Schon mal im Internet gefuttert?

Aaron Advertising serviert für Dinner & More virtuelle Teller

Aaron Advertising serviert für Dinner & More virtuelle TellerRestaurantführer gibt es viele – herkömmliche wie elektronische. Hungrige Gäste haben unzählige Möglichkeiten, einen Ort zu finden, an dem sie ihren Selbsterhaltungstrieb oral befriedigen können. Und wer nicht zwischen Hunderten von Betrieben wählen möchte, dem steht seit Februar eine Alternative zur Auswahl: dinner.ch.Hinter dieser URL verbirgt sich die 1996 von Nicolas Kern gegründete Aktiengesellschaft Dinner & More. Die Zürcher Gastrogruppe umfasst zurzeit sieben Restaurationsbetriebe: «Brasserie Lipp», «Jules Verne», «California», «Lions Pub», «Movie», «Monsoon» sowie das «Zunfthaus zur Schmiden». Hinter jedem Betrieb steht ein anderes Konzept. Gemeinsam ist jedoch allen die Webadresse der neu gelaunchten Site.
Die junge Zürcher Agentur Aaron Advertising, die bereits seit eineinhalb Jahren die Dinner & More AG werblich betreut, hat für die Betriebe einen schmackhaften Internetauftritt zubereitet. Auf einem Teller werden diverse Informationen über den neu aktivierten Betrieb serviert. Neben Adresse und Telefonnummer bietet die Site Einblick in die jeweiligen Speisekarten und Tagesangebote.
Zur perfekten Mariage von Dine and Wine kann auch der Wein schon im Voraus gewählt werden. Online-Reservationsanfragen sind genauso möglich wie die Bestellung eines Gutscheins und das Versenden virtueller Postkarten. Offene Stellen und Presseberichte sind über die Site abrufbar. Eine Agenda gibt Aufschluss über Anlässe oder Aktionen.
«Zurzeit richtet sich die Homepage vor allem an bestehende Gäste unserer Betriebe. Das Projekt steht noch am Anfang und wird stetig überarbeitet. Zum Beispiel denken wir laut darüber nach, einen Gutscheinkauf mit Kreditkarte zu ermöglichen und nicht wie bis anhin gegen Rechnung. Wenn die Site ausgearbeitet ist, wird auch eine spezielle Werbeaktion stattfinden, um ein breiteres Publikum zu erreichen», kommentiert Nicolas Kern die geplante Zukunft von dinner.ch.
Über dinner.ch kann fast alles bequem von zu Hause aus erledigt werden. Nur gegessen wird immer noch in der realen Welt – am reservierten Tisch im Restaurant.
Simone Keller

News: Active Agent trennt

Nachdem bei Real Media Schweiz die Mediaplanung ausgegliedert und an Publimedia übergeben wurde, will auch Active Agent künftig zwischen Planung und Vermarktung unterscheiden.

Nachdem bei Real Media Schweiz die Mediaplanung ausgegliedert und an Publimedia übergeben wurde, will auch Active Agent künftig zwischen Planung und Vermarktung unterscheiden.NewsActive Agent trennt
Wie Peter Strassmann, CEO von Acitve Agent Schweiz, bestätigte, sollen Mitte Jahr zwei getrennte Firmen für die Onlinemediaplanung und -vermarktung gebildet werden.
Adlink expandiertDie Onlinevermarkterin Adlink übernimmt die niederländische Netplus BV. Der Kaufpreis für 100 Prozent der Aktien wird bar bezahlt. Netplus-Aktionäre haben sich allerdings verpflichtet, für einen Teil des Kaufpreises Adlink-Aktien zu kaufen. Netplus will in diesem Jahr den Break-even erreichen und vermarktet unter anderem die Sites von Skyradio, SBS Net und @home.
E-Mail-MarketingUnter dem Namen Nemuk AG haben Rémy Sager und Qris Riner in Zürich eine Agentur für E-Mail- und Permission-Marketing gegründet. Die Agentur realisiert Marketingkonzepte, die den Kundendialog via E-Mail und SMS auf der Basis von Permissionmarketing ermöglichen.
Sima mit WeblexDer Schweizer Internetbranchenverband Sima stellt auf www.sima.ch neu Vertragsmuster und juristische Informationen bereit. Ziel des Angebots namens Weblex ist, die Rechtsunsicherheit im Verhältnis zwischen Internetdienstleistern und Kunden zu reduzieren.

Schwacher Jahresbeginn für Werbeausgaben

Bruttowerbeaufwand wuchs im Januar lediglich um 3 Prozent

Bruttowerbeaufwand wuchs im Januar lediglich um 3 ProzentMit einem schwachen Resultat hat die kommerzielle Werbung in der Schweiz das Jahr 2000 beendet und ist mit einem noch schlechteren Resultat ins 2001 gestartet: Um gerade 3 Prozent oder rund 7,5 Millionen haben die Bruttowerbeaufwendungen im Januar gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zugelegt. Dies ist das zweitschlechteste Resultat innerhalb der vergangenen zwölf Monate; einzig im Oktober war der Zuwachs mit 1,8 Prozent noch dürftiger ausgefallen.Die umsatzmässig besonders gewichtigen Tageszeitungen blieben sogar ganz auf dem Niveau des Vorjahres stehen (plus 0,1 Prozent). Hingegen erzielten
die Publikumszeitschriften mit einem Zuwachs von 7,3 Prozent ein erfreuliches Resultat. Und auch die Fachzeitschriften sahnten mit einem Plus von 10,5 Prozent überdurchschnittlich ab.
Bei den elektronischen Medien hat sich das Fernsehen mit einem Gewinn von 18,1 Prozent nun bereits im dritten aufeinander folgenden Monat verbessert. Genau das Gegenteil passierte beim Radio, das nach langen Höhenflügen im letzten Jahr nun schon im dritten aufeinander folgenden Monat negativ schliesst, wobei der Verlust im Januar mit 10,9 Prozent mit Abstand der höchste war. Teletext hat hingegen mit einer Zuwachsrate von 5,8 Prozent erfreulich abgeschlossen.
Auch die Kinowerbung, letztes Jahr noch im Krebsgang, hat das neue Jahr mit einem Zuwachs von 15,5 Prozent erfolgreich begonnen. Keinen Erfolg hatte hingegen die Plakatwerbung, die einen Rückgang von 8,1 Prozent hinnehmen musste. Die Internet-bannerwerbung hat zwar laut Media Focus mit einem Plus von 24,2 Prozent am meisten zugelegt, allerdings auf wertmässig tiefem Niveau: Der Zuwachs beträgt lediglich 0,2 Millionen Franken. Daniel Schifferle
Bruttowerbeaufwand nach Medien

Januar 2000/2001 im Vergleich
in 1000 Fr. 2000 in 1000 Fr. 2001 in %
Tageszeitungen 113 472 113 608 + 0,1
Publikumszeitschriften 34 640 37 172 + 7,3
Fachzeitschriften 13 162 14 543 + 10,5
TV 35 276 41 662 + 18,1
Radio 8855 7894 – 10,9
Kino 2012 2323 + 15,5
Teletext 3026 3202 + 5,8
Plakat 33 580 30 860 – 8,1
Internetbanner 842 1046 + 24,2
Gesamt 244 865 252 310 + 3,0
Quelle: Media Focus Hergiswil NW

Zahlet, und ihr werdet gefunden!

Mit bezahlten Einträgen will QualiGO Websites «schnell und gut» finden

Mit bezahlten Einträgen will QualiGO Websites «schnell und gut» findenEines der grössten Ärgernisse im Gebrauch von Suchmaschinen ist die häufig überwältigende Flut an Treffermeldungen, was das Finden wirklich brauchbarer Informationen zur Suche nach der Stecknadel im virtuellen Heuhaufen werden lässt. Dieses Problem hat die Konstanzer Suchmaschinen-Marketingagentur Suchtreffer AG erkannt. Mit einer neuen Suchmaschine wollen die Konstanzer Abhilfe schaffen. Der Name des Projekts: QualiGO.Suchtreffer hat sich darauf spezialisiert, die Websites seiner Kunden unter den für sie relevanten Suchbegriffen in den obersten Suchresultaten der wichtigen Suchmaschinen zu platzieren. Dazu wird die Codierung der Website überprüft und angepasst und die Site darauf bei den Suchmaschinen gemeldet. Suchtreffer berechnet pro Suchbegriff und pro Monat einen fixen Betrag und garantiert den Kunden dabei eine optimale Positionierung in dieser Zeit.
Mit QualiGO, in der Schweiz erreichbar unter qualigo.ch, hat Suchtreffer nun sein Konzept in die Form einer Suchmaschine fliessen lassen. Wer seine Website bei QualiGO anmelden will, wählt die Begriffe, unter der sie erfasst werden soll, und bezahlt 25 Euro als Grundgebühr auf einen Account ein.
Der Platz, auf dem der Eintrag erscheint, wird durch eine Auktion entschieden: Zu jedem Begriff muss der Kunde angeben, wie viel er für einen Klick auf seinen Eintrag zu bezahlen bereit ist. Die Website mit dem höchsten Betrag erscheint an erster Stelle. Die Klickgebühr, das Mindestgebot beläuft sich auf 0,01 Euro, zieht QualiGO vom Kundenkonto ab. Der Kunde führt damit die Kontrolle über seine Investition: Sinkt sein Konto auf null, wird die Site nicht mehr aufgeführt.
QualiGO ist seit November 2000 online und hat seinen regulären Betrieb im Januar aufgenommen. Seither hat sich die Suchmaschine zur Zufriedenheit der Betreiber entwickelt. Exakte Nutzerzahlen kann Malte Schwinger, Geschäftsführer von QualiGO, noch nicht nennen. 300 Accounts habe QualiGO seither eingerichtet und über zehn Millionen Dokumente indiziert. Um die Bekanntheit zu steigern, bietet QualiGO jeder Website an, die Suchdienste per HTML-Code zu integrieren. 2000 Partner will Schwinger bereits gefunden haben.
Bisher deckt QualiGO den deutschsprachigen Raum ab. Mit der mehrsprachenfähigen Eurospidertechnologie im Hintergrund ist eine internationale Ausweitung aber nur eine Frage der Zeit. Alessandro Monachesi

Aufgefallen: Wie nahe Kontraste einander gegenüberstehen, merkt man oft erst, wenn sie sich gegenseitig outen.

AufgefallenWie nahe Kontraste einander gegenüberstehen, merkt man oft erst, wenn sie sich gegenseitig outen. Diese Anzeige von Amnesty International ist ein krasses Beispiel dafür, wie schnell hochgejubelte und Trend setzende Randgruppen zu gejag

AufgefallenWie nahe Kontraste einander gegenüberstehen, merkt man oft erst, wenn sie sich gegenseitig outen. Diese Anzeige von Amnesty International ist ein krasses Beispiel dafür, wie schnell hochgejubelte und Trend setzende Randgruppen zu gejagten Aussätzigen werden können. Es braucht dazu lediglich eine diktatorische Regierung, die ihre moralischen Werte durch die Elimination andersartiger Mitmenschen vermittelt. In diesem Falle wird an die Handlung des ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni erinnert, der ein ähnliches Dekret 1999 verordnete. Tragisch daran ist, dass unsereins politische Ereignisse der Dritten Welt praktisch nicht mehr aufnimmt. Es braucht dazu offenbar ein Lockwort wie Kalifornien, dass die Anzeige überhaupt beachtet wird.
Doch zurück zur natürlichen Nachbarschaft von Kontrasten. Platziert wurde diese Anzeige in dem von Andy Warhol gegründetem Trendmagazin Interview. Einer Publikation, die nur schon aus Bewunderung für ihren Schöpfer in der Gay Community weit verbreitet ist. Seit Jahren wird das Magazin für seine Interviews, Porträts und Storys geschätzt. Was aber, wenn in den USA tatsächlich solche Dekrete per Anzeige verkündet würden? Wahrscheinlich platzierte man sie bestimmt nicht in derselben Publikation. Vielmehr würden drei Viertel der Abonnenten zum Verhör geladen. Dies wirft unweigerlich die Frage auf: Lohnt es sich, öffentlich zu sich selber zu stehen, auch wenn man damit nicht der Mehrheit entspricht? Die Antwort darauf muss jeder für sich selber finden. Chandra Kurt
Kolumne

Altmodisch? Ja, gerne!
Von michael barney
Nein, ich schäme mich nicht, altmodisch zu sein. Und das in einer Branche, die geradezu nach Modernität schreit. Weil: Wer mit Werbung auffallen will, muss immer wieder neuartiger, ja ungewöhnlicher ausschauen. Gut so. Und richtig. Ich meine hier eher das Private. Frauen die Tür aufzuhalten, ihnen in den Mantel zu helfen oder ihnen Feuer zu geben, ist das nicht schön? Betagte Menschen nicht kumpelhaft zu duzen gehört für mich auch dazu. Wobei ich zugeben muss, dass die meisten meiner altmodischen Gesten viel mit meiner Vorliebe für Frauen zu tun hat. So werden die Briefe, nicht nur die an die schöne Claudine, liebevoll per Hand geschrieben. Und jeden Morgen, beim Betreten der Agentur, begrüsse ich Marianne am Empfang mit einem Handschlag. Und wenn ich merke, dass es unserer äusserst attraktiven Ilonka mal nicht so gut geht, massiere ich ihr den Nacken. Aber nicht ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben.
Altmodisch sind auch meine Vorlieben für klassische Düfte. Ich kann mich stundenlang in Parfümieren aufhalten und über klassische «Wässerchen» aus England fachsimpeln. Oder beim Herrenausstatter über Glenchecks, Kragenformen oder die Länge von Seitenschlitzen parlieren. Überhaupt interessieren mich alte Handwerkskünste. Viele davon sind ja leider vom Aussterben bedroht: handgemachte Regenschirme zum Beispiel. Wer, bitte schön, trägt noch handgefertigtes Schuhwerk? Ja, altmodisch zu sei, hat auch immer ein klein bisschen mit Luxus und Komfort zu tun. Aber nicht nur den, den man sich selber gönnt, sondern auch den, dem man anderen offeriert. Und sei es nur der, jemandem einfach so ein Lächeln zu schenken. Oder einen «Schoko-Bon». Wichtig ist dabei, dass man nicht gleich dafür eine Gegenleistung verlangt. Wenn das in Mode käme, dann wäre ich gerne modern.
Der Autor ist Senior Copywriter bei Lowe Lintas GGK in Zürich.
Sprachbeobachter

Der Staub
der Sechzigerjahre (I)
Nicht alle Vokabeln sind heute noch ziemend. Manche Base und mancher Vetter schaut hier alt aus dem Sakko. Wenn Sie dagegen auf Rex Gildo und Nierentische stehen, dann beherzigen Sie fortan Ihren mündlichen Ausdruck und benutzen Sie wohlgemut folgende fetzige Begriffe:
aberwitzigAbscheu
adrett
allenthalben
anderweitig
arg, arglos
Aufschneider
Augengläser
ausharren
Base
behände
beherzt
behufs
beileibe
beizeiten
benetzen
berappen
bis dato
büffeln
Bursche
Bussi
darben
darnieder
dergestalt, dass
derweil
dräuen
dufte
einkehren
erbaulich
ergattern
erklingen
ersuchen
feil
feist
Fernamt, Fernruf, Fernsprecher
fesch
fetzig
fidel
flott
flugs
fortan
Fremdling
frönen
galant
garstig
Gebrechen
gediegen
gefeit
geflissentlich
Gelüst
Gemach
Gemahl, Gemahlin
gemahnen
geruhen
gewärtigen
Gig
gleichwohl
Gram, grämen
grausen
Halbstarker
harren
Haupt
Beat Gloor, www.textcontrol.ch

Kopf der Woche: «Die IPM verfügt in den elektronischen Medien über ein sexy Kundenportfolio»

CLAUDIA FAEH ist seit Anfang Februar Marketing Director bei der IP Multimedia (Schweiz) AG

CLAUDIA FAEH ist seit Anfang Februar Marketing Director bei der IP Multimedia (Schweiz) AG«Die IPM verfügt in den elektronischen Medien über ein sexy Kundenportfolio»Claudia Faeh ist die neue Frau an der IPM-Front. Als Marketing Director verstärkt sie seit dem 1. Februar das Team um CEO Michi Frank. Obwohl: Claudia Faeh ist gerade mal 30 Jahre alt. Eine Tatsache, die für sie noch lange kein Grund zur Nervosität ist: «Ich besitze nicht die Erfahrung einer 40-Jährigen, habe dafür aber anderes zu bieten», meint sie lachend. Die sympathische Frohnatur versprüht so viel Energie und Power, dass man ihr diese Aussage sofort abnimmt. «Zudem bin ich nicht auf den Mund gefallen und verfüge über ein gesundes Selbstvertrauen», doppelt Faeh nach.
Einen breiten Rücken wird sie in der neuen Position gebrauchen können – nach Rückschlägen wie der Schliessung des RTL/Pro-7-Programmfensters befindet sich die IPM am Ende eines langen Reorganisationstunnels. Bereits 2000 wurden die Weichen für eine kundenfreundlichere Organisation gestellt. Jetzt steht für Claudia Faeh das Aufgleisen der neuen Strategie im Vordergrund: «Primäres Ziel ist, unseren Kunden optimierte multimediale Lösungen anbieten zu können.» Gereizt hat sie an der Aufgabe, «dass die IPM als Marktführerin in den privaten elektronischen Medien über ein sexy Kundenportfolio verfügt».
In diesem Spannungsfeld umfassende Marketingleistungen auszuarbeiten sei für sie eine grosse Herausforderung. Die nötige Ruhe, um diese bewältigen zu können, findet das Energiebündel beim autogenen Training, beim Malen oder beim Treffen mit Freunden.
Claudia Faeh konnte sich schon immer vorstellen, einmal eine führende Funktion zu besetzen. Treiben lassen hat sie sich jedoch stets von dem, was sie gerne gemacht hat. So ist die Handelsschulabsolventin denn auch zu ihrem ersten Job bei der Michel Jordi SA in Nyon gekommen. Noch in ihrer Probezeit als Assistentin Jordis erreichte sie das Angebot, als Übersetzerin bei der Genfer Börse tätig zu sein. Für Faeh, die ihren Abschluss in Französisch gemacht hatte, eine spannende Aufgabe: «Schon immer besass ich eine grosse Affinität für Sprachen», begründet sie denn auch ihre vierjährige Tätigkeit in Genf. «Auf den Gusto des Marketings» ist Faeh jedoch erst bei der Coca-Cola Company in Zürich gekommen, wo sie zuletzt als Consumer Relations Officer/Marketing PR Manager tätig war. Dieses Know-how hat sie weiter perfektioniert als Leiterin Marketing PR- und Events bei C&A Mode Brenninkmeijer.
Vor dem Start bei IPM versuchte sich Faeh kurz als Key Account Manager bei der Belcom AG. Ihr schneller Abgang hatte jedoch nichts mit dem Wechsel von Ex-Belcom-Direktor Michi Frank
zu IPM zu tun: «Ich musste schlicht und einfach feststellen, dass ich keine Verkäuferpersönlichkeit bin.» Carole Koch

Push ist wieder da

Tip TV will Fernsehkonzepte im Internet durchsetzen und belebt damit eine alte Technologie

Tip TV will Fernsehkonzepte im Internet durchsetzen und belebt damit eine alte TechnologieVon Alessandro MonachesiVor fünf Jahren ein Hype, kurz danach totgesagt – die Push-Technologie schien noch Anfang letzten Jahres den Weg so mancher Internetanwendung gegangen zu sein. In Zumikon bei Zürich bereitet die Tip TV AG ein Comeback des Prinzips vor.
«Eines der heissesten Themen auf einer Internetshow dieser Woche ist die so genannte Push-Technologie.» So stand es im Januar 1997 in einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Informationen wurden von Push-Diensten gemäss Kundenpräferenzen automatisch an den User-PC gesandt, wo sie offline zu betrachten waren.
Dies ersparte dem Benutzer die damals noch teurere Onlinesuche spezifischer News oder Materialien auf verschiedenen Websites. Zwei Jahre später war Push aber bereits wieder vergessen. Einst als Killerapplikation gefeiert, verlor diese Technologie zur Lieferung von Inhalten rasch an Bedeutung. Den Internetusern war sie einerseits zu langsam, andererseits bevorzugten sie die eigene Recherche von Informationen im Web. Die Pionierfirmen von damals haben längst ihr Geschäftsfeld in anderen Bereichen gesucht, sei es in der Personalisierung von Onlinenews (PointCast) oder als Spezialistin für Netzwerkmanagement (Marimba).
Tip TV, eine junge Schweizer Firma, trägt neues Leben in die Push-Philosophie. Tip TV geht dabei neue Wege im Web: Fort von der Schriftlichkeit des Netzes, heisst die Devise, hin zu den bewegten Bildern des Fernsehens. Mit der Medi@box hatte Tip TV auf der Muba 2000 auf sich aufmerksam gemacht: Über 10000 mit der Medi@box aufgenommene und versandte Videomails konnte Tip TV während der ersten fünf Tage der Messe versenden; ein deutliches Zeichen für das Publikumsinteresse am Kasten.
So interessant die allMedi@box, wie das Gerät inzwischen heisst, als Terminalsystem ist, es handelt sich im Grunde genommen um ein Nebenprodukt der Bemühungen von Tip TV. Denn Frank Pöllmann, der Geschäftsleiter von Tip TV, ist nicht an der Hardware interessiert. Sein Trumpf: Jeder Videomail der Medi@box liegt der Tip-TV-Player bei, eine eigene Anwendung des Realplayers.
Dieser Player ist das Herz der Strategie von Tip TV. Das Programm dient nicht nur dem Abspielen bewegter Feriengrüsse. Der Tip-TV-Player stellt einen eigentlichen Empfänger für die Inhalte von Tip TV dar. Mit diesem Reciever hat Pöllmann noch eine Menge vor. In Zukunft soll der User einfach den Player starten können, wenn er wissen will, was wo läuft. Dann stehen ihm alle Tip-TV-Kanäle zur Verfügung. Der User muss nicht mehr lange zusammenklauben, was ihn interessiert, sondern kriegt alles frei Haus geliefert. Push eben, jedoch in der Konzeption näher ans Fernsehen gelegt.
Bereits 6000 User haben den Partytv.ch-Player geladen
Zurzeit beläuft sich der Inhalt von Tip TV auf Kinofilm- und DVD-Trailer sowie auf Programmhinweise von Fernsehsendern. Und auf Partytv.ch. Mit Partytv.ch stellt die Tip TV AG ihren ersten eigenen Contentlieferanten auf die Beine. Content Scouts streifen für Partytv.ch von Club zu Club, von Disco zu Disco und filmen mit ihrer DV-Ausrüstung die Partylöwen. In kleinen Realfilmchen, vom jungen Team aufbereitet, stehen die Statements des Abends anschliessend auf der Website bereit. Auch für Partytv.ch lautet das Zauberwort, das Pöllmann nicht müde wird zu wiederholen, «community». Selbstverständlich steht der Tip-TV-Player auf der Homepage zum Download bereit. Nach Partytv.ch sollen weitere Spartenchannels mit unterschiedlichster Ausrichtung folgen. Geplant ist zum Beispiel Kirchentv.ch.
Pöllmann ist zufrieden mit den ersten Ergebnissen von Partytv .ch: 6000 User sollen in der kurzen Zeit seit dem Start den Player heruntergeladen haben. Mit Tip TV will Pöllmann nicht zuletzt die heutigen Konzepte von Werbung und Marketing im Internet auf den Kopf stellen: «Vorbei sind die Zeiten der Milchmädchenrechnungen über Pageviews!» Bannerklicks haben für ihn ebenfalls ausgedient. Er interessiert sich besonders für die Verweildauer. Und die beträgt bei Tip TV gemäss eigenen Angaben stattliche 15 Minuten, ein für Internetverhältnisse astronomischer Wert.

Department erscheint auf der Bildfläche

Erfolgreiche Kommunikationsideen müssen heute auf verschiedene Medien anwendbar sein.

Erfolgreiche Kommunikationsideen müssen heute auf verschiedene Medien anwendbar sein.So kann die nötige Dynamik entwickelt werden, welche die Kommunikation weiter trägt», sagt Stratege und Konzepter Johne Eisenhut. Um dieser Philosophie gerecht zu werden, rief er zusammen mit AD Ollie Brunschwiler und BTL-Kenner Steffen Gaschik die «intermediale Kreativagentur» Department ins Leben. Während der kreative Input zum grossen Teil über das eigene internationale Onlinenetzwerk generiert wird, ist das Trio um die Beratung, Konzeption und kampagnengerechte Aufbereitung der Ideen besorgt. Head Snowboards (HTM Group), die Deutsche Telekom, die Erotic Media AG sowie die Zürcher MTC- Eventagentur zählt Department bereits zu seinen Kunden. Nun soll die Agentur «qualitativ und gesund wachsen», sagen die Firmengründer. (ko)

News: Mehr Blick im Blick

Ab Mai stehen beim Blick umfangreiche inhaltliche Veränderungen an. Dies kündigte die Ringier-Hauszeitschrift Domo an.

Ab Mai stehen beim Blick umfangreiche inhaltliche Veränderungen an. Dies kündigte die Ringier-Hauszeitschrift Domo an.NewsMehr Blick im Blick
Von Dienstag bis Freitag erhält die Boulevardzeitung eine Wirtschaftsseite. Zu den bisherigen Themenseiten tritt neu montags der «WissenBlick» hinzu. Die letzte Seite soll zur «People&Klatsch»-Seite aufgewertet werden. Als Service sind eine Partyseite sowie eine Telefonberatung (heisser Draht) geplant. Ein täglicher Kommentar mit festem Platz solle einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten, schreibt Domo. Die Blattreform werde die Bindung zu den Lesern verstärken, neue Leser erschliessen und das Image verändern. Sie sei mit beträchtlichen Investitionen verbunden.
Presserat gegen zu viel RegulierungDer Schweizer Presserat ist für mehr Selbstregulierung von Radio und Fernsehen. Die bei der Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) vorgesehene staatliche Regulierung nennt er übertrieben. In seiner Vernehmlassung zum RTVG schlägt der Presserat zudem vor, das Kontrollsystem für Programmbeschwerden zu vereinfachen. Er sei gegen die Konzentration der Verwaltungs- und der Programmaufsicht an der gleichen Stelle. Es müsse Sache der Medienbranche sein, Ombudsleute zu bestimmen. Ein Medienrat, von Bundesrat und Medienbranche getragen, solle abschliessend über Beschwerden urteilen. Der Presserat empfiehlt des Weiteren, den SRG-Beirat durch eine Eidgenössische Kommission für Medienbeobachtung zu ersetzen, die zuständig wäre für alle Medien. Schliesslich setzt sich der Presserat für strenge Sponsoringregeln und für die Förderung der Aus- und Weiterbildung ein.
Tessiner Druckerei Aurora schliesst Die Druckerei Aurora SA in Lugano hat auf Ende Mai allen Angestellten gekündigt und Verkaufsverhandlungen aufgenommen. Das Unternehmen war ein Symbol der Tessiner Linken und der Gewerkschaftsbewegung. Die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) als Hauptaktionärin wolle durch den Verkauf möglichst viele der 16 Arbeitsplätze erhalten, erklärte GBI-Sprecher Rolf Beyeler. Im Moment gebe es drei Interessenten.
Gutes Jahr für die AZ Medien Gruppe
Die AZ Medien Gruppe steigerte ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2000. Der Gruppenumsatz wuchs um 4 Prozent auf 205 Millionen Franken. Alle Geschäftsbereiche weisen Erlöszunahmen aus, wobei der Zeitungsbereich den grössten Anstieg erzielte. Die Ertragslage verbesserte sich deutlich: Der Betriebs-Cash-flow wurde auf 14 Prozent des Betriebsertrags gesteigert und der Unternehmensgewinn nahezu verdoppelt. Die Unternehmensleitung erwartet im laufenden Jahr erneut eine substanzielle Umsatz- und Ergebnisverbesserung.
General Media vermarktet ReactorDie Anzeigenverwaltung des Lausanner Trendmagazins Reactor liegt neu bei General Media. Bisher war Mediafus für
die Zeitschrift tätig gewesen. General Media hat bereits
die Westschweizer Jugendzeitschrift Live im Portfolio. Das zweisprachige Reactor legt bis April eine Pause ein, in der Umstrukturierungen erfolgen sollen. So soll das Heft künftig mit einer CD als Beilage verkauft werden.
Astrea ohne welsche RedaktionDas Apothekermagazin Astrea will seine französische Ausgabe künftig ausser Haus herstellen lassen. Die Herausgeberin Pharmedia hat die zwei Redaktionsstellen gestrichen und setzt künftig auf externe Mitarbeiter und Apotheker. In der Westschweiz, wo das Magazin in einer Auflage von 300000 Exemplaren erscheint, wird das Vorgehen kritisch verfolgt. «Falls Astrea zu einem reinen Übersetzungsprodukt werden sollte, würde es für uns jegliches Interesse verlieren», sagte Eric Bussat, Präsident der Gruppe Pharmacie Plus, die 46 Apotheken der Romandie vereint. «Eine verdeutschte Astrea könnten wir nicht brauchen und würden deshalb das Organ wechseln.» Marcel Mestil, Generalsekretär des Apothekervereins, erklärte dagegen, er habe von der Pharmedia Garantien erhalten, dass die französische Version von Astrea selbstständig bleibe. Der Apothekerverein hält eine Aktienminderheit am Magazin.

«Wir wollen verkaufbare Filme produzieren»

Hans G. Syz über seine Pläne vom neuen Hollywood in der Schweiz

Hans G. Syz über seine Pläne vom neuen Hollywood in der SchweizMit dem Kinofilm «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» nach einer Novelle von Gottfried Keller hat die Turnus Film in diesen Tagen eine doppelte Premiere gefeiert. Dazu wurde der Film ganz ohne Subventionen gedreht.«Das Fähnlein der sieben Aufrechten» ist ein echtes Filmabenteuer. Erwarten Sie als Produzent auch hinter den Kulissen ein Happy-end?
Hans G. Syz: Nach den Pressevisionierungen in diesen Tagen durften wir ein sehr positives Echo erleben. Wir haben eine hitverdächtige Musik, einen interessanten Filmstoff und prominente Namen unter einen Hut zu bringen versucht. Und wir sind zuversichtlich, dass die Rechnung aufgehen könnte.
In der Branche wird gesagt, Ihre Turnus Film hätte mit dem ersten Kinofilm dieser Art ein «Gesellenstück» realisieren wollen, um sich als Produktionshaus auch für den internationalen Markt empfehlen zu können. Gemunkelt wird auch von einem Acht-Millionen-Projekt «Bibi Balù».
Syz: Es ist meine Überzeugung, dass es in der Schweiz ein Publikum geben muss für einheimische Unterhaltungsfilme, so, wie wir sie in Zukunft machen wollen. Inzwischen haben wir deshalb auch die Rechte für die Verfilmung einer weiteren, sehr populären helvetischen Geschichte gekauft. Für diesen Stoff rechne ich in der Schweiz mit einem Potenzial von einer Million Zuschauern – vorausgesetzt, der Film ist gut gemacht.
Das hat nur Rolf Lyssi mit «Die Schweizermacher» erreicht…
Syz: Genau. Aber ich denke, mit dem richtigen Film muss das auch heute wieder einmal möglich sein. Mit unserem «Fähnlein» war ein so breites Publikum noch nicht das erklärte Ziel. Bei dieser Art Film denken wir eher an eine interessante Zweitauswertung im europäischen Fernsehmarkt. «Bibi Balù» hingegen planen wir zum Vornherein in englischer Sprache und damit auch mit internationalen Stars.
Die Schweiz als eine Art Remake von Hollywood?
Syz: Man darf nicht nur geförderte Filme realisieren. Man kann teilgeförderte Filme machen. Man kann aber auch völlig ungeförderte Filme produzieren. In diesem Fall muss man eben brauchbare Produkte für einen internationalen Markt liefern. Und in diesem Segment wollen wir uns mit der neu strukturierten Turnus positionieren. Wir hoffen, damit auch die Filmindustrie in der Schweiz wieder ein bisschen aufleben zu lassen. Wir können ja auch ausländische Stars als Schauspieler, Regisseure oder Drehbuchautorinnen in die Schweiz kommen lassen.
Und woher kommt das Geld?
Syz: Als im letzten Jahr das Schweizer Fernsehen und die eidgenössische Filmförderung in Bern bekannt gegeben haben, dass kein Geld mehr da sei und es folglich im Jahr 2000 auch keine Schweizer Filme mehr geben werde, habe ich mich für «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» regelrecht provoziert gefühlt. Dank der unkonventionellen Idee haben wir Investoren gefunden. Dank des vielversprechenden Namen haben wir einen Verleiher gefunden, der auch investiert.
Wird die neue Turnus Film auch TV-Serien produzieren?
Syz: Wir haben entsprechende Projekte. Das ist aber nicht unser Hauptziel. Wir wollen kommerzielles Geld finden, um verkaufbare Filme für das internationale Kino zu produzieren.
Die Welt des Kinos hat ihre eigene Magie. Was ist es, was Sie hier mehr lockt als bei der Werbung?
Syz: Als ich Turnus Film 1989 übernahm, habe ich das Unternehmen umstrukturiert. Bei den Vorbereitungen zum «Fähnlein» habe ich gemerkt, dass ich nach rund 1000 Werbespots Lust auf etwas Neues habe. Reiner Roduner, der jetzt die Werbung der früheren Turnus in eigener Verantwortung übernehmen will, möchte noch einmal frischen Wind in das Unternehmen bringen. Und ich habe mit Lukas Erni einen idealen Partner für Spielfilme gefunden. Mit ihm zusammen habe ich entdeckt: Es kann funktionieren.
Interview: Andreas Panzeri

eBay kommt auf den Hund

Das Online-Auktionshaus wirbt mit neuen Spots für sein grenzenloses Angebot

Das Online-Auktionshaus wirbt mit neuen Spots für sein grenzenloses AngebotVon Thérèse BalduzziDie erste landesweite TV-Spot-Kampagne für die amerikanische Online-Auktionssite eBay soll zeigen, dass eBay nicht nur für Sammler attraktiv ist, sondern jedem etwas zu bieten hat. Eine Kommunikationsaufgabe, die Goodby, Silverstein & Partners aus San Francisco mit ruinösem Humor bewältigt haben.
Frühere TV-Spots für eBay zeigten vor allem typische Sammlerobjekte wie seltene Münzen und Briefmarken, die nur ein spezifisches Publikum interessieren. Doch auf eBay lässt sich so ziemlich alles finden, was das Herz begehrt, auch Alltagsgegenstände. Um diese Botschaft in Bilder zu verpacken, bemühte die tierfreundliche Werbeagentur diesmal keine Reptilien, sondern Hunde.
Im Spot «Dogs» verursachen drei süsse Hunde in einem Haus beträchtlichen Materialschaden. Der erste vergräbt eine Perlenkette, eine Geige, einen Golfschläger und gar ein läutendes Handy im Garten. Der zweite pinkelt an einen bestickten Polstersessel. Der dritte zieht am Tischtuch eines feierlich gedeckten Tisches, um an den Braten zu kommen, worauf das gesamte Geschirr in Brüche geht. Im Hintergrund spielt der Oldie «How much is that Doggy in the Window?». Am Schluss erscheint in farbigen Lettern auf schwarzem Grund und mit einer Stimme aus dem Off die Botschaft «If you lost it, broke it, need it cheap or just can’t find it anywhere else: eBay.»
Beim Dreh machten die Hunde die grössten Schwierigkeiten
Während der erste Spot trotz seines destruktiven Charakters fast herzerwärmend wirkt, wird die gleiche Idee im zweiten Spot «New House» auf die Spitze getrieben. Zum Song «Que sera, sera» sieht man ein frisch verheiratetes Paar in ein neues Haus einziehen, in dem jedoch der Wurm drinsteckt. Bereits beim Schliessen der Eingangstür fällt draussen die über dem Eingang hängende Laterne zu Boden.
Als die Frau den Kühlschrank öffnet, hebt sich dessen Tür aus den Angeln, während die Waschmaschine wie ein Geysir Wasser speit. Eine ähnliche Szene wiederholt sich unter der Dusche, wo sich die Brause selbstständig macht und das Wasser nicht mehr abgestellt werden kann. Beim Einstecken des Stromkabels für den Computer entsteht ein Kurzschluss, und beim Füllen der Badewanne stürzt diese durch den Fussboden ins untere Stockwerk. Als das Paar draussen das soeben entfernte «For Sale»-Schild wieder aufstellt, stürzt noch ein kleiner Erker auf das vor dem Haus geparkte Auto. Zum Schluss wiederholt sich die gleiche Tagline wie im ersten Spot.
Laut Copywriter Blake Kelly bestand die ursprüngliche Idee darin, jemanden zu zeigen, der auf eBay einen lange vermissten Gegenstand findet. Das in 30 Sekunden darzustellen, wäre aber zu kompliziert gewesen. «Die einfachste Art, dies zu zeigen, war, Dinge zu zerstören», sagt sie. Nach anfänglichem Misstrauen konnte eBay überzeugt werden. Das grösste Problem bei der Umsetzung war, die Hunde dazu zu bringen, all den Unfug anzustellen, den dressierte Hunde normaler- und glücklicherweise lassen.

Locher, Brauchbar & Partner teilt sich auf.

Die Basler PR-Agentur Locher, Brauchbar & Partner hat sich in zwei spezialisierte Firmen aufgeteilt.

Die Basler PR-Agentur Locher, Brauchbar & Partner hat sich in zwei spezialisierte Firmen aufgeteilt.Locher, Schmill, Van Wezemael & Partner konzentriert sich auf die Kommunikation von Umwelt- und Energiethemen sowie auf nachhaltige Entwicklung. Neben dem Hauptsitz in Basel führt diese Agentur eine Filiale in Luzern. Brauchbar, Büchel & Partner spezialisiert sich auf Kommunikation und Beratung im Gesundheitswesen, im Sozialversicherungswesen sowie in der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Neben Basel ist Brauchbar, Büchel & Partner auch in Zürich vertreten. Beide Firmen bieten weiterhin auch gemeinsame Dienstleistungen an. Fliege frisst Moskito.
Linus Reichlin ist ein Meister des Feuilletons in der Haut eines Moskitos. Seinen Flügeln und Stichen genügen eine Spalte der Weltwoche. «Wie man glücklich wird» heissen die «Lebenshilfen von Linus Reichlin» jetzt in Buchform. Illustriert von Rattelschneck sind sie im Eichborn Verlag erschienen. Dem Verlag «mit der Fliege», wie er sich gerne selber bezeichnet, ist gelungen, was in der Tierwelt unmöglich scheint: Fliege frisst Moskito. Plötzlich tauchen auf Seite 48 des Buchs SPD-Gemeinderäte an einem helvetischen Elternabend auf. Für was solche Bücher gut sind? Man spart sich ein Abo und hat doch das Beste aufs Mal immer griffbereit.
Edipresse feuert Chefredaktor von Le Matin.
Daniel Pillard, Chefredaktor der Westschweizer Tageszeitung Le Matin, muss seinen Sitz räumen. Nach monatelangen Spannungen in der Redaktion entschied Herausgeberin Edipresse, sich von Pillard zu trennen. Dessen Reorganisation der Redaktion und Personalpolitik hatten laut Edipresse bei verschiedenen Mitarbeitern zu Verstimmungen geführt. Pillard hat die Leitung von Le Matin Anfang 2000 übernommen. Er führte für die Wochentags- und die Sonntagsausgaben getrennte Redaktionen ein, was schlecht aufgenommen wurde. Pillard leitete auch die Umgestaltung von Le Matin in ein Tabloidformat. An dieser werde festgehalten, teilte Edipresse mit. Das Projekt soll nun von Théo Bouchat, Leiter Publikationen bei Edipresse, zu Ende geführt werden.
Frame eleven visualisiert Formel 1.
Die Zürcher Multimedia-Produktionsfirma Frame eleven hat für RTL den neuen Auftritt der Formel-1-Übertragungen realisiert. Das Projekt wurde in einer Konkurrenzpräsentation gegen mehrere deutsche Agenturen gewonnen. Die Clips wurden innerhalb von knapp zwei Wochen, auf den Saisonstart in Melbourne hin, fertig gestellt. Sie sind auf www.frame-eleven.com zu besichtigen.
Neues Reisemagazin als Blick-Beilage.
Die Zeitschrift Schweizer Touristik und Blick bringen am 8. Mai 2001 ein neues Reisemagazin auf den Markt. Das Magazin heisst Reise Blick, erscheint sechsmal jährlich, beinhaltet Reportagen, Tipps und Infos über Ausflüge, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Hotelunterkünfte, ist A4-formatig, vierfarbig und wird dem Blick beigelegt. Für den redaktionellen Teil, den Inseratenverkauf, die Produktion und den «wirtschaftlichen Erfolg» der Zeitungsbeilage ist Schweizer Touristik zuständig, für den Vertrieb der Blick-Verlag.
eine Sprechende Zigarettenschachtel warnt vor Rauchen.
Die britische Firma Molins hat eine Zigarettenschachtel entwickelt, die beim Öffnen eine Gesundheitswarnung ausspricht. In der Packung befinden sich ein Mikrochip und ein Minilautsprecher. Raucher werden von der Schachtel mit der Mahnung «Daran kannst du sterben» oder mit Beerdigungsmusik begrüsst, wie das Fachjournal New Scientist berichtet. Der Maschinenbaukonzern Molins stellt unter anderem Produktions- und Verpackungsanlagen für die Tabakindustrie her. Antitabakorganisationen wie die britische Action on Smoking and Health (ASH) fanden die Idee zwar amüsant, vermuteten aber, dass die Tabakindustrie gerichtlich zu sprechenden Verpackungen gezwungen werden müsste.
HÖHENFLÜGE EINES FREIEN GEISTES AUF SAT 1.
Die Sendung «The movie club» auf Sat 1 ist sehenswert geworden. Über das blosse Abspulen von Trailern und DVD-Ausschnitten hinausgehend, haucht ihr neuerdings Midi Gottet als witziger Moderator einen guten Schuss Comedy ein. Das nie um einen Gag verlegene Mitglied des Trios Eden treibt sein Unwesen mit Vorliebe im Kino. Kürzlich etwa erschreckte der Komiker in einer Hannibal-Vorführung die Kinobesucher, indem er plötzlich mit einer Bratpfanne im Saal auftauchte, in der ein Gehirn bruzzelte. Die Walliseller Agentur FCB Leutenegger Krüll, die das Gefäss werblich betreut, griff diese makabre Einlage Gottets in einer Anzeige auf. Die Sendung ist Montag bis Freitag um 19.40 und um 23 Uhr zu sehen.
Editorial

Haben Webblätter wirklich Zukunft?
Noch mehr Pech als die Netzwoche und der Internet Standard können neu lancierte Blätter kaum haben: Haargenau mit dem Start der Netzwoche im April des letzten Jahres jagten sich in den USA auch schon die Hiobsbotschaften aus der New Economy – mit anschliessendem Sinkflug der Dotcom-Aktien. Und als der Internet Standard im Oktober folgte, hatte die Krise längst den alten Kontinent erreicht.
Mit fatalen Auswirkungen sowohl im Anzeigen- als auch im Lesermarkt. Innert kürzester Zeit schrumpfte die gigantische Investitionskraft einer ganzen Branche zusammen – und mit ihr die Unternehmen der New Economy als potente Anzeigenkunden. Gleichzeitig sackte das Interesse im Publikum ab, denn mit Horrornachrichten lassen sich kaum neue Leser gewinnen (Seite 22).
Die Quittung folgte am Kiosk: Beide Blätter setzen hier nicht einmal 1000 Exemplare pro Ausgabe ab. Das ist für einen Publikumstitel wie den Internet Standard besonders dramatisch. Daran ist er nicht ganz unschuldig, denn schon bald nach dem Start wurde das Marketing praktisch auf null heruntergefahren.
Als Glücksfall erweisen sich für beide Titel die diversen Messen und Ausstellungen. Diese Plattformen der New Economy sorgen für einen warmen Anzeigenregen für die sonst nicht verwöhnten Titel. Trotz dieser ergiebigen Partnerschaft bleibt die Frage, ob der Markt die neuen Internettitel längerfristig braucht. Genau so, wie die Inhalte aus dem Internet längst zu einem normalen Teil unseres täglichen Informationspuzzles geworden sind, könnten früher oder später auch die Inhalte von Internet Standard und Netzwoche in der normalen Wirtschaftsfachpresse aufgehen.
Daniel Schifferle

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