Best of North-East (2000)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «Alternativkultur»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen, im vergangenen Jahr am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

News: Star-TV lanciert SMS-SendungDer Privat-TV-Sender Star-TV präsentiert ab 23. April die neue Sendung «SMS Star Chat», die von Radio 105 musikalisch begleitet wird.

NewsStar-TV lanciert SMS-SendungDer Privat-TV-Sender Star-TV präsentiert ab 23. April die neue Sendung «SMS Star Chat», die von Radio 105 musikalisch begleitet wird. Die Mattscheibe wird dabei zum Handydisplay, bei dem alle mitlesen und mitch

NewsStar-TV lanciert SMS-Sendung
Der Privat-TV-Sender Star-TV präsentiert ab 23. April die neue Sendung «SMS Star Chat», die von Radio 105 musikalisch begleitet wird. Die Mattscheibe wird dabei zum Handydisplay, bei dem alle mitlesen und mitchatten können. Ein Moderator animiert den Digitalk im Hintergrund und stellt gleichzeitig sicher, dass die gängigen Anstandsregeln eingehalten werden. Die Technologie dazu stammt von Distefora-Mobile.
PubliGroupe kauft in Hongkong einPubliGroupe übernimmt von Time Warner die in Hongkong ansässige Emphasis Custom Media (ECM). ECM ist auf Kundenzeitschriften für Fluglinien sowie audiovisuelle und interaktive Bordunterhaltung spezialisiert. Sie beschäftigt 65 Mitarbeiter und erzielte 2000 einen Bruttoumsatz von rund 20 Millionen Dollar. ECM wird in das Publicitas Promotion Network eingegliedert.
Umsatzrückgang Bei ProSiebenSat.1
Die Flaute auf dem deutschen Fernsehwerbemarkt hat dem ProSiebenSat.1-Konzern einen Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 513,7 Millionen Euro beschert. Für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern mit einem Anstieg der Werbebuchungen im Fernsehen.

Best of South-West (2000)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern in der «bürgerlichen Ecke»Best of Print AdvertisingDie Anzeigenhits 2000 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der
Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich jene Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen, im vergangenen Jahr am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top three» gezeigt.

Lustloser März

Kommerzielle Inserate hat es auf dem falschen Fuss erwischt

Kommerzielle Inserate hat es auf dem falschen Fuss erwischtNur gerade um 0,1 Punkte ist im März der Publicitas-Index der Werbeausgaben in der Schweizer Tagespresse gestiegen. Bei den kommerziellen Inseraten rutschten laut jüngster Statistik des Verbandes Schweizer Werbung (VSWI) gar sämtliche Printmedienkategorien ins Minus.Gegenüber dem ebenfalls nicht berauschenden Februar hat sich im März die Entwicklung des Inserateaufkommens nochmals verschlechtert. Die Kategorie Zeitungen war bei den kommerziellen Inseraten mit 6,3 Prozent im Minus, wobei alle drei Landesteile ähnlich markante Negativresultate einfuhren. Dank der Stellenanzeigen, die mit 16,8 Prozent zwar ebenfalls verlangsamt wuchsen, wurde das Gesamtresultat der Zeitungen aber immerhin auf minus 1,3 Prozent abgefedert. Auch die Wochenzeitungen, die in der Vergangenheit meist Glanzresultate erzielt hatten, rutschten in der Deutschschweiz infolge fast um 25 Prozent gesunkener Stellenanzeigen mit 4,1 Prozent ins Minus.
Genauso im Rückwärtsgang fuhren bei den kommerziellen Inseraten die Anzeiger (minus 3,4 Prozent) und auch die Landwirtschaftspresse (minus 9,6 Prozent). Und selbst die Zeitschriften waren mit minus 3,4 Prozent im Hintertreffen, wobei der Rückgang hauptsächlich auf das Konto der Deutschschweiz ging.
Der Publicitas-Index der Werbeausgaben in der Tagespresse wuchs im März nur um 0,1 Punkte. Laut Publicitas fehlten Einnahmen aus politischen Kampagnen, aber auch die Inserate aus dem Immobiliensektor nahmen erneut deutlich ab. Angesichts des nur leichten Zuwachses erinnert die Publicitas allerdings zu Recht daran, dass die Basis, von der aus die Steigerung berechnet wird, wegen der vorangegangenen Kletterpartien bereits ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Daniel Schifferle

Sentimentales Engagement

Der Zürcher Werbefilmer Michael Fueter ist als Regisseur bei der Frankfurter Neue Sentimental Film AG unter Vertrag genommen worden.

Der Zürcher Werbefilmer Michael Fueter ist als Regisseur bei der Frankfurter Neue Sentimental Film AG unter Vertrag genommen worden.Fueter hat bei Regisseuren wie Willy Bogner und Kameraleuten wie Robby Müller gelernt. Seit 1996 ist er als Werbefilmer international tätig. Für den deutschen Markt drehte er den BMW-Spot «Skihotel» für Jung von Matt und für Publicis die Renault Kangoo-Commercials «Bankraub» und «Super-Extras». Die Neue Sentimental mit Büros auch in L.A. gehört zu den führenden deutschen Filmproduktionsfirmen.

Vom Bach zum Rio Grande

WHS, Zürich, zeigt für Riodata, was Datenfluss heisst

WHS, Zürich, zeigt für Riodata, was Datenfluss heisstBedächtige Zungen benötigen zur Übermittlung von Informationen mehr Zeit als lose Mäuler. In der Datenübermittlung im Internet entspricht ein ISDN-Anschluss Smetanas Tondichtung «Die Moldau», ein DSL-Zugang aber der Ouvertüre zu Rossinis «Wilhelm Tell». Mit dem Argument der Geschwindigkeit operieren fast alle Anbieter der DSL-Breitbandtechnologie. Auch eine Kampagne, die WHS, Zürich, für Riodata Schweiz gestaltet hat, zeigt diesen Nutzen. Weil ein abstrakter Gegenstand dieser Komplexität in so wenigen Augenblicken, in denen eine Anzeige beachtet wird, sachlich jedoch nicht nachhaltig kommuniziert werden kann, redet die Kampagne mehr in Bildern als mit Zungen. Seite 10

Verlobung von Web und TV

Cablecom fasst multimediales Internet und interaktives TV ins Auge

Cablecom fasst multimediales Internet und interaktives TV ins AugeVon Clemens HörlerCablecom möchte nicht nur ihr Internetportal Swissonline.ch multimedialer gestalten, sie plant auch im Bereich des digitalen TV interaktive Elemente. So sollen die Nutzer von SwissFun schon bald E-Mails über den Fernseher senden können. Auch E-Commerce-Lösungen sind in Vorbereitung.
Am 9. April kündete Cablecom (www.cablecom.ch) die Lancierung seines digitalen Pay-TV-Angebots an. Zusätzlich zu den bisher über 30 offenen TV-Programmen können die Besitzer einer SwissFun Set-Top-Box 16 nun weitere Angebote empfangen. Diese sind nach einer kurzen Einführungsphase allerdings kostenpflichtig. Bei den Pay-Kanälen handelt es sich um die Programmbouquets SwissFun Familiy und SwissFun Discovery sowie die beiden Einzelprogramme «SIC Internacional» aus Portugal und «Pink Plus» aus Serbien. Zum SwissFun-Angebot gehören beispielsweise Sport 1 oder MTV Base. SwissDiscovery umfasst acht Angebote, wie etwa den Reisechannel Marcopolo oder den Design- und Kulturkanal Leonardo.
Konnte Cablecom bisher nur indirekt über den Verkauf oder die Vermietung der Set-Top-Boxen via den Unterhaltungselektronikfachhandel finanziell vom SwissFun-Angebot profitieren, sollen jetzt auch Gelder der Pay-Sender für die Verbreitung ihrer Programme in die Cablecom-Kasse fliessen: «Die Kunden bezahlen uns beziehungsweise den Programmveranstaltern monatliche Gebühren. Diese wiederum beteiligen uns mit einem gewissen Prozentsatz an ihrem Umsatz», erklärt Ingo Buse, Leiter Corporate Communications von Cablecom.
Vorerst beschränkt sich Cablecom bei der Einführung ihres digitalen Pay-TV auf die Deutschschweiz, Angebote für die Romandie und das Tessin sollen im Sommer 2001 beziehungsweise 2002 folgen.
Mal schnell ein E-Mail über den Fernseher verschicken
Mit der Einführung zahlungspflichtiger Angebote ist die Entwicklung von SwissFun jedoch noch lange nicht zu Ende. Ab Juni oder Juli 2001 sollen die Besitzer einer neueren SwissFun-Set-Top-Box dank eingebautem Modem auch E-Mails empfangen und später sogar versenden können. Dies wohlgemerkt über ein Swissonline-Konto.
Der Mailverkehr soll allerdings nicht das einzige interaktive Element im Angebot bleiben. Cablecom plant einen massiven Ausbau des bisher noch dürftigen Shopbereichs. Bisher ist es dort nämlich nur möglich, Produkte von Rediffusion anzuschauen und dann über eine Hotline das Gewünschte zu bestellen. Buse: «Im Lauf des nächsten Jahres, wenn die dritte Generation der Set-Top-Boxen mit integriertem Kabelmodem auf dem Markt ist, wollen wir interaktive Shoplösungen mit direkten Bestellmöglichkeiten anbieten. Mit möglichen E-Commerce-Partnern ist Cablecom bereits in Verhandlungen. Auch hier winken Cablecom künftig allenfalls weitere Einnahmen in Form von Vermittlungsgebühren.
Erster Schritt zur Konvergenz von Internet und Fernsehen
«Wir sind dabei, erste Schritte in die konvergente Welt zu machen», meint Buse. Das Zusammenführen von Internet und Fernsehen nimmt Cablecom allerdings nicht nur über den heimischen Fernsehapparat in Angriff. Ebenso sollen multimediale Inhalte auch auf dem Internetportal Swissonline Einzug halten und die bewegten Bilder ins Web bringen. So ist beispielsweise geplant, den Börsen- und Finanzsender Money24, der sich zurzeit noch in Vorbereitung befindet, auch über Swissonline.ch zu verbreiten.
Seit der Lancierung des digitalen Fernsehangebots von Cablecom wurde laut Buse bisher bereits in 30000 Haushalten eine SwissFun-Set-Top-Box angeschafft. Neben dem Zugriff auf die diversen Fernsehangebote beinhaltete das Basismenü bis anhin auch einen elektronischen Programmführer sowie Spiele und aktuelle News, die von Swiss TXT aufbereitet und geliefert werden. Ausserdem war der Zugriff auf das kostenpflichtige Radioangebot von Music Choice möglich, das insgesamt 44 Sender umfassst.
Das SwissFun-Angebot soll
zügig Abnehmer finden
Die SwissFun-Kundenstruktur setzt sich bisher zu einem grossen Teil aus Ausländerinnen und Ausländern zusammen, die auf die Programme aus ihrer Heimat nicht verzichten möchten. Bei der vom Free TV verwöhnten Schweizer Kundschaft wird es wohl nicht einfach sein, die Kundenbasis rasch zu vergrössern, erweist sich doch gerade das Angebot an deutsch- und französischsprachigen Kanälen auch ohne digitales Fernsehen als extrem dicht.
Dank des Ausbaus des Angebots von SwissFun auch ausserhalb des Fernsehprogrammangebots hofft Cablecom, die Verbreitung der SwissFun-Set-Top-Box bis Ende Jahr auf 80000 Haushalte in der Schweiz ausdehnen zu können. Dies bei einem zu erwartenden Gesamtmarkt von etwa 100000 Boxen in der gesamten Schweiz.

Erst die Börse, dann das Image

Swissquote, Anbieter von Financial Services im Internet, will sich als innovative Marke etablieren

Swissquote, Anbieter von Financial Services im Internet, will sich als innovative Marke etablierenVon Anita VaucherSwissquote wurde 1997 gegründet und hat seither seine Dienstleistungen im Internet schrittweise erweitert. Der nächste grosse Coup ist die erste hundertprozentig virtuelle Bank in der Schweiz. Der Kommunikationsbedarf ist entsprechend gross.
Bis vor rund anderthalb Jahren war der Name Swissquote nur wenigen Insidern ein Begriff. Das hat sich schlagartig und spätestens seit dem Börsengang des führenden Anbieters von Web based Financial Services im Frühjahr 2000 geändert. Swissquote ist in der Schweiz die Nummer eins
für Echtzeitbörseninformationen und mit 15 Prozent Marktanteil die Nummer drei im Onlinebrokerage. Das Finanzportal des Unternehmens im waadtländischen Gland ist mit 70000 Views pro Monat das meistbesuchte Finanzportal der Schweiz.
Letztes Jahr wagte das Unternehmen zudem den Schritt nach Frankreich. Es war die französische Börse, die sich bereits vor einigen Jahren an die beiden Unternehmer wandte, weil es in Frankreich noch nichts Vergleichbares gab. Als weiteren ausländischen Markt hat Swissquote Deutschland im Visier. Und im Mai dieses Jahres will Swissquote die erste hundertprozentig virtuelle Bank in der Schweiz ins Leben rufen.
Gründung eines Finanzportals – aber kaum Geld für Werbung
Vor der Gründung der elektronischen Börse in der Schweiz belegte Telekurs das Monopol für sämtliche Börseninformationen. Die elektronische Börse ermöglichte schliesslich andern Unternehmen, in diesem Gebiet tätig zu werden. Mit Swissquote haben die beiden Geschäftsführer Marc Bürki und Paolo Buzzi dieses Monopol durchbrochen.
Die Mundpropaganda liess bei Insidern nicht lange auf sich warten. Ein Grund dafür, warum das Marketing und die entsprechenden Werbemassnahmen zunächst mal links liegen gelassen wurden. Das Geld wurde anderweitig dringender gebraucht.
Eigentlich haben die Swissquote-Gründer bezüglich ihrer Marketingstrategie antizyklisch gehandelt. Erst als sie durch den Börsengang schlagartig bei einem breiten Publikum bekannt wurden, entschieden sie sich für eine gross angelegte Werbekampagne und für die Zusammenarbeit mit einer externen Werbeagentur. Vorher wurde jeder Franken für Werbeausgaben zweimal umgedreht. Die Werbung beschränkte sich übrigens auf klitzekleine Schwarzweissinserate im Finanzteil der Tageszeitungen.
Überhaupt benehmen sich die beiden Gründer von Swissquote gar nicht wie die Golden Boys der Branche. Obwohl sie von Anfang an auf Erfolgskurs waren, haben sie nie mit der grossen Kelle angerührt und ihr Unternehmen immer in kleinen, wohl überlegten Schritten ausgebaut. Heute bietet die Swissquote Group nebst dem Online-Börsenhandel mit Marvel Communications ein führendes Unternehmen für die Entwicklung integrierter Webdesign-Lösungen für Internetkommunikation und E-Business an. Mit Swissquotemedia wurde Anfang dieses Jahres eine firmeninterne Akquisitionsstelle für Werbung und Sponsoring auf der Homepage von Swissquote geschaffen. Swissquotemedia konnte seit vergangenem Januar das Kundenvolumen auf drei Millionen Franken ausbauen.
Kürzlich haben sich die beiden Gründer von Swissquote den Finanzspezialisten Tito Tettamanti in den Verwaltungsrat geholt, der Anfang der Neunzigerjahre für positive und negative Schlagzeilen gesorgt hatte. Auch dieser Schritt wurde wohl überlegt gemacht. «Tito Tettamanti ist ein Verwaltungsrat, der seine Kontrollfunktion hundertprozentig wahrnimmt und uns mit seiner Erfahrung wertvolles Know-how bringt», begründet Marc Bürki diese Wahl und fügt lachend hinzu, dass dies ja im Moment in andern Verwaltungsräten nicht unbedingt selbstverständlich sei.
Die Marke ist bislang noch zu wenig bekannt
Einen Makel wies die Marke Swissquote allerdings auf: Sie war im Markt kaum etabliert. Dies ergab eine Umfrage nach dem Börsengang. Deshalb entschloss man sich bei Swissquote, eine breit angelegte Imagekampagne zu lancieren. Damit wurde die Kommunikationsagentur Alibi in Commugny beauftragt. Man wollte eine nicht allzu grosse Agentur, die geografisch in der Nähe liegt. Sie hatte die Aufgabe gefasst, mit bescheidenen finanziellen Mitteln auf intelligente und unaufdringliche Art eine Kommunikationsstrategie für ein Unternehmen zu erarbeiten, das im Markt mit Konkurrenten wie Credit Suisse Youtrade und Consors auftritt, die eine viel aggressivere Kommunikationsstrategie verfolgen.
Im Mittelpunkt der Imagekampagne mit TV-Spots und ganzseitigen Anzeigen steht die Brücke. Abgeleitet aus dem Logo von Swissquote hat Alibi dieses Symbol weiterentwickelt. Die Brücke steht für eine Verbindung zwischen den Finanzinformationen und den Kunden. Sie ist auch Symbol für Weite und Freiheit, soll aber auch Sicherheit und Stabilität vermitteln. Der Auftritt ist grundsolide und entspricht ganz der Philosophie der beiden Firmengründer. Die Brücke und die damit verbundene Botschaft kann zudem weiterentwickelt werden.
Die Agentur Alibi betreut das ganze Kommunikationsmandat für Swissquote und zeichnet auch verantwortlich für die Gestaltung des Jahresberichts sowie verschiedener Broschüren. Die nächste grosse Herausforderung steht für die Agentur schon vor der Tür:
die Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie für die erste virtuelle Bank in der Schweiz aus dem Hause Swissquote.
Swissquote Group

1990: Gründung von Marvel Communications SA. Das Unternehmen überträgt Börsendaten und entwickelt Finanzdatenbanken.
1997: Gründung von Swissquote. Erstes Internetportal zur Übermittlung von Echtzeitaktienkursen an der Börse.
1999: Lancierung der Onlineplattform Swissquote Trade
und Gründung der Dachorganisation Swissquote Group Holding SA.
2000: Börsengang des Unternehmens
Besitzstruktur der AG: 32% Publikum
 6% Private Investoren, vorwiegend Banken
52% Management und Personal

Die Armut ins Sandwich genommen

Das SAH sammelt mit JvM/Limmat Brosamen für die Armen der Schweiz

Das SAH sammelt mit JvM/Limmat Brosamen für die Armen der SchweizMitte April lief die diesjährige Spendenaufrufkampagne des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes (SAH) an. Sie besteht aus einem von Jung von Matt/Limmat konzipierten Sujet, dessen Visual einen zwischen zwei Brotscheiben eingeklemmten Einzahlungsschein zeigt. Mit diesem auffälligen Motiv ruft das SAH die Bevölkerung auf, die Armut im eigenen Land beheben zu helfen. Um die Dringlichkeit der Mission zu unterstreichen, konfrontiert die Headline «Jeder elfte Schweizer ist arm» den Betrachter mit einem unerwarteten Faktum.
Betroffen ist, wer am Rand der Gesellschaft steht
Als das Hilfswerk die Armut in der Schweiz zum Kampagnenthema erhob, lagen noch keine durch Studien belegte Erkenntnisse des dramatischen Ausmasses vor. Erst als die Agentur gebrieft wurde, stiess man auf Zahlen, die bestätigten, was man in den Projekten festgestellt hatte: dass es nämlich in der reichen Schweiz mehr arme Leute gibt als beispielsweise in Deutschland. Schätzungsweise sollen 9,3 Prozent in Armut leben und rund weitere 30 Prozent davon bedroht sein.
«Die Zweidrittelgesellschaft, die ein Drittel Arme als gegebene Tatsache hinnimmt, ist in der Schweiz praktisch zur Realität geworden», verlautbart das SAH, das in der Schweiz hauptsächlich im Bereich der Erwerbslosigkeit aktiv ist und seit dem Wirtschaftsaufschwung eine drastische Veränderung dieses «Marktes» feststellt. «Während in den Neunzigerjahren ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung von der Erwerbslosigkeit betroffen war, sind es heute wieder die Leute, die am unteren Rand der Gesellschaft stehen», sagt Marianne Roth, Leiterin Kommunikation beim SAH.
Betroffen sind vor allem erwerbslose Frauen und Männer, Rentnerinnen und Rentner, mehr allein erziehende Mütter als allein erziehende Väter, bei den Geschiedenen hauptsächlich Frauen, ferner unterhaltspflichtige Männer sowie rund 530000 so genannte Workingpoor, erwerbstätige Personen, deren Verdienst unter dem Existenzminimum von 2100 Franken im Monat liegt.
«Es gibt immer Veränderungen in der Gesellschaft, immer bewegt sich etwas. Wir müssen uns nach Angebot und Nachfrage richten», sagt Marianne Roth über die Arbeit der international tätigen Hilfsorganisation, die im Inland derzeit in der Migration expandiert und etwa die Entwicklungszusammenarbeit als ein Aktionsfeld betrachtet, auf dem das Engagement jederzeit beliebig ausgebaut werden kann. Ernst Weber

Muse & Musse: Norbert Brunner

Muse & MusseNorbert BrunnerWelche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Norbert Brunner: «Die blaue Periode» von Leonardo di Caprio im Landesmuseum. Weil alles so schön blau war.Was lesen Sie gerade?Brunner: «Der blau

Muse & MusseNorbert Brunner
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Norbert Brunner: «Die blaue Periode» von Leonardo di Caprio im Landesmuseum. Weil alles so schön blau war.
Was lesen Sie gerade?
Brunner: «Der blaue Heinrich» von Hermann Hesse.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Brunner: Polo Hofer. «Blau-blau-blau blüht der Enzian.»
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Brunner: «Die blaue Lagune 3». Weil «Die blaue Lagune 2» so gut war.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Brunner: «Girlscamp». Wegen Eva Wannenmacher. Sie war nicht blau angezogen.
Welche ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Brunner: www.bluegame.ch
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Brunner: Auf die blauen Flecken vom Kartfahren.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Brunner: Rot! Ist doch logisch.
Liebe ist…?
Brunner:…wenn man auch blau ein Lieber ist.

News: «Doppelmoppel» hat ausgemoppelt

SF DRS kippt Frank Baumanns Quizsendung «Doppelmoppel» aus dem Programm.

SF DRS kippt Frank Baumanns Quizsendung «Doppelmoppel» aus dem Programm.News«Doppelmoppel»
hat ausgemoppelt
Nach einem halben Jahr Laufzeit geht am 29. Juni die letzte Ausgabe über den Bildschirm. Nach der Sommerpause werden stattdessen eingekaufte Serien programmiert. «Doppelmoppel» wird seit dem 1. Januar täglich um 18.45 Uhr ausgestrahlt. Die Sendung habe auch nach dem Relaunch im März ihr Publikum nicht gefunden, begründete Programmleiter Adrian Marthaler den Entscheid. Mit Frank Baumann bleibe man in Kontakt.
Gewerkschaften machen zeitungDie Gewerkschaften Smuv und GBI starten im Herbst die neue Publikumszeitung Work. Das Blatt wird laut den beiden Gewerkschaften von einer unabhängigen Redaktion produziert. Alle zwei Wochen sollen Themen zu Arbeit und sozialer Sicherheit behandelt werden. Work ersetzt die herkömmlichen Mitgliederzeitungen und wird gleichzeitig zu einem Jahresabopreis von voraussichtlich 28 Franken erhältlich sein.
Swiss Music Radio verschiebt StartDer geplante Kabelsender Swiss Music Radio hat seinen Starttermin auf Ende 2001 verschoben. Der Grund liege in fehlenden Frequenzen auf den Schweizer Kabelnetzen, besonders bei der Cablecom. Diese habe eine Umfrage bei ihren Abonnenten durchgeführt, deren Resultate bald vorliegen sollten. Die Ergebnisse würden über die Auf- und Abschaltung von Sendern entschieden. Swiss Music Radio ist ein landesweites Programm der Interradio AG aus Zug, das sich auf schweizerische Pop- und Rockmusik konzentrieren will.

Kreativ, langlebig, überraschend

Die internationale Printkampagne für das Internetangebot swissinfo. org von Schweizer Radio International wendet sich an die Auslandschweizer.

Die internationale Printkampagne für das Internetangebot swissinfo. org von Schweizer Radio International wendet sich an die Auslandschweizer.Diese können auf der Website die neuesten Informationen über das aktuelle Geschehen in der Schweiz abrufen. Spannend an dieser Kampagne war für Anita Kopp, dass sie erstmals vom Konzept bis hin zur Grafik alles in Eigenverantwortung durchziehen konnte.Die Mausmatten zeigen typische Elemente von Ländern, in denen sich Schweizer Bürger aufzuhalten pflegen. Die Klickmaus als zentrales Element ist dabei kurzerhand zum Schweizerkreuz mutiert. Obwohl seit der Kreation dieser Kampagne schon etliche Zeit vergangen ist, gefällt sie Anita Kopp immer noch.
Und genau das gibt ihr die grosse Befriedigung in ihrem Beruf. Etwas Kreatives zu schaffen, das gleichzeitig zeitlos ist. Das Konzept stimme nach wie vor, und die Kampagne könnte jederzeit wieder geschaltet werden, meint sie nicht ohne Stolz.
Fasziniert hat Anita Kopp das Mandat für die Schweizer Lungenliga, weil der Auftritt für diese Nonprofit-Organisation aussergewöhnlich sein durfte. Der Spendenaufruf drücke nicht auf die Tränendrüsen und sei auch nicht anbiedernd, meint sie befriedigt. Die Kampagne sei zudem unter sehr grossem Zeitdruck entstanden, eine zusätzliche Herausforderung für Anita Kopp und ihr Team, wie sie rückblickend meint.
Unter www.froehliche-weih nachten.ch konnte man in einem virtuellen Adventskalender täglich ein Fenster öffnen. Pförtchen zeigten 24 Karten, die als Cards for free weitergeleitet werden konnten. Zudem wurde eine CD-ROM produziert, die als Mailing an 85000 Schweizer Firmen versandt wurde. Darauf findet sich für alle 24 Adventstage ein neues Sujet als Bildschirmschoner.
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