Schneckensurfers Ende

N24 lanciert ein Internetangebot für Breitbandanschlüsse

N24 lanciert ein Internetangebot für BreitbandanschlüsseMit der steigenden Verbreitung von Breitbandinternetanschlüssen wird auch die Verschmelzung von Fernsehinhalten mit Internetsites vorangetrieben. «Viewser» sind wieder gesucht.Schon 1999, als die englische Firma NTL für den Musiksender MTV das interaktive Spezialprogramm MTV Select zusammenstellte, war vom «Viewser», dem Zwitterwesen zwischen Fernsehzuschauer (Viewer) und Internetnutzer (User) die Rede. Mittlerweile ist auch im Cyberspace Zeit vergangen, doch die Verschmelzung zwischen Fernsehen und Internet hat sich noch nicht durchgesetzt. Da es kurzfristig schwerer zu sein scheint, das Internet in den Fernseher zu bringen, wird nun wieder vermehrt versucht, TV ins Internet zu bringen.
Machte dies vor zwei Jahren wegen geringer Internetdichte und fehlender Bandbreite kaum Sinn, haben jetzt Konvergenzprojekte im Internet durchaus ihre Berechtigung. Die Internetpenetration hat stark zugenommen, und auch die Zahl der Haushalte mit Breitbandanschlüssen wächst stetig. Breitbandanschlüsse, zum Beispiel über Kabel oder ADSL, sind nötig, um eine einigermassen erträgliche Bildqualität von gestreamten Inhalten im Internet geniessen zu können.
Der deutsche Fernsehsender N24 hat sich die gestiegene Zahl der Breitbandanschlüsse zu Herzen genommen und ein Internetangebot lanciert, mit dem er sich ausschliesslich an Besitzer solcher Anschlüsse wendet. Die Website www.n24broadband.de streamt live das TV-Programm von N24 und liefert weiterführende Informationen dazu. Dabei kann es sich um Hintergrundberichte oder Links zum aktuellen Beitrag, aber auch um Werbung oder Onlineeinkaufsmöglichkeiten handeln. Diese zusätzlichen Inhalte werden von einer eigenen Redaktion bereitgestellt und sollen den «Viewser» ermöglichen, interaktiv am Programm teilzunehmen.
Auch wenn sich die Quälität der Fernsehübertragung im Internet sehen lässt, reicht sie noch nicht an die des normalen TV-Gerätes heran. Und grosse Einnahmen werden wohl auch damit nicht erzielt werden können. Patrick Hediger

Lofts für Dinkys und Trendys

Zehn Millionen Quadratmeter Industrie- und Gewerbefläche – gerade zehnmal so viel wie die Altstadtgebiete von Bern und Zürich zusammen

Zehn Millionen Quadratmeter Industrie- und Gewerbefläche – gerade zehnmal so viel wie die Altstadtgebiete von Bern und Zürich zusammen– werden in der Schweiz nicht mehr gebraucht und warten auf eine neue Nutzung als Wohn- oder Gewerberaum. Dieses enorme Potenzial an ungenutztem Raum ist für die Fidemedia AG mit Sitz im aargauischen Bremgarten Anlass genug für die Lancierung eines eigenen Magazins. Das in diesen Tagen erstmals erscheinende Heft heisst Renova Invest, das Schweizer Magazin für Immobilien und Standorte. Herausgegeben wird die vierfarbige Zeitschrift in Zusammenarbeit mit Sprach.bild, Agentur für Kommunikation GmbH, St.Gallen.
Renova Invest versteht sich als Plattform für Investoren, Nutzer, Eigentümer und Gebäudemanager im In- und Ausland. Informiert wird über Loftliving, Industriebrachen, Fabrikationsnutzungen, Renovationen und Sanierungen. Weitere Schwerpunkte des bildreich gestalteten Heftes sind das Marketing von Immobilienprojekten sowie das Facility Management. Renova Invest ist zweisprachig Deutsch und Englisch geschrieben. Die erste Ausgabe umfasst 48 Seiten.
Dieses Jahr sind vier normale Ausgaben plus zwei Sonderhefte geplant. Ab 2002 erscheint das Heft monatlich. Erhältlich ist Renova Invest am Kiosk für 9 Franken. Im Abo bietet sich die neue Zeitschrift für die ersten anderthalb Jahre (18 Ausgaben) zum Preis von 128 Franken an. (dse)

Keine Ruhe im Contentmarkt

Swisscontents Aktivitäten zeigen neue Tendenzen im Geschäft mit Inhalten

Swisscontents Aktivitäten zeigen neue Tendenzen im Geschäft mit InhaltenVon Alessandro MonachesiDie horizontalen Portale sind gebaut und mit News versorgt. Doch die Jagd nach vertikalen Inhalten ist immer noch in vollem Gange. Swisscontent versucht, sich in eine gute Ausgangslage zu manövrieren.
Die Jahre 1999 und 2000 müssen Contentlieferanten im Rückblick wie das goldene Zeitalter erscheinen: Portale und neue Websiteprojekte schossen damals wie Pilze aus dem Boden. Und alle brauchten sie Content. In der Folge wimmelte es im Netz bald von Onlineredaktionen und Medienunternehmen, die sich ein Stück vom Kuchen sichern wollten.
Heute ist die Zeit der grossen Portalankündigungen vorbei. Allenfalls längst angekündigte Nachzügler versuchen noch, ihren Platz an der Sonne zu ergattern. Wer nun aber glaubt, damit sei im Contentmarkt ebenfalls Ruhe eingekehrt, der irrt: Die letzten drei Monate haben neue Partnerschaften, Kundengewinne und Tendenzen an den Tag gebracht.
Denn die Aussage, die Schweizer Portallandschaft sei gebaut, trifft nur begrenzt zu. Umfassende horizontale Portale werden zwar kaum noch gebaut werden, das gilt aber nicht für Plattformen, die sich einem bestimmten Thema widmen: Im Gebiet Finanz und Wirtschaft beispielsweise sind mehrere Projekte angekündigt. Erst vor kurzem ist mit Moneycab.ch ein neues Finanzportal online gegangen. Moneycab-CEO Markus Gisler bringt gleich seine eigene achtzehnköpfige Redaktion mit. Noch immer erwartet werden der Netzauftritt der Postfinance und das Finanzportal Redsafe der Swisslife sowie weitere Bankenprojekte.
Nach wie vor gefragt sind zur Hauptsache Finanzinfos
Doch nicht nur die neuen vertikalen Portale sind potenzielle Abnehmer spezialisierter Inhalte. Günther Nierlich, CEO von
T-Online Schweiz, ist überzeugt, dass neben Reisen und Hobby vor allem der Finanzbereich der gefragteste Content ist. T-Online möchte seinen Content ausbauen und Teile davon kostenpflichtig machen. Der Finanzbereich dürfte dazu gehören.
Sunrise will mit Hilfe der Basler Mediengruppe und deren attraktiven Titeln (Basler Zeitung, Beobachter, Bilanz, TR7, Weltwoche) den Content des Portals erweitern. Da Sunrise bereits über eine breite Newspalette verfügt, ist anzunehmen, dass auch hier grosses Interesse an vertikalen Inhalten vorhanden ist.
Der Swisscontent-Motor läuft auf vollen Touren
Das immer noch wachsende Bedürfnis nach vertikalen Inhalten kommt der Inhaltsanbieterin Swisscontent Corp. wie gerufen. Diese hatte mit der schweizerischen Post die Verlagsgesellschaft Yellowcontent Corp. gegründet, die die publizistischen Inhalte für Yellowworld liefert.
Als die Post Mitte Mai vor den Medien zugab, dass das Konzept mit einer breiten Service- und Newspalette die erhoffte Eigenwirtschaftlichkeit klar verfehlt habe, rechneten Insider damit, dass Yellowworld sich vermehrt auf die Kernkompetenzen der Post besinnen und mitunter starke Einschneidungen im Newsbereich vornehmen würde. «Wir werden die News nicht streichen», widerspricht dem Oliver Flüeler, Pressesprecher der Post: «Ein attraktives Portal braucht guten horizontalen Content.»
Noch ist die Stossrichtung der angekündigten Straffungen nicht entschieden, doch laut Flüeler wird die Zusammenarbeit mit Swisscontent nicht tangiert. In erster Linie sollen die erst geplanten vertikalen Channels gestrafft werden.
Good News für Swisscontent, die in den letzten Monaten zudem eine ganze Reihe neuer Kunden bekannt geben und damit das Klumpenrisiko deutlich vermindern konnte: Ende März das E-Board im HB Zürich, Mitte April das Portal Orangeworld und Ende April Redsafe.
Mit der Wirtschafts-Medien AG, Herausgeberin der Bilanz, hat Swisscontent eine Kooperation in umgekehrter Richtung vereinbart und nimmt künftig selber Inhalte der Bilanz entgegen. Neben der Bilanz sind gemäss Bendicht Luginbühl, CEO von Swisscontent, weitere Kooperationen mit Lieferanten von Wirtschaftscontent geplant. Dies, obwohl die eigene Wirtschaftsredaktion erst kürzlich ausgebaut wurde. «Auch Postfinance beliefern wir demnächst insbesondere mit Wirtschaftscontent», lässt Luginbühl verlauten.
Der Bilanz-Deal zeigt eine neue Qualität im Geschäft mit vertikalen Inhalten auf: Der Contentlieferant fokussiert sich auf den lukrativen Schwerpunkt Finanz und Wirtschaft und wird dabei selber zur Contentempfängerin. Die Vorzeichen wechseln, wohl nicht nur bei Swisscontent; eine interessante Entwicklung, die zeigt, dass noch lange keine Ruhe im Contentmarkt einkehren wird.

Kopf der Woche: «Hier lässt sich einiges machen, hier kann ich viel bewirken»

Frank Bumann ist seit dem 1. Mai Leiter Marketingkommunikation der SBB-Division Personenverkehr

Frank Bumann ist seit dem 1. Mai Leiter Marketingkommunikation der SBB-Division PersonenverkehrKopf der Woche: «Hier lässt sich einiges machen, hier kann ich viel bewirken» /
Dieser Mann hat eine Nase für grosse Auftritte: Wer sonst bringt es fertig, exactement 22-mal in den Medien zitiert zu werden, ohne eine wirklich spektakuläre Geschichte zu liefern? Eine erotisch angehauchte Werbung, angedrohte Massnahmen gegen haschende Snöber und ein missglücktes Projekt genügten Bumann bereits für einen Platz in der Boulevardpresse. «Es ist doch toll, wenn man so oft zitiert
wird. Schliesslich konnte ich so auf unkonventionelle Art und
Weise auf Saas-Fee aufmerksam machen», sagt Bumann.
Seine Medienpräsenz half aber nicht nur Saas-Fee, sondern auch ihm selbst. Sogar als möglicher Nachfolger von Luzerns fast schon legendärem Verkehrsdirektor Kurt H. Illi wurde er vor eineinhalb Jahren in einer Zeitung gehandelt. «Davon habe ich nichts mitbekommen», gibt sich Bumann bescheiden. Gereizt hätte ihn der Job allerdings schon. Nach sechs Jahren als Verkehrsdirektor stand für Bumann vergangenes Jahr nämlich fest: «Ich brauche eine neue Herausforderung.» Einen Job zu finden war für den ehrgeizigen HSG-Absolventen nicht allzu schwer. «Ich stand bei mehreren Jobs in der Endausscheidung.»
Die Zusage erhielten die SBB. «Weil es mich reizt, in einem solchen Grossbetrieb zu arbeiten und weil ich der Meinung bin, dass hier vieles bewirkt werden kann.» Ideen, erklärt er, habe er genug. Wie die aussehen, will er allerdings nicht verraten, geschweige denn, was er alles zu ändern gedenkt. «Ich will mich erst seriös einarbeiten und mich mit meinen neuen Mitarbeitern unterhalten, bevor ich in dieser Hinsicht Stellung beziehe», sagt er diplomatisch.
Schliesslich sei alles neu für ihn: Der Betrieb, die Mitarbeiter, der Ort, das Budget: Statt als Tourismusdirektor von Saas-Fee arbeitet er neu als Leiter Marketingkommunikation der SBB-Division Personenverkehr, statt 18 Mitarbeiter hat er 20, statt in Saas-Fee wohnt er jetzt in der Nähe von Bern, statt eines Budgets von 3 Millionen Franken hat er eines von 20 Millionen Franken zur Verfügung: «Damit lässt sich einiges machen», sagt er und lächelt verschmitzt.
Wie bei Saas-Fee dürfte er auf unkonventionelle Taktiken zurückgreifen. Dort setzte er nämlich – im Gegensatz zur Konkurrenz – auf eine ausländische Agentur: jene von Professor Kleiber-Wurm in München. «So konnten wir uns von der Konkurrenz abheben und unkonventionell sein.»
Unerwartet konventionell sind allerdings Bumanns Hobbys: Er wandert gern, fährt gern Ski, betreibt Langlauf, sammelt Pilze und verbringt «gern Zeit» mit seiner Lebenspartnerin und mit Freunden. «So kann ich mich am besten entspannen», sagt er. Annelies Friedli

Kalter Regen im Werbemärz

Ausgaben rutschten teils stark ins Minus

Ausgaben rutschten teils stark ins MinusKalter Regen im Werbemärz
Verglichen mit der gleichen Zeitperiode im Vorjahr ging der Bruttowerbeaufwand im März in den von Media Focus ausgewerteten Medien um insgesamt 3,3 Prozent oder 12,4 Millionen Franken zurück – und brachte damit das schlechteste Monatsergebnis seit Dezember 1998!Dennoch: Einige wenige Sonnenstrahlen bekamen primär Medien mit kleinen Umsätzen ab, so die Auswahl der Fachzeitschriften (plus 0,3 % oder 65000 Franken), Plakat (plus 3,3 Prozent oder 1,3 Millionen Franken), Radio (plus 5 % oder 0,6 Millionen Franken) und Teletext (plus 5,3 % oder 80000 Franken)
Zeitungen und Publikumszeitschriften dagegen standen im anhaltenden Regen und verzeichneten einen Rückgang von brutto 6,2 Millionen Franken (minus
3,8 %) beziehungsweise 3,5 Millionen Franken (minus 5,2 %) gegenüber dem Monat März des Vorjahres. Fernsehen tauchte um 3,8 Millionen Franken (minus
5,6 %). Den ersten Rückgang im laufenden Jahr verzeichnete auch das Kino mit einem Umsatzverlust von 0,5 Millionen Franken (minus 10 %). Und von einem ersten heftigen Regenguss erwischt wurde das seit Januar 2000 erhobene Internet, das um 26,4 Prozent einbrach (minus 0,5 Millionen Franken).
Trotz des miesen Monats März fiel der Bruttowerbeaufwand im ersten Quartal 2001 aber um 0,2 Prozent oder 1,5 Millionen Franken besser aus als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Über das gesamte Quartal gesehen konnte das Internet beim Zuwachs trotz Märzeinbruchs mit plus 6,6 Prozent den Spitzenplatz halten, gefolgt von den Fachzeitschriften (plus 6,1 %), Kino (plus 5,4 %), Plakat (plus 2,9 %) sowie TV und Teletext (je plus 2,5 %). Verlierer hingegen sind Zeitungen (minus 1,4 %), Zeitschriften (minus 1,7 %) und Radio (minus 3,1 %). Markus Knöpfli
Bruttowerbeaufwand nach Medien März 2000/2001 im Vergleich in 1000 Fr. 2000 in 1000 Fr. 2001 +/– in %
Tageszeitungen 162 095 155 918 –3,8
Publ.-Zeitschriften 67 751 64 252 –5,2
Fachzeitschriften 21 371 21 436 +0,3
TV 67 470 63 687 –5,6
Radio 11 887 12 480 +5,0
Kino 4 549 4 095 –10,0
Teletext 1 507 1 587 +5,3
Plakat 38 623 39 898 +3,3
Internetbanner 2 017 1 484 –26,4
Gesamt 377 270 364 837 –3,3
Korrigendum

In der WerbeWoche 16/01 ist uns ein inhaltlicher Fehler unterlaufen, für den wir uns entschuldigen. Im Gespräch mit Pierre-Paul Vander Sande, CEO von RMB International, behaupteten wir in einer Frage, dass das von RMB Switzerland betreute Radio 105 Verluste in Millionenhöhe ausweise. Diese Behauptung war falsch; die entsprechenden Zahlen sind uns nicht bekannt. Die Frage war schon beim Interview falsch gestellt worden und hätte eigentlich wie folgt lauten sollen: «RMB Switzerland betreut Radio 105, doch das ist für RMB wegen des Garantievertrages mit Radio 105 offenbar ein Verlustgeschäft. Ende dieses Jahres läuft der Vertrag aus. Werden Sie ihn erneuern?» Zum Stand der Dinge: Radio 105 und RMB haben inzwischen eine Absichtserklärung unterschrieben, worin festgehalten wird, dass man weiter zusammenarbeiten will. Über die genauen Modalitäten wird noch verhandelt.

Publicis erweitert die Leitung Kreation

Die Zürcher Werbeagentur Publicis hat per Mai die Führung ihrer Kreation restrukturiert.

Die Zürcher Werbeagentur Publicis hat per Mai die Führung ihrer Kreation restrukturiert.Die neuen Verantwortlichen wurden sämtliche aus den eigenen Reihen rekrutiert. Neuer Geschäftsführer Kreation (Executive Creative Director) ist Markus Gut. Das Mitglied der Geschäftsleitung, dem in der neuen Funktion die organisatorische Gesamtverantwortung obliegt, war bisher CD.Der ADC-Ehrenpräsident Jean
Etienne Aebi bekleidet neu die Position eines Chief Creative
Officers, aus der er eine Reihe von Mandaten betreut und für übergeordnete Coachingaufgaben zuständig ist.
Eine Doppelfunktion erfüllen in Zukunft AD Uwe Schlupp und Texter Daniel Krieg, die zu CDs ernannt worden sind. Neben der Verantwortung, die nun jeder für je einen Teil der von der Agentur betreuten Mandate trägt, üben beide gleichzeitig ihre angestammte Tätigkeit weiter aus.
Erweitert wurde auch die Zuständigkeit von Luigi Del Medico. Der Senior-AD zeichnet für Projekte verantwortlich, deren Schwergewicht auf der filmischen Umsetzung liegt.
Die Agentur begründet die Veränderungen im Sinne eines Generationenwechsels sowie ferner damit, dass sie die wachsenden Anforderungen an die rund 40-köpfige kreative Abteilung breiter abstützen will. (ew)

News: Magnum kommt zu McCann-Erickson

Die Edelglacemarke Magnum wird künftig von McCann-Erickson betreut. Die Unilever-Tochter Birds Eye Wall hat das globale Werbebudget für Magnum von Lowe Lintas abgezogen und an McCann vergeben.

Die Edelglacemarke Magnum wird künftig von McCann-Erickson betreut. Die Unilever-Tochter Birds Eye Wall hat das globale Werbebudget für Magnum von Lowe Lintas abgezogen und an McCann vergeben.News Magnum kommt zu McCann-Erickson
Der Wechsel ist Teil eines gross angelegten Konsolidierungsprozesses bei Unilever. Eine Konzernsprecherin erklärte, der Entscheid sei aus strategischen Gründen gefallen und bedeute nicht, dass mit der Arbeit von Lowe Lintas etwas nicht in Ordnung gewesen sei.
Neue Sentimental Film geht auch nach DänemarkDie deutsche Werbefilmproduzentin Neue Sentimental Film (NSF) beteiligt sich mit 25 Prozent an B & W Film in Kopenhagen. B & W Film wurde 1998 von Nicholas Berglund und Stig Weiss gegründet und produziert Werbespots, Musikvideos und Dokumentationen. Durch die Beteiligung verfüge man nun über einen «strategisch bedeutsamen Brückenkopf im skandinavischen Markt», teilte NSF mit.
Timberland sucht weltweite AgenturDer US-Bekleidungskonzern Timberland sucht eine Agentur für die weltweite Kreation und strategische Planung. Gefordert sind Niederlassungen in den USA, in Europa und Asien sowie Erfahrung in Promotion und POS-Marketing. Erst im Februar hatte Timberland mit der Londoner Startup-Agentur Cave Anholt Jonason erstmals eine Europaagentur engagiert.
Y&R veliert Europa-CEOBert Meerstadt tritt als CEO von Young & Rubicam Europe, Middle East and Africa (Y&R EMEA), zurück. Er verlässt die Agentur im Sommer, um Chief Commercial Officer bei der niederländischen Eisenbahn zu werden. Meerstadt übernahm das Amt erst vor rund einem Jahr von Bruno Widmer, nachdem er seit September 1998 als Präsident für Y&R EMEA gewirkt hatte. Sein Nachfolger wird Etienne Boisrand, früher CEO von Y&R Frankreich und Chairman von Y&R in Asien.

BTM schielt Richtung Romandie

Aus der Berner Tagblatt Medien AG wird die Espace Media Groupe, und die BZ lanciert ein neues Kopfblatt

Aus der Berner Tagblatt Medien AG wird die Espace Media Groupe, und die BZ lanciert ein neues KopfblattVon Markus KnöpfliDie Berner Tagblatt Medien AG, die letztes Jahr ein Spitzenresultat vorlegte, benennt sich in Espace Media Groupe um, lanciert per 2002 eine Solothurner Splitausgabe und bietet sich in Biel und Freiburg als Partnerin für alle Fälle an.
Die Berner Tagblatt Medien AG (BTM) wird sich an ihrer Generalversammlung (GV) von Ende Juni in Espace Media Groupe (EMG) umbennen. Die Wahl eines französischen Namens unterstreicht wohl bewusst eine Strategieausweitung, welche die BTM an der GV via Statutenänderung vornehmen will. Der EMG-Zweckartikel soll zum Ausdruck bringen, dass das Unternehmen künftig auch «publizistisch und wirtschaftlich zum Brückenschlag zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz» beitragen will.
Dies sei, so erklärte BTM-VR-Präsident Charles von Graffenried auf Anfrage, «ein Vorsignal» an das Bieler Tagblatt (BT), die Freiburger Nachrichten (FN) und an La Liberté, «dass man von uns Unterstützung haben könnte, falls nötig». Im Auge hat von Graffenried primär Edipresse, die ebenfalls nach den fraglichen Verlagen schielt. Dem BT, das schon heute mit der Berner Zeitung redaktionell und in einem Werbekombi verbunden ist, ist die BTM laut von Graffenried «bereit zu helfen». Gegenüber der FN bekundete er seine «Sympathie, ohne aber etwas forcieren zu wollen», ergänzte aber, eine Lösung wie im Berner Oberland sei bei der FN «nicht nötig» (siehe Kasten). Und der Paulus-Druckerei, die La Liberté herausgibt und als Minderheitsaktionärin an der FN beteiligt ist, will von Graffenried explizit «im Kampf gegen Edipresse» zur Seite stehen. Hier seien «alle Kombinationen möglich», sagte er.
Langfristige Planspiele in der Berner Zentrale
Weniger hilfsbereit geht die BTM im Raum Solothurn vor, wo die BZ derzeit rund 1100, die Solothurner Zeitung (SZ) hingegen 30000 Abonnenten hat. Die BZ lanciert ab Januar 2002 unter dem Titel Solothurner Tagblatt (ST) ein weiteres Kopfblatt mit einer eigenen neunköpfigen Lokalredaktion und mit Frühzustellung.
Ziel sei es, vor allem nach Bern orientierte Pendler anzusprechen. Das ST wird mit einer Startauflage von 12000 Exemplaren der kleinste von insgesamt sieben eigenständigen BZ-Splits sein.
Von Graffenried will das Projekt primär als «strategischen Schritt» verstanden haben. Gewinnerwartungen stünden nicht im Vordergrund. Der Ausbau sei für die BZ überlebensnotwendig, nachdem die Vogt/Schild-Habegger AG als Herausgeberin der Solothurner Zeitung eine Kooperation mit der BTM abgelehnt habe. Die BZ müsse weiterhin wachsen, um sich langfristig
im Werbemarkt behaupten zu können.
Als Kampfansage gegen die SZ sei dies jedoch nicht zu werten, hingegen hoffe er, dass die Verlage in Solothurn, Olten und Zofingen dereinst nach fünf Jahren Verbund Mittelland Zeitung (MZ) mit der Aargauer Zeitung die Situation noch einmal überdenken würden. Von Graffenried sagte weiter, die PubliGroupe, die zu 35 Prozent an der SZ beteiligt ist, erwarte für den MZ-Verbund rund 1000 Inserateseiten mehr pro Jahr. Zum Vergleich: Für ihre angestrebte Kooperation mit der SZ hat die BZ 1200 zusätzliche Anzeigenseiten erwartet. Übrigens: Der BZ-Ausbau in Solothurn ändert nichts bei der BTM-Gratiszeitung Solothurner Woche, die BTM-Konzernchef Albert P. Stäheli als «Perle» bezeichnete.
Die BTM hat im letzten Jahr ein weiteres Spitzenergebnis erzielt. Sie erwirtschaftete bei einem konsolidierten Gruppenumsatz von 208,3 Millionen Franken (Vorjahr 194,0) ein Unternehmensergebnis nach Steuern von 36,3 Millionen (32,8 Millionen) Franken, was einer Gewinnsteigerung von rund 11 Prozent entspricht. Der Unternehmens-Cashflow erhöhte sich auf 42,6 Millionen (40,3 Millionen) Franken. Der Tamedia, die zu 49 Prozent an der BTM-Tochter BZ beteiligt ist, wurden gut 10 Millionen Franken abgeliefert; die BZ erhielt gleichzeitig aus ihrer 15-Prozent-Beteiligung an der SonntagsZeitung gegen 4 Millionen Franken von der Tamedia. Diese Zahlen wurden auf Anfrage als ungefähre Grössenordnungen bestätigt.
BTM in zahlen(Geldwerte in 1000 Franken)
2000 1999 %
Umsatz 208 269 194 034 7,3
Unternehmensergebnis (nach Steuern)  36 310  32 781 10.7
Konzerngewinn  24 146  23 366 2,9
Unternehmens-Cashflow 42,6 40,3 5,7
Quelle: BTM
Gegenmassnahmen in der Schublade

«Für uns ist der BZ-Split ein frontaler Angriff auf unsere Zeitung und unser Unternehmen, auch wenn dies seitens der BTM noch so verwedelt wird», sagte Rudolf Rentsch, Direktor von Vogt/Schild-Habegger, auf Anfrage. «Aber wir sitzen nicht
wie ein Kaninchen vor der Schlange.» Selbstverständlich habe er ein «Paket mit Gegenmassnahmen» in der Schublade. Zudem weiss er: Gemäss den BTM-Businessplänen für das ST, die ihm von der BTM vorgelegt wurden, wird der ST-Verlust im ersten Jahr weit über 5 Millionen Franken und nach fünf Jahren kumuliert gut 25 Millionen Franken betragen. «Deshalb hat die BTM weder ein publizistisches noch wirtschaftliches Motiv für die ST-Lancierung», sagt Rentsch. Der Weg nach Solothurn werde für die BTM «steinig» sein, sagte auch AZ-Verlagsleiter Ueli Eckstein, der zudem in Aussicht stellte, dass von Seiten des MZ-Verbundes «mehr kommen könnte, als bisher angekündigt». Ob die PubliGroupe der MZ tatsächlich 1000 Inserateseiten mehr pro Jahr in Aussicht gestellt hatte, wollte er hingegen nicht bestätigen. Fest stehe aber, dass die vier beteiligten Verlage und die PubliGroupe in separaten Berechnungen auf praktisch identische Resultate gekommen seien.
Auch der Bund schielt nach Westen

Derzeit suchen die Freiburger Nachrichten (FN) einen neuen Partner, der ihr vier überregionale Seiten (Ausland, Inland, Sport und Mix) fast fixfertig liefert. Bisher erhielt die FN diesen Service von der Solothurner Zeitung (SZ) geboten, doch wegen des neuen Verbunds Mittelland Zeitung hat die SZ den Vertrag mit der FN per Ende Jahr gekündigt. Gemäss FN-Chefredaktor Marcel Waeber liegt bereits eine Zusicherung seitens der Schaffhauser Nachrichten vor. Mit dieser und weiteren möglichen Partnern werde man demnächst verhandeln, nicht jedoch mit BZ und Bund, da deren überregionale Seiten thematisch zu umfassend seien. Bezüglich weiter gehender Kooperationen hielt Waeber aber fest: «Jeder redet mit jedem. Auch der Bund interessiert sich für uns.»

Aufgefallen: Promis in der Werbung sind ein garantieter Blickfang. Werbung erwartet man nämlich zuletzt, eher schon den Auftakt einer spannenden Homestory.

Promis in der Werbung sind ein garantieter Blickfang. Werbung erwartet man nämlich zuletzt, eher schon den Auftakt einer spannenden Homestory. Handelt es sich aber nur um den Auftritt in einer Anzeigenkampagne mit beispielsweise Matt Damon für die Sc

Promis in der Werbung sind ein garantieter Blickfang. Werbung erwartet man nämlich zuletzt, eher schon den Auftakt einer spannenden Homestory. Handelt es sich aber nur um den Auftritt in einer Anzeigenkampagne mit beispielsweise Matt Damon für die Schuhmarke Skechers und Jeremy Irons für Donna Karan, hinterlassen die Sujets einen leeren Nachgeschmack, der selten mit dem Produkt gekoppelt wird. Ein Kinopromi ist ein Brand, der wegen seines Auftretens im Film geschätzt wird. Die Rolle des stummen Kleiderträgers wirkt wie eine missglückte Nebenrolle. Zum Glück, denn Model und Schauspieler sind zwei total verschiedene Berufe, die unterschiedliche Talente verlangen. War das nicht schon immer so? Chandra KurtKolumne

Die Kuoni-Lüge
von Jan Krohn
Als guter Werber entdecke ich in meiner Freizeit neue Welten. Und da ich mich fernab der piemontesischen Weingüter, dem ewig fruchtigen New York oder der Tate Gallery in Sicherheit wiegen wollte, wählte ich als Urlaubsziel – na, was wohl? – nun, die Malediven. So bescheuert schien die Überlegung nicht, denn ich beschloss, mich in einen Lotterkahn zu verkriechen. Dort sollten sie mich nicht kriegen, die Kaderkadaver.
Stunden später tauchte ich ab – in eine vermeintlich werbefreie Unterwelt. Ich blubberte und flösselte und pirschte mich vergnügt ans Riff, als mir aus dem ersten Felsloch eine doppelköpfige Muräne entgegengrinste, die auf die Schuppen den Alpträumen glich, die mir am Anfang meiner Karriere das abgewrackte GGK-Texterfossil bescherte, das sich nach seinem mittäglichen Bad im See von aufstiegswilligen Assistentinnen den Rücken schrubben liess. Der nächste Schock widerfuhr mir in Form eines aufgeblasenen Napoleonfisches, der mir frontal entgegenbaslerte, dass mir das Blut im 7-mm-Neopren gefror und sich als Chief Overhead Super Worldwide Reefdirector outete, indem er mir mit markierendem Schlag seines gewaltigen Schwanzes die Maske von der Birne wischte. Mayday! Ich rang nach Luft und Fassung. Und beobachtete aus den Augenwinkeln, wie der graue Hai, der ebenmässig an mir vorüberlächelte, blonde, schulterlange Haare und das Wappen der Hochschule St. Gallen auf seiner Rückenflosse spazieren schwamm. Als dann noch die gemeine ADC-Krake ihre rolexstrotzenden Arme nach mir ausstreckte und mir an den Rest meiner zerknabberten Integrität wollte, griff ich nach der Harpune und schoss – auf mich, denn jetzt war mir klar: In diesem Leben gab es kein Entrinnen. Da müsste ich schon einige Stufen nach oben evolutioniert und reinkarniert werden. Und das war nicht sehr wahrscheinlich. Als guter Werber.
[email protected]
Jan Krohn ist Freelance-Texter und -Konzepter
Sprachbeobachter

Von Abschiedswinker bis Zentralverriegler:
«The Very Best of Warmdushing»
Abschiedswinker
Abziehbildtätowierer
Airbagnachrüster
Allediemichkennenunddieichvergessenhabe-Grüsser
Alufoliennochmalbenutzer
Am-Abend-vorher-Einchecker
Anhängerkupplungs-Schutzkappenbenutzer
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Grippeimpfer
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Kerzenwachspopler
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Kofferraumstaubsauger
Komplettsystemkäufer
Kontoauszugsüberprüfer
Kraftausdrückevermeider
Lebensplaner
Luft-im-Reserverad-Prüfer
Radiohörer, Fernseher
Mauskugelreiniger
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Zieher
Ortseingangsschildbremser
Passwortaufschreiber
Probefahrer
Quotenmahner
Radarfallenwarner
Radkappenpolierer
Rollerfahrer
Rückbankanschnaller
Schattenparker
Schreibtischaufräumer
Schwarzfahrtbeichter
Schwimmbadpinkler
Sicherungskopie-Ersteller
Sitzpisser
Sitzkissen-mit-ins-Stadion-
Mitnehmer
SMS-Bildchen-Verschicker
Softwarekäufer
Sonnenblendenrunterklapper
Spartastenbenutzer
Spickzettelkopierer
Spiegelföner
Tageszeitungklauer
Tastaturputzer
Tetrapakfalter
Tiefkühl-Pommes-Abtauer
Traumfrau-Sucher
Treuepunktsammler
Verfalldatumleser
Warmduscher
Werbungwegzapper
Woran-denkst-du-Frager
Zahnarzt-Spritzenbettler
Zentralverriegler
Beat Gloor, www.textcontrol.ch

Ausserdem: Per 31. Mai wird Peter Grädel neuer Leiter Konzernkommunikation der Rieter Management AG. Er übernimmt das Amt von Barbara Meili.

Ausserdem Per 31. Mai wird Peter Grädel neuer Leiter Konzernkommunikation der Rieter Management AG. Er übernimmt das Amt von Barbara Meili.Mit Edi Burri erhält Euro RSCG Switzerland einen neuen Produktionsleiter. Er nimmt seine Tätigkeit

Ausserdem Per 31. Mai wird Peter Grädel neuer Leiter Konzernkommunikation der Rieter Management AG. Er übernimmt das Amt von Barbara Meili.
Mit Edi Burri erhält Euro RSCG Switzerland einen neuen Produktionsleiter. Er nimmt seine Tätigkeit am 11. Juni am Schweizer Hauptsitz in Zürich auf.
Seit 1. Mai sind Alice Frankenne und Doris Haenni als Healthcare Consultants bei der Berner PR-und Werbeagentur Catwalk an Bord.
Der Verwaltungsrat der Medien Z Holding hat Marketingleiter Mike Gut in die Geschäftsleitung der Radio Z AG gewählt.
Jean Laporte ist neuer Marketingdirektor von McDonald’s Schweiz. Neuer Kommunikationsverantwortlicher der Fastfoodfirma ist Olivier Laube.
Andy Bürki wird ab dem 1. August als neuer Gebietsverkaufsleiter Zürich für den Tages-Anzeiger und das Magazin tätig sein. Er löst Markus Graber ab, der als Anzeigenleiter zu Cash wechselt.
Esther Leimbacher übernimmt die Papierberatung und Sales Promotion bei Baumgartner Papier AG. Sie wird Nachfolgerin von Regula Krügel-Durband.
Curdin Accola übernimmt die Geschäftsführung der Trimarca AG für Marketing und Kommunikation in Chur. Hansruedi Schiesser, bisheriger Alleininhaber, wird sich als GL-Mitglied der Marketingberatung, Konzeption und Kreation widmen.
Seit Anfang Mai ist Frank Wetzel (32) neuer Verkaufsleiter bei Trendcommerce St.Gallen GmbH.

Reisen auf glühenden Gleisen

Die SBB springen mit JvM/Limmat auf einen modernen Kommunikationszug auf

Die SBB springen mit JvM/Limmat auf einen modernen Kommunikationszug aufZu Beginn dieses Jahres gewann die Zürcher Agentur JvM/Limmat in einem Pitch das Mandat der SBB. «Jung von Matt war in dieser Präsentation die kreativste Agentur. Sie hat uns einen modernen Weg gezeigt, und genau das haben wir gesucht», sagt Fritz Zimmermann, Personenverkehr Marketingkommunikation bei den SBB.Wie Marktforschungsstudien der letzten zwei Jahre ergaben, ist die Akzeptanz der SBB zwar hoch, doch ein emotionaler Bezug des Publikums zur Marke fehlt. Ferner rieche das Image nach wie vor nach staatlichem Eisen.
Die SBB seien aber ein modernes Unternehmen, das für den Kunden denke, so Zimmermann. In den kommenden fünf, sechs Jahren etwa wird die Entwicklung stark in Richtung elektronische Welt gehen. Man wird Tickets übers Internet ordern können, und auch der Kontrollmechanismus in den Zügen wird dannzumal elektronisch vollzogen.
Geplant sind separate Kampagnen für den Fahrplanwechsel, das Halbtaxabo und das E-Business. Damit der Betrachter diese Komponenten als einen Auftritt wahrnimmt, weisen sie denselben emotionalen Touch und eine gleiche Tonalität und Bildsprache auf.
«Die SBB werden als sympathische Marke profiliert und ihre Wettbewerbsvorteile selbstbewusst transportiert», meint Beraterin Marion Marker, die von
einer «Benefit orientierten Angebotskommunikation mit starker Imagekomponente» spricht.
Eine Kommunikationsfahrkarte in die Zukunft gelöst
Die neue Verbundwerbung der SBB startet mit einer Offensive für den Fahrplanwechsel vom
10. Juni. Ein von JvM/L dazu konzipiertes Key Visual zeigt ein glühendes Gleis. Das Motiv soll auf emotionalem Weg vermitteln, dass die SBB nun höhere Frequenzen fahren und die Verbindungen schneller geworden sind. Frappant ist, dass das Sujet ausser eines Logos und einer Internetadresse keine rationalen Informationen enthält.
«In Verbindung mit der Internetadresse sagt das Visual dem Betrachter: Die SBB fahren jetzt auf Teufel komm raus sowie ferner, dass man alles über den Fahrplanwechsel auf dem Internet erfährt», sagt CD Daniel Meier.
Das Sujet macht durch das bewusste Weglassen der Headline ein kleines Geheimnis um seine Botschaft und verfolgt bereits die Absicht, die SBB als E-Brand zu positionieren. Ernst Weber

Die coolsten Gurgelspüler

Mit unterschiedlichen Kampagnen löschen Softdrinkhersteller durstige Kehlen

Mit unterschiedlichen Kampagnen löschen Softdrinkhersteller durstige KehlenDer Softdrinkmarkt ist stabil. Laut dem Marktforschungsinstitut ACNielsen stieg das Verkaufsvolumen im Schweizer Detailhandel in den letzten drei Jahren nur noch moderat von 269,8 auf 271,7 Millionen Liter. Besser sah im gleichen Zeitraum die Entwicklung der Umsätze aus, die von 336,2 auf 346,3 Millionen Franken stiegen, wobei Milchserumgetränke am markantesten zulegten. Im Kampf um die Geschmacksrichtungen liegen die Cola- mit 43 Prozent weit vor den zweitplatzierten Orange-Getränken (17 Prozent).Doch die ruhigen Marktverhältnisse trügen, denn freundlich geht es in der Softdrinkbranche bei weitem nicht zu. In den vergangenen Jahren ist die Launchkadenz rasant gestiegen. Mit möglichst ausgefallenen und kalkulierten Marketingstrategien inszenieren sich Marken und kämpfen um ihre Anteile. Bei Kreativwettbewerben stellt man denn auch eine entsprechende Entwicklung bei den eingereichten Arbeiten fest. Für die anbrechende durstige Jahreszeit haben auch die hiesigen Agenturen für ihre Softdrinkkunden kräftig Kampagnen konzipiert und umgesetzt. Eine Auswahl finden Sie ab Seite 6
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