Drei Schwyzer Zeitungen kooperieren.
Drei Schwyzer Tageszeitungen arbeiten enger zusammen: Der March-Anzeiger, das Höfner Volksblatt und der Bote der Urschweiz haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
APG bringt laufende Kampagnen ins Internet. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) hängt ab sofort aktuelle Plakate nicht nur in den Strassen, sondern auch auf ihrer Website (www.apg.ch) aus. Das «APG-Posterboard» präsentiert jede Woche die Sujets aller laufenden Kampagnen, zusammen mit Angaben zu Auftraggeber, Werbe- und Mediaagentur. Nötig zum Betrachten des Posterboards ist der Flash-4-Player.
ADC-Bronze für WHS und AY&R. Weber Hodel Schmid Melle Pufe hat an der Jurierung des deutschen Art Directors Club Bronze in der Kategorie «Kulturplakat» gewonnen. In dieser Kategorie wurde nur dreimal Bronze verliehen. Die prämierten Plakate warben für das Kurt-Weill-Festival am Konzerthaus Berlin. Ebenfalls Bronze gewann Advico Young & Rubicam. Ausgezeichnet wurde das Inserat «Container» für Flims/Laax/Falera in der Kategorie «Fachanzeigen».
Publimag lanciert MagCalc. Unter dem Namen MagCalc bietet die Printvermarkterin Publimag neu ein Mediaplanungs- und Berechnungstool im Internet an. Das Programm erlaubt Preisabfragen und Grobkalkulationen bei über 450 Special-Interest-Zeitschriften und Fachpublikationen. MagCalc steht unter www.magcalc.ch vorerst noch kostenlos zur Verfügung.
nEUE KÖPFE IM KLUBHAUS. Die junge Zürcher Agentur Hesskiss hat einen neuen Auftritt für die Klubhaus-Konzerte der Migros gestaltet. Für ihre Idee sind AD Roland Hess und Texter Tamás Kiss bei der so genannten «Sonatenschrift» fündig geworden. Mit Elementen dieser Schrift samt Bassschlüssel sind zwei Köpfe gestaltet worden. Diese Key Visuals werden auf allen Kommunikationsmitteln der Konzertreihe, von den Programmen bis hin zu Tragtaschen des Grossverteilers, auftauchen.
3. SCHWEIZER DM-PREIS. Zum dritten Mal bereits werden am Freitag, 27. April, die Awards des Schweizer Direktmarketing-Preises verliehen. Für die 290 Einsendungen will die Jury 29 Awards in Gold, Silber und Bronze vergeben. Moderiert wird die Gala von Eva Wannenmacher. Als Rahmenprogramm lockt ein musikalischer Akt mit Phil und Tanja Dankner sowie eine Show von Anita Buri, Melanie Winiger und Tanja Gutmann mit Designermode. Die Award-Night findet ab 18 Uhr in der Galleria/TMC Zürich-Glattbrugg statt. Kartenbestellungen über Telefon 041 785 55 56 oder [email protected].
NEUE SCHILDER IM KÄSELAND. Mit Frühlingsbeginn sind im Greyerzerland neue Autobahnschilder montiert worden. Die Werbeflächen zeigen ein Männchen aus einem Käselaib. Es soll das Greyerzerland als Ferienland sympathisch machen. Das Ausgefallene an der Aktion ist, dass die Männchen je nach Jahreszeit mit Skiern, Snowboards, Wanderschuhen oder einem Mountainbike ausgerüstet sind.
EditorialDie Chuzpe der
Kantonalbanken
Das Dogma der sich selbst regulierenden Märkte entpuppt sich je länger je mehr als säkulares Äquivalent zur Vorsehung. An Stelle des unsichtbaren Gottes, der sich nicht in die Karten blicken lässt, ist die unsichtbare Hand der Marktlogik getreten. Wie das aktuelle Börsengeschehen zeigt, ist diese Hand noch willkürlicher und exzentrischer als jene, die einst Hiob den Weg wies.
Ungeplant und zukunftsblind vollzieht sich heute der unendliche Selbstlauf des wirtschaftlichen Geschehens. Davon ist der Soziologe und Systemtheoretiker Niklas Luhmann überzeugt. Börsencharts und Vorhersagen über Rohölpreise, Wachstumsraten und andere Wirtschaftsentwicklungen mögen in den Fachzeitschriften mathematisch noch so hochgerüstet sein, letztlich unterscheiden sie sich kaum von der Lektüre des Kaffeesatzes. Mit Rationalität lässt sich dem Wirtschaftsgeschehen nicht beikommen, weil Geld als Motor der Wirtschaft seine Entsprechung in der menschlichen Gier nach Reichtum hat.
An den Finanzmärkten herrscht Katerstimmung. Rezessionsangst geht um. Dow Jones, Nasdaq, SPI, SWX New Market, alles fährt Karussell. Wer jetzt seinen Gang an die Börse wagt, braucht Chuzpe. Auch wenn die «Massenflucht aus der Wirklichkeit» (John K. Galbraith) bereits realistischeren Marktbeurteilungen gewichen ist, darf man gespannt sein, wie die Kantonalbanken – mit ihrer Staatsgarantie für viele Bürger ein Hort der Sicherheit und damit von Lebensqualität – ihr Going Public in diesem garstigen Börsenumfeld bewältigen. Wie dies beispielsweise
die St.Galler Kantonalbank im
Umfeld des Bärenmarkts inszeniert,
lesen Sie auf Seite 12.
Samuel Helbling
