Uhrenwerbung im Stillstand

Das Marketing des Statussymbols wird immer mehr eine Angelegenheit von wenigen Luxuskonzernen

Das Marketing des Statussymbols wird immer mehr eine Angelegenheit von wenigen LuxuskonzernenVon Luca AloisiTrotz Kurseinbrüchen an Börsen und sich verdüsternden Konjunkturprognosen strahlt die Schweizer Uhrenindustrie mit Rekordumsatzzahlen. Während sich die Hersteller in Kreativität überbieten, zeigt sich die Uhrenwerbung alles andere als innovativ. Sie baut die Aura des Luxusprodukts mit globalen Millionenetats für Events und Stars auf.
Einen besseren Auftakt als den glänzenden Geschäftsbericht der Swatch Group letzte Woche konnte sich die diesjährige 29. Weltmesse für Uhren und Schmuck in Basel nicht wünschen. Steht er doch tendenziell und stellvertretend für die ganze Branche. Und weil bei vielen das Geld immer noch locker in der Tasche sitzt, rechnen die Messeorganisatoren, dass auch heuer mit an die 90000 Besucher nach Basel strömen. Vor allem teure Produkte erfreuen sich steigender Beliebtheit. Und mit der starken Forcierung des Luxussegments liegt die Branche denn auch voll im Trend.
Die erfreulichen Resultate haben aber kaum mit neuen revolutionären Kommunikationsstrategien zu tun. Wie die Zeiger immer in der lächelnden 9-nach-10-Uhr-Position stehen (müssen), scheint sich die Uhrenwerbung seit einigen Jahren nicht an neue Ideen heranzuwagen. Die Konzentration der Luxusgüterkonzerne sowie deren Globalisierung von Werbung und Distribution haben den Zeitmesser emotional stark beladen und die ehemals beschaulichen Nuancen durch Imagecodes aus der Modebranche übertüncht.
Jasmina Steele, International PR-Director bei Patek Philippe, bestätigt denn auch: «Viele Marken haben sich von der technik- und produktorientierten Kommunikation verabschiedet und setzen vermehrt auf eine emotionale, international einsetzbare Bildsprache.» Wenn man vom Design der Ticker selbst absieht, haben sich inzwischen die meisten Kampagnen wieder angeglichen – Austauschbarkeit statt Profilierung.
Das Kredo vieler Uhrenwerber:
«The product is the hero»
Dem Stiltrend entgegengesetzt hat sich hingegen die Uhrenmarke Ebel, die seit Oktober 1999 zum Luxusgüterkonzern LVMH gehört. Nach originellen Umsetzungen wie die kunstvollen Traumlandschaften und der nach einer Marktanalyse als kontraproduktiv erkannten und sistierten Strategie mit den Handgelenken von Stars wie Madonna oder Harrison Ford folgte letztes Jahr eine Kampagne, die die Uhr verstärkt in den Mittelpunkt stellt und Detailansichten visualisiert.
«Der Glanz des Metalls oder das Aufblitzen eines Diamanten sollen Emotionen wecken und den Esprit von Ebel widerspiegeln», erklärt die PR-Verantwortliche Edith Weibel zum neuen Auftritt des Uhrenmachers, der den Brandclaim «The Architects of Time» in den letzten Jahren allzu unstet verbildlichte. Letzterer wird mit der auf kommenden Herbst geplanten neuen Kampagne nur noch in abgeschwächter Form eingesetzt.
Mit dem Ansatz, die Uhr in den Mittelpunkt zu rücken, reiht sich Ebel in die lange Liste derjenigen Marken ein, die das Produkt als Angelpunkt ihres Marketings verwenden. Besonders imageprägend gelingt das allerdings nur den Marken, die ausserordentliche Merkmale tatsächlich auch aufweisen. So dramatisiert Grey, Genf, seit zwei Jahren für Jaeger-Le-Coultre deren legendäre Drehgehäuse.
Wer mit solchen Partikularitäten nicht aufwarten kann, sucht in der Markenhistorie nach abgrenzenden Merkmalen und stellt diese so faszinierend dar, wie es die Mailänder Agentur Lowe Pirella Göttsche für Panerai tut. Auf eine für die Uhrenbranche einzigartige, da provozierende Art schlägt Wirz für die Prestigemarke IWC die Brücke zwischen grossformatiger Uhr und ironischem Machismo-Lebensgefühl.
Auch der arrivierte Uhrendesigner Ruedi Külling (ehemaliger Werber und Mitinhaber von Advico Young & Rubicam) bleibt seiner Devise «The product is the hero» in der Werbung für seine Marke Xemex treu. «Schliesslich befasst sich der bewusste Käufer mit der äusseren Erscheinung des Produkts», sagt er, gesteht aber, dass man oft auch Bestätigung im Markennamen sucht und dieser über eine Zusatzwelt wie Prominente oder Lifestyle erschlossen wird.
Lifestyle und Promis als
sichere Emotionenvermittler
Nahe liegend, tatsächlich aber eher selten wird beschaulicher Lifestyle als Umfeld für die Visualisierung der Uhr eingesetzt. Nur wenige Manufakturen wie Patek Philippe und zum Teil Baume & Mercier appellieren mit hedonistischen Codes an die begehrenswerten Ikonen des Habens und Seins.
Elegante Personen führen in dezenten Anzeigen einen elitären Lebenswandel vor, strömen Stilsicherheit, Macht und Charme aus und tragen dazu das traditionsreiche Statussymbol am Handgelenk, das über Generationen hinaus seinen Wert behält. Allerdings unterscheiden sich solche Anzeigen kaum vom Glamour der Mode- und Parfumwerbung, die mit den gleichen Codes für Statussymbole arbeitet. Exemplarisch für die starke Anlehnung an die Mode: Die neue Kampagne für Patek Philippes Twenty-4-Uhr, die von einem bekannten Team realisiert wurde, das sonst für Mode- und Kosmetik arbeitet.
Die Welt des Erfolgs und des Prestiges lassen immer mehr Uhrenmarken durch weltberühmte Sportler, Schauspieler, Musiker und Künstler verkörpern. Nicht nur Omega setzt auf Zugpferde wie Cindy Crawford und Michael Schumacher. Tag Heuer, Longines, Movado, Rolex und andere gingen erfolgreich eine Symbiose von Uhren und Celebrities ein. Nur: Wer erinnert sich letztlich daran, ob Boris Becker für Omega oder für Tag steht? Das Committment mag noch so authentisch wirken, selbst Promiwerbung hat ihre Grenzen und kann schnell wanken, wie zurzeit Beckers angekratztes Image beweist.
Für Newcomer dürften die
Erfolge trügerisch sein
Uhrenwerbung hat heute hauptsächlich zum Ziel, den Bekanntheitsgrad der Marke zu halten oder gar zu steigern, was bei der zunehmenden Konkurrenz nicht ganz einfach ist. Die guten Geschäftsabschlüsse könnten dazu anregen, die gegenwärtige Marketingtaktik als erfolgversprechendes Perpetuum mobile zu sehen. Denn so lange der gesamte Umsatzkuchen wuchs, brachten selbst Newcomer ihre teuren Ticker an die Frau und den Mann, obwohl das junge Brandprofil in der Masse unterging.
Aber was wird sein, wenn die Frühindikatoren Recht bekommen sollten und eine globale Rezession droht? Tatsächlich ändert sich die Marktsituation: Zum einen dürfte der günstige Frankenkurs bald Vergangenheit sein;
zum anderen beschränken sich die negativen Nachfrageschocks nicht mehr nur auf die USA und Japan.
Gerade bei den Luxusgütern ist dannzumal eine erkennbare Markenpersönlichkeit und ein grosses Markenguthaben Gold wert. Aber wie lässt sich Markenbekanntheit und deren wahrgenommene Einzigartigkeit aufbauen, wenn keine millionenschwere Marketingwalze erschwinglich ist? Mit Uniqueness, besonders in den Werbekonzepten.
Der Schweizerische Uhrenverband ist davon überzeugt, dass bei mangelnden Anstrengungen auch Luxusmarken vom Untergang bedroht sind. Heute mehr denn je. In das Image müsste eine Uhrenfirma laut Analysten mehrere Millionen Franken oder rund ein Viertel des Umsatzes investieren. Dass aber viele – nicht nur junge – Marken sich während des Aufschwungs nicht um ein dichtes semantisches Netzwerk in ihren Werbeauftritten kümmerten, könnte sich rächen. Obschon Luxus rezessionsresistent ist, die Reihen unter den Prestigemarken könnten sich in Zukunft lichten.

Kurt W. Zimmermann schweigt über VR-Dissens

Kurt W. Zimmermann, Mitglied der Tamedia-Geschäftsleitung, wird das Unternehmen Anfang 2002 verlassen, um sich nach zehn Jahren Engagement für Tamedia nun als Unternehmensberater selbstständig zu machen.

Kurt W. Zimmermann, Mitglied der Tamedia-Geschäftsleitung, wird das Unternehmen Anfang 2002 verlassen, um sich nach zehn Jahren Engagement für Tamedia nun als Unternehmensberater selbstständig zu machen.Kurt W. Zimmermann schweigt über VR-Dissens
So steht es im Tamedia-Communiqué. In der Branche glaubt aber niemand, dass «Zimmi», der die SonntagsZeitung massgeblich geprägt, Facts «erfunden» sowie TV 3 und Winner.ch lanciert hat, freiwillig geht. Vielmehr wird gemunkelt, dass er auf die Nachfolge des GL-Vorsitzenden Michel M. Favre aspiriert habe, beim Verwaltungsrat aber abgeblitzt sei.
Zimmermann grämt sich ob der Gerüchte nicht, schweigt sich aber über einen möglichen Dissens mit dem VR aus, lieber betont er, dass er vieles vom Reiz, ein Grossunternehmen mitzugestalten, bereits erlebt habe: Er habe sich in den letzten zehn Jahren in den Bereichen Print, TV und Internet recht erfolgreich betätigen und zudem das Unternehmen oft gegen aussen vertreten können. Deshalb stehe für ihn, der schon bei Jean Frey, Ringier und Curti Medien war, im Alter von 50 Jahren etwas Neues an. «Als Manager war ich fremdbestimmt, mit der geplanten Selbstständigkeit will ich mehr Hoheit über mein Zeitbudget zurückgewinnen», sagt er. (mk)

Clus Communications für visuelle Kommunikation

Seit dem ersten Januar haben AD Kajo Bächle und Multimedia Producer Olivier Chauliac eine eigene Agentur für visuelle Kommunikation mit dem Namen Clus Communications gegründet.

Seit dem ersten Januar haben AD Kajo Bächle und Multimedia Producer Olivier Chauliac eine eigene Agentur für visuelle Kommunikation mit dem Namen Clus Communications gegründet.«Clus ebnet den Weg zwischen zwei Tälern, schafft neue Verbindungen und bringt Menschen zusammen», lautet die Unternehmensphilosophie der Agenturgründer. Sie soll als Bindeglied zwischen Auftraggeber und dessen Kunde schräge und innovative Ideen generieren. «Diese setzen wir dank unserem Netzwerk von PR-, Werbeagenturen und Produktionsspezialisten klar, ehrlich und nachhaltig in den Medien um», sagt Olivier Chauliac. Dabei greift das Team auf alle Kanäle der modernen visuellen Gestaltung zurück. (ko)

Twin pfeift auf Pfiff und Toaster

Die Jugend wird zum neuen Steckenpferd des Equi-Media-Verlages

Die Jugend wird zum neuen Steckenpferd des Equi-Media-VerlagesVon Markus KnöpfliWie die Jungfrau zum Kind kam die Equi Media AG zum Jugendmagazin Twin. Dessen Grundlagen stammen von jenen Blattmachern, die seinerzeit schon das Neukonzept für Pfiff entwickelt haben. Twin wurde nun am 7. März mit einer Startauflage von 65000 Exemplaren lanciert.
Dass ausgerechnet die Equi Media AG, ein auf Pferdepublikationen spezialisierter Verlag (PferdeWoche, SwissTurf), nun das Jugendmagazin Twin lanciert hat, ist purer Zufall. Inhaber Christian Jacques hatte keine solchen Pläne. Er kannte aber Werner Zuber und Jacqueline Gervasi und hatte offene Ohren für ihre Ideen.
Zuber und Gervasi hatten schon vor einem Jahr beim Zürcher Büry-Verlag, seit 1999 eine 100-prozentige Tochter des Akeret-Verlags, Dielsdorf (Zürcher Unterländer), ihre Vorstellungen einer Jugendzeitschrift teilweise umsetzen können, aber nur teilweise. Was sich dort mit dem Neukonzept für Pfiff realisieren liess, befriedigte beide nicht, weshalb sie den Büry-Verlag verliessen und schliesslich mit der Equi Media AG handelseinig wurden.
Twin, das erstmals am 7. März erschienen ist, liegt an 168 Poststellen der Deutschschweiz sowie an 170 Jugendtreffpunkten, Lehrlingsabteilungen grosser Firmen, Schulen und City-Disc-Filialen gratis auf. «Wir wollen dort sein, wo die Jugendlichen eh schon sind», erklärt Zuber das Vertriebskonzept. Ab April soll Twin mit 15000 zusätzlichen Exemplaren auch im Flughafen Kloten in den Abfluggates aufliegen und zudem in den Flugzeugen von Balair, CTA und Edelweiss als einzige Jugendzeitschrift angeboten werden.
Das vierfarbig erscheinende Magazin im Tabloidformat für die 14- bis 20-Jährigen macht beim Vertrieb keine Kompromisse. Wer das Gratisblatt alle 14 Tage in den Händen halten will, muss es an den Verteilpunkten holen, Abos sind nicht möglich.
Verzicht auf Alkohol- und
Zigarettenwerbung
Inhaltlich behandelt die Twin-Redaktion mit ihren 16- bis 30-jährigen freien Mitarbeitern auch «klassische» Jugendthemen wie Musik, Charts oder Kino, doch legt sie gemäss Zuber besonderes Gewicht auf die Themen Schule und Berufslehre. Auch politische Entscheide mit Bezügen zur Jugend sollen vorkommen.
Vom Mindestumfang von 32 Seiten wird maximal ein Drittel mit Inseraten bestückt sein, verspricht Zuber. Ein vierfarbiges, ganzseitiges Inserat kostet 7830 Franken. Erhält Twin pro Nummer zehn solche Anzeigen – was Zuber trotz Verzicht auf Tabak- und Alkoholwerbung für realistisch hält – könne in einem Jahr mit dem
Break-even gerechnet werden.
Mit verschiedenen Medien sucht Twin Partnerschaften. Eine Kooperation besteht mit der Sendung «Videogang» auf Tele 24. Mit den Jugendradios 105 und Virus hingegen sind die Gespräche noch im Gang. Auf dem Internet ist Twin unter www.twinline.ch zu finden, doch spielt dieser Auftritt bloss die zweite Geige.
Und wie positioniert sich Twin unter den Schweizer Jugendtiteln? Zuber: «Wir peilen ein jüngeres Zielpublikum an. Pfiff stehen wir am nächsten, haben aber das grössere Verbreitungsgebiet und ein zielgruppengerechteres Vertriebskonzept.»

DM-Profis gründen BG Informatik

Kennengelernt haben sich Peter Badat und Sascha Gassmann bei der Schober Direktmarketing AG, wo sie während eines Jahrzehnts die Informatikabteilung geleitet haben.

Kennengelernt haben sich Peter Badat und Sascha Gassmann bei der Schober Direktmarketing AG, wo sie während eines Jahrzehnts die Informatikabteilung geleitet haben.Nun gründete das eingespielte Team eine eigene Firma mit Sitz in Höri – die BG Informatik GmbH. Deren Angebot gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Eine effiziente Datenverarbeitung sämtlicher Adress- und Kommunikationsdaten sowie die Beratung im Direktmarketingbereich. «Jetzt hat für uns die Weiterentwicklung und Optimierung unserer selbst entwickelten Programme erste Priorität», erklärt Peter Badat. In einer späteren Phase solle sich BG Informatik als Marke etablieren und ein breiteres Kundenfeld abdecken. In die Tat umsetzen will das Duo diese Ziele mit der Realisation von qualitativ hoch stehenden Leistungen. «Durch die Grösse unseres Betriebs ist eine optimale Flexibilität gewährleistet», unterstreicht Badat. Zudem verfügten sowohl er als auch sein Partner über ein sehr fundiertes Know-how. Badat dazu: «Wir verstehen, was unsere Kunden möchten, auch wenn sie nicht EDV- oder Direktmarketing-Chinesisch sprechen.» (ko)

Halb leer oder halb voll?

«Affaire Bilan»: Schelte vom Schweizer Presserat für Jeannet

«Affaire Bilan»: Schelte vom Schweizer Presserat für JeannetVon Christophe BüchiSeit Monaten muss sich Bilan-Chefredaktor Alain Jeannet gegen den Vorwurf wehren, er habe sich gegenüber der Wirtschaft zu willfährig gezeigt. Der Presserat kommt zum Schluss, dass Jeannet mit der Entgegennahme einer verbilligten Jordi-Uhr und mit seinem PR-Einsatz für die Firma Kudelski die journalistische Ethik verletzt hat. In anderen Punkten wurde Jeannet dagegen entlastet.
Seit Monaten schwelt nun schon, was in der welschen Presse nur noch als «Affaire Bilan» bezeichnet wird. Begonnen hatte sie letztes Jahr, als zwei Redaktoren der Zeitung demissionierten. Sie begründeten ihren Rücktritt mit Gewissensgründen; sie könnten den Kurs ihres neuen Chefs Jeannet nicht akzeptieren. Sie warfen ihm vor, aus dem Wirtschaftsmagazin, das unter dem (unlängst verstorbenen) Jeannet-Vorgänger Max Mabillard einen recht unabhängigen Kurs steuerte, ein willfähriges Wirtschaftsblatt machen zu wollen.
Die Vorwürfe wurden von Jeannet vehement bestritten, von der Westschweizer Sektion des Schweizer Journalistenverbands indessen aufgegriffen. Das Syndicat lémanique des journalistes nahm den Vorfall zum Anlass, von der Gruppe Edipresse, der Bilan gehört, schleunigst die Einführung eines Redaktionsstatuts zu verlangen.
Der Verband und die Journalisten brachten den Fall schliesslich vor den Schweizer Presserat, der ihn sehr ernst nahm. Denn er bildet ein Schulbeispiel, an dem sich die Pflichten und Rechte der Journalisten konkretisieren lassen, weshalb ihm mehr als nur regionales Interesse zukommt.
Das Geschenk an den Herrn Chefredaktor war überrissen
Der Vizepräsident des Presserats, Daniel Cornu, früherer Chefredaktor der Tribune de Genève und heute Leiter des Westschweizer Journalisten-Ausbildungszentrums in Lausanne, stellte die detaillierten und nuancierten Schlussfolgerungen des Standesgerichts den Medien vor. Die zweite Kammer des Presserats kam zum Schluss, dass Jeannet in zwei Fällen klar gefehlt hatte.
Zuerst einmal dadurch, dass er sich von Ethnofever-Guru Michel Jordi eine teure Uhr zum Fabrikpreis «schenken» liess. Ein solches Geschenk, so befanden die Presseräte, übersteige das übliche Mass an Zuwendung und sei geeignet, die journalistische Unabhängigkeit des Chefredaktors und seiner Redaktion einzuschränken.
Jeannet wurde noch in einem anderen Punkt schuldig gesprochen. Im Jahresbericht 1999 der Firma Kudelski liess er sich auf einer ganzen Seite als Teilnehmer des Davoser Weltwirtschaftsforums ablichten, an dem Kudelski für die Eingangssicherung verantwortlich ist. Jeannet argumentierte damit, diese PR-Aktion diene der Lancierung des neuen Bilan. Der Presserat kam indessen zum Schluss, Jeannet habe gegen die Regel verstossen, wonach sich Journalisten nicht für einzelne Firmen einspannen lassen dürften.
Unerwähnter Inserateboykott
gegen Bilanz
Noch in einem anderen Punkt gab es Schelte. Der Presserat monierte nämlich, dass ein Inserateboykott der Rentenanstalt gegen die Bilanz von der Schwesterzeitung Bilan nicht publik gemacht wurde. Ein Bilanz-Artikel, der den Zorn der Rentenanstalter bewirkt hatte, sei von Bilan nicht veröffentlicht worden, und zwar ohne Begründung. Das sei nicht korrekt. Inserateboykotte müssten im Interesse der Leser publik gemacht werden.
In anderen Punkten dagegen wurde Jeannet frei gesprochen. Beispielsweise hatten sich die Kläger über eine Kiste Champagner aufgehalten, die der PR-Mann einer Genfer Bank und Freund Jeannets auf die Redaktion schickte – besagter Banker betreut inzwischen in Bilan eine Chronik. Für den Presserat liess sich der Vorwurf der Beziehungskiste und der Klüngelwirtschaft nicht erhärten. Jeannet wurde auch vorgeworfen, Artikel seiner Mitarbeiter ohne nachzufragen abzuändern – für den Presserat hat aber ein Chefredaktor das Recht dazu.
Der Presserat besitzt nur eine moralische Autorität
Mit diesem Urteil hat der Presserat ein salomonisches Urteil gefällt. Beide Seiten konnten sich denn auch stante pede als befriedigt erklären. Jeannet sieht im Entscheid eine Anerkennung seiner journalistischen Unabhängigkeit, während der Journalistenverband froh ist, dass der Presserat immerhin die gelbe Karte gezückt hat.
Direkte Folgen hat der Entscheid keine: Der Presserat besitzt «nur» eine moralische Autorität. Immerhin trägt der Presserat mit diesem Entscheid dazu bei, den Journalisten die Wichtigkeit einer gewissen Distanz zur Wirtschaft in Erinnerung zu rufen. Cornu weist aber darauf hin, dass man Jeannet nicht zum Sündenbock machen und jetzt in die Wüste schicken dürfe: Viele Journalisten akzeptierten, ohne mit der Wimper zu zucken, beispielsweise Rabatte auf Flugtickets. Jeder Journalist muss sich also fragen, wie ers mit der eigenen Unabhängigkeit hält…
Korrigendum

In der Werbewoche Nr. 8/01 ist uns bei der Bebilderung des Artikels «Die SP geht links.ch» ein Fehler unterlaufen. Wir zeigten das Zürcher Wochenblatt P.S., bezeichneten es in der Bildlegende als «SP-Blatt» und mutmassten, dass es dem neuen SPS-Monatsblatt links.ch werde weichen müssen.
Das war nicht richtig. Gemäss Thierry Frochaux, Verlagsleiter beim P.S. Verlag GmbH, ist P.S. weder ein Organ der Stadtzürcher SP noch der Kantonalpartei und stehe zu diesen in keinem finanziellen Zusammenhang. Deshalb werde P.S. unabhängig von einer SPS-Monatszeitung weiterhin erscheinen.
Verlagsleiter Frochaux bestätigt zwar, dass Koni Löpfe, Präsident der SP Stadt Zürich, Mitinhaber des P.S. Verlags und zudem Teil des Redaktionsteams ist. Doch hält er fest, dass der P.S. Verlag privat geführt und parteiunabhängig sei und seinen Umsatz ausschliesslich durch Abonenntenbeiträge und Inserate generiere. Kurz: «P.S. hat mit der SP etwa so viel zu tun wie die NZZ mit der FDP», sagt Frochaux.

Auffrischende Kinobise aus Westen

Seit Januar hält Mediavision in der Romandie einen Marktanteil von 35 Prozent

Seit Januar hält Mediavision in der Romandie einen Marktanteil von 35 ProzentVon Markus KnöpfliDas Monopol der Cinecom & Media als Schweizer Kinovermarkterin bröckelt zusehends. Die französische Konkurrentin Mediavision scheint besonders in der Westschweiz leichtes Spiel zu haben. Darum verstärkt die Cinecom dort nun ihre Präsenz.
«Mit einem Marktanteil von
95 Prozent ist Cinecom Marktleaderin im Schweizer Kinomarkt.» Dieser Satz ist seit kurzem auf den Pressecommuniqués der Cinecom & Media zu finden. Der Satz ist doppelt interessant: Die Cinecom gesteht, dass sie nicht mehr Alleinherrscherin auf dem Schweizer Kinomarkt ist. Zudem entspricht die Angabe zum Marktanteil einem groben Mittelwert der Jahre 2000 und 2001, was zeigt, dass Cinecom vorsichtig geworden ist. Ihr Marktanteil 2000 betrug rund 97 Prozent, derjenige von 2001 voraussichtlich 92 Prozent. Und im Jahr 2002 wird er wohl weiter sinken.
Doch kurz zur Vorgeschichte: Das seit 1996 existierende Kinovermarktungsmonopol der Cinecom fand im November 1999 ein Ende. Damals wurde das Genfer Multiplexkino Balexert eröffnet, wobei Inhaber Village-Road-Show bereits einen Pachtvertrag mit dem französischen Kinovermarkter Mediavision (MV) mitbrachte. Damit war das Balexert das erste Schweizer Kino ohne Cinecom-Pacht.
Und MV hatte damit ein Ziel erreicht: Es konnte mit dem Balexert einen starken Fuss in die Schweiz setzen. Mit Erfolg: Allein im Jahr 2000 verzeichnete das Balexert gut 500000 Kinoeintritte, was einem Marktanteil
von 29 Prozent im Kanton Genf
und einem Marktanteil von rund
3 Prozent in der ganzen Schweiz entspricht. Darüber hinaus zieht das Balexert andernorts kräftig Publikum ab. Zwar verzeichnete Genf letztes Jahr 1,7 Millionen Kinoeintritte, 100000 mehr als 1999. Das zeigt, dass das neue Multiplex zwar zusätzliche Eintritte generierte, gleichzeitig den andern Kinos viermal so viele Besucher entzog – eine Verschiebung, die in ähnlicher Form auch bei anderen Multiplexkinos festzustellen ist.
Mediavision akquiriert munter weitere Säle hinzu
Doch damit nicht genug: Im letzten Jahr blieb Mediavision nicht auf dem Balexert sitzen, sondern brachte in der Westschweiz 31 weitere Kinosäle in seine Pacht. Seit Januar 2001 vermarktet MV somit 44 Kinosäle, was 1,5 Millionen Eintritten pro Jahr (Basis 2000) und einem Marktanteil von 35 Prozent in der Romandie (rund 8 Prozent in der ganzen Schweiz) entspricht. Seit Juli 2000 markiert MV zudem mit einer eigenen Filiale in Lausanne Präsenz. Generaldirektor von Mediavision Suisse SA ist Olivier Bloch, gleichzeitig Direktor der Mediapresse Pub SA, die für MV seit 1999 den Werbeverkauf durchführt.
Wie Bloch auf Anfrage erklärte, akquiriert MV munter weitere Kinosäle. Schon jetzt steht gemäss Bloch fest, dass ab 2002 mindestens 13 weitere Kinosäle bei MV unter Vertrag stehen werden, total also 57, was 2,2 Millionen Eintritten oder einem Marktanteil Romandie von 50 Prozent (12,5 Prozent in der ganzen Schweiz) entspreche.
Bei Cinecom, das sich ab dem 1. April RMB Switzerland nennt (siehe WW 9/01), ist man nun aus dem Dornröschenschlaf erwacht: Unter der Leitung von Michael Steffan, bisher Chef von Digital Cinefilm (einem von zwei JointVenture-Partnern, die 1995 Cinecom gründeten), wird in Lausanne eine Vertretung unter dem Namen RMB Suisse Romande aufgebaut.
Doch Steffan relativiert: Die neue RMB-Vertretung habe nicht allein mit der neuen Lage auf dem Kinomarkt zu tun, sondern allgemein mit den Veränderungen bei Cinecom. Da Cinecom im Laufe der letzten Jahre nicht nur die Vermarktung von Kino, sondern auch von TV und Print übernommen habe, wolle man wegen all dieser Geschäftsbereiche in der Westschweiz präsent sein. «Wir wollen damit zeigen, dass wir an neuen Produkten interessiert sind», sagt Steffan. Zudem wolle man künftig näher am Westschweizer Markt und damit flexibler sein, um die Kunden besser zu betreuen. «Dass wir in den letzten Jahren die Westschweiz vernachlässigt hätten, kann man aber nicht sagen», stellt Steffan, selbst ein Romand, fest.
Und er führt auch einen Beweis an: Erst letzte Woche ist es Cinecom gelungen, den Vertrag mit Metrociné, dem grössten Kinobetreiber der Westschweiz (und Nummer 2 in der Schweiz), «für mehrere Jahre» zu erneuern – trotz MV-Gegenofferte. Metrociné hat in den Städten Lausanne und Genf insgesamt 29 Kinosäle, was laut Steffan 1,6 Millionen Eintritten pro Jahr und einem Marktanteil Westschweiz von rund 38 Prozent entspricht (ganze Schweiz: 9,5 Prozent).

Gratiszeitungen blitzten bei der Weko ab

Auch wenn die Publicitas bestimmte Gratiszeitungen im Printverzeichnis auf www.publicitas.ch nicht aufführt, wohl aber Konkurrenzprodukte, könne ihr keine unzulässige Verhaltensweise nachgewiesen werden.

Auch wenn die Publicitas bestimmte Gratiszeitungen im Printverzeichnis auf www.publicitas.ch nicht aufführt, wohl aber Konkurrenzprodukte, könne ihr keine unzulässige Verhaltensweise nachgewiesen werden.Das schreibt das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) in ihrer Antwort auf eine Beschwerde von Willy Grüninger, Verleger der Winterthurer Woche und des Schaffhauser Bock. Grüninger, auch Präsident des Verbandes Schweizer Gratiszeitungen, schrieb im September, die Publicitas (P) benachteilige die unabhängigen Gratiszeitungen, trotz Zusammenarbeitsabkommen, weil die P mit den entsprechenden Konkurrenzprodukten Pachtverträge abgeschlossen habe, die lukrativer seien als das blosse Vermittlungsgeschäft.
Das Weko-Sekretariat hielt dem entgegen, dass sich die P-Website noch im Aufbau befinde. Die P habe sich grundsätzlich bereit erklärt, jeden Titel aufzunehmen. Weiter entspreche das Internetauftragsvolumen, derzeit nicht einmal einem Prozent der Aufträge, weshalb selbst Zeitungen, die (noch) nicht auf der Website aufgeführt seien, nur «marginale Einbussen» hinnehmen müssten. Und zudem seien kürzlich Winterthurer Woche und Schaffhauser Bock auf www.publicitas.ch aufgeschaltet worden.
Nicht aber Biel/Bienne. Deshalb warnt das Weko-Sekretariat die P: Es sei sich «der marktmächtigen Position der PubliGroupe bei der Vermittlung des Anzeigenraums in der Schweiz bewusst», heisst es. Deshalb behalte man sich ein formelles Verfahren vor, falls sich Anzeichen für unzulässige Verhaltensweisen finden würden. (mk)

Das Fähnlein der zwei Aufrechten

Die Turnus will nur noch Spielfilme produzieren; Werbe- und Auftragsfilme werden von Absolut übernommen

Die Turnus will nur noch Spielfilme produzieren; Werbe- und Auftragsfilme werden von Absolut übernommenVon Andreas PanzeriDie Schweizer Filmproduktionsgesellschaft Turnus Film AG löst ihre Infrastruktur mit Studios und Postproduktion in Gutenswil nach 40 Jahren auf. Inhaber Hans G. Syz will in Zukunft nur
noch Spielfilme produzieren. Die Werbefilmproduktion wird von Reiner Roduners Absolutturnus Film AG weitergeführt.
«Bei Hans ist die Lust gekommen, mehr Spielfilme zu machen. Ich möchte den Bereich Werbung stark ausbauen. So hat es sich ergeben, dass wir zusammen eine ideale Lösung gefunden haben», kommentiert Reiner Roduner den Coup, der in der Schweizer Filmszene für Überraschung sorgte. Die Turnus trennt sich von ihrem Werbegeschäft.
Nach dem Motto «back to the roots» will Hans Syz unter dem traditionsreichen Namen Turnus in Zukunft nur noch Spielfilme produzieren. Die Lust dazu ist bei Syz gewachsen, nachdem in diesen Tagen sein erstes Kinoprojekt, «Das Fähnlein der sieben Aufrechten», erfolgreich den Weg in die Kinos gefunden hat.
Für seine neue Turnus hat sich Hans G. Syz mit den Partnern Lukas Erni und Terje Gaustad zusammengetan. Die operative Leitung der Werbe- und Auftragsfilme liegt inskünftig bei Reiner Roduner von Absolut Film in Zürich. Bei Bedarf steht ihm Syz weiterhin für Produktion und Akquisition zur Verfügung.
In der Realisierungsphase des Films «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» arbeitete Hans G. Syz intensiv mit Absolut Film und Roduner zusammen. «Diese Kooperation erwies sich als sehr effizient und harmonisch, so dass die Idee einer übergreifenden Zusammenarbeit entstand», erklären Syz und Roduner, die sich bereits als Kameramann und Produktionsleiter bei der Condor kennen gelernt haben.
Syz hat im 1989 die 1959 von Hanspeter Roth-Grieder gegründete Turnus erworben und seither als Produzent und zum Teil Kameramann mehr als 1000 Spots gedreht. Die Produktionsanlagen in Gutenswil gelten als grosszügig und modern. Trotzdem sollen sie mit der neuen Situation gegen Ende Jahr aufgegeben werden.
«In der Schweiz braucht es ein Studio dieser Grössenordnung mit so viel Material gar nicht mehr. Wenn ich einen Werbespot oder einen Spielfilm produziere, dann miete ich mir die einzelnen Elemente bei den jeweiligen Spezialisten zusammen», meint Syz. Zudem würden Grossaufträge, wie er sie noch bis vor zwei, drei Jahren für Migros oder zum Beispiel Milka betreut hat, in der heutigen Entwicklung immer seltener. Die Schnittplätze verbleiben zwar im Besitz der Turnus Film AG, werden aber zu Absolut Film nach Zürich umziehen. Dort soll eine schöne Editsuite eingerichtet werde, die in Zukunft auch von Syz für seine Spielfilme genutzt werden kann.
Die alten Studios in Gutenswil sollen nach dem Vollzug des Strukturwechsels ab Ende dieses Jahres umgenutzt werden. Das digitale Tonstudio, das mit neuen Geräten ausgebaut worden ist, wird von den beiden Tonleuten übernommen. Diese machen sich selbstständig und ziehen ebenfalls nach Zürich ins neu geplante Postproduktionszentrum «Das Werk». Ihr Tonstudio wird unter dem Namen Philippmoritz firmieren.
Ansonsten wurde Turnus «personalmässig schon über längere Zeit zurückgefahren», sagt Syz. In der neuen Situation habe man somit für alle eine Lösung finden können. Ein Teil der fest Angestellten geht wieder auf den freien Markt zurück, denn Absolut wird «ohne grosse Infrastruktur arbeiten», erklärt er.
Roduner kann auf über 15 Jahre Erfahrung als Werbefilmproduzent zurückblicken. Für seine in Zukunft als Absolutturnus Film AG eingetragene Firma erwartet er «ein grosses Potenzial an Kunden, das ich wieder reaktivieren kann». Seit einigen Monaten schaut sich der Werbefilmer Roduner auch in ganz Europa nach «den besten Regisseuren» um, die er mittelfristig über seine Firma anbieten will.
Nebst Konzeption und Realisation von TV- und Kinospots wird die Absolutturnus als Spezialität auch weiterhin die Herstellung von Sport-, Kultur- und Meteo-Sponsoring-Spots anbieten. Seit 1994 zeichnet Roduner exklusiv für über 390 Meteo-Billboards – Jelmoli, Migros, Minolta, Vögele – und diverse Beiträge für das Engagement der Zürich Versicherung bei der Nachrichtensendung «10 vor 10» verantwortlich.
Hans G. Syz wird bei Absolut auf Wunsch gewissen Kunden weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Und natürlich wird man den alten Hasen auch in Zukunft immer wieder mal auf seinem geliebten Platz hinter der Kamera entdecken können.

News: Select und Bates für Wella

Der globale Retailetat des Haarpflegekonzerns Wella wird künftig von der deutschen Werbeagentur Select Communications betreut.

Der globale Retailetat des Haarpflegekonzerns Wella wird künftig von der deutschen Werbeagentur Select Communications betreut.NewsSelect und Bates für Wella
Select setzte sich im Pitch gegen Bates, Michael Conrad & Leo Burnett, Springer & Jacoby und D’Arcy durch. Select ist federführend für die Kreation zuständig. Die Anpassung in den internationalen Märkten übernimmt Bates Worldwide.
August Busch IV.: Werber des Jahres
Zum Werbetreibenden des Jahres 2001 wird am Festival in Cannes August A. Busch IV. ernannt werden. Busch ist Marketingleiter des US-Bierkonzerns Anheuser-Busch und Ururenkel des Firmengründers. 1995 löste er den Vertrag mit D’Arcy St. Louis nach 80 Jahren Zusammenarbeit auf und startete eine Werbestrategie mit mehreren Agenturen und unterschiedlichen Kampagnenkonzepten gleichzeitig. Kultstatus und zahlreiche Preise erlangten zuletzt die «Whassup?»-Spots von DDB für Anheuser-Buschs Marke Budweiser.
Zusammenarbeit von Schibsted und Springer?In Deutschland wird über eine Kooperation zwischen Schibsted und Springer bei den Gratiszeitungen gemunkelt. Zwischen den beiden Verlagen sollen Gespräche stattgefunden haben. Ekkehard Kuppel, CEO der 20 Min. Holding AG, wiegelte gegenüber der WerbeWoche ab: «Wir führen eine Vielzahl von Gesprächen, in der Schweiz zum Beispiel auch mit Metro, Tages-Anzeiger und NZZ.» Sicher ist, dass beide Verlage neue Projekte in der Pipeline haben.
Strawberry Frog wirbt für SprintDer amerikanische Telekomkonzern Sprint hat die Amsterdamer Agentur Strawberry Frog mit der Launchkampagne für seine Expansion nach Europa und Asien beauftragt. Die junge Werbeagentur, zu deren Gründern unter anderen Uli Wiesendanger gehört, konzentriert sich auf internationale Budgets. Dazu benutzt sie ein weltweites Netzwerk von Freelancern. Im September gewann Strawberry Frog den globalen Brandingetat der Credit Suisse.

Für Mary Pratt ist in New York jede Mission possible

Mission heisst die neue Fotoproduktionsfirma, die Mary Pratt Ende letzten Jahres in New York City gegründet hat.

Mission heisst die neue Fotoproduktionsfirma, die Mary Pratt Ende letzten Jahres in New York City gegründet hat.Die Schweizerin lebt seit 1994 in der Metropole und war zuvor bereits Partnerin bei Photo Group Productions.Von ihrem Büro in Soho aus kümmert sich Pratt um Locations, Castings, Budgets, Bewilligungen, Versicherungen, Hotel- und Reisearrangements und stellt die Teams zusammen: «Am wichtigsten ist, dass man sich in den visuellen Stil eines Fotografen hineindenken kann», beschreibt sie ihre Aufgabe. Für den Fotografen Clang hat Pratt unter anderem Kampagnen für Citibank, IBM, Absolut und Hermès produziert. Ihre Zusammenarbeit brachte ihnen auch schon ADC-Gold ein.
Pratt produziert auf der ganzen Welt, doch die meisten Shoots finden auf amerikanischem Boden, in Florida, an der Westküste und natürlich in New York statt. Ihr gründliches Wissen über den Big Apple hat sie im ebenso originell wie persönlich gestalteten Stadtführer «NYC
A–Z» zusammengefasst. (tb)

GDI ohne Fuhrer & Partner

Nach zehnjähriger Zusammenarbeit trennt sich das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon vom Schweizerischen Verkaufsförderungs-Forum und tritt aus der Kooperation mit Fuhrer & Partner aus.

Nach zehnjähriger Zusammenarbeit trennt sich das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon vom Schweizerischen Verkaufsförderungs-Forum und tritt aus der Kooperation mit Fuhrer & Partner aus.Man wolle dem Anspruch nach innovativer Wissensvermittlung und internationaler Ausrichtung verstärkt mit Eigenveranstaltungen gerecht werden, erklärte Christian Zwinggi, Leiter PR & Medien am GDI. «Wir wollen das führende Institut für Handel und sein Umfeld in Europa sein. Der fortschreitenden Europäisierung des Handels muss dringend Rechnung getragen werden.»
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