht genug – echte und nachgestellte – Bilder von Rentnerinnen mit violettem Haar und Inspektoren, die Stimmzettel anschielen, zeigen konnten. Nicht nur Comedyshows, auch Fritolay, der grösste amerikanische Pommes-Chips-Hersteller, schlägt daraus Kapital und macht sich über die Stimmenzähler lustig.
Im Spot «Florida Inspection», der wie eine Nachrichtensendung daherkommt, wird zu Beginn verkündet, man habe die Stimmenzähler aus Broward County in Florida angestellt, um zu beweisen, dass die neuen «Flavorrush Cheddar & Salsa Ruffles Chips» gänzlich mit Gewürz bedeckt seien. Die Chipspackungen werden in einem Handwagen von Beamten herangerollt. Die Szene spielt sich in einer originalgetreuen neonbeleuchteten Amtsstube ab.
Die Chips werden mit dem
Silberblick begutachtet
Wie die Stimmzettel werden die Chips einzeln von drei unabhängigen Stimmenzählern in die Luft gehalten und begutachtet. Auch diese sind den Orginialen genau nachgestellt: eine ältere Frau mit Lesebrille, ein junger Mann und – der Liebling aller Comedysendungen – einer mit Glatze, der seine Brille für das genaue Betrachten der Stimmzettel jeweils hochschiebt und mit seinen Kulleraugen zu schielen beginnt.
Auch in anderen Details ahmt der Spot TV-News nach. Am unteren Bildschirmrand steht jeweils der Titel «Selection 2001» statt «Decision 2000» sowie ein von Bild zu Bild wechselnder Untertitel: «Dimpled Chips under Review» oder «unpresidented Flavor», was richtig «unprecedented» heissen müsste, und zuletzt «more absentee Bags to come», in Anspielung auf die «absentee Ballots», die per Post zugestellten Stimmzettel, die während des Zählens an Bedeutung gewannen.
Der letzte der drei Zähler isst jeweils die Chips, und auf die Frage, wie viele er schon gegessen habe, antwortet er «I lost count» – «keine Ahnung!». Der Spot wurde von BBDO New York im Januar realisiert.

Ferien mit der Maus im Käseparadies

Schweiz Tourismus will mit MySwitzerland.com «die beste Ländersite der Welt» anbieten

Schweiz Tourismus will mit MySwitzerland.com «die beste Ländersite der Welt» anbietenVon Andreas Panzeri«Die Ferienschweiz im Internet. Ein Mausclick voraus.» Hinter diesem Slogan stecken keine leeren Worte, wie die grafisch neu gestylte und technologisch raffiniert verbesserte Site MySwitzerland.com zeigt. Mit täglich 10000 virtuellen Touristen während durchschnittlich zwölf Minuten verzeichnet die Internetadresse bereits doppelt so viel Interesse wie noch vor einem Jahr.
«Nicht nur ein bisschen Farbe, sondern ein neuer Aufbau, neue Technologien und eine neue Navigation» prägen gemäss Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, den grundlegend überarbeiteten Webauftritt MySwitzerland.com, der letzte Woche den Medien vorgestellt wurde. Vor gut einem Jahr war dieses heute grösste und umfassendste Ferien- und Reiseportal der Schweiz lanciert worden. Bereits heute verzeichnet die Internetseite mit erfreulich steigender Tendenz über 10000 Visitors pro Tag. Und jetzt sollen dank des Einsatzes neuester Technologie die Schweiz-Fans in aller Welt noch schneller und auch merklich einfacher zu ihren Informationen kommen, wie Thomas Winkler, Director Web Division bei Schweiz Tourismus, überzeugend demonstrierte.
Suche nach Stichworten,
Regionen, Aktionen, Preisen
Man tippt auf der Starterseite «Botta» ein, und MySwitzerland.com präsentiert im Nu die beiden Top-Tipps Museum Jean Tinguely Basel sowie Kirche Santa Maria degli Angeli im Tessin. Klickt man sich bei der Kirche weiter, folgt neben einem Kurztext zum Andachtsraum, der vom Architekten Mario Botta zwischen 1992 und 1994 erbaut worden ist, auch eine Wegbeschreibung von Rivera (SBB) mit der Gondelbahn auf die Alpe Foppa (1530 m ü. M.). Der Link zur Website www.montemaro.ch klärt über die örtlichen Details auf.
Wer jetzt schon weiss, dass er den Rückweg nicht mit der Gondelbahn (Telefon 091 946 23 03), sondern zu Fuss angehen will, kann sich auch einen Kartenausschnitt im daneben gestellten Swiss Mapping System vergrössern lassen, bis er den verschlungensten Trampelpfad findet. Ist am geplanten Reisetag das direkt auf der Site mit «Unterkunft» abrufbare Hotel in Tamaro zufällig ausgebucht, kann auch ein ortsunkundiger Südamerikaner auf der aufzoombaren Karte entdecken, dass Locarno eine schön gelegene Stadt ganz in der Nähe sein muss.
In Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch oder Holländisch geführt, kann er in der Folge zum Hotelangebot von Locarno weitersurfen. Fotos vom Zimmer oder von der Hotelbar erleichtern hier den Entscheid im täglich online aktualisierten Reservationssystem. Mit nur einem Mausklick wird die Buchung bestätigt – aus den virtuellen Ferien in der Schweiz wird demnächst Realität.
Aufgabe von Schweiz Tourismus und damit auch des neuen Webauftritts ist es, die Nachfrage für das Reise-, Ferien- und Kongressland Schweiz zu fördern. Bis jetzt ist das mit dem Verteilen von jährlich 280 Tonnen Broschüren sowie der Beantwortung von täglich 2000 Telefonanrufen geschehen.
Kooperation mit Internetpartnern in aller Welt
Diese Kanäle werden auch in Zukunft in gleich bleibender Quantität zur Verfügung stehen. Ein deutliches Wachstum erwartet Schweiz Tourismus hingegen im Internet. «Gerade im Bereich Reisen und Ferien spielt das Internet bereits heute eine zentrale Rolle», weiss Jürg Schmid. Unter jenen E-Commerce-Bereichen, die vom Publikum am intensivsten genutzt werden, steht der Reisebereich nämlich weltweit an der Spitze. Dank den bereits vereinbarten Partnerschaften mit insgesamt 30 Kooperationen – wie unter anderen Bluewin, TravelScout24, SBB, Orangeworld, Planet Holiday in der Schweiz oder in aller Welt zusätzlich Yahoo! Weather, RTL World, Away.com oder OnTheSnow – kann MySwitzerland.com seine Daten bei inskünftig zwei Millionen Visitors pro Tag aufschalten. Auf Hochdruck laufen zudem die Vorbereitungen für eine japanische Version.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Werbemitteln, bei denen eine Broschüre mit fünf sowie eine bearbeitete Telefonanfrage mit rund acht Franken zu Buche geschlagen hat, wird das Marketing via Internet auch bei immer breiterer Streuung technisch bedingt kaum teurer werden. «Wachstum zum Nulltarif», freut sich Jürg Schmid.
Mit Inhalt versehen wird diese touristische Ideenbörse auf MySwitzerland.com von fünf vollamtlichen Redaktionsmitarbeitern bei Schweiz Tourismus. Dazu liefern immerhin 250 lokale Verkehrsvereine ihre täglichen Infos zum Wetter oder zu 60000 Veranstaltungen von Sport bis Kultur. 1800 der total rund 5400 Hotels in der Schweiz stellen bereits online ihre Buchungsmöglichkeiten bereit.
Zusammen mit weiteren Hintergrundinformationen zu Politik, Kultur, Wirtschaft und Transportwesen dient eine attraktive Auswahl von 220 Sehenswürdigkeiten aus dem Schweizer Tourismusangebot als Einstieg in die Ferienwelt. Jeweils fünf Top-Tipps pro Region wie die fünf schönsten Wanderungen in Graubünden oder die fünf urchigsten Grotti im Tessin sollen dem potenziellen Gast Lust auf die Schweiz machen. Auch trendige Last-Minute-Angebote werden über einen integrierten Kalender angeboten. Dieser zeigt nicht nur speziell verbilligte Aktionen, sondern informiert die immer kurzfristiger buchenden Touristen auch über freie Hotelbetten, etwa am kommenden Weekend im frisch verschneiten Davos. Wie viel es dort tatsächlich geschneit hat, ist in einem täglich aktualisierten Wetterbericht für alle relevanten Ferienorte abrufbar.
Eine Sammlung mit 360°-Panoramabildern von den schönsten Aussichtspunkten der Schweiz bereichern den visuellen Auftritt. In einer Bildergalerie warten 2000 Sujets auf Heimwehschweizer. Die mobile Webcam hat laut Direktor Schmid in der auf «MySwitzerland.com» getauften SBB-Lokomotive bereits einen organisierten Fanclub in Belgien gefunden.
Die Destinationen und Sehenswürdigkeiten sind auf einer dynamischen Schweizer Karte visualisiert. Dank dieses geografischen Informationssystems ist das Auffinden von touristischen Attraktionen ein Kinderspiel.
Auch Switzerland.com gehört jetzt endlich der Schweiz
In der Schweiz hätte man damals «Internett» noch mit zwei t am Schluss geschrieben, witzelte Schmid über die Tatsache, dass bereits 1994 ein visionärer Amerikaner die Domainadresse Switzerland.com reserviert habe. 1,5 Millionen Visitors jährlich wollen sich seither dort über die Schweiz informieren. Eine Interessengemeinschaft aus der Schweizer Wirtschaft hat die Domain nun gekauft. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart, da der Verkäufer noch weitere attraktive Ländernamen «besitzt».
MySwitzerland.com soll parallel zu Switzerland.com als beliebter Brand aber bestehen bleiben.

«Niemand interessiert sich für parteiisch gefärbte Informationen» /Hermann Strittmatter zu den Zeitungsprojekten von SP und SVP

«Niemand interessiert sich für parteiisch gefärbte Informationen»Hermann Strittmatter zu den Zeitungsprojekten von SP und SVPSowohl die Schweizerische Volkspartei (SVP) als auch die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SPS, siehe auch Seit

«Niemand interessiert sich für parteiisch gefärbte Informationen»Hermann Strittmatter zu den Zeitungsprojekten von SP und SVP
Sowohl die Schweizerische Volkspartei (SVP) als auch die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SPS, siehe auch Seite 21) wollen ihre kantonalen und internen Mitgliederinfos zusammenlegen und je eine mittelgrosse, teils werbefinanzierte Zeitung auf den Markt bringen, die auch beim Publikum ausserhalb der beiden Parteien bestehen soll. Haben beide Projekte überhaupt eine Chance? Hermann Strittmatter, Inhaber der GGK, Zürich, und SP-Mitglied, meint klar: Nein.
Hermann Strittmatter, ist das zeitliche Zusammenfallen dieser Projekte ein Zufall?
Hermann Strittmatter: Woher soll ich das wissen? Auf jeden Fall überschätzt Ihre Frage das intellektuelle Planungspotenzial einer Partei. Und falls Sie äussere Einflüsse ansprechen: Für die Gleichzeitigkeit besteht höchstens der Zusammenhang, dass die SVP noch kein Parteiblatt und die SP fast keines mehr hat.
Glauben Sie an das Wiedererstarken einer Art Parteipresse?
Strittmatter: Nein, weil sich ausser den Apparatschiks niemand für parteiisch gefärbte Informationen interessiert. Es handelt sich hier um reine Arbeitsbeschaffung. Das ist ja eigentlich eine gute Sache. Die Gefahr der ideologischen Nabelschau bleibt aber akut.
Das sagen Sie als SP-Mitglied auch von einem SP-Projekt?
Strittmatter: Ja natürlich, ich würde mich sonst nicht trauen, mich so darüber auszulassen.
Sie geben also der Parteipresse keine Chance mehr. Wie steht es aber um die NZZ? Als FDP-
nahes Blatt konnte sie sich bis heute halten und erst noch ein gutes Ansehen gewinnen.
Strittmatter: Aber nur, weil sie den Wandel des Schweizer Freisinns seit 150 Jahren mitgestaltet hat und in den unpolitischen Ressorts wie Feuilleton, Sport und sogar Lokales sehr liberal, intelligent und gut geschrieben ist.
Auch SVP und SP betonen, dass sie keine ideologisch gefärbte, sondern journalistisch gemachte Zeitungen auf den Markt bringen wollen. Trauen Sie das diesen Parteien nicht zu?
Strittmatter: Doch, doch, und es ist auch durchaus legitim, eine solche Zeitung machen zu wollen. Aber das Bedürfnis danach scheint mir in beiden Fällen nicht genügend ausgelotet zu sein. Überhaupt ist es kein Widerspruch: Ideen sind die Voraussetzung für Kommunikation.
Heisst das, dass eine Partei im besten Fall nur ein (selbst)kritisches Szenenblatt auf die Beine stellen kann?
Strittmatter: Das heisst, dass eine Partei keine publizistisch und finanziell erfolgreiche Zeitung machen kann. Sonst könnten diese Leute ja erfolgreich in der Wirtschaft arbeiten und dort das Zehnfache verdienen.
An welchen Hürden werden sie denn scheitern?
Strittmatter: An der Anforderung, über Themen und Geschehnisse so schreiben zu können, dass sie die Leser interessieren, und nicht so, wie sie den Verfasser interessieren. Dazu sind allerdings meiner Meinung nach Parteischreiberlinge nicht in der Lage, weil sie eine Parteiaufgabe erfüllen müssen: PR-Schreibe nennt man das.
Ab wann könnte man von Erfolg oder Misserfolg sprechen?
Strittmatter: Überhaupt nie, darüber muss man gar nicht sprechen, denn Parteiblätter mit dem erwähnten Anspruch sind ein Widerspruch in sich und darum nicht lebensfähig.
Werden die beiden Zeitungen auch auf dem Werbemarkt erfolglos sein? Immerhin öffnen sie sich neu für Werbung und haben voraussichtlich klar definierbare Zielpublika, die mittlerweile auch recht kaufkräftig sind.
Strittmatter: Das Zielpublikum mag noch so gut oder gross sein: Wenn in diesem Zielpublikum niemand diese Produkte konsumiert, ist es sinnlos, darüber zu sprechen. Und wenn die beiden Blätter sich neuerdings für Werbung öffnen, mag das zwar interessant sein, aber bei den Linken werden nur Inserenten mit esoterischen Angeboten, Kulturveranstalter oder Denner mit seinen Initiativen inserieren. Und bei der SVP werden nur jene inserieren, die versuchen wollen, in diese Kreise reinzukommen.
Welche Konsequenzen könnten das SVP-Blatt auf die Schweizerzeit und das SP Blatt auf die WochenZeitung (WoZ) haben?
Strittmatter: Die WoZ und die Schweizerzeit verfügen über eine Eigenständigkeit, die vom Parteizirkus nicht tangiert wird. Wie der Blick, der Tagi, die NZZ und andere erfolgreiche Medien.
Interview: Markus Knöpfli

Plakanda auch im Flughafen Basel

Der Aussenwerber Plakanda darf die Werbeflächen im neuen Y-Fingerdock des Flughafens Basel-Mulhouse, der im Sommer 2001 eröffnet wird, vermarkten und kontrolliert dann nach eigenen Angaben rund 80 Prozent der gesamten Indoor-Werbung im Flughafen Base

Der Aussenwerber Plakanda darf die Werbeflächen im neuen Y-Fingerdock des Flughafens Basel-Mulhouse, der im Sommer 2001 eröffnet wird, vermarkten und kontrolliert dann nach eigenen Angaben rund 80 Prozent der gesamten Indoor-Werbung im Flughafen Basel. Die restlichen 20 Prozent sowie die Outdoor-Werbung teilen sich Affichage und weitere Anbieter. Plakanda, die mehrheitlich zur Clear-Channel-Gruppe gehört, hat sich in einer Ausschreibung gegen JC Decaux und Affichage durchgesetzt. Im Dezember erhielt Plakanda schon den Zuschlag für die gesamte Aussenwerbung auf dem Flughafen Zürich. (mk)

Ausserdem: Der jetzige Kommunikationschef des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), Rolf Wespe, wechselt zum Medienausbildungszentrum (MAZ).

Ausserdem:Der jetzige Kommunikationschef des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), Rolf Wespe, wechselt zum Medienausbildungszentrum (MAZ). Er übernimmt im Juni die Nachfolge von Eva Neugebauer als Studienleiter für die berufsbegle

Ausserdem:Der jetzige Kommunikationschef des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), Rolf Wespe, wechselt zum Medienausbildungszentrum (MAZ). Er übernimmt im Juni die Nachfolge von Eva Neugebauer als Studienleiter für die berufsbegleitende Diplomausbildung.
Das Konkordat der Schweizerischen Krankenversicherer (KSK) hat Yves Seydoux zum Delegierten für Public Affairs ernannt. Durch die neu geschaffene Stelle will das KSK sein politisches Gewicht vergrössern. Er tritt seine Stelle am 1. April an.
Das Schaffhauser Lokalradio Munot hat ab Mai einen neuen Chefredaktor: Heiko Ciceri übernimmt den Posten vom interimistisch amtenden Walter Studer. Studer bleibt Geschäftsleiter von Radio Munot und des Schaffhauser TV-Senders. Ciceri war bei Sat 1 Schweiz als Redaktor für «Täglich ran» tätig.
Die Schweizerin Catherine Mühlemann wird neue Geschäftsführerin von MTV Deutschland. Die ehemalige Programmchefin von TV 3 übernimmt ab dem 1. Mai die Nachfolge von Christiane zu Salm, die zu TM 3 wechselt.
Am 6. Februar hat François Küssenberger die Geschäftsführung von Fisch Meier Promotion übernommen. Zuvor war er unter anderem bei Hapimag als Leiter Marketing/Kommunikation, als Marketingleiter beim Tourismusverein Lenzerheide-Valbella und beim Visa Card Center tätig.
Aus der Zürcher Kleinagentur H-Partnership von Nik Hartmann ist per 1. Februar die Transformer Werbeagentur AG entstanden. Neuer Partner und Mitinhaber ist Oliver Stäcker als Creative Director.

News: Tamedia: 7 prozent Mehrertrag

Der Medienkonzern Tamedia hat im Jahr 2000 einen Betriebsertrag von 823 Millionen Franken erwirtschaftet, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das stärkste Wachstum zeigten die elektronischen Medien, die um 22 Prozent auf 31 Millionen Franken zulegten. Der

Der Medienkonzern Tamedia hat im Jahr 2000 einen Betriebsertrag von 823 Millionen Franken erwirtschaftet, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das stärkste Wachstum zeigten die elektronischen Medien, die um 22 Prozent auf 31 Millionen Franken zulegten. Der Bereich Printmedien erhöhte seinen Ertrag um 12 Prozent auf 714 Millionen Franken. Damit habe man erneut das Wachstum des Werbemarktes übertroffen, teilte Tamedia mit. Grund dafür seien die boomenden Stellenanzeigen und die Übernahme des Magazins Finanz und Wirtschaft. Bei den elektronischen Medien hätten vor allem TV 3 und Winner.ch für mehr Umsatz gesorgt. Einen Einbruch erlitt dagegen der Bereich Services, der um 28 Prozent auf 78 Millionen sank. Dies sei auf eine Reduktion der Druckkapazitäten und deren vermehrte interne Nutzung zurückzuführen. Der vollständige Geschäftsbericht soll am 29. März veröffentlicht werden.Computerworld mit CeBit-SpecialDie Schweizer IT-Wochenzeitung Computerworld präsentiert erstmals eine Spezialausgabe zur CeBit. Die CeBit in Hannover, weltgrösste Messe für Informations- und Kommunikationstechnologie, findet vom 22. bis 28. März zum 16. Mal statt. Das Special erscheint in der Ausgabe vom 16. März, wird auf den Swissair- und Lufthansaflügen von Zürich nach Hannover verteilt und liegt am Swiss Pavillon an der Messe auf.
Neues Design für Slash
Zum Fünf-Jahr-Jubiläum gibt sich das zweisprachige Internet-printmagazin Slash ein neues Outfit. Ab März erscheint es mit klarerem und einfacherem Layout und besserer Struktur. Hinzu kommt eine Reihe neuer Rubriken, zum Beispiel für Anleger und Kinder.

«Ein Jaguar wird einem BMW immer ähnlicher»

Christian Monzel von Jung von Matt, Hamburg, über Kreativität in der Autowerbung

Christian Monzel von Jung von Matt, Hamburg, über Kreativität in der AutowerbungFür Kunde BMW sahnte Jung von Matt in verschiedenen Kategorien am Deutschen ADC 2000 gleich mehrere Nägel ab. Gewonnen hat JvM die Awards mit ideenreicher Werbung, wie Christian Monzel von der Hamburger Agentur erklärt.Worin unterscheidet sich gute von schlechter Autowerbung?
Christian Monzel: Immer noch durch die Idee. Eine Idee ist dann gut, wenn man sie mit einem Satz beschreiben kann. Ein gutes Beispiel: Der Spot mit dem Mann, der sich nicht erinnern kann, wo der Tank ist.
Können sich nur Prestigemarken wie BMW ADC-würdige Auftritte leisten?
Monzel: Das ist ein falscher Eindruck. Generell gewinnnen gerade auch beim ADC viele Social Etats oder auch kleine Marken. Insgesamt gewinnen beim ADC Unternehmen, die mutigere Kampagnen unterstützen. Prestigemarken haben kein Abo auf Preise. BMW zum Beispiel hat im Jahr 1998 keinen einzigen Preis beim ADC gewonnen. 1999 haben wir zwölf Preise für BMW erhalten. Die kleineren Automarken versuchen immer nur eins: Das Auto möglichst gross zu zeigen. Das ist der Tod jeder Idee und damit von guter Werbung.
Weshalb verhalten sich Auftraggeber gegenüber ausgefallenen Kampagnen in der Autowerbung so konservativ?
Monzel: Siehe vorherige Antwort. Aber auch große Marken folgen oft einer falsch verstandenen Form von CI. VW etwa macht in letzter Zeit ganz gute TV-Werbung. Die Printanzeigen folgen aber immer dem gleichen Muster und sind langweilig und nichts sagend. Bei Mercedes steht auch ein relativ starres Layout im Vordergrund. Springer & Jacoby schafft es auch immer wieder, das Format mit einer Idee zu füllen. Wir gehen bei BMW einen völlig anderen Weg mit einem flexiblen Layout und stützen die Produktsubstanz durch lange Copytexte. Ich glaube schon, dass die Marke etwas anderes zulässt und das auch benötigt. Die Frage ist nicht, ob es die Marke zulässt, sondern die Menschen, die diese Marke verwalten.
Autokampagnen sind meist Produkte einer zentralen Lead-Agentur. Eignen sich solche globalisierten nivellierten Umsetzungen überhaupt für die unterschiedlichsten Lokalmärkte?
Monzel: Hier gilt das Motto: so global wie möglich, so lokal wie nötig. Und die lokalen Automärkte sind sehr unterschiedlich. Deshalb brauchen wir ein dezentrales Korrektiv durch dezentrale Agenturen. Aber die Marke kann nur einen Markenkern, eine Positionierung haben. Deshalb ist es wichtig, die Marke international zu führen und zu steuern. Aber wir müssen die individuellen Marktgegebenheiten und -anforderungen berücksichtigen. Eine globale Kampagne macht deshalb im Automarkt wenig Sinn.
Erkennen Sie einen neuen Trend in der Autowerbung?
Monzel: Ja. Eine verstärkte Emotionalisierung. Aber auch das Abgleiten in Mainstream-Werbung. Man versucht, in Welten zu flüchten, die aber schon von anderen Konsumgütern oder Dienstleistungsunternehmen besetzt wurden. Dadurch verliert man an Profil. Allerdings ist das auch ein Trend, der sich aus der Produktpolitik der Marken ableiten lässt. Ein Lexus sieht genauso aus wie ein Mercedes. Ein Mazda, Toyota oder Nissan sind nicht mehr zu unterscheiden. Ein Jaguar wird einem BMW immer ähnlicher und so weiter.
Interview: Luca Aloisi

AA&I kooperiert mit US-Agentur.

Die Zürcher Kommunikationsagentur Advertising Art & Ideas (AA&I) hat eine strategische Allianz mit der US-Agentur Kirshenbaum Bond & Partners (KBP) vereinbart. Details wurden noch keine bekannt gegeben. Sie seien «abhängig von einem sehr grossen Pit

Die Zürcher Kommunikationsagentur Advertising Art & Ideas (AA&I) hat eine strategische Allianz mit der US-Agentur Kirshenbaum Bond & Partners (KBP) vereinbart. Details wurden noch keine bekannt gegeben. Sie seien «abhängig von einem sehr grossen Pitch», erklärte Creative Director Stefan Winzenried der WerbeWoche. RIESENSCHERZ VON RINGIER. «Ein Blick genügt, liebe Tamedia», beliebt ein Giga-Plakat des Medienkonzerns Ringier zu scherzen, das ab 10. März die Fassade des an der Sihl entstehenden Zürcher Museums für konstruktive und konkrete Kunst ziert. Das Sujet, von dem erst eine Fotomontage existiert, wird vor den Augen der Tamedia montiert, die am gegenüberliegenden Flussufer im Werdareal residiert. Mit diesem Fassadenaushang will das Museum, das vom Seefeld ins ehemalige Elektrizitätswerk an der Sihl zieht, den sechs Millionen Franken teuren Umbau mitfinanzieren. Hans Ulrich Schweizer, Mitglied des Stiftungsrates des Museums und Vorsitzender der Geschäftsleitung von Wirz Werbung, Zürich, kalkulierte Einnahmen in der Höhe von über 200000 Franken ein. Man hoffte auf etwa vier Sponsoren, doch nur Ringier und Swissair sagten zu. Was Wunder, präsidiert doch Ellen Ringier, Gattin von Michael, den Stiftungsrat des Museums.
WoZ-Konzept wird überholt. Die WochenZeitung (WoZ) erfährt derzeit redaktionell und im Verlagsauftritt eine Gesamtrevision. Gemäss Verlagsleiterin Verena Mühlberger will sich das Blatt ab Herbst «thematisch öffnen» und hat dazu eine Arbeitsgruppe (AG) mit externer Beratung eingesetzt. Schon auf den Mai hin soll zudem der Verlagsauftritt verbessert werden. Bereits wurde die WoZ-Inserateaquisition um 50 auf 160 Stellenprozente aufgestockt. «Vielerorts herrscht noch die Meinung vor, die WoZ wolle keine Inserate. Das ist falsch. Wir wollen viele und auch farbige», ergänzt die Verlagsleiterin.
LOST IN THE GARDEN OF EDEN. Die zur Benetton-Gruppe gehörende Marke Sisley lässt für ihren Katalog Frühjahr/Sommer 2001 Klamotten rund um einen Adam flattern, der in einem irdischen Paradies auf Jamaica von drei Evas umworben wird. Fotografiert hat für Sisley bereits zum achten Mal Terry Richardson. Das Konzept stammt von AD Nikko Amandonico. Für die Produktion zeichnet Energy Project verantwortlich. Aufreizend wirken die Posen zwischen Unschuld und Sünde, sie können auch unter www.benetton
.com/press eingesehen werden.
OK-Kampagne der Tabakindustrie findet Anklang. Die Schweizer Verbände von Zigarettenindustrie und Tabakwarenhandel sind zufrieden mit der Resonanz ihrer Kampagne gegen den Verkauf von Tabak an Jugendliche («Verkauf von Zigaretten nicht an unter 16-Jährige, OK?»). Eine Umfrage des Forschungsinstituts Link ergab, dass 93,3 Prozent des Verkaufspersonals im Detailhandel und 36,6 Prozent der Bevölkerung die Kampagne kennen. 83,5 Prozent der Bevölkerung begrüssten die Kampagne. Allerdings glaubten nur 25,8 Prozent an ihre Wirksamkeit. Die Initianten der Kampagne wollen ihre Anstrengungen noch verstärken.
beliebter DM-Preis. 260 Arbeiten wurden für den dritten Schweizer Direktmarketingpreis 2001 eingereicht, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Daran beteiligten sich auch ausländische Agenturen: Ein Achtel der Einreichungen stammt aus Deutschland oder Österreich. Die 17-köpfige Jury steht unter dem Vorsitz von Jörg Rindlisbacher (CEO Impiric). Die Auszeichnungen werden am 27. April in Glattbrugg ZH verliehen.
Das bett des werbers. Dieser Mann verdient Geld im Schlaf: Anstatt die Möbel seiner Kunden zu verkaufen, macht Christoph Stähli, Mitinhaber der Werbeagentur Boxx, ihnen mit einem selbst entworfenem Bett Konkurrenz. Das zerlegbare Bett aus Buchensperrholz hat als Eigenheit auch eine Rückenstütze. «Diese ermöglicht es einem, im Bett zu lesen oder zu arbeiten», sagt Stähli. Und das – so ein Gerücht – sei schliesslich die Lieblingsbeschäftigung vieler Werber im Bett. Es kostet übrigens 5260 Franken, ist bei Boxx Design, Zürich, bestell- und – mit einiger Fortune – vielleicht als Spesenausgabe auch vom Lohn abziehbar. Krankenkassen kämen nur für Folgen auf, die bei anderweitger Verwendung entstünden.
Editorial:

Neue Experimente mit Presseleichen
Die SVP will Ende Jahr eine Wochenzeitung herausgeben, die SPS ab 1. Mai das Monatsblatt links.ch, beide mit hohen professionellen Ansprüchen. Ob diese Parteipostillen mehr sein werden als Vereinsblättli oder Hobbyzeitungen, bleibt abzuwarten. Skepsis ist jedenfalls angebracht. Mehr dazu im Bericht auf Seite 21 und im Interview mit Werber Hermann Strittmatter (Seite 5).
Parteipolitik ist transparenter geworden. Parteitage werden mit viel Medienpräsenz abgehalten. Politische Information erreicht die Bürger heute praktisch nur über
die Massenmedien. Dass es zur Mediengesellschaft keine Alternative gibt, ist den umtriebigeren unter den Politikern längst bewusst, und sie kommen mit den Mechanismen des heutigen Medienbetriebs weidlich zurecht. Auf die Sprachrohrpublizistik der geplanten Parteiblätter sind sie nicht angewiesen.
«Ein toter Baum aus dem Bannwald der Demokratie» titelte Ulrich Frei seine 1987 erschienene Dissertation über die Agonie der Schweizer Parteipresse, insbesondere des sozialdemokratischen Volksrechts. Gemäss seiner Analyse sind die SP-Zeitungen und die anderen Parteiblätter nicht eines plötzlichen Todes gestorben, sondern an Altersschwäche eingegangen, weil beim heutigen Medienkonsumenten für diese Zeitungen schlicht kein Interesse mehr vorhanden war. Die damaligen Parteizeitungen erschienen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit und wurden weder von den eigenen Parteimitgliedern noch von den Gewerkschaftsmitgliedern oder gar den Wählern ernst genommen. Die Dissertation von Ulrich Frei sei den heutigen Parteifunktionären jedenfalls als Pflichtlektüre wärmstens empfohlen.
Samuel Helbling

Design im virtuellen Raum

Young pioneers präsentiert am GDI Trends und Trendsetter zum Thema Webdesign

Young pioneers präsentiert am GDI Trends und Trendsetter zum Thema WebdesignVon Carole KochInnerhalb weniger Jahre hat sich das Web zu einer multimedialen Kommunikationsplattform entwickelt. Das Gottlieb-Duttweiler-Institut stellt am 7. März im Rahmen von «Young pioneers» Referenten vor, die über Erfahrungen, Entwicklungen und Trends des Webdesigns berichten und ihre Projekte präsentieren.
Webdesigner leben an der Schnittstelle von virtueller und realer Welt. Sie sind moderne Geschichtenerzähler, setzen Realität multimedial in Szene und kreieren neue Welten in anderen Dimensionen. Patrick Patman Spahr – Webdesigner der Internetagentur RØSA und zugleich erster und einziger Web-AD des ADC – definiert seine Profession als Entwicklung von interaktiven Erlebniswelten. In diesem Prozess agiere er als digitaler Pixel-Showmaster, als Komponist von Bits and Bites.
«Heute wird viel Gewicht auf die Useability einer Site gelegt», nennt er einen der vorherrschenden Trends. «Denn solange Design nicht Inhalt ist, wird es bloss Verpackung bleiben. Guter Inhalt kann nicht durch gutes Design ersetzt werden», kommentiert er diese Entwicklung. Im Übrigen laute bei der Gestaltung von Webpages die momentane Devise «Reduktion auf das Wesentliche».
Die gefragten Sites von morgen sind nach Ansicht von Patman Gesamtlösungen, die sowohl hohen kreativen als auch inhaltlichen Ansprüchen gerecht werden. Ebenfalls einen Einfluss auf das Design werden seiner Meinung nach die Konvergenzen zwischen verschiedenen Übertragungsmedien haben: «Eine Website wird auch in Zukunft immer schnell sein müssen», erklärt er.
In seinem Schaffen versucht Patman nach wie vor, «Technologie und Design auf unherkömmliche Weise anzuwenden». Websites sollen Nutzer schnell zum Ziel bringen, starke Eindrücke hinterlassen und zum Weiterklicken animieren.
Das Web als grösste Emotionsmaschine der Welt
Differenzierung ist auch für Marco Casile, Geschäftsführer von Festland Internet Marketing in St.Gallen, ein entscheidendes Erfolgskriterium – gepaart mit einem herausragenden Angebot und einer ebenso herausragenden formalen Gestaltung. «Denn nirgends ist der Kampf um Mindshare grösser als im Web», erklärt Casile und betont weiter, dass ein idealisiertes Webdesign die technischen Möglichkeiten nicht scheut, sondern frühzeitig mit ihnen experimentiert.
Als Motor der schnellen Entwicklung des Webs nennt er die zunehmenden Ansprüche der User, den steigenden Wettbewerb unter den Anbietern sowie die wachsende Leistungsfähigkeit der Onlinetechnologien. Bilder und Animationen gehören für ihn zur Grundausstattung einer Website. «Heute setzen immer mehr Sites Sound-, Video- und 3D-Elemente ein, sogar an der Übermittlung von Düften wird gearbeitet», beschreibt Casile den momentanen Trend.
Das grösste Nachschlagewerk der Welt sei somit auf dem besten Weg, auch die grösste Emotionsmaschine zu werden. «Nicht die Useability, sondern der Erlebniswert einer Site wird somit in Zukunft eine Rolle spielen», ist Casile überzeugt. Weitere wichtige Entwicklungen sieht er in der Verbindung von Webdesign mit intelligenten CRM-Systemen sowie die stärkere Integration von Offline- und Onlinemarketing.
Anders als die Internetagentur RØSA oder Festland Internet Marketing bietet Lightear Multimedia, Paris, nebst Webdesign und Konzeption unter anderem auch Musikproduktionen, Medieninhalte und Individualreisen in Paris an. Der Name der Firma symbolisiert eine multimediale Vision, die Bild, Text und Ton auf dem Web vereint.
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